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Einkommensteuer bei Rentnern in Deutschland

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crazythaiteeak:
@ John

    da kann ich allerdings nicht helfen, sorry.



   mfg Andy

tango:
@rh
Bei deinem Zahlenspiegel möchte ich darauf aufmerksam machen, dass die Kapitalertragssteuer, die du als Zinseinnahme bezeichnet hast, wohl nicht richtig berechnet wurde.
Bei den Fällen 2 und 3 fällt keine Kapitalertragssteuer (Zinsabschlagsteuer) an, da der Freibetrag bei 801 Euro liegt.
Im Fall 4, 7 und 8 dagegen fallen Steuern an.

Schauen wir in die Zukunft, ins Jahr 2009, so muss der Single bei Zinseinnahmen von 5.000 Euro (siehe dein Fall 4) 1.049,75 Abgeltungssteuer und 57,74 Solidaritätszuschlag entrichten. Er hat somit durch die Zinseinkünfte/Zinserträge einen Kapitalertrag von 3.892,51 für sich, den Rest bekommt das Finanzamt.

Bei Splitting sieht es bei deinen Fällen 7 und 8 so aus:
Bei 5.000 Euro Zinseinnahmen = 849,50 Abgeltungssteuer und 46,72 Soli, bleibt 4.103,78 Euro für das Ehepaar übrig.
Bei 10.000 Euro Zinseinnahmen = 2099,50 Abgeltungssteuer und 115,47 Soli, liegt der Kapitalertrag bei 7.785,03 Euro.

Da ab 2009 nur 25 % Abgeltungssteuer bezahlt werden müssen, liegt natürlich die Zinsabschlagsteuer bei deinen Fällen höher, denn sie liegt bis Ende 2008 bei 30 %.
Manfred unter Tango

rh:
@ Manfred,

Ich habe ausdruecklich vom Veranlagungsjahr 2007 geschrieben, nicht von der Zukunft.

Ich habe auch nicht vom Kapitalertragsteuer und Abgeltungssteuer geschrieben,sondern nur von Einnahmen.Und Einnahmen ist der Betrag vor Abzug evtl.Abzugssteuern.
Deshalb kann ich auch keine KEST falsch berechnet haben.


Und wenn Steuern (bis 31.12.2008) einbehalten worden sind,werden sie bei einer Veranlagung angerechnet.


Und wenn Du die Zeit ab 2009 betrachtest,so gibt es dann die Moeglichkeit,die Steuern auf die EST anrechnen zu lassen bei einem entsprechenden Antrag.
Dies ist aber nur sinnvoll,wenn die Steuer bei einem Antrag niedriger ist als die abgezogene Steuer.

Steuerpflichtige,deren Steuersatz hoeher liegt als der der Abgeltungssteuer,werden natuerlich keinen Antrag stellen.Dann hat die abgezogene Steuer eben Abgeltungscharakter.Das ist der Vorteil derjenigen,die erhebliche Zinseinnahmen haben.
rh


tango:
@ Reinhold
Mir geht es hauptsächlich um die Aufklärung der Steuerausländer, sodass diese Leute wissen, was steuerlich am günstigstens liegt.
Des Weiteren möchte ich gerne die Steuerinländer, die meinen, einen Vorteil damit zu haben, sich nicht aus Deutschland abzumelden, davon überzeugen, dass diese Leute Geld verschenken.
Es liegt m. E. überhaupt kein Grund für einen Rentenbezieher vor, sich nicht aus Deutschland abzumelden, wenn er hier in Thailand seinen Aufenthalt hat.
Bei Rückkehr nach Deutschland ist die Krankenversicherung verpflichtet, diese Leute wieder aufzunehmen, dieses ist gesetzlich verankert.
Verständnis habe ich bei den Leuten, die sehr viele Medikamente benötigen und diese sich gerne aus Deutschland schicken lassen wollen.

Alle anderen aber sollten es sich überlegen, ob es nicht günstiger ist, sich doch aus Deutschland abzumelden. Es sind einmal die Krankenkassenbeiträge, die im Durchschnitt bei 100 Euro liegen, die ich einsparen kann und als ganz wichtig sehe ich auch den Punkt des Sparens an.
Wir haben ja im anderen Thread (Steuern) ausgesagt, dass die Leute getrost Geld in Deutschland anlegen können, ohne jegliche Abgeltungssteuer zahlen zu müssen.

Eine Geldanlage in Deutschland ist für mich deshalb schon sehr wichtig, weil ich nicht weiß, wie hier in Thailand die Zukunft aussieht. Außerdem liegen in Deutschland die Zinsen viel höher als hier in Thailand.
Ein weiterer Aspekt ist, dass man hier nie ganz sicher sein kann, wie sich die eigene Gattin verhält, wenn ihr die Gelegenheit geboten wird, reicher zu werden.
Nein, nein, da halte ich mir lieber ein kleines finanzielles Polster in Deutschland, wo ich sicher sein kann, dass nur ich an dieses Geld kommen kann.

Aber du wolltest mit deinem Beitrag ja nur aufzeigen, dass ein Steuerinländer der bereits jetzt eine Rente bezieht, nicht soviel Einkommensteuer zu bezahlen hat.
Ich hätte mich hier gar nicht zu Wort gemeldet, wenn du die Zinseinnahmen weggelassen hättest. Denn diese verwirren ein wenig.
Gerade in den von dir angegebenen Fällen 4,7 und 8 fallen hohe (immerhin 30 %) Zinsertragssteuern an, da sie weit über den Sparfreibetrag liegen.
Manfred unter Tango

rh:
@Manfred

Sinn meiner Berechnungen war,den Rentnern in D zu zeigen,wieviel oder wiewenig Steuern sie bei bestimmten Einkommensarten,-hoehen und -konstellationen zu zahlen haben.

Obwohl man theoretisch gar kein Wahlrecht hat,ob man Steuerinlaender oder Steuerauslaender sein will,wenn man seinen Wohnsitz oder gewoehnlichen Aufenthalt hier oder dort hat (im Steuerrecht gibt es eine genaue Definition dafuer,was der Wohnsitz oder gewoehnliche Aufenthalt ist),so laesst sich natuerlich die Lebensplanung als Rentner so gestalten,wie man es moechte. Und wo man ueberwiegend leben will.

Vergessen sollte man nicht,dass es auch aussersteuerliche Faktoren gibt fuer die Bestimmung des Lebensmittelpunktes. Angehoerige oder Grundbesitz in D z.B. oder,wie Du richtig schreibst,die gesundheitliche Situation (Aerzte,Medikamente).

Durch die Zinskonditionen in D und TH und die Unsicherheit ueber die kuenftige Politik in TH ist es natuerlich sehr sinnvoll,das Kapital,das man nicht in TH fuer die Immigration und den laufenden Unterhalt,benoetigt,in D anzulegen.Wenn man in D Steuerauslaender ist,so kann man ja auch,wie im anderen Thread abgehandelt wurde,bei bestimmten Kapitalanlagen die EST vermeiden. (Wobei natuerlich die Frage offen ist,ob irgendwann mal TH Steuern sehen will.)

An die holde Gattin muss man natuerlich auch immer denken.Man sollte sich eben doch nicht hierauf verlassen :
                     Meine ist anders.


Manfred, fuer 2007 fallen nicht endgueltig 30 % Steuer an.Im Rahmen der EST -Veranlagung wird die Differenz zw.der Zinsabschlagsteuer und der individuellen EST erstattet.Die gesamte EST (auch auf die angegebenen Zinsen) habe ich ja angegeben.


Noch etwas zu der Zeit ab 2009:

Im Zeitalter der sog.Abgeltungssteuer (25 %) gibt es die Moeglichkeit,die Steuerlast auf Zinsertraege zu reduzieren.Erklaert man die Zinsen nicht in der EST -Erklaerung,so ist die EST mit der von den Banken einbehaltenen Steuer abgegolten.
Wenn nun die individuelle Steuerbelastung auf die Zinsen im Rahmen einer Gesamtberechnung der EST niedriger ist als die einbehaltenen 25 %,so hat man die Moeglichkeit,die Zinsen in der Erklaerung anzugeben.Macht man das,so ist die Steuer bei einer Veranlagung niedriger als 25 % und die Differenz wird erstattet oder verrechnet.
Es kann sogar sein,dass hoehere Zinsen mit keiner EST belastet werden,wenn z.B. andere negative Einkuenfte (Vermietung o.a.) vorliegen und die EST Gesamtbelastung 0 ist.
Reinhold unter rh

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