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Erster Urlaub in Bangkok und Puket. Erlebnisse eines Dorfjungen. First Trip to S

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geheimagent:
Vorwort.

Schon immer wollte Frido eine Reise nach Thailand machen. Dummerweise kam meistens etwas dazwischen. Vorrangig aber war er meistens pleite. Aber jetzt, in wenigen Tagen sollte es endlich klappen. Gut, er hatte öfter auf Kneipenbesuche mit seinen Kumpels Detlef, Chris und Rolf verzichtet und somit ein paar Euros an die Seite gebracht. Letztendlich reichte die Kohle wohl doch wieder nicht. Aber es gibt ja die C+C Bank. Letzte Woche hatte er es gewagt und war mit einer leicht frisierten Lohnabrechnung in der Bank gewesen. Ein Kleinkredit über 2500 € hatte man ihm aber schnell verpassen können. Sicherheitshalber hatte er auch gleich 1000 € hier in der Bank in Thaibaht eingetauscht. Sicher ist sicher nicht das man ihm vor Ort gefälschte Scheine unterjubelt. Ne ne, nicht mit Frido der kennt sich aus und weiß was Sache ist.
Seine Kumpels Detlef, Rolf und Chris haben ganz schön blöd geguckt als er ihnen das Ticket nach Bangkok von der Bagladesch Airline unter die Nase hielt. Mitten im Dezember nach Thailand ab in die Wärme, Weiber coole Drinks und und jaaaa da wollte er noch gar nicht dran denken. Ein bisschen peinlich war ihm das schon, als er vor Tagen die Sexvideos mit den Titeln „Thailove, Rumble in the Dschungel und Palmenbläserinnen “ aus seiner Stammvideothek schleppte. Himmel, er mochte gar nicht dran denken das dass was er da heimlich in seiner Bude sah, bald Wahrheit werden sollte. Fridos „Stengelchen“ wackelte schon vor Vergnügen.
Nun ja hier zu Hause hatte es ja noch nicht so recht klappen wollen. Irgendwie wollte es mit den Mädels nicht so recht über die Bühne gehen. Ok, die Rosi von der Imbissbude die hatte er schon mal flach gelegt. Dummerweise war Stengelchen so aufgeregt das es, als Frido, ( so nennen ihn seine Kumpels) loslegen wollte, einfach so los ging. Ffffftttt,  Ende und Rosi war für ihn unerreichbar geworden.  Dann war da noch die Storie mit Ingelore vom Dorfpostamt. Beinahe, oder fast hätte es geklappt. Leider war Ingelore beim Feuerwehrfest so besoffen gewesen, das sie Frido kurz vor dem endlich erhofften Akt voll auf seine Uniformhose kotzte.
Was ein Scheiß.
Morgen geht der Flug. Mit Frido fliegt Gott sei Dank sein Arbeitskollege „Rocky“. Den nennen sie so weil er ein wenig wie Silvester Stallone aussieht. Zwar nicht so sportlich aber die Körpergröße kommt ganz gut hin. So ca. 165 cm ist Robert. (Rocky) Rocky ist ein Fundstyp.  Immer hilfsbereit und höflich. Manchmal findet Frido ist es ein bisschen schon zuviel. Oft schon hat Rocky Frido so richtig zärtlich angelächelt und ihm dann verträumt über den Handrücken gestreichelt. Das mochte Frido gar nicht und war ihm immer etwas peinlich. Da Rocky ein alter Hase in Thailandreisen ist ist Frido ganz froh das sie zusammen fliegen werden. Scheiß was drauf das Rocky schwul ist und sich manchmal richtig schwuchtelig gibt, was solls.

Abflug. Schlingernd hebt die Maschine in Frankfurt ab es geht Richtung Dhaka. Nach 11 turbulenten Stunden die Landung in Bangladesch. 6 Stunden Aufenthalt in der  schwülen Maschine neben dem schwulen Rocky. Frido träumt vom Film „Palmenbläserinnen“ als die Maschine endlich rumpelnd über die Piste jagt - gen Bangkok. Nach weiteren 3 Stunden Landung im Königreich der Palmenbläs....äh  Siam.
Rocky will gleich weiter nach Phuket , er hat da ein Date mit einem thailändischen Kumpel, sagt er jedenfalls. So trennen sich hier ihre Wege. Frido will die „ Schönheiten“ Bangkoks unbedingt sehen. Rolf hat ihm eine Videokamera geliehen und Fridos Oma ist schon so gespannt auf die Bilder, das Frido Angst hat, das ihr Herzschrittmacher vorher die Grätsche macht.
Passkontrolle, anstehen in der Schlange. Frido ist dran und wird erst mal vom der Imigrationofficerin genau gemustert. Palmenbläserin, geht es ihm durch den Kopf. Sir, is this your Passport. Was, wie wo, Frido  läuft es kalt über den Rücken. Yes Yes entfährt es ihm. But this not you. Sie halt ihn den Pass unter die Nase. Ok, der Pass ist 7 Jahre alt, aber was ist los. Not you, sie legt ein Schild auf den Thresen. CLOSED. Come with me. Nach 2 Stunden warten und Befragungen in einem abseits gelegenen Büro klärt sich der Zwischenfall langsam auf. Frido hat kein einziges Wort verstanden. Er weiß nicht was hier abgeht. Nun, hat man eine Dolmetscherin geholt. Tolle Frau geht es unserem Frido durch den Kopf Palmblä... Ihr Bart Herr Rödelmann, so heißt Frido mit Nachnamen. Ja, Frido Rödelmann trägt seit 5 Jahren einen Vollbart. Nur auf dem Passbild da ist er bartlos. Take off, befiehlt barsch der Captain der missmutig unseren Frido mustert. Schwubs,  hat ein Kollege von ihm aus dem Nachbarzimmer einen alten Elektrorasierer geholt. Frido willigt ein, und unter dem Gelächter und Beifall der Immigrationbeamten/innen wird aus Frido ein neuer Mensch. Er darf nun einreisen. Am Gepäckband steht einsam seine schwarze alte Sporttasche. Die hat ihm Detlef geliehen. Aber wo ist der braune Koffer ? Mein Gott, geklaut schießt es ihm durch den Kopf. Es dauert eine weitere Stunde bis es Frido geschafft hat eine Verlustanzeige aufzugeben. Hätte er doch bloß  früher Englisch gelernt.  Der Koffer soll noch in Bangladesch rumliegen, vielleicht auch in Turkmenistan dort war noch eine Zwischenlandung. .
Frido verlässt nun etwas müde und genervt, dafür frisch rasiert, die  Flughafenhalle. Heellooouuu Mistel Taxi -  I have. No Taxi in Airport only one. Schon schnappt der Typ Fridos Tasche und öffnet flink seinen Kofferraum wo sie drin verschwindet.
Frido ist willenlos. Er steigt in das wunderschöne einzige klapprige  Taxi des Airports Bangkoks. You have Hotel ? No, eines von Fridos perfekten englischen Worten sprudelt nur so aus ihm raus.
Bangkok 120 % full. No loom, only one -  I have. You first time Thailand. Yes,  wieder perfekt ausgesprochen. Ok Bangkok long way only 3000 Baht. 30 Kilomet long time no loom no have in town. Frido rechnet, 30 Kilometer 60 €.  Ok, ist in Deutschland bestimmt doppelt so teuer. Frido willigt ein. Das Taxi macht einen Satz und sprinted los. Schon nach wenigen Kilometern wird es Frido langsam heiß. Schweißperlen laufen ihm über das Gesicht und tropfen von seiner Nase. Hot no plomblem. Aircon no have but have lady hi hi hi. You want lady ? Frido hört gar nicht hin sein schwarzes T Shirt mit dem Aufdruck “Deep Purple” klebt an seinem weißen Wabbelkörper. Der Taxidriver sieht nicht nur aus wie ein asiatischer Neffe von Niki Lauda er fährt auch so. Er fährt, als hätte man Niki 1,5 Flaschen Mekong intravenös eingefüllt.  [-]
Dann der erste Stau. 1, 3 stunden später bewegt sich das Taxi langsam wieder weiter. Rot tit mak mak. ( also -  dichter Verkehr ganz viel) Frido denkt „halt die Schnauze“ und lächelt gequält. Langsam wird es dunkel und die Lichter der großen Stadt beginnen ihre Bilder in die Dunkelheit zu malen. Frido ist fast platt als das Taxi vor einem eleganten Hotel anhält. Flink springt sein Fahrer heraus und öffnet ihm elegant die Tür. Ein durchgeweichter, nicht sehr gut duftender „Deep Purple“ kriecht förmlich aus der Klapperkiste. Frido bekommt das einzige freie Zimmer der riesigen Stadt. Eine Nacht 3150 Baht. Velly velly cheep Mistel but good. You want lady, massage also ??? Ne, Frido will auf die Stube und weiter nichts.
Im Royal Plaza wundert man sich über diesen merkwürdigen „Rockstar“ der nicht mal allein seine Anmeldung ausfüllen kann. Bestimmt einer dieser üblen Tricks dieser Falangs denkt die Mitarbeiterin hinter der Rezeption.
Frido kommt endlich in seinem Zimmer  an. Der Liftboy strahlt in an nachdem er die Aircon voll aufdrehte, den Fernseher anschmiss, alle Progamme hoch und runter gejagt hatte, die Minibar aufriss und--- you want lady Mistel  fragte? Massage ? Lady massage lady – Palmenbläs.....nein das fragte er Gott sei Dank nicht.
Tip ? Tip ? und hält die Hand hin als sollte Frido ihm die Zukunft voraus sagen. Endlich nachdem er mit den Fingern aneinander rieb, verstand Frido was er wollte. Er gab ihm einen violetten Schein und wunderte sich das der Boy so schnell auf und davon war.

Frido geht zum Kühlschrank und zieht sich die erste Flasche Bier in seinem Urlaub rein. Es sollte beileibe nicht die einzige Flasche  sein. Danach stellt er sich unter die Dusche und er spürt wie seine Lebensgeister zurückkehren. Thailove, Palmenbl....au ja.
Es ist nun 21.oo in Bkk. Frido schaut aus dem Fenster. Sein Zimmer ist in der 43 Etage mit Blick über die Stadt. BIG CITY LIGHTS geht ihm durch den Kopf. Obwohl sein englisch so schwach ist, aber den Song kennt er von der hannoverschen Band Scorpions. Detlef sein Kumpel hat ihm das mal übersetzt. Jetzt aber ist er allein in der Big City. Der Fahrstuhl braucht einige Minuten bis er eine Vollbremsung im Erdgeschoß macht das Frido flau im Magen wird.  Als er auf die Strasse tritt haut es ihn fast aus seinen schönen braunen offenen braunen Sandalen. Er trägt noch immer sein schwarzes Shirt ( findet er cool) hat sich aber wegen der Tropenwärme eine weiße Adidas Turnhose angezogen. Den braunen Fleck hinten am Po ( stammt von einem Stück Schokolade vom letzten Turnfest) hat er leider noch nicht bemerkt. Dazu die weißen Tennissocken von Aldi, hat er zwar schon über 30 Stunden an, macht aber nichts. Morgen kauft er ein zweites Paar. Chris hat ihm eine Mütze geliehen, so eine mit einem langen gekrümmten Schild vorn. In silberner Schrift prankt groß und deutlich „HANOMAG  vorne drauf. Chris meinte, hilft gegen die brutale Strahlung der Tropensonne. 
Nach ca. 100 Metern kommt Frido an die Hauptstrasse. Mensch was für geile Autos die wilden Eingeborenen hier fahren. Über ihm donnert gerade der Skytrain, gebaut von Siemens, vorrüber. Friedo geht bzw. stolpert auf dem Gehweg zwischen wuselnden Menschen und Verkaufsständen entlang. Soi 3 .... Soi 5 ulkige Dreiräder stehen an der Ecke. Die Fahrer, nette höfliche junge Männer halten Frido schöne bunte Prospekte unter die Nase. Hey mistel you want lady massage ??? Frido stolpert wie in Trance in die Soi 5. Oben leuchtet die Reklame vom Amari Hotel gegenüber steht ein Schild - Foodland. Frido gerät langsam in Panik. Ist das hier gefährlich ? Ist das hier sicher ? Springt mich vielleicht die Hühnerpest an ? Mord, Überfall, Kokosnüsse die von den Palmen... ahh Palmenbläserinnen --- Frido schaut sich verwirrt um. Alles ist so fremd so anders soo ....
 So, so hört er eine Stimme aus dem Dunkel.  Wohin führt dein Weg Fremder ? Die Stimme spricht deutsch. Da entdeckt Frido im halbdunkel ein Schild. „Deutscher Wahrsager – hilft auf allen Wegen“. Jetzt wird Frido mutiger, seine Sprache, Heimat, Hilfe, Sicherheit. Da sieht er ihn . Ein Baum von einem Mann, Vollbart ein freundliches Gesicht lächelt ihn an. Der Wahrsager macht einen Schritt auf Frido zu. Klirrend zerscheppern ein paar leere Bierflaschen gegen die er gestoßen ist.  Komm mein Freund setze dich. Frido ist happy nicht mehr allein zu sein. Auf seinem T Shirt bilden sich unter seinen Achseln langsam weiße Schweißränder die er aber nicht bemerkt. Mein Name ist DIIII.  Sagt der weiße  Mann mit dem Bart und dem freundlichen Gesicht. Frido bemerkt die leichte Bierfahne, stört ihn aber nicht, denn er ist tolerant. Gib mir deine Hand Fremder.
 Ohhh, das sieht aber gut aus. Sehr sehr gut sogar. Ich sehe alles sagt der Wahrsager Diiiii. Seine hohe weißsilberne spitze Kappe auf seinem Kopf wippt dabei fröhlich hin und her. Sicher ist die angeklebt denkt Frido in diesem Moment. Ich sehe, das du zu Hause in deiner fernen Heimat allein bist. ( Kein Wunder wie Frido aussieht) Ich sehe, das dass sich bald ändern wird. Du wirst unter Palmen e...... Frido ist hellwach. Palmenbläbläblä stottert er aufgeregt. JAAAA Palmenbläserinnen werden dich auf deinen Wegen begleiten flüstert der Meister. Dabei  macht er so komische Sachen mit seiner Zunge in seinem Mund so das seine Backe nach außen gewölbt wird. Aber vorher ..... er verstummt. Frido ist außer sich, er springt auf. Was, Meister muß ich tun, was, wie, wo ???? Der Meister ist verstummt. Langsam, er schaut dabei Frido tief in die Augen, reibt er seinen Zeigefinger an seinem Daumen. Mit zitternden Fingern holt Frido ein Bündel bunter Scheine aus seinem versteckten Brustbeutel. Gib schon her dröhnt der Meister. Blitzschnell, mit geübter Hand zieht er die schönen  braun beigen Scheine aus dem Bündel. Nachdem sie unter seinem Zauberhut verschwunden sind, lächelt er wieder gutmütig unseren Frido an. Nehme er ein Tuk Tuk das ihn in die Soi 23 bringen soll. Dort wirst du dein Glück finden. Soi 23 - Cowboy hört Frido noch als er in einem dieser Teufelsdinger sitzt. Where you go ? Soi dreiundzwanzig. Mai kautschai ( Nix verstehen) You want massage lady have have but no have. Yes yes entfährt es Frido. Mit einem gewaltigen Satz ( die Kupplung ist seit langem im Arsch) um den jeder hungrige Tiger neidisch geworden wäre, jagt das Tuk Tuk in die Nacht.
Vorbei an Klong Toi danach rechts rum geht es Richtung ......( nein nicht in einen der goldenen Tempel die haben jetzt zu) Sündenpfuhl. Zeitweise nur auf 2 Rädern, manchmal im Slide jagt der Dreiradkarren durch die Nacht. Der warme abgashaltige Wind weht Frido um die Nase. Mit viel Glück und der schützenden Hand der Götter stoppt das Vehikel vor einer lauten bunten Strasse.

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