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Neues aus Vietnam

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Sonex:
Hanoi (BoerseGo.de) - In Vietnam ist der Konsumpreis-Index im Februar gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 14,78 Prozent gestiegen. Dies berichtete die zuständige Behörde. Damit verharrt die Inflation in dem Land weiterhin auf dem höchsten Niveau innerhalb des asiatischen Raums.

Die Teuerung geht vor allem auf das Konto gestiegener Preise für Lebensmittel, Getränke, Haushaltsgeräten, Schmuck und Textilien. Im Januar schnellten die Konsumpreise um 17,57 Prozent nach oben. Im Gesamtjahr 2008 stellte sich ein Zuwachs von 22,97 Prozent ein. Dies entsprach der höchsten Inflation seit 1991.

http://www.boerse-go.de/nachricht/In-Vietnam-waechst-Inflation-noch-immer-zweistellig,a1168265.html

Sonex:
Tod eines Fischstäbchens                                           Von Barbara Hardinghaus

Weil der Deutsche weißen billigen Fisch essen will, wurde der Pangasius, ein Zuchtfisch aus Vietnam, populär. Er ist der neue Volksfisch und so erfolgreich, dass sein Erfolg ihn schon wieder umzubringen droht.


Manuela Wendland, die Verkäuferin, sieht durch ihre runde Brille auf die vielen Fische in der Frischetheke, sie sieht ganze Fische, halbe Fische, Fischfilets, auf Eis, zwischen Salatblättern.

Sie trägt eine breite blaue Schürze, auf dem Kopf eine Haube, darunter kleine aschblonde Locken. Pangasius, sagt sie, werde jetzt immer mehr.

Der komme tiefgefroren, sagt sie, sei praktisch grätenfrei, mild, für Kinder sehr geeignet.

Sie greift ein Stück, legt es auf Waage 22 im Toom Markt in der Dorotheenstraße in Hamburg, 198 Gramm, 1,96 Euro.

Vor drei Jahren tauchte der Pangasius in der Frischetheke auf, ein neuer Fisch, ein Krisenfisch, der ausersehen war, das Loch zu füllen, das der Mensch ins Meer gefischt hat; 50 Prozent mehr Fisch als 1970 isst der Deutsche, 16 Kilo im Jahr; Kabeljau, Rotbarsch oder Dornhai, der als Schillerlocke bekannt ist, werden knapp.

Keinen Kabeljau mehr kaufen, das weiß der Mensch heute, wenn er vor Wendlands Theke steht, keinen Wildlachs, keinen Rotbarsch, keinen Thunfisch, keine Nordseeschollen.

77 Prozent der Speisefischbestände sind bis an die Grenze befischt oder überfischt, das hat die Ernährungsorganisation der Uno gerade ermittelt. Sogar der Seelachs, der Fischstäbchenfisch, wird knapper, ein billiger weißer Fisch.

Aber die Kunden wollen weißen Fisch, billigen weißen Fisch, mit wenig Fett, und der Pangasius hat all die guten Eigenschaften, die ein Fisch haben muss, damit die reiche Welt ihn kauft.

Er ist der neue Volksfisch, geboren in Vietnam, gezüchtet für den Geschmack des Weltbürgers; der Fisch der Zukunft könnte er sein, wenn der Mensch nicht dabei wäre, den Pangasius zu Tode zu produzieren.
...
Er ist, durch den Appetit des Weltbürgers und den Fischmangel in den Weltmeeren, ein Zuchtfisch geworden, dabei war er jahrhundertelang ein wilder Fisch, er reiste, er wanderte den Strom hinauf, suchte am Grund seine Nahrung. Krebse, Pflanzen, Aas, alles, was er fand.

Wurde größer, kräftiger, eineinhalb Meter lang, bis zu 45 Kilo schwer, und wenn er alt genug wurde, wenn er drei oder vier Jahre alt war, verließ er den Hauptarm des Flusses, das Weibchen hinterlegte seinen Laich, das Männchen seine Spermien, auf abgelegenen überschwemmten Feldern, an Baumwurzeln. Der Fisch kehrte zurück in den Mekong, ließ sich zurücktreiben von Kambodscha bis nach Vietnam, ins Delta. 20, 30 Millionen Tiere, und am Ufer standen Fischer, die versuchten, den Fisch zu fangen, mit Angeln, mit Netzen, in Körben.

Französische Biologen entdeckten ihn für den Weltmarkt, sie wollten herausfinden, ob sich der Fisch züchten ließe, aufziehen, füttern, brüten, sie wollten eingreifen in die Behäbigkeit der Natur.

Sie bauten Käfige aus Holz, legten tiefe Teiche an, entwickelten zwei Arten des Fischs nur für die Landwirtschaft, der erste war der Basa.

Aber der, das sahen die Forscher bald, wuchs nur langsam, er brauchte ein ganzes Jahr, bis er zwei Kilo schwer war und damit groß genug für den Markt, er hatte zu viel Fett.

Der zweite Fisch war der Tra, der immer tief am Boden schwamm.

Der wuchs schnell, in einem halben Jahr auf zwei Kilo, der hatte wenig Fett, keine Krankheiten, weißes Fleisch, der war robust, sie fütterten ihn mit einem Mix aus Reiskleie und Getier, nun kam er an die Oberfläche. Das war der Anfang der modernen Aquakultur in Vietnam und der Beginn einer neuen Zeit, in der das Land nicht nur Kaffee exportierte und Kakao, Pfeffer, Rohöl, sondern auch einen Speisefisch, den Pangasius.

Die meisten Fische gingen in die USA, bis es den Maisbauern dort, die begonnen hatten, auf überschwemmten Feldern selbst Pangasius zu züchten
... ....
mehr unter: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,612263,00.html

Sonex:
Vietnam: Diebstähle am Bahnhof Hanoi

Touristen, die mit dem Nachtzug aus Hue oder Sapa am Bahnhof von Hanoi ankommen, laufen Gefahr, Opfer von Diebstählen zu werden.
Wem Pässe, Bargeld, Travellerschecks oder sonstige Wertgegenstände gestohlen werden, muss den Diebstahl bei der Polizei am Tatort anzeigen.
 Achtung: Weder die Ausländerpolizei in Hanoi noch andere Polizeidienststellen protokollieren Verlustanzeigen nachträglich!
 

Es wurde von Fällen berichtet, bei denen sich die Polizei weigerte, Protokolle aufzunehmen, vor allem dann, wenn die Beamten Zweifel am Hergang der Tat oder an den Wertangaben hatten.
 Am Flughafen sollten Touristen außerdem nur die offiziellen Taxis benutzen.
Hierbei gilt: Die angeschriebenen Preise gelten nicht pro Person, sonder pro Fahrt.
Touristen sollten es außerdem vermeiden, sichtbaren Schmuck (vor allem Halsketten) zu tragen. (sid)  :-)

http://www.fliegen-sparen.de/cms/news/meldungen/2009_03_18_93522128_meldung.php
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Ob die Vietnamesen nun auch schon Probleme mit betuegenden und stehlenden Auslaender haben ?   :D

SoneX

Sonex:
Vietnam signifikante Risiken

23.03.2009                              Helaba

Frankfurt (aktiencheck.de AG) -
Vietnam ist ernsthaft von den Auswirkungen der globalen Finanzmarktkrise in Mitleidenschaft gezogen, auch wenn der dortige Bankensektor nicht unmittelbar betroffen ist, berichten die Analysten der Helaba.

Die gesamtwirtschaftliche Situation habe sich im vergangenen Jahr grundlegend verändert:
Während die Regierung 2008 anfangs noch um eine Stabilisierung der überhitzten Volkswirtschaft bemüht gewesen sei, habe sie sich in den letzten Monaten zusehends mit einer deutlichen Wachstumsverlangsamung und dem zunehmenden Risiko von sozialen Unruhen konfrontiert gesehen.
Schmerzhaft würden sich der wesentlich schwächere Zustrom ausländischen Kapitals und die zögerliche Umsetzung von Investitionsvorhaben auswirken - sowohl Portfolio- als auch Direktinvestitionen würden in Vietnam eine wichtige Rolle spielen.
 Stabilisierend wirke hingegen das überschaubare Ausmaß der kurzfristigen Auslandsschulden.

Ausgelöst durch die verschlechterten Bedingungen auf den Weltmärkten hätten die vietnamesischen Ausfuhren deutlich nachgelassen, und das bei einer nominalen Export-BIP-Quote von rund 80%.
Gerade die Rezession einiger Industrieländer mache Vietnam zu schaffen - insgesamt 60% der Ausfuhren würden in die USA, die EU und Japan gehen.
Die Leistungsbilanz sei nicht allein aufgrund der reduzierten Nachfrage in den großen Abnehmerländern unter vermehrten Druck geraten.
Das markante Defizit von fast 15% in 2008 sei auch durch den deutlichen Preisrückgang für wichtige Exportgüter wie Öl oder Reis mitbedingt geworden.
Einhergehend mit geringeren Importen dürfte das Leistungsbilanzdefizit 2009 wieder einstellig sein.

Gleichwohl bleibe Vietnam recht leicht verwundbar durch externe Schocks, z. B. wenn sich die internationalen Investoren verstärkt vom Vietnamesischen Dong (VND) abkehren sollten.
Die vergleichsweise niedrigen Währungsreserven würden die Interventionsmöglichkeiten am Devisenmarkt begrenzen.
Mit knapp 24 Mrd. USD hätten die Währungsreserven Vietnams im letzten Herbst nur einen Bruchteil der entsprechenden Bestände in anderen asiatischen Ländern ausgemacht, in Relation zum weltweit größten Devisenhalter China sei es gerade einmal 1% gewesen.

2008 habe der langfristige Abwertungstrend des VND zum USD an Dynamik gewonnen, was die Zentralbank in der zweiten Jahreshälfte aktiv gefördert habe.
Insgesamt habe die vietnamesische zur US-amerikanischen Währung im letzten Jahr um 9% an Wert verloren.
Auf die Leistungsbilanz habe sich dies belastend ausgewirkt, zumal ein nennenswerter Effekt auf die Exporte angesichts der Wirtschaftsschwäche in den Abnehmerländern ausgeblieben sei.
Seit Anfang 2009 habe der Wechselkurs in der Bandbreite von gut 17.410 bis unter 17.490 VND je USD gependelt.
Im Jahresverlauf sei eine weitere geldpolitisch initiierte Abschwächung des VND zu erwarten, die vermutlich in kontrollierten Bahnen ablaufen werde.

Trotz geld- und fiskalpolitischer Unterstützung dürfte das BIP-Wachstum im laufenden Jahr sehr gering ausfallen (0,5%) und es erst 2010 wieder aufwärts gehen. Die außenwirtschaftlichen Einbußen könnten nicht von der Binnennachfrage kompensiert werden, auch wenn Inflations- und Zinsrückgang Entlastung bringen würden und es staatliche Stimulierungsmaßnahmen gebe. Das bislang nur grob umrissene Konjunkturpaket (schätzungsweise in Höhe von rund 6% des BIP) lasse die Staatsverschuldung wachsen, während die Einnahmen aus Steuern und Öllieferungen geringer sein würden als im Vorjahr.

So sei 2009 eine Ausweitung des Budgetdefizits auf mehr als 8% zu erwarten - weit über dem kritischen Wert von 2% gemäß Internationalem Währungsfonds.
Das signifikante Doppeldefizit in Staatshaushalt und Leistungsbilanz, das begrenzte Reservepolster bei den Devisenbeständen sowie die recht hohe Abhängigkeit von ausländischer Güternachfrage und Kapitalzufuhr würden nicht zu vernachlässigende Risiken für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Vietnams bergen.

(23.03.2009/ac/a/m)
http://www.aktiencheck.de/artikel/analysen-Marktberichte-1890600.html

Sonex:

Bleistift des Herzens
Ho-Chi-Minh-Stadt             Von Gerhard Waldherr                      29.03.2009, 12:42

Seite 1 von 3   1. Bleistift des Herzens
                        2. Teil 2: Über die komplizierten Umgangsformen in Vietnam
                        3. Teil 3: Warum man nicht alles via Internet sagen kann

Nur wahre Gefühlen kommen aufs Papier:
Im Postamt von Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam verfasst ein Schreiber intimste Briefe für Passanten.



"Lieber Freund", sagt die ernste, nicht mehr junge Frau.
Damit solle er anfangen. "Gut, schreiben wir 'Lieber Freund‘", murmelt der grauhaarige alte Mann, "aber sagen Sie: Freund - ist das angemessen?"
Die Frau lächelt verlegen. Besser tot, sagen sie in Vietnam, als das Gesicht verlieren. Sie nickt.
Kommt der Mann nicht häufig in ihren Laden, auch wenn er selten etwas kauft? Lächelt er nicht ständig auf eine Art, die alles sagt?
"Wenn ich nur besser Englisch spräche oder er meine Sprache", sagt sie, "deswegen bin ich doch hier."

Das Hauptpostamt von Ho-Chi-Minh-Stadt liegt an der Cong Xa Paris.
Von außen sieht es aus wie von einem Zuckerbäcker modelliert, drinnen wölbt sich ein halbrundes Glasdach über der hohen Halle.
Man fühle sich, schwärmen Reiseführer gerne, in dem 1886 bis 1891 erbauten Gebäude wie in einer Kathedrale.

"Doch, doch, es stimmt", sagt Herr Duong, "es ist ein besonderer Ort, der mich immer inspiriert hat."
Und weil das so ist, geht ihm auch heute der Text flink von der Hand, die bernsteinfarben ist und deren Haut schimmert wie Wachs.

"Lieber Freund", schreibt Herr Duong, "wir kennen uns seit geraumer Zeit, doch wir wissen nicht, wie wir einander von uns erzählen sollen.
Darf ich Ihnen daher künftig Briefe schreiben?
Wenn Sie gestatten, bitte antworten Sie und ich werde Ihre Schreiben übersetzen lassen."

Seit 15 Jahren, immer montags, mittwochs und freitags, sitzt Duong Van Ngo, 76, an einem langen Tresen im Hauptpostamt.
Neben ihm hängt ein Schild mit der Aufschrift "Information und Schreibhilfe".
Die große Brille auf der Nasenspitze, weißes Hemd, die rote Armbinde am linken Oberarm, sitzt er und schreibt Briefe und Postkarten.

Manchmal 40 am Tag, manchmal 100, vor Weihnachten und dem Chinesischen Neujahrsfest sind es deutlich mehr. Herr Duong schreibt sie für Menschen, die nicht schreiben können; die sich schwer tun, die richtigen Worte zu finden und auch für Ausländer in Französisch oder Englisch. Doch wenn Herr Duong in Vietnamesisch schreibt, geht es häufig um Herzensdinge. "Wären Sie Vietnamese, würden Sie das verstehen", sagt er.
... ...


Teil 2: Über die komplizierten Umgangsformen in Vietnam  http://www.sueddeutsche.de/reise/478/463090/text/4/
Teil 3: Warum man nicht alles via Internet sagen kann       http://www.sueddeutsche.de/reise/478/463090/text/7/
 

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