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Thailand-Foren der TIP Zeitung => Sammelsurium => Thema gestartet von: Lung Tom am 12. Juli 2021, 19:29:33

Titel: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 12. Juli 2021, 19:29:33

Ich fang mal mal mit folgendem Beitrag an:

Warum der Deutsche sich alles gefallen lässt

https://www.heikoschrang.de/de/neuigkeiten/2021/07/05/warum-der-deutsche-sich-alles-gefallen-laesst/
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 20. Juli 2021, 18:36:39

Trotz 165 Toten: Schuster und Seehofer verteidigen Katastrophenschutz


https://youtu.be/fDP4zO6K8Eg

Quelle:
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/trotz-165-toten-schuster-und-seehofer-verteidigen-katastrophenschutz/
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 22. Juli 2021, 17:46:02

Der Regierung zum Trotz

Wir wollen nicht um den heißen Brei herumreden: Nein, das Juli-Hochwasser 2021 ist kein „Stark­regenereignis“, und nein, es ist auch keine „Tragödie“. Es ist eine Naturkatastrophe, doch seine tödlichen Auswirkungen waren nicht unausweichlich. Sie sind Ergebnis einer staatlichen Inkompetenz, die ihresgleichen sucht. Politik und Verwaltung haben komplett versagt. Nur der aufopferungsvolle Einsatz der Helfer macht in diesen Wochen Hoffnung.

Das Wasser kam in der Nacht. Es stieg in Stunden, schwoll zu meterhohen Wellen, riß alles mit, was seiner Raserei im Weg war. Seit Tagen warnten allerdings der Deutsche Wetterdienst und das Europäische Hochwasser-Warnsystem. Die Bundesregierung war alarmiert worden. Was hat sie mit dieser Information gemacht? Das weiß sie nicht, so das Ergebnis einer Fragestunde in der Bundespressekonferenz.

Selbstgerechte Verwaltung auf den Prüfstand stellen

Sie weiß auch nicht, wie viele mechanische Sirenen es in Deutschland gibt. In den Siebzigern steckte auf jeder Dorfschule noch eine auf dem Dach. Feueralarmübungen waren Pflicht. Wir sollten auf unsere Klassenkameraden achten. Technik aus der Steinzeit.

Armin Schuster, der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz, sagte im ZDF-Interview: „Wir haben 150 Warnmeldungen über unsere Apps, über die Medien ausgesendet.“ Und? Bei Naturkatastrophen bricht was als erstes zusammen? Genau, das Internet.

Doch es geht nicht nur um die Politik, die durch das Schwadronieren über „Klimaschutz“ und „CO2-Werte“ von ihrer eigenen Unfähigkeit, eine Katastrophe zu managen, ablenken will. Wir müssen endlich auch unsere selbstgerechte und uns kujonierende Verwaltung auf den Prüfstand stellen.

Jahrzehntelange Negativauslese

Durch jahrzehntelange Negativauslese gebiert sie Mitarbeiter, die auf einer DIN-A-4-Seite nicht die Lösung eines Problems darlegen können, sondern auf zehn Seiten Gründe finden, warum es nicht in ihre Zuständigkeit fällt. Mit dem Ideal eines preußischen Beamten hat das so gar nichts mehr zu tun.

Ginge es um diese politischen Entscheidungsträger, die Betroffenen würden jetzt im erstarrten Schlamm feststecken. Doch wer vor Ort ist und sieht, mit welchem Willen zum Wiederaufbau die Flutopfer sich gegen ihr Schicksal stemmen, der kann sich nur tief vor deren Mut verneigen. Und wer dann auf den Autobahnen die Kolonnen von Helfern sieht, seien es Feuerwehr, THW, Spediteure oder Bauern auf Traktoren, der ist stolz auf dieses Volk. Es wirkt wie eine Prozession: den Toten zum Gedächtnis – den Regierenden zum Trotz.

Quelle:
https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2021/hcohwasser-der-regierung-zum-trotz/
Titel: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Helli am 22. Juli 2021, 18:25:31

Der Regierung zum Trotz

Das kann man unterschreiben! Vergessen darf man aber nicht, dass die Leute gewarnt waren. Es war Starkregen im Anmarsch, das wurde mit Nennung der Region von KATWARN (Katastrophenschutz-Warn-App in RLP) gemeldet. Die Betroffenen haben das aber nicht ernst genommen, weil sie in den letzten Jahrzehnten gelernt haben, dass der ÖD sie bei Gefahr an die Hand nimmt.

Für die Abschaffung einer Eigenverantwortung hat sich der ÖD bis an die Schmerzgrenze aufgeblasen und ist heute genau das, was der Artikelschreiber thematisiert: "Durch jahrzehntelange Negativauslese gebiert sie Mitarbeiter, die auf einer DIN-A-4-Seite nicht die Lösung eines Problems darlegen können, sondern auf zehn Seiten Gründe finden, warum es nicht in ihre Zuständigkeit fällt." - was jetzt im Nachgang ja auch passiert!
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Raburi am 23. Juli 2021, 04:12:05

Lung Tom
 {* {*
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 28. Juli 2021, 21:33:42

https://youtu.be/8Jt99UagHNI
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: jorges am 30. Juli 2021, 21:06:58
Gedanken einer Spitzenpolitikerin:

"Weil der Islamismus eine radikalisierte Form des Islams ist, der per se keine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ausdrückt".

Leider voeellig aus dem Kontext, weil da fehlen voher und nachher ca. 130 Oehmm.

Nachtrag,  }{ Saskia Esken











Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: jorges am 31. Juli 2021, 07:56:31
Die hier gebar uebrigens einen Dreijaehrigen.   ]-[

https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiTyIGHjIzyAhXyhMYKHSkMAuAQglR6BAgEEAo&url=https%3A%2F%2Ftwitter.com%2FSawsanChebli%2Fstatus%2F1419263498660597768%3Fref_src%3Dtwsrc%255Egoogle%257Ctwcamp%255Eserp%257Ctwgr%255Etweet&usg=AOvVaw2tfkiFChox6AV0LQpypBQO
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 31. Juli 2021, 19:42:29

Nun wird NENA zwar bei den "Unabhängigen" gelobt für ihren Widerstand gegen die Corona-Auflagen; aber wenn ich nicht irre, unterstützt sie nach wie vor den "Multi-Kulti"- Wahn.

Aber es ist ein Anfang. Wenn man selbst erfährt, wie der MAIN-STREAM-Wind einem ins Gesicht bläst, wenn man sich gegen die offizielle Meinung stellt, der beginnt nachzudenken...

auch in anderen Themen.


Kaisers royaler Wochenrückblick


Keine Woche ohne Baerbock-Skandal: Sie hat das N-Wort gesagt. Will heißen: Die Kanzlerkandidatin der Grünen hat das Wort „Neger“ voll ausgesprochen. Eigentlich nur, um zu erläutern wie schlimm es ist und wie ihr antirassistischer Kampf, gegen die Verwendung des Begriffs in einem Arbeitsblatt im Schulunterricht, einst Ärger mit ihrem Lehrer eingebracht hat. Gedankt wird der kleinen Annalena ihr Einsatz für die Schwarzen bis heute nicht. Nicht nur, weil sie für den Vorfall keinerlei Beweise liefern oder konkrete Angaben dazu machen konnte. Daß sie als Weiße den Begriff „Neger“  in seiner Gänze ausspricht, statt das politisch korrekte „N-Wort“ zu verwenden, ist in ihrer politischen Blase ein absolutes No-Go.

Das weiß natürlich auch Baerbock, weshalb sie im Nachhinein auf Selbstzensur und das Herausschneiden des Begriffs aus der Aufzeichnung ihrer öffentlichen Äußerung bei einer Veranstaltung des Zentralrats der Juden pochte. Da war es aber natürlich schon zu spät. Das Wort war ausgesprochen und der Shitstorm in vollem Gange. Einmal mehr zeigte sich: Das größte Problem der Grünen ist ihre eigene Hypermoral. Eine Moral, der keiner, auch nicht die, die sie predigen, dauerhaft gerecht werden kann. Wer aber bei allen Anderen jedes Wort und auch sonst alles, auf die Goldwaage legt, muß sich an diesen Maßstäben eben auch messen lassen. Und sei es nur von der eigenen überzogen moralisierenden Blase.

Das harte Leben der Kämpfer für soziale Gerechtigkeit

Wie hart es sein kann, wenn man an der eigenen ideologischen Verblendung gemessen wird, mussten dieser Tage auch die Jusos feststellen. Ein im Internet veröffentlichtes Foto auf dem die SPD-Influencerin, Lilly Blaudszun, mit zwei ihrer jugendlichen Genossen zu sehen war, löste auf Twitter eine Welle des Spotts aus. Grund: Die Jungsozialisten, die der Arbeiterschaft die Kosten für ein besseres Weltklima, die unbegrenzte Aufnahme von sogenannten Flüchtlingen, einen überbordenden Sozialstaat, sowie allerlei kunterbunten Woke-Schnickschnack aufdrücken wollen, trugen bei ihrem gemeinsamen Selfie Marenklamotten im Wert von mehreren tausend Euro. Unter anderem eine Prada-Sommerjacke für rund 1.300 Euro.

Natürlich sollte es auch der Jugend der SPD völlig selbst überlassen bleiben, was sie mit ihrem Geld oder dem Geld ihrer Eltern macht. Wenn sie aber im politischen Alltag so tut, als würde das Geld für ideologischen Träumereien auf den Bäumen wachsen, ihren Kampf für die Pseudoprobleme von wohlstandsverwahrlosten, genderverwirrten Oberschichtskindern als Kampf für die Schwachen und Unterdrückten darstellt, während sie dem politischen Gegner gerne seine vermeintlich großbürgerliche Herkunft vorwirft, braucht sie nach so einem Luxus-Poser-Selfie für den Spott, weder zu sorgen noch sich darüber wundern.

    Das letzte, was ein Arbeiter sieht, bevor ihm von Lifestyle-Jusos unterstellt wird, er sei ein sexistischer, homophober und transphober Rassist pic.twitter.com/Uq6A6QICp0
    — Jonas (@JJ_1809) July 28, 2021

Nena-Konzert abgebrochen

Und wieder ist eine raus, aus der Gemeinschaft der Guten! Die Sängerin Nena hat es bei einem der sogenannten „Strandkorbkonzerte“ gewagt, sich gegen die Corona-Auflagen, die auch schon Helge Schneider zu Konzertabbruch und der Absage aller weiteren Veranstaltungen veranlaßt haben, auszusprechen. Aber nicht nur das. Der Popstar hat sich auch gegen einen Impfzwang angeredet und für Eigenverantwortung und freie Entscheidungen beim Thema Corona-Schutz geworben.

Das war natürlich deutlich zu viel für die Pandemie-Panik-Fraktion. Die Presse hat ihren einstigen Liebling in der Luft zerrissen und der Veranstalter alle weiteren Konzerte gecancelt. Derweil geht das Antifreiheitskollektiv mit immer größeren Schritten Richtung Impfpflicht. Sei es eine direkte oder eine indirekte, indem sie die diffamierend als Impfverweigerer titulierten einfach nicht mehr am normalen Leben teilnehmen läßt.

Alleine die Tatsache, daß eine Impfung gesundheitliche Nebenwirkungen haben oder möglicherweise sogar tödlich sein kann – und sei die Wahrscheinlichkeit auch noch so verschwindend gering – sollte dem Staat ein absolutes Tabu sein. Was wollen die Befürworter der Impfpflicht denn jemandem sagen, der, durch eine ihm vom Staat aufgezwungene Impfung lebenslang geschädigt ist? Was wollen sie den Hinterbliebenen sagen, wenn einer ihrer liebsten, nach dem „Durchimpfen“ tatsächlich verstirbt, obwohl er selbst nie eine Impfung wollte?

Wann kommt der Impfzwang? Und wie?

Und was haben die Befürworter der Impfpflicht eigentlich für potenzielle Konsequenzen vorgesehen, wenn sich jemand trotz Zwangsspritzengesetz einfach nicht impfen läßt. Wird der dann zuhause abgeholt und einer Sonderbehandlung durch das Robert Koch-Institut unterzogen? Die eigene Gesundheit ist Privatsache und niemand ist für den Gesundheitsschutz eines Anderen zuständig. So läuft das in einer freiheitlichen Gesellschaft. Alles was davon abweicht, weicht von den Grundprinzipien einer solchen ab.

Aber die Impfpflicht wird, in der einen oder anderen Weise, natürlich trotzdem kommen. Schon allein wegen der gigantischen Gewinne, die die Pharmaindustrie winken sieht. Wie sollten sie ein Abfall der Aktienkurse auf Vor-Covid-Niveau auch ihren Aktionären erklären? So wird mit einer wie auch immer gearteten Form Zwangsimpfung wohl eine weitere einst als „Verschwörungstheorie“ abgekanzelte Befürchtung Realität werden. Die wievielte wäre das dann eigentlich? Das alles jetzt schon zu wissen, sich heute schon mental darauf einstellen zu können, hilft einem leider nichts. Im Gegenteil: Es gibt nichts das mehr frustriert, nichts was einen mehr verzweifeln lassen kann als negative Entwicklungen, immer und immer wieder meilenweit vorauszusehen und sie doch nicht verhindern zu können.

Quelle:
https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2021/kaisers-royaler-wochenrueckblick-101/


Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 01. August 2021, 19:04:38

Soldat - aber wofür?
 
Von der Dissonanz zur Schizophrenie

Die Heimkehr der Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan vollzog sich in aller Stille. Keiner der Politiker, die 20 Jahre lang mit überwältigender Mehrheit für ihren Einsatz am Hindukusch gestimmt hatten, fühlte sich für ihren Empfang zuständig. „All die Guten, die geschwind nun es nicht gewesen sind!“, heißt es im Brecht-Gedicht „Der Anachronistische Zug oder Freiheit und Democracy“. Vielleicht war Restscham der Grund. Wie sollten sie auch Sinn, Zweck und Ergebnis dieses Militäreinsatzes erklären? Was auf die Frage antworten, wofür 59 deutsche Soldaten ihr Leben gelassen haben, was die Hunderten Verwundeten rechtfertigt?

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) stellte diese Rechnung an: „Wir haben auch ganz sicherlich erreicht durch die Tatsache, daß die Taliban 20 Jahre nicht an der Regierung waren, daß Entwicklungen möglich waren, die so sonst nicht denkbar gewesen wären. Also, wenn man die Frage umgekehrt stellt, angenommen, die Taliban hätten 20 Jahre das Land weiter so regiert, wie sie es vorher getan haben, hätten wir wahrscheinlich bis heute keine Schule für Mädchen, hätten wir bis heute keine Frauen auch in höchsten Ämtern, bei Gerichten oder anderen Funktionen.“

Jetzt muß sich die Politik fragen lassen: Wofür die Opfer?

Der Sound einer Kaffee-Tante. Über die Jahre gab es zahllose wortgetreue Erklärungen aus fast allen Parteien. Die Geschlechtergerechtigkeit in der muslimischen Welt – so muß man sprachlogisch folgern – war Politikerinnen und Politikern der Einsatz deutscher Soldaten allemal wert. Die moralisierende Begründung des Kriegseinsatzes als Umkehrung und Wiedergutmachung der NS-Hybris. Bluten aber müssen die anderen. Wie viele beschulte afghanische Mädchen wiegen wie viele tote junge weiße Männer aus Deutschland auf? Wie viele temporäre Richterinnen und Staatsanwältinnen in Kabul rechtfertigten wie viele abgesprengte Gliedmaßen und verbrannte Hautpartien der eigenen Landsleute?

Die zitierte Äußerung ist die feministische Fußnote zum legendären Satz, mit dem der damalige Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) die Entsendung deutscher Soldaten begründete: „Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt.“ Das war dummes Zeug und schon damals als solches leicht erkennbar.

Man hätte sich nur mit den Erfahrungen, die die Sowjets während der Okkupation Afghanistans in den 1980er Jahren gemacht hatte, vertraut machen müssen. Nun ziehen die Truppen ab, die Taliban kehren zurück und die Chimären von „Nation Building“ und Demokratie-Export, von der politischen, wirtschaftlichen und der militärischen Stabilisierung und natürlich auch von der Frauenemanzipation fallen wie Kartenhäuser in sich zusammen.

Wofür also haben die Toten, Verwundeten und die – zumindest äußerlich – Unversehrten ihre Knochen hingehalten? Die Antwort gibt das Gestammel der Ministerin: Für nichts und wieder nichts. In der Person Annegret Kramp-Karrenbauer, die privatim bestimmt eine nette Frau ist, wird das staatspolitische Elend greifbar. Für das Ministeramt, das wie kein anderes für die Staatsräson, die Sicherheit und Selbstbehauptung des Landes steht, besitzt sie weder politisch, fachlich noch intellektuell auch nur den Hauch einer Befähigung.

Ihre Berufung entsprang – wie schon die ihrer Vorgängerin Ursula von der Leyen, der zu Afghanistan bloß einfiel: „Die Grundbotschaft muß sein: Wir bleiben!“ – absolut sachfremden Motiven. Beide galten als mögliche Merkel-Nachfolgerinnen. Vielleicht wollte die Kanzlerin ihnen die Chance eines Befähigungsnachweises einräumen. Vielleicht erhoffte sie auch das Gegenteil.

Es sind Symptome der Dekadenz

Für Soldaten und Offiziere sind derartige Personalien und Entscheidungen, die aufgrund innerparteilicher Machtspiele und egoistischer Karriereplanungen zustande kommen, eine gravierende Demütigung. Sie stellen überhaupt den Sinn des Soldatseins in Frage. Es sind Symptome der Dekadenz eines Staates, der über keine eigenständigen sicherheits- und geopolitischen Vorstellungen verfügt. Die Deutschen zogen als Vasallen nach Afghanistan, und als solche zogen sie wieder ab.

Verantwortungsvolle Politiker würden über einen strategischen Neustart nachdenken. Soviel hatte sogar Kramp-Karrenbauer verstanden, daß es „einfach von Anfang an so nicht realistisch“ gewesen sei, aus Afghanistan „einen modernen Staat im Sinne des europäischen Levels“ machen zu wollen und man daraus „eine Lehre (…) für die weiteren Einsätze“ ziehen müsse.

Ein paar Tage später, als sie nach dem Tod und der Verwundung mehrerer Bundeswehrsoldaten in Mali gefragt wurde, ob der Einsatz in der Wüste nicht auf den Prüfstand gehöre, erwiderte sie in der ihr eigenen Unbedarftheit: „Nein (…) unsere Arbeit dort ist wichtig für diesen Versöhnungsprozeß“ im Land, für den „Transitionsprozeß hin zu einer demokratisch gewählten Regierung“. Zudem könne es „nicht im europäischen, auch nicht im deutschen Interesse sein, daß wir in der Sahelzone eine Region haben, die komplett instabil wird und die komplett Terroristen und kriminellen Gruppen anheimfällt“.

In Mali ist die Bundeswehr unterlegen

Wiederholt hat der Völkermordforscher Gunnar Heinsohn darauf hingewiesen, daß die religiösen und politischen Motive für die Konflikte und Bürgerkriege in der Dritten Welt bloß vorgeschoben sind und es sich um Positionskämpfe überzähliger Söhne handelt. In Mali ist die Bevölkerungszahl seit 2010 um mehr als 30 Prozent gestiegen. Die Ordnungskriege, die der Westen führt, sind chancenlos, weil westliche Einzelsöhne gegen das demographische Potential der zweiten, dritten, vierten Söhne antreten müssen, ihnen der volle Einsatz der waffentechnischen Möglichkeiten aber aus ethischen Gründen verwehrt ist.

In Mali ist die Bundeswehr auf Drängen Frankreichs präsent, das dort wirtschaftliche Interessen hat. So liegen rund um Nordmali viele der von Frankreich ausgebeuteten Uranminen. Der staatliche französische Atomkonzern Areva fördert Uran im Nachbarland Niger, das die französischen Atomkraftwerke versorgt. Die Bundeswehr hilft mithin, den Franzosen eine Energieform zu sichern, die zu Hause als Teufelszeug gilt. Und während sie offiziell den Terrorimport und Flüchtlingsströme an der Quelle verhindert, sorgen die Politik der offenen Grenzen und die sogenannte Seenotrettung dafür, daß beiden eine riesige Hintertür offensteht.

Die Politik versetzt die Soldaten in eine Situation der zynischen Dissonanz. Von ihnen werden außer fachlich-technischen Fähigkeiten heroisches Verhalten und heldische Tugenden erwartet: Extreme Risikobereitschaft, Tapferkeit, Selbstlosigkeit, die Orientierung auf ein kollektives Gelingen sowie die Fähigkeit, sich unterzuordnen und Disziplin zu halten. Sie sollen äußerstenfalls bereit sein zum Opfer für eine Sache, die ihr Selbst übersteigt. Was kann das noch sein, nachdem Gott tot ist und die eigene Nation zum Unwert erklärt wurde?

Deutsche Kugeln und afghanische Messer

Es sind die „Werte“, die „westlichen“, zum Beispiel „die Menschenrechte“, für die sie bereit sein sollen zu sterben. Diese Werte konkretisieren sich nach Ansicht unserer Politiker eben auch in den muslimischen „Frauen (…) in höchsten Ämtern, bei Gerichten oder anderen Funktionen“. Der Wertekanon erweist sich im Ernstfall als ein Konglomerat aus Hybris, Weltfremdheit, humanitaristischer Verblendung und Unterwürfigkeit gegenüber Fremdinteressen.

Angehörige heroischer Gemeinschaften, die dennoch bereit sind, sich für das Allgemeinwohl in die Schanze zu werfen und – wie es im Fahneneid heißt – „das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer (…) verteidigen“ zu wollen, werden in die perverse Lage versetzt, am Hindukusch und anderswo für eine Politik den Kopf hinzuhalten, die den Hindukusch nach Deutschland verpflanzt und  – Stichwort Messerstecher – potentiell geeignet ist, die eigene Familie zu gefährden.

Die Dissonanz wächst sich zur Schizophrenie aus, wenn die heroische Haltung, die Soldaten abverlangt wird, von der postheroischen Gesellschaft verhöhnt, angefeindet und staatlicherseits zum Verdachtsfall erklärt wird. Im Jahresbericht der neuen – gleichfalls ohne Sachkenntnis, aufgrund einer parteiinternen Rochade ins Amt gelangten – Wehrbeauftragten des Bundestages, Eva Högl (SPD), rangiert das Thema Rechtsextremismus weit vor den Material- und Ausstattungsproblemen der Truppe.

Vor allem steht der „Kampf gegen Rechts“


Der „Kampf gegen Rechts“ hat unter von der Leyen und Kramp-Karrenbauer auch das Kommando Spezialkräfte (KSK) ereilt, eine Eliteeinheit der Bundeswehr, die zur Geiselbefreiung, zur Festsetzung von Kriegsverbrechern oder Terroristen ausgebildet wird. Der Titel „Elite“ steht in dem Fall für nachprüfbare Qualität. Das KSK arbeite nur noch „auf Bewährung“, drohte die Verteidigungsministerin im Sommer 2020 und kündigte nach dem Bekanntwerden einiger rechtsextremistischer Verdachtsfälle an, mit dem „eisernen Besen“ durch den Verband zu kehren.

Nun ist „rechts“ heute das Synonym für Realitätssinn und den gesunden Menschenverstand. Wer als Elitesoldat gegen Terrorismus, Islamismus, Geiselnahmen im Einsatz ist, sammelt Erfahrungen, die das Vokabular multireligiöser, antirassistischer und „woker“ Stuhlkreise als das Gelalle von Anstaltsinsassen erscheinen lassen.

Wer in der Gefahr lebt, in der Wüste auf Minen zu treten oder einem Selbstmordanschlag zum Opfer zu fallen, der kann Diskussionen über Diversity und Gender nicht ernst nehmen und findet die Asylpolitik verantwortungslos. Das führt zu kognitiven Dissonanzen und Frustrationen, die sich im Schutz eines elitären Korpsgeistes und in internen Chatgruppen entladen. Wird dieses Elitebewußtsein auf den Geist der sogenannten Zivilgesellschaft heruntergebrochen, schlachtet Deutschland „seine letzten Idealisten“, wie ein KSK-Angehöriger gegenüber der Welt im Schutz der Anonymität sagte.

„Dieser Staat wird euch nicht mißbrauchen.“

Die postheroische Zivilgesellschaft rühmt sich, vordemokratisches Heldentum durch aufgeklärte Zivilcourage ersetzt zu haben. In der Realität bedeutet Zivilcourage, stets den stärkeren Bataillonen zu folgen, sich dabei lärmend als Avantgarde aufzuspielen und stets auf den eigenen sozialen Profit zu schielen. Kommt es hart auf hart, nehmen die Mitläufer Reißaus.

Idealisten mit der Bereitschaft zum Heroismus aber müssen sich die Frage vorlegen, ob sie sich den Einsatz für einen Staat, der sich selbst verneint und sie bei erstbester Gelegenheit verheizt, noch zumuten wollen. Der greise Altkanzler Helmut Schmidt wandte sich am 20. Juli 2008 an die „(lieben) junge(n) Soldaten“, die zur Rekrutenvereidigung vor dem Reichstagsgebäude angetreten waren, mit der Versicherung: „Ihr müßt wissen: Euer Dienst kann auch Risiken und Gefahren umfassen. Aber ihr könnt euch darauf verlassen: Dieser Staat wird euch nicht mißbrauchen.“ Könnte er diese Worte heute guten Gewissens wiederholen?

Nun sollen die Afghanistan-Veteranen doch noch eine offizielle Würdigung vor dem Reichstag erfahren. Auch der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck findet das gut, denn: „Die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee. Es ist der Bundestag, der über die Einsätze entscheidet, in denen die Soldatinnen und Soldaten ihr Leben riskieren, weil Deutschland seine Verantwortung in der Welt wahrnimmt.“ Läßt man die Leerformel „Verantwortung“ weg, dann hat Habeck recht. Im Reichstagsgebäude hat der Bundestag den sinnlosen Einsatz beschlossen und wieder und wieder bestätigt. Um die Beteiligten angemessen zu würdigen, müßten die Soldaten den Politikern den Rücken zudrehen.

JF 30-31/21
Quelle:
https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2021/bundeswehr-dissonanz-schizophrenie/
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 03. August 2021, 18:30:17

Polizeigewalt in Berlin: Wovor habt ihr solche Angst?


Im Netz kursieren abstoßende Bilder von gewaltsamen polizeilichen Übergriffen auf Corona-Demonstranten in Berlin. Ein Berliner Historiker bezeugt jetzt einen geradezu unglaublichen Vorfall.

Immer mehr hässliche Bilder und erschütternde Berichte zur Polizei-Gewalt gegen Demonstranten am letzten Sonntag in Berlin machen in den sozialen Medien die Runde, Vor-Ort Berichterstatter wie Boris Reitschuster sind teilweise regelrecht geschockt. Auch die Umstände des Todes eines Demonstranten, sind noch nicht vollständig geklärt. Der Generalstaatsanwalt in Berlin teilte mit, der Mann habe einen Herzinfarkt erlitten. Das sei das vorläufige Ergebnis der Obduktion des Toten. Der habe – so die behördliche Darstellung – eine Sperrkette der Polizei durchbrochen. Dabei soll er einen Polizeibeamten umgerissen und verletzt haben. Der Polizist hätte ihn daraufhin verfolgt, zu Boden gebracht und vorläufig festgenommen. Was „zu Boden gebracht“ konkret heißt, wird in der Meldung nicht weiter ausgeführt.

Wie eine junge Frau zu Boden gebracht wird, zeigt hingegen sehr anschaulich diese Szene auf Reitschuster.de. Passanten hatten die Szene gefilmt. Einer der Beamten greift der Frau an die linke Schulter und schleudert sie regelrecht zu Boden. Nils Melzer vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen zum Sonderberichterstatter über Folter ernannt, wurde die Szene zur Kenntnis gebracht und er schreibt auf Twitter:  „Kann jemand meinem Büro Einzelheiten/Zeugenaussagen zu diesem Vorfall vermitteln und ob bereits eine offizielle Untersuchung eingeleitet wurde.“

Nach Informationen von Achgut.com wurde er inzwischen auf einen weiteren besonders brutalen Vorfall aufmerksam gemacht. Auf Reitschuster.de ist (hier ab Minute 10:24) ein bewusstlos und blutüberströmt liegender junger Mann zu sehen, der von der Polizei ebenfalls zu Fall gebracht worden sein soll. Die Szene zeigt lediglich den offenbar schwer verletzten Mann, nicht aber was vorausgegangen war.

Doch dafür gibt es jetzt einen Zeugen. Der Vorfall ereignete sich vor der Wohnung des bekannte Berliner Historikers Jörg Baberowski, der die Szene miterlebte. Und daher gibt es jetzt eine belastbare Zeugenaussage. Auf Facebook beschreibt Baberowski einen weiteren Fall für den Staatsanwalt:

„Dieser junge Mann ist gestern vor meiner Haustür von völlig enthemmten Polizeibeamten ohne Anlass auf die Straße geworfen worden. Zwei Polizisten saßen auf seinem Rücken, ein dritter hat ihm ununterbrochen mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Der Mann blutete stark, wurde dann von den brutalen Schlägern sehr unsanft verbunden und mit Handschellen abgeführt. Offenbar sollte er daran gehindert werden, mit anderen Demonstranten die Straße zu überqueren. Ich habe die Szene gefilmt.“

Zu den Umständen berichtete Baberowski gegenüber Achgut.com:

„Es war eine unfassbar rohe Szene, die selbst ich nicht für möglich gehalten hätte. Sie hat sich am Sonntag gegen 12 Uhr mittag vor meinem Haus zugetragen. Einen Ausschnitt habe ich gefilmt, leider erst nach der Prügelorgie, die mich so schockiert hat, dass ich erst danach auf den Auslöser gedrückt habe. Die Schläger haben den Mann weiter fixiert, der bewusstlos war und haben sehr roh seinen Kopf bandagiert. Es war, als hätte ich an einem russischen Polizeieinsatz teilgenommen.“

„Sollte jemand den jungen Mann kennen, oder sollte er diese Nachricht selbst lesen: ich bin bereit, eine Zeugenaussage zu machen, damit diese Schläger ihrer gerechten Strafe zugeführt und aus dem Staatsdienst entlassen werden. In den Leitmedien erfährt man von solchen Übergriffen leider nichts. Was ich gesehen habe, ist beschämend, roh und abstoßend. Eines Rechtsstaats unwürdig.“

Falls Leser mehr über die Identität des jungen Mannes wissen, können Sie sich an Achgut.com wenden, wir werden die Informationen entsprechend weiterleiten. Diese Vorgänge sprechen für sich selbst. Man muss da fast nichts mehr kommentieren, kann allenfalls fragen: Warum reagiert die Polizei ausgerechnet gegenüber diesen Demonstranten in solch gewalttätiger Weise? Oder besser gefragt: Warum darf oder soll sie gerade dort so brutal agieren? Als Mitte Mai dieses Jahres 93 Polizeibeamte von gewalttätigen Demonstranten verletzt wurden, die zudem unter antisemitischen Hassparolen aufmarschiert waren, zeigte sich die Berliner Polizei zurückhaltender.

Woraus sich eine weitere Frage ergibt: Wovor haben diejenigen, die für diese Szenen politisch verantwortlich sind, bloß solche Angst?

Quelle - die auch mit Links gespickt ist:
https://www.achgut.com/artikel/polizeigewalt_in_berlin_wovor_habt_ihr_solche_angst
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: jorges am 09. August 2021, 09:34:45
"Das bisschen kriechen ..."

https://youtu.be/WnfZWsXqyy8
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Friedel am 09. August 2021, 10:26:59
Danke,  Landsmann, dies war der beste Beitrag, seit ich im Tip forum bin,  super {* ;} {* 
En Schoppe nach Giesem, ich bring ihn persönlich
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: AndreasH am 09. August 2021, 10:53:01
Sehr guter Beitrag. Welches Land er wohl meint ?  :-X
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Suksabai am 09. August 2021, 11:01:06
"Das bisschen kriechen ..."

Eine herrliche Parabel...

 {* {* {*

Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Friedel am 09. August 2021, 11:02:27
Sehr guter Beitrag. Welches Land er wohl meint ?  :-X

Jedes?
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: AndreasH am 09. August 2021, 13:01:38
Sehr guter Beitrag. Welches Land er wohl meint ?  :-X

Jedes?

explizit fällt mir da (leider) nur ein Land ein  :'(
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: jorges am 09. August 2021, 13:03:51
En Schoppe nach Giesem, ich bring ihn persönlich

Friedel, nach Giesem des werd schwierisch, wie waer's naechstes Jahr mit Chanthaburi?   :)

 [-]
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: AndreasH am 09. August 2021, 13:41:46
Von gleichen YT Kanal

Freiheit in der Krise- Kaiser liest Hüter

https://youtu.be/rDXvSaGPJH0
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Bruno99 am 11. August 2021, 16:41:31
Ein Interview mit Milena Preradovic, ehemalige Moderatorin für RTL, Sat1, N24 und auch Servus.Tv

Das Thema: Die Zeit des Hypermoralismus, Politischer Korrektheit (PC) und Meinungsfreiheit in Medien

https://www.youtube.com/watch?v=WaI0jKhzf08
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Suksabai am 12. August 2021, 20:30:32


(https://up.picr.de/41818437zq.jpg)


Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Bruno99 am 16. August 2021, 08:51:47
So viele Fragen und Ungereimtheiten brilliant analysiert und zu einem 5 Minuten Blog zusammengefasst

;}  ;}

https://www.youtube.com/watch?v=DR4gtH27dPU
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: AndreasH am 16. August 2021, 09:56:50
Guter Beitrag der nach meiner Meinung nach auch die richtigen Fragen stellt  ;}
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 20. August 2021, 18:30:08

https://youtu.be/jV1guyIJphs
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 25. August 2021, 20:06:23

https://youtu.be/ww0zvl18-Ys
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 27. August 2021, 18:14:38
Sehenswert, aus  SchrangTV:

Vorab möchte ich mich bei euch für die große Unterstützung gegen die juristischen Angriffe bedanken. Kurz vor anstehenden Bundestagswahl traut sich keine der Einheitsparteien die Katze aus dem Sack zu lassen.

WICHTIG: Impfung ab Geburt?!

https://wirtube.de/w/pN1jw8YWKr77rw6m2x5jou

Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Kern am 28. August 2021, 03:46:55
Vorab möchte ich mich bei euch für die große Unterstützung gegen die juristischen Angriffe bedanken.

Servus Tom

Hab ich juristisch verloren?  :-)
Ich steh gerade auf dem Schlauch. Was meinst Du damit?
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 28. August 2021, 06:07:02
..das ist doch die Intro zu dem Beitrag, damit man eine ungefähre Ahnung hat, um was es sich bei dem Beitrag handelt....
 ;]

Mit Link zum Originalbeitrag wäre es natürlich besser gewesen:
https://www.heikoschrang.de/de/neuigkeiten/2021/08/23/wichtig-impfung-ab-geburt/

;-))
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Kern am 28. August 2021, 13:06:02
Es schleicht sich zur Zeit im Forum wieder ein, dass Zitate nicht als solche gekennzeichnet werden.
Das führt zu Missverständnissen.
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 28. August 2021, 18:03:14

Da hast Du recht.
Aber normalerweise belege ich selbst Cartoons etc. mit Quelle.
Ist mir durchgerutscht... ]-[
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 29. August 2021, 16:58:56

...aus der JF:

Kaisers royaler Wochenrückblick

Der staatliche Corona-Wahnsinn geht weiter. Der Bundestag hat in dieser Woche die sogenannte Notlage ein weiteres Mal verlängert. Das heißt: Unser Leben bleibt fortlaufend in der Hand der Regierung, die uns unsere Freiheit und jedes Fitzelchen von Normalität nach Lust und Laune zuteilen oder auch komplett verweigern kann. Die Macht der scheidenden Kanzlerin reicht durch die erneute Ausdehnung des Ausnahmezustands sogar über ihre offizielle Amtszeit hinaus.

Gleich um drei weitere Monate – also bis Ende November – hat die große Vorsitzende die Zeit der Unfreiheit ausdehnen lassen. Aber nicht nur das. Auch wer den ständigen Gängelungen durch die Obrigkeit in Deutschland entgehen möchte beziehungsweise vielleicht die letzten verbliebenen Teile des Föderalismus nutzen will, um sich zumindest innerhalb der „Deutschen Dogmatischen Republik“ irgendwohin zu bewegen, wo es zumindest ein bißchen mehr Freiheit gibt als anderswo, wird dem langen Arm der Zwangsneurotikerin in der engen Kostümjacke möglicherweise bald nicht mehr entgehen können.

Zug nach Nirgendwo


Merkel, die laut dem Journalisten und Berlin-Experten Robin Alexander selbst eine derart panische Angst vor dem Corona-Virus hat, daß sie sogar ihren eigenen Dienstwagen austauschen ließ, nachdem sie sich selbst den Anteil der im Auto umherschwirrenden Aerosole ausgerechnet hat, will die berüchtigte 3-G-Regel jetzt nämlich auch auf Züge ausweiten.

Demnach sollen künftig nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete mit der Bahn fahren dürfen. Wer sich nicht impfen lassen will, einfach nur gesund ist oder schlicht keine Lust auf die staatlich verordneten Gesundheitstests hat, könnte gemäß der geplanten neuen Verordnung, die auch für Inlandsflüge gelten soll, dann erst mal gar nicht mehr mit der Bahn verreisen und im Zweifel nicht einmal mehr zu seiner eigenen Arbeitsstelle kommen.

Hier gehts weiter:
https://jungefreiheit.de/kolumne/2021/272898/
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 05. September 2021, 16:56:44

Hätt ich auch bei einem der CV-Themen reinpacken koennen, aber hier finde ich, paßt es ganz gut. Die Argumente der Autorin kann ich persoenlich gut nachvollziehen:

Zu viele Fragen: Outing einer Nicht-Geimpften

Unsere Autorin ist weder Corona-Leugnerin noch Impfverweigerin. Sie findet aber, dass momentan zu viel gegen Impfen mit den angebotenen Stoffen spricht.

„Sind Sie geimpft?“ Oder auch verschärft: „Sie sind doch geimpft, oder?“ Die Grenzen des Fragbaren haben sich rasant verschoben: Eine Frage, die früher nicht gestellt wurde, weil sie in den Bereich des Privaten, Höchstpersönlichen gehörte, fällt seit einigen Monaten einer gesellschaftlichen Maschinerie anheim, die schonungslos den Offenbarungseid verlangt.

Ein schlechtes Gewissen müssen dabei nur diejenigen haben, die sich nicht offenbaren wollen, und schon im selben Moment sind sie ertappt. Diejenigen, die die Frage stellen, fragen reinen Gewissens – weil sie als selbstverständlich Geimpfte nämlich als einzige ein reines Gewissen haben dürfen. Bei Geimpften fällt ein regelrechter Offenbarungseifer, geradezu eine Offenbarungslust auf. Freimütig und ungefragt äußern sie sich in allen passenden und unpassenden Situationen: „Ich bin ja – doppelt – geimpft!“

Hier gehts weiter/bzw. Quelle:
https://www.berliner-zeitung.de/open-source/geimpft-oder-nicht-geimpft-wo-liegen-die-grenzen-des-fragbaren-li.179510
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 10. September 2021, 18:51:25

Juden in der AfD kritisieren Wahl-Aufruf jüdischer Organisationen


BERLIN. Die Juden in der AfD haben einen Aufruf mehrerer jüdischer Organisationen kritisiert, die vor einer Wahl der Oppositionspartei warnen. „Die Basis in den jüdischen Gemeinden denkt völlig anders. Sie hält den linken und muslimischen Antisemitismus für weitaus gefährlicher als die beispielsweise den sicherlich geschmacklosen aber letztendlich nur vereinzelten Mißbrauch des gelben Sterns auf Coronaskeptiker-Demonstrationen“, sagte der Vorsitzende der AfD-Vereinigung, Artur Abramovych.

Mehr als 60 jüdische Organisationen hatten am Donnerstag in einem Appell dazu aufgerufen, bei der Bundestagswahl am 26. September nicht der AfD die Stimme zu geben. Zu den Unterzeichnern gehörte auch der Zentralrat der Juden. „Die AfD ist nach unserer Überzeugung eine radikale und religionsfeindliche Partei. Politiker der Partei relativieren die Shoa. Sie betrachten Minderheiten als minderwertig und spalten unsere Gesellschaft“, hieß es in der Erklärung. Die Partei sei „eine Gefahr für unser Land“. Die Wähler müßten mithelfen, „die AfD aus dem Deutschen Bundestag zu verbannen“.

Abramovych warf der Spitze des Zentralrats vor, sie könne sich „ein solches Verhalten nur deswegen erlauben, weil sie durch die undemokratische Struktur ihrer Organisation intern keinen Widerstand befürchten müsse“. Der Aufruf sei „reine Augenwischerei“ und den Juden in Deutschland sei damit nicht gedient.

„AfD hat mehr für den Schutz jüdischen Lebens getan als jede andere Partei“

Der religionspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag und Vorstandsmitglied der Juden in der AfD, Dimitri Schulz, ergänzte: „Bezeichnenderweise haben an diesem Aufruf praktisch nur jüdische Organisationen teilgenommen, die vom Staat finanziert werden. Unabhängige jüdische Organe wie die Monatszeitung Jüdische Rundschau und konservative jüdische Verbände wie Chabad Deutschland sind nicht vertreten, und das ist auch kein Wunder.“ Es liege nicht im Interesse der Juden, „daß die etablierten Parteien ihre oftmals israelfeindliche Politik ohne jedwede ernstzunehmende Opposition durchboxen können. Die AfD ist die einzige Partei in Deutschland, die diese Politik wirklich kritisiert.“

Zuvor hatte bereits die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch die Vorwürfe zurückgewiesen. Die AfD habe mit Initiativen zum Verbot der Hisbollah, der Boykottbewegung BDS und zur Abschaffung der Kennzeichnung jüdischer Produkte aus dem Westjordanland „mehr für den Schutz jüdischen Lebens getan als jede andere Partei im Bundestag“. Die Partei rechne deshalb mit starkem Zuspruch bei jüdischen Wählern. „Daran wird auch der vor der Wahl inszenierte Aufruf von Funktionären wenig ändern.“ (ls)

Quelle:
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/juden-in-der-afd-bundestag-zentralrat/
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 12. September 2021, 17:35:24

Im Wahl-O-Mat der Bundesregierung gewinnt die AfD triumphal


Türken, Grüne, Sozis, alle wählen AfD - jedenfalls legt das der Wahl-O-Mat nahe: Hier kann man seine Bedürfnisse mit den Wahlprogrammen abgleichen. Für Peter Hahne die Bestätigung: Politiker leben weit entfernt von den Problemen des Volkes - und schreiben Programme, die niemand will.

Da habe ich was angerichtet! Jetzt kommen die Mails aus dem ganzen Land im Minutentakt: „Ich bin eigentlich Stammwähler der SPD. Aber der Wahl-O-Mat macht mich zum AfD-Anhänger.“ Oder: „Wir haben die Wahl-O-Mat-Fragen im Freundeskreis beantwortet. Selbst drei grüne Familienväter und ein Türke landeten mehrheitlich bei der AfD. Was sollen wir denn jetzt wählen, Herr Hahne?“

Meine Antwort: diese Entscheidung kann ich Ihnen nicht abnehmen. Aber vertrauen Sie ruhig dem Wahl-O-Mat. Er ist nämlich sozusagen regierungsamtlich. Und wir vertrauen den Herrschenden doch auch zum Beispiel bei den regierungsamtlichen Klima- und Corona-Restriktionen. Über 80 Prozent der Bevölkerung nehmen die „unverhältnismäßigen Grundrechtseingriffe“ (Heribert Prantl) klaglos in Kauf, dagegen ist doch diese regierungsamtliche Wahlhilfe ein Klacks.

Hier gehts weiter, bzw. Quelle:
https://www.tichyseinblick.de/meinungen/im-wahl-o-mat-der-bundesregierung-gewinnt-die-afd-triumphal/
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Bruno99 am 20. September 2021, 09:06:33
Was ist eigentlich eine totalitäre Demokratie?

Was ist eigentlich diese totalitäre Demokratie, von der jetzt alle sprechen?
Wie wird aus einer liberalen Öffentlichkeit eine illiberale?
Welche Schritte führen hinab in den Totalitarismus und wann muss das Ende der freien Gesellschaft konstatiert werden?

https://www.youtube.com/watch?v=fgZl804kpfU 

Laenge: < 15'
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 24. September 2021, 17:49:09
Der betreute Wähler

Läge es allein an den öffentlich-rechtlichen Medien, dann wäre die Bundestagswahl gelaufen. Annalena Baerbock würde mit mutmaßlich über 40 Prozent über die Ziellinie gehen und könnte mit einer gestärkten SPD (25 plus X) locker eine grün-rote Regierung bilden. Abgestraft zögen mit herben Verlusten Union (15 Prozent) und FDP vom Feld. Nicht mehr im Bundestag vertreten wäre die AfD.

Doch glücklicherweise wird die öffentliche Meinung nicht alleine von öffentlich-rechtlichen Medien beherrscht. Wenn diese auch lästige private Konkurrenz am liebsten verschwinden lassen möchten, wie jüngst beim MDR, der das Logo von Bild einfach von einem Mikrophon wegretuschieren ließ.

Wie einseitig staatsnahe Sender sind, zeigt sich besonders im Wahlkampf: In einer Magazin-Sendung des WDR wurden die Wahlprogramme hinsichtlich des Klimaschutzes geprüft. Eigentlich landete die FDP auf Platz eins. Die Redaktion stufte die Partei aber willkürlich auf den letzten Platz.

Entlarvende Fälle

Beim Format der „Wahlarena“ wunderten sich Zuschauer stets über die Zusammensetzung des Publikums. Vergangene Woche wurden nach einer Sendung zwei „Aktivistinnen“ enttarnt, die zuvor Medientraining bei der verfassungsfeindlichen Interventionistischen Linken absolviert hatten.

Schlicht entlarvend sind gehäufte Fälle solcher organisiert ins Fernsehen als „Stimme des Volkes“ lancierten Lobbyisten wie jener vom RBB jüngst präsentierte besorgte fahrradfahrender Bürger, der sich später als grüner Landtagsabgeordneter entpuppt.

Immerhin sehen sich die Sender in Wahlkampfzeiten vorübergehend gezwungen, die Parteien annähernd gleichberechtigt zu Wort kommen zu lassen. Plötzlich sind in Talkshows dann auch wieder Vertreter der AfD zu sehen. In den vergangenen Jahren war die größte Oppositionsfraktion fast flächendeckend boykottiert worden.

Mit Zwangsgebühren finanzierte Agenda


Am stärksten tritt die Parteilichkeit der mit Zwangsgebühren finanzierten Medien bei ihrer Agenda zutage, den Fragen, die Bürger angeblich am meisten interessieren: Warum dominierten grüne Themen, vorneweg immer der „Klimaschutz“?

Warum kamen die „rechten“ Themen Migration, Kriminalität, Verteidigung, EU-Kritik kaum zur Sprache? Warum unterwerfen sich die Redaktionen dem von einer linksradikalen Lobby propagierten „Gendersprech“ und demonstrieren dem Publikum, wer metapolitisch die Lufthoheit über den Sendern hat?

Angesichts dessen ist der demoskopische Absturz der Grünen bemerkenswert. Propaganda ist nicht alles. Und nicht alles bestimmt der öffentlich-rechtliche Rundfunk.

JF 39/21

Follow @Dieter_Stein

Woher kommts:
https://jungefreiheit.de/debatte/streiflicht/2021/bundestagswahl-baerbock-cdu-afd/

Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 24. September 2021, 17:59:09

Ich schieb noch einen Artikel nach, zum besseren Verständnis:

Linksradikale Agentur-Chefin verteidigt Medientrainings vor „Wahlarena“

findet man hier:
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/linksradikale-agentur-chefin-verteidigt-medientrainings-vor-wahlarena/
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 27. September 2021, 17:30:08
Hab diese Seite erst vorgestern gefunden, aber da es den ganzen Tag geregnet hat, hab ich mir einige der Beiträge angeschaut. Fand ich sehr überzeugend, werd ich weiter beobachten.
Einen Beitrag, den ich eigentlich schon gestern hätte Einstellen koennen, hab ich auf heute geschoben, da ja schon absehbar wie der Wahltag ausgeht. Wenngleich es auch einige Dinge zur Freude gibt, hoffe die PDS bleibt draussen! Thüringen ! Und GRÜN nicht an Platz 1. Man muss bescheiden sein.

Genug geschwaffelt, der folgende Beitrag lohnt sich, echt lesenswert:

Zwei Auszüge:

"Erhellung erst im Augenblick der Vernichtung

Der destruktive Klimaxpunkt und mit ihm einhergehende Augenblick der Götterdämmerung müssen dabei keineswegs immer so dramatisch ablaufen wie bei der Kriegsniederlage 1918, beim völligen Zusammenbruch 1945 und auch beim Mauerfall 1989. Das nächste Rendezvous mit der Realität werden die Deutschen eher durch Schockerfahrungen zu spüren bekommen, sobald diese eine kritische Häufung übersteigen: Großflächige Stromausfälle. Persönliche Erfahrungen mit importierter Kriminalität. Inflationsbedingte Entwertung des eigenen Einkommens. Liegengebliebene Elektrofahrzeuge. Soziale Unruhen. Wenn sich die Erkenntnis breitmacht, dass „das System“ multidimensional und an zu vielen Ecken und Enden gleichzeitig versagt, dann fallen die Schuppen von den Augen – und es droht ein neuer furor teutonicus. Dann heißt es: Rette sich wer kann.

Warnzeichen gibt es viele, doch wie vor früheren Kipppunkten der Geschichte wird immer mehr Aufwand zu deren Verleugnung, Zerreden oder Verhinderung getrieben, statt sie zu beachten und dort, wo es noch möglich wäre, gegen- oder umzusteuern. Im Gegenteil: Wo der Tritt auf die Bremse lebenswichtig wäre, wird erst so richtig Gas gegeben – und das im Blindflug."

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

"Die Untätigkeit gegen diese kapitale Fehlentwicklung, die im Gegenteil sogar in proaktive Förderung umgeschlagen ist, erscheint derzeit nur einer Minderheit als das, was sie faktisch ist (und man kann es nicht milder ausdrücken): ein verbrecherischer Akt, der zuerst die Sicherheit und dann den Fortbestand der eigenen Bevölkerung gefährdet. Der Entzauberungsmoment wird auch diesmal lange auf sich warten lassen: Die Erkenntnis ereilt die Deutschen erst, wenn es wieder mal zu Ende geht."

Hier der Artikel/Quelle:

Offen bis zuletzt: Verbrecherische Untätigkeit

https://ansage.org/offen-bis-zuletzt-verbrecherische-untaetigkeit/
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Alex am 29. September 2021, 09:33:43
(https://bilderupload.org/image/f18a82468-243020355-446871799650828.jpg)
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Alex am 29. September 2021, 10:16:08
https://www.youtube.com/watch?v=acTcMhJ7MCo

Die heutige Wissenschaft ist politisch korrumpiert !!!
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Suksabai am 29. September 2021, 10:31:45
Die heutige Wissenschaft ist politisch korrumpiert !!!

Dazu passend:
Man kann zu ihm stehen wie man will, aber in dieser Sache ist er ein Insider:

https://www.youtube.com/watch?v=jqe-QifgVZU (https://www.youtube.com/watch?v=jqe-QifgVZU)

Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Alex am 29. September 2021, 12:31:28
(https://bilderupload.org/image/634693403-243230590-211014215247027.jpg)
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: dolaeh am 30. September 2021, 07:03:14
Die heutige Wissenschaft ist politisch korrumpiert !!!
Dazu passend:
Man kann zu ihm stehen wie man will, aber in dieser Sache ist er ein Insider:
https://www.youtube.com/watch?v=jqe-QifgVZU (https://www.youtube.com/watch?v=jqe-QifgVZU)

Ja, sehr interessant.
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 05. Oktober 2021, 20:23:26

Ab jetzt wird alles anders


https://wirtube.de/w/oyAS54fpq9DQoBfM4Ew4oc?autoplay=1

Quelle:
https://www.heikoschrang.de/de/neuigkeiten/2021/10/04/ab-jetzt-wird-alles-anders/
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 17. Oktober 2021, 17:37:19

Eigentlich ist folgender Artikel groeßer als nur ein "Gedanke zur Zeit". Für mich wieder ein Teilchen, um das aktuelle Jetzt zu verstehen, denn über die Nachkriegsjahre in der BRD - gerade kurz nach der Gründung, will ich zugestehen, hab ich nicht im Detail das Wissen:

"Denunziantentum als Staatstugend

Die politische Kriminalisierung des in Schnellroda ansässigen Instituts für Staatspolitik (IfS) als „gesichert rechtsextreme Gruppierung“ begründet das Landesamt für Verfassungsschutz von Sachsen-Anhalt unter anderem damit, daß das IfS sich bemühe, den „Raum des Sagbaren“ auszudehnen.

Daran ist mindestens zweierlei bemerkenswert: Ein Inlandsgeheimdienst erhebt in der Manier eines Heiligen Offiziums den Anspruch, verbindlich festzulegen, was öffentlich thematisier- und diskutierbar ist und was nicht. Und er agiert dabei als verlängerter Arm eines politisch-medialen Komplexes, der sich nur sicher fühlt, solange der öffentliche Raum durch geheimdienstliche Observation eingehegt und von Furcht und Konformismus durchsetzt ist.

Der Verfassungsschutz (VS) von Bund und Ländern ist eine bundesdeutsche Exklusivität. Er wurde auf Geheiß der Alliierten errichtet, die über die Staatsgründung der Bundesrepublik 1949 hinaus eine politisch-ideologische Vormundschaft beibehalten wollten.

Langfristige Folgen waren tiefgreifend

Bei der „Interpretation des Rechtsradikalismus-Problems“ agierten sie von Anfang an „als der sichtbare Dritte in diesem von Exekutive und Judikative dominierten Geschehen“, schreibt der Zeitgeschichtler Norbert Frei. Ein britischer Geheimbericht von 1953 gab zu, daß von rechten Gruppierungen keine Gefahr für den Bestand des Grundgesetzes ausging.

Gefürchtet wurde vielmehr, daß ihr Erfolg die Bevölkerung mit einem „kompromißlosen Nationalismus infizieren“ würde. So könnten „rücksichtslose Realisten“ bereit sein, errungene politische Macht „gegen das gesamte Konzept der europäischen Einheit und westlichen Verteidigung einzusetzen, sollten sie der Ansicht sein, daß das in ihrem Interesse liegt“.

Die Streitfrage lautete damals, ob einer auf rasche Wiedervereinigung oder auf Westbindung gerichteten Politik der Vorzug zu geben sei. Für beide Standpunkte gab es gewichtige Argumente. Das Absonderliche lag darin, daß äußere Mächte unmittelbar in einen innenpolitischen Diskurs eingriffen und sich dazu eines innerstaatlichen Organs bedienten, das sie vorsorglich implementiert hatten. Die Bundesrepublik sollte sich nicht primär als Statthalterin eines künftigen deutschen Einheitsstaates, sondern als selbstverwaltete Provinz einer „westlichen Wertegemeinschaft“ definieren.

Die langfristigen Folgen waren tiefgreifend. „Provinzialismus: Ein struktureller Befund“, überschrieb 1990 der kürzlich verstorbene Merkur-Herausgeber Karl Heinz Bohrer eine seiner galligen Glossen über die politische, geistige und kulturelle Mediokrität, welche die Bundesrepublik in die Wiedervereinigung einbrachte."

Hier gehts noch interessant weiter:
https://jungefreiheit.de/kultur/2021/in-den-sozialen-kaeltetod-schicken/

Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 19. Oktober 2021, 16:36:37

Hab wieder mal was gelesen, wo ich denke, das interessiert euch auch. Der Schreiber hat das für meine Begriffe gut aufbereitet:

Der Ursprung des Wahnsinns - Teil 1

Wer kennt sie nicht, die Binsenweisheiten des Jahres 2021: Geschlechter sind – wie eigentlich alles Wesentliche – sozial konstruiert, Rassismus gegen Weiße kann es gar nicht geben, und wer nicht täglich seine Privilegien "checkt", gibt sich als weißer Suprematist zu erkennen. Einlassungen dieser Art finden sich immer häufiger in den meinungsbildenden Medien der westlichen Welt, häufig vorgetragen von Wissenschaftlern und Experten, die einem hochideologisierten, gleichermaßen abstrakten wie dogmatischen Theoriekomplex den Anstrich eines derzeitigen Forschungsstandes der Wissenschaft verleihen sollen. Eine zunehmende Obsession mit Sprache ist ebenfalls deutlich erkennbar. Der Begriff "Curry" ist ins Fadenkreuz geraten, wie zuvor schon "Toast Hawaii" oder das "Schwarzfahren".

Bahlsens Afrikakeks wurde umbenannt, ebenso wie die Zigeunermadonna und 142 weitere Kunstwerke der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. All das lässt sich auf eine postmoderne Neuausrichtung des Denkens zurückführen, die hier in einer zweiteiligen Serie in Grundzügen nachgezeichnet werden soll.

Hier der komplette Artikel, lohnt sich:
https://www.kraut-zone.de/blog/der-ursprung-allen-uebels-1


Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 20. Oktober 2021, 18:43:41

Teil2:
https://www.kraut-zone.de/blog/der-ursprung-allen-uebels-2
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 23. Oktober 2021, 19:40:55

https://youtu.be/wEWe57vqmwc
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 05. November 2021, 18:33:52

(https://up.picr.de/42386719nx.jpg)
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 10. November 2021, 20:51:11

Heute ein satirischer Beitrag  ;D

ELSTERGLANZ - Westdeutschland

https://youtu.be/v6vr58Odnuc
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: AndreasH am 11. November 2021, 07:01:02
 C--
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 13. November 2021, 18:03:46

(https://up.picr.de/42434024tx.jpg)
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 20. November 2021, 15:34:11

Wieder ein treffender Artikel:

Tod dem Hassdaumen

Sie haben ja schon eine lange Zeit damit geflirtet. Jetzt machen sie Ernst. YouTube hat angekündigt, die Likes und Dislikes nicht länger anzuzeigen. Standardmäßig, nicht als Option für den Uploader wie gehabt. Ich persönlich sehe sie noch, einige Zuschauer berichten aber, bei ihnen seien sie schon weg.

Die offensichtlichsten Gründe sollten bekannt sein: Die Leute haben keinen Bock auf kulturmarxistische Propaganda oberhalb eines gewissen Schwellenwerts, und das wird sichtbar durch die Dislikes auf Werbefilmchen für offene Grenzen, Bidens Reden oder der neuen KiKA-Serie über Critical Whiteness. Einer der wichtigsten Frames unseres immer mehr auf Einschüchterung setzenden Kulturregimes ist jedoch „#WirSindMehr“, und der wird durch dieses für alle sichtbare Stimmungsbild im Internet angekratzt.

Hier gehts weiter:
https://www.kraut-zone.de/nachrichten-2/tod-dem-hassdaumen
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 28. November 2021, 20:35:25

Themen:
Weihnachtsmärkte, Grüne und Björn Höcke

Kaisers royaler Wochenrückblick


Der Freiheitsdrang ist der wohl fundamentalste aller Urinstinkte. Wer es schafft, einem Lebewesen diesen edelsten aller Triebe abzudressieren, hat es für alle Zeiten gebrochen. Wie das Leben eines in dieser Weise degenerierten Wesens von da an aussieht, weiß jeder, der schon einmal einen Zoo besucht hat und dort beobachten konnte, wie diese armen Geschöpfe, die einst Wildtiere waren, nun ihrer natürlichen Umgebung entrissen und von ihrer wahren Natur entkoppelt in unwürdigster Weise dahinvegetieren.


Die Atmosphäre in unseren Innenstädten, den öffentlichen Verkehrsmitteln, ja nahezu im gesamten öffentlichen Leben, gleicht dieser Tage in erschreckender Weise dem traurigen Bild, das diese Tiere abgeben.

Insbesondere die Stimmung auf den Weihnachtsmärkten, den wenigen, die nach dem Willen der obersten Zoowärter und institutionellen Tierärzten dieser Republik noch stattfinden dürfen, erinnert in frappierender Weise an die Traurigkeit eines solchen Ortes der Gefangenschaft.

Hier gehts weiter:
https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2021/kaisers-royaler-wochenrueckblick-109/
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: AndreasH am 29. November 2021, 06:45:25
Ich mache mir in letzter Zeit so meine Gedanken --C
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: schiene am 01. Dezember 2021, 11:46:08
Dieser Leserbrief passt gut hier mit rein...
https://www.rundschau.info/der-mensch-am-scheideweg/ (https://www.rundschau.info/der-mensch-am-scheideweg/)
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 11. Dezember 2021, 18:15:40

https://youtu.be/JBUh_k4gMZo
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Nadja am 11. Dezember 2021, 18:47:38

https://youtu.be/JBUh_k4gMZo

dazu passend

https://youtu.be/beYVa7VnZ2I
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 11. Dezember 2021, 18:51:56

So ist es: Für die Freiheit!

@Nadja  [-]
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 22. Dezember 2021, 18:17:38

(https://up.picr.de/42675489gs.jpg)
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 02. Januar 2022, 20:31:47
"Silvester, Corona-Maßnahmen-Opfer, Peter Thiel
 
Kaisers royaler Wochenrückblick

 Silvester war es dank des deutschlandweiten Verkaufsverbots für Feuerwerkskörper vielerorts auch in diesem Jahr wieder ziemlich ruhig. Anderswo war es dank extra aus dem Ausland angekarrter „Polenböller“ dafür umso lauter. Wer keinen Knallstoff aus dem Nachbarland bekommen hat, hat sich auch schon mal selber was zusammengebastelt. In Hennef bei Bonn ist ein Mann beim Handtieren mit vermeintlich selbstgebauten Böllern, ums Leben gekommen. Ein weiterer wurde schwer verletzt. Auch in Berlin, Hamburg und Leipzig kam es zu tragischen Unfällen.

All das war vorhersehbar. Zumindest, wenn man die Stimmung und Einstellungen, in der eigenen Bevölkerung, nicht nur aus dem ZDF-Politbarometer kennt. Opfer der lebensfernen Verbotspolitik der Regierenden ist auch die deutsche Feuerwerksbranche. Dieser dürfte das zweite Jahr in Folge ohne das überlebenswichtige Silvestergeschäft, wohl endgültig den Garaus gemacht haben.

Nicht nur die deutsche Feuerwerksindustrie steht nach rund zwei Jahren politischer Regulierungswut, die in vielen Fällen nichts anderes bedeutete als ein Berufsverbot, kurz vor dem Aus. Ein besonderes Schmankerl in Sachen Gleichgültigkeit und Arroganz haben sich die Mächtigen – und inzwischen zumindest gefühlt schier Übermächtigen –  für die rund 5.300 Schausteller mit Fahrgeschäften und 20.000 Jahrmarktshändler einfallen lassen, die seit 24 Monaten allen Hygienekonzepten und Arbeit im Freien zum Trotz, so gut wie keine Einnahmen mehr hatten. Diese schwer gebeutelten Geschäftsleute durften in diesem Jahr ihre Weihnachtsmärkte erst liebevoll aufbauen, nur um sie wenig später auf Geheiß von Bund, Ländern und Kommunen wieder abzubauen.

Pech, wer auf eigene Hände Arbeit angewiesen ist

In diesen Zeiten ist es wohl einfach Pech, wenn man auf eigene Hände Arbeit angewiesen ist, und – im Gegensatz zu denen, die solche Maßnahmen beschließen oder für sie die Propagandatrommel rühren – nicht das Privileg hat, seinen Lebensunterhalt einfach durch Steuern und Zwangsgebühren von seinen Mitbürgern eintreiben zu können. Auch hier kann man für die Verantwortlichen nur hoffen, daß die so Gedemütigten und in den Ruin Getriebenen, ihr Schicksal mit Gelassenheit tragen – und zum Beispiel nicht auf die Idee kommen, das ganze übriggebliebene heiße Fritten-Fett irgendwie zweckzuentfremden, oder den ein oder anderen Politiker mal für ein paar Stündchen auf das Teufelsrat oder ein vergleichbar schwindelregendes Fahrgerät zu schnallen.

Die Nerven der Bevölkerung scheinen inzwischen insgesamt allerdings ziemlich blank zu liegen. In Nordrhein-Westfalen registrierte die Polizei in der Silvesternacht doppelt so viele Körperverletzungen wie im vergangenen Jahr. Vor allem Schlägereien haben deutlich zugenommen. Solange der geschundene Plebs sich nur untereinander schlägt und den angestauten Frust quasi an sich selbst ausläßt, dürfte das die Machtelite jedoch relativ kaltlassen. Auch daß die Zahl der Sexualdelikte wieder mal nach oben schnellte, wird den politischen Entscheidungsträgern im Land vermutlich weiterhin an ihren gut geschützten Allerwertesten vorbeigehen.

Die deutschsprachige Mainstream-Presse empört sich derweil lieber über andere Dinge. „Rechts und extrem: Milliardär Peter Thiel will die Republikaner mit Millionen auf Trump-Kurs halten“, titelte in dieser Woche zum Beispiel das Handelsblatt. Das inzwischen offenbar vollends zum Neuen Deutschland für Besserverdiener mutierte Finanzorgan war nicht das einzige Medium, das sich lautstark darüber echauffierte, daß der deutschstämmige Geschäftsmann für die wirtschaftsfreundliche Politik rechter US-Republikaner engagiert."

Hier gehts weiter und zugleich Quelle:
https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2022/kaisers-royaler-wochenrueckblick-113/
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Kern am 02. Januar 2022, 21:46:31
Tom, das ist einerseits Galgenhumor und andererseits schlimmer Realismus pur!
Aber solange die Masse der "Schlaf-Schafe" ihr Denken nicht den Realitäten anpassen will, sondern weiter bereitwillig der ständig wechselnden Hirnwäsche folgen will (Beispiel: Wirkungsdauer der nur kurz erprobten, neuartigen Corona-Impfstoffe), ist keinerlei Besserung in Sicht!   :'(

---
Teil meiner harten Gedanken (besonders beim Corona-Thema):
Wie blöd muss man eigentlich sein, um häufigen Kehrtwendungen von offiziellen Verlautbarungen durch dick und dünn folgen zu wollen? Da ist das eigene kritische Denken (für uns als Individuen oft die letzte und sehr wichtige Instanz) für die kurzsichtige "Übereinstimmung mit den herrschenden Meinungen" über Bord geworfen worden!
So was zahlt sich auf Dauer nicht aus!

Wer sein Heil bei Politikern sucht, hat selber Schuld!

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Nein! Ich passe in keine Schublade, denn ich habe nicht verlernt, selber zu denken.  :-)
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Bruno99 am 02. Januar 2022, 23:11:50
Nein! Ich passe in keine Schublade, denn ich habe nicht verlernt, selber zu denken.  :-)

Damit gehoerst du leider einer Minderheit an, die an und fuer sich Welpenschutz haben sollte, aber der "Obrigkeit" maechtig gegen den Strich geht, und darum auch heftigst bekaempft werden muss  :-)
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Kern am 02. Januar 2022, 23:15:07
Das ist sehr zynisch, stimmt aber leider (mindestens zur Zeit).

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Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 04. Januar 2022, 19:29:36

Präsident Wladimir Putins Neujahrsansprache auf Deutsch


https://youtu.be/_PxG763Zuxk

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Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 16. Januar 2022, 20:22:28


Kaisers royaler Wochenrückblick


   
Seit dieser Woche gilt in Deutschland die 2Gplus-Regel nicht nur für Shopping, Restaurantbesuche oder andere private Vergnügungen, sondern auch im Bundestag. Ungeimpfte Abgeordnete werden zwar (noch) nicht komplett von den Sitzungen ausgeschlossen, aber wer die 2Gplus-Voraussetzungen nicht erfüllen kann, wird jetzt auf die Besuchertribüne des Plenums verbannt. Auf dieser dürfen die gewählten Volksvertreter allerdings auch nur Platz nehmen, wenn sie einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen.

Bei einer Sitzung des Auswärtigen Ausschusses war selbst das nicht mehr ausreichend. AfD-Politiker Joachim Wundrak, Generalleutnant a.D. der deutschen Luftwaffe, wurde trotz gültigen Gesundheitsnachweises vom Vorsitzenden des Ausschusses, Michael Roth (SPD), von einer Sitzung ausgeschlossen. Mit dem, was sich die Väter des Grundgesetzes ursprünglich mal für diese Republik vorgestellt haben, hat all das natürlich nicht mehr viel zu tun. Zur großen Modifizierung der Bundesrepublik, hin zu einem Kollektiv der Gleichgesinnten und Gehorsamen, paßt es dafür umso besser.

Die, die mit demokratischen Gepflogenheiten sowieso noch nie viel anfangen konnten, freuen sich über die ziemlich unverblümt auf die Gängelung der rechten Opposition zugeschnittene Regelung im Bundestag. So wie der Linken-Politiker Niema Movassat: „Hätte man schon früher…viel früher… gewußt, daß man mit 2Gplus die Nazifraktion ordentlich verkleinern kann“, feixte der ehemalige Bundestagsabgeordnete auf Twitter.

Hier komplett:
https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2022/kaisers-royaler-wochenrueckblick-115/
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: schiene am 04. April 2022, 03:37:18
Halt ein typischer " Auserwählter"
Hab sie persönlich bisher nie anders kennengelernt.
https://www.n-tv.de/ratgeber/Welche-Strafe-droht-Gil-Ofarim-article23237910.html (https://www.n-tv.de/ratgeber/Welche-Strafe-droht-Gil-Ofarim-article23237910.html)
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Kern am 04. April 2022, 05:46:22
Halt ein typischer " Auserwählter"

 {:}
Ich hab selber auch ganz andere, sehr angenehme Juden kennengelernt.
Es gilt immer und überall, für alle Völker und Religions-Gemeinschaften, usw.: Es sind nie alle gleich.
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: AndreasH am 04. April 2022, 07:38:23
Halt ein typischer " Auserwählter"

 {:}
Ich hab selber auch ganz andere, sehr angenehme Juden kennengelernt.
Es gilt immer und überall, für alle Völker und Religions-Gemeinschaften, usw.: Es sind nie alle gleich.

So ist es  ;}
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 08. April 2022, 00:14:02

Interessanter Artikel:


Generalmajor Gerd Schultze-Rhonhof: Ist Putin wirklich ein Kriegsverbrecher?


Von Generalmajor a.D. Gerd Schultze-Rhonhof *)


Vorwort


Als ich meine erste Abhandlung über das Ukraine-Desaster geschrieben habe, habe ich nicht angenommen, dass der russische Staatspräsident Putin sein Bemühen, die NATO von der Schwelle Russlands fernzuhalten, bis zum Kriege gegen die Ukraine treiben würde. Ich wollte aber auch nicht glauben, dass die USA und mit ihnen die NATO und Staatspräsident Selenskyj so hoch und lange pokern würden, bis sie gemeinsam vor einem Scherbenhaufen stehen würden.
Ich habe das Ukraine-Desaster seit etwa drei Jahren von den deutschen Medien fast ausschließlich aus ukrainischer Perspektive vermittelt bekommen. So habe ich keine „Erste-Hand-Information“ über die Befindlichkeiten der russisch-sprachigen Bevölkerungsanteile im Osten der Ukraine. Ich kenne auch keine Berichte über den mittlerweile acht Jahre andauernden Separationskrieg im Donbass-Gebiet. War die Kriegführung der ukrainischen Armee gegen die Separatisten/Freiheitskämpfer dort fair oder brutal? Wie haben die zerstörten Städte ausgesehen? Gab es Flüchtlingselend? Die vielen „Spezials“ und „Brennpunkte“ der deutschen Fernsehanstalten über den Krieg in der Ukraine haben auf mich als altem Soldat mehr wie ukrainische Propaganda als wie deutsche Nachrichten gewirkt. Ihr Informationswert war nahezu gleich Null. Ihr antirussischer Motivationswert dagegen hoch. So fällt es mir inzwischen schwer, nicht auch russophob zu urteilen.

Die NATO-Osterweiterung Teil I

Ich gehe sehr lange und ausführlich auf die Bedeutung der NATO-Osterweiterung ein, weil sie den Kern des derzeitigen Ukraine-Desasters bildet. Am Anfang des Problems stand das glückliche Ereignis der deutschen Wiedervereinigung und das zunächst damit verbundene Versprechen des amerikanischen Außenministers Baker, dass die NATO danach nicht nach Osten erweitert werden würde. Zunächst meine Auffassung dazu und dann die ihr widersprechenden Meinungen.
Nach monatelangem Verhandeln der Siegermächte und beider deutscher Teilstaaten um den zukünftigen Status Deutschlands wurde dem vereinten Deutschland von Russland der Verbleib in der NATO zugestanden, was heute unstrittig und vollzogen ist. Und es wurde im Gegenzug den Russen zugesichert, dass die NATO ihrerseits auf ihre Ausdehnung nach Osten verzichtet, was heute strittig ist. Der Wunsch der Ukraine und der USA, die Ukraine in die NATO aufzunehmen und die NATO damit bis an Russlands Grenze vorzuschieben, ist nun zum Kriegsgrund und Kriegsanlass geworden. Der Ablauf stellt sich mir so dar:
Am 31. Januar 1990 hat Außenminister Genscher bei einem Vortrag in der Evangelischen Akademie in Tutzing ausgeführt: „Was immer im Warschauer Pakt geschieht, eine Ausdehnung des NATO-Territoriums nach Osten, das heißt näher an die Grenzen der Sowjetunion heran wird es nicht geben. … Der Westen muss auch der Einsicht Rechnung tragen, dass der Wandel in Osteuropa und der deutsche Wiedervereinigungsprozess nicht zu einer Beeinträchtigung der sowjetischen Sicherheitsinteressen führen dürfen.“
Am 8. Februar 1990 hat der amerikanische Außenminister Baker gegenüber Generalsekretär Gorbatschow zugesagt, dass „die NATO keinen Inch weiter nach Osten vorrücken“ werde. Auf Gorbatschows Rückfrage hat er das noch einmal bestätigt. Baker hat seine ursprüngliche Aussage einem Journalisten gegenüber später bestätigt, sie inhaltlich aber zurückgenommen. Er erklärte: „Ich hatte das weder mit dem Weißen Haus noch mit dem Nationalen Sicherheitsrat abgestimmt. Zwei Tage nach meinen Äußerungen gegenüber Gorbatschow zur NATO-Erweiterung änderten die USA ihre Position. Die Russen wussten das.“
Bakers Zusage wurde desungeachtet am 17.Mai 1990 durch den deutschen NATO-Generalsekretär Wörner bestätigt, der – obwohl dazu offensichtlich nicht autorisiert – ebenfalls den Verzicht der NATO auf eine Osterweiterung aussprach.
Der britische Außenminister Hurd sagte Gorbatschow am 11.April 1990 bei seinem Staatsbesuch in Moskau zu, dass Großbritannien nichts tun werde, was sowjetische Interessen und die sowjetische Würde beeinträchtige.
Bei einem Besuch Außenminister Genschers bei seinem Amtskollegen Baker gab Genscher einem Journalisten des 1. Deutschen TV-Programms ein Interview. Er sagte, neben Baker stehend, ins Mikrophon: „Wir waren uns einig, dass nicht die Absicht besteht, das NATO-Verteidigungsgebiet auszudehnen nach Osten. … Das bezieht sich nicht nur auf die DDR, sondern das gilt ganz generell.“ ( wörtliches Zitat ) Das Interview ist heute noch bei Youtube einzusehen. ( Internet: „Genscher & Baker keine Osterweiterung der NATO“ )
Am 6.März 1991 hat der damalige Leiter des Genscher-Ministerbüros Jürgen Chrobog gegenüber den politischen Direktoren der Außenämter Englands, Frankreichs und der USA bei Überlegungen zur zukünftigen Sicherheit der osteuropäischen Staaten gesagt: „ Wir haben in den 2-plus-4-Verhandlungen deutlich ( clear ) gemacht, dass wir die NATO nicht über die Elbe hinaus ausdehnen werden. Wir können deshalb Polen und den Anderen keine NATOMitgliedschaft anbieten.“
Zusätzlich gab es Erklärungen, deren nachträgliche Wertlosigkeit die heutige russische Führung empört. Am 7. Juni 1990 zum Beispiel übermittelten die im schottischen Turnberry versammelten NATO-Außenminister den zeitgleich in Moskau tagenden Spitzen der Warschauer-Paktstaaten die sogenannte „Botschaft von Turnberry“. In ihr hieß es „Wir reichen der Sowjetunion und allen anderen Staaten Europas die Hand der Freundschaft und Zusammenarbeit. … Wahre und dauerhafte Sicherheit in Europa wird am besten durch die gegenseitige Anerkennung und das Verständnis der legitimen Sicherheitsinteressen aller Staaten gewährleistet.“ Die Anerkennung und das Verständnis der legitimen Sicherheitsinteressen haben die Russen natürlich auch auf sich bezogen und für bare Münze gehalten.
Noch drei Jahre später, im Frühjahr 1993 bestätigte US-Präsident Clinton in einer Rede, dass der Verzicht auf eine Osterweiterung der NATO auch seiner Ansicht entspricht. Im Herbst 1997 kam dann die Wende dieser US- und NATO-Politik. Die in Tschechien geborene US-Außenministerin Madeleine Albright hat damals angeregt und durchgesetzt, dass Tschechien, Polen und Ungarn 1999 in die NATO aufgenommen wurden.
Heute wird die ursprüngliche Erklärung der US-Außenministers Baker gegenüber dem sowjetischen Generalsekretär Gorbatschow nicht als bindend anerkannt, weil sie nicht schriftlich und vertraglich fixiert worden ist und weil Gorbatschow im Verlauf der folgenden Verhandlungen nicht auf die Aufnahme dieser Bedingung in die Verträge bestanden hat. „Nicht-Widerspruch“ gilt diplomatisch und staatsrechtlich als schweigende Zustimmung. Unter Historikern und Staatsrechtlern gibt es aber auch davon abweichende Beurteilungen der Bindekraft von mündlichen Absprachen.
Nun komme ich zu den Behauptungen, dass es die Baker-Zusage nie gegeben hat.
Herr Teltschik, ein früherer Kanzlerberater bei Bundeskanzler Kohl, behauptet seit geraumer Zeit, dass es eine solche Zusage nie gegeben hat. Er habe Bundeskanzler Kohl bei allen Gesprächen und Verhandlungen begleitet und da sei nie über eine Osterweiterung der NATO gesprochen worden. Teltschik ist in dieser Sache ein untauglicher Zeuge. Er war nur Begleiter von Kanzler Kohl, und er bezieht sich in seinen Aussagen auch nur auf Kohl-Gespräche. Bei den zur Sache entscheidenden Absprachen und Zusicherungen war er nicht zugegen. Bundeskanzler Kohl hat offensichtlich alle Angelegenheiten zur weiteren NATO-Zugehörigkeit des vereinigten Deutschland und zur NATO-Präsenz auf dem Gebiet der ehemaligen DDR Außenminister Genscher verhandeln lassen. Außerdem war Teltschik weder bei dem Baker-Gorbatschow-Gespräch noch bei der Wörner-Äußerung anwesend. Er hat bei einen jüngst gegebenen Interview zur eigenen Bestätigung auch noch hinzugefügt, dass bei den Gesprächen zur deutschen Wiedervereinigung gar nicht über eine NATO-Osterweiterung gesprochen worden sein kann, weil ja zu der Zeit niemand wissen konnte, dass sich die Sowjetunion und der Warschauer Pakt eines Tages selbst zerlegen und Raum für eine Osterweiterung der NATO bieten würden.
Diesen beiden Teltschik-Argumenten schließen sich inzwischen auch der ehemalige Staatssekretär im Auswärtigen Amt Ischinger und der ehemalige Bundesfinanzminister Waigel an. Beide waren beim Baker-Gorbatschow-Treffen im Februar 1990 nicht zugegen. Teltschik, Ischinger und Waigel irren alle drei auch mit ihren Aussagen, dass ab Februar 1990 und erst recht während der 2-plus 4-Verhandlungen über die deutsche Wiedervereinigung ab Mai 1990 niemand wissen oder ahnen konnte, dass der Warschauer Pakt und die Sowjetunion auseinander bröckeln würden.
Als US-Außenminister Baker Generalsekretär Gorbatschow am 8. Februar 1990 seine Zusage für die „Nichterweiterung“ gab, rumorte es schon ein und zwei Jahre in den Sowjetrepubliken Lettland und Litauen. In Litauen gab es die Unabhängigkeitsbewegung Sajüdis. Und als am 5. Mai 1990 die erste 2-plus-4-Verhandlungsrunde begann, hatten gerade Litauen ( am 11.3.1990 ) und Lettland ( am 4.5.1990 ) ihre Unabhängigkeit erklärt und Estland folgte nur drei Tage später ( am 8.5.1990 ). Auch im Warschauer Pakt waren die Risse und die wachsende Westorientierung ebenfalls erkennbar. In Ungarn lief der Reformprozess seit 1987, in Rumänien, Polen und der Tschechoslowakei seit 1989. Auch Maggie Thatcher sprach zu der Zeit schon über den „Reformprozess in Osteuropa“. Wenn die drei genannten Herren heute sagen, dass damals niemand hätte sehen oder ahnen können, dass die laufende Entwicklung in Osteuropa in naher Zukunft Raum für eine Neuordnung der Mächte und Bündnisse schaffen würde, schenke ich ihnen keinen Glauben.
Und nun etwas Persönliches. Am 26. September 1989 hatte ich als Kommandeur der Panzertruppenschule in Munster den amerikanischen Botschafter in Bonn Vernon Walters zu Gast und zu betreuen. Wir haben uns intensiv über die Möglichkeit einer deutschen Wiedervereinigung und die Einstellung seines Präsidenten George H. W. Bush dazu unterhalten. Der Botschafter hat mir alle Fragen – wie ich hoffe – offen beantwortet und dabei auch die Einstellung seines Präsidenten erläutert. Nach Walters Antwort auf meine letzte Frage kam noch eine Aussage, nach der ich ihn gar nicht gefragt hatte. Er sagte: „Die deutsche Ostgrenze wird immer hinter der polnischen Ostgrenze herwandern.“ Da wurde im Weißen Haus offensichtlich schon längst über die möglichen Entwicklungen in Osteuropa nachgedacht. Um richtig einzuschätzen, wie genau Walters wahrscheinlich die Überlegungen seines „Herren“ kannte, muss man wissen, dass Bush und Walters früher zeitlich überschneidend CIA-Chef und Vize-CIA-Chef waren. Also, ich lasse die Einwände von Teltschik, Ischinger und Waigel nicht gelten. Den Einwand der deutschen und amerikanischen Politik, dass Absprachen nicht bindend sind, wenn sie nicht vertraglich festgeschrieben sind, nehme ich dagegen ernst. So ist die Realität und so ist es meist wohl auch nicht anders handhabbar.
Man sollte trotzdem nicht übersehen, dass es auch zwischen Völkern und Regierungen so etwas wie Vertrauen und Vertrauensschutz gibt. Eine mehrfach mündlich abgegebene Zusicherung durch amerikanische, deutsche und NATO-Politiker, dass die NATO nicht nach Osten erweitert wird und dass man keine einseitigen Vorteile aus der deutschen Wiedervereinigung ziehen wolle, haben eine russische Erwartungshaltung erzeugt.

Die Nato-Osterweiterung Teil II

Ein zunächst positiver Wandel in den NATO-russischen Beziehungen zeichnete sich ab, als am 7. Juni 1990 die NATO-Außenminister in Turnberry in Schottland tagten und zeitgleich die Spitzen der Warschauer-Pakt-Staaten in Moskau. Die NATO-Staaten-Außenminister sandten damals die „Botschaft von Turnberry“ nach Moskau, „reichten die Hand zur Verständigung“ und garantierten „die gegenseitige Anerkennung und das gegenseitige Verständnis der legitimen Sicherheitsinteressen aller Staaten“. Das mit den legitimen Sicherheitsinteressen haben die Russen natürlich auch auf sich selbst bezogen und die Ukrainer beziehen es sich heute ebenfalls auf sich. Die „Botschaft von Turnberry“ wird heute als Ende des Kalten Kriegs angesehen.
Es folgte am 27. Mai 1997 in Paris die Gründung des NATO-Russland-Rats. In dessen Gründungsakte stehen neben vielen Schwüren zu Frieden und Gemeinsamkeit wieder Grundsätze, die beide Seiten heute für sich auslegen können. Da werden der Schutz der Minderheiten und das Selbstbestimmungsrecht der Völker beschworen, worauf sich Russland heute in Bezug auf die Krim, Lugansk und Donezk zur eigenen Rechtfertigung beruft. Da werden auch der Gewaltverzicht und die territoriale Unversehrtheit und politische Unabhängigkeit der Staaten als gemeinsame Ziele angeführt, worauf sich heute die Ukraine und die NATO berufen. Entscheidend für die NATO-Osterweiterung ist das in der Gründungsakte festgeschriebene „natürliche ( inherent ) Recht der Staaten, den Weg ( means ) zur eigenen Sicherheit selbst zu wählen.“ Die NATO und die ehemaligen, nicht russischen Warschauer-PaktStaaten haben in dieser Formulierung das Zugeständnis des russischen Staatspräsidenten Jelzin zur Osterweiterung der NATO gesehen, obwohl Jelzin in seinem Schlusswort zur Unterzeichnungskonferenz nachgeschoben hat, dass er eine Osterweiterung der NATO ablehnen würde. Am 12. März 1999 traten Polen, Tschechien und Ungarn der NATO bei.
Der NATO-Russland Rat hat ansonsten nicht zur viel beschworenen Gemeinsamkeit geführt. Von März bis Juni 1999 haben Nato-Truppen gegen Russlands Willen Jugoslawien angegriffen. Damals war die Rollenverteilung allerdings anders als heute in der Ukraine. Die NATO kämpfte für die Minderheitenrechte und die Abspaltung des Kosovo. Heute kämpfen die Russen für die Minderheitenrechte und die Abspaltung von Lugansk und Donezk. Und seit 2016 streiten Russland und die USA um die Stationierung von nuklearfähigen Mittelstreckenraketen in Polen und Rumänien. Auch hier haben sich die Amerikaner durchgesetzt und sich nicht um die Sicherheitsinteressen Russlands geschert. Die Gründungsakte, die dem NATO-Russland-Rat zugrunde liegt, ist also nur noch ein rissiges Sicherheitsnetz. Bei der letzten Konferenz des NATO-Russlands-Rats am 12.Januar 2022 in Brüssel hat die einst beschworene Gemeinsamkeit nur noch dazu ausgereicht, um sich gegenseitig die „unverhandelbaren“ Maximalforderungen vorzutragen.
Es ist nachvollziehbar, dass sich russische Spitzenpolitiker – zuerst Jelzin und dann Putin – hereingelegt und über den Tisch gezogen fühlen. Ganz abgesehen davon hat die ehemalige Sowjetunion ihre Truppen aus Mitteleuropa abgezogen, während die USA ihre Truppen weiter nach Osten vorgeschoben haben. Ganz abgesehen davon hat Russland die wirtschaftliche und politische Westbindung der europäischen Warschauer Pakt-Mitglieder und seiner ehemaligen baltischen Sowjet-Teilstaaten akzeptiert. Selbst die wirtschaftliche Umorientierung der Ukraine zur EU hat Russland hingenommen. Auch davon abgesehen ist es strategisch klug, zwischen gegensätzlichen Systemen, Staaten und Staatenbündnissen Abstandszonen d.h. neutrale Pufferstaaten zu belassen. Auch noch davon abgesehen hat schon Reichskanzler Bismarck betont, dass man dauerhaften Frieden nur durch Interessenausgleich erreicht und nicht durch die Durchsetzung der eigenen Interessen. Gegen diese vernünftigen Prinzipien haben amerikanische, deutsche und NATO-Politiker noch nach 1997 mehrfach verstoßen, als Putin auf der Münchener Sicherheitskonferenz erstmals klargestellt hat, wo für russische Sicherheitsinteressen eine „Rote Linie überschritten“ wird, nämlich bei einer weiteren Ausdehnung der NATO bis an die Grenze Russlands. Nun hat der „Westen“ versucht, diese Rote Grenze zu überschreiten. Er pocht auf das „Recht auf seiner Seite“, steht zusammen mit den Russen vor einem Scherbenhaufen und zeigt in seiner Selbstgerechtigkeit nicht einmal den Anflug von einem Stückchen Selbstkritik und Eingeständnis einer Mitschuld am Entstehen dieses Krieges.
Man sollte in Deutschland auch nicht vergessen, dass unsere Wiedervereinigung vor 32 Jahren erst durch die Zustimmung Gorbatschows möglich wurde. Und die gab es im Gegenzug zur mündlichen Zusage des amerikanischen Außenministers Baker: „Die NATO wird keinen Inch weiter nach Osten vorrücken.“ Der Verzicht auf eine NATO-Osterweiterung war also ein Teil des Preises für die Wiedervereinigung. Und der Preis ist nie bezahlt worden. Wir sollten auch nicht vergessen, dass der deutsche NATO-Generalsekretär Wörner und der deutsche Außenminister Genscher das in ihren Reden und Interviews bestätigt haben. Wir Deutsche sind, anders als andere NATO-Mitglieder, damit auch die erstrangigen Zeugen dieser frühen amerikanischen Zusage.

Die anfängliche Rolle Putins

Zunächst hat Putin eine Annäherung an den „Westen“ versucht und sich bemüht, die Russische Föderation mit der EU und der NATO zu vernetzen. Er schlug in drei in Deutschland gehaltenen Reden 2001, 2007 und 2010 eine Freihandelszone der EU mit Russland vor und ist damit gescheitert. Und er hat beim Abschiedsbesuch von Bill Clinton in Moskau im Jahr 2000 eine Angliederung Russlands an die NATO ins Gespräch gebracht. Auch wieder ohne positive Resonanz. Das Ende der Annäherungsversuche kam erst nach dem Wandel der Außenpolitik des „Westens“. 1997, noch unter Clinton, setzte die amerikanische Außenministerin Albright die NATO-Osterweiterung durch. 2007 erklärte Putin auf der Münchener Sicherheitskonferenz eine weitere NATO-Osterweiterung auf das Gebiet der ehemaligen Sowjetunion als das „Überschreiten einer Roten Linie“.

Die Ukraine versucht, sich dem Westen zuzuwenden

Die Ukraine hatte im November 2011 ein Freihandelsabkommen mit Russland geschlossen und 2012 und 2013 mit der EU über ein Assoziierungsabkommen verhandelt. Sie hatte versucht, sich den einen Markt zu erschließen, ohne den anderen zu verlieren. So hatte die ukrainische Regierung unter Ministerpräsident Asarow versucht, die EU-Annäherung mit der Mitgliedschaft in Russlands Freihandelszone zu verbinden, was die Russen nach anfänglichem Widerstand bereit waren zu verhandeln, was die EU-Kommission aber immer abgelehnt hat. Die EU hat de facto versucht, für den zukünftigen Außenhandel der Ukraine einen „Alleinvertretungsanspruch“ durchzusetzen. Damit war Janukowytschs ursprüngliche Absicht gescheitert, die Ukraine wirtschaftlich und politisch als Brücke zwischen Ost und West zu etablierten.
Als die Verhandlungen mit der EU in ihre „heiße Phase“ traten, befürchtete Ukraines Staatspräsident Janukowytsch realistisch, dass die Wirtschaft der Ukraine bei der Anpassung an die EU deren Konkurrenzdruck wirtschaftlich und technisch nicht gewachsen sein würde, wie zuvor die DDR der BRD. Er forderte eine 160 Milliarden Euro umfassende Anpassungs-Beihilfe von der EU, und die EU lehnte ab.
Ein zweites Hindernis war, dass sich die Ukraine selbst den Westimporten öffnen sollte, ihr selbst aber nur minimale Ausfuhrquoten zugestanden wurden. Die Ukraine bekam bei Verlust des Russland-Marktes für ihre jährlich 30 Millionen Tonnen Export-Weizen nur 200.00 Tonnen Ausfuhrquote in die EU zugestanden. Das waren 0,7 % des Weizens, auf dessen Ausfuhr und die Einnahmen die Ukraine angewiesen war. Bei Fleischwaren waren es 2% und bei Stahlexporten ähnlich wenig. Daraufhin legte Janukowytsch den Assoziierungsvertrag erst einmal für ein Jahr auf Eis. Der Meinungsdruck in der Ukraine für einen wirtschaftlichen Westanschluss und eine spätere EU-Mitgliedschaft war aber inzwischen in der ukrainischen Bevölkerung so stark, dass Janukowytsch diese Entscheidung nicht überstand. Er wurde abgesetzt, und es kam zum sogenannten Maidan-Aufstand.
Altbundeskanzler Helmut Schmidt hat den Versuch der EU-Kommission, „die Ukraine vor die scheinbare Wahl zu stellen, sich zwischen West und Ost zu entscheiden“ damals scharf verurteilt und als größenwahnsinnig bezeichnet. Er hat dabei 2014 schon gewarnt, dass solch‘ Verhalten zu einem Kriege führen kann.

Die wirtschaftliche „Landnahme“ der USA in der Ukraine


Die USA kamen schon 2008 mit Ihrem Vorschlag, die Ukraine in die NATO aufzunehmen. Es ging und geht dabei offensichtlich um massive wirtschaftliche und militärische Interessen und letztlich um den Hegemonialanspruch der USA in ganz Europa. Die Ukraine hat reichlich Bodenschätze. Sie ist ein beachtlicher Exportmarkt. Sie ist mit ihrer Luft- und Raumfahrtindustrie eine wichtige Ergänzung der gleichen Industrie in Russland, und sie besitzt mit der Krim eine seestrategische Position, aus der heraus das Schwarze Meer beherrscht wird.
Im Windschatten der EU-Verhandlungen griffen amerikanische Firmen und Vertreter von Regierung und Militär eilends zu und nutzten die Schwäche der Ukraine, um dort „Nägel einzuschlagen“. Im November 2013 schlossen der US-Energiekonzern Chevron einen für 50 Jahre geltenden Vertrag über die Erschließung und Förderung von Fracking Erdgas in der nordwestlichen Ukraine. Exxon Mobil verhandelte über Erdgaslagerstätten an der Schwarzmeerküste. Interessant sind auch die geschäftlichen und familiären amerikanischen Verflechtungen mit der Ukraine. Der Sohn des damaligen Vizepräsident Joe Biden, Hunter Biden, und der ehem. Stabschef des damaligen US-Außenministers Kerry Leter und der ehem. Wahlkampfmanager von Kerry Archer wurden im Mai 2014 Mitglieder im Verwaltungsrat der größten ukrainischen Gasfirma Burisma. Hunter Biden erhielt als Vergütung einen festgelegten Dollarbetrag pro 1.000 Kubikmeter Erdgas, das durch die Rohre von Burisma lief. Das waren einer amerikanischen Zeitung zufolge in besten Zeiten 50.000 Dollar jeden Monat. Hier verbanden sich offensichtlich US-nationale Wirtschaftsinteressen mit den familiären Vermögensinteressen der Familie Biden. Zu ergänzen ist da noch, dass Burisma die Schürfrechte für Erdgas im Nordzipfel des abtrünnigen Donezk besitzt.
In der Darstellung des Ukraine-Desasters durch die deutschen Medien fehlen leider die Hintergrundgeräusche. Als im Dezember 2013 die Assoziierungsverhandlungen der Ukraine u. a. am „Alleinvertretungsanspruch“ der EU zunächst gescheitert waren, drohten für die amerikanischen Investoren in der Ukraine unwägbare Risiken. Vier Wochen später – am 1. Februar 2014 – wurde das Thema auf der Münchner Sicherheitskonferenz in einem Podiumsgespräch zwischen dem damaligen ukrainischen Außenminister Koschara und dem Oppositionspolitiker Klitschko auf den Punkt gebracht.
Koschera beantwortete die Forderung Klitschkos nach einer Westorientierung der Ukraine mit dem Satz: „Die Ukraine darf nicht vor die Alternative Europa oder Russland gestellt werden.“ Mit einer solchen Regierungseinstellung in Kiew wollten die USA offensichtlich nicht leben. Sie zogen wenig später ihre Fäden für den Staatspräsidentenwechsel von Janukowytsch zu Poroschenko und den Ministerpräsidentenwechsel von Asarow zu Jazenjuk. Auf einem Pressefoto von der Münchner Sicherheitskonferenz sieht man diese Wechsel vier Wochen vorher schon symbolisch dargestellt. Dort stehen US-Außenminister Kerry in der Mitte und Poroschenko und Jazenjuk links und rechts daneben. Außerdem wurde der alte Finanzminister ausgetauscht. Ihm folgte nach einer Spontaneinbürgerung die US-amerikanische Investment-Bänkerin Natalia Jaresko. Auch wenn Beweise in einem strengen Sinne für einen amerikanisch gelenkten „Regime Change“ fehlen, so sei doch noch die Bemerkung der damaligen Stellvertretenden US-Außenministerin Victoria Nuland zitiert, die am 13.Dezember 2013 öffentlich erklärt hat, dass die USA seit 1991 über 5 Milliarden Dollar zur Demokratisierung, für den Wohlstand und die Sicherheit der Ukraine ausgegeben haben. Bei dem Wort „Sicherheit“ kann man noch an Rüstungsgüter und Militärberater denken. Was unter Demokratisierung zu verstehen ist, kann man ahnen, wenn man Nulands diplomatisches Bemühen betrachtet, eine proamerikanische Regierung in Kiew zu arrangieren. 2013 hat sie in einem abgehörten Telefonat mit dem frisch ins Amt gekommenen US-Botschafter in Kiew Geoffrey Pyatt die Eignung von prowestlichen OppositionsPolitikern für eine neue Kabinettsbesetzung in der ukrainischen Regierung besprochen.
Zur amerikanischen Strategie ihrer Ausdehnung von politischer Vorherrschaft und dem Erwerb von überseeischen Bodenschätzen gehört auch die Sicherstellung der Seewege zu deren Lagerstätten. 1887 hat der amerikanische Seekriegstheoretiker, Admiral Alfred Mahan, mit seinem Buch „Der Einfluss der Seemacht auf die Geschichte“ das amerikanische strategische Denken bis zum heutigen Tag geprägt. Er schrieb und lehrte, dass zur Weltmacht die Beherrschung der Weltmeere gehöre. Und die bestünde aus einer allen anderen überlegenen Flotte, aus der Beherrschung der Seewege und aus dem Besitz seestrategischer Positionen, also beherrschender Kriegs- und Handelshäfen am Rand der Meere. Der amerikanische Sicherheitsberater George Friedman hat im Februar 2015 in einem Vortrag vor dem Chicago Council of Global Affairs an diese Seite amerikanischer Strategie und Tradition erinnert. Er führte dabei aus: „Die USA haben ein fundamentales Interesse. Sie kontrollieren alle Ozeane der Welt … Aus diesem Grund können wir in andere Länder eindringen, aber sie können das nicht bei uns. … Die Aufrechterhaltung der Kontrolle über die Ozeane und im Weltall ist die Grundlage unserer Macht.“
Bezogen auf die Ukraine und besonders auf die Halbinsel Krim bedeutet das nach amerikanischem Denken und russischen Befürchtungen, dass eine durch die NATO-Mitgliedschaft für die USA geöffnete Ukraine die Dominanz der USA im Schwarzen Meer begründet hätte. Russland hätte seine seestrategische Position mit dem Verlust seines Kriegshafens auf der Krim an die US Navy abgeben müssen und damit auch die Kontrolle über den Seeweg zum größten Handelshafen Russlands Noworossijsk. Auch der Handelshafen der Ukraine Odessa hätte amerikanischer Kontrolle unterstanden. Wenn Putins Anschuldigung stimmt, haben die USA bereits jetzt bei Otschakiw am Nordzipfel der Schwarzen Meers, 150 Kilometer westlich der Krim, ein Schwarzmeerkommando für die US Navy eingerichtet.
Von geringerer Bedeutung und doch erwähnenswert, ist, dass die Amerikaner seit Jahren Militärberater und Söldner der Militärfirmen Greystone und Academy sowie Rüstungsgüter in die Ukraine schicken. Und im Januar 2015 – in der Poroschenko-Zeit – reiste der amerikanische Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Europa, Generalleutnant Ben Hodges, nach Kiew und besuchte die Spitzen der ukrainische Streitkräfte und ihre Truppen und kündigte dort an, dass die USA nun auch offiziell Militärberater schicken würden. Die USA sind also auch ohne NATO militärisch bereits in der Ukraine präsent.

Die Krim-Abspaltung von der Ukraine

Die Bevölkerung der Krim hatte sich schon 1991 bei der Abspaltung der Ukraine aus der Sowjetunion in einem Referendum mit 93 % für einen Verbleib bei Russland entschieden.
Kaum war Janukowytsch abgesetzt und der westlich orientierte Poroschenko im Juni 2014 nachgerückt, forderte der schon nach wenigen Tagen erneut die Assoziierung mit der EU und auch die Aufnahme der Ukraine in die NATO. Nun läuteten im Kreml die Alarmglocken. Putin war klar, dass der EU die NATO und mit ihr die Amerikaner irgendwann auf der Krim einziehen und die US-Navy den russischen Kriegshafen Sewastopol übernehmen würden, wenn es soweit käme. Er zog die Notbremse und annektierte ( westliche Lesart ) im März 2014 die Halbinsel Krim mit ihrer überwiegend russischen Bevölkerung. Vom Ablauf her war es eine Angliederung nach dem Willen der überwiegenden Mehrheit der dortigen Bevölkerung und hatte seine Vorgeschichte.
Am 23. Februar 2014, dem Tag nach der Absetzung von Janukowytsch, hatte eine Interimsregierung ein neues Sprachengesetz erlassen, das Ukrainisch zur alleinigen Staatssprache erklärte und Russisch in Schulen und Ämtern untersagte. Bislang war die überwiegend russischsprachige Bevölkerung der Krim an den Gebrauch des Russischen als zweite Amtssprache gewöhnt. So folgten zwei Wochen später im Lokalparlament der Krim erstmals die Forderung und ein Votum für den Anschluss der Krim an Russland. Eine weitere Woche später stimmte die Krim-Bevölkerung in einem von der EU und den USA für illegal erklärten Referendum mit 97,5 %. ( bei 83 % Wahlbeteiligung ) für einen Anschluss an Russland. ( Die 97,5% entstammen einer Schweizer Berichterstattung. Deutsche Medien nannten geringere Zahlen bis 93 % herunter. ) Das ist die ortsinterne Vorgeschichte der sogenannten „Annexion“ der Krim durch Russland vom 21.März 2014.
Die Übernahme der Krim verletzte zwar das augenblicklich angewandte Völkerrecht, aber sie entsprach einem anderen Prinzip des Völkerrechts, dem Selbstbestimmungsrecht der Völker. Außerdem war die Angliederung der Krim in gewisser Weise mit der Abwehr der sowjetischen Militärbesetzung Kubas 1962 durch die USA vergleichbar. Auch die USA hatten keinen „Gegner“ an ihrer Hintertür geduldet.
Und wir Deutschen sollten uns daran erinnern, dass auch die Deutschen im Teilstaat DDR vor 32 Jahren ihrer rechtmäßigen Regierung den Rücken zugekehrt und sich in einer nach DDR-Recht unrechtmäßiger Weise ihrem Nachbarstaat BRD angeschlossen haben. Sie haben das – wie die Bevölkerung der Krim – mit einem Parlamentsbeschluss und einer Wahl durchgesetzt.
Bald nach der Übernahme der Krim durch Russland wollten sich auch die zwei mehrheitlich russisch bevölkerten Oblaste Lugansk und Donezk von der Ukraine lösen. Sie erklärten ihre Unabhängigkeit, und es kam zu dem nun acht Jahre währenden Bürgerkrieg im Osten der Ukraine.

Des Westens Wortbruch ist der Russen Trauma

Seit der anfänglichen Zusage, dass sich die NATO nicht nach Osten ausdehnt, hat Russland seit 1999 tatenlos mit angesehen, wie 13 osteuropäische Staaten in die NATO aufgenommen wurden und wie gegen russischen Protest amerikanische Raketen in Polen und Rumänien stationiert wurden. Das war für den Westen ein Export von Demokratie und Freiheit und für Russland ein empfundener Wortbruch, der ein Trauma hinterließ. Außer der NATOAufnahme Polens, Ungarns und Tschechiens fünf Monate vor Putins erstem Amtsantritt als russischer Ministerpräsident fanden alle anderen Erweiterungen und Stationierungen in Putins Amtszeit statt. Er hat – was die amerikanischen Raketenstationierungen betrifft – wiederholt Einspruch dagegen eingelegt und mehrmals gesagt, wo für Russland eine „Rote Linie“ überschritten wird. Auch später, nach der Krim-Übernahme zuletzt im Dezember 2021, hat Putin US-Präsident Biden zweimal aufgefordert, auf Dauer auf eine Aufnahme der Ukraine – direkt vor Russlands Haustür – zu verzichten. Putin hat damit ausgereizt, was man als Diplomatie bezeichnen kann.
Der Westen hat Putin 15 Jahre lang gelehrt, dass legitime russische Sicherheitsinteressen allein mit Diplomatie nicht zu schützen waren. So begann er mit der Krim-Übernahme den ersten Tabubruch nach westlichem Verständnis. Er veränderte eine fremde Staatsgrenze nach dem Willen der betroffenen Bevölkerung.

Abspaltung der Oblaste Donezk und Lugansk

Wenige Wochen nach Abspaltung der Krim rührt sich auch die mehrheitlich russische Bevölkerung in den zwei östlichsten Oblasten der Ukraine. Am 7. und 28. Apr 2014 erklärten sich zuerst der Oblast Donezk mit 75 % russischsprachiger Bevölkerung, dann der Oblast Lugansk mit 69 % russischsprachiger Bevölkerung, zu selbständigen Volksrepubliken. In einem Referendum im Mai 2014 votieren über 90 % der Befragten in beiden Oblasten für ihre Unabhängigkeit von Kiew. Die ukrainische Zentralregierung ordnete daraufhin das Unternehmen „Anti-Terror-Operation“ gegen die „Putschisten“ an und ließ Truppen gegen Donezk und Lugansk marschieren. Seitdem tobt dort ein lokaler Sezessionskrieg mit unklarer russischer Einmischung.
Was zur Beurteilung der Kriegshandlungen der „Anti-Terror-Operation“ fehlt, ist eine Berichterstattung in den westlichen Medien. Nach nicht überprüfbaren Berichten begann die Operation mit einem Einsatz von etwa 100.000 Soldaten der regulären ukrainischen Streitkräfte gegen etwa 30.000 Separatisten. Dabei standen den Regierungstreuen Flugzeuge mit Phosphor- und Streuminenbomben zur Verfügung, die die Separatisten nicht hatte. 80 % der Gefallenen sollen separatistische Kämpfer gewesen sein.
Auslöser war offensichtlich die Politik der Kiewer Regierung der „kulturellen Ukrainisierung“ ihres russischen Bevölkerungsanteils. Ursprünglich gab es ein Sprachengesetz, das Minderheitensprachen dort zur zweiten Amtssprache erklärt hatte, wo mindestens 10 % der Bevölkerung eine Minderheitensprache sprachen. Aber im Februar 2014 erklärte die ukrainische Zentralregierung Ukrainisch mit einem neuen Sprachengesetz zur einzigen Staats- und Amtssprache. Damit verschwand das Russisch in 10 von insgesamt 25 ukrainischen Oblasten aus den Ämtern und den Schulen.
Russland unterstützte zwar die russischen Separatisten in den abtrünnigen Oblasten, aber es griff den territorialen Bestand der Ukraine selbst nicht an. Dennoch behauptete der damalige NATO-Generalsekretär Rasmussen schon damals, im September 2014, „Russland greife die Ukraine an“. Russland versuchte vielmehr auf zwei Minsker Konferenzen im September 2014 und im Februar 2015 ( zusammen mit Frankreich und Deutschland ) eine gedeihliche Regelung für Lugansk und Donezk als halbautonome Oblaste innerhalb der Ukraine zu arrangieren.

Das Minsker Abkommen

Am 12. Februar 2015 kam es auf Vermittlung von Frankreich, Deutschland und der OSZE zum Minsker Abkommen ( Minsk II ) zwischen der Ukraine und Russland als der Schutzmacht der zwei abtrünnigen Oblaste. Das Abkommen sah eine Waffenruhe, vorgezogene Wahlen und ein Gesetz über einen Sonderstatus für Lugansk und Donezk innerhalb der Ukraine vor. Die Waffenruhe hielt allerdings nicht länger als drei Tage. Die ukrainische Zentralregierung hielt daraufhin weder die Wahlen ab noch erarbeitete sie das Gesetz für den zukünftigen Sonderstatus der zwei strittigen Oblaste. Stattdessen erließ die Kiewer Regierung 2018 ein „Re-Integrationsgesetz“ für die zwei Oblaste, verbot jegliche Verhandlungen mit ihnen und untersagte auch weiterhin den Gebrauch der russischen Muttersprache in den Schulen. De facto hat die ukrainische Regierung das Minsk II-Abkommen damit gebrochen. Der Bürgerkrieg im Osten der Ukraine ging dementsprechend unvermindert weiter. Putin sah sowohl das Leiden der Bevölkerung im Kriegsgebiet und den Unwillen oder die Unfähigkeit der Kiewer Regierung, das Abkommen von Minsk mit der Teilautonomie von Lugansk und Donezk einzulösen, und er beobachtete – das wog wohl erheblich stärker – das stete Drängen aus Kiew, in die NATO aufgenommen zu werden.


Putins Anerkennung der Eigenstaatlichkeit von Lugansk und Donezk

Eine Ukraine als großes NATO-Mitglied und mit ihr amerikanische Präsenz direkt an Russlands Grenze war und ist mit Russlands vitalem Sicherheitsinteresse nach Putins Auffassung nicht vereinbar. So ordnete er einen Drohaufmarsch an der Grenze zur Ukraine an und forderte US-Präsident Biden im Dezember 2021 und Februar 2022 zweimal auf, dauerhaft auf die Aufnahme der Ukraine in die NATO zu verzichten. Beiden hat das abgelehnt. Stattdessen hat die NATO nach einem Bericht von Anti-Spiegel am 21.Januar 2022 die ukrainische Regierung eingeladen, an der Erarbeitung des neuen Strategiepapiers „NATO-Agenda 2030“ mitzuwirken. Das war – wenn die Nachricht so stimmt – eine überdeutliche Ankündigung an Putin, dass die NATO-Osterweiterung um die Ukraine in naher Zukunft vorgesehen ist. Dass die Nachricht mit der NATO-Agenda 2030 so stimmt, ist indes nicht unwahrscheinlich, nachdem der amerikanische und der ukrainische Außenminister kurz zuvor, am 10. November 2021, bereits eine Vereinbarung über eine strategische Zusammenarbeit ihrer beiden Staaten besiegelt hatten. Hinzu kommt, dass der ukrainische Präsident Selenskyj leichtsinniger Weise am 19.Februar 2022 in seiner Rede auf der Münchener Sicherheitskonferenz gesagt hat, dass er erwägt, die Ukraine wieder zum Atomwaffen-Staat zu machen. Das war für die Russen nicht nur „Öl ins Feuer“ der schon überhitzten Lage, es war „Dynamit mit Zündschnur“. Das würde Putins weitere Handlungen erklären. Er hat daraufhin am 21. Februar 2022 zum zweiten Mal die Notbremse gezogen. Putin hat die Eigenstaatlichkeit der abgespaltenen Oblaste, sieben Jahre nach deren eigener Unabhängigkeitserklärung anerkannt.
Putin hatte mit dieser Anerkennung das getan, was sich 13 Jahre vorher im Kosovo ereignet hat. Dort hatten die westlichen Staaten auch nach jahrelangem Bürger- bzw. Sezessionskrieg und ohne die Zustimmung des UN-Sicherheitsrats die neuen Grenzen und die selbst erklärte Unabhängigkeit eines serbischen Teilstaats anerkannt und damit den territorialen Bestand Serbiens verändert. Und der Internationale UN-Gerichthof hatte im Fall der Kosovo-Unabhängigkeit am 22.Juli 2010 ausgeführt: „Das allgemeine Völkerrecht enthält kein irgendwie festgelegtes Verbot einer Unabhängigkeitserklärung.“

„Putins Krieg“

Man darf diese Floskel nicht als Zuweisung einer Alleinschuld am UkraineKrieg betrachten. Die Schuldfrage ist ein ganz anderes Thema.
Nach der Anerkennung der Selbständigkeit der zwei „Volksrepubliken“ auf bisher ukrainischem Territorium und der Ablehnung derselben durch die Ukraine, die NATO, die EU-Staaten und insbesondere die USA blieben Putin drei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit wäre Nichtstun und Abwarten gewesen. Damit hätte er kein Problem gelöst. Er hätte den Sezessionskrieg nur verlängert und sein Schutzversprechen an die russische Bevölkerung im Donbass-Gebiet nicht eingelöst. Die zweite Möglichkeit wäre eine russische Besetzung der zwei abtrünnigen Oblaste gewesen. Damit hätte er zwar nur ein Buschfeuer am Rand der Ukraine gelöscht, aber damit den Waldbrand in der ganzen Ukraine verursacht. Eine Kriegseröffnung nur gegen einen Teil der Ukraine wäre außerdem sofort als Kriegseröffnung gegen den Gesamtstaat Ukraine ausgelegt worden und hätte absehbar einen späteren Krieg gegen eine „Koalition der Willigen“ nach sich gezogen. Dass ihm die Zusicherung Bidens, Amerika werde nicht in einen Ukraine-Krieg eingreifen, dabei ohne Wert war, darf man Putin nach etlichen vorherigen amerikanischen Wortbrüchen nicht verdenken. Ein ungewisser Ausgang eines Krieges gegen eine US-geführte „Koalition der Willigen“ hätte auch die Gefahr einer anschließenden NATOAufnahme der Ukraine nicht beendet. Die dritte Möglichkeit war, was er getan hat. Mit einem Angriff gegen die Ukraine und einer kurzzeitigen Besetzung Kiews dauerhaft dafür zu sorgen, dass die Ukraine nicht NATO-Mitglied wird und auch in Zukunft keine Amerikaner direkt an Russlands Grenze stationiert werden.
Eine vierte Möglichkeit war vorher schon vertan. Putin hatte 22 Jahre lang vergeblich in Vorträgen, Verhandlungen, Forderungen, Nennung einer „Roten Linie“ und zuletzt kurz vor und nach dem Jahreswechsel 2021-2022 in zwei Telefongesprächen mit US-Präsident Biden versucht, amerikanische Streitkräfte direkt an Russlands Grenze zu verhindern.

Ein Stellvertreterkrieg

Im Ukraine-Krieg handelt es sich im Kern um eine Auseinandersetzung zwischen den USA und Russland. Mit etwas weiterem Blickwinkel betrachtet, geht es dabei um die Weichenstellung zu einer bipolaren „Friedensordnung“ in Europa mit einem Russland auf gleicher Augenhöhe mit den USA oder zu einer monopolaren Ordnung mit Amerika im Sattel und Russland als Pferdeknecht daneben. US-Präsident hatte ja schon unverblümt geäußert, dass er Russland nur noch für eine Regionalmacht hält und Putin damit für den Streit in der Ukraine „vorgeglüht“. Obama hat so den Anspruch der USA gegenüber allen anderen Staaten in Europa ausgedrückt.
Rein äußerlich spielt sich dieser Streit um Vorherrschaft in Europa jetzt in der Ukraine ab. Das zeigt sich im Streben der USA, ihre Einflusszone und Militärmacht mit Hilfe der NATO ein weiteres Stück in Richtung Russland vorzuschieben und es wird überdies im raschen wirtschaftlichen Zugriff auf die Bodenschätze der Ukraine sichtbar. Es waren die USA, die obwohl regional am weitesten von Europa entfernt, als Erste den Anschluss der Ukraine – und Georgiens – an die NATO forderten, Militärberater in die Ukraine entsandten, Waffen dorthin lieferten und zusammen mit den Niederländern sobald wie möglich nach den dortigen Erdöl- und Erdgas-Lagerstätten griffen. Die Ukraine ist in diesem Konkurrenzkampf um politischen Einfluss, wirtschaftliche Ausbeute und militärische Positionierung hier nur der Spielball zwischen den zwei großen Konkurrenten. Die Konkurrenz der beiden großen Mächte zeigt sich auch in der Unnachgiebigkeit beider Parteien, wenn es um die zukünftige Rolle der Ukraine geht.
Die USA und die NATO-Länder begreifen sich nicht als Bedrohung Russlands, aber sie sind objektiv betrachtet dennoch eine Bedrohung für jeden autoritär geführten Staat oder Staat mit inneren Problemen. So haben die Amerikaner und in ihrem Gefolge Briten, Franzosen. Italiener und andere in den vergangenen Jahrzehnten „Regime Change Wars“ mit und ohne UN-Mandat gegen Grenada, Serbien, Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien geführt und sich in die Bürgerkriege und Unruhen fremder Staaten eingemischt, ohne selbst bedroht gewesen zu sein. Der ehemalige amerikanische General und ehemalige Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa ( SACEUR ) Wesley Clark hat am 9.3.2007 in einem Interview offenbart, dass er bereits im September 2001 im Pentagon erfahren hat, dass dort entschieden worden ist, dass in den nächsten 5 Jahren in 7 Staaten Systemwechselkriege geführt werden sollten. Er nannte dazu den Irak, Syrien, Libyen, den Libanon, Iran, Somalia und den Sudan. Wie wir heute wissen, ist diese Liste beinahe komplett abgearbeitet. Man kann das als einen „Master Plan“ bezeichnen. Es ist jedenfalls die Manifestierung der amerikanischen Absicht, den eigenen Herrschaftsanspruch durch Kriege zu erweitern. Alle diese Kriege wurden durch innere Unruhen vorbereitet, die sich in allen genannten Staaten über die dortigen ethnischen oder religiösen oder sozialen Differenzen und Oppositionsgruppen ohne weiteres schnell von außen her entfachen ließen. Alle diese Kriege, die Demokratie und Menschenrechte exportieren sollten, haben Chaos, Flüchtlingsströme, Tote, ruinierte Familien und zerstörte Städte und Dörfer hinterlassen. So befürchtet man außerhalb des Kreises der USA-Verbündeten, dass die USA bei günstiger Gelegenheit nach eigenen Interessen und Maßstäben kriegerisch in fremden Staaten und dortige „Regierungswechsel“ eingreifen. Putin hat diese Machtverschiebungen natürlich registriert. Er hat gesehen, dass die Ukraine nach dem Regierungs-Machtwechsel von 2014 im Begriff war, ganz in die amerikanische wirtschaftliche Einflusszone zu geraten und dass Russland bei weiterer Entwicklung auch amerikanische Truppen, Mittelstreckenraketen und Flottenstützpunkte an seiner Haustürschwelle haben würde. So ist der jetzige Ukraine-Krieg eine russisch-amerikanische Auseinandersetzung, auch wenn die USA noch nicht am Waffen-Krieg beteiligt sind.
Die EU ist dabei – offensichtlich ohne vordergründige Absicht – der Gleisarbeiter, der die Strecke baut, über die der Zug der NATO anschließend nach Osten fährt, mit den USA vorn auf der Lokomotive.

Die Brutalität von Kriegen

Militärisch ausgetragene Kriege sind immer brutal. Mit der Haager Landkriegsordnung und den Genfer Konventionen hat man versucht, die Kriegsgräuel einzudämmen. Zu den Schutzgeboten beider Regelwerke gehören der Schutz der unbewaffneten Zivilbevölkerung und der Schutz unverteidigter Städte und Dörfer vor Beschießung und Bombardierung. Selbst Zivilisten, die sich bewaffnen und einem Angreifer entgegenstellen, solange das eigene Militär noch nicht aufmarschiert ist, genießen die Schutzrechte, die sonst nur Soldaten zukommen. Das war in diesem Ukraine-Krieg nach 8 Jahren Krieg im Donbass jedoch nicht mehr der Fall.
Wer als Staatsoberhaupt seine zivile Bevölkerung dazu aufruft, MolotowCocktails herzustellen und sich Gewehre zu besorgen, nimmt billigend in Kauf, dass die Schutzregeln für die Bevölkerung nicht mehr gelten. Wer seinem Militär befiehlt, die Städte zu befestigen und zu verteidigen, nimmt wohl kalkuliert in Kauf, dass um die Städte gekämpft wird und dass sie beschossen und bombardiert werden. Wer mit offensichtlichem Stolz vor Fernsehkameras zeigt, wie junge Freiwillige in einem Schulgebäude militärisch ausgebildet werden, darf nicht medienwirksam im Fernsehen über die Brutalität des Gegners klagen, wenn der auf solche Gebäude schießen lässt. Die Alternative ist es, Städte zur „offenen Stadt“ zu erklären und sie von Bomben und Granaten zu verschonen und den Krieg in „Feldschlachten“ auszutragen.
Wer einen Krieg vor seiner Niederlage beendet haben will, muss noch verhandeln können. Und Verhandlungen kann man nur ohne Vorbedingungen eröffnen. Je länger sich ein Krieg hinzieht, desto härter werden nach der Erfahrung die Bedingungen, welche die bis dahin überlegene Kriegspartei stellt.

Ist Putin ein Kriegsverbrecher?


Herr Putin hat derzeit den Zorn und Spott der Welt auf sich gezogen. Politiker und Journalisten überbieten sich mit Beschimpfungen, die alle Schuldzuweisungen enthalten oder seine Zurechnungsfähigkeit bezweifeln. Putin ist weder gewissenlos noch größenwahnsinnig und weder irrsinnig noch leidet er an einer Großmacht-Obsession. Selbst Herr Gysi hat ihm einen verbrecherischen Angriffskrieg vorgeworfen, was ihn auch zum „Verbrecher“ macht. Staatspräsident Putin könnte man gerechter Weise nur als Verbrecher bezeichnen, wenn die vielen westlichen Spitzenpolitiker auch als Verbrecher und Massenmörder bezeichnet würden, die in den vergangenen 30 Jahren vermeidbare Kriege eröffnet haben. Der Unterschied zwischen jenen und Putin liegt in der Wahrnehmung, die uns seinerzeit durch Politikerreden und Medienberichte vermittelt worden ist. Es waren Polizeiaktionen oder humanitäre Einsätze. Es hieß, es ginge um den Sturz von Unrechtsregimen, um die Rettung von Regionen vor dortigen Massenvernichtungswaffen, um den Schutz von Minderheiten, um die Wahrung von Menschenrechten oder um das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Die schillernden Etiketten „Für Demokratie und Menschenrechte“ haben uns dabei oft zusätzlich die Sicht verstellt.
Putin wird nun das ganze Elend angelastet, das er mit der Kriegseröffnung ausgelöst hat. Dabei werden seine 22 Jahre andauernden vergeblichen Bemühungen verschwiegen, erst um Annäherung an den Westen, dann seine Bitten, dann seine Forderungen, die Nato-Osterweiterung nicht auf die Spitze zu treiben, dann seine „Roten Linien“. Doch das „Narrativ“ der Politiker und der Medien beginnt erst mit der Krim und mit dem Drohaufmarsch. Da die EU, die NATO und die USA Putin offensichtlich vorher nicht ernstgenommen und das russische Sicherheitsbedürfnis schlicht in Abrede gestellt haben, und da Selenskyj, die NATO-Führung und die Amerikaner zum Schluss zu hoch gepokert haben, blieb Putin nur die Wahl zwischen russischer Selbstbehauptung oder Unterwerfung unter den Hegemonialanspruch der Amerikaner. Es war in Wirklichkeit die Wahl zwischen Unterwerfung oder Krieg, die Wahl zwischen Pest und Cholera. Er hat die Wahl dann unglücklich getroffen.
Im Übrigen bleibt festzuhalten, dass zu den Verursachern des Ukraine-Krieges auch die gehören, die das „Nicht-NATO-Osterweiterungs-Versprechen“ nicht gehalten haben und die das Selbstbestimmungsrecht der Völker für die Volksgruppen der Auslandsrussen auf der Krim und im Osten der Ukraine nicht beachtet haben. Dazu gehören auch die ukrainische Regierung, die den mit Minsk II vereinbarten Sonderstatus für Donezk und Lugansk verweigert hat, und alle, die zum Schluss hoch gepokert und abgewartet haben, wie Putin in seiner Klemme reagieren wird.

Die Antwort

Jeder Krieg ist ein Verbrechen an seinen Opfern. Wer nach den schuldigen Tätern und Kriegsverbrechern sucht, darf den Strippenzieher im Hintergrund nicht übersehen. Eine Alleinschuld trägt nicht etwa der, der erst gebeten, dann gefordert, dann gedroht und zuletzt mit Gewalt durchgesetzt hat, dass man sein legitimes Sicherheitsinteresse respektiert. Schuldig und letztlich Kriegsverbrecher sind auch die Akteure ( innen ), die von Freiheit der Bündniswahl und Menschenrechten geredet, aber Erdgas, Militärstützpunkte und Marktanteile gemeint haben.

Erstveröffentlichung bei wirselbst



*) Generalmajor a.D. Gerd Schultze-Rhonhof

Gerd Schultze-Rhonhof wurde am 26. Mai 1939 in Weimar geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums und Abitur in Bonn trat er 1959 in die Streitkräfte ein und wurde zum Panzeroffizier ausgebildet. 1964 und 1965 unternahm er eine halbjährige Studienreise durch Namibia und Südafrika. Nach dreijähriger Verwendung als Chef einer Panzerkompanie absolvierte er die Generalstabsausbildung. Dem folgten Einsätze als Generalstabsoffizier im NATO-Hauptquartier der Armeegruppe NORTHAG, in der Truppe, im Verteidigungsministerium und eine Verwendung als Kommandeur eines Panzerbataillons. Danach bildete Schultze-Rhonhof selbst vier Jahre lang angehende Generalstabsoffiziere an der Führungsakademie der Bundeswehr aus, ehe er nacheinander Kommandeur einer Panzergrenadierbrigade, der Panzertruppenschule, der 3. und der 1. Panzerdivision und des Wehrbereichs Niedersachsen/Bremen wurde. Als letzte Dienstaufgaben leitete Generalmajor Schultze-Rhonhof die erste „Partnership for Peace“-Übung der NATO in Ungarn und nahm als Beobachter an einem ägyptisch-amerikanischen Manöver in der Libyschen Wüste teil.

Schultze-Rhonhof schied 1996 auf eigenen Antrag aus der Bundeswehr aus, weil er die Mitverantwortung für die Folgen einer unangemessenen Verkürzung der Wehrdienstdauer auf 10 Monate nicht mittragen wollte. Seitdem hat er 1997 das Buch „Wozu noch tapfer sein?“ , 2003 das Buch „1939, Der Krieg, der viele Väter hatte“ und 2008 das Buch „Das tschechisch-deutsche Drama 1918-1939″ und weitere Buch- und Zeitungsbeiträge geschrieben. Als letztes hat er 2013 das amerikanische Buch des Authors J.V. Denson “ A Centrury of War“ ins Deutsche übersetzt und unter dem Titel “ Sie sagten Freiden und meinten Krieg“ herausgegeben.

Er hat außerdem zahlreiche Vortragsreisen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, der Türkei, Italien und Peru unternommen. 1996 wurde Schultze Rhonhof mit dem Freiheitspreis der Stiftung „Demokratie und Marktwirtschaft“-München und dem Couragepreis des „Verbandes der privaten Wohnungswirtschaft“-Hannover, 2012 mit dem Kulturpreis der Landsmannschaft für freie Publizistik ausgezeichnet.

Gerd Schultze-Rhonhof ist verheiratet, hat drei verheiratete Töchter und neun Enkelinnen und Enkel, und er lebt in Haldensleben bei Magdeburg.

Quelle:
https://www.conservo.blog/2022/04/06/generalmajor-gerd-schultze-rhonhof-ist-putin-wirklich-ein-kriegsverbrecher/

 
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Sumi am 12. April 2022, 14:48:51
Es ist schon seltsam, wie ich in den letzten Wochen feststellen muß, wie sehr gewisse Länder mit kommunistischen, zweifelhaften diktatorischen und  fragwürdigen Regimes, diese in unserem Forum hier verherrlicht werden.

So wird deren meist kriminell angehauchtes, korruptes politisches System mit ihren verlogenem Verhalten, daraus resultierenden Verfehlungen sowie unmoralischen Aktivitäten, mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten unverfroren verharmlost, gerechtfertigt und negiert.

Die Begründung lautet wie so oft, ist die Folge demokratischen westlichen Größenwahnsinns mit nazihaften Methoden, und rechtfertigt somit ihre Einstellung und Auftreten dagegen, als richtig, korrekt angesehen und entschuldigend.

Im gleichen Zuge wird aber unverfroren gegen ein freiheitliches, demokratisches System, der Demokratie gehetzt, geschimpft, kritisiert und als das Böse an sich dargestellt.

Ich frage mich, ob da noch alle Latten am Zaun vollständig vorhanden sind.

Alle leben hier doch in diesem System seit 77 Jahren in Frieden, Freiheit, Wohlstand, genießen das staatl. System mit all seinen sozialen Zuwendungen und Zuschüssen, können tun und lassen was wir wollen, was man in vielen politisch anders geführten Ländern nicht behaupten kann.

Es straft doch allen anders Denkenden " Lügen ", wenn man sieht, wie sehr unsere Demokratie von vielen Menschen auf der Welt als das Paradies gegenüber ihr eigenes Land angesehen wird, denn etliche wollen mit aller Gewalt zu uns nach Mitteleuropa einreisen.
Also kann es bei uns in den letzten 70 Jahren ja gar nicht so schlecht gewesen sein, denn umgekehrt ist das meist eher nicht der Fall.

Man betrachte nur Afghanistan, Pakistan, Iran, Irak, Rußland, Nord Korea, Belarus, Türkei, Albanien, Bulgarien, Rumänien, Serbien, Croatien, Ungarn, um nur einige zu nennen und viele weitere mehr auch in Afrika und Süd Amerika wie Venezuela, usw.

In vielen dieser Länder herrscht Armut, und Menschenrechte wird man verzweifelt suchen, denn die gibt es dort,  so wie bei uns jedenfalls nicht.

Also alles was unsere westliche Welt bietet, erlaubt, Rechte vorhanden sind etc. wird mit den Füssen getreten und angeprangert.

Das Paradies werden viele die es suchen nicht hier auf unserem Planeten finden, aber ein freiheitliches menschenwürdiges Leben, in dem die meisten von uns aufgewachsen sind, kommt diesem doch näher als irgendwo anders auf dieser Welt.

Das sollte man nie vergessen.

Ich jedenfalls war und bin in den fast 70 Jahren sehr glücklich und zufrieden hier in diesem System gewesen und möchte es nicht missen.

Daß auch vieles besser gemacht werden kann, und Fehler gemacht werden schließt aber nicht aus, daß unsere Kultur, Moral, Tradition, Rechte, Weltanschauung, handeln und Tun,nicht so desaströs und schlecht sind, wie es von Einigen dargestellt wird.

Sie sollen mal in sich gehen und nachdenken, wem sie das alles zu verdanken haben.

Gruß Sumi

Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: namtok am 12. April 2022, 15:39:16
Da es im Forum keinen "like" Button gibt : 

 {*
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Kern am 12. April 2022, 16:44:54
Servus Sumi

Bei vielem hast Du Recht. Aber manche Punkte sehe ich etwas anders (Nummerierung von mir):

1.
Es ist schon seltsam, wie ich in den letzten Wochen feststellen muß, wie sehr gewisse Länder mit kommunistischen, zweifelhaften diktatorischen und  fragwürdigen Regimes, diese in unserem Forum hier verherrlicht werden.
...
2.
Alle leben hier doch in diesem System seit 77 Jahren in Frieden, Freiheit, Wohlstand, genießen das staatl. System mit all seinen sozialen Zuwendungen und Zuschüssen, können tun und lassen was wir wollen, was man in vielen politisch anders geführten Ländern nicht behaupten kann.
...
3.
Es straft doch allen anders Denkenden " Lügen ", wenn man sieht, wie sehr unsere Demokratie von vielen Menschen auf der Welt als das Paradies gegenüber ihr eigenes Land angesehen wird, denn etliche wollen mit aller Gewalt zu uns nach Mitteleuropa einreisen.
...
4.
Sie sollen mal in sich gehen und nachdenken, wem sie das alles zu verdanken haben.


Zu 1.
Es ist eine Minderheit, die hier im Forum irgendwelche fragwürdigen Regimes "verherrlicht". Das ist nicht die Einstellung der TIP-Mehrheit, aber wegen der Meinungsfreiheit passt das.
Ich selber bin auch froh darüber, dass ich in Mitteleuropa geboren wurde und nicht z.B. in Afgahnistan.  :-)

---
Zu 3.
Natürlich gibt es zwischen den Flüchtlings-Ländern und den Aufnahme-Ländern in vielen Bereichen teils gewaltiges Gefälle.
Aber es ist im Durchschnitt weniger "unsere Demokratie", die als relatives "Paradies" angesehen wird, sondern der Wohlstand.

Wohlstand, den besonders viele deutsche Politiker gerne und freigiebig mit der ganzen Welt teilen ... obwohl es nicht ihr eigener ist!
Dementsprechend ist für Flüchtlinge der Hauptanziehungspunkt das großzügige Sozialsystem.

---
Zu 2. und 4. antworte ich bezüglich Deutschlands.

Zu 2.
Ja, Deutschland war nach dem Krieg lange Zeit ein stetig aufstrebendes Land  ;}  . Aber schon etliche Jahre geht es von einem positiven Gipfel in vielen Bereichen abwärts.
Als Expat siehst und erlebst Du nicht hautnah, wie in D z.B. der allgemeine Wohlstand sinkt.

---
Zu 4.
Dass Deutschland so lange aufblühte und gedieh, ist absolut nicht der regierenden, weltfremden Politiker-"Kaste" der letzten 15 Jahre zu verdanken.
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: AndreasH am 12. April 2022, 18:03:31
@Sumi

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@Achim

Vieles würde sofort unterschreiben  ;}
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Sumi am 12. April 2022, 19:59:59
Vielen Dank @namtok und @AndreasH für Euere Zustimmung, ich stehe also nicht alleine da mit meinen Feststellungen und Überlegungen.

Lieber Moderator @ Kern

Ich habe das Gefühl, daß wir Beide gar nicht so weit voneinander entfernt sind mit unserer Meinung und Einschätzung der Sachlage.

Im Großen und Ganzen hast Du mit den 4 aufgeführten Punkten von Dir im Prinzip schon recht.

Zu Punkt 1,  ja sicherlich ist es eine Minderheit hier im Forum, aber es fällt eben mittlererweile doch auf, und natürlich darf jeder auch seine eigene Einschätzung
                  kund tun.
                  Auf der anderen Seite hoffe ich aber, daß meine Sichtungsweise, mit dem gleichen Recht genau so akzeptiert wird.

Zu Punkt 2, der Wohlstand und das aufstrebende Wirtschaftswunder D war viele Jahre erfolgreich, das wir gerade deshalb auch unserem demokratischen
                 System verdanken.
                 Leider stimmt Deine Aussage, daß es in den letzten 15 Jahren ständig Berg ab ging. Ich sehe das sehr wohl, auch wenn ich mich sehr oft und wie
                 jetzt seit 5 Jahren hier in TH aufhalte.

Zu Punkt 4, erneut meine absolute Zustimmung, D wird immer mehr von polit. Chaoten, unfähigen möchte gern Politikern, die meist nicht mal die
                 notwendige Schulbildung und über das fachliches Wissen verfügen, regiert.
                 Dazu kommt noch eingebildet, dumm, kein Rückrat, keinen Charakter. Wenn ich da sehe wie ein Bankkaufmann den Gesundheitsminister Posten
                 erhält, davon aber keine Ahnung hat, um nur ein Beispiel zu nennen, kann man nur den Kopf schütteln.
                 Oder ein weiteres Beispiel, wenn eine Frau als Verteidigungsminister tätig war, die ein Flugzeug von einem Rad nicht unterscheiden kann, da kann
                 nicht mehr lachen, das ist schon mehr als peinlich.
                 Oder ein terroristischer grüner Demonstrant, der mit Pflastersteinen, nach und gegen Polizisten warf, sogar mal Außenminister von D wurde, meint
                 man, man ist in einem Irrenhaus.

Zu Punkt 3, das ist ja gerade das Schlimme daran, daß unser System dem nicht Einhalt gebietet, und unsere Sozialleistungen und schwer verdienter Wohlstand
                einfach ausgenützt wird. Es wurde uns, keinem von uns allen etwas geschenkt, alle mußten dafür hart arbeiten.
                Und wenn man dann liest und hört, " ja die ehemals Russen Deutschen kehren zurück und es muß ihnen finanziell geholfen werden in ihrer alten
                Heimat wieder Fuß zu fassen. "
                Entschuldung für die vielleicht harten Worte von mir, " bei diesen " Rückkehrern ist bestenfalls nur der Schäferhund noch deutsch, und das in der 3.
                Generation, sonst nichts mehr.

                Genau so richtig, wie sich unsere Herren /Damen der Politik gerne mit fremden Federn schmücken, und sich dann in ihrer Großzügigkeit, eigentlich
                mit dem anvertauten Geldern der Bürger D, großtuerisch aalen.


Ja es ist schlimm geworden, und wenn die Politiker so weitermachen, dann schaffen sie das, was 2 schlimme Weltkriege nicht geschafft haben, uns klein und kaputt zu machen.

Aber angefangen hat das schon vor zig Jahren, mit der " APO ", den Grünen, den Linken, auch der SPD, und das Ergebnis ist, daß ihre jetzige " Brut " aufgegangen ist.

Ich habe mal versucht zu recherchieren und kam zu dem Ergebnis, daß das kleine Deutschland weltweit an 2. Stelle liegt, was Spendengelder und Hilfsorganisationen, in Länder von betroffenen Katastrophen, wie Hunger, Unwetter, Kriege, Verwüstung und Zerstörung, spendet.

Über Rußland und anderen osteuropäischen Völkern fand ich beschämenderweise im Netz gar nichts.
Obgleich etliche " Oligarchen ", sowie zig " Neureiche Russen " nur mit Hilfe des westlichen Regimes und deren Wirtschaftssystem. ihnen zu diesem Reichtum verhalf.

Auch mit die reichsten Länder der Welt, wie Vereinigte Arabische Emirate, Saudi Arabien, und weitere, weigerten sich ihre asylsuchenden " Moslembrüder " in  Ländern wie Syrien etc. aufzunehmen oder auch nur zu helfen.

Eine alte Weisheit kommt hier zum Tragen: Der brave, ehrliche und zurückhaltende Mensch, wird immer der Skrupellosigkeit der Anderen unterlegen sein.

Schlimm ist nur, wenn man als Deutscher etwas dagegen sagt und auch nur ansatzweise etwas national denkt, wird man gleich als " Brauner und Nazi " abgestempelt.

Derzeit sind viele Länder der Welt, wie USA, Frankreich, Rußland , China, und und und, mehr nationalistisch, als wir Deutschen es jemals waren.

Aber Gott sei Dank, in vielen Sachen sind wir noch nicht ganz abgeschrieben.


Gruß Sumi

 



 

Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: franzi am 13. April 2022, 00:44:56
Brisante Umfrage

Fast ein Drittel der Deutschen glaubt, in einer Scheindemokratie zu leben
. . .


https://www.focus.de/politik/deutschland/brisante-swr-studie-fast-ein-drittel-der-deutschen-glaubt-in-einer-scheindemokratie-zu-leben_id_82176352.html (https://www.focus.de/politik/deutschland/brisante-swr-studie-fast-ein-drittel-der-deutschen-glaubt-in-einer-scheindemokratie-zu-leben_id_82176352.html)

fr
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Kern am 13. April 2022, 01:44:39
Auch Franzi spricht einen Teil der jetzigen deutschen Verhältnisse an.

Dennoch: Sumi, nach Deinen weiteren Ausführungen ... nun viel, viel mehr:  ;}  [-]

---
Nachtrag
Bitte lasse das "lieber" in der Anrede. Wenn wir uns mal hoffentlich persönlich sehen, wirst Du mich verstehen.  :-)

Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: namtok am 13. April 2022, 02:58:12
"Scheindemokratie": So gab es vor einer Woche diese Meldung

Die neue CO₂-Steuer hat dazu geführt, dass Heizen teurer geworden ist. Bisher tragen Mieter die CO₂-Abgaben alleine. Die Bundesregierung hat nun aber ein Stufenmodell beschlossen, dass ab 2023 die Steuer zwischen Mieter und Vermieter aufteilt.

Anstatt die naheliegenste Lösung zu wählen, die CO2 Steuer komplett in die Tonne zu treten womit weder Mieter noch Vermieter belastet wären, meint eine von  14,8% gewählte Minderheitspartei das  durchdrücken zu können.
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Kern am 13. April 2022, 04:43:46
Die neue CO₂-Steuer hat dazu geführt, dass Heizen teurer geworden ist. Bisher tragen Mieter die CO₂-Abgaben alleine. Die Bundesregierung hat nun aber ein Stufenmodell beschlossen, dass ab 2023 die Steuer zwischen Mieter und Vermieter aufteilt.

Statt reell wirkliche Verbesserungen zu schaffen, verirren sich deutsche Politiker und Bürokraten in immer mehr enorm teure "Bürokratie-Monster", die sie selber weder überblicken, noch beherrschen können. Auch das ist gelebter Wahnsinn in Reinkultur!

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Quelle >> https://ratgeber.immowelt.de/a/co2-steuer-das-muessen-mieter-und-vermieter-wissen.html <<

Zitat
Die neue CO₂-Steuer hat dazu geführt, dass Heizen teurer geworden ist. Bisher tragen Mieter die CO₂-Abgaben alleine. Die Bundesregierung hat nun aber ein Stufenmodell beschlossen, dass ab 2023 die Steuer zwischen Mieter und Vermieter aufteilt.
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Stufenmodell: So soll die Steuer zwischen Mieter und Vermieter aufgeteilt werden
Derzeit tragen Mieter die Kosten für die  CO₂-Steuer noch allein. Ab 1. Januar 2023 soll es aber ein Zehn-Stufenmodell geben, das den Mieter entlasten soll: Je schlechter die Energiebilanz des Gebäudes ist, desto höher ist der vom Vermieter zu tragende Anteil an der Steuer.
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Bei Wohnungen mit einer besonders schlechten Energiebilanz sollen Vermieter 90 Prozent und Mieter zehn Prozent der CO₂-Kosten tragen. Der Grenzwert beträgt 52 Kilogramm CO₂-Ausstoß pro Quadratmeter pro Jahr. Mieter müssen nur noch in sehr gut gedämmten Wohngebäuden (KFW Effizienzhaus 55) die  CO₂-Abgabe alleine zahlen.
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(https://up.picr.de/43386983xe.jpg)


Wer soll das zu welchen Zeitpunkten kontrollieren? Gelten Herstellerangaben der Dämm-Stoffe, gelten die Angaben der montierenden Betriebe, im Winter offene Fenster, nasse Außenwände im Verdunstungs-Modus, usw. oder was? Oder fragwürdige Messungen von einem Heer von Messungs-Angestellten?
Was bewirkt dieser bürokratische Wahnsinn volkswirtschaftlich für Mehrkosten?
(Die Zeche zahlt sowieso immer der "Kleine".)

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U.a. war ich 16 Jahre als Verwalter von Mietwohnungen aktiv. Aber die sich ständig steigernde, wahnwitzige, völlig überbordende D-Bürokratie, weltfremde Gesetze/Verordnungen und der immer mehr raffgierige Staat haben mir einige Tätigkeiten mehr und mehr vergällt.

Nebenbei werde auch ich älter  :-) , habe ganz bewusst vieles abgestoßen, verdiene dadurch weniger, hab aber wieder mehr Lebensfreude gewonnen.  ;}
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 15. April 2022, 19:46:43

Der grüne Weg in den Dritten Weltkrieg

Die Karten liegen auf dem Tisch. Die USA wollen die feindliche Übernahme Rußlands.

(https://up.picr.de/43404836kw.jpg)

Ein Blick zurück ist sinnvoll. Er macht deutlich, wo der Startschuß zur heutigen Entwicklung, zu einem Krieg mitten unter uns erfolgte. Es war ziemlich unerwartet, als vor fast einem Jahr der neue US-Präsident Biden vom russischen Präsidenten Putin als einem „Killer“ sprach. Bis zu diesem Interview war die Welt von einem unmittelbar bevorstehenden Waffengang zwischen China und dem Westen über Taiwan, die Uiguren oder was auch immer ausgegangen. Mit dem Killer-Interview wurden die Schalter herumgelegt.

Klaus von Dohnanyi* erweckte in einer ZDF-Illner-Runde vor wenigen Wochen den Eindruck, die Nato habe auf der Ebene der Staats-und Regierungschefs am 14. Juni 2021 den einstimmigen Beschluß gefaßt, die Ukraine in die Nato zu holen. Jeder wußte, worin die Substanz des Nato-Beschlusses von Bukarest 2008 auf Bertreiben von Frankreich und Deutschland in dieser Angelegenheit bestand. Die Ukraine sollte nicht zum Grundstein einer neuen Konfrontation zwischen dem Westen und Moskau werden. Stattdessen sollte eine neue Sicherheitsarchitektur  in Europa geschaffen werden. Auf so etwas pfiffen die Amerikaner.

Sie blieben bei ihrer seit 1917 umgesetzten politischen Linie, den europäischen Kontinent nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Dafür wurde zunächst Deutschland über den Ersten Weltkrieg und Versailles zurechtgestutzt. Was davon übrig geblieben war, wurde mittels Adolf Hitler gegen die Sowjetunion derart instrumentalisiert, daß bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990 die aus dem Zweiten Weltkrieg resultierenden Kriegsschäden in der Sowjetunion nicht behoben worden waren.

Noch war das heutige Rußland im vergangenen Jahr beim Besuch der US-Unterstaatssekretärin, Frau Nuland, Anfang Oktober 2021, in Moskau auf seine Eigenständigkeit und Sicherheit erpicht. Für die USA war und blieb das das größte anzunehmende Manko aus der Politik seit 1917. Das mußte beseitigt werden, wie auch die trotz zweier Weltkriegen fruchtbare ökonomische Zusammensrbeit zwischen dem heutigen Rußland und dem heutigen Deutschland. Zwar liegt der Kriegsbeginn in der Ukraine mit dem massiven Angriff ukrainischer Streitkräfte auf die „Minsker-Gebiete“ Luganzk und Donezk mit dem 17. Februar 2022 schon schreckliche und mörderische  Wochen zurück. Aber über die auf Betreiben der USA verhängten Sanktionen ist gleichsam als erstes Kriegsziel im Ringen mit Rußland von der erfolgreichen ökonomischen Zusammenarbeit zwischen Rußland und der EU, darunter Frankreich und Deutschland, kaum noch etwas übriggeblieben. Der Rest wird derart unter Stimmungsbeschuß genommen, wie wir Deutschen es -historisch gesehen- erstmals in dem Propagandafeuer gegen Kaiser Wilhelm II erleben durften.

Seit der betrügerischen Aufnahme von Wilsons „vierzehn Punkten“ in den Waffenstillstandsvertrag aus dem November 1918 bestimmt ein Satz diese Form von  Politik: Es gilt das gebrochene Wort. Es ist wie mit der Nato-Osterweiterung

Mit dem ukrainischen Angriff gegen Luganzk und Donezk war jedermann klar, daß damit die Selenski -Linie zwecks Rückeroberung von Donezk und Luganzk und der Krim umgesetzt werden sollte. Damit sollten die Bestimmungen des Nato-Vertrages hinfällig werden, nachdem kein Staat in die Nato aufgenommen werden soll, der Grenzprobleme mit anderen und damit ungelöste Grenzfragen aufweist. Wenige Tage nach dem 17. Februar 2022 erfolgte der Einmarsch der russischen Streiträfte in die Ukraine, 33 Jahre nach dem Nato-Angriffskrieg gegen Jugoslawien, den das amerikanische Außenministerium auf der Konferenz von Bratislawa im Frühjahr 2000 völkerechtlich und historisch eingeordnet hatte.

Die westliche Reaktion auf den russischen Einmarsch gab die gesamte Bandbreite der westlichen Politik gegenüber oder im Zusammenhang mit der der Ukraine zugedachten Rolle wieder. Die Menschen der Ukraine müssen erleben, daß aus geostrategischen Gründen ihr Land in Stücke geschossen wird, um die am Anfang genannten Aspekte auf amerikanischer und russischer Seite entschieden zu sehen. Das auf Betreiben vor allem der politischen „Grünen“ in Europa  gleichgeschaltete EU-Europa will die Entscheidung auf dem Schlachtfeld, wie es die EU-Kommission manifestiert. Von Friedensbemühungen keine Spur, dafür ist man viel zu sehr Partei geworden. Es herrscht eine Stimmung in EU-Europa, die vor keine Dämonisierung zurückweicht.

Sehenden Auges werden Waffen geliefert, bei denen es nicht mehr von einem selbst abhängt, ob die Türschwelle zum Dritten Weltkrieg überschritten ist. Es sind nicht die Knobelbecher sondern die Stöckelschuhe, die diesmal den Weg ins Verderben auf das Pflaster schlagen.
von Willy Wimmer
Staatssekretär im deutschen Verteidigungsministerium a.D. und Ex-Vizepräsident der OSZE

Quelle:
https://seniora.org/politik-wirtschaft/der-gruene-weg-in-den-dritten-weltkrieg
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 17. April 2022, 20:15:53

Ich war ja nun zwei Monate in Deutschland. Da läuft die Desinformation in jeder Hinsicht auf allen Medien (Radio, TV, Internet, Zeitungen). Hab nach 15 Jahren Abstinenz mal reingehoert; man wird von vorne und hinten manipuliert. Aber das soll nicht das Thema sein.

Ostern ist ja auch ein wichtiger Termin für die Friedensbewegung. Zu BLM-Demos gehen Tausende, wenns um  Frieden geht kannste die Teilnehmer an ein paar Händen abzählen.

Viel Vorgeschreibe, hier ein Beitrag zum Koelner Ostermarsch:

Kölner Ostermarsch: Frieden mit Russland – keine Waffenlieferungen in die Ukraine

Auch in diesem Jahr fanden in Deutschland die traditionellen Ostermärsche der Friedensbewegungen statt. In Köln stand der Krieg in der Ukraine im Mittelpunkt. Die Teilnehmer skandierten: "Abrüsten statt Aufrüsten!", "Frieden mit Russland und China!" und "Raus aus der NATO!"

Hier komplett:

https://de.rt.com/inland/136366-frieden-mit-russland-keine-waffenlieferungen/
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: schiene am 21. April 2022, 22:16:11
Wahre Worte  Frank,wir sehen uns im Juni in Dresden ;}
https://fb.watch/cxbzrPFMR1/ (https://fb.watch/cxbzrPFMR1/)
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 27. April 2022, 18:43:50

Lesenswert, bis zur letzten Zeile  ;}

"Frieden schaffen ohne Waffen?

(https://i.ibb.co/QMb8gPX/boy-g20132bf16-1920.webp) (https://ibb.co/m4Dvj9S)

Fröhlich folgt der weißen Fahne… (Symbolbild:Imago)


Die Idee zu diesem Beitrag kam aus dem Internet. Dort ist ein Karte zu finden mit dem Titel: „Would you fight for your own country?” Die zugehörige internationale Umfrage stammt von 2015 und wurde von Gallup durchgeführt. Der Link dazu findet sich am Ende dieses Artikels; aus pädagogischen Gründen sollte er aber erst nach dem Lesen dieser Zeilen angeklickt werden. Die Umfrageliste eignet sich hervorragend für ein Ratespiel im Freundeskreis (sofern es diesen nach Corona noch geben sollte). Zur Einstimmung ins Thema empfiehlt sich die eingangs zitierte Frage, „würdest du für dein Land kämpfen?”. In den 64 Ländern, die von Gallup befragt wurden, bewegen sich hier die positiven Antworten zwischen 94 Prozent bis 11 Prozent. Ich nenne nachfolgend vier Länder, jeweils eines aus den Zustimmungsgruppen 11-25 Prozent, 25-50 Prozent, 50-75 Prozent und schließlich 75-94 Prozent. Wer diese vier Länder richtig einsortiert, der kann bei mir eine Flasche Rotwein trinken kommen: a) Vietnam, b) Finnland, c) USA und d) Japan."

Hier gehts weiter:
https://ansage.org/frieden-schaffen-ohne-waffen/
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Bruno99 am 07. Mai 2022, 08:38:25
Seit einige Journalisten und Blogger wegen Zensur auf alternative Plattformen umgestiegen sind, scheuten die MM keine Muehe, diese Plattformen als Verbreiter von Verschwoerungstheorien, Treffpunkt von Querdenker und Schwurblern, Nazis und Rassisten abzutun, bestes Beispiel ist wohl die Plattform Telegram

Wie passt es aber in dieses geschaffene Medien-Zerrbild, dass ausgerechent Zelenskiy und Vitaly Klitschko diese Plattform fuer Kommunikation verwenden?

https://t.me/vitaliy_klitschko/224

https://t.me/V_Zelenskiy_official/733

Koennte es sein, dass deswegen Telegram in den ueblichen Medien nicht mehr diesselbe negative Beachtung findet wie vorher... was ist nur aus dem Gesinnungsjournalismus geworden  ???
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 19. Mai 2022, 18:58:24

Heute mal was zum Schauen und Hoeren:

BAERBOCK verliert die Nerven: „Ständer, shit, PUTTI"!

https://youtu.be/J6lLXRhSAFI

 :}
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: Lung Tom am 24. Mai 2022, 17:01:19


"Marc Faber: "JETZT kommen harte Zeiten auf uns zu!"

Marc Faber ist als Börsenguru und Buchautor bekannt und bei seinen Aussagen über die Strategie der Federal Reserve Bank bekommt man Gänsehaut. Wie steht es denn nun um den US-Dollar oder um es auf uns zu beziehen, wie steht es um Deutschland?

Gibt es andere Länder, in denen die Lebensqualität besser ist? Können wir selbst etwas gegen die bevorstehenden Auswirkungen der Krise tun oder müssen wir uns voll und ganz auf die Politik verlassen?

In diesem Interview sprechen wir über die Qualität der Finanzwelt und wohin dieser Krieg, den wir aktuell sehen, uns noch bringen wird. Marc Faber lässt uns seine Erfahrungen als Lehre mitnehmen und erklärt uns, warum die deutsche Politik uns alle und ganz Europa in den Ruin treiben könnte."

https://youtu.be/9G-C4g5FPwI

Quelle:
https://www.goldseiten.de/videothek/video.php?cid=1&lid=2068
Titel: Re: Gedanke(n) zur Zeit
Beitrag von: schiene am 25. Mai 2022, 20:04:43
(https://up.picr.de/43676698ka.jpg)