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Hochwertige Edelsteine

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Sumi:
@jock

Muss einen Fehler der sich eingeschlichen hat berichtigen.
Der Schmuckstein " Peridot ", der auf Teneriffa/Lanzarote gefunden wird, wird wie von mir aufgeführt, wird nicht als " Chystabolith " sondern als  " Chrysolith " bezeichnet, man kennt diesen auch unter den Namen " Olivin ".
Bitte dies zu entschuldigen.
 
Komme nun zu Deinen anderen Fragen.

Es ist absolut richtig, die physikalischen Eigenschaften eines " nat. Diamanten " und eines synth. Diamanten sind absolut identisch.
Der nat. Diamant entstand im Laufe von Jahrmillonen, der synth. in wenigen Tagen oder Stunden im Labor.

Seit 1955 ist man in der Lage synth. Diamanten in der Größenordnung von 1 mm künstl. herzustellen.
Das gelang einem Augsburger Unternehmen, die mittels einer Hochdruck.- und Hochtemparaturpresse, ( bei ca. 60 tsd bar und über 1.500 Grad Celsius ) diese herstellen konnten.

Erst vor ca. gut 30 Jahren entwickelten russ. Wissenschaftler ein Verfahren, basierend auf dem Prinzip und den Erkenntnissen des Deutschen Unternehmens, das verbessert wurde, es ermöglichte jetzt auch Diamanten ab 1 ct  ( 6,5 mm im Durchmesser ) und größer herzustellen.
Die Russische Führung versprach zwar, diese nicht auf dem Schmuckmarkt einzuschleusen und anzubieten, um einen Preisverfall entgegenzuwirken sowie Anlagekunden nicht zu verunsichern. Naja

Im letzten Jahrzehnt gelang es dann in einem weiteren verbesserten Verfahren, basierend auf den Vorkenntnissen, aber nahezu ähnlichen Verfahren, Wissenschaftler in Amerika, Diamanten in fast jeder Größe herzustellen.
Auch hier wurde der Grundsatz eingehalten mit der Zusage, diese nicht auf dem Schmuckmarkt anzubieten.

Leider hielt dieses Versprechen nicht lange, es wurden gerade auf diesen Markt eingeführt, mußten aber mit dem Passus als " synth. Diamanten " bezeichnet zu werden, und damit festgelegt.


Die nächste Frage von Dir, " wie kann der Fachmann einen Unterschied von synth, und nat. Diamanten feststellen und erkennen.

Der normale Juwelier od. Goldschmied gar nicht mehr, nur in ganz ganz wenigen Ausnahmen.
Gemmologen, ( Edelsteinsachverständige ), und Diamantgutachter, nur bedingt, Voraussetzung sie haben die jährlichen Auffrischungskurse an einem Gemmologischen Institut absolviert, besitzen ständige Übung und Umgang mit Diamanten, und verfügen über ein Gemmologisches Labor.

Leider ist auch dieses im Laufe der letzten Jahre immer komplizierter und schwieriger geworden.
Fast Keiner dieser Herren traut sich mehr eine verbindliche Aussage zu tätigen, da er mit seiner Unterschrift dafür haftet, das ist den Meisten zu riskant.
Diejenigen, die es sich noch zutrauen auf Grund ihrer Erfahrung, Wissen und Können, sowie den Anforderungen entsprechen mit  eigenen Labor etc., die kann man an den Händen abzählen.

Ja, wie erkennt der Fachmann einen Unterschied.

Unter dem Edelsteinmikroskop, erkennt er natürliche Einschlüsse. Synthetische Einschlüsse können aber auch extra bei der Herstellung bewußt eingefügt worden sein, also Vorsicht, um den " Beweis " vorzutäuschen, es handele  sich hierbei um einen natürlich entstandenen Diamanten.

Der Gemmologe muß also wissen und entscheiden können dies ist ein natürlicher, respektiver synthetischer Einschluß.
Hier ist seine Erfahrung über Jahrzehnte gefragt. Abertausenden Einschlüsse muß er schon mal gesehen haben, wissen und zuordnen können, das geht nicht in einem Schnellkurs von einigen Wochen, dazu benötigt man Jahre wenn nicht sogar Jahrzehnte.

Er sucht diese Einschlüsse also, und findet dann Merkmale eines synth. Einschlusses bei dem Diamanten,
Das sind im Regelfall winzigste Graphitkügelchen, die bei der synth. Herstellung benötigt werden und übrigbleiben, oder bei einem Auf,- und/od. Abblendlichtes seines Edelsteinmikroskopes erkennt er feinste nebelartige Schleier, ( Rückstände von Stickstoffatomen ), oder weitere Symptome.
Diese zu finden, sehen, erkennen etc. kann Stunden in Anspruch nehmen, und müssen dann von ihm auch noch richtig gedeutet werden.
Also es ist wirklich nicht einfach.
Und wenn der Fachmann bei einer Vergrößerung vom 80 bis 100 fachen seines Mikroskopes keine Einschlüsse findet, dann ist Alarm hoch 10 angesagt, wenn Du weißt was damit gemeint ist.
Es gibt nur 2 Möglichkeiten, entweder der Dia ist extrem selten und dadurch immens teuer, od. Du kannst murmeln damit spielen, und den Kindern schenken.

Deshalb machen sich auch viele Gemmologen diese Mühe gar nicht mehr, und schicken den od. die zu bewertenden Diamanten an das Gemmologische Institut in Idar . Oberstein, od besser zu GIA,( Gemmologikal Institut of Amerika ), es ist das weltweit bekannteste zuverlässigte Institut dieser Art.
Die haben natürlich Rasterelektronenmikroskop, Röntgendiffraktometer, Spektralanalysegerät und einiges mehr, können das noch zu 100 % eindeutig feststellen.
Der Normale Fachmann kann sich diese Geräte vermutlich nicht leisten.
Aber das kostet natürlich seinen Preis, ist nicht billig, da die Laborgeräte einige Millionen kosten.

Die üblichen kleineren gemmologischen Geräte reichen hier meist nicht mehr aus bei hochwertigen Synthesen.

Und das von Dir erwähnte Schwarzlicht, vergess es ganz schnell.
Denn nicht jeder Diamant fluorisziert so wie vermeintlich angenommen, und einige wiederum fluoriszieren ( es sind zwar Ausnahmen ), sind aber natürliche Diamanten, damit sehr begehrt und teuer.

Genau wie die Wärmeleitfähigkeitsmessung, durch die man echte Diamanten von synth. Diamanten erkennen soll. ( nicht mal zu 95 % sicher, denn Moissanite, ( künstl. synth. Nachbildungen zeigen gleiche Werte ), genau wie das normale Spektroskop ist genauso unsicher.
Oder läßt Du es bei möglichen 5 % Fehldaten darauf ankommen, wenn es um hunderttausende von Euros geht, viel Glück.

Ich könnte noch einige Erklärungen dazu abgeben wie der Fachmann nat. od. synth. Diamanten erkennen kann, das führt aber tief in die zu benötigenden Kenntnisse der Gemmologie ein und sprengt den Rahmen hier.

Also, es ist nicht einfach, aber der geübte Fachmann könnte schon erkennen was echt od. unecht ist, unter den hier aufgeführten, geforderten Bestimmungen.
Die einfache Lupe, reicht dazu aber nicht mehr aus, geschweige denn das menschliche Auge.
Für eine Qualitätsbestimmung schon, wenn feststeht, daß der Dia echt ist.

Zu Deiner letzten Frage, wie läuft das ab.

Wenn man die Absicht hat einen Diamantring od. Diamantschmuck zu kaufen, geht man in ein seriöses Geschäft, das bekannt ist und schon langjährig besteht,.
Also nicht unbedingt zu Ismail, od. Hassan die erst vor 3 Monaten ein Geschäft um die Ecke in der Stadt eröffneten.
Im Regelfall erhält man dann nach einen Kauf eine Rechnung und meist ab 500,-- € ein Zertifikat dazu.
Ist es ein hochwertiges Schmuckstück, damit meine ich 10 Teuro und mehr, wird der Juwelier od. Goldschmied eh meist ein namhaftes Zertifikat von IGI od. GIA von sich aus dabei führen.
Wenn nicht, kann dies vom Kunden verlangt werden, gegen einen geringen Aufpreis. Der Verkäufer hat nat. mehr Arbeit damit, aber im Hinblick und Aussicht auf ein gutes Geschäft wird er es bestimmt verstehen und akzeptieren.

Man sollte schon darauf bestehen, um nicht ein Gefälligkeitsgutachten od. sonstigen Wisch zu erhalten.
Sämtliche Daten sollten eindeutig beschrieben und gekennzeichnet, sowie aufgeführt sein.

Das ist nicht nur bei wertvollen Goldschmuck so. sondern gilt erst recht bei Diamanten, ab o,25 ct mit guter Qualität, oder erst recht bei Anlagediamanten.

So hat man einen Nachweis darüber, wie, wann und wo, vor Allem mit welchem Gutachten man das gute Stück zu welchen Preis und Qualität man erhalten und gekauft hat.
Meist ist man damit immer auf der richtigen Seite. Auch gegenüber einen möglichen Versicherungsfall wie Diebstahl, Verlust, od. Brand etc.


Hoffe, Dir ist beim Lesen nicht langweilig geworden, habe mein Bestes versucht Dir alles etwas näher zu bringen, und hoffe Du kannst etwas damit anfangen.

Gruß ... Sumi ...






Zu der nächsten Frage, ein Gutachten eines weltweitbekannten Institutes.

Natürlich kann man alles fälschen, nichts ist sicher.

Aber mit einem Gutachten z.Bsp. von GIA od. IGI, das sind eigentlich die weltweit angesehensten und bekanntesten, erhältst Du mit dem Zertifikat, Expertise od. Wertgutachten eine Nummer. Diese Nummer ist auf der Rundiste des Diamanten mittels Laser eingraviert.

Des Weiteren erhältst Du auch bei Nachfragen eine Kopie des Analyseblattes des gekauften, sprich des zu bewertenden Diamanten.
Auf diesen Blatt ist genau detailliert aufgeführt, wie bei der Überprüfung/ Bewertung, mit welchen Geräten und wie geprüft wurde.

Also so ein Zertifikat, Gutachten od. Expertise von einem bekannten Institut hat schon Gewicht, denn sie haften auch dafür als Aussteller.

Du würdest bestimmt auch nicht einen preislich hochwertigen Diamanten im Bazar od. zwielichtigen Geschäft kaufen.


 





 


jock:
Guten Morgen,lieber Kollege @Sumi !

Um an deinen letzten Satz anzuschliessen - doch,doch,ich kaufte einen Diamant-
ring fuer meine Frau an einer fragwuerdigen Stelle.

Das war in Bangkok in einem Einkaufszentrum,wo es viele "Juweliere" gab.

Und damit verstehst du auch meinen Satz in der ersten Antwort,wo ich empfahl,
ein derart erstandenes Kleinod,niemals zu verkaufen.

(Kein Kaufmann wird,ohne Not,einen buchhalterischen Verlust realisieren wollen).

Wie du auch schon angedeutet hast,ersteht man Diamanten und Diamantge -
schmeide,aus zwei Gruenden.

Aus emotionalen Gruenden ( Verlobung,Heirat,Geburt oder Dahinscheiden des Erb-
onkels)

oder als Wertanlage.

Angeschafft,als Wertanlage,braucht man viel Zeit und ruhige aeussere Verhaeltnisse.
Denn es nuetzt ein noch so gediegenes Zertifikat nichts,wenn in (Nachkriegszeiten)
der Bauer das halbe Schwein nur dann hergibt,wenn er dafuer den Diamantring be-
kommt,der vielleicht ein 10 - oder 100 faches wert ist.

(Frag mal den @Rampo,ob er seine Speisekammer oeffnen wuerde,wenn du nur den
realen Wert fuer seine Raeuchersachen anbietest.)

Aber um auf dein Metier zurueckzukommen.

Als vollkommener Laie frage ich mich,wie der Fachmann seinen Diamanten zum
Zertifikator in USA bringt ?

Per Post,als Muster ohne Wert ? oder gibt es da andere Moeglichkeiten,damit die
Sendung nicht irgendwo am Hin-und Rueckweg verschwindet.

Betreffend des Cut,waere die Frage,inwieweit ein geschliffener Diamant von heute
sich wertmaessig abhebt von einem Diamanten,der im 17.Jhd. geschliffen wurde.

Koennte mir vorstellen,dass der Schleifprozess heute um Eckhaeuser praeziser ist als
der Schliff von vor Jahrhunderten.
Ich weiss schon,als antikes Dekollete oder Diadem,wird anders bewertet,aber der Stein,herausgebrochen aus dem Ensemble,wird wohl an Wert verlieren,alleine durch
den unsauberen Cut.

Ist die Ueberlegung richtig ?

Sind nicht Antwerpen und Tel Aviv die Hochburgen der Diamantschleifer und sind die
nicht fest in juedischer Hand ?

Hat man da als deutscher Fachmann ueberhaupt Zugang,um z.B. die Diamantschleif-
erei zu erlernen ?

Antworten eilen absolut nicht,nur wenn du Zeit findest,wuerde ich mich freuen.

Jock









Kern:
Hallo Sumi

Stellvertretend für den ab und zu "zupfenden" Jock schreibe ich:
Danke für diese gut verständlichen, fachmännischen Erläuterungen!  {*   ;}   {*

Schmizzkazze:
Da will ich @Kern mal kräftig unterstützen!

Sumi:
@Kern u. Schmizzkazze

Danke für die Komplimente, freue mich, wenn das doch komplizierte, umfangreiche Thema gut angekommen und verstanden wurde.

Und User Jock, meint es bestimmt nicht immer so, nicht erwähnenswert, es wird nie so heiß gegessen wie gekocht.

@jock

Mit Deinen erwähnten Gründen Schmuck od. Diamanten zu erwerben, liegst Du absolut richtig.
Gerade erst recht bei Diamanten und hochwertigen Schmuck, als evt. Wertanlage, ist Information und Zeit sehr wichtig.

Wobei wie bei allen spekulativen Objekten hängt eine 100 % ige Wertsteiguerung, wenn überhaupt, von verschiedenen Faktoren ab.

Deshalb sollte man das Ganze immer über einen längeren Zeitraum einplanen.
Mein Tip, mehr als Kapitalabsicherung sehen.

Wie bringt also der Käufer od. Kunde nun seinen erworbenen Diamanten od. Schmuckstück zu diesem GIA.

Zuerst, es genügt auch das Gutachten von der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft mit Sitz in Idar. Oberstein.
Sie erstellen ein Gutachten unter der Bezeichnung IGI ( Internationales Gemmologisches Institut ). Es ist als die Nr. 2 weltweit bekannt und anerkannt.
Entweder sendet deine Preziosen der Verkäufer an dieses Institut, od. Du machst es.
Wobei es besser ist, der Verkäufer regelt das, da er meist eine spez. Spedition, oder Kurierdienstanbieter schon kennt und Erfahrung damit hat.
Diese Sendung ist speziell extra abgesichert und versichert.
Mit der normalen Post würde ich es nicht empfehlen, auch nicht als Einschreiben od. Wert.

Wenn man unbedingt, was manchmal ja vorkommt ganz sicher sein will, sendet man es zu GIA, respektive der Verkäufer.
Es gibt hier in Deutschland Zweigstellen von GIA, man muß also nicht nach USA senden.


Die nächste Frage betrifft den Schliff ( Cut )

Dieses Qualitätskriterium hat in den letzten 10 - 15 Jahren extrem an Bedeutung zugenommen.
Warum, weil nur durch einen exakten Schliff ( hierzu zählen Symmetrie, Proportionen und Finished, sowie die Endpolitur ) man einen unansehnlichen Rohdiamanten erst zu diesen begehrten Glanz und Feuer, allgemein bekannt unter Brillanz, verhilft.

Früher vor etlichen Jahren, teilweise auch heute noch in Indien, schleifen angelernte " Schleifer ", das können auch Kinder sein, mit primitivsten Schleifscheiben Edelsteine und Diamanten, per Augenmaß
Ein Grund mit dafür war, der " Schleifer " wurde nach Fertigstellung seines Diamanten nach Gewicht bezahlt.
Die Folge war, alle Steine wurden dann so geschliffen, daß der Boden, das Unterteil also etwas höher bzw. tiefer geschliffen wurde.
Der Stein besaß dadurch etwas mehr Gewicht, was sich in seiner Bezahlung positiv auswirkte.

Durch spätere, heutige  Berechnungen erkannte man aber, daß  durch einen exakten Schliff, gerade das Verhältnis Unterteil zum Oberteil, sowie exaktes Aufeinanderstoßen der Kanten und Facetten, bei einem Diamanten erst dies das begehrte " Feuer erzeugt.

Dabei steht der Brillantschliff mit insgesamt 57 Facetten an 1. Stelle.
Mathematische Berechnungen führten in der Neuzeit zu dieser Erkenntnis.

Alte Schliffe, wie der Rosenschliff, Achtkantschliff od. andere alte Schliffarten, besitzen nicht so viele Facetten, sind asymmetrisch, haben ein unproportionales Verhältnis, eine schlechte Politur ( man sieht sog. Rattermarken unter der Lupe ), alles Kriterien die die Brillanz beeinträchtigen und dadurch im Preis nicht annähernd so wertvoll wie ein Diamant, der heutzutage geschliffen wurde.

Das heißt also, ein qualitativ perfekter Diamant, beste Reinheit, beste Farbe, kann nicht so brillieren, wenn der Schliff diesen Schleifkriterien nicht entspricht.
Ein nicht so qualitativer Diamant mit mittelmäßiger Reinheit und Farbe, kann bei einem exakten Schliff ein wesentlich besseres " Feuer " dadurch zeigen als ein schlecht geschliffener lupenreiner Diamant.

Also es ist absolut korrekt Deine Annahme, daß alte Diamanten, durch ihre primitiveren Schliffe einen wesentlichen geringeren Wert besitzen als Diamanten die in Antwerpen, Israel  od. Belgien heutzutage geschliffen werden.

Ein preisliches Beispiel, ein 1 Karäter Diamant Altschliff, beste Qualität kostet in etwa 4.000.-- bis 7.000,-- €.
Ein Diamant heutzutage mit bester Qualität, auch der Schliff, liegt bei ca. 28.000,-- bis 35.000,-- €.

Das ist schon ein enormer Unterschied.

Aber wie Du richtig vermutest, ein antikes Collier, Diadem od. Ring kpl. im Ganzen belassen besitzt andere Wertekriterien.
Hier spielt, der Vorbesitzer, die Herkunft, der Seltenheitswert, Raritätswert, und Sammlerwert sowie historische Wert, eine primäre Bedeutung.

Hier trifft Deine Überlegung 100 % ig zu.

Ebenso ist Deine Aussage zu den wichtigsten Schleifereien der Welt mit Israel, Belgien und Niederlande absolut richtig.
Zwar versucht Indien in den letzten Jahren sein schlechtes " Image " auf diesem Gebiet zu verbessern, genauso wie einige afrikanische und südamerikanische Länder, auch Kanada, aufzumöbeln, aber wir werden es in Zukunft sehen.


Deine letzte Frage, haben Deutsche überhaupt Zugang, den Beruf des Diamantschleifers zu erlernen.

Aber sicher doch, in Idar - Oberstein befindet sich mit eines der bedeutensten Zentren der Welt für Farbedelsteine, in Bezug auf Herstellung, Verarbeitung und Schleifereien, ebenso Handel.

Man kann also den Beruf eines Edelstein,- od. Diamantschleifers erlernen.

Um beim Handel mit Diamanten ( EK - VK ) im großen Stil mitspielen zu können, da wird es kompliziert.

Ein Gremium, bestehend aus den wichtigsten Diamanthändlern, meist mit Sitz in Antwerpen, bieten Geschäftsinhabern in dieser Branche sog. Lots , in versch. Preislagen und Mengen an.
Ist man in diesem Kreis, kann man sehr günstig Diamanten einkaufen.

Der Haken dabei ist, man muß, wie auch mir schon angeboten wurde, ungesehen ein Lot ( Diamanten in versch. Größen und Qualitäten sowie Menge ) ungesehen bei diesen Herren kaufen.
Der Mindestbetrag war damals 200.000,-- €, das kleinste Lot pro Monat.
Ist man 1 Monat in Verzug mit Bestellung od. Einkauf, wird man aus diesem erlesenen Kreis auf immer und ewig ausgeschlossen.

Das war mir dann doch als normal Geschäftsbetreiber etwas zu viel.

Zum Schluß eine etwas witzige, vielleicht aber gar nicht so falsche Aussage eines finanziell betuchteren Herren.

" Geld allein macht nicht glücklich,-------- es gehören noch Gold, Diamanten und Edelsteine dazu."

Gruß...Sumi...
 

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