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Thailand-Foren der TIP Zeitung => Technisches zu Computern und Internet => Thema gestartet von: dbunkerd am 26. August 2014, 17:47:09

Titel: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: dbunkerd am 26. August 2014, 17:47:09
In einem anderen Thread (http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=16586.msg1141660#msg1141660) wird längst über etwas debattiert, was mit dem Thema dieses Threads nichts mehr zu tun hat. Deswegen mache ich jetzt einen eigenen auf. Hier kann trefflich weiter über alternative Wirtschaftsformen gesprochen werden.

Da Bitcoins etwas mit Informatik zu tun haben, habe ich vor ein paar Jahren damit begonnen, mich mit Fragen der Wirtschaft, Währungsfragen usw. zu beschäftigen. Vorher hat mich das alles nie sonderlich interessiert, war mir zu trocken.

Also... Geld funktioniert nur, wenn die Geldmenge begrenzt ist und somit jeder bemüht ist, es zu bekommen. Idealerweise dadurch, dass er durch Arbeit etwas zur Volkswirtschaft beiträgt und dafür bezahlt wird. Dann hat er Geld womit er anderen etwas abkaufen kann, was er selbst braucht. Ist die Geldmenge nicht system-immanent begrenzt, ist das Geld wertlos, weil jeder welches "machen" könnte. Es ist zwar verboten, Euros zu drucken, aber Banken erschaffen Geld aus dem Nichts. Wer's nicht glaubt, dem belege ich das gerne.

Bitcoins existieren nur virtuell. Sie werden durch das Lösen sehr komplizierter mathematischer Aufgaben "erzeugt". Aufgaben, die nur sehr schnelle Chips lösen können, in der Regel sind das heute Grafikkarten-Chips. Auch ist sichergestellt, dass es erstens immer länger dauert bis neue Bitcoins gefunden sind und zweitens die maximale Anzahl begrenzt ist. Da man Bitcoins nur elektronisch verwenden kann, ist die Stückelung egal. Wenn etwas 0,0000032 Bitcoin kostet, dann kann man mit diesen Werten leicht umgehen.

Bitcoins haben auch einige Nachteile, auf die ich gerne zu sprechen komme, aber später. Mir war nur wichtig, dass der Thread erstmal da ist.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 26. August 2014, 18:56:01
Damit wir etwas mehr Futter in diesen Thread bekommen, und nicht gleich den einen oder anderen verstören, ein kurzer und sehr einseitiger  Abriss aus der Geschichte der Banken.

Als das Geld noch Gold war, bemerkte man ganz schnell, dass ein steigendes Handelsvolumen auch eine größere Geldmenge erforderte. Goldenes Geld konnte das nicht, also sann man auf Abhilfe.

Neudeutsch heißt das, die in einer Volkswirtschaft erforderliche Geldmenge ist nie konstant sondern vor allem konjunkturabhängig. Aber es gilt auch, je weiter die Arbeitsteilung fortschreitet, umso mehr Transaktionen sind erforderlich, Transaktionen, die finanziert werden müssen. Früher sprach man dann von einem blühenden Handel.

Die Finanzierung erfolgt damals wie heute über Geldschöpfung. Geldschöpfung aber funktioniert nur dann ohne schädliche Nebenwirkungen, wenn geschöpftes Geld  wieder vernichtet wird. Das geht leider nur so, indem Kredite getilgt werden. Gerade letzteres scheint mir heute ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein.

Ich habe meine Darstellung bewusst auf die Zeiten beschränkt, als Geld noch Gold war. Oder besser, Zeiten, in denen die meisten glaubten, Geld sei Gold.

Banken sind in etwa zeitgleich mit der Erfindung des Geldes entstanden. In der Literatur wird als wohl ältestes Institut der Tempel von Uruk genannt, der so 3300 vor Christus Bankgeschäfte betrieb und das Britische Museum zeigt voller Stolz Tontafeln der Bank Söhne des Egibi aus der Zeit der Assyrer.

Damals war bares Geld aus Edelmetallen geprägt jedoch damals wie heute  war der Transport dieser Metalle sehr gefährlich.

Also stellte die Filiale der Bank Söhne des Egibi in Assur gebrannte Tontafeln aus, die die Filiale dieser Bank in Babylon einlöste. Da der Handel in beide Richtungen lief, kauften die Händler in Babylon Tontafeln dieser Bank, um sie dann in Assur einlösen. Das Interessante daran,  Egibi und Söhne merkten, dass sie für ihr Tagesgeschäft viel weniger Gold benötigten, als sie für ihre Tontafeln erhalten haben. Vielleicht hatten die damals schon die Idee, das für ihr Tagesgeschäft nicht benötigte Gold gewinnbringend zu verleihen. Aber darüber haben wir keine Berichte.
 
Berichte haben wir aus dem alten Griechenland.

Dort gab es Banker, die gegen ein Entgelt Edelmetelle in Verwahrung nahmen. Eigentlich war es ihnen verboten, mit diesem Vermögen eigene Geschäfte zu betreiben, aber auffallen tat das nur wenn der Banker pleiteging und außerdem waren die Banker hoch angesehene Leute, die so viel öffentliches Vertrauen genossen, dass ihnen die Menschen ihr Geld anvertrauten.

Und die Versuchung war natürlich riesengroß, sehr riskante Geschäfte zu finanzieren. Der Gewinn blieb ihnen und die Einleger trugen das finanzielle Risiko.

Natürlich merkten die damals Regierenden, dass diese Banker die erstaunliche Fähigkeit besaßen, Geld aus dem Nichts zu schaffen, indem sie einfach ihnen anvertrautes Geld ausliehen und dabei auch noch reich wurden. So gründeten dann auch die Ptolemäer in Ägypten die erste staatliche Bank. Es bedarf keiner besonderen Erwähnung, dass auch die ihnen zur Aufbewahrung gegebenes Geld für eigene Geschäfte (mis) brauchte.

Aber die damals Regierenden entdeckten auch, dass die merkwürdige Fähigkeit der Banker, Geld aus dem Nichts zu schaffen, eine ergiebige Quelle der alternativen Staatsfinanzierung ist.

So musste die einstmals berühmte Bank der Fugger ihre Schalter schließen, als die Krone ihre Zahlungen einstellte.

Das ging dann so weit, dass in Zeiten der Not die Edelmetalle der Bank beschlagnahmt wurden und sie als Gegenleistung eine Schuldverschreibung erhielt. Damals nannte man das, es wurde mit Tinte bezahlt.

Selbst die damals hochangesehene Bank von Amsterdam, die weder Kredite gewährte noch Wechsel diskontierte und nur den Zahlungsverkehr abwickelte, scheiterte nach rd. 200 Jahren erfolgreicher Geschäftstätigkeit, als die Stadt Amsterdam in Zeiten der Kriegsnot Bares brauchte und auf die Reserven gemünzten Geldes dieser Bank zurückgriff.

Und im 19. Jahrhundert gestaltete John Law das französische Bankensystem zum Wohle der Staatsfinanzen so um, dass in Frankreich noch lange Zeit später die Worte Betrug und Bank synonym gebraucht wurden.

Ausdrücklich verweise ich darauf, dass damals Konjunkturprogramme und dergleichen völlig unbekannt waren und es auch keine Sozialstaaten zu finanzieren galt.

Aber das erklärt dann sehr gut, warum Banken heute noch sehr viele Freiheiten genießen.

Übrigens:

Der Papst Callixtus I (gestorben 223) begann seine Karriere als  Banker, der die Gutgläubigkeit seiner christlichen Mitbrüder fuer Spekulationsgeschaefte auf eigene Rechnung ausnutzte und dabei bankrottging. Da er später als Märtyrer starb wurde er heiliggesprochen. Seine Karriere hätte ihn eigentlich zum Schutzheiligen der Bankiers prädestiniert.

Würde das Neue Testament heute noch einmal übersetzt, wäre da nicht von Geldwechslern sondern richtigerweise von Bankern die Rede.

Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: dbunkerd am 26. August 2014, 19:04:12
Also, wie gesagt, machen wir hier weiter um den anderen Thread bei seinem Thema zu lassen. Geldpolitik passt perfekt zu den Bitcoins.  :)

Zitat
Ich habe noch nie gesehen, dass ein Tier irgendwo Miete zahlt oder eine Kreditkarte zückt um sein Fressen zu bezahlen.

Richtig, wenn der Loewe Hunger hat, dann frisst der Dich.

Es ist nicht gesagt, dass er mich frisst. Er frisst irgendjemand. Fressen und gefressen werden ist ein Gesetz der Natur und kann schon deshalb kaum unmoralisch sein. Wichtig scheint mir nur, dass zumindest eine Chance besteht, nicht gefressen werden. Bei Banken hat man diese nicht (mehr).

Auch hier ist es wieder alles ganz einfach. Gäbe es keine Zinsen, gäbe es auch keine Kredite.

Das trifft nur zur, wenn man Geld als etwas Abstraktes sieht, oder als Selbstzweck gewissermassen. Es trifft aber nicht zu, wenn Geld als so etwas wie ein Rohstoff wie Kupfer, Eisen oder Getreide gesehen würde. Die Bank, als Dienstleister, "verkauft" Geld (als Kredit) und verlangt dafür einen Preis, den sie ja braucht wie jeder andere, um davon leben zu können. Wesentlich dabei ist aber, dass die Bank dieses Geld wieder ausgeben muss, weil sie davon lebt. Und es eben nicht dem Kreislauf entzieht und es somit unmöglich macht, die Schulden nebst Zinsen zurück zu zahlen, weil es ja gar nicht da ist.

Das ist übrigens nicht meine geniale Erfindung, sondern das war genau so früher einmal. Bis es schließlich für die Banken gar nicht mehr um Geldverdienen ging, das interessiert die nämlich gar nicht. Es geht unterdessen um Macht. Und die behält man am ehesten, wenn man im alleinigen Besitz des Druckmittels ist. Geld.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: dbunkerd am 26. August 2014, 19:12:09

Die Finanzierung erfolgt damals wie heute über Geldschöpfung. Geldschöpfung aber funktioniert nur dann ohne schädliche Nebenwirkungen, wenn geschöpftes Geld  wieder vernichtet wird. Das geht leider nur so, indem Kredite getilgt werden. Gerade letzteres scheint mir heute ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein.

Naja sicher ist die Rückzahlung wichtig. Das ist aber nicht in Vergessenheit geraten, sondern durchaus gewünscht. Dadurch erlangt man die Macht, die man eigentlich will.

Die Geldmenge erhöht sich zwangläufig durch Produktion, dann ist das gesund. Zinsen und Zinseszinsen sind krank, wenn sie nicht mehr erwirtschaftet werden können. Es ist doch ein Unding, dass die Deutsche Bank mit weniger als 3% Eigenkapital arbeitet und sich dann bei Forderungen nach mehr, hinstellt und sagt "ja woher sollen wir denn das nehmen?". Wenn das ein Handwerker macht, ist der längst pleite. Darüber hinaus hat die Politik jeden Einfluss auf die Banken verloren.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 26. August 2014, 20:26:02
Zitat
Dadurch erlangt man die Macht, die man eigentlich will.

Das ist keine Machtfrage, das System der Geldschöpfung funktioniert nur dann, wenn geschöpftes Geld durch Tilgung der Kredite wieder vernichtet wird. Wäre das anders, könnte man auf Steuern verzichten und stattdessen den Laden kreditfinanzieren.

Kauft jemand sein Traumhaus, muss er die Zinsen mit einkalkulieren. Gäbe es keine Zinsen, die Nachfrage nach Traumhäusern wäre riesig. Will die eine Bank dann ihr Geld zurück, darf sie das nicht, weil sie damit eine ungerechtfertigte Macht ausuebt.

Zitat
Zinsen und Zinseszinsen sind krank, wenn sie nicht mehr erwirtschaftet werden können

Umgekehrt wird ein Schuh draus, wären  Banken bei der Kreditvergabe vorsichtiger, hätten sie  davon abgesehen, ein solches Vorhaben zu finanzieren. Eine Investition, die sich nur unter sehr glücklichen Umständen rechnet, sollte besser unterbleiben. Und letztlich trägt in unserer Wirtschaftordnung der Investor das Risiko einer Fehlinvestition. Ist für den dann Genuss ohne Reue angesagt, siehe Traumhaus.

Und dass Regierungen über Zinsen stöhnen, wenn sie sich z.B. Geld leihen, um eine Fußball Weltmeisterschaft zu veranstalten oder ein Loch in der Rentenkasse zu stopfen, ist lächerlich.

Regierungen haben grundsätzlich immer die Möglichkeit, sich über Steuern zu finanzieren. Das scheuen die aber wie der Teufel das Weihwasser, denn dann würde sofort dem Dümmsten klar, was das alles wirklich kostet.

Der wichtigste Grundsatz der Nationalökonomie lautet, there is no such thing as a free lunch!

Zitat
Darüber hinaus hat die Politik jeden Einfluss auf die Banken verloren.

Ich tippe da eher auf eine heimliche Komplizenschaft. Siehe meine kurz gefasste Geschichte der Banken.




Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: namtok am 26. August 2014, 20:55:06
 ???  Hatte die Deutsche Bank jemals  

weniger als 3% Eigenkapital


Kurz vor dem neuesten "Banken-Stresstest" wurde auf über 10 %  aufgestockt.

Durch die Basel - Bankenregelungen ist  sinnvollerweise mit den grössten Auswüchsen Schluss und eine "bilanzbetrugssichere" zweistellige Eigenkapitaldecke Pflicht.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: dbunkerd am 26. August 2014, 21:11:34
Kauft jemand sein Traumhaus, muss er die Zinsen mit einkalkulieren. Gäbe es keine Zinsen, die Nachfrage nach Traumhäusern wäre riesig. Will die eine Bank dann ihr Geld zurück, darf sie das nicht, weil sie damit eine ungerechtfertigte Macht ausuebt.

Du musst irgendwie ein (ehemaliger?) Kaufmann oder ein Banker sein. Oder irgendwas in der Richtung, jedenfalls einer von der alten Schule, mit Kaufmannsehre im Leib. Nur wir reden aneinander vorbei... Du redest von konventioneller Finanzierung. Da ist klar, dass man das zurückzahlen muß und rechnen können muß, bevor man einen Vertrag unterschreibt. Das ist ja alles richtig. Wie sollte das auch anders gehen? Wenn ich ein Traumhaus will und ich kann meine Verpflichtungen nicht erfüllen, dann kann ich schlecht dem Staat, der Bank, dem System oder dem heiligen Geist die Schuld geben, sondern es ist meine eigene, weil ich einfach ein Ar.schloch bin. Darum geht es doch überhaupt nicht.

Lehman's Pleite vor ein paar Jahren. Immobilienblase. Da hat man Kredite vergeben, obwohl man genau wusste, dass die Leute das niemals werden zahlen können. Dann hat man die Kreditverträge verkauft, "todsichere Finanzprodukte und Geldanlagen" - erneut wider besseres Wissen, auch an andere Banken, Zockerei reinsten Wassers. Die WestLB war da auch dabei, glaube ich. Die Papiere hatten angeblich 1a Qualität, obwohl sie nichts als Schrott waren - wie sich später auch herausgestellt hat. Die Leute hat man aus den Häusern vertrieben und jetzt stehen sie leer und verfallen. Was hat das denn noch mit einem seriösen Bankgeschäft zu tun? Dann hat man die Bad-Banks "erfunden". Minus mal Minus gibt Plus, wie man offenbar hofft.

Afrikanische Staaten haben Kreditsummen schon mehrfach zurückgezahlt, trotzdem zahlen sie immer weiter und weiter, die Zinsen und Zinseszinsen für den immer gleichen Kredit, bis zum jüngsten Tag. So ging es übrigens auch vielen überschuldeten Privatleuten, bevor der deutsche Staat gegen erheblichen Widerstand die Privatinsolvenz eingeführt hat, vor was weiß ich wieviel Jahren.

Derivate, Leerverkäufe, Spekulationen auf Gott und die Welt. Zockerei. Darum geht es! Das hat nichts - aber nicht das Geringste mit Bank-Aufgaben etwas zu tun!

http://www.welt.de/finanzen/article131587891/Wall-Street-setzt-Milliarden-auf-Europas-Abstieg.html

Wie vereinbarst Du das mit Deiner "Kaufmannsehre"?  ;)

http://www.welt.de/wirtschaft/article131464451/Der-Euro-muss-weg-fuer-Europas-Aufschwung.html

Ich schreibe jetzt meinen Bitcoin-Artikel fertig, dann sehen wir weiter.

Kurz vor dem neuesten "Banken-Stresstest" wurde auf über 10 %  aufgestockt.

Na prima! Endlich. Aber wenn's aufgestockt wurde, dann muss es ja vorher wohl weniger gewesen sein. Und zwar nicht nur 0,2% - sonst hätte man sich die Aktion gleich sparen können. Links wären da übrigens mal gut.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: namtok am 26. August 2014, 21:28:28
Tier-1-Kernkapitalquote :  14,7 %  Vorjahr 12,8 %

Tier-1-Kapitalquote  :       15,5 %      """     16,9 %

https://geschaeftsbericht.deutsche-bank.de/2014/q2/zahlen-und-fakten.html
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 26. August 2014, 21:56:36
Ich habe meinen kurzen Abriss über die Geschichte der Banken vor allem auch deshalb geschrieben, um zu zeigen, dass solche Praktiken seit mehreren 1000 Jahren vorkommen.

Interessanterweise ist es noch nie gelungen, die abzustellen. Daraus schließe ich eine heimliche Komplizenschaft zwischen Politik und Banken.

Und auch mit Strafen war es nicht so einfach.

Ich meine, dass im 15./16. Jahrhundert irgendwo in Spanien Bankern, die pleitegingen, die Todesstrafe drohte. Da die Banker in aller Regel eher von ihrer Pleite wussten als die Behörden, hauten die einfach ab. 

Zitat
Die WestLB war da auch dabei, glaube ich

Aber selbstverständlich doch. Abgehalfterte Politiker sitzen dort in Führungspositionen. Denen kann man so etwas andrehen. Und auch die anderen damals hauptsächlich betroffenen Deutschen Banken waren entweder im Staatsbesitz oder mit einem hohen staatlichen Einfluss.

Zitat
Afrikanische Staaten haben Kreditsummen schon mehrfach zurückgezahlt

Auch Staaten können Konkurs anmelden. Warum die das nicht gemacht haben, weiß ich nicht.

Wenn Du ein Haus auf Kredit kaufst, zahlst Du auch nach Deiner Rechnung den ursprünglich kreditierten Betrag auch mehrfach.

Der Ökonom spricht davon, dass Gegenwartsgüter höher geschätzt werden als zukünftige. Und das hat seinen Preis.

Kannst Du mir heute 1000 Euro leihen? Ich zahle sie in 5 Jahren zurück.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: dbunkerd am 26. August 2014, 22:08:42
Interessanterweise ist es noch nie gelungen, die abzustellen. Daraus schließe ich eine heimliche Komplizenschaft zwischen Politik und Banken.

Das ist ein guter Punkt. Diese Komplizenschaft schließe ich auch nicht aus. Das alles ist viel zu sehr verflochten und undurchsichtig. Überdies ist das Geschwafel (nicht Deins) von Betriebswirtschaftlern dermaßen verqast, dass normale Menschen immer das Gefühl haben, zu dumm zu sein, es zu verstehen. Das ist aber nicht so. Physik, Chemie, Mathematik, Informatik. Immer kann ein Profi Vorgänge in diesen Disziplinen mit einfachen Worten so erklären, dass ein Laie zumindest das Prinzip versteht. Nur in der Finanzwelt geht das nicht. Die Globalisierung und der elektronische Zahlungsverkehr tut ein übriges. In Zehntelsekunden werden Milliarden hin und hergeschoben, auf eine Art und Weise, dass man hinterher absolut jede These damit stützen kann und seien die einzelnen noch so diametral.

Es muß Transparenz her. Und die Verantwortlichen gehören in den Knast und nicht mit Wattebällchen beworfen. Ich werde nie mehr das Viktory-Zeichen von Josef Ackermann im Mannesmann Prozess (http://de.wikipedia.org/wiki/Mannesmann-Prozess) in Düsseldorf vergessen. Ach ja... und die "Peanuts" von Hilmar Kopper, die Dutzenden von kleinen Geschäftsleuten die Existenz gekostet hat. Meine Fresse.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: namtok am 26. August 2014, 22:14:34
Die Lehmann - Krise war sicher der grösste "Banken-Stresstest" der letzten Jahrzehnte.  

Hypo Real Estate: Vollverstaatlicht und nur so vor Pleite gerettet

Commerzbank: Teilverstaatlicht und auf Kosten der Aktionäre saniert

Deutsche Bank: Staatshilfe abgelehnt und aus eigener Kraft gestemmt


Während der Asienkrise war dbunkerd offenbar noch nicht in Thailand   :-)  

Da waren  alle Grossbanken kräftig am schwimmen ( bei fast 50 % "faulen Krediten" und negativem Eigenkapital)
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: dbunkerd am 26. August 2014, 22:26:46
Hypo Real Estate: Vollverstaatlicht und nur so vor Pleite gerettet
Commerzbank: Teilverstaatlicht und auf Kosten der Aktionäre saniert
Deutsche Bank: Staatshilfe abgelehnt und aus eigener Kraft gestemmt

Mir kommen gleich die Tränen und ich überweise 100 Euro an die Deutsche Bank. Nicht, dass die da noch hungern müssen. Obwohl, eigentlich vielleicht doch nicht:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/garantien-deutsche-bank-denkt-doch-an-staatshilfe-1710956.html
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Joe-Ackermanns-Deutsche-Bank-nimmt-nun-doch-Staatshilfe-an/story/28870545
http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/a-602396-4.html

Während der Asienkrise war dbunkerd offenbar noch nicht in Thailand   :-)  

Nein, in der Tat nicht.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: namtok am 26. August 2014, 22:42:51
wobei der letzte Artikel die  beiden früheren klarstellt, dass dass keine Hilfe in Anspruch genommen wurde, auch wenn das die Wochen davor "angedacht" wurde.

Der zweite Link- und Überschriftsname ist an sich  gar eine "bewusste" Irreführung, da im Artikel selbst etwas anderes steht...  {--
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: Kern am 27. August 2014, 02:38:11
Ach ja... und die "Peanuts" von Hilmar Kopper, die Dutzenden von kleinen Geschäftsleuten die Existenz gekostet hat.

Das war ja wohl ein bisschen anders.
Zwar sind Banken wahrlich kein Hort von unschuldigen Engeln, aber es war der Baulöwe >>Jürgen Schneider (http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Schneider_(Bauunternehmer))<<, der Anfang der 90er etliche Firmen in den Ruin trieb, auch einige Firmeninhaber in den Selbstmord, diverse Immobilienverkäufer und Banken prellte und nebenbei auch der Deutschen Bank einen Schaden von 50 Millionen D Mark schaffte.
Und diese Schadenssumme nannte Hilmar Kopper 1994 als Vorstandssprecher damals "Peanuts".
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: dbunkerd am 27. August 2014, 06:25:06
wobei der letzte Artikel die  beiden früheren klarstellt, dass dass keine Hilfe in Anspruch genommen wurde, auch wenn das die Wochen davor "angedacht" wurde.

Ja, ich habe die Artikel schon gelesen. Interessant ist aber doch das HickHack bei solchen Dingen. Rein in die Kartoffeln und wieder raus... So dass am Ende ja keiner mehr durchblickt. Auch sollte man mal bedenken, was man alles (noch) nicht erfahren hat. Aber gut, das ist nicht wirklich ein Argument, das gebe ich gerne zu. Eins steht aber fest, mein Vertrauen in die Finanzwirtschaft samt Politiker dieser Erde tendiert unterdessen gegen Null und das aus gutem Grund.

Der zweite Link- und Überschriftsname ist an sich  gar eine "bewusste" Irreführung, da im Artikel selbst etwas anderes steht...  {--

NEIN !?

Bewusste Irreführung? Wirklich? Im Verschwörungstheoretiker Thread lese ich immer, dass das die "freie unabhängige" Presse nicht tut, weil das bäh ist und überhaupt... Der "Bankenlobby" hier im Forum ist aber auch wirklich jedes Mittel recht.  :D Moderator, -> VT-Thread, bitte. Du siehst, das ist immer so eine Sache, mit den Argumenten und den Links. Oft nützen sie einem, oft auch nicht. Q.E.D.

Zwar sind Banken wahrlich kein Hort von unschuldigen Engeln, aber es war der Baulöwe >>Jürgen Schneider<<, der Anfang der 90er etliche Firmen in den Ruin trieb, auch einige Firmeninhaber in den Selbstmord, diverse Immobilienverkäufer und Banken prellte und nebenbei auch der Deutschen Bank einen Schaden von 50 Millionen D Mark schaffte.
Und diese Schadenssumme nannte Hilmar Kopper 1994 als Vorstandssprecher damals "Peanuts".

Hilmar Kopper bezeichnete 1994 auf einer Pressekonferenz die Schadenssumme von ca. 50 Millionen DM, die den von Immobilien-Pleitier Jürgen Schneider beauftragten Handwerkern (nicht die gesamte Schadenssumme) entstanden war und die die Deutsche Bank bezahlen würde, als "Peanuts".
Diese Anmerkung habe ich vorher auch nur gemacht um zu verdeutlichen, wie sehr es diese Typen interessiert, wenn da ein paar Handwerker kein Geld bekommen. -> Peanuts eben.

Ich weiss schon noch, wie das war. Und ich weiss auch, dass es Jürgen Schneider war, der Schaden verursacht hat. Aber so ganz genau hingeschaut haben sie dann ja wohl doch nicht, die altehrwürdigen Banker, bei der Kreditvergabe. Da kontrolliert man bei einem 5.000 Euro Dispo dann schon wesentlich genauer. Schon weil sich da wohl die Gier doch noch etwas in Grenzen hält.

Ich war Baulöwe Dr. Jürgen Schneider (fünf Teile, galube ich)
http://www.youtube.com/watch?v=f5qVt4oQMHA
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 27. August 2014, 08:00:02
An dieser Stelle der Diskussion auf Einzelfälle einzugehen verstellt den Blick auf das Ganze.   Fehlleistungen, Gier und Unfähigkeit trifft man überall. Das ist menschlich. Und nur, weil ein großer Autohersteller die 3. Rückrufaktion in diesem Jahr startet, wollte ich nicht davon sprechen, dass diese Industrie von verbrecherischen Ingenieuren beherrscht wird, die leichtfertig mit dem Leben ihrer Kunden spielen.

Wer dann noch einen Blick auf die Größe der Unternehmen wirft, weiß, dass dort 50 Mio. Euros tatsächlich eher Peanuts sind. Nur, die sind so clever und sagen das nicht laut.

Als VW damals DKW übernahm, wollte der DKW Vorstand damit punkten, dass sie einen Auftrag über 5000 Fahrzeuge für die Bundeswehr hätten. Die kühle Antwort des Herrn Nordhoff lautete, und was machen wir am  Nachmittag?

Zitat
dass man hinterher absolut jede These damit stützen kann

Das erscheint mir der zentrale Punkt zu sein. Ich werde später meine Sicht des Standes der Theorie in den Sozialwissenschaften erläutern.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: dbunkerd am 27. August 2014, 08:13:45
[...] wollte ich nicht davon sprechen, dass diese Industrie von verbrecherischen Ingenieuren beherrscht wird, die leichtfertig mit dem Leben ihrer Kunden spielen.[...]

Nein, nicht die Ingenieure. Die gehen dann zum Chef und sagen, dass das so nicht geht. Der geht dann zum Manager und sagt, dass das so nicht geht. Und der sagt dann, dass wir das aber so machen müssen, weil sonst Arbeitsplätze in Gefahr sind. :D

Aber Du hast vollkommen Recht. Sich in Einzelfällen zu verlieren, bringt nichts.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: shaishai am 27. August 2014, 10:52:54
wobei der letzte Artikel die  beiden früheren klarstellt, dass dass keine Hilfe in Anspruch genommen wurde, auch wenn das die Wochen davor "angedacht" wurde.
....


böse zungen könnten behaupten, dass ackermann durch seinen einfluss in der politik
schon seinen schnitt gemacht hat und vorteile für die deutsche bank herausgeholt hat.

finde die doku jetzt nur in 3 teilen, ich selber habe sie als ganzes.

https://www.youtube.com/watch?v=qMyYNtILJuI

https://www.youtube.com/watch?v=Xrfmorhelfo

https://www.youtube.com/watch?v=kdAr1mnwC8c



hilmar kopper hat in der doku auch viel zu sagen...

ab teil 2, minute 3.40 der beginn der bankenkrise

schön, wenn man als berater der bundeskanzlerin sie dazu bringt, die banken zu retten
ab teil 2, minute 7.43

ein ehrlicher satz, der merkel aber ziemlich dumm dastehen lässt.
ab teil 2, minute 8.51

aber das weiss sie ja inzwischen selbst.
teil 3, ab minute 6.18

die us-richter zu goldman-sachs
ab teil 2, minute 13.52

teil 3, minute 7.41
schöner satz  ;]

der letzte satz ist auch cool  ;]

Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: namtok am 27. August 2014, 14:35:22

NEIN !?

Bewusste Irreführung? Wirklich? Im Verschwörungstheoretiker Thread lese ich immer, dass das die "freie unabhängige" Presse nicht tut, weil das bäh ist und überhaupt... Der "Bankenlobby" hier im Forum ist aber auch wirklich jedes Mittel recht.  :D Moderator, -> VT-Thread, bitte. Du siehst, das ist immer so eine Sache, mit den Argumenten und den Links. Oft nützen sie einem, oft auch nicht. Q.E.D.

Tja, dann bleibt wohl nur noch, sich bei der Schweizer Zeitung nachträglich zu beschweren.  ;)  

An der historischen Tatsache, dass die DB  damals keine Staatshilfe angenommen hat, führt halt nun mal kein Weg vorbei, auch wenn es richtig war, es im Oktober 2008 "anzudenken", und sich die Option offenzuhalten da unklar war, wie tief die Krise sein und wie lange sie dauern würde.

Dem 3. Link aus dem Managermagazin lässt sich übrigens entnehmen, dass sogar damals zur tiefsten Krisenzeit eine harte Kernkapitalquote von 10 % "gehalten" werden konnte, so stammen die

Zitat
weniger als 3% Eigenkapital

aus der Märchenstunde, aber werden trotzdem gerne immer wieder bemüht  :-)


Um mal wieder näher zum eigentlichen Thema zurückzukehren, ich kann mich erinnern, dass vor einigen Wochen Bitcoin wegen Betrugsfällen in Ostasien in den Schlagzeilen war und keineswegs "100% sicher" ist


http://www.bloomberg.com/news/2014-03-13/singapore-to-regulate-bitcoin-operators-for-money-laundering.html


Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: dbunkerd am 27. August 2014, 15:04:50
Zitat
weniger als 3% Eigenkapital
aus der Märchenstunde, aber werden trotzdem gerne immer wieder bemüht  :-)

Findest Du? Echt jetzt?
http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2013-07/deutsche-bank
Zitat
Wenn sich die Deutsche Bank bei ihren Risiken nur um ein paar Prozent verrechnet, dann ist sie mangels Eigenkapital pleite – und das bei einer Bilanzsumme, die so groß ist wie die Gesamtverschuldung der Bundesrepublik Deutschland. Um diese Dimensionen geht es hier.
heisst es da. Ich liebe diese klare und nicht verklausulierte Sprache.

Und
Zitat
Da wird doch eh nur noch mit Luft gerechnet, einzig die Bilanzkreativität setzt da Grenzen.

meint da ein märchenerzählender Kommentator. Ich übrigens auch, aber ich bin ja nur ein Techniktrottel mit wenig Affinität zu den "Märkten", die zuweilen "nervös" reagieren und ein andermal wieder "turbulent", die man aber auf keinen Fall "verunsichern" darf. Komische "Märkte", warum hat man die nicht unter Kontrolle? Und einer, der hier hoffentlich bald über die Wahrheit aufgeklärt wird.

Jedenfalls wenn ich einem Kunden erzählen würde, er solle seinen Computer nicht "verunsichern", da er sonst droht "nervös" zu reagieren, dann würde er mich fragen, ob es mir geistig noch gut geht. Und ich frage das halt die "Finanz-Märkte". Man wird ja wohl noch fragen dürfen.

Um mal wieder näher zum eigentlichen Thema zurückzukehren, ich kann mich erinnern, dass vor einigen Wochen Bitcoin wegen Betrugsfällen in Ostasien in den Schlagzeilen war und keineswegs "100% sicher" ist

Dazu kommen wir später. Und sie sind sicher. Bewaffne Dich schon mal mit (guten) Links. Davon habe ich nämlich wirklich ein bisschen Ahnung.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 27. August 2014, 17:11:09
Zitat
Ich liebe diese klare und nicht verklausulierte Sprache.

Dann erkläre mir doch mal bitte, was die Bilanzsumme einer Bank wirtschaftlich bedeutet.

Entscheidend war, dass die Deutsche Bank sich bei Aktiva mit hohen Gewinnchancen (und entsprechenden Risiken) Wert von vorne herein zurückgehalten hat. Es gehört zum kleinen Einmaleins eines jeden Bankers, dass er sehr auskömmlich und risikofrei davon leben kann, die Spekulationen Anderer zu finanzieren. Aber woher soll das ein Zeit Redakteur schon wissen.

 Und verrechnet sich der Statiker, kann das Gebäude umfallen.  Ja, wer hätte das gedacht.

Im Allgemeinen gilt, macht eine Bank vernünftige Geschäfte, kann sie in normalen Zeiten nicht bankrottgehen. Braucht sie die Unterstützung Dritter, ist das eine andere Form der Pleite und ein sicheres Indiz für eine unfähige Geschäftsführung. Weiß man das, wird man die Worte des Herrn Ackermann, er würde sich schämen, müsse er den Staat um Hilfe bitten, besser verstehen.

Das sich die Politik über solche „Arroganz“ aufregte, ist bezeichnend.  Aber vielleicht wurden ja die Bankfachleute in der Regierung von ihren Parteifreunde aus der Führung der West LB und der sächsischen Landesbank beraten. 
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: namtok am 27. August 2014, 17:13:17
Da wir hier nun mal keine "Baumstruktur" haben und Abweichungen nur abtrennen und "auslagern" können, sollte man bei einer Themaerstellung gleich zur Sache kommen und die Leute nicht unnötig auf die Folter spannen  :-)


Dann bin ich mal gespannt, ob die virtuelle Währung mehr verspricht als das nutzlose gelbe Edelmetall, das auch nur so wertvoll ist, weil sich die Leute das einbilden und wegen der Gier danach immer noch eine Menge Probleme verursacht:

http://prachatai.org/english/node/4304
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: dbunkerd am 27. August 2014, 17:40:01
Zitat
Ich liebe diese klare und nicht verklausulierte Sprache.

Dann erkläre mir doch mal bitte, was die Bilanzsumme einer Bank wirtschaftlich bedeutet.

Ich weiss das nicht. Du solltest mir das erklären. Was in der Zeit steht, verstehe ich allerdings. Nur schade, dass die halt keine Ahnung haben, gell?

Entscheidend war, dass die Deutsche Bank sich bei Aktiva mit hohen Gewinnchancen (und entsprechenden Risiken) Wert von vorne herein zurückgehalten hat. Es gehört zum kleinen Einmaleins eines jeden Bankers, dass er sehr auskömmlich und risikofrei davon leben kann, die Spekulationen Anderer zu finanzieren. Aber woher soll das ein Zeit Redakteur schon wissen.

Ohgottogott, jetzt baust Du aber ab, ehrlich, und es hat so schön angefangen. Obiges Zitat enthält zwei Behauptungen die stimmen mögen oder nicht. Ich weiss nur, dass etwas nicht stimmt an diesem System, sonst würde es nicht an allen Ecken und Enden knarren im Gebälk. Und Deine Aussage "woher soll das ein Zeit Redakteur schon wissen" ist eher disqualifizierend und auch recht unwissenschaftlich, schon deshalb, weil der von mir zitierte Satz von einem gewissen "Frankfurter Analysten Dieter Hein von Fairesearch" stammt, was im Artikel auch deutlich steht. Aber woher soll der das nun wieder wissen, stimmt's? Da drängt sich mir sofort die Frage auf, woher Du das dann wissen willst? Kommt mir vor wie eine Religion, man muss dran glauben. Debatten über "wahre" und "falsche" Religion laufen nämlich grundsätzlich auf den selben Schienen. Wissenschaft geht anders. Das habe ich mal irgendwo gelernt.

Da wir hier nun mal keine "Baumstruktur" haben und Abweichungen nur abtrennen und "auslagern" können, sollte man bei einer Themaerstellung gleich zur Sache kommen und die Leute nicht unnötig auf die Folter spannen  :-)

Nur Geduld, ich muss ja jeweils antworten, sonst hat's ja keinen Zweck. Soll ja fundiert sein und kein Schlagabtausch.

Dann bin ich mal gespannt, ob die virtuelle Währung mehr verspricht als das nutzlose gelbe Edelmetall, das auch nur so wertvoll ist, weil sich die Leute das einbilden und wegen der Gier danach immer noch eine Menge Probleme verursacht:

Gold ist nicht wertvoll, weil es sich jemand einbildet, sondern weil es so gut wie ausgeschlossen ist, dass plötzlich irrsinnige Mengen gefunden werden. Geschähe dies, wäre der Wert sofort weg. Überdies ist die Golddeckung der Währungen ja längst weggefallen.

Wenn man sich also auf etwas einigt, was selten und nicht zu fälschen ist, dann kann man davon sagen, dass es "wertvoll" ist. Die wesentliche Idee von Bitcoin ist laut seines Erfinders Satoshi Nakamoto: "Das Kernproblem konventioneller Währungen ist das Ausmaß an Vertrauen, das nötig ist, damit sie funktionieren. Der Zentralbank muss vertraut werden, dass sie die Währung nicht entwertet, doch die Geschichte des Fiatgeldes ist voll von Verrat an diesem Vertrauen. Banken muss vertraut werden, dass sie unser Geld aufbewahren und es elektronisch transferieren, doch sie verleihen es in Wellen von Kreditblasen mit einem kleinen Bruchteil an Deckung. Wir müssen den Banken unsere Privatsphäre anvertrauen, vertrauen, dass sie Identitätsdieben nicht die Möglichkeit geben, unsere Konten leerzuräumen. Ihre massiven Zusatzkosten machen Micropayments unmöglich."

Ich habe einen Artikel darüber fast fertig, muss aber ab und zu auch mal anderes machen. Diesen Thread habe ich aufgemacht, damit der andere von diesem Thema "befreit" wird. Hier "beim Thema" bleiben zu sollen, ist eine eigenartige Forderung, weil das, worüber wir hier sprechen, ja zum Thema gehört und zwar ursächlich.

Es gibt durchaus auch Kritik und mögliche Schwächen bei Bitcoin, aber die sind dazu da, sie zu verstehen und sicher zu stellen, dass sie beseitigt werden können. Bitcoin ist kein Vorschlag alle Währungen schlagartig abzulösen, sondern eher ein Experiment, das durchaus beachtenswert ist, weil die Erzeugung und Verteilung von Bitcoin auf unbestechlicher und allgemein verständlicher Mathematik beruht. Fehler in Algorithmen und Implementationen zu finden ist durchaus Teil des Experiments.

Gerade Micropayments wären eine sehr gute Chance für guten Journalismus. Jeder würde 2 Eurocent für einen gut recherchierten Artikel bezahlen, wenn er ihn lesen will. Jemand, der sich mit solchen Zahlungsarten einmal beschäftigt hat weiß, dass es so gut wie unmölgich ist, ohne horrende Kosten, so etwas auf Websites zu implementieren. Mit Bitcoin wäre das kein Problem. Egal wie klein der Betrag ist, die Masse machts und das Geld ist ohne Abzug von Gebühren in Minuten beim Empfänger.

Leute, die Bitcoin in den Himmel heben, lehne ich ab, weil mir auch das zu "religiös" ist. Darüberhinaus hat Bitcoin das Problem, dass sich alle möglichen Kriminellen darauf gestürzt haben, weil man damit anonym bezahlen kann.

Eine Menschheit, die aufhört Experimente zu machen, und krampfhaft versucht, an etwas festzuhalten, was nur sehr wenige kontrollieren und nur einige mehr verstehen, hat versagt. Jeder kennt den berühmten Satz "Und sie bewegt sich doch." Damals wurde man aufgrund solcher Dinge wegen Ketzerei umgebracht. Und warum? Weil die Pfründe einer Elite nicht angetastet werden durften. Vielleicht ist es heute genauso? Wer will es mir widerlegen?
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: pusanit am 27. August 2014, 20:46:10
Da lese ich eine interessante Ueberschrift und was findet man in dem Thread? Ein Schwall von OT Dingen, die nichts mit Bitcoin zu tun haben. Schade. Ich dachte hier gibt es ein wenig Infos.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: durianandy am 27. August 2014, 20:57:40
 @pusanit

Das sehe ich anders,die Member in diesem "Fred" verteidigen jeder auf seine Art ihre Meinung zum Thema.Es liest sich schon etwas zaeh ??? (ftp://???)da hast Du recht,aber es sind einige Interessante Beitraege.Wer nicht die Bitcoin Geschichte lesen will,klappt einfach zu und schaut sich eben andere Themen an.Einfach einen Beitrag zu schreiben nur um der Kritik willen,damit ist keinem geholfen.
Gruss durianandy
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 27. August 2014, 23:06:45
Zitat
Ohgottogott, jetzt baust Du aber ab, ehrlich, und es hat so schön angefangen.

Will man das Geschäft der Banken ein wenig verstehen, ist das eigentlich die zentrale Frage.

Banken leben nicht davon, dass sie Risiken eingehen, sie leben davon,  Risiken zu finanzieren.
 

Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: dbunkerd am 27. August 2014, 23:42:05
Will man das Geschäft der Banken ein wenig verstehen, ist das eigentlich die zentrale Frage.

Mir scheint das keine zentrale Frage zu sein, sondern, wie schon geschrieben, eher eine "religiöse". Ich galube aber leider nur an das, was ich sehe oder an gute und schlüssige Argumente.

Banken leben nicht davon, dass sie Risiken eingehen, sie leben davon,  Risiken zu finanzieren.

Ach so ist das... Jetzt habe ich es verstanden. Unerklärlich, wieso ich je daran zweifeln konnte.  :D

Da lese ich eine interessante Ueberschrift und was findet man in dem Thread? Ein Schwall von OT Dingen, die nichts mit Bitcoin zu tun haben. Schade. Ich dachte hier gibt es ein wenig Infos.

Ich verstehe Dich vollkommen. Das war ein Fehler von mir, den Thread so zu nennen, mir fiel auf die Schnelle nichts Besseres ein. Ich wollte einfach im anderen Thread nicht weiter OT schreiben. Du hast Recht und ich gelobe Besserung. Bald geht es los mit Bitcoins und dann nur noch Bitcoins.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: pusanit am 28. August 2014, 00:01:06
Wer nicht die Bitcoin Geschichte lesen will,klappt einfach zu und schaut sich eben andere Themen an.

Sorry wo ist hier Bitcoin Geschichte? Ich lese Banken Geschichten, Einlagensicherung etc...alles moegliche, aber nicht wirklich was zum Bitcoin.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 28. August 2014, 08:17:46
Zitat
Ich galube aber leider nur an das, was ich sehe

Schaust Du aus dem Fenster, wirst Du bei oberflächlicher Betrachtungsweise leicht zu dem Ergebnis kommen, dass sich die Sonne um die Erde dreht!

Das typische Bankgeschäft funktioniert so, dass die Bank gegen Hinterlegung einer Sicherheit einen Kredit gewährt. Was der Kunde mit dem Kredit macht, ist ihr letztlich egal.

Der Kunde trägt das wirtschaftliche Risiko der Verwendung des Kredites. Hat der fehlinvestiert, wird sich die Bank aus der hinterlegten Sicherheit bedienen.

Die Bank befindet sich bei diesem Geschäft stets auf der sicheren Seite und kann gut davon leben.

Das erklärt dann auch sehr gut, warum nur der Geld von einer Bank bekommt, der schon welches hat.

Ganz risikofrei ist ein solches Geschäft jedoch nicht. Die Bank gerät dann in Schwierigkeiten, wenn der Kunde seinen Kredit nicht bedienen kann und die hinterlegten Sicherheiten nicht werthaltig sind. Ein typisches Beispiel dafür ist das Platzen einer Immobilienblase.

Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 28. August 2014, 08:57:51
@pusanit

So ganz falsch ist eine Diskussion über Banken unter dem Titel wie funktionieren Bitcoins doch nicht aufgehoben. Sie sind nicht nur eine Frage der Technik. Mindestens der Herausgeber dieser Währung betreibt eine Sonderform des Bankgeschäfts. Und  die erheblichen Kursschwankungen dieser Teile gegenüber z.B. dem Dollar (zockende Bitcoinbanker?) erwecken mein Interesse jenseits der reinen Technik.    
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: dbunkerd am 28. August 2014, 09:27:41
Zitat
Ich galube aber leider nur an das, was ich sehe

Schaust Du aus dem Fenster, wirst Du bei oberflächlicher Betrachtungsweise leicht zu dem Ergebnis kommen, dass sich die Sonne um die Erde dreht!

Ja, deswegen habe ich ja im zweiten Teilsatz "oder an gute und schlüssige Argumente" geschrieben, den Du geflissentlich unterschlagen hast um genau dieses Argument zu haben. Hast Du schon einmal publiziert? Ich bin mir ziemlich sicher. :D
Auch die Tatsache, dass die Erde sich um die Sonne dreht, war einst Gegenstand blutiger Verfolgungen und zwar, wer hätte es gedacht, initiiert von einer kleinen Gruppe, die sich für die "Elite" hielt.

Erst am 11. September 1822 entschied die Kongregation der römischen und allgemeinen Inquisition dann, dass der Druck und die Publikation von Werken, die das heliozentrische Weltbild vertraten, erlaubt sei. Obwohl bereits im 3. Jahrhundert vor Christus Aristarch von Samos als einer der ersten ein heliozentrisches Weltbild vorgeschlagen haben soll. Innovation made by "Eliten", erst wenn's gar nicht mehr anders geht, lenkt man ein.

Das typische Bankgeschäft funktioniert so, dass die Bank gegen Hinterlegung einer Sicherheit einen Kredit gewährt. Was der Kunde mit dem Kredit macht, ist ihr letztlich egal.
Der Kunde trägt das wirtschaftliche Risiko der Verwendung des Kredites. Hat der fehlinvestiert, wird sich die Bank aus der hinterlegten Sicherheit bedienen.
Die Bank befindet sich bei diesem Geschäft stets auf der sicheren Seite und kann gut davon leben.
Das erklärt dann auch sehr gut, warum nur der Geld von einer Bank bekommt, der schon welches hat.
Ganz risikofrei ist ein solches Geschäft jedoch nicht. Die Bank gerät dann in Schwierigkeiten, wenn der Kunde seinen Kredit nicht bedienen kann und die hinterlegten Sicherheiten nicht werthaltig sind. Ein typisches Beispiel dafür ist das Platzen einer Immobilienblase.

Sorry für Vollzitat, aber sonst geht der Sinn verloren.
Gegen Bankgeschäfte, wie Du sie aufzählst, ist ja absolut nichts einzuwenden. Auch nicht gegen die Forderung, Sicherheiten haben zu müssen um einen Kredit zu erhalten und ihn schließlich zurückzahlen zu müssen. Was Groß-Banken aber heute tun, hat mit dem klassischen Bank-Geschäft eben nichts mehr zu tun. Ich zähle jetzt nicht noch einmal alles auf. Aber wozu braucht eine Volkswirtschaft Derivate? Wozu muss die Wall-Street zocken? Sie sagen ja selbst, dass sie das tun. Der klassische Handel mit Aktien ist denen doch längst zu langweilig. 10 Mio. Dollar in 5 Minuten. Win or lose. Das ist der Kick, den die brauchen. Wozu müssen sie "gerettet" werden, wenn sie sich verzockt haben? Wird etwa der mittelständische Betrieb mit Steuermitteln "gerettet" wenn das Management Fehlentscheidungen getroffen hat? Das sind doch die Fragen, die gestellt werden müssen.

[...] Kursschwankungen dieser Teile gegenüber z.B. dem Dollar (zockende Bitcoinbanker?) [...]

Natürlich sind das ebenfalls Zocker. Der Zusammenbruch von Mt. Gox z.B. macht das ja mehr als deutlich. Der Unterschied ist aber, dass man keine Banken braucht, für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs bei Bitcoin. Es ist ja nicht der Sinn, dass man die Bitcoins bei "Bitcoin exchanges" liegen lässt, also quasi die Verfügungsgewalt einem Dritten überträgt. Das tun nur diejenigen, die ihre Bitcoins schnell in Dollar oder Euro umtauschen wollen. Spekulanten eben. Geschieht ihnen durchaus recht, dass die ihre Coins verloren haben. Wer den Hals nicht vollkriegen kann, der muss das wegstecken können.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 28. August 2014, 11:05:06
Der Hang zum Zocken wie auch zu vielem anderen, das ungern gesehen wird, liegt in der Natur des Menschen. Viele Religionsstifter versuchten die zu ändern. Der Erfolg ist überschaubar.

Bleiben wir beim Zocken. Verbieten nutzt nichts, Diebstahl, Mord usw. sind auch seit langem verboten.

Es gibt sogar viele gute Argumente für den gesamtwirtschaftlich Nutzen der Spekulation. So z.B. spekulieren nicht alle in die gleiche Richtung, verhindert das plötzliche Preisausschläge. Allerdings, verwenden  alle Spekulanten das gleiche Computerprogramm, kann es leicht passieren, dass ein Trend verstärkt wird. Schuld ist dann natürlich der Programmierer.

Man muss sauber unterscheiden, wer da zockt. Meistens Privatleute und die, des Hebels wegen, am liebsten mit geliehenem Geld. Meistens deshalb, weil deutsche Stadtkämmerer und Organisationen wie Greenpeace in diesem Geschäft eher eine Randerscheinung sind. Das technische Stichwort hier lautet, Kredit auf hinterlegte Wertpapiere.

Banken fahren in diesem Geschäft am besten, wenn sie dem Zocker Geld leihen und nicht selbst zocken. Und, verliert der Zocker sein Geld, wird der eben nicht aus Steuermitteln gerettet.

Natürlich ist das auch fuer Banken nicht ganz risikolos, wie der schwarze Freitag 1929 bewies.

Zitat
Aber wozu braucht eine Volkswirtschaft Derivate?

Die wurden erfunden, um Risiken für den Anleger zu verkleinern. Aber auch, um mit Gütern, wie z.B. Weizen, Öl und Schweinehälften handeln zu können.

Ein gutes Beispiel für Derivate sind Zertifikate auf den DAX. Setzt man auf eine einzelne Aktie, ist das Risiko einer unerwünschten Kursentwicklung höher, als setzte man auf alle Aktien.

Das klassische Beispiel für ein Derivat ist der Pfandbrief, mit dem sich Hypothekenbanken refinanzierten. Deren Besitz ließ Witwen und Waisen ruhig schlafen.

Nun frag bitte nicht nach dem Nutzen von Zertifikaten auf Schweinehälften. Das wird die Zeit bestimmt ganz anders erklären als die FAZ!

Nur schade, dass die (Zeit oder FAZ?) halt keine Ahnung hat, gell?


Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: dbunkerd am 28. August 2014, 13:54:26
Bleiben wir beim Zocken. Verbieten nutzt nichts, Diebstahl, Mord usw. sind auch seit langem verboten.

Ich bin schon der Ansicht, dass Verbieten etwas nützt. "Diebstahl, Mord usw." geschieht zwar trotz Verbot, aber man kann sich gut vorstellen was geschähe, wenn das Verbot hierfür aufgehoben würde.

Der Vorteil alternativer Zahlungsarten (hier Bitcoin) liegt doch in der eleganten Schlichtheit. Der Quellcode liegt offen, die Mechanismen sind bekannt. Und Mathematik ist unbestechlich. Auch der Erfinder der Algorithmen kann sie nicht zwecks Betrug umgehen. Dass solche Dinge von etablierten Banken so intensiv wie möglich torpediert und in den Augen der Öffentlichkeit als so negativ wie möglich dargestellt werden, liegt doch auf der Hand.

Die verwendeten Mechanismen und Protokolle bei der Datenübertragung bei Geldautomaten z.B. sind so primitiv, dass man sich wundert, warum die Betreiber das nicht modernisieren. Ich erinnere daran, wie lange es gedauert hat, bis man bei der unseligen vierstelligen "Geheimzahl" von EC-Karten etwas getan hat, die heute jeder PC in ein paar Minuten ausrechnen kann, wenn man die Parameter kennt. Sie war in Deutschland sogar hart-codiert und konnte nicht geändert werden. Während es in Australien beispielsweise vor 15 Jahren schon möglich war, die PIN an jedem ATM zu ändern. Heute haben EC-Karten zusätzlich Chips. Aber wie lange hat es gedauert, bis man sich herabgelassen hat, das einzuführen? Genau so lange, bis die ersten Urteile ergingen, dass nämlich die unberechtigte Abhebung von einem Grirokonto mittels EC-Karte nicht per se dem Kontoinhaber angelastet werden kann.

Banken und Kreditkartenunternehmen verdienen offenbar so viel Kohle damit, dass es ihnen egal zu sein scheint, wenn betrogen wird. In den Köpfen der Benutzer hat sich längst manifestiert, dass man eben selber schuld ist, wenn abgebucht wird, ohne dass man selbst es war. Dabei ist das doch Quatsch. Die Anbieter der Karten müssten sichere Methoden anbieten, die genau das unterbinden. Schließlich ist der Karteninhaber Kunde. Da er in diesem Bereich aber auf Gedeih und Verderb ein paar Wenigen ausgeliefert ist, verhält er sich wie ein Schaf, das geduldig darauf wartet, geschoren zu werden.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 28. August 2014, 16:16:35
Ich habe wenig Ahnung von Bitcoins. Deshalb meine ersten Fragen:

Wer gibt Bitcoins heraus? Rechtsform?

Wie umfangreich sind die allgemeinen Geschäftsbedingungen?
 
Nach welchem Recht werden Bitcoins ausgegeben?

Wo ist der Gerichtsstand?

Veröffentlicht der Herausgeber testierte Bilanzen?

Wo und wie erwerbe ich Bitcoins?

Wo und wie tausche ich Bitcoins in anderes Geld?

Sagen wir mal, für einen Euro bekomme ich 100 Bitcoins. Wie viel Euro bekomme ich dann für 100 Bitcoins?

Wo und wie kann ich ein Guthaben ansparen?

Kann ich einen Kredit in Bitcoins aufnehmen?
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: dbunkerd am 28. August 2014, 17:38:40
Ich habe wenig Ahnung von Bitcoins. Deshalb meine ersten Fragen:

Na, wenn das erst die ersten Fragen sind, dann kann ich mich ja auf was gefasst machen.  :)
Schon mit diesen erwartest Du von mir ein mittleres Buch. Aber ich werde mich heute abend hinsetzen und sie möglichst umfassend beantworten. Aber bitte erwarte keine Doktorarbeit. Es werden auch etliche Links zu weiterführenden Seiten enthalten sein. Weil... soviel kann ich meiner Tastatur nicht zumuten.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: hiro am 28. August 2014, 17:43:14
sollte es Antworten zu den von Arthur gestellten Fragen geben ?

Schoen waere es schon.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: dbunkerd am 28. August 2014, 17:51:46
sollte es Antworten zu den von Arthur gestellten Fragen geben ?

Ja. Habe ich doch schon geschrieben. In etwa 5 Stunden. Eher geht's nicht.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: dbunkerd am 28. August 2014, 20:43:16
Ich habe mich bemüht, alles so kurz wie möglich zu schildern. Wenn weitere Fragen auftauchen, beantworte ich sie gerne, aber nur, wenn aus der Frage hervorgeht, dass jemand sich mit dem unten stehenden Material beschäftigt hat. Jeder kann Google benutzen und jeder kann die verlinkten Seiten lesen.

Es wird zweifellos das "Was-der-Bauer-nicht-kennt-frisst-er-nicht"-Phänomen auftreten. Da kann ich auch nichts ändern. So einem Thema muss man zumindest aufgeschlossen gegenüber treten und, wenn man die dahinter stehende Technik nicht vollständig begreift, zumindest einmal annehmen, dass sie funktionieren könnte. Wobei kritische Distanz nicht nur erlaubt, sondern sogar angeraten ist. Wie überall im Leben.

Ich habe alle Fragen des Fragestellers zitiert, aber solche die sich aufgrund anderer Antworten als irrelvant herausstellen, entsprechend gekennzeichnet. Ich weiche also nicht aus, sondern es gibt darauf einfach keine Antwort.

Wer gibt Bitcoins heraus? Rechtsform?

Die gibt niemand heraus, die werden erzeugt durch Anwendung von kryptographischen Techniken (Kryptowährung (http://de.wikipedia.org/wiki/Kryptow%C3%A4hrung)). Bitcoin ist nicht physikalisch vorhanden (wie Münzen oder Geldscheine) sondern es sind kryptographische Schlüsselpaare. Die bestehen aus einem öffentlichen und einem privaten Schlüssel. Nur letzterer muss geheim bleiben. Mit ihm kann man sein Geld ausgeben oder anderen überweisen. Den öffentlichen Schlüssel (die "Kontonummer") kann jeder haben, bzw. der Absender muss ihn haben. Nur wenn das Schlüsselpaar zusammen passt, kommt eine Transaktion zustande.

Niemand besitzt das Bitcoin Netzwerk, ebenso wenig wie jemand die Technik hinter Emails oder Webservern besitzt. Damit ist nicht etwa ein Email- oder Website-Anbieter gemeint, sondern die dahinter stehende Software (Apache, nginx (sprich Engine X), postfix, sendmail, courier, usw). Der Marktanteil (http://www.linux-community.de/Internal/Nachrichten/Zahl-der-Apache-Installationen-gehen-leicht-zurueck-Nginx-holt-auf) von freien Webservern liegt bei zusammen über 50%. Damit ist der Beweis erbracht, dass so etwas funktionieren kann.

Bitcoin wird durch alle Bitcoin-Nutzer auf der ganzen Welt kontrolliert. Dabei wird das Problem der byzantinischen Generäle (http://de.wikipedia.org/wiki/Problem_der_byzantinischen_Gener%C3%A4le) berücksichtigt, wobei man davon ausgeht, dass ein Drittel der Beteiligten Betrüger (Verräter) sein können. Man muss also nicht einer bestimmten Institution vertrauen, sondern nur zwei Dritteln der Gesamtheit. Eine zweite Lösung benötigt nicht fälschbare Signaturen (eben die o.g. Public-Key-Kryptographie). Diese erhält Fehlertoleranz bei einer beliebigen Anzahl verräterischer "Generäle" (Nutzer).

Das ganze ist nicht blosse Annahme oder Theorie, sondern mathematisch beweisbar. Methoden finden sich in den Links, das würde den Rahmen hier erheblich sprengen.

Wie umfangreich sind die allgemeinen Geschäftsbedingungen?

Da Bitcoin niemand herausgibt, existiert auch keine Firma, die dahinter steht. Dahinter stehen eben alle (Benutzer).
 
Nach welchem Recht werden Bitcoins ausgegeben?

Ebenfalls irrelevant geworden, bzw. ich weiss es nicht. Irgendeinem Recht werden sie ja unterliegen müssen. Dann gibt es wahrscheinlich soviele anwendbare Rechte, wie es Länder gibt, denn es gibt ja keine zentrale Herausgabestelle, nur Länder in denen Bitcoin benutzt wird.

Wo ist der Gerichtsstand?

Irrelevant, siehe oben.

Veröffentlicht der Herausgeber testierte Bilanzen?

Irrelevant, siehe oben.

Wo und wie erwerbe ich Bitcoins?

Als erstes musst Du den Client herunterladen (https://bitcoin.org/en/download) und installieren. Es gibt ihn für Windows, Mac OS X und Linux und auch für Smartphones und Tablets, also für so ziemlich alles, was sich Computer nennt. Die anfängliche Synchronisierung von Bitcoin Core kann sehr lange dauern. Du solltest sicherstellen, dass ausreichend Bandbreite und Speicher für die volle Größe der block chain (Blockkette, etwa 20 GB) zur Verfügung steht. Die block chain ist technisch gesehen ein ewiges Logfile (http://de.wikipedia.org/wiki/Ewiges_Logfile), was Manipulation nahezu unmöglich macht.

Nun kannst Du eine beliebige Anzahl "Konten" eröffnen. Das kostet nichts, man kann das handhaben, wie es einem beliebt. Ich rate dazu, erst einmal mit einem einzigen anzufangen, man blickt recht schnell durch. Auf diese Konten kann Geld überwiesen werden, egal ob es Dein eigenes oder das eines anderen ist. Auch eine "Kontonummer" gibt es. Nur diese wird benötigt um Geld zu versenden. Einmal versendetes Geld kann nicht wieder zurückgeholt werden.

Unbedingt sollte man sich hier https://bitcoin.org/de/erste-schritte einlesen!

Wo und wie tausche ich Bitcoins in anderes Geld?

Ein guter Einstiegspunkt ist hier (auch Thailand ist vertreten):
http://howtobuybitcoins.info/

Den jeweiligen Wechselkurs sagt einem Tante Google:
https://www.google.com/search?q=exchange+bitcoin

Kaufen und tauschen kann man auch hier:
https://www.bitstamp.net/

Sagen wir mal, für einen Euro bekomme ich 100 Bitcoins. Wie viel Euro bekomme ich dann für 100 Bitcoins?

Das weiß ich nicht, aber es sollte keinerlei Problem darstellen, das bei den oben verlinkten Seiten festzustellen.

Wo und wie kann ich ein Guthaben ansparen?

Im einfachsten Fall auf Deiner Festplatte. Das ist die sogenannte Wallet (Geldbörse). Eine Übersicht über alle Wallets gibt es hier:

https://bitcoin.org/de/waehlen-sie-ihre-wallet

Es ist zu beachten, dass die Bitcoin Core Wallet im Client, den Du schon herunter geladen und installiert hast, enthalten ist.

Die Wallet gilt es nicht zu verlieren, wenn sie weg ist, ist auch das Geld weg. Wie im wirklichen Leben. Die Wallet ist eine kleine kryptografische Datei, die man beliebig kopieren (und damit sichern) und mitnehmen kann, auch auf einem USB-Stick.

Kann ich einen Kredit in Bitcoins aufnehmen?

Ja, auch das gibt es unterdessen. Ich habe aber keinerlei Erfahrung damit. In der Community sollen die hier (https://btcjam.com/) einen guten Ruf haben. Aber ohne Gewähr von mir.

Ich habe sicher einiges vergessen, aber dieser Thread wird ja noch eine Weile weitergehen...
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: pusanit am 28. August 2014, 22:31:50

Sagen wir mal, für einen Euro bekomme ich 100 Bitcoins. Wie viel Euro bekomme ich dann für 100 Bitcoins?

Simple Mathematik. Wenn du fuer einen Euro 100 Bitcoin bekommen wuerdest (was nicht der Fall ist) - dann wuerdest du umgekehrt fuer 100 Bitcoin 1 Euro bekommen?  ???

Ist das eine Fangfrage?
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: namtok am 29. August 2014, 02:24:27
Wenn ich auf der Bank einen Euro in 100 Yen tausche, und dann die 100 Yen wieder zurücktauschen will, bekomme ich bekanntlich keinen ganzen Euro mehr dafür.   {--

Vielleicht hätte Arthur besser fragen sollen, ob es bei den Bitcoins wie bei "richtigen" Währungen eine Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs gibt, und ob es eine "Bitcoinbank" oder sonst jemanden gibt, die daran verdient...  ;)

Bei einem kurzen Blick auf die Links fällt auf, dass die Bitcoins genauso wie der "wertvollere"  ]-[ thailändische Baht  auf das Kürzel  ฿ "hören".  

Nicht dass da jemand was verwechselt !    {;
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: dbunkerd am 29. August 2014, 07:18:49
Bei einem kurzen Blick auf die Links fällt auf, dass die Bitcoins genauso wie der "wertvollere"  ]-[ thailändische Baht  auf das Kürzel  ฿ "hören".  

Ja, das ist wichtig. Die Zeichen sind identisch. Sie sehen nicht nur gleich aus, der Tastatur-Code ist auch auf einem PC identisch. Deshalb verwende ich das nie, besser man nimmt die "offizielle" Bezeichnung BTC. Bei der Wahl des Zeichens hat man Thailand wohl anfangs einfach vergessen.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 29. August 2014, 08:41:24
@pusanit

Das war keine Fangfrage, ganz im Gegenteil. Auch wollte ich nicht dabei die Unterschiede zwischen An- und Verkaufskursen wissen.

Hinter meiner Frage verbirgt sich ein grundlegendes Problem. Hier habe ich gelernt, dass sich Bitcoins als eigenständige Währung verstehen. Das hat weitreichende Konsequenzen.

Eine dieser Konsequenzen ist, dass die richtige Antwort auf meine Frage eigentlich lauten muss, dass weiß man nicht. Genau so wenig, wie man weiß, wie viel Baht man in 3 Monaten für seinen Euro bekommen wird.  
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: pusanit am 29. August 2014, 15:44:21
Das mit der Zeitspanne hattest du nicht geschrieben, es klang eher so Kauf und wieder Rueckkauf.

Wenn es auf 3 Monate bezogen ist, dann ist die Antwort richtig, da niemand eine Kristallkugel hat kann niemand vorhersagen, was der Wechselkurs in 90 Tagen ist. Bitcoins sind eine sehr fluktuierende Waehrung.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 29. August 2014, 15:57:44
Shame upon me. Da habe ich mich unklar ausgedrückt.

Zitat
Bitcoins sind eine sehr fluktuierende Waehrung

Bitjetons?

Von wegen Währung:

Zur Zeiten der Sowjetunion frage eine Russe nach dem Unterschied zwischen Dollar und Rubel.

Antwort:

Für Dollar bekommt man überall in der Welt ein Hotelzimmer, für Rubel nie. In Moskau ist das genauso.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: pusanit am 25. September 2014, 13:28:58
Und was hat das jetzt mit dem Thema zu tun Arthur?
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: Kern am 10. Februar 2015, 19:20:15
>>http://www.rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/bitcoin-anleger-fuerchten-millionen-verlust-aid-1.4862697 (http://www.rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/bitcoin-anleger-fuerchten-millionen-verlust-aid-1.4862697)<<

Zitat
Bitcoin: Anleger fürchten 342 Millionen Euro Verlust

Bei Bitcoin gibt es erneut Probleme.

Erneut fürchten Anleger hohe Verluste im Zusammenhang mit der virtuellen Währung Bitcoin. Nach der Schließung der Bitcoin-Börse MyCoin in Hongkong sei zu befürchten, dass rund drei Milliarden Hongkong-Dollar (342 Millionen Euro) verloren seien ...

Die Pleite einer der ältesten und wichtigsten Bitcoin-Handelsplätze, MtGox, Anfang 2014 erschütterte das Vertrauen in die Währung schwer. Dem Unternehmen kamen nach eigenen Angaben bei einem Hackerangriff "Münzen" im Gesamtwert von mehreren hundert Millionen Euro abhanden.
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: namtok am 01. März 2015, 23:21:04
Bitcoin - Gründer stirbt bei Motorradunfall in Thailand. Offenbar selbstverschuldet rauschte er ohne Helm gegen einen Pfosten


The 34-year-old wasn’t wearing a helmet when he crashed into a pole in Phuket, local media reported, citing police


Australian bitcoin entrepreneur Adam Tepper dies in Thailand

http://www.theguardian.com/technology/2015/mar/01/australian-bitcoin-entrepreneur-adam-tepper-dies-in-thailand


Seitdem dbunkerd das Thema hier auf den Teppich gebracht hat, hat sich der Kurs in etwa halbiert:



(http://shchart.finanzen.net/cst/FinanzenNet/Share/chart.aspx?instruments=300011,676,,&style=instrument_double_precision&period=OneYear)
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: goldfinger am 07. Dezember 2017, 17:31:29
Bitcoin macht mal wieder in Schlagzeilen  >:

Hacker erbeuten fast 70 Millionen Dollar in Bitcoins

Der Bitcoin-Hype zieht offenbar immer mehr Kriminelle an: Jüngstes Hacker-Opfer ist die Online-Börse NiceHash.

https://www.blick.ch/news/ausland/hochprofessioneller-angriff-hacker-erbeuten-fast-70-millionen-dollar-in-bitcoins-id7696877.html (https://www.blick.ch/news/ausland/hochprofessioneller-angriff-hacker-erbeuten-fast-70-millionen-dollar-in-bitcoins-id7696877.html)
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: TeigerWutz am 08. Dezember 2017, 01:31:53
Zitat
Bitcoin macht mal wieder in Schlagzeilen  >:

Bitcoin steigt und steigt

https://derstandard.at/2000069777468/Btcoin-ueberspringt-14-000er-Marke
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: namtok am 17. Januar 2018, 23:09:54
Mittlerweile hat es sich "ausgestiegen", nun wollen Thais ihre erste Cryptowährung auf den Markt werfen:

https://www.bangkokpost.com/business/news/1397170/first-thai-ico-en-route
Titel: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: Helli am 18. Januar 2018, 11:17:43
Mittlerweile hat es sich "ausgestiegen", nun wollen Thais ihre erste Cryptowährung auf den Markt werfen:
https://www.bangkokpost.com/business/news/1397170/first-thai-ico-en-route

aus den Kommentaren:
 justfacts Posted: 1,137 | 17 Jan 2018 at 10.40 with all the corruption in ICO's in the real world ,I can hardly wait to watch this peg the corruption needle...

 >:
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: goldfinger am 14. März 2020, 16:20:53
Der Bitcoin wird nach unten durchgereicht

Der Bitcoin hat in wenigen Tagen fast 30 Prozent an Wert verloren und ist unter die 5000-Dollar-Marke gerutscht. Erst im Sommer war er noch knapp 13'000 Dollar wert.

https://a.msn.com/r/2/BB117Kfb?m=de-ch&referrerID=InAppShare (https://a.msn.com/r/2/BB117Kfb?m=de-ch&referrerID=InAppShare)

Obige Meldung stammt aus MS-News. Alle anderen Pressemitteilungen diverser Anbieter enden im Nirwana. Interessant nicht?  >: {-- {-- {-- >:
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: namtok am 14. März 2020, 17:07:56
Nun der Kurs ist ja kein Geheimnis, findet sich auf fast jeder Börsenseite  und warum sollte in diesen Zeiten digitaler Schrott besonders wertvoll sein ?
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: boehm am 14. März 2020, 21:29:42
Kaufen, kaufen, kaufen....
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: namtok am 15. März 2020, 04:23:26
Es gibt da so einen Börsenguru der seit Jahr und Tag empfieht Tesla besinnungslos zu kaufen...
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: goldfinger am 27. Februar 2021, 15:59:03
So funktioniert der Bitcoin 😂

https://debeste.de/178988/Erl-uterung,-wie-Bitcoin-funktioniert      (https://debeste.de/178988/Erl-uterung,-wie-Bitcoin-funktioniert)
Titel: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: Helli am 27. Februar 2021, 16:04:36
So funktioniert der Bitcoin 😂

https://debeste.de/178988/Erl-uterung,-wie-Bitcoin-funktioniert      (https://debeste.de/178988/Erl-uterung,-wie-Bitcoin-funktioniert)

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Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: goldfinger am 20. Mai 2021, 08:06:57
Der Kryptomarkt befindet sich im freien Fall

In den letzten 24 Stunden haben die wichtigsten Kryptowährungen bis zu 20 Prozent ihres Werts verloren. Bitcoin (−16,61 Prozent) kam dabei noch am besten weg. Ether, der Coin des Ethereum-Netzwerks, der zuletzt stark zugelegt hatte, verlor 27 Prozent.

https://www.watson.ch/wirtschaft/international/172146154-der-kryptomarkt-befindet-sich-im-freien-fall (https://www.watson.ch/wirtschaft/international/172146154-der-kryptomarkt-befindet-sich-im-freien-fall)
Titel: Re: Wie funktioniert das mit den Bitcoins
Beitrag von: goldfinger am 16. Januar 2022, 13:09:39
Die Industrie für digitale Vermögenswerte ist in Aufruhr über den Plan des Finanzministeriums, Steuern auf Kapitalgewinne oder Gewinne aus Kryptowährungen und anderen Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten zu erheben.  ;}

https://www.thaipbsworld.com/taxing-cryptocurrency-trading-an-uncharted-course/ (https://www.thaipbsworld.com/taxing-cryptocurrency-trading-an-uncharted-course/)