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Erlebnisse im "Wilden Osten" Thailands

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Suksabai:

Danke für das nette Echo!

Mein nächstes Erlebnis könnte theoretisch überall passiert sein, ist es aber nicht......


Probleme mit der Wasserleitung

Heute früh morgens, ich genoss gerade mein Frühstück und bereitete mich geistig auf eine anstehende
Reparatur der Wasserleitung in der Küche vor, kam plötzlich Stress und Hektik auf.

Die ganze Story hat eine Vorgeschichte:
Wie schon erwähnt hat meine Frau ihr Haus in die Ehe mit eingebracht, ein echtes Isaan-Haus eben
mit viel Pfusch und Murks, ich habe einen Grossteil bereits behoben.
Eines dieser Gemurkse ist eine Wasserleitung, die in einer Ecke der Küche wie aus dem Nichts
aus dem Boden kommt, natürlich ohne Haupt-Absperrventil, und keiner weiss wirklich, woher die kommt.
Aber sie führt einen Grossteil des Tages Wasser!

Nun begab es sich, dass sich dann und wann ein kleines Pfützchen nahe besagter Leitung bildete,
und seit einigen Tagen war der uralte Messing - Wasserhahn endgültig hinüber.
Also besorgte ich die Neuteile und baute sie zusammen, um bei Wasserstop das Rohr abzuschneiden
und mittels Muffe die neue Verrohrung samt neuem Hahn „aufzupfropfen“.

DENKSTE!

Gestern Abend quittierte der alte Wasserhahn nun definitiv seinen Dienst.
Na gut, dachte ich mir, jetzt kann ich sowieso nichts machen (Wasser lief), also schloss ich einen Schlauch an
und liess das Wasser in den Gemüsegarten laufen.
Aber dessen nicht genug, auch das Leck an der alten Nahtstelle lieferte nun mehr Wasser!
Meine Frau unterbrach alle zwei Stunden ihren Schlaf, um die inzwischen beachtlichen Pfützen zu entfernen.
Wir warteten schon sehnsüchtig auf eine Trockenphase der Wasserleitung.

Soviel also zur Vorgeschichte.

Also sass ich gemütlich bei Kaffee und Brötchen – als plötzlich die Hölle in Form eines eineinhalb Meter
hohen „Geysirs“ ausbrach!
Die alte Muffe hatte beschlossen, nicht mehr auf dem ihr zugedachten Platz zu bleiben.

Da ich mich zu diesem Zeitpunkt noch im Halbschlaf befand, wundert es mich jetzt noch, dass ich
die Geistesgegenwart besass und aufsprang, die Spüle von ihrem Platz wegriss und
mit der Handfläche das Rohr verschloss.
Nun stand ich da – nass und einhändig, eine Hand war ja bereits im Einsatz.
Ich brüllte nach meiner Frau – sie war gerade beim Nachbarn – und nach dem zweiten Ruf kam sie auch schon dahergerannt.
Nach kurzer aber intensiver Beratung entschlossen wir uns, trotz Wassers die Neuteile aufzupfropfen,
darauf hoffend, dass der Kleber dem Wasser widerstehen könne.
Also pinselte meine Mia die Verbindungsmuffe üppigst mit Kleber ein, ich holte tief Luft und
drückte die Neuteile mit aller Kraft entgegen dem strömenden Wasser auf den Rohrstummel.

Die nächsten zwei Zigarettenlängen gehören mit zu den spannendsten Zeiten meines Lebens!
Nach besagter Zeitspanne liess ich ganz vorsichtig nach und nach los -
man hörte es sprichwörtlich poltern, als mir der Stein vom Herzen fiel!
Das Ding war dicht!

Nun war erstmal Entspannung angesagt.

Das halbe Frühstück harrte noch seiner Vernichtung entgegen, meine bessere Hälfte entsorgte
währenddessen die Wassermassen.. . .

Nach einiger Zeit hatte ich mich wieder soweit gesammelt, dass ich die abschliessenden Arbeiten
wie an der Wand befestigen, Spüle wieder korrekt aufbauen etc. durchführen konnte.

Voll Stolz auf das gelungene Werk drehte ich nun zur Kontrolle den Wasserhahn auf -
was soll ich sagen:

Die heiß ersehnte Trockenphase der Wasserleitung war endlich da!

lg

Kern:

--- Zitat von: Suksabai am 04. Januar 2017, 18:16:05 ---Die heiß ersehnte Trockenphase der Wasserleitung war endlich da!

--- Ende Zitat ---

Dann steht dem Trocken-Duschen ja nichts mehr im Wege.   :-)

Suksabai:

Achim, Wasser kam nach zwanzig Minuten wieder, aber ich fühlte mich (berechtigterweise!) ziemlich verarxxxt
nach dieser pulstreibenden, adrenalinpumpenden Aktion.. . .

 {:}

 [-]

lg

Suksabai:

Kurz aber würzig

Habe ich selber nicht erlebt, aber meine Mia berichtete es mir:

Vor ein  paar Wochen kam ein Mann in unser Moo Ban und liess verlauten, dass er äusserst preiswert Anstricharbeiten an Häusern durchführe.
Diese Botschaft ist auch bei einer Schwester (nennen wir sie Oh) des verblichenen ersten Ehegatten meiner Mia angekommen.
Flugs informierte sie auch die andere Schwester (Nin) – die war sofort begeistert, eigentlich waren es beide!
Es ergab sich nämlich dadurch ein gewisser Verhandlungsvorteil ob der Preisgestaltung.. . .

Gesagt, getan!
Es wurde ein Paketpreis ausgehandelt und der Mann ging frisch ans Werk, das auch dann zur Zufriedenheit aller ausfiel.

Als der Maler sein Arbeitergebnis schliesslich präsentierte, entwickelte sich folgender Dialog zwischen den Schwestern:

Nin: „Oh, bezahl du auch für mich, habe jetzt gerade kein Geld.“

Oh: „Wieso hast du malen lassen, wenn du kein Geld hast?“

Nin: „Du hast mich gefragt, ob ich das auch haben möchte – da habe ich JA gesagt.
          Du hast mich aber NICHT gefragt, ob ich Geld hätte!“




Suksabai:

Hat sich zwar nur zum Teil im Isaan zugetragen - aber trotzdem:

Nach etlichen Jahren "wilder Ehe" und einer inzwischen 3,5jährigen Tochter entschlossen sich Mun und Somchai doch, ihre Verbindung zu legalisieren.
Sowohl die amtliche als auch die "Buddha-Hochzeit" fand in Sa Keo statt, der Heimat der Braut. Das ging nur im engsten Familienkreis vor sich.

Aber da sie das ganze Jahr über in Pattaya leben und arbeiten und auch viele Freunde hier haben, reifte in ihnen der Entschluss,
auch eine Hochzeitsfeier im Seebad zu veranstalten.

Gesagt - getan.
Bereits vor einer Woche wurden sie vorstellig, kündigten die Feier am 1.4. an und sprachen auch gleich eine Einladung aus.
Die Ankündigung hatte auch noch den Grund, dass man gegebenenfalls seine Fahrzeuge aus unserer (Sack-) Gasse rausstellen konnte,
die Strassenfläche wurde vollständig als Festgelände annektiert.

Gestern um 18.00 Uhr war es dann soweit - das Fest begann, Livemusik und Speis und Trank erfreuten die ca. 100 Gäste.
Natürlich stellten sich die Gäste nach Thaisitte mit einem gefüllten Kuvert ein - so eine Party kann schon mal das Budget eines
(hart arbeitenden) Thaibürgers sprengen.

Es wurde grosszügigst das sehr schmackhafte 6-gängige Menü aufgetischt, auch für Getränke sowohl alkoholischer als auch
alkoholfreier Machart war üppigst vorgesorgt worden - sogar Ventilatoren wurden aufgestellt, falls man beim Schlemmen ins Schwitzen kommen sollte.

Jung und alt, Thai und Farang, eine bunte Mischung war bester Laune, so verging die Zeit wie im Fluge und ehe man sich versah, war Mitternacht
und somit das Ende angesagt.

Mich hat dabei besonders fasziniert, dass hier - mitten in Pattaya - ein kleines Fest stattfand, das sowohl von der Grösse als auch von der
ausgesprochen guten Stimmung einem Dorffest in nichts nachstand. Man lernte sich mitunter noch ein bisschen besser kennen, einige
Verwandtschaftsverhältnisse klärten sich für mich auf und einer Person musste ich Abbitte leisten – unser „Dorfpolizist“ hier in Patty
(einer unserer Nachbarn) ist ein ganz patenter Kerl.

Nachfolgend ein paar Impressionen, leider mit einer grottenschlechten Handycamera von meiner Frau eingefangen:


Das Brautpaar in traditioneller Kluft


vor der Feier... .


und während der Feier

lg

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