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Autor Thema: Geschichten aus der Geschichte  (Gelesen 94513 mal)

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Rangwahn

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #105 am: 03. März 2014, 11:00:04 »



??? ??? ??? ??? ??? ??? ???
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Solange ich lebe kriegt mich der Tod nicht!

rampo

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #106 am: 03. März 2014, 11:50:26 »

Schneitzgaddern, ist ein Stofftaschentuch mit dem man sich frueher  die Nasse butzte und die Taenen von den Augen abwischte .

Vor oder nach den Nassenbutzen war Egal .

Fg.
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Das Leben ist wie ein Kinderhemd kurz und Beschissen.

Bei manchen merkt  man gleich das  sie nicht in einen  liebesakt  entstanden sind .

Rangwahn

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #107 am: 03. März 2014, 12:25:27 »

danke rampo    C--
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Solange ich lebe kriegt mich der Tod nicht!

malakor

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #108 am: 03. März 2014, 12:41:18 »

jock

Hast du wirklich nie etwas vom Tausendjaehrigen Reich gehoert ???
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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #109 am: 04. März 2014, 09:47:13 »

Unterhalten sich Gentlemen ueber John Lobb aus London St.James's Street,
wird das Blut Jocks auf einmal schnell.

Fallen dann auch noch die Namen "Laszlo Vass","Fratelli Rosetti" oder auch nur
"Luwig Reiterer", tangieren sie die geheimsten Wuensche,die dieser Greis noch
hat.

Die Rede ist von Mass-Schuhe und deren Manufaktueren.

Der Schuh ist fuer einen Gentleman das wichtigste Kleidungsstueck.Daran wird
er gemessen.Auch wenn er voellig nackt in die Oper geht,wird er niemals sein Ansehen verlieren,
wenn er dabei die richtigen Schuhe traegt.

Folgerichtig wird der Gentleman darauf achten,dass in seinem Schuhschrank der
Oxford neben dem Budapester ruht,waehrend er in seinem Blucher im Club einen
alten Port entkorken laesst.

Das waere die Welt von @Jock und entsetzt muss er feststellen,wie tief er mittler-
weile gesunken ist.

Als Kleinkind trug er selbstverstaendlich Masschuhe.Gefertigt vom oertlichen Schuh-
macher namens Franz Koltschak,dessen Erzeugnisse nie irgendwo in der Modewelt
erwaehnt wurden.Als er starb,weinte niemand seiner Kundschaft ihm nach.Denn es
gab dann schon Konfektionsware.Billiger und manchmal auch bequemer.

Spater,mit einer zickigen Frau geschlagen und einem Rucksack voll Kinder,mangelte
es an Barvermoegen (man hatte es mir ja konfisziert),um nach London,Paris oder
Rom zu reisen um standesgemaesses Schuhwerk zu erstehen.

So blieb nichts ueber,als auf das Alter zu hoffen.Und waehrend Jock noch immer hofft,
traegt er zwischenzeitlich Erzeugnisse aus dem Haus ADDA.

Jock

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Kern

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #110 am: 04. März 2014, 10:28:20 »

Herrliche Geschichten!   :]   ;}     {*

Zu "ADDA" fand ich u.a. dieses Foto:

http://static.ibnlive.in.com/ibnlive/pix/sitepix/07_2012/prem-adda-300x224.jpg


Ins Auge sticht dabei, dass solches Schuhwerk einen schlanken Fuß macht.
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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #111 am: 13. März 2014, 19:58:39 »

Wie mein Onkel aus Ungeduld den Schreibtisch meines Grossvaters ermordete.

Grossvater war eine angesehene Person !

Er war, so um 1900 herum, bereits Bahnhofvorsteher in Langschlag,hoch oben
im Waldviertel.
Zur damaligen Zeit hatte der Beruf eines Bahnhofsvorsteher dasselbe Ansehen,
wie vor 30 Jahren das eines Chefpiloten.Er schaffte es spielend,auf die Minute die
Zuege,die nach Gross Gerungs fuhren und die Zuege die nach Gmuend fuhren,ab-
zufertigen.Und das waren immerhin 6 Zuege pro Tag plus dann und wann ein Gueter-
zug!

So war es kein Wunder,dass er am Stammtisch beim Kirchenwirt einen Platz hatte,
gleich neben dem Buergermeister,dem Volksschullehrer,dem Gendarmen,dem Spar-
kassendirektor und dem Ortspfarrer,der immer am lautestens lachte,wenn ein zottiger
Witz erzaehlt wurde,sich aber danach sofort bekreuzigte.

Grossvater war ein sittengestrenger Mann,alles hatte seine Ordnung zu haben und nach
Regeln abzulaufen.So war es doch verwunderlich,dass er offenbar dann und wann davon
abwich,wie 4 Kinder davon zeugten. 1 Sohn und 3 Toechter wurden geborgen.

Sein Lebenswunsch war,auch im privaten Bereich einen Schreibtisch zu haben und beauf-
tragte daher den oertlichen Tischlermeister, einen anzufertigen.

Als das gute Stueck geliefert wurde,hatte es zwar keine Aehnlichkeit mit dem Pedant im
" Oval Office",aber es erfuellte seinen Zweck.

So um 1930,Grossvater war bereits in Pension,ersuchte er seinen Sohn,der ebenfalls Eisen-
bahner geworden war,den mittlereweile unansehlichen Schreibtisch neu zu lackieren.

Wie befohlen,so getan. Es war Anfang Mai,als der Schreibtisch eine neue Lackierung be-
kam.Er stand zum Trocknen in der Sonne,aber als man ihn am Abend wieder ins Schlaf-
zimmer tragen wollte,stellt man fest,dass die Farbe noch nicht trocken war.

Sie war auch am naechsten Tag nicht trocken und auch nicht eine Woche spaeter.
So blieb nichts anderes ueber,als den Herbst abzuwarten und trug dann den Schreib-
tisch vorsichtig ins Haus.Niemand wagte, dem Stueck in die Naehe zu kommen.

Man hoffte auf die Sonnenstrahlen des naechsten Jahres.Kaum war der Schnee ge-
schmolzen,schleppte man ihn wieder hinaus,im Herbst wieder herein - viele Jahre lang.

1942 starb Grossvater,ohne jemals den Schreibtisch benuetzen zu koennen.Auf dem Toten-
schein stand als Todesursache Herzversagen.Die Familie wusste es besser.Grossvater
starb an Gram.

Dann Mitte der Fuenfzigerjahre passierte das Unvorhergesehene.Der Sohn war,so wie
jedes Jahr zu Besuch,um den Trocknungsvorgang zu ueberpruefen.

Aber das Ergebnis war wie die Jahre zuvor.Immer noch klebte alles fest,wenn man un-
vorsichtigerweise etwas darauf legte.

Da verlor mein Onkel die Nerven.Er trug den Schreibtisch in den Hof und ermordete ihn
mit einer Axt.Die Holzstuecke verbrandte er.

Als mein Onkel 1968 ,hochangesehen,starb hing die Frage noch immer in der Luft.

Warum konnte er nicht noch wenigstens 50 Jahre waren ? Vielleicht waere der Schreib-
tisch dann trocken geworden.

Jock
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Kern

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #112 am: 13. März 2014, 20:49:38 »

Es ist doch immer das Gleiche mit der ungeduldigen Jugend (ernsthaftes Kopfschütteln).
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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #113 am: 29. März 2014, 21:49:49 »

Schrems war 1961 eine verschlafenen Kleinstadt im oberen Waldviertel.

Nie geschah etwas Aussergewoehnliches und die Bevoelkerung ging fast apathisch
ihren gewoehnlichenTaetigkeiten nach.Maenner in ihren Berufen,die Frauen sorgten
fuer Haus und Hof und hielten beim Einkauf dann und wann ein kleines Schwaetzchen.

Seit Jahrzehnte war das so - bis der 29.April 1961 kam.

Ein mysterioeser Todesfall kam ans Tageslicht und war sofort Taesgespraech.

An diesem Tage fand man Frau Margarete und ihrem Ehemann gefesselt im Schlafzimmer.
Frau Margarete war bereits tot und ihr Ehemann,aschfahl im Gesicht,stammelte etwas von
einem Raubueberfall.

Man muss wissen,dass Frau Margarete die Inhaberin eines Emailwerkes war,die die Bekannt-
schaft mit Herrn Matthias Kindlinger erst dann machte,als sie Witwe  nach dem Firmengruender
wurde und sich einsam fuehlte mit ihren 56 Jahren.

Kennengelernt hat sie Herrn Matthias ueber ein Kontaktinserat.Schon beim ersten Treffen fand
sie den 63 jaehrigen ehemaligen Postbeamten sympatisch.Er wiederum fand ihre Millionen sympatisch,
sodass alsbald Hochzeit gefeiert wurde.

Viel wurde ueber die Ehe nicht bekannt,da immer die Vorhaenge im Schlafgemach fest zugezogen waren
und auch sonst gesellschaftliche Anlaesse  gemieden wurden.

Die Polizei nahm Ermittlungen auf und stellte bald fest,dass sich Frau Margarete die Fessel freiwillig
anlegen liess,da keinerlei Abwehrspuren aufzufinden waren,waehrend die Fesselung Herrn Matthias
offenbar von ihm selbst angelegt waren.

Bei den Ermittlungen kam auch heraus,dass Herr Matthias seine erste Ehefrau erschossen hatte,da-
fuer 12 Jahre Kerker bekam,seine zweite und dritte Lebenspartnerinnen unter mysterioesen Um-
staenden zu Tode kamen,genau so wie nach einer weiteren Ehe,die Partnerinnen Nr. 4 und 5.

Trotzdem, Herr Matthias seine Unschuld beteuerte,nahm man ihn in Untersuchungshaft.

Nach einigen Wochen,das Ereignis war schon fast wieder vergessen,nahm sich ein Lokalblatt des
Falles nochmals an,und warf die Frage auf,ob es sich beim Tod von Frau Margartete  vielleicht
um einen Sexualunfall gehandelt haben koennte ?

Diese Frage schlug wie eine Bombe ein ! Ueberall standen Grueppchen von Frauen zusammen
und diskutierten diese Frage.Die Maenner des Staedchens interessierte es weniger,das naechste
Fussballmatch war wichtiger.

In 1961 war man noch Jahre entfernt,bis Herr Oswalt Kolle den Deutschen muehevoll Freizeit.
beschaeftigungen naeherbrachte,fuer die die Franzosen schon laengst charmante Vokabel bereit hielten.
Sozialhistoriker halten es noch heute fuer unwahrscheinlich,dass diese Erkenntnisse die baden-
wuerttembergische Grenze Richtung Sueden passiert haben koennten,da absolut keine Spuren dafuer
nachweisbar sind.

Auch in Schrems waren Begriffe wie Bondage oder Shibari unbekannt.Trotzdem regte es die
Fantasien der Frauen an und so mancher biedere Ehemann blickte verduzt auf seine Frau,die
wenn sie das Schlafzimmer betrat,ein duennes Seil in der Hand hielt.


Jock

p.s.
Herr Matthias Kindlinger wurde zu lebenslanger Haft verurteilt und starb einige Jahre spaeter im
Gefaengnis.Was wirklich in jener Nacht anlief,wurde nie aufgeklaert.Dieses Geheimnis nahm er ins
Grab mit.






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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #114 am: 19. Mai 2014, 09:50:21 »

Fast auf dem Tag genau,aber 300 Jahre spaeter,nachdem Matthias Weinberger 1656 ein
Vespernbild an eine 3-staemmige Eiche montiert hatte,war ich auf Wallfahrt in Maria Dreieichen.

Immer am letzten Sonntag im September begab sich meine Familie zur jaehrlichen Wallfahrt.
Maria Dreieichen lag am Naechsten,Santiago de Compostela haette mich zwar mehr interessiert,
war aber viel zu weit weg.

Bei Morgengrauen brachen wir auf.Die Familie nahm mit knurrendem Magen Platz im Opel Caravan
Bj.1955 um in zwei Stunden die Strecke von rd.70 Km in Angriff zu nehmen.Onkel Josef hatte als
Einziger den Fuehrerschein und sass hinter dem Lenkrad."Kapitaen" war er trotzdem nicht.Das Kom-
mando fuehrte seine Frau,die jedesmal hellauf aufschrie,wenn sich ein anderes Fahrzeug auf 300 m
unserem Auto naeherte.Auch wenn die Passage der Fahrzeuge ohne jede Beruehrung vonstatten ging,
eine Schimpfkanonade musste er sich jedesmal anhoeren."Fahr nicht so schnell " "Pass auf" waren gerade
noch die druckreifen Mahnungen.

Als wir uns dem Wallfahrsort naeherten,ueberholten wir Wallfahrergruppen,die ebenfalls zur Gnaden-
kirche  unterwegs waren.

Voran der Kreuztraeger,danach die Kirchenfahnen,dahinter der Pfarrer,der mit sonorem Bass ein Marien-
lied vortrug,wonach die folgende Pilgerschar in den Refrain einfiel :"Oh Maria hilf uns allen,hier in diesem
Jammertal".

Um 10 h war ueblicherweise das Hochamt angesetzt und die Kirche fuellte sich bis zum letzten Platz.

Solange die Orgel spielte und die alten Kirchenlieder gesungen wurden,war ich interessiert.Aber sobald
der Pfarrer zur Predigt anhob,machte sich Langeweile bei mir breit.Einfach hinaus gehen,war nicht erlaubt.
Sofort haette ich mir das Stigma eines Heiden eingehandelt und so blieb mir nichts anderes ueber,als die,
an der Kirchenwand verewigten Danksagungen der Wallfahrer,zu studieren.

Die waren mannigfach und reichten vom Dank,dass die Erbtante rechtzeitig gestorben war,ueber das
beschriebene Wunder,dass die Kuh "Bessy" gesundete,weil man eine Kerze entzuendete,bis zur Bitte
an den Hl.Florian,doch das eigene Haus vor Brand zu bewahren.

Endlich,es kam mir vor,als seien Stunden vergangen,war das Hochamt zu Ende und alles stroemte
zum einzigen Gasthaus des Fleckens.

Dort begruesste,schweifwedelnd ein riesiger Bernhardinerhund die Gaeste,die alle Platz fanden,denn
das Gasthaus hatte song- contesttaugliche Ausmasse.Schnitzel oder Schweinebraten wurden blitz-
schnell serviert und mundeten vorzueglich.

Nachdem die Familie gesaettigt war,fuhr Onkel noch 20 Km weiter ins Weinviertel,um wie jedes jahr,
den Jahresvorrat an Wein zu kaufen.

Eine hochsensible und hochheilige Taetigkeit.

Mein Onkel hatte weder die Zunge noch den Gaumen,um einen Merlot Blanc von einem Zierfandler
zu unterscheiden.Trotzdem tat er so,als sei er ein Sommelier von hohen Graden.

Das half nichts,dem Winzer gelang es jedes Jahr,ihm einen Saueramper zu unterjubeln,der sofort
nachdem eine 2 l Flasche geoeffnet war,Richtung Essig tendierte und weggeschuettet werden musste.

Nachdem die ueblichen 20 "Doppler" verladen waren,ging es wieder nach Hause,wo es schon dunkelte
als wir ankamen.

Alle,ausgenommen meiner Wenigkeit, waren mit dem Tag zufrieden.Die Erwachsenen hatten ihre
Seelen durch die Wallfahrt gereinigt,nur ich war sauer - hatte ich doch durch den Ausflug das Fuss-
ballspiel ASV Schrems gegen Waidhofen/Thaya versaeumt.

5 Jahrzehnte spaeter war ich mit meiner Frau wieder in Maria Dreieichen.(Nicht extra,sondern wir waren
in der Naehe um eine Arbeit zu verrichten).

Ich erzaehlte ihr von dem besonderen Ort,von den Wundern,die sich zugetragen haben sollen und haette
bald erreicht,dass sie auf der Stelle zum Christentum uebergetreten waere.

Aber dann meldete sich ihr nachdruecklich ihr Hunger.Alle Heiligen der katholischen Kirche waren ver-
gessen,den Papst liess sie einen guten Mann sein und wir kehrten beim " Raeuberhauptmann Grasl" ein.

Jock



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rampo

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #115 am: 19. Mai 2014, 10:25:27 »

2013 im August kehrte ich auch bei Raeuberhauptmann Grasl ein .


Fg.
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Das Leben ist wie ein Kinderhemd kurz und Beschissen.

Bei manchen merkt  man gleich das  sie nicht in einen  liebesakt  entstanden sind .

jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #116 am: 21. Mai 2014, 06:04:05 »

Eigentlich wollte ich mit obigen Beitrag das Phaenomen "Wallfahrt" beleuchten,
aber dann ging mir der Pegasus durch.

Ein neuer Versuch :

Wallfahrten gibt es schon seit Hunderten von Jahren.Die fuer die r.k.Christen be-
kanntesten sind Rom,Jerusalem und Santiage de Compostella.

Daneben haben sich weitere bekannte Wallfahrtsorte herausgebildet,die meist
lokale Pilger aufweisen.(Ausnahme wohl Lourdes).

Drei Merkmale sind bei einem Wallfahrtsort unumgaenglich: Ein markanter Baum,
eine Quelle und ein Stein.Das laesst sich machen,dachten und denken sich die Ein-
wohner von Orten,die sich vom Wallfahrtsort einen wirtschaftlichen Aufschwung er-
warten.
Schwieriger ist da schon die "Erscheinung" oder gar das " Wunder",welches so richtig
den " Turbo" einschalten wuerde.
Es sind meist Erscheinungen einer "Weissen Frau" oder das Hoeren von der Stimme des
Herrn,die bekannt gemacht werden.Boese Zungen behaupten,dass es sich bei dem je-
weiligen "Medium" um Anverwandte des lokalen Wirtes handelt.

Klappt alles,ergiesst sich ein Strom frommer Pilger die naechsten Jahrhunderte und sorgt
fuer Wohlstand.

So entstanden entlang des laengsten Pilgerweges,der auf spanischer Seite sogar Weltkultur-
erbe geworden ist,Hotels,Hospitaeler und der Handel bluehte auf.Der Spassmacher Harpe
Kerkelin schrieb ein Buch ueber seine Pilgerreise nach Santiago,das eine Auflage von weit ueber
eine Million erreichte und zum Bestseller des Jahres 2001/2002 wurde.

Dabei war es im Mittlalter nicht so einfach zu sagen:" Ich bin dann mal weg",sondern der Wall-
fahrt lag ein Geluebte zu Grunde.
Auf Knien,die Haende zum Himmel emporgestreckt und vor Zeugen, wurde gelobt,sich auf Wall-
fahrt zu begeben.Meist blieben die Pilger nur 2-3 Tage fort,denn nach Rom zu pilgern,konnten sich
nur die Reichen leisten.
Und auch die Vorkehrungen waren nicht Ohne.Fuehrte die Pilgerreise in weit entfernte Orte,musste
ein Geleitbrief erworben werden,wurden Haus und Hof verkauft.Der Kaufvertrag,der im Zuge einer Pilger-
reise  abgeschlossen wurde,wurde erst nach Ablauf eine gesetzten Frist rechtskraeftig.Denn erst,wenn
der Pilger nicht von seiner Reise zurueckkam,ging das Besitztum auf den Kaeufer ueber und der Kauf-
preis wurde faellig.

Immer wieder wurde auch versucht,die Kreuzzuege zu Pilgerreisen aufzuwerten.
Aber an den Haenden der " Pilger" klebte zuviel Blut.Auch die gotteslaesterlichen Flueche,die der
Zurueckgekehrte ausstiess,wenn er draufkam,dass er den Schluessel fuer den Keuschheitsguertel
irgendwo zwischen Konstantinopel und Akkon verloren hatte,verhinderten dies.

Obwohl die Mehrzahl der Pilger der heutigen Zeit mit dem Auto oder dem Flugzeug unter-
wegs sind,machen sich doch jaehrlich ueber 200.000 Pilger zu Fuss auf den Weg nach Santiago de Compostella.

Sie kehren zurueck mit reiner Seele und einem Haeferl wo draufsteht- " Gruss aus xxx ".

Versucht es mal mit einer Pilgerreise,aber vergesst nicht den Pilgerstab und einer Salbe,die
" narrisch guat fir`d  Fiass " ist.

Jock



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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #117 am: 05. Juni 2014, 18:41:36 »

Ich werde alt !

Kollege @shaishai hat es mir eben vor Augen gefuehrt,indem er mir raet,ein
2.Browserfenster zu eroeffnen.

Gerade wollte ich das Fenster im Schlafzimmer oeffnen,doch dann kamen mir doch
Bedenken,ob vielleicht etwas anderes damit gemeint ist.

Ich glaube es ist Zeit,dass ich mich als alter Mann von dieser Welt verabschiede,wo
ich nicht mehr so richtig damit zu Rande komme.

Lange habe ich eine URL fuer eine Art Talisman gehalten und wenn ich heute in A eine
Bank besuche,erwarten mich eine Reihe von Automaten,die Kontoauszuege ausfolgen,
Kleingeld zaehlen und auch Geld ausspucken.

Frueher,wenn ich zur Bank kam,gegruesste mich eine freundliche Angestellte oder ein
freundlicher Angestellter beim Namen und erkundigte sich nach dem Wohlbefinden meiner
Kinder oder wie es im letzten Urlaub war,bevor das Ueberweisungsformular von ihr oder ihm
ausgefuellt wurde.

Auch die Verkaeuferin im Lebensmittelgeschaeft erzaehlte mir,unter dem Siegel strengster
Verschwiegenheit,dass Frau XY mit einer anderen Frau zusammengezogen ist.
Durch diese  Information,kam es beim Nachmittagstee zu erfrischenden Diskussionen.

Heute spielt sich die Kommunikation mit der Angestellten an der Kasse so ab:

Meist mit der kurzen Frage : Flaschenbon ? und schon ist man wieder draussen.

Frueher,jn meiner Jugend gab es noch Berufe,die heute laengst ausgestorben sind z.B.
den Seiler,den Fassdaubenbinder,den Sattlermeister und Zaumzeughersteller.

Dafuer entsteht fur uns Alte ein neuer Dienstleistungszweig : Den Helfer beim Internet.

Ein Schnaeppchen,bei einer Flugbuchung via Internet und Kreditkarte ist fuer die meisten
Senioren nur mit Hilfe von 15 jaehrigen Aknegesichter,moeglich.
Hat man diese Hilfe nicht,zahlt man locker das Doppelte,den ein Reisebuero ist keine
Einrichtung der Samariter. u.s.w.

Das alles mag ich nicht so richtig. Vielleicht ist es mir noch moeglich,einige Jahre " in meinem
Zimmer zu sitzen und traumverloren meinen Hund  zu streicheln ".Habe ich dann noch das Glueck,
dass sich Alzheimer dazuschlaegt und ich vergesse,wen ich in meinem Testament bedenken
wollte,ist alles wieder gut.

Jock






 
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shaishai

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #118 am: 06. Juni 2014, 01:18:26 »

....
und ich vergesse,wen ich in meinem Testament bedenken
wollte,ist alles wieder gut.

Jock
 

 :'(

 ;]


mfg
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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #119 am: 17. Juni 2014, 13:42:24 »

Sextourismus spaltet die Meinungen !

Je nach Standpunkt verteufeln ihn die eine Fraktion,waehrend die
andere dem durchaus eine sympatische Facette abgewinnen kann.

Die Trennlinie sortiert fast zu 100 % Frauen von Maennern.

Man kennt es ja,Mitglieder von Kegelvereine sammeln sich am Flug-
hafen,groelen dort,waehrend des Fluges,nur unterbrochen durch alkohol-
bedingte Schlafpausen,und groelen,wenn sie am Ziel die erste Bar er-
stuermen.

Das sind die Einen,der andere Typ von Sexualtourist ist stilleren Wassers.

Seiner Angetrauten macht er klar,dass ein Erholungsurlaub,vielleicht am
Strand das Richtige waere und wie es der Teufel will,war nurmehr ein Angebot
nach Thailand zur Verfuegung.
Bevor das Flugzeug abhebt,wird noch ein wichtiger Einkauf getaetigt.Vorsichts-
halber ersteht er im Supermarkt des Flughafens noch eine Masterbox von Kondomen
und dann kann die Reise beginnen.

Was viele nicht wissen ist,dass einer der ersten Sextouristen ein "Oesterreicher" war.

Christoph Carl Fernberger war sein Name,der 1624 in Siam ankam.Man muss ihm
zugute halten,dass er dies nicht ganz freiwillig tat und oberdrein einem Missverstaendnis
aufgesessen ist.

Herr Fernberger war in die Wirrnisse der spanisch-niederlaendischen Auseinandersetzungen
gefangen und versuchte,heimatlichen Boden zu erreichen.Auf dem Landwege schien es
zu gefaehrlich und er entschloss sich,die Reise auf der See zu wagen.Der Kapitaen des Schiffes
sprach davon,dass das Ziel Luanda waere,er jedoch verstand Genua.

Auch heute noch haben Reisende manches Unbill zu ertragen.So auch dieser gute Mann,weil
das Schiff bei den Kapverdischen Inseln strandete und das naechste Schiif,dass die Schiff-
bruechigen aufnahm,auf dem Weg nach Suedamerika war.

Von dort ging seine Odyssee weiter in die SOA Region.

In Siam gelandet,genauer in einem Koenigreich namens Bethanien (lag suedlich von Pattani)
erhielt er Aufenthaltsgenahmigung und trat in die Dienste der dort herrschenden Koenigin ein.

Sobald er gebadet hatte und nicht mehr wie eine Durianfrucht roch,wurde er sogar von
der Koenigin geheiratet.
Allerdings musste er seinen Ehestand mit einer Reihe anderer koeniglicher Ehemaenner
teilen,was ihn alsbald verdross.

So zog er weiter und erreichte nach langer Reise wieder heimatlichen Boden,wo er ausgelaugt
von den Strapazen,bald darauf starb.

So kam Oesterreich zu der Ehre,den ersten Sextouristen hervorgebracht zu haben.

Viele Landsmaenner von @ Jock verfluchen ihn,weil sie seinem Vorbild gefolgt sind und
eine thailaendische Frau genommen haben und unter der sie viehisch leiden.

Nur @ Jock tut das nicht ! Vielmehr wird er,wenn er wieder in Oesterreich ist,eine Blume
auf sein Grab legen.

Jock

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