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Autor Thema: Geschichten aus der Geschichte  (Gelesen 94513 mal)

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Tommi

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #150 am: 20. Oktober 2014, 18:50:46 »

Tolle Geschichte! ;}
Und noch einer, der sich freut kein Thai zu verstehen. C--
Was die Verwüstung angeht - so sind sie doch auf der ganzen
Welt: "Ohne mich würdest du vergammeln, sei dankbar, dass
du mich erwischt hast, ich bringe das wieder in Ordnung..." :-)
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Patti1

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #151 am: 20. Oktober 2014, 19:46:08 »

@ jock,
   
   sehe erst jetzt, was du da für geniale Geschichten geschrieben hast  {*

   Deine Art zu schreiben, entzückt mich als Leser deiner Zeilen  {*

   ich würde mich freuen noch mehr davon zu lesen.Bei der Zusammenstellung
   deiner tierischen Mitbewohner und deren Marotten, dürfte dir der Stoff so schnell nicht ausgehen :D

 
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Kern

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #152 am: 20. Oktober 2014, 21:17:06 »

 ich würde mich freuen noch mehr davon zu lesen.

Das ist nur zu verständlich und auch jetzt schon leicht zu realisieren.
Denn ab 100 eigenen Beiträgen kann man das Profil der anderen Mitglieder anklicken, welches in jedem Beitrag eines Mitglieds zu finden ist  (siehe Pfeil) ...



... klickt im folgenden Menü auf "Zeige die letzten Beiträge des Benutzers". Dort sind alle Beiträge des Mitglieds (in diesem Falle: Jock) chronologisch gelistet.
Und da Jock nicht nur in "Geschichten aus der Geschichte" sehr lesenswerte Beiträge geschrieben hat (  {*  }}  ;} ), lohnt sich das Schmökern unbedingt.

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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #153 am: 08. November 2014, 09:26:31 »

Was ist von der Weltausstellung Hannover 2000 uebriggeblieben ?

Ein paar Bilder,die Prinz Ernst - August zeigen,wie er sein koenigliches Wasser
gegen den tuerkischen Pavillon abschlaegt und ein paar Naegel,die der liebe
@dart dort hoechtpersoenlich eingeschlagen hat.

Ueber andere Dinge wird nicht mehr gesprochen.Nicht ueber das Defizit,nicht
ueber die mangelnde Besucherschar.

Dagegen ist ueber die Weltausstellung zu Wien 1873 viel mehr in Erinnerung ge-
blieben.

Gut,damals hatten die Weltausstellungen einen anderen Stellenwert als heutzutage.

Es waren rare Gelegenheiten,wo Nationen und Firmen ihre Produkte einem weltweitem
Publikum praesentieren konnten und dabei auch wirtschaftliche Verbindungen schlossen.

So wurde ein 16 ha grosses Gelaende im Prater fuer die Weltausstellung verwendet und
viele Nationen errichteten Ausstellungspavillone. Neben den "ueblichen" Staaten waren
auch Exoten wie Hawaii,Japan und Persien dabei.

33 regierende Fuersten,13 Thronfolger und 20 Prinzen besuchten die Ausstellung,die am
1.Mai 1873 eroffnet wurde und am 2. November 1873 ihre Pforten schloss.

Die Eintrittskarte kostete 1 Gulden,nur  Sonn-und Feiertag kosteten 50 Kreuzer,da man den
gewoehnlichen Wienern auch den Besuch ermoeglichen wollte.

Und der gewoehnliche Wiener kam an diesen Tagen in Scharen.In Schlangen standen sie dann
auch vor den Tueren der oeffentlichen Toiletten an,um die aussgewoehnliche Erfindung der
ehrwuerdigen Londoner Firma John Hennings zu nutzen.

Diese Firma erfand das Wasserclosett (WC) und das stand damals nur der gehobenen Ge-
sellschaft zu Verfuegung.

Der Besuch des Schahs von Persien hinterliess besondere Spuren.Er war vom Kaiser Franz-
Joseph persoenlich eingeladen und wurde auch mit allen Pomp und Trara empfangen.
Als Residenz waehrend seines Aufenthaltes wurde ihm und seinem Gefolge das Schloss
Laxenburg zugeteilt.

Was sich hinterher als Fehler erwies,denn nach seiner Abreise musste das Schloss gruendlich
renoviert werden.Aber nicht nur das.
Der Schah fand es unertraeglich,Einkaeufe bei den Juwellieren zu bezahlen und ueberliess den
Ausgleich der Rechnungen dem Hof zu Wien.

Erstaunen erregte er auch durch seine Kaufofferte,die Kaiserin Elisabeth  dem guten Franzl
abzukaufen.Er zog aber dann zurueck,als der draufkam,dass die Kaiserin,die als schoenste Frau
Europas galt,mittlerweile in die Jahre gekommen war.

Am Ende der Ausstellung blieb ein Defizit von 14 Mio Gulden uebrig und von den erwarteten
Besuchern von 20 Millionen kamen nur an die 7 Millionen tatsaechlich.

Der Wetterbericht am 1. Mai 1873 gibt Auskunft,dass es regnerisch und sehr kalt war.Und
die Wetterlage wird sich auch an den kommenden Tagen nicht viel aendern.

Welche Bedeutung die Wetterlage hatte,koennt ihr bald im "Boersenthread" nachlesen.

Jock

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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #154 am: 16. November 2014, 11:10:39 »

Neulich nahm ich wieder einmal das braeunlich verfaerbte Hochzeitsfoto
meiner Cousine Herta zur Hand, das aus dem Jahr 1948 oder 1949 stammt.

Zwei Maenner,der Braeutigam Helmut und Onkel Pepi stechen besonders hervor und
sollen der Mittelpunkt der heutigen Geschichte sein.

Zu jener Zeit war es ueblich,dass die Toechter der " gehobenen Klasse " keinen
Beruf erlernten,da sie sowieso heiraten wuerden.Um so wichtiger war es demzufolge,
dass der Auserwaehlte genau unter die Lupe genommen wurde,ob er in der Lage ist,
eine Familie zu ernaehren.Auf das Aussehen kam es dabei nicht an.

Helmut brachte die besten Voraussetzungen mit.Er war bei der Bundesbahn und somit
Beamter.Zudem trug er auch unter der Woche weisse Hemden,was einen ungeheuren
Eindruck auf seitens der Familie der Braut machte.

Dass er nur ein kleiner Bahnbeamter war,der im Frachtbuero sass und taeglich etwa
5 Frachtpapiere abstempelte,fiel nicht ins Gewicht.Aber er war immerhin im kleinen
Grenzbahnhof eine grosse Nummer.

Eines Tages wurde er der versammelten Familie vorgestellt.Grossmutter,die Brauteltern
und Onkel Pepi sowie meine Wenigkeit waren zugegen.

Die auf beiden Seiten bestehende Schuechternheit liess den Gespraechsfluss immer wieder
einschlafen und so besprach man schon zum 7 x die Wetterlage.
Einige Glaeser Wein spaeter, loeste die Zunge beim guten Helmut und da er guten Wind machen
und einen hervorragenden Eindruck hinterlassen wollte,stuerzte er sich unvorhersehbar ins Unglueck.

Er wandte sich an Onkel Pepi und offerierte ihm,dass er sich einsetzen wolle,dass er einen
besseren Posten bei der Bahn bekaeme.

Daraufhin wurde der Kopf Onkel Pepi`s dunkelrot und er verliess wortlos das Haus.

Seither sprachen die zwei Maenner kein Wort mehr miteinander.Noch heute,nach 66 Jahren
ist auf dem Foto die Empoerung im Blick von Onkel Pepi greifbar zu sehen.

Denn,was Helmut nicht wusste,Onkel Pepi war  damals schon Mitglied der 2.Fuehrungsebene
bei der Bahn,sass in der Generaldirektion in Wien,war mit dem Generaldirektor auf du und du
und verhandelte Staatsvertraege mit auslaendischen Bahndirektionen aus.

Er empfand das Angebot von Helmut als Zumutung sondergleichen,das er niemals mehr
vergessen wuerde.

Derzeit ist das Verhaeltnis zwischen Herrn Putin,Herrn Obama und Frau Merkel auf einem
Tiefstand,aber immer noch einem Kuschelkurs nahe,vergleichbar,mit dem Verhaeltnis zwischen
Helmut und Onkel Pepi,das seither bestand.

Trotz diesem Missverstaendnis wurde die Hochzeit abgehalten.

Im Gasthaus Fichtenbauer war der Saal reserviert worden.Die musikalische Begleitung kam
aus einem Radio,das vom Wohnzimmer des Brautvater hingebracht wurde.Die Erdung des
Geraets wurde in ein Glas Wasser gesteckt und Musik erklang.

Lauter wurde die Musik dann,wenn ich einen Finger dazu in das Glas Wasser steckte,wofuer ich
heute noch eine Erklaerung suche.

Jock









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Tommi

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #155 am: 16. November 2014, 11:36:17 »

Lauter wurde die Musik dann,wenn ich einen Finger dazu in das Glas Wasser steckte...

Danke für die Geschichte Jock! ;}

Ansonsten kennst du ja das alte Wehklagen unbefriedigter Wiener Ehefrauen:
"Mann, der Jock von nebenan hat allein schon im kleinen Finger mehr Energie."

 C--
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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #156 am: 22. November 2014, 10:46:15 »

Szenen aus der Beziehungskiste zwischen Hund und Herrchen,oder wie gestalte
ich den Start in einem guten Tag.

Zwei Naechte zuvor  war es erstaunlich kalt.Da die Aircon nicht lief,blieb die Tuer
zwischen dem Schlafzimmer des Herrl und des Hundes offen.

Es muss so um 5,30 gewesen sein,denn der Morgenstern stand noch hoch am Himmel,
als mein Hund erwachte.Er war gut ausgeschlafen und bereit,den Tag mit voller Energie
anzugehen.Aber dazu braucht man das Herrl.

Das Herrl allerdings war noch nicht bereit,den Traum von einer suessen Blondine zerreissen
zu lassen,was die Geduld des Hundes auf eine harte Probe stellte.

Aber dann war es genug und der Hund begann mit dem Aufweckritual.

Ein,unter der Decke herausragender Fuss musste als erster Pruefstein,ob das Herrl noch am
Leben ist,oder ob sich ein Zustand eingestellt hat,den die Anglophonen mit dem Satz "he
passed away" so vortrefflich beschreiben,herhalten.

Durch einen Stups mit der Nase wurde Leben festgestellt und mit leichtem Schwanzwedeln
das folgende Grunzen des Herrls beantwortet.

Das nun erwartete Aufspringen des Herrls blieb aus,sodass der Hund die zweite Stufe zum
Aufwecken zuenden musste.

Aber auch das leichte" ins- Ohr Schnauben "zeitigte nicht den gewuenschten Erfolg,obwohl sich
die Frequenz des Schweifwedelns verdoppelte.

Daher Stufe 3

Diese garantiert durchschlagenden Erfolg.

Ein feuchter Zungenschlag ueber das Gesicht des Herrls,treibt ihn aus dem warmen Bett.
Waehrend sich das Herrl schlafdrunken in die Kueche zur Kaffeemaschine schleppt,ist
der Hund vorausgeeilt und erwartet,dass das Herrl gleichzeitig die Futterschuessel fuellt,die
Ohren krault und die Baelle wirft.
Die Frequenz des Schweifwedeln ist nun am hoechsten Level angekommen.360 Pendel-
schlaege pro Minute minimum.

Zwei Kaffee und vier Zigaretten spaeter ist das Herrl zwar noch immer hundmuede,aber
vollwach.Der Hund hingegen liegt bereits wieder auf seinem Schlafplatz,zusammengerollt
und traeumt von einem praechtigen Rueden.

Jock

« Letzte Änderung: 22. November 2014, 11:04:54 von jock »
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Suksabai

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #157 am: 22. November 2014, 10:52:19 »

Und die Moral von der Geschicht':
öffne die Schlafzimmertüre nicht! C--

lg
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Ich kann, wenn ich will. Und wer will, dass ich muss, der kann mich mal !

Tommi

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #158 am: 24. November 2014, 22:29:01 »

Dann wird die Tür aber selbständig geöffnet und bei einer guten
Sicherung gnadenlos bearbeitet - stundenlang...kratzkratzkratz.
Und bei den Hunden, wie bei den Katzen. Haben sie dich wach
und haben sie gefressen, schlafen sie weiter und du schaust
dumm aus der Wäsche - dankeschön! :-)
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jock

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #159 am: 29. November 2014, 10:48:54 »

Da war ich also auch beim Tipianertreffen in Pattaya.

Es war sehr schoen und hat mich sehr gefreut,aber davon an anderer Stelle mehr.

Immer,wenn ich nach Pattaya,jener vertraeumten,stillen und beschaulichen Stadt
kommen,erinnere ich mich an meinem ersten Besuch vor fast 30 Jahren.

Ich war zu jener Zeit noch nicht viel in der Welt herumgekommen und Thailand lag
eigentlich ausserhalb meiner angestrebten Reiseziele.

Mein damaliger Lieblingshund war eingeschlaefert worden,die Wetterlage in Wien
war schauerlich.Kalt,schmutziger Schnee und die Sonne liess sich wochenlang nicht blicken.

Um mich seelisch wieder aufzurichten,beschloss ich zwei Wochen Urlaub zu nehmen
und diese,auf Rat von Bekannten, in Thailand zu verbringen.

Bei einem Spezial-Thailandreisen-Reisebuero,das seine Geschaefte von einer ehemalien
Fleischerei aus betrieb,erkundigte ich mich nach einer Reise.

Man war sehr freundlich dort und als ich mich nach dem Hotel erkundigte,wo ich unter-
gebracht sein werde,schilderte man mir das "Romeo- Palace" in derartig leuchtenden
Farben,dass ich ueberzeugt war,dass das "The Landmark",das "Le Necresso " oder das" Adlon"
billige Absteigen im Vergleich dazu waeren.

Allerdings,auf meine Frage,ob ich einen dunklen Gesellschaftsanzug mit ins Gepaeck nehmen
soll,beruhigte man mich mit dem Hinweis,dass man dort eher tolerant eingestellt sei und ich
meinen Frack zu Hause lassen koenne.

Um 4 h frueh ging die Reise los.Vom Suedbahnhof in Wien wurden wir in einem eiskalten Bus
nach Bratislava verfrachtet.Der Flughafen war noch versperrt und es dauerte einige Zeit,bis
der Mann mit dem Schluessel gefunden wurde.Drinnen  im Flughafen erwartete uns keine wohlige
Waerme sondern sportliche 8 Minusgrade.
So gegen 9 h sollte der Abflug sein.Das Grueppchen halb erfrorener Maenner scharte sich um das
Fenster,wo die Sonne hereinschien.

Relativ puenktlich hoben wir ab,kein Wunder bei dem dichten Flugverkehr von 8 Fliegern in 24 Stunden.

Die alte Tupolew muehte sich redlich,sodass wir kurz nach Mitternacht (Ortszeit) in Karachi zwischen-
landeten um Treibstoff zu tanken und die Ventile am linken Motor nachstellen zu lassen.Ein Mann mit
scharfer Nase und hervorragenden Kenntnissen im Umgang mit Kamelen und Maultieren,erledigte
das.

Vom alten Don Mueang sollten wir (ich und eine Grueppchen alleinreisender Maenner ) per Bus nach
Pattaya transportiert werden.Das verzoegerte sich so,dass wir erst am spaeten Abend dort ein-
traffen,schnell den Zimmerschluessel in Empfang nahmen und hundemuede zu Bett gingen.

Ich schlief in dieser Nacht tief und lange,so dass ich den letzten Zipfel des Fruehstuecks gerade noch
erreichte.Nachdem ich das Fruehstueck beendet hatte,stellte ich fest,dass ich dringend Geld brauchen
wuerde,da ja der Eintritt in die Wats was kosten koennte.
Damals gab es noch nicht die Bankomatkarten,sondern der Mann von Welt hat sich mit einer nicht
geringen Anzahl von Travellercheques eingedeckt,die ich jetzt einzuloesen gedachte.

An der Rezeption erkundigte ich mich nach einer Bank.Man wies mir den Weg,einfach die Strasse
entlang,dann auf der rechten Seite faende ich das Bankinstitut.

Als ich aus dem Hotel trat,traf mich wie ein Keulenschlag die Hitze.Unter einer gnadenlose Sonne
macht ich mich auf den Weg.15 Minuten spaeter war bereits klatschnass,unbaendiger Durst quaelte
mich und ich hatte das Gefuehl,zu Fuss die nackte Sahara durchquert zu haben.

Die Strasse saeumten halbverfallene Gebaeude und verwilderte Gruendstuecke.Mit jeden Schritt
liess meine Wahrnehmungsfaehigkeit nach und noch immer war keine Bank in Sicht.

So konnte ich es kaum glauben,als ploetzlich,einer Fata Morgana gleich,ein weiss gestrichendes
Gebaeude mit blauverspiegelten Fenstscheiben vor meinen Augen auftauchte.

Das endlich war die Bank ! An der Eingangstuere viele Aufkleber von internationalen Kredit-
kartenunternehmen und vor der Tuere ein uniformierter wuchtiger Herr,der bereitwillig die Tuere
oeffnete.

Drinnen war es angenehm kuehl.Das Erste war mir auffiel,war, dass der Frauenanteil bei der Be-
legschaft erstaunlich hoch war und dass die Angestelltinnen,statt Namensschilder Nummer-
schilder trugen und hinter einer Glaswand von mir als Bankkunde getrennt waren.

Andere Laender,andere Banksitten dachte ich mir,was sich noch verstaerkte,als man sich ausser-
stande sah,meine Travellercheques einzuloesen und man mich zur naechsten Bank,an die 100 m
weiter verwies.

Warum zum Teufel fragte ich mich,in meiner greenhornartigen Auffassung,haelt man sich soviel
Personal und dann koennen sie nicht einmal die einfachsten Bankgeschaefte abwickeln,obwohl
mir die Dame mit der Nummer 24 zu verstehen gab,mir zu Diensten sein zu wollen?

Aber das "Greenhorn" lernte schnell,wie der Hase in Pattaya laeuft und als ich beim Rueckflug
im Flieger sass,fiel mir mit Entsetzen auf,dass ich keinen einzigen Wat besucht hatte.

War ein gutes Argument, wieder zu kommen und dies naechstes Jahr nachzuholen.

Jock














« Letzte Änderung: 29. November 2014, 10:54:42 von jock »
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Suksabai

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #160 am: 29. November 2014, 11:37:35 »

@Jock

Auch mein erstes Quartier war vor nunmehr 27 Jahren das "Romeo Palace", allerdings war ich von bereits "Wissenden" vorgewarnt worden, ja nicht im Erdgeschoss zu logieren, da man nächtens regen Besuch der Gattung "Kakerlake" zu erwarten habe.
24 Stunden Anreise war meines Wissens Standard, ein nicht unerheblicher Teil entfiel auf die Anfahrt mit dem Minibus, der mit einer Treffsicherheit DEIN Hotel sicher als letztes ansteuerte.

Aber irgendwie schön war es doch, oder verklärt man das nach Jahren ???

lg
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Kern

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #161 am: 29. November 2014, 11:42:22 »

Hallo Jock

Wie so oft: Deine Formulierungen, Deine dezenten, aber dennoch sehr witzigen Gedanken-Assoziationen und mehr ... grandios!

 {*   :]   {*
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somwang

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #162 am: 29. November 2014, 16:29:43 »

Als es mich vor knapp 30 Jahren das erste mal zufällig nach Pattaya verschlagen hatte, hab`ich die `Tempeltour`mit reichlich Fotos am vorletzten Tag noch geschafft !

Bin aber trotzdem im nächsten Jahr wiedergekommen...  :]
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Burianer

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #163 am: 29. November 2014, 16:51:44 »

 :]  Gut, dass Du kein Wat besucht hast, aber wat haste denn sonst gemacht  :-*
Diese dunklen Gassen gab es damals, heute ist ja alles hell erleuchtet. Da kann man wat erleben  :]
Von Pharmacien, die einem die blauen Pillen verkaufen  und diese gummiartige Luftballons ,  bis hin zum  Tag danach, Hang Over  :]
Das Argument, wieder zu kommen, hast Du dann foermlich wiederholt  und hast dann eines Tages vergessen, die Heimreise anzutreten.
So lebt unser jock nun seit Ewigkeiten  im hohen Norden von Thailand  }}
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Tommi

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Re: Geschichten aus der Geschichte
« Antwort #164 am: 02. Dezember 2014, 23:26:06 »

Es leben sehr viele Farangs im Norden von Thailand. }}

PS: Die Nummer 24 wurde schon einige Male neu vergeben.
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