ThailandTIP Forum
Thailand lokal => Thailands Nachbarländer => Thema gestartet von: wufgaeng am 05. April 2014, 18:35:32
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Indonesien, Borneo, Kalimantan, Balikpapan, Berau, Maratua Atoll und die Insel Nabucco, mein neuer Reisebericht in diesem Forum.
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Wie schon im letzten Jahr angekündigt, zog es mich diesmal mit meiner Frau Nattaya nach Borneo in den indonesischen Teil Kalimantan. Eine beschwerliche Anreise, denn zuerst gab es einen notwendigen Stoppover in Singapur, ein neues NonImm Visa war fällig. Über Singapur muss man nicht mehr viel berichten; der Stadtstaat hat viel Gutes und viel Nachteiliges.
Das Gute: die Leute wissen sich zu benehmen und selbst in Little India spuckt keiner seinen Betelnusssaft auf die Straße,
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das Negative: totaler Polizeistaat, wo man selbst nach dem Pinkeln kontrolliert wird, ob man auch wirklich den Knopf zur Spühlung drückte.
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Drei Tage später saßen wir im Flugzeug nach Balikpapan.
Die Großstadt hat etwa 435.000 Einwohner und gilt als die Hauptstadt von Kalimantan, dem indonesischen Teil der Insel Borneo.
Nach einem zweieinhalbstündigen Flug von Singapur gab es für mich erst mal ein Aufatmen, denn als Genussraucher konnte ich mir eine Sumatra-Zigarre anzünden, ohne zur Schau in einem Glaskasten sitzen zu müssen.
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Noch am selben Tag flog die Sriwijaya Air eineinhalb Stunden weiter nach Berau, eine Ortschaft mit 180.000 Einwohnern im Nordosten von Kalimantan und unser Ausgangspunkt zum Maratua Atoll und zur Insel Nabucco.
Von hier aus startet morgen mein bebilderter Bericht:
Die Passage von Berau zur Insel Nabucco
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freue mich schon
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Auf gehts
Spannung
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Oft werde ich von Freunden und Bekannten gefragt, was mich bewegt, in so eine abgelegende Gegend zu reisen, und wer hat mich zu einer Tour zur kleinen Insel Nabucco animiert.
Nabucco? Den Namen kennt man eigentlich nur aus der Oper von Verdi und bringt ihn nicht in Verbindung mit einer Insel in der Celebes Sea.
Tatsächlich wurde eine kleine Insel im Maratua Atoll vor etwa 15 Jahren von einem deutschen Tauchsportunternehmer nach der Oper benannt und steht so seitdem in jeder Seekarte.
Ein Freund, ein leidenschaftlicher Tauchkollege und Arzt für Tauchmedizin machte mich vor Jahren auf die Insel aufmerksam, indem er mir seine spektakulären Unterwasser-Fotos aus dieser Gegend zeigte.
Am Flughafen Bandar Udara Kalimarau werden wir von einem einheimischen Reise-Agenten empfangen und nach einer halbstündigen Fahrt zum Pier nach Berau gebracht, wo ein Expressboot für die Fahrt nach Nabucco auf uns wartet. Unterwegs noch mal kurze Gelegenheit für den Einkauf von Obst und dem TopUp meiner indonesischen SIM Card. Wir haben viel Gepäck, denn meine mitgeführte Tauchausrüstung alleine wiegt schon über 20 Kilo. Ein bisschen Eile ist geboten, denn das Boot wird noch über 3 Stunden brauchen um unser Zeil zu erreichen. Wir wollen die Insel nicht bei völliger Dunkelheit ansteuern müssen, letztendlich war es dann doch so.
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Der neu gebaute und moderne Flughafen Bandar Udara Kalimarau, Eintrittsportal nach Berau.
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Die Baitul Hikmah Moschee am Pier von Berau und unserem Ausgangspunkt der Passage nach Nabucco.
Der Mullah ruft zum Gebet und die Anwohner aus der Umgebund kommen zum Salat (Gebet).
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Gläubige Muslimas beim Gebet.
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Im Hafen von Berau. Viele Handelsschiffe aus Sulawesi, die die Provinz Berau und Ost-Kalimantan mit Frischwaren versorgen.
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Unser Expressboot wartet auf unsere Überfahrt nach Nabucco.
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Auf diesem Ausriss aus der Google Earth Karte zeichnete ich den Fahrweg von Berau ins Maratua Atoll ein.
Etwa 80 Seemeilen = 148 km liegen vor uns, das erste Drittel entlang stromabwärts dem Berau River.
Die Sachen sind schnell verstaut, schon geht es los mit Highspeed Richtung offene Celebes Sea.
Mit Highspeed geht es hier auch morgen weiter. ;D
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Wir verlassen gerade den Hafen von Berau, als das Boot auf Geschwindigkeit geht. Zwei 150 PS Yamaha Außenboarder bringen das Expressboot auf bis zu 35 Knoten, das entspricht gut etwa 65 km die Stunde. Solange wir den Berau Fluss fahren, kann der Skipper die Geschwindigkeit einhalten, denn es gibt kaum Wellen.
Für mich geht die Fahrt fast zu schnell, denn ich will mehr in Ruhe fotografieren und näher am Ufer vorbeifahren, aber dafür ist leider keine Zeit. Wir haben noch eine lange Strecke vor uns und auf dem offenen Meer ist die Wasseroberfläche nicht mehr so glatt. In den späten Nachmittagsstunden ist das Licht besonders farbintensiv, aber auch schwächer. Vom Speedboot aus können mir nur mit einer Verschlusszeit von 500tel bis 1000tel einigermaßen scharfe Fotos gelingen und bei schwächeren Sonnenlicht geht das nicht so gut.
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Zwei Jungen am Pier beobachten unsere Abfahrt von Berau.
Der Name Berau kommt übrigens aus der holländischen Sprache, so hieß dort das Sultanat im 19. Jahrhundert.
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Wir verlassen die Stadt Berau stromabwärts den Berau Bengawan (Fluss), der Skipper gibt Gas.
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Im Cockpit des Bootskippers.
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Die Ortschaft auf der anderen Seite des Berau Flusses heißt Gunung Tabur.
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Zwei Mal 150 PS bringen unser Boot auf fast 65 Kilometer die Stunde.
Ein Wasserski-Sportler hätte seine wahre Freude, hinter uns dranzuhängen.
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Batu-Batu, eine kleine Ortschaft am Ufer des Berau Flusses, mit der örtlichen Moschee im Dorf.
Wir fahren noch etwa eine Stunde auf dem Fluss bis wir das offene Meer erreichen, die Celebes Sea.
Die idyllischen Aussichten zum Ufer des Flussen passieren leider viel zu schnell, um sie ausreichend genießen zu können.
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Die Fahrt auf dem Berau Bengawan (Fluss) zum offenen Meer der Celebes Sea dauert eineinviertel Stunden, es sind etwa 32 Seemeilen = 60 Kilometer.
(Bengawan ist ein altes javanesisches Wort für einen Fluss, sonst Fluss = indonesisch Sungai.)
Je mehr wir uns dem Meer nähern ist der Fluss von den Gezeiten beeinflusst; bei Ebbe gibt es stellenweise keine Passiermöglichkeit mehr. Unser Skipper hat eine über 10 Jahre lange Erfahrung, die Strecke nach Nabucco zu fahren. Fast jede Woche zweimal hin und her, nicht nur um die Gäste abzuholen oder zurückzubringen, sondern auch um Frischwaren und Mineralwasser zu transportieren. Also verlassen wir uns voll auf seine Fahrkünste, was wir ein wenig später noch zu spüren bekommen sollen, wenn am Abend und in der Dunkelheit meterhohe Wellen das Boot zum Spielball machen.
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Unberührte Wälder links und rechts des Flusses, hier hat der Mensch noch nicht gewüstet.
(Fragt sich nur, wie lange noch?)
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Ein Fluss- oder Binnenschlepper auf dem Weg zurück zu seinem Heimathafen in Berau.
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Vielseitige Vegetation am Uferrand. In den Palmblätter bewegen sich zahllose Nasenaffen.
Es geht hier zu schnell vorbei und einige diese Affen auf die Linse zu bekommen.
Doch zwei Wochen später hatte ich mehr Glück, die Fotos werde ich später noch setzen.
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Das Dorf am Ufer des Berau Bengawan heißt Tanjung Redeb, jetzt sind es nur noch wenige Seemeilen zum offenen Meer.
Ein paar Bilder kommen noch, bevor der Abend und die Dunkelheit einbricht.
Wir sind nur 50 Seemeilen nördlich des Äquators, um 6 Uhr ist Sonnenuntergang und wir haben noch über zwei Stunden Fahrt vor uns.
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Hallo Wolfgang
Mal wieder ein sehr schön bebildeter Reisebericht mit enormer Informations-Bandbreite ;}
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Hallo Achim, danke für Dein Interesse und danke auch allen anderen Foristen für Eure Kommentare und möglichen konstruktiven Hinweisen, die ich immer gerne willkommen sehe. Gelegentlich bitte ich wieder Dich oder einen Deiner Kollegen-Mods um Hilfe, sollte mir einer meiner Freunde in Indonesie empfehlen, bei meinen Texten etwas zu ergänzen, zu verbessern oder zu verändern. Meine Freunde und Bekannten in Borneo, Java und auch in Bali klicken und lesen mit.
Ich bin noch emsig dabei, über 800 Fotos zu selektieren und editieren, darum kann es gelegentlich zu Verzögerungen kommen.
Grüße von zuhause in Bangkok Wolfgang
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Wir sind kurz vor der Flussmündung ins offene Meer als ich noch das letzte Dorf am Ufer ins Visier nehme. Es heißt Sembalang, wir hören den Mullah vom Minarett der Moschee im Dorf durch den Lautsprecher singen, um die Bewohner zum Abendgebet zu rufen.
Die Sonne steht knapp über der Horizontlinie und wir passieren ettliche Fischerreusen. Die Fischer hausen nachts in kleinen Hütten auf einem Gestell, das mitten im Meer errichtet wurde.
Es sind unzählige dieser Reusengestelle, dass ich mich frage, wie der einzelne Fischer noch seinen richtigen Weg zum richtigen Gestell finden kann.
Plötzlich ist es stockfinster. Unser Bootsführer hat Mühe, das Expressboot auf dem richtigen Kurs zu halten, denn die Wellen dürfen nicht von der Seite kommen. Der Bootsjunge steht ganz vorne am Bug und leuchtet mit einem Scheinwerfer die Gegend nach Pinnacles, also herausstehenden Felsen, ab, denn eine Kollision wäre fatal.
Die Fahrt geht noch mehr als zwei Stunden durch die bewegte Celebes See, bis wir im Schutz des Atolls in eine vollkommen ruhige Situation wechseln, aber dafür auf herausstehende Sandbänke achten müssen.
Schließlich, es ist erst kurz nach Acht, begrüßt uns Martin, der Manager, mit seiner Belegschaft mit einem Willkommendrink am Landungssteg von Nabucco Island.
Ein sehr schmackhaftes, reichhaltiges, indonesisches Abendessen war die Belohnung für unsere Strapazen und den turbulenten Abschluss der Passage von Berau zum Maratua Atoll.
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Mein Photoschooting in Richtung Flussufer und zu den anliegenden Ortschaften.
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Das Dorf Sembalang an der Flussmündung des Berau Bengawan zur offenen Celebes See.
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Fischerreusen-Gerüste auf dem offenen Meer. Die Fischer hausen in kleinen Hütten auf dem Gestell.
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Prächtiger Sonnenuntergang über der Celebes See.
Die Celebessee wird auch Sulawesisee genannt und ist ein 472.000 km² großes Randmeer im Pazifischen Ozean.
Unsere Zufahrt zum Maratua Atoll.
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Danke fuer die "Reise" ;}
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Der erste Tag auf Nabucco Island. ist ein total verregneter. Tiefschwarze Wolken ziehen über den Himmel, zeitweise alles nur noch grau. Ich gehe kurz zum Landungssteg, um meine Tauchausrüstung zu prüfen und in meinen zugeteilten Korb zu legen.
Welcome to paradise
Das Paradies in Regenwolken. Ein typisches Tropentief zieht über uns her.
Für uns Sporttaucher ist Regen kein Hinderniss, denn unter Wasser ist man sowieso schon nass. Ein Sonnenschein jedoch bringt die Farben unter Wasser viel mehr zum Leuchten.
Wir sind aber nicht in den Alpen, wo sich die Wolken oft wochenlang festsetzen und man dann auf einer Ferienhütte nichts anders tun kann, als Kochen, Essen, Trinken und Canaster spielen.
Am selben Abend schon wird es heller und ein nächster Sonnentag steht uns bevor.
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Willkommen im Regen.
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Die Boote bleiben am Steg. Am ersten Tag ist sowieso noch kein Tauchausflug angesagt.
Nach der strapaziösen Überfahrt vom Tag davor ist ein Ruhetag fällig.
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Verregnete Veranda, klatschnasse Liegestühle, die an diesem Tag nicht gerade zum Sonnen-, ich meine Regenbaden einladen.
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Am späten Nachmittag sieht es schon ein wenig besser aus. Eine Rundfahrt um die Insel wird organisiert.
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Erstmals haben wir einen Überblick über die Größe der Insel Nabucco. Man kann sich auf ihr nicht verlieren. Nach 15 Minuten Fahrt haben wir sie schon umrundet.
Auf der zwei Hektar großen Insel sind 8 Doppelbungalows und ein Einzelbungalow im landestypischen Still errichtet. Rund um die Insel gibt es mehrere kleine Sandstrände.
Der erste Einduck ist ein guter, der nächste Tag ein besserer - und es wird jeden Tag noch besser.
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@wufgaeng
Danke für deine immer farbenfrohen interessanten Reiseberichte {*
Gibt's da eigentlich auch Bier oder ist man da auf dem "trockenen"?
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ja @schiene, es gibt da auch Bier.
Wir sind ja nicht auf Hawaii (wer sich noch an die Schnulze erinnern kann "Es gibt kein Bier auf Hawaii …")
Das Bier heißt Bintang und ist immer noch legal zu haben.
In Indonesien wird ja zurzeit diskutiert, den Alkohol zu verbieten, um die Kriminalität zu steigern und ein paar Bonzen mit Alk-Business noch reicher zu machen.
--C
Aber soweit und so blöd sind sie in der Regierung noch nicht, das Bier zu verbieten.
Morgen gehts weiter, Gruß Wolfgang
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es gibt da auch Bier
Vermutlich aber kein Suesswaser zum duschen. Zutreffendenfalls waere ein Aufenthalt heutzutage dort fuer mich nicht moeglich.
2 mal Malediven mit Salzwasserduschen, so schoens auch war (nur Schnorcheln), hat sich in mir festgesetzt.
fr
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Süßwasser?
Ein wichtiges Thema, das hier angesprochen wird:
Auf der Insel gibt es eine voll funktionierende Entsalzungsanlage, die zur jeder Tages- und Nachtzeit ausreichend Süßwasser produziert. Mangel an Süßwasser war nie ein Problem zum Duschen, Baden und auch nicht zum Trinken. Die häufigen Regenfälle füllen außerdem ständig wiederholt die Wasservorratstanks.
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Eine wichtige Frage ist bereits mit "ja" beantwortet: Gibt es genug Süßwasser. Mit Salzwasser duschen ist wirklich eklig.
Auch an all der anderen wichtigen Ausstattung fehlt es nicht:
Lebensmittel kommen vom Festland, Gemüse und Obst meist aus Sulawesi. Einiges von der Insel selbst und vom Atoll.
Trinkwasser ist Mineralwasser von der Fa. Aqua, seit 1998 in Indonesien von der französischen Fa. Danone vertrieben.
Warmwasser kommt von Sonnenkollektoren, bei bedeckten Himmel eher lauwarm, aber ausreichend.
Der Wasserdruck ist genügend, es tröpfelt nicht nur aus der Dusche wie ich so oft woanders erlebe.
Strom ausreichend rund um die Uhr 220 Volt, überall genügend Steckdosen, wichtig zum Aufladen der Akkus.
Klimaanlage in der Hütte, funktioniert immer, brummt aber ein bisschen, da sie an der Holzwand montiert ist.
Internet manchmal gut, oft sehr langsam aber generell vorhanden. Für Notfälle sehr wichtig. Vorbeiziehende dichte Wolkenfelder können die Verbindung schon mal für Stunden kappen.
Fernsehhglotze gibt es keine und man vermisst sie auch nicht.
Füllstation der Taucherflaschen ausgezeichnet gut. Auch Sauerstoff angereichert (NITROX) kann gefüllt werden. Den Generator hört man nicht, der dröhnt weit abseits.
Unternehmungsmöglichkeiten: Ein Highlight für Sporttaucher und Schnorchler. Tagesausflüge zum Atoll und Nachbarinseln.
Sonnenbaden sehr bedenklich, durch die Nähe des Äquators ist die UV-Strahlung sehr intensiv - und braun werden gilt in diesen Ländern sowieso als hässlich.
Schwimmen ist wegen der Gezeitenströmungen auch bedenklich und nur während der Flut ratsam.
Verpflegung ganz ausgezeichnet. Die Küche ist Spitzenklasse. Kein Abklatsch westlicher Kochversuche, sondern lokale indonesische Küche bester Qualität. Wer es weniger scharf mag sollte es vorher sagen.
Musik aus Lautsprecherboxen, die auf der Veranda und and der Bar montiert sind. Prima Auswahl, keine nerviger bumm bumm Disco-Tech und keine schmalztriefende Schnulzenberieselung, sondern gut gewählte Rock-, Jazz und indonesische Folksmusik. Natürlich: Musik ist immer auch Geschmacksache, aber hier werden all die anwesenden Gäste zufrieden gestellt.
Massagen nach dem Tauchgang - eine Wohltat (natürlich seriös).
Und für medizinische Notfälle muss man schnell zum Atoll,
Es ist keine Hochsaison, wir belegen zu zweit ein Doppelbungalow. Die überaus freundliche Belegschaft ist immer zur Stelle, wenn wir sie brauchen. Ein Loch im Dach der Hütte wird schnell geflickt - es ist unsere bislang einzige Reklamation.
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Unser Doppelbungalow für zehn Tage, wir belegen die linke Seite.
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In der Hütte (unsere Flitterwochen aber waren vor 34 Jahren).
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Der Strand vor unserem Bungalow bei Ebbe. Man kann beinahe zur Atollinsel Maratua hinüberlaufen.
Die Höhe zwischen Ebbe und flut beträgt fast zwei Meter.
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Das Bungalow nebenan. Das Inselresort hat 8 Doppel- und ein Einzelbungalow, also Platz für 34 Gäste, mit Kindern auch mehr.
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Meine Frau Nattaya (Salama) mit Alfons, dem Personalmanager.
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Reizendes und immer freundliches Personal.
Die Mädchen machen den Zimmerservice und arbeiten in der Küche, die Jungs dienen als Tauchguides, füllen die Flaschen, fahren die Boote und bedienen uns an der Bar und am Esstisch auf der Veranda.
Edit: auf Anfrage von wufgaeng Bild neu verlinkt
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schöner illustrierter Bericht, danke freue mich schon auf mehr }}
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Die Insel Nabucco wird auf indonesisch Pulau Pabahanan, auf deutsch Insel der Korallen genannt. Warum eigentlich der Name Nabucco?
Als vor etwa 15 Jahren der deutsche Schwabe und Eigentümer Walter Harscher sich über eine neue Namensgebung Gedanken machte, wie man dieser kleinen Insel mit seinem unaussprechlichen indonesischen Namen einen einfacheren und prägnanteren geben könnte, saß er in Düsseldorf gerade in einer Pizzeria - und die hieß, rate mal - Nabucco.
Ich selbst war anfänglich im Irrglauben, bei dem Namen handelte es sich um einen Zufall, doch dem war nicht so, wie ich es auf der Insel erfuhr.
Auf der 20.000 m² kleinen Insel hat man für die Errichtung des Resorts keine einzige Palme gefällt. Im Gegenteil, die Lage aller Stelzenbungalows wurden nach den Vorgaben der Natur errichtet, die Palmen als gestalterisches Element genutzt.
Eine umweltverträgliche Abwasserentsorgung, eine eigene Süßwasseraufbereitung, ein Regenwasser-Sammelsystem, eine Warmwassergewinnung durch Solarenergie und ein landestypischer Baustil mit einheimischen Hölzern machen aus dem Resort etwas besonderes, das man in den meisten anderen Touristenzentren seit langem und für eine lange Zukunft verdorben hat.
Ein kleines Taucherparadies, wo sich auch meine Frau, eine Nichttaucherin, 10 Tage pudelwohl fühlte.
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Der Landungssteg und die Veranda des Restaurants.
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Ausblick vom Landungssteg zur Bar und zum Restaurant.
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Ein kleiner Strand zwischen den Stelzenbungalows.
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Die Veranda auf Stelzen.
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Der Strand bei Ebbe.
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Niedrigster Wasserstand bei Ebbe, man kann zur nächsten Insel waten.
Wegen der scharfen Steine und Korallen sind gute Badeschuhe Voraussetzung.
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Wieder mal
fantastische Fotos
und toller Bericht
weiter so und Danke
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Nabucco ist erforscht, viel mehr gibts von der Insel nicht mehr zu berichten. Schon am ersten Tag war alles erkundet, inklusive der Begegnungen mit den Haustieren auf der Insel: Drei Warane, davon einer 1,80 Meter lang, die sich seit vielen Jahren an die immer wechselnde Gäste gewöhnt haben und jetzt vollkommen zahm sind (aber manche Gäste gewöhnen sich nicht an zahme Warane!), zwei Hauskatzen und viele Flughunde, die man besonders in den Abendstunden an den Baumästen hängen sieht. Sonst noch viele verschiedene Vogelarten in den Palmen.
Jeden Tag sind drei Tauchgänge im Programm, an machnen Tagen Ausflüge zum Atoll und anderen Inseln. Mit den Highspeed-Booten ist man schnell woanders.
Ein paar Fotos von der Insel will ich noch setzen, bevor wir am nächsten Morgen ganz früh aufstehen und während der Gezeitenströmung unter Wasser gehen, denn in der Strömung ziehen die Großfische und tausende Barracudas an uns vorbei.
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Ein einsamer Strand auf der Rückseite der Insel. Bei Ebbe hat sich das Wasser sehr weit zurückgezogen. In den Tümpeln entdeckt man Krebse und Muscheln.
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Ein paar Meter weiter der nächste Strand. Man könnte meinen das Foto wäre gemalt.
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Hier haben sich ein paar Gäste die Mühe gemacht, die Strecke nachhause abzumessen.
Selbst Hintertux wurde nicht vergessen, dafür aber Bangkok, Phuket und Pattaya.
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Die Wege sind sorgsam abgegrenzt, gekennzeichnet und nachts beleuchtet.
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Rund um die Insel ist man in fünf Minuten.
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Herabfallende Kokosnüsse knallen gelegentlich aufs Dach, man sollte sich vor ihnen in Acht nehmen.
Am nächsten Morgen stehen wir sehr früh auf, ich mache ein paar Fotos von der Dämmerung. Dann geht es los zum Big Fish Country, es wird spannend.
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Heute, es ist der 25. März, Phase Halbmond, die Strömungen günstig und eine gute Chance, Großfische zu begegnen. Unter Großfische meine ich große Haifische.
Wir stehen vor Sonnenaufgang auf, denn die Gezeitenströmung sollte unbedingt beachtet werden. Zu dem bieten sich in der Morgendämmerung für ein paar Fotos besondere romantische Motive des Sonnenaufgangs an.
Wir füllen die Flaschen mit angereicherten Sauerstoff (NITROX), denn es ist damit zu rechnen, dass wir in der Tiefe die Grundzeit verlängern müssen, also die Minuten-Anzahl, die wir in der Tiefe bleiben können, ohne eine lange, notwendige Dekompression beim Auftauchen. Normalerweise beträgt der Anteil an Sauerstoff 21 %, wir erhöhen ihn auf 36 %.
Schon bei Abtauchen kamen wir in eine gewaltige Strömung und hatten Mühe, in der Gruppe zusammen zu halten. Auf etwa 23 Meter Tiefe haken wir uns am Riff fest, um nicht mit der Strömung mitgezogen zu werden. Wir flattern in der Strömung wie eine Fahne im Wind und warten auf die vorbeiziehenden Haifische.
Keine idealen Voraussetzungen, um mit meiner Handtaschen-Kamera gute, scharfe und nahe Aufnahmen zu schießen; das Licht noch düster, ich bin durch die Gezeitenströmung ständig in Bewegung und die Haie sind äußerst schnell in ihren Bewegungen, dann meist zu weit weg. Die Sichtweite unter Wasser vielleicht 15 Meter, 10 Meter ist schon weit. Das Waasser trüb und voller Plankton.
Trotz allem, ein paar Schnappschüsse der scheuen Grauriffhaie sind mir dann einigermaßen gelungen, und die will ich hier mal posten. Die Hammerhaie sind äußerst schnell in ihrem Schwimmverhalten, wir haben sie nur immer Sekunden vor unseren Augen.
Die Riff- und Hammerhaie sind zwar scheu, aber dennoch neugierig, wer wir eigentlich sind. Sie kommen in der Strömung, sind sofort wieder weg und kommen nach ein paar Minuten wieder.
Vielleicht weil sie dann begriffen haben, dass wir Taucher keine gefährlichen Lebewesen sind und nicht beißen.
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(Sarkasmus - Ende: Tatsächlich ist der Mensch das Untier, das jedes Jahr Millionen Haifische abschlachtet, um großkotzigen Bonzen die begehrte Haifischflossensuppe vorzusetzen, während Haie sehr selten Menschen angreifen, das gibt es meist nur im Horrorfilm.)
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Am Steg in der Morgendämmerung, Aufbruch in wenigen Minuten.
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Die Insel im Gegenlicht der aufgehenden Sonne.
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Mit einen Riffhaken verankert warten wir flatternd in der Strömung auf die Haifische. Geduld und ausreichend Luft ist notwendig.
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Ein grauer Riffhai ist der erste, der an uns vorbeizieht.
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Dieser Riffhai kommt ein wenig näher.
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Der letzte Sichtkontakt mit einem grauen Riffhai.
Nach etwa 13 Minuten ist die Zeit zu Ende, wir müssen langsam höher steigen, um nicht in die Deko zu kommen, d.h. Aufstieg ohne der Notwendigkeit einer langen Dekompression.
Der graue Hai ist neugierig, aktiv und meist schnell schwimmend. Das soziale Tier bildet teils am Tag Schulen; auffällig sind Schulen von jungen und subadulten Tieren. Dieser Riffhai ist zwar am Tag zu sehen, als wir in der Gezeitenströmung auf ihn warteten, aber sonst eher nachts aktiv und auf Beutefang. Erwachsene Tiere zeigen ein ausgeprägtes Revierverhalten. Eindringlinge werden durch Drohverhalten wie schnelles Schwimmen mit übertriebenen Bewegungen der Schwanzflosse, Senken der Brustflossen, Kopfrollen und Buckelbildung gewarnt. Danach folgt ein einzelner, meist nicht tödlicher Biss.
Trotz des deutlichen Drohverhaltens erwachsener grauer Riffhaie wurde über Angriffe auf Menschen selten berichtet.
Diese Riffhai-Gattung steht wegen vom Aussterben gefährdeter Arten seit dem Jahr 2000 auf der Roten Liste.
Unser Tauchgang ist noch nicht zu Ende. In einem höheren Level ziehen an uns tausende Barracudafische vorbei. Hier sind mir viele Aufnahmen gelungen.
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Big Fish Country heißt der Tauchplatz, an dem wir die big sharks vorbeiziehen sehen. Wir wechseln in eine höhere Lage und kommen hinter einem Riff in den Strömungsschatten. Auf einmal erlebe ich einen Barrakuda-Schwarm wie ich mir einen solchen nie vorher hätte vorstellen können. Mir bleibt der Atem stehen, obwohl ich eigentlich noch genügend Luft in der Reseve habe.
Erst eine kleine Gruppe dieser tropischen Raubfische, dann werden es immer mehr. Die Sicht nach oben verdunkelt sich und tausende Barrakudas ziehen über, unter und neben uns vorbei. Wir sind auf etwa 15 Meter Tiefe und haben noch genug Luft, um dieses Schauspiel ausgiebig genießen zu können.
Barrakudas haben den Ruf, für Menschen gefährlich zu sein, und werden in manchen Gegenden mehr gefürchtet als Haie. Ihre Angriffslust scheint aber je nach Region unterschiedlich zu sein. Kleine Barrakudas machen nur Scheinangriffe. Große Barrakudas scheinen von blinkenden und blitzenden Gegenständen zum Angriff verleitet zu werden. Die großen Unterkieferzähne der Barrakudas reißen schwere Wunden, die zu großem Blutverlust führen können. Im großen Schwarm aber sind Barrakudas kaum gefährlich, sondern folgen brav ihren Fischkollegen. Bei der Begegnung mit diesen unzähligen Raubfischen hat kein einziger dieser Tausenden an uns Interesse.
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Der Tauchgang geht weiter, wir ziehen in den Strömungsschatten.
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Erst eine kleine Gruppe junger Barrakudas, doch schon bald werden es mehr und mehr.
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Zielstrebig folgen sie ihrem Schwarm, und es kommen noch mehr dieser Raubfische.
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Mittlerweile sind sie überall, über uns, unter uns neben uns, vor uns und hinter uns.
Bald scheint es so, als gehören wir dazu.
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Meine Kamera schoss ein Bild nach dem anderen, doch Blitzen sollte man nicht, denn das Blitzlicht könnte bei Einzelgängern einen Angriff auslösen.
Die Fotos zeigen nur annähernd die Vielzahl dieser Fische, einen kleinen Eindruck dieses Schauspiels aber sollen sie hier geben.
Als Nachzügler kommt noch ein Zackenbarsch, der eigentlich nicht zum Schwarm der Barrakudas gehört aber hinterher schwamm. Den Großfischen kann er durchaus zugeordnet werden.
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@wulfgaeng
Zitat : "...dass wir Taucher keine gefaehrlichen Lebewesen sind und auch nicht beissen "
Oder aber auch,weil ihr Taucher nicht in das Beuteschema der Haie gepasst habt,bzw.
weil ihr euch richtig verhalten habt.
Das waere meine Frage - wie und wo lernt man das richtige Verhalten ? Das Wissen,wo
ein Taucheranzug dem Hai (speziell vor Suedafrika) signalisiert,es koennte eine Robbe
sein und er angreift.
Was ist an der Geschichte dran,dass bei einem Haibiss der Tod infolge der nichtmoeglichen
Schockbehandlung eintritt und erst in zweiter Linie durch Blutverlust ?
Letzte Frage : Schuetzt ein Taucheranzug vor dem toedlichen Stich eines Stachelrochens ?
Jock
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Hallo Jock,
Deine Frage ist gut platziert, denn für uns Sporttaucher gibt es immer ein paar wichtige Regeln, die jeder von uns ernst nehmen sollte.
Für Tauchtouristen ist die Begegnung mit Haien immer ein Highlight, ein besonderes Erlebniss, auf das der Betroffene vielleicht schon lange Zeit gewartet hat. Ein Tourist plant möglicher Weise schon Wochen und Monate seinen Tauchurlaub und erwartet als Ergebniss Erfolge mit Begegnungen der Großfische. Das verleitet viele Tauchführer, Haie, oder auch andere Großfische, mit mitgebrachten Futter, oder Geruchslösungen anzulocken, was wir grundsätzlich ablehnen. Die Tiere sollen sich nicht an Fütterungen gewöhnen. Man hörte bereists von "Miss-Situationen", dass Haie vermeintliche Futtergeber schon mal angegriffen haben. Die Natur regelt den Futterhaushalt, da sollte der Mensch nicht eingreifen.
Haie in den Gewässern von Thailand, Myanmar, weiten Teilen von Indonesien gelten als scheu und nicht als aggressiv. Der Taucher ist nie eine Beute oder ein Gegner der Haie, bei einigen Gattungen (Ammenhaie) manchmal sogar Spielpartner. Die Begengung mit einem Walhai ist das Top-Highlight, er ist der größte Fisch - und absolut harmlos, denn er frisst nur Krill und Plankton.
Jedes Jahr werden dem International Shark Attack File (ISAF) in Florida weltweit zwischen 50 und 75 Haiangriffe auf Menschen gemeldet; fünf bis zehn davon enden tödlich. Das ISAF wird von professionellen Haiforschern unterhalten und existiert seit 1958. Also ist beim näherem Betrachten nicht der Hai, sondern der Mensch der Übeltäter, denn viele Haiarten werden gejagdt und abgeschlachtet, nur um mit der begehrten Haifischflossensuppe einen satten Reibach zu machen.
Tatsache aber bleibt, dass bei einem Haifischangriff der verursachte Schock mehr Schaden anrichten kann, als der Blutverlust. Doch sollte nach jeder Haiattacke unverzüglich angemessene Schritte eingeleitet werden, um eine starke Blutung zu veringern oder zu stoppen.
Ich habe in all meinen Lebensjahren in Thailand NOCH NIE von einem Haifisch-Unfall gehört oder gelesen, wohl aber von hunderten tödlichen Verkehrsunfällen.
Antwort, letzte Frage: Der Taucheranzug - kurz Neopren - schützt eigentlich nur vor der Kälte und natürlich vor der Berührung scharfkantiger Korallen und Felsen, aber nicht vor Bissen oder Stichen der Meerestiere. Stachelrochen stechen durchaus durch jeden Neopren-Anzug, aber die Rochen sind selten aggressiv. Unfälle gibt es meist durch Unachtsamkeit, in dem man z.B. einen in Sand eingegrabenen Stachelrochen beim Berühren des Meeresbodens übersieht.
Bedenklich auch immer die Drückerfische, wenn sie ihr Brutnest verteidigen, die attackieren und beisen dann gerne. Im Süden von Thailand, bei Ko Phi Phi (Ko Ratcha Noi) erlang ein Drückerfisch Berühmtheit, man nannte ihn Jack the Trigger, weil er schon viele Sporttaucher angegriffen hatte.
Morgen geht der Tauchgang noch ein wenig weiter. Ich begegne einem Zackenbarsch, auch die haben beachtliche Beißerchen.
Gruß Wolfgang
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In den höheren Ebenen unseres Tauchgang tummeln immer noch zahllose kleine Barrakudas am Rand eine Riffwand. Der Riesenschwarm von tausenden großen Raubfischen ist vorbeigezogen, als ein Nachzügler einer anderen Fischsorte noch ein Stückchen mitzieht und dann umkehrt. Ein Riesen-Zackenbarsch, der mehr als ein Meter groß ist.
Dunkle Riesenzackenbarsche können mit eine maximale Länge von 2,7 bis 3,0 Metern und ein Gewicht von 400 Kilogramm erreichen, er ist der größte in Korallenriffen lebende Knochenfisch.
So groß ist unser Fotomodell nicht, aber dennoch sehr beeindruckend. Es ist immer Vorsicht geboten, denn auch dieser Fisch hat furchterregende Beißerchen.
Nach 40 Minuten Tauchzeit zeigt der Finimeter nur noch 45 Bar, Aufstieg und ein Sicherheitsstopp sind notwendig. Bei 10 - 7 Metern Tiefe erleben wir noch einen runden Abschluss des Tauchgangs, einen Leoparden-Drückerfisch und zahllose Schildkröten, die bisher in diesen Gewässern noch einen großen Bestand erhalten konnten.
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Kleine Barrakudas am Riffrand und ernähren sich von Grundeln und Ährenfischen.
(https://farm8.staticflickr.com/7436/13866156393_2bd9ccb856_z.jpg)
Ein Riesen-Zackenbarsch am Ende des Fischschwarms. Sie sind unverträgliche, angriffslustige, in Revieren lebende Einzelgänger und fressen vor allem Langusten, kleine Meeresschildkröten und manchmal auch kleine Haie.
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Die Zähne eines Zackenbarsches sind furchterregend.
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Ein Leoparden-Drückerfisch im freien Gewässer.
Die Ursache für die ungewöhnliche Färbung des Leoparden-Drückerfisches ist die "Kontierschattierung". Dabei handelt es sich um eine Tarnung mit einer Farbgebung, die die Oberseite dunkel und die Unterseite hell färbt. Diese Tarnung hilft dabei, sich vor Fressfeinden zu tarnen um nicht ausfindig gemacht zu werden.
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Eine Meeresschildkröte in 5 Metern Tiefe.
Zum Abschluss unseres erlebnisreichen Tauchgangs präsentiert sich eine Schildkröte, die um uns herumschwimmt.
Vor etwa 110 Millionen Jahren haben sich im Rahmen der Evolution Meeres-Schildkröten und Landes-Schildkröten getrennt entwickelt. Das war vor langer Zeit, und jetzt war das Untier Mensch beinahe dran, die Meeres-Schildkröten in kürzester Zeit auszurotten.
Die Schildkrötensuppe ist weltweit von den Speisekarten gestrichen worden, hoffen wir, dass dies auch sehr bald mit der Haifischflossensuppe geschieht.
Insgesamt hatte ich 13 Tauchgänge. Es wäre zu viel, über jeden Tauchgang zu berichten. Einmal aber gehen wir noch mal unter Wasser - wenn Ihr wollt.
Im nächsten Beitrag fahren wir zur Insel Pulau Kakaban. Ein Treffen mit vielen Einheimischen, die auf Kakaban einen Urlaubstag verbringen.
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@Wulfgaeng
Ich kann mir gut vorstellen,dass so ein Tauchurlaub fuer einen Taucher
etwas grossartiges ist.
Fuer Jock waere es ein Albtraum.
Erstens misstraue ich der Technik(vielleicht weil ich mich nicht auskenne).Aber
der Gedanke,dass in 30 m Tiefe das Sauerstoffventil klemmt und ich keine
Luft mehr bekomme,stellt mir die Nackenhaare auf.
Zweitens misstraue ich der Meeresfauna,mit Ausnahme der Delphine und einem
suessen Robbenbaby.
Angefangen vom Hai ueber den Zackenbarsch,dem Barrakuda,dem Seeigel,dem
Stachlrochen bis hin zum Salzwasserkrokodil,sind alle fuer mich keine Kanditaten
fuer den Streichelzoo.
Drittens waeren mir Tauchurlaube auf Nabucco,deshalb zu gefaehrlich,weil,wenn
ein Unfall passiert (Bissverletzung oder Probleme bei der Dekompression)medizinische
Hilfe weit weg ist.
Was aber nicht heissen soll,dass ich dir deine Urlaube nicht goennen wuerde und warte
genauso wie alle anderen auf weitere Berichte.
Zum Stichwort " Rote Liste" faellt mir ein,dass sich die Natuer erst dann wieder
erholen kann,wenn der Mensch selbst auf dieser Liste steht.
Ich hoffe,du bist nicht sauer,wenn ich so in deine Berichte hineinplatze.
Gruss Jock
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nein @Jock, wieso sollte ich sauer sein?
Ich danke Dir und jeden Foristen für seine Meinungsäußerung, seine Kritiken, seine Verbesserungsvorschläge und eigene Beiträge, solange die Achtung des Anderen respektiert ist. Dafür sind gute Foren schließlich da.
In einer Weise unterscheide ich mich den meisten Anderen und lebe mit meiner Einstellung seit über 40 Jahre relativ gut bis sehr gut.
In Asien lebe ich, trotz meiner Unternehmungen, offensichtlich nicht unsicherer, als in europäischen Ländern, solange man nicht bewusst leichtsinnig oder fahrlässig handelt. Ein Verzicht auf dass eine oder andere mit dem Gedanken, "es könnte ja was passieren", bedeutet ein Verzicht auf eine große Lebensqualität, die ich fast mein ganzes Leben lang schon genieße.
Trifft es jemanden, dann vielleicht in einem Moment, wo alles "richtig" war (Beispiel Schuhmacher, das fällt mir gerade dabei ein).
Der Tauchsport ist kein gefährlicher Sport, solange man die Regeln streng beachtet. Aber der Tauchsport ist ein besonderer, denn bei jedem Tauchgang kommt dies einer intensiven Meditation gleich; man schwebt über eine andere Welt und gleichzeitig kommen wunderbare Gedanken auf.
Eine Angst vor dem Klemmen des Ventils, wäre gleichbedeutend einer Angst des Autofahrers vor dem Versagen der Bremsen. Trotzdem fahren zig Millionen ihr Auto und vertrauen dem Bremssystem, wie wir dem Atemsystem vertrauen, solange strickte Inspektionen regelmäßig durchgeführt werden.
Wir Sporttaucher vertrauen auf die Technik wie der Autofahrer, der Flugzeugpilot oder Fließbandarbeiter, aber - unterm Strich:
Die totale Sicherheit gibt es nie und nirgens.
Hat jemand Angst vorm Fliegen und steigt deshalb in kein Flugzeug, dann fliegt ihm vielleicht eines Tages ein Dachziegelstein auf den Kopf, womit er nun gar nicht gerechnet hatte.
???
Zum Stichwort " Rote Liste" faellt mir ein,dass sich die Natuer erst dann wieder
erholen kann,wenn der Mensch selbst auf dieser Liste steht.
Hoffen wir, dass die Spezie Mensch vorher zur Vernunft kommt, leider ist nicht damit zu rechnen.
--C
Gruß Wolfgang
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Wer einmal tauchen war wird es immer wieder tun und nie mehr missen wollen.
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@schiene hat vollkommen recht, auch der Bundes-Gesundheitsminister hatte schon einmal gewarnt:
Tauchen macht süchtig!
;D
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Martin, der Geschäftsführer auf der Insel Nabuco, begleitet mich bei diesem Thread.
Nach meinem Beitrag #19 vom 13. April 2014 sind die Hinweisschilder mit der Distanz zum Heimatort um ein Schild erweitert worden:
(https://farm4.staticflickr.com/3785/13909280904_80e21bf81e_z.jpg)
Danke Martin, es freut mich sehr, dies in diesem Beitrag zu erwähnen.
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Ausflug nach Pulau Kakaban
Einmal die Woche ist eine Tagestour zur Insel Kakapan im Programm. Diese Insel bietet eine ganz außergewöhnliches Naturspektakel, einen See voll mit kleinen und großen surreal erscheinenden Quallenfischen, die man nur wenige Zentimeter unter Wasser mit Maske und Schnorchel betrachten kann. Flossen sind hier verboten, denn man könnte mit einem Flossenschlag die Quallentiere verletzen.
Die Faszination kann ich mit meinen Fotos nur annähernd wiedergeben, das Farbenschauspiel und die fluoreszieren Quallen-Kopffüßler geben einem das Gefühl, in einer Fantasiewelt gelandet zu sein.
Aufffallend viele einheimische Ausflügler von den benachbarten Insel und vom Maratua Atoll sind zum gleichen Ausflug gekommen um dieses Naturereignis genießen zu können. Frauen und Mädchen mit Kopftuch, ganzer Kleidung und mit einer Schwimmweste, damit sie ja nicht untergehen.
Die Stimmung ist herzlich, bei jeder Begegnung werde ich aufgefordert beim Picknick mitzuessen und bei jedem Gruppenfoto muss ich unbedingt mit drauf sein.
Die Kinder springen vom Steg, die Mädchen plantschen im Wasser, alle wühlen soviel Sand vom Boden auf, dass von den Quallen zuerst nicht mehr viel zu sehen ist. Ein wenig abseits aber offenbarte sich die Pracht. Ich könnte mir vorstellen, dass Filmproduzenten von Fantasie- oder Sience-Fiction-Filmen wie bei dem Moviebuster Avatar oder der schweizer Maler und bildende Künstler Hansruedi Giger ihre Inspirationen sicherlich von solchen Naturerscheinungen geholt haben.
Die Insel Kakaban ist auch ein Platz auf der viele hunderte Schildkröten ihren Nachwuchs zeugen, aber dafür waren wir zu spät. Die Brutzeit der Schildkröten wäre ein, zwei Monate vorher gewesen.
(https://farm3.staticflickr.com/2907/13909468013_9e686f5529_z.jpg)
Ankunft am Steg der Insel Kakaban.
Selamat datang - Willkommen
(https://farm3.staticflickr.com/2823/13909409075_a36552dc4b_z.jpg)
Willkommen bei jeder Tafelrunde. Einheimische beim typisch asiatischen Picknick.
(https://farm8.staticflickr.com/7367/13909402015_570f1122d3_z.jpg)
Eine kleine Hütte auf Stelzen soll als Vorratsraum dienen.
Die Insel ist ein Naturpark, wir bezahlen einen kleinen Eintrittspreis und tragen uns ins Gästebuch ein.
(https://farm4.staticflickr.com/3801/13909818264_78afdf97f7_z.jpg)
Mutter und Tochter plantschen vollbekleidet.
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Die Pracht unter Wasser. Unzählige leuchtende Quallen.
(https://farm4.staticflickr.com/3731/13909827564_36d64ece28_o.jpg)
Keine Qualle ist wie die andere, jede hat sein eigenes Aussehen.
Die Natur zeigt bezaubernde, hinreißende Exemplare.
(https://farm8.staticflickr.com/7269/13886942176_41a4dd9b02.jpg)
Leuchtendes Farbenschauspiel, die Qualle ist nur ein paar Zentimeter groß.
Zwangsweise kommt man mit diesen Quallen auch in Berührung, das löst manchmal ein wenig Nesseln aus, ähnlich wie bei Brennnesseln, aber lang nicht so stark.
Extreme giftige Quallen, die böse Verbrennungen verursachen, sind keine in diesem See. Selbst Kinder - und die ganz besonders - haben ihren Spaß, im See zu plantschen.
Machen wir morgen noch mal einen Tauchgang und erleben die Farbenpracht der Korallen und Anemonen. Eine Begenung mit Clownfisch Nemo.
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Unser Aufenthalt auf Nabucco war für eine Woche vorgesehen. Gleich haben wir verlängert, denn 7 Tage vergehen verdammt schnell, besonders wenn die Tage mit so schönen Erlebnissen verbunden sind.
Bevor wir am 28. März die Rückfahrt nach Berau und den Weiterflug nach Balikpapan antreten, setze ich noch meine Bilder von zwei weiteren Tauchgängen in zwei weiteren Beiträgen, auch wenn man an den Bildern der Unterwasserwelt nicht gerade deutlich erkennen kann, dass wir in Indonesien, in Borneo, beim Maratua Atoll sind. Unter Wasser kann es woanders durchaus genauso aussehen. Beim Maratua Atoll aber präsentiert sich die Korallen-Landschaft besonders bunt. Eine Farbenvielfalt, wie sie leider in vielen anderen Gegenden, wie Malediven, Roten Meer, aber auch vielerorts in thailändischen Gewässern verloren gegangen ist (Verbleichung durch das Steigen der Wassertemperatur).
Wenn Korallen absterben, wird auch die Artenvielfalt geringer und ganze Ökosysteme brechen zusammen. Einige Korallenarten können ganz verschwinden und mit ihnen die Fische, die von ihnen als Nahrungsquelle abhängig sind oder sie als Platz zur Aufzucht ihrer Jungen benötigen.
Die Folge: die Fischer verlieren ihre Nahrungsgrundlage, der Tauchtourismus als Einkommensquelle verschwindet ebenso geht ein Schutz verloren, den die Korallenvielzahl vor einbrechenden Ozeanwellen bietet.
In diesem Bereich der Celebes See ist alles noch vorhanden, eine gesunde Unterwasserwelt mit gesunden Korallen, mit einer üppigen Fischvielfalt, ohne vorheriger gedankenloser Überfischung und - ganz wichtig - ein begrenzter und geregelter Tourismusverkehr. Wir Sporttauchtouristen kommen, um die Schönheit zu erhalten und zu genießen und nicht zu zerstören (Hochseefischer, Trophäensammler, Hobbyjäger, Jetski-Narren, ich könnte noch viele weitere bedenkliche "Sorten" aufzählen).
Weiter gehts mit meinen Bildern aus der Welt von Nemo:
(https://farm4.staticflickr.com/3818/13896937471_ea9bbf2f92_z.jpg)
Steinkorallen-Vielfalt. An den Spitzen erkennt man deutlich den Neuzuwachs.
(https://farm8.staticflickr.com/7150/13886282832_981afe5785_z.jpg)
Ein Büffelkopf-Papageifisch Einzelgänger. diese Fische können durchaus 1,20 Meter groß werden und 200 Kilos wiegen.
Diese Fische haben ein extrem kräftiges, schnabelartiges Gebiss, mit dem sie lebende oder abgestorbene Korallenstücke abbeissen und zermahlen. Dadurch schleifen die Zähne zwar schnell ab, wachsen aber genauso schnell wieder nach.
(https://farm8.staticflickr.com/7222/13909458403_4022577b0c_z.jpg)
Über eine Landschaft von mehr als 100 verschiedenartigsten Steinkorallen.
(https://farm4.staticflickr.com/3739/13920052965_06c755c351_z.jpg)
Nemo guckt aus den Anemonen ...
(https://farm8.staticflickr.com/7129/13920110753_2dfd5bc3be_z.jpg)
… kommt kurz heraus und ist ebenso schnell wieder in den Anemonen verschwunden.
Die Tiere sind leuchtend orange gefärbt, mit drei weißen Querstreifen, der mittlere mit einer nach vorne gerichteten Ausbuchtung.
Übrigens, es gibt echte und falsche Clownfische:
Die echten Clownfische bleiben in der Regel etwas kleiner und haben einen höheren Schwarzanteil als die falschen Clownfische. Vom Verhalten her sind beide Arten gleich.
(Soll sich da noch einer auskennen! Für mich sind sie beide echt!)
???
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Wunderbare Fotos, Danke dafür. {*
Viele Grüße
Samuispezi }}
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Das Nabucco Island Resort hat ein Hausriff, eine Flesenkante unter dem Wasser, die nur drei Minuten Fahrt vom Landungssteg des Resorts entfernt liegt. Ein wunderbarer Tauchplatz vor der Haustüre von unserem Bungalow. Wir machen einen Tauchgang entlang des Riffs und schauen, was da alles aus den Ritzen und Spalten herausschaut. Würde ich alle Fotos setzen, dann ginge dieser Thread endlos weiter, aber einige will ich nicht vorenthalten. Vielleicht kann mir jetzt so mancher nachfühlen, warum Tauchen süchtig macht.
(https://farm8.staticflickr.com/7266/13898983002_e9db6da56f_z.jpg)
Steinkorallen mit einem Schwarm von Falterfischen, die sich immer gerne in und an den Steinkorallen aufhalten.
(https://farm8.staticflickr.com/7215/13910283142_3aef46f2ab_z.jpg)
Farbige Nacktschnecken und andere Kleintiere in den Korallen.
(https://farm4.staticflickr.com/3700/13896934561_b1302b00cd_z.jpg)
Ein kleiner Lippfisch (?) in den Steinkorallen.
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Ein Anglerfisch schaut aus seinem Guckloch ...
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… wie eine Riesenmuräne, die an uns Tauchern interessiert ist. Manchmal kommen sie sogar heraus aus ihrer Höhle.
Ich bin immer wieder fasziniert, so eine Muräne zu sehen, aber man sollte sie immer mit Respekt behandeln, sie werden nur aggressiv, wenn man sie bedrängt.
(https://farm8.staticflickr.com/7189/13896940511_f8853ddee9_z.jpg)
Und immer wieder Schildkröten en mass. In diesen Gewässern haben die Wasserschildkröten noch einen natürlichen Bestand.
Wir verlassen die paradiesische Insel, denn auch nach der Verlängerung war die Zeit einmal vorbei. Die Rückfahrt nach Berau ist dieselbe wie die Hinfahrt, doch die Eindrücke sind verschieden. Andere Blickwinkel, andere Tageszeit, anderes Licht und eine andere Stimmung. Eine eindringliche und impulsive Erinnerung wird uns lange noch nachwirken und bleiben.
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@wulfgaeng
Wenn es dich zu Tauchparadiese zieht,wo kaum jemand zuvor ge-
taucht hat,google nach " Wolfgang Hausner und seiner Taboo ".
Im geheimen ist er mein grosses Vorbild,wie Lebensgestaltung ausschauen
kann.Leider ist es nie dazu gekommen.Immer waren andere Hindernisse im Weg
und jetzt ist es zu spaet.
Aber vielleicht gibt es ein Leben nach dem Leben !
Gruss Jock
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ja, @jock, auch für mich ist er ein Vorbild, genauso wie der Weltumsegler, Autor und Tierschützer Rollo Gebhard (†), der im Dezember letzten Jahres seinen Abschied nahm.
Weitere Vorbilder für mich sind und waren Reinhard Karl, der bedeutende deutsche Bergsteiger und, wenn ich weit zurückgreife, Alexander von Humboldt, der wirkliche Entdecker des Neuen Kontinents und ewiges deutsche Vorbild für mich und viele seiner Anhänger.
Die Gründe, wie jemand seine Freizeit nützt, sind immer sehr verschiedenartig, der eine steht auf Remidemi, die andere auf Shopping, die vielen anderen auf Ballermann. Ich begebe mich gerne in andere Länder, um bei den Menschen, über ihre Kulturen, Gebräuche, Lebensgewohnheiten zu lernen, aber in zweiter Linie, Landschaften zu genießen wie in diesen Fällen eine grandiose Unterwasser-Landschaft. Diese Eindrücke kann keiner mehr nehmen.
Gruß Wolfgang
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Frohe Ostern wünsche ich allen Foristen beim TIP und allen meinen Fotofreunden
Zehn Tage sind zu Ende gegangen, 13 Tauchgänge und ein sehr beeindruckender Tagesausflug zur Insel der Quallentiere Kakaban. Ein Reiseziel, das all meinen Erwartungen entsprach oder sogar noch übertroffen hat. Ein bisschen mühsehlig, dort hinzukommen, doch gerade deshalb etwas besonderes und von einer natürlichen, unverbauten, unverdorbenen Schönheit.
Eigentlich ist die Rückfahrt die selbe Route die wir gekommen waren und trotzdem ist sind die Eindrücke diesmal ganz andere. Am frühen Morgen um 8 Uhr wartet das Expressboot, uns und ein paar weitere Gäste nach Berau zurückzubringen. Eine Fahrt in den Morgenstunden und bei Helligkeit. Bei der ersten Etappe sehen wir zu den Nachbarinseln, die bei der Hinfahrt im Dunklen lagen. Die Inseln, an denen wir vorbeifahren, heißen Sangalaki, Nunukan und Samana, um einige zu nennen.
Zweieinhalb Stunden auf dem offenen Meer der Celebes See, die Rückfahrt ist wesentlich ruhiger als die Hinfahrt vor 10 Tagen.
Wir haben nicht viel Zeit zu verlieren, denn das Flugzeug nach Balikpapan geht am frühen Nachmittag. Letzte Gelegenheit bei dieser Reise, die Ausblicke zum Ufer des Berau Flusses genießen zu können.
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Noch einmal den schönen Ausblick genießen, es ist der letzte Tag.
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Die kleinen Pinnacles for unserer Hütte geben ein besonderen Vordergrund ab.
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Abfahrt vom Landungssteg des Nabucco Island Resorts.
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Letzter Blick zurück auf Nabucco Island.
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Anderes Schnellboot auf dem selben Weg nach Berau.
Ein paar Bilder folgen noch, doch erst mal genießt Euren Osterbraten.
Morgen, morgen, nicht mehr heute …
… sagen alle f….. Fotoleute, die ihre fotos noch nicht ganz fertig bearbeitet haben.
{--
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Die Fahrt geht bald zuende, wir erreichen sehr früh den Pier am Berau-Fluss, der 10 Tage vorher unser Startpunkt zu einem schönen Tauchurlaub nach Nabucco gewesen war. Zuerst sieht es so aus, als wenn ein klein bisschen größeres Containerschiff unseren Platz belegt, doch - ach so - unserer war ein paar hundert Meter weiter hinten. Mit dem Frachter wollten wir uns dann doch nicht anlegen.
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Wir passieren die Insel Sangalaki, noch eine Stunde Fahrt bis zur Einfahrt in den Berau Fluss.
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Das Dorf Kasai am Flussufer vom Berau Fluss.
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Batu Batu Village.
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Die Zufahrt zum Landungssteg in Berau.
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Im Hafen von Berau ein Container-Schiff beim Entladen.
Mit den fünf letzen Bilder unserer Rückfahrt beende ich die Etappe und hoffe, es war doch das eine oder andere interessant für Euch.
Eine Zugabe hätte ich noch aus Balikpapan zu bieten: meine Aufnahmen aus The Borneo Orangutan Survival Foundation, mit Fotos von Orangutans, von einer Tour auf dem Mahakam Fluss und den selten gewordenen Malaienbär, der ja mittlerweile in Thailand ganz ausgestorben ist.
Wenn Ihr wollt gehts morgen weiter.
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Aber Gerne immer wieder
Danke
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{*
vielen Dank für diese Show
ich habe soooo viel gelernt
soooo viele schöne Aussichten mit dir geteilt
und täglich gespannt am Abenteuer mitgemacht
die Welt ist ja so schön
ja gerne würde ich mir die Bilder von den Orangutans anschauen
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Danke Euch allen für Euer Interesse, ich berichte weiter von einem nicht allbekannten Reiseziel, das sich aber lohnt, zu besuchen.
Balikpapan und die 35 km entfernte BOS, Borneo Orangutan Survival Foundation, die weltweit größte und gemeinnützige Organisation zum Schutz der unmittelbar vom Aussterben bedrohten Orangutans in Indonesien.
Nicht nur die geliebten Menschenaffen, sondern auch die vom Aussterben bedrohten Malaienbären werden in diesen Reservat wieder aufgezogen und soweit gebracht, dass die Tiere in der Natur wieder ein selbstständiges Leben weiterführen können.
Ich berichte aber auch kritisch über die Misshadlung der Orangutans im Safariworld-Park Bangkok. Im diesem Park lebende Orangutans werden entgegen artgerechter Haltung dazu abgerichtet, auf Fahrrädern, mit umgehängten Trommeln oder durch eine (widerlich anzusehende) Orangutan Boxing Show ein meist gedankenloses Publikum zu unterhalten. Bei letztgenannter Attraktion müssen die Tiere mit Sporthosen und Boxhandschuhen bekleidet im Ring als Thaiboxer gegeneinander antreten.
Den Malaienbären gab es auch in Thailand, doch ist er dort schon seit vielen Jahrzehnten ausgestorben. Wie bei vielen anderen Tieren auf der ganzen Welt, fiel auch der Malaienbär der Unsitte zum Opfer, dass man aus der Galle der gejagdten und geschlachteten Bären eine Medizin gegen Kopfschmerzen oder Magengeschwüre sowie bei Fieber entwickelte (Traditionelle Chinesische Medizin - TCM). Da die Malaienbären mittlerweile fast ausgestorben sind, wird jetzt in der TCM ersatzweise auch Rindergalle verwendet. Fast zu spät für diese simple Erkenntnis.
So lasst mir bitte zwei Tage Zeit, dann komme ich mit einer Zugabe und meinen Fotos aus dem Reservat unserer geschätzten und geliebten Affenart und den Malaienbären. Zum Abschluss eine Bootsfahrt auf dem naturbelassenen Dschungelfluss, dem Sungai Hitam auf deutsch dem Schwarzen Fluss.
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Wir sind auf dem Rückweg nachhause und nutzen einen Zwischenstopp in Balikpapan, der Hauptstadt von Kalimantan, dem indonesischen Teil von Borneo, für einen Besuch im BOS, Borneo Orangutan Survival Foundation.
Die Stadt Balikpapan ist eigentlich kein besonderes Urlaubsziel, aber ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge. Wir übernachten im Swiss Belhotel und starten von dort aus unseren Ausflug zum weltgrößten Reservat zur Auftzucht von Orangutan Affen. Es verbleibt noch Zeit bis zu unserer Tagestour im Reservat. So verbringen wir eine Stunde auf einem belebten Markt und treffen viele einheimische Kunden und Verkäufer, für die wir willkommene, nicht alltägliche Besucher und Gäste sind und mit ihnen sofort in einem herzlichen Kontakt stehen. Andere Touristen aus westlichen Ländern sehen wir selten, so war ich meist die Attraktion. (Eigentlich fiel nur ich als Fremder auf, denn meine Frau hat ja das Aussehen wie eine von ihnen.)
Von irgendwo auf dem Markt aber klingt es wie bei uns in der Soi in Bangkok: WALLS Icecreme (auf deutsch Langnase, ähh Langnese) nervt mit seiner eindringlich dröhnenden Werbemelodie dort auch schon!
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Im Vorort von Balikpapan Muara Sungai Manggar.
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Fischerboote am Pier von Muara Sungai Manggar, einem Vorort kurz vor Balikpapan.
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Der Vorort von Balikpapan am Meer Muara Sungai Manggar.
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Auf einem Markt bei Balikpapan.
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Moslemische Familien mit ihren Kindern auf dem Markt bei Balikpapan.
Wir erreichen zum Mittag die Samboja Lodge im Reservat und starten den Nachmittags-Ausflug zu den Orangutans. Wir können es kaum erwarten.
Ich kopiere ein bisschen aus dem Internet:
Der holländische Bauernsohn Willie Smits kam erstmals 1980 nach Borneo. Die Zucht von Edelhölzern interessierte ihn sehr. Willie Smits sah es als eine große Herausforderung an, dort zu forschen, wo noch niemand vor ihm war. Er wurde nach Ostkalimantan geschickt und verbrachte viele Monate bei den Dayak, den Ureinwohnern Borneos, von denen er jede Menge über das Leben im Dschungel lernte. Später gaben sie ihm den Namen Sinam – der Mutige.
Aufgrund seiner erfolgreichen Forschung wurde er von der indonesischen Regierung gebeten, seine Arbeit weiterzuführen. Er siedelte nach Indonesien über und heiratete kurze Zeit später seine Frau Syennie, die heute eine Königin des Tomohon-Volkes ist. 1989 arbeitete Smits als Leiter seines Forschungsprojektes 'Tropenbos' (Bos - holländisch für Wald) in Wanariset bei Balikpapan. Dort wurde er auf einem öffentlichen Markt Zeuge, wie Tierhändler das Orang-Utan-Baby Uce halbtot auf eine Müllkippe warfen, da es sich nicht verkauft hatte. Willie Smits nahm sich des Orang-Utan-Babys an und pflegte es gesund.
Willie Smits' Engagement sprach sich schnell herum. Forstbeamte vertrauten ihm gleich ein zweites krankes Affenbaby an, welches er auch mit gewisser Zuneigung pflegte. Seine Söhne waren damals kaum älter als die beiden Orang-Utans. In einer Zeitschrift gab er einmal an, dass es kein Unterschied gewesen sei, seine Kinder oder die Affen großzuziehen. Sie hatten die gleichen Bedürfnisse und eine ähnliche Körpersprache.
Noch arbeite ich an ein paar Fotos, die ich morgen setzen werde.
:]
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Die Fahrt in das Orangutan Reservat BOS (Borneo Orangutan Survival Foundation) ist ein anderer, besonderer Höhepunkt unserer Reise in Borneo. Jeder Tierliebhaber findet eine Freude, solch ein Unternehmen einmal miterlebt zu haben. Zugegeben, der Ausflug war nicht billig, aber es wird zugesichert, dass dieses Unternehmen rein gemeinnützig ohne geschäftlichen Hintergrund arbeitet und dass alle Einnahmen aus den Eintrittsgebühren rein für die Aufzucht der Tiere verwendet werden. Der Verein publiziert jedes Jahr einen Tätigkeits- und Rechenschaftsbericht, in dem Herkunft und Verwendung der Mittel im Einzelnen erläutert werden.
Wir erreichen die Samboja Lodge im Zentrum des großen Reservats. Eine Lodge mit Gästeunterbringung vom Feinsten, damit meine ich keinen Luxus, sondern eine Idylle und romantiche Stimmung mitten im Dschungel in einem wunderschön angelegten Resort einer Bauweise, die voll und ganz der umliegenden Natur angepasst ist.
Preis-Beispiel für Vollpension pro Person im Queen Suite Doppelzimmer 1.530.000 IDR = etwa 95,00 €.
Der Gewinn geht, wie schon beschrieben, an die gemeinnützige Organisation zur Aufzucht derr Tiere, da gibt man gerne mal etwas mehr aus.
Orangutan, wir schreiben meist Orang-Utan, ist wörtlich übersetzt ein Mensch im (Ur-)Wald. Tatsächlich gleichen diese Primaten dem Menschen ganz besonders und werden gerade deshalb mit Vorliebe für Shows im Zirkus, auf der Bühne oder in einem Vergnügungspark (z.B. Safari World Park) abgerichtet und ihrer natürlichen Lebensgewohnheit entfremdet. Total abartige Tatsachenberichte kommen aus Thailand, aus dem Land, das durch seine buddhistische Gesinnung eigentlich als eine Gesellschaft von Tierliebhabern und Tierschützern bekannt ist. Aber wenn es um Geld geht, dann ist auch ein Thai kein Buddhist mehr, sondern nur noch auf einen Profit aus. Im Safari World in Bangkok werden Affen als Gogo-Girls verkleidet oder als Kickboxer abgerichtet und in ihrer nätürlichen Lebenweise missbraucht. Mehrere Proteste und TV-Reporte haben bisher kaum Erfolg. Hauptsache die Kasse klingelt. Ein meist naives, gedankenloses Publikum findet daran noch sein Vergnügen. Wahrer Glaube am Buddhismus wird dann schnell verdrängt.
Szenenwechsel - Jakarta. Dort wurden auf einem Tiermarkt junge Orangutans gehandelt. Die Mütter dieser Tiere werden meist getötet, um das Jungtier einfangen zu können. Nach einer Polizeirazzia recherchierten Mitarbeiter von der Borneo Orangutan Survival Foundation über die Ursache und die Hintermänner des illegalen Tierhandels. Die drei BOS-Ranger fand man wenig später ermordet auf. Bis heute keine Spur der Übeltäter.
Wir bleiben im Reservat und genießen es, bei den Menschenaffen ein wenig dabei zu sein. Wohl deutlich gesagt "ein wenig", denn die Orangutans sollen eines Tages ein eigenständiges, unabhängiges Leben führen und sich vom Menschen und seiner Fürsorge entwohnt in freier Natur zurecht finden können.
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Die Samboja Lodge im Dschungel des Reservats.
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Start der Tour durch das Urangutan Reservat.
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Begrüßung im Reservat der Orangutans.
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Manche zeigen bewusst ihre "Kunststücke" wenn wir an ihrem Bereich vorbeikommen.
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Ich glaube er heißt "Dodo", man kann ihn adoptieren.
Mit einer Adoption übernimmt man die gesamten Rehabilitationskosten für einen Orangutan. Nicht gerade billig, denn die Kosten für die Betreuung und Versorgung eines Affen betragen gute 2.000 € pro Jahr. Teil einer Adoption ist möglich. Die Rehabilitation eines Tieres dauert gut sieben Jahre. Mit dem Spendenbeitrag werden medizinische Versorgung, Nahrung, Unterbringung und Training der Orang-Utans in der Station finanziert.
Für mich tut hier sich eine Frage auf, wie sinnvoll es wohl ist, ein Tier, anstatt einen Menschen - meist ein Kind - zu adoptieren.
???
Es gibt da einen Unterschied, der wäre: Die Gattung Mensch ist (noch) nicht am Aussterben.
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Vielen Dank für deine lehrreichen und eindrücklich bebilderten Berichte ;}
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Wie immer ein interessanter Spitzenbericht {* {* {*
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Einen weiteren Beitrag widme ich diesen Menschenaffen, der uns Menschen in der Verwandtschaft sehr nahe steht. Aktuelle Studien haben gezeigt, dass Orangutans über Denkprozesse verfügen, die die meisten Menschen keinem anderen Lebewesen zutrauen würden. Diese Lebewesen können vernünftig urteilen, nachdenken und sie haben Gefühle und Emotionen. Sie sind schlau genug, um Schrauben herauszudrehen sowie um Riegel (nicht nur Schokoriegel) und Knoten zu öffnen. Sie können sogar Schlösser knacken!
Wenn man einem Orangutan in die Augen schaut, dann hat man nicht mehr das Gefühl, dass es sich um ein Tier handelt. 98 Prozent ihrer DNA ist mit dem der Menschen identisch. Nur sind die Orangutans zu gutmütig für den Menschen. Die wehren sich nicht, trotz ihrer Stärke und darum werden sie bevorzugt für Shows abgerichtet.
Der Lebensraumverlust jedoch ist dramatisch und der Fang von Jungtieren für den illegalen nationalen und regionalen Handel ist immer noch umfangreich. Der Borneo-Orangutan ist daher bedroht, der Sumatra-Orang sogar hochbedroht. Deshalb ist jeglicher internationale Handel streng durch die CITES-Bestimmungen eingeschränkt. (CITES, die Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora.)
Thailand hat die CITES-Bestimmungen voll ratifiziert, es unterhält ein eigenes Büro in Bangkok, in der Phaholyotin, ganz in der Nähe von unserem Zuhause. Trotz allem werden diese Tiere missbraucht und ihren natürlichen Lebensgewohnheiten entzogen. Proteste führten meist ins Nichts, die Show geht weiter und der Reibach läuft.
Vom Borneo-Orang gibt es noch etwa 40 - 60.000 Tiere, die Gebiete von etwa der doppelten Fläche der Schweiz besiedeln. Wenig Fläche im Vergleich zu früher - und es wird immer weniger.
Bei unserer Wanderung durch das Reservat der Orangs schoss ich ein Bild nach dem anderen, ein paar will ich noch zeigen:
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Während unserer Wanderung durch das Reservat erzählt uns der Ranger über jeden Affen eine eigene Geschichte, dieser ist erst eineinhalb Jahre alt.
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Kommt aus seinem Unterschlupf und winkt uns zu.
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Die Mutter immer hinterher, besorg um ihren Jungen ...
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… bis sie ihn wieder in ihren Armen hat.
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In den ersten Lebensmonaten klammert sich ein Neugeborenes am Bauch der Mutter fest und bis zum Alter von zwei Jahren wird es bei den Streifzügen am Körper der Mutter getragen, von ihr mit Nahrung versorgt und es schläft mit der Mutter im gleichen Nest.
Erst im Altersabschnitt von zwei bis fünf Jahren beginnt das Jungtier seine Kletterfähigkeiten zu entwickeln, es beginnt seine Umgebung zu erkunden, ohne allerdings den Sichtkontakt zur Mutter verlieren. Erst im Alter von 3,5 bis 4 Jahren wird es zur Selbstständigkeit entwöhnt.
Ich könnte gerne ein ganzes Thema über diese liebenswerten Menschenaffen schreiben. Wenn man einmal, wie meine Frau und ich, mit diesen Tieren so nahe zusammen kommt. empfindet man eine so große Zuneigung, wie man sie vorher nie gekannt hatte.
Wir wandern weiter in ein anderes Gehege zu den Malaienbären, auch eine Tiergattung die der Bedrohung vom Aussterben angehört.
Der Malaienbär, auf englisch Sunbear oder in thai หมีหมา der Hundebär
:-) ;)
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Wie sehr die Orangutans den Menschen gleichen, zeigt ein Video, dass ich bei Youtube entdeckt habe, allerdings ist auch ein Schimpanse dabei:
https://www.youtube.com/watch?v=ApVg9lRs7JY&list=RDApVg9lRs7JY#t=0
Ein bisschen Spaß muss sein!
:) ;D ;]
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Im Gehege der Malaienbären
Neben der Aufzucht von Orangutans trägt die BOS Foundation in Indonesien auch die Verantwortung für über 50 Malaienbären, die BOS über die indonesische Forstbehörde erhalten hat. Die Tiere stammen meist aus illegalem Privatbesitz, wo sie oft unter völlig inakzeptablen Bedingungen gehalten wurden.
Man kann diese intelligenten Tiere, die sich mit den Orangutans eigentlich denselben Lebensraum teilen, leider nicht mehr auswildern, da sie sich zu sehr an den Menschen gewöhnt haben. Sie würden ihre Nahrung in menschlichen Siedlungen suchen, was natürlich heftige Konflikte nach sich ziehen würde.
BOS war auf Malaienbären eigentlich nicht eingerichtet, so dass die Tiere allzu lange Zeit in zu kleinen Käfigen gehalten werden mussten. Für die meisten der Bären konnte dieser Zustand vor etwa zwei Jahren soweit glücklich beendet werden, für einige besonders unverträgliche Artgenossen ist eine Käfighaltung zunächst leider immer noch notwendig.
Im Gehege tummeln sich die Bären, wir balancieren auf einem wackligen Gittersteg über dem Gehege und betrachten die Bären bei ihrem Nachmittagsfressen, das vorher sorgfältig auf Baumästen und auf Steintischen verlegt wurde. Einige Jutesäcke müssen die Bären öffnen, um an das Futter zu geraten. Das macht ihnen offensichtlich mehr Spaß, auf diese Weise zusätzlich beschäftigt zu werden, als wenn man ihnen das Fressen so einfach vor die Schnauze setzt.
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Meine Frau Salama fotografiert vom Käfig-Gerüst, die Fütterung der Bären.
Ein Fehltritt wird nicht empfohlen.
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Der Malaienbär heißt in der thailändischen Sprache übersetzt หมีหมา (Mi maa) = Hundbär, weil sein Gesicht und seine Schnauze dem eines Hundes gleicht.
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Zwei geduldige Männchen warten auf ihr Fressen.
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Malaienbären sind Allesfresser, wobei Insekten und andere Wirbellose bevorzugt wird.
Eine Wassermelone gehört zur Delikatesse.
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Da diese Tiere in freier Wildbahn beträchtliche Schäden an Kokospalmen und anderen Plantagen anrichten können, werden sie überall gejagt. In manchen asiatischen Ländern werden junge Bären manchmal als Haustiere gehalten. Wenn sie dann ausgewachsen sind, werden sie geschlachtet, um an verwertbare Körperteile zu gelangen, die man, wie ich schon beschrieben habe, in der traditionelle chinesische Medizin verwendet. Die andere große Bedrohung stellt der Verlust ihrer Lebensräume durch die umfangreichen Waldrodungen dar.
Aus diesen Gründen sind die Bestände des Malaienbären im Rückgang und auch auf der Liste der bedrohten Tierarten. In Thailand und in Indien sind sie vermutlich ganz ausgestorben, in China sind sie von der Ausrottung bedroht. In vielen südostasiatischen Ländern sind keine Angaben über die Populationsgröße verfügbar.
Am späten Nachmittag fahren wir weiter zu einem Dschungelfluss, dem Sungai Hitam auf deutsch zum schwarzen Fluss.
Eine große Menge von Nasenaffen tummeln sich am Flussufer und in den Ästen der Bäume.
Es geht noch ein wenig weiter.
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Ein schöner Abschluss unserer Tour auf Borneo steht uns noch bevor, eine Faht auf dem Sungai Hitam, auf deutsch, dem Schwarzen Fluss. Wir sind nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt Balikpapan und genießen eine Dschungellandschaft, wie wir sie so in Stadtnähe nicht erwartet haben.
Die besten Tageszeiten sind der frühe Morgen und der späte Nachmittag, wenn das Licht am farbigsten leuchtet. Leider aber ergibt sich der Nachteil beim Fotografieren mit der längeren Verschlusszeit für scharfe Tierprotraits. Wir beobachten zahllose Langnasenaffen, die durch das Gebüsch hupfen, in den Bäumen von Ast zu Ast klettern und manchmal ans Flussufer kommen.
Der Schwarze Fluss ist eigentlich nur ein Teil des gesamten Stroms, der später in einen großen Fluss namens Kuala Samboja fließt. Man nennt ihn Schwarzen Fluss, weil die Oberläufe aus den Reisfeldern kommen und dem Wasser eine dunkle Farbe geben. Das Wasser im Oberlauf ist nicht ganz schwarz, aber die Einheimischen lieben es, ihn so zu nennen.
Wir mieten in den späten Nachmittagsstunden ein motorisiertes Ruderboot und geben uns auf Beobachtungsjagd. Motorisiertes Ruderboot im wahrsten Sinne, der Worte, denn der Motor läuft nur sporadisch und so wird mehr gerudert. Das ist sowieso schöner und romantischer, als ein lärmender Außenboarder, den die Langnasen(affen) nicht so lieben.
Ich bin auf dem Dschungelfluss der einzige Langnasen-Tourist bei der Beobachtung der Langnasen-Affen, mit dem Unterschied, dass wir Langnasen-Touristen aus westlichen Ländern kommen, die Langnasenaffen aber nur in Borneo leben. Stupsnasen-Affen gibt es unter dieser Bezeichnung nicht.
(Manche westliche Langnasen haben durchaus eine Ähnlichkeit mit den Langnasen aus Borneo, aber eine mögliche Abstammung ist noch nicht nachgewiesen worden.)
:D ;]
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Der Langnasenaffe, eine Primatenart aus der Gruppe der Schlankaffen.
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Die Fahrt beginnt auf dem Schwarzen Fluss Sungai Hitam.
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Nachmittagsstimmung auf dem Dschungelfuss, der Außenmotor ist abgewürgt, es wird gerudert.
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Immer mehr Langnasen-Affen kommen aus dem Gebüsch und von den Baumästen herunter zum Flussufer.
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An so einem schönen Platz sollte man sich Zeit nehmen. Zeit, die wir nicht mehr hatten, aber nächstes Mal haben werden.
Die Leute vor Ort empfehlen uns, ganz früh aufzustehen, auf die Lauer legen und dann mit der Kamera schießen. Ich schieße am frühen Abend und es wird immer dunkler. Für scharfe Affenportraits fehlt das Licht, aber für ein paar Stimmungsfotos ist es noch ausreichend. Drum geht es demnächst noch mal weiter.
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Bleiben wir noch ein wenig bei den Affen. Diese Langnasen findet man, wie ich schon einmal beschrieben habe, nur auf Borneo und ganz besonders in der Gegend von Balikpapan. Auffälligstes Merkmal der Nasenaffen ist die große, birnenförmige Nase, die allerdings nur die Männchen besitzen. Einige meiner fotos der Affen zeigen auch Weibchen, die eine ander Nasenform aufweisen (und vielleicht den Stupsnasen zuzuordnen sind). Der Schwanz des Männchen (ich meine den Schwanz am Ende des Rückens) ist oft so lange wie seine übrige Körperlänge. Die sexuelle Attraktivität ist eine andere: je größer die Nase, desto besser die Chancen bei den Weibchen. Die Initiative zur Begattung geht vom Weibchen aus, indem sie ihre Lippen spitzt, den Kopf hin und her schwingt oder dem Männchen ihren Genitalbereich präsentiert.
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Die Langnasen sind geschickte Kletterer, können sehr gut schwimmen und sogar tauchen. Sie ernähren sich hauptsächlich von Blättern und Früchten. Darum sehen wir soviele in den Bäumen, manche lassen sich einfach ins Wasser fallen, manchmal auch aus ganz großer Höhe. Es ist ein fszinierendes Schauspiel, rund um uns herum, im Gebüsch, auf den Bäumen, am Ufer und im Wasser. Zahllose große und kleine Langnasen überall.
Die Art der Affen steht auf ganz Borneo unter nationalem Schutz. Trotzdem gefährden Wilderei und Zerstörung des Lebensraums das Überleben der Langnasenaffen. Wir sind sehr verwundert, dass wir ausgerechnet in der unmittelbaren Nähe einer Großstadt, wie Balikpapan mit 555.000 Einwohnern, eine so scheinbar unberührte wunderschöne Naturlandschaft vorfinden, in der sich noch so viele, von den millterweile am Bestand bedrohten Tieren aufhalten. Diese zweieinhalb Stunden Verlängerung unseres Tagesausfluges haben sich allemal gelohnt.
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Bis in die obersten Baumwipfel klettern die Langnasen, um dort ihre vegetarische Nahrung zu finden.
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Er macht sich bereit, zum Sprung ins Wasser, geschätzte Höhe 7 - 8 Meter.
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Nimmt von uns keine Kenntnis, er wartet lieber auf ein Weibchen.
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Langnasen Männchen mit langer Nase - und guten Chancen.
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Ein Weibchen schreit uns zu. Zu erkennen an der Stupsnase.
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Langnasen leben vor allem auf den Bäumen, die nie weiter als 600 m von einem Fluss entfernt wachsen.
Wenn sie sich durch die Bäume bewegen, tun sie das ausschließlich vierbeinig. Das ist ein Geräusch, als wenn sich eine ganze Kompanie von Soldaten durch den Dschungel schlägt.
Wie ich hörte - und das ist kein Witz, nennen die Malaien diese Affen Orang Belanda = Orang - Mensch oder Lebewesen, Belanda - Niederlande, also den Holländer.
Aber in meiner Erinnerung sehen Holländer doch ein bisschen anders aus - {+
Sehr schnell wird es dunkel und die Affen verlassen uns, besser noch wir verlassen die Affen, weil wir sie nicht mehr sehen können.
Mein nächster Beitrag führt zum Abschluss dieser unvergesslichen Flussfahrt.
:'(
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Mit desem Tag geht auch unsere Reise zu Ende, wir erleben die letzten Minuten auf dem schwarzen Fluss. Unser Bootsskipper hat es geschafft, mit seinem kleinen Victorinox und einem größeren Vorschlaghammer den Außenboarder wieder in Gang zu setzen. Knatternd gehts zurück zum Ausgangspunkt wo einige Schulkinder in einem anderen Boot auf uns warten, um sich ein paar Rupies zu verdienen.
Mit meinen letzten Fotos schließe ich meine Berichte von einer außergewöhnlichen Reise in den indonesischen Teil von Borneo, nach Kalimantan und von einer Reise zu einer Insel, die man ohne geringsten Zweifel als paradiesisch bezeichnen kann. Vielleicht habe ich mit meinem Thread dem einen oder anderen Foristen und Reisefreund einen kleinen Ansporn geben können, einmal dorthin zu reisen, wo sich der Tourismus selbst und das Geschäft mit dieser Sparte noch in Grenzen hält.
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Links und rechts dicht bewachsene Vegetation. Überall hört man es rascheln, doch die Langnasen-Affen scheinen sich verzogen zu haben.
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Der Verkehr auf dem schwarzen Fluss hält sich in Grenzen, nur vereinzelt begegnen wir andere Boote.
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Es ziehen dunkle Wolken auf, doch ein Regenguss blieb aus.
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Auf dem Rückweg sieht immer alles ganz anders aus!?
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Schulkinder warten am Bootssteg auf unsere Rückkehr in der Erwartung, sich ein paar Rupies zu verdienen.
Am Tag darauf sind wir wieder voll im Geschehen und erleben, wie viele tausende Rennsportfanatiker die Straßen vom Flughafen in die Stadt Kuala Lumpur blockieren. Sie sind auf dem Weg zur Sepang International Circuit, zum großen Preis von Malaysia. Lewis Hamilton, Fernando Alonso und Sebastian Vettel ziehen ihre Runden.
Uns hat der Alltag wieder eingeholt. Mein Alltag beinhaltet auch die Überlegung und Planung meiner nächsten Reise: Nicht mehr in ein Nachbarland, sondern diesmal vielleicht nach Kuba (???).
:] :] :]
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Danke fuer diesen schoenen Bericht mit den wundervollen Fotos !!
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schöner Bericht, prima Bilder und Eindrücke, ich hoffe das dort nicht zu viel Tourismus entsteht,
würde der Natur nicht gut tun!
vielen Dank
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Ja, ein wunderbarer Bericht, wie ueblich!
Denke aber, dass wegen eventuell vermehrtem Tourismus der Natur weit weniger Gefahr droht wie durch die Zuhauf auf ganz Borneo taetigen Oelpalmenkonzerne!
fr
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@Wulfgaeng
Auch ich sage Danke fuer die informativen Berichte,aber war es wirklich noetig,
dass du ein Seitenportrait von mir einstelltst ?
Als der liebe Gott,den verdatterten,von den Verfuehrungskuensten der Eva trunkenen
Adam aus dem Paradies warf,waehlte er die falschen Worte.
Trollt euch und macht euch die Erde untertan,soll er gesagt haben.
Besser waere gewesen,er haette gesagt: " geht,aber ruiniert nichts ".Vielleicht waere uns
dann die " Rote Liste" erspart geblieben.
Uebrigens : Eva war froh,das Paradies verlassen zu koennen,denn dort gab es keine
Schuh-und Handtaschengeschaefte.
Jock
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nochmal mein Dankeschön an alle foristen, die ihre Freude an meinem Bericht über die Reise nach Borneo hatten.
@Jock kann ich so nicht recht geben, das Seitenportrait stellt jemand anders dar - he he.
@franzi muss ich leider voll recht geben.
Seit einem Boom der Agrartreibstoffe ist die Nachfrage nach Palmöl regelrecht explodiert. Innerhalb der letzten 10 Jahre verdoppelte sich der Palmölverbrauch weltweit auf 30 Millionen Tonnen. Fast jede Fertigpizza, die wir mal kurz in die Röhre schieben, Waschmittel, Kosmetika, Schokolade, alles das beinhaltet Palmöl.
Es fließt immer öfter in unsere Autotanks und beschleunigt dadurch die Zerstörung der tropischen Regenwälder; zusätzlich wird der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß massiv erhöht.
Und der wirtschaftliche Aufstieg in China ist eng mit dem Palmöl-Boom verknüpft, denn das Land benötigt enorm viele Rohstoffe und viel Energie. Das ist uns Langnasen gar nicht so bewusst!
Doch auch die westlichen Industrienationen gieren nach Palmöl. Über 90 Prozent des Palmöls sind für den europäischen Markt bestimmt.
Noch etwas habe ich erfahren:
Während des groß angelegten indonesischen Umsiedlungsprogramms wurden Einwohner von Borneo nach Sumatra, dem Lebensraum von Tigern, den äußerst selten gewordenen Sumatra-Orang-Utans und Elefanten, umgesiedelt. Dort verdienen sie sich jetzt ihren Lebensunterhalt als Tagelöhner auf Ölpalmen-Plantagen. Der Palmölboom aber kommt bei diesen Menschen in Indonesien nicht an. Der Gewinner des Geschäftes mit Ölpalmen ist, wie soll es auch anders sein, immer wieder nur der Großbonze. Und der ist meist chinesischen Ursprungs, was die Abneigung der 5 %igen chinesischen Minderheit bei der übrigen indonesischen Bevölkerung irgendwie verständlich macht.
Traurig, aber wahr.
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Hallo, lieber Mod,
in meinem Beitrag Nr. 24 ist ein Bild plötzlich weg. Vielleicht kann man es mit dieser URL wieder einsetzen
Danke und Gruß Wufgaeng
edit:erledigt