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Thailand lokal => Thailands Nachbarländer => Thema gestartet von: drwkempf am 10. August 2009, 21:23:47

Titel: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 10. August 2009, 21:23:47
Kambodscha,  Alternative zu LOS oder nur gut für den lästigen Visa-Run

Ich hatte es ja schon angedroht, dass ich einmal versuchen würde, Thailands Nachbarland Kambodscha unter die Lupe zu nehmen.
Ich bin auf den Gedanken gekommen, dass hier eventuell eine Informationslücke besteht, die aufgefüllt werden sollte, da ich einerseits immer wieder gehört habe, dass selbst langjährige Thailand-Residents nie geschafft haben, mehr als nur die Grenzposten zu sehen, wenn wieder einmal der lästige Visa-Run anstand, andererseits einige Members offensichtlich darüber nachdenken, Thailand aus vielen hier im Forum diskutierten Gründen den Rücken zu kehren.

Kambodscha hat nämlich einiges zu bieten, und es ist tragisch, dass viele Leute Kambodscha ausschließlich mit Pol Pot und der Kinderprostitution zusammenbringen. Beides hat unbestreitbar existiert, spielt allerdings heute keine bedeutendere Rolle als in anderen Ländern dieser Welt.
Auch für Kambodscha gilt, dass man sich von alten Klischees trennen sollte und wieder einmal ganz neu überlegen sollte, womit man es im konkreten Fall zu tun hat.

Ehe ich mich mit den einzelnen Regionen Kambodschas auseinandersetzen will, möchte ich erst einmal einige generelle Dinge klären.

Kambodscha liegt am Golf von Thailand, sein Nachbar im Westen ist Thailand, im Norden Laos und im Osten Vietnam. Flächenmäßig ist Kambodscha etwa halb so groß wie Deutschland, seine Küstenlänge beträgt etwa 440km. Das Klima ist dem Thailands vergleichbar (Monsun-Klima). Wie in Thailand gibt es ausgedehnte Ebenen und Bergregionen, der Hauptstrom, der das Land durchfließt, ist der auch in Thailand wohlbekannte Mekong Fluss. Die Tier- und Pflanzenwelt ähnelt der Thailands.

In diesem doch recht großen Land leben nur etwa 14 500 000 Einwohner, die meisten davon Khmer, aber auch 5% Vietnamesen uns etwa 3% Chinesen stellen beachtliche Minderheiten. Kleiner Gruppen wie Thais, Laoten und einige kleinere Bergstämme spielen keine wesentliche Rolle.
Der größte Teil der Bevölkerung hängt dem Theravada Buddhismus an, der uns schon aus Thailand vertraut sein sollte. Anderen Religionen gegenüber ist man in Kambodscha tolerant.
Man spricht khmer, eine dem thailändischen ähnliche Sprache, in manchen westlichen Landesteilen sind auch Thaikenntnisse weit verbreitet (Battambang gehörte vor einigen Jahrzehnten noch zu Thailand).

Die Staatswährung ist der Riel, ein Euro entspricht etwa 6000 Riel, aber auch der US-$ ist weit verbreitet (große Rechnungen werden fast ausschließlich in US-$ beglichen), aber auch der Thai-Baht spielt – vor allem in den Westprovinzen - eine bedeutende Rolle. Man hat also hauptsächlich US-$ in der Tasche, für kleinere Beträge wie z.B. für den Motodop-Fahrer Riel, in Poipet, Koh Kong, Battambang oder Sihanoukville aber auch Baht.
Zu den Lebenshaltungskosten in Kambodscha kommen wir später.

Einreise nach Kambodscha
Man kann auf dem Landweg einreisen, was mit den oft berichteten Schikanen verbunden sein kann, überhöhte Visagebühren bis zu 1300Baht wurden schon oft berichtet und entsprechen leider meist der Wahrheit. Der Mittelwert, den man auch bei der Botschaft in Bangkok bezahlt, liegt bei 1000Baht für ein Touristenvisum. Dieses Visum gilt für 4 Wochen und kann (ohne Ausreise) einmalig um weitere vier Wochen verlängert werden. Diese Zeit reicht allemal aus, um sich im Land einen Überblick zu verschaffen.
Wer über die internationalen Flughäfen Phnom Penh oder Siem Reap einreist, bezahlt für sein Touristenvisum übrigens nur und immer 20US-$!
Wer länger im Land bleiben will, entscheidet sich für das „Business-Visum“, („30-day business visa (Type ‘E’): US$25
Business visas can be renewed indefinitely, one month, three months, six months or one year at a time.“)
das 25US-$ (bei Einreise über den Luftweg) kostet, und das ohne Ausreise praktisch bei der Immigration, die es in allen größeren Städten gibt, endlos verlängert werden kann. Dazu ist keine Ausreise erforderlich, man geht zur Immigration, füllt seine Anträge aus, bezahlt und geht, das war’s! Einen Zirkus wie in Thailand gibt es nicht!

Wer einen etwas längeren Trip nach Kambodscha plant, dem empfehle ich die Einreise über den Flughafen in Phnom Penh, am preiswertesten meist mit Air Asia, Flugzeit von Bangkok etwa eine Stunde. Zurzeit soll es auch recht preiswert mit Bangkok Airways über Siem Reap gehen.
Man bringt ein Passbild und den (üblicherweise) im Flugzeug ausgefüllten Einreiseantrag mit (also einen Antrag für ein Touristen- oder Businessvisum), hat 20US-$ in der Faust, und etwa zwanzig Minuten später ist man eingereist, das geht phantastisch schnell, auch wenn der Flieger voll besetzt war. Probleme am Zoll sind für Ausländer praktisch unbekannt. Das Flughafenpersonal ist sehr freundlich und stets hilfsbereit.
Die Flughafengebäude in Siem Reap und in Phnom Penh sind neu und absolut auf dem Stand internationaler Technik, absolut übersichtlich und kundenfreundlich.
Wer über den Flughafen ausreist, muss 20$ Ausreisegebühr berappen, ein Wermutstropfen, den man bei der Ausreise über Land vermeidet. Daher meine Empfehlung: Einreise mit dem Flugzeug, Ausreise über Land, wenn’s irgendwie passt. (Bei der Ausreise über Land gibt’s keine Sperenzchen.)
Demnächst geht’s weiter, wenn genügend Interesse besteht.

EDIT: Titel geändert

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: heitzer am 10. August 2009, 21:35:19
Informativ und Hilfreich für jeden der liebäugelt mal eine zeit dort zu verbringen,würde mich freuen wenn du weitermachst
gruss berthold
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: anan47 am 10. August 2009, 22:23:16
Hi drwkempf,
war vor ca. 6 Jahren schon einmal 3 Monate in Phnom Penh. Fand es ganz gut.  :)
Wuerde mich auch freuen wen Du weiter schreibst.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: sitanja am 11. August 2009, 00:21:51
Ich war 2003 das erstemal in kambodscha,das zweitemal Februar 2007 etwa 3-4 Wochen,
und das letzte mal  Februar 2008 3-4 Wochen.
Also ich finde das Kambotscha auf der Überholspur ist.
Mir sagte mal jemand auf Koh Samui,das es nur 3 Länder gibt auf der Welt,wo es so einfach
wäre ein Jahresvisum zu bekommen,und eines davon wäre kambotscha.
Als ich meinen Bekanten Gary (Engländer) in Sihanoukville fragte was man denen auf der Immigration erzählen müsste um ein Jahresvisum zu bekommen,sagte er zu mir ,sag ihnen einfach du brauchst ein Jahresvisum weil du ein Geschäft starten möchtest und nur noch nicht wissen würdest was,und wo du es eröffnen willst,also zeit bräuchtest um dich umzuschauen.
Ich war baff,als er mir das sagte.
Als ich gesehen habe was sich in Sihanoukville zwischen 2007-2008 verändert hat,das ist schon
nicht schlecht.Februar 2007 gab es einen Geldautomat in der kleinen stadt,2008 waren es schon 4.Diese Geldautomaten spucken  nur Dollar aus.
Es gibt eien Supermarkt in Sihanoukville den Namen habe ich leider vergessen,der hat auch einige Lebensmittel für Farangs,wie z.B. Käse ,Schinken,Jägermeister u.s.w.
Zimmer bekam man schon ab 10 Dollar die Nacht,etwa 100m von Beach wech.
Es gibt auch einige deutsche die sich  in Sihanoukville schon niedergelassen haben,und es werden immermehr.
Mopedverleiher haben nach einem jahr schon  von 3auf 5 Dollar erhöht fürs leihen pro Tag.
Gekifft wird da an jeder Ecke,da sagt keiner etwas.Wenn ich bei meinem Bekanten Gary morgens in seinem kleinen Restaurant gefrühstückt habe,kamen jeden Morgen 3-4 Engländer am Nachbartisch,die alle im Rentenalter ware und sich 2-3 bier oder Kaffe getrunken haben und dabei nen Joint rauchten.
Mir scheint so das sie in Kambodscha wirklich bemüht sind Investoren ins Land zu kriegen.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: BöserWolf am 11. August 2009, 00:30:14
Da wir im kommenden Februar eine 14-tägige Reise nach und durch Kambodscha planen, sind wir natürlich über jede Info froh.
Wir planen über BKK nach Siam Reap, Ankor, dann über den Ton Le Sap, bis nach Sianukville (Küste) und wieder zurück nach Thailand.
Für jede Anregung/Tipp dazu dankbar.  ;)

Grüße
DerBöseWolf
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: heitzer am 11. August 2009, 00:41:57
Na ob Drogenkonsumenten die angepeile investorengruppe sind wage ich zu bezweifeln.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: thai.fun am 11. August 2009, 01:11:00
Die derzeitigen Berichte über Kambotscha von madaboutsingha und drwkempf so natürlich auch Berichte von andern, sauge ich mit Begeisterung auf, solange sie Faktisch bleiben! Trage ich mich doch mit dem Gedanken, demnächst einmal Kambotscha zu besuchen!  

Danke und Gruss Max
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: sitanja am 11. August 2009, 01:18:17
Ein 3-Tages Pass für die Angkor Tempel kostete im Dezember 2003 noch 40 Us$ pro Nase.
Ich denke auch.das man mindestens 2 tage für die Tempel in Angkor wat braucht.Am besten mietet man sich ein Tuk Tuk und fährt die Tempel alle ab.

@heitzer
Das meinte ich so ja auch nicht,sondern das Kambodscha froh ist über jeden Touri,der sein Geld
dort langfristig Investieren möchte.Man trifft dort Farangs,die mit ihrer Thailändischen Freundin übergesiedelt sind.Ich selber war auch jedesmal mit meiner Thaifreundin in Kambodscha.
Es ist für Thais übrigens auch kein Problem,vor Ort in Vietnam,Kambodscha,Malaysia,Laos oder
Singapur eizureisen.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: thai.fun am 11. August 2009, 01:27:12
Man trifft dort Farangs,die mit ihrer Thailändischen Freundin übergesiedelt sind.

...kann man an der Grenze von Thailand zu Kambotscha irgendwo den Farang-Mantel abgeben??

MG
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: sitanja am 11. August 2009, 01:34:15
Denke noch.
Also ich würde mich eher in kambodscha niederlassen als in Thailand,
auch für Urlaub ist es immer eine Reise wert.
Mich haben die Tempel von Angkor Wat mehr beeindruckt als die Pyramiden von Gizeh in
Ägypten,nur mal so zur Info.

Gruß
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: heitzer am 11. August 2009, 01:39:11
Frage an die Moderatoren ob es nicht intressant wäre auf der Haupseite schon eine Rubrik Kambodscha-laos-Vietnam zu machen, den das intresse  an die Nachbarländer ist gewiss auch bei anderen gross
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Samuijumbo am 11. August 2009, 08:04:09
Ja! :-*  :-*   :-*
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: astronaut007 am 11. August 2009, 10:53:11
Frage an die Moderatoren ob es nicht intressant wäre auf der Haupseite schon eine Rubrik Kambodscha-laos-Vietnam zu machen, den das intresse  an die Nachbarländer ist gewiss auch bei anderen gross

Auf jeden Fall!!!
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: astronaut007 am 11. August 2009, 12:11:53
Wer sich schon mal vertieft in dieses Gebiet informativ einarbeiten möchte, findet hier schon mal erste Infos:

http://www.eda.admin.ch/eda/de/home/reps/asia/vkhm/rhkam.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: sitanja am 11. August 2009, 12:47:00
Hier ein kurzes Video uber Tuol Slang in Phnom Penh,Das zur zeit der roten Khmer Herrschaft,
von einer Schule zum Gefängnis umfunktioniert wurde ,wo am Ende von mehreren 1000 Häftlingen
nur 7 überlebten.

Es ist heute ein Museum,welches man besichtigen kann,hatte es mit meiner Freundin im Dezember 2003 angesehen.Die Fotos von den Opfern,die wohl vor den hinrichtungen gemacht worden sind,werde ich nie vergessen,habe noch nie in so leere Augen,Gesichter gesehen.
Manch andere Touristen haben am Ende der Führung geweint,oder hatten Tränen in den Augen.
Mein damaliger Taxifahrer fragte mich nach der Führung ob ich mit ihm noch  die Killingfields
besuchen möchte,hatte dieses aber abgelehnt,da ich auch genug hatte.
In diesem Gefängnis wurde gefoltert und gemordet,die Foltermethoden werden teilweise auf buntgemalten Bildern dargestellt,z.B.  Neugeborene kinder wie Tiere an Bäumen zerschmettert wurden.Einfach unvorstellbar.

http://www.youtube.com/watch?v=zMUWe9dzSLk


Habe noch 2 Videos gefunden.

http://www.youtube.com/watch?v=1-SI8RF6wDE&feature=related


http://www.youtube.com/watch?v=8abZjVj0mu0&feature=related

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Samuijumbo am 11. August 2009, 13:17:28
Das besuche ich nicht. Gibt wohl angenehmeres. :'(  :'(
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Niedersax am 11. August 2009, 13:55:45
Man trifft dort Farangs,die mit ihrer Thailändischen Freundin übergesiedelt sind.

...kann man an der Grenze von Thailand zu Kambotscha irgendwo den Farang-Mantel abgeben??

MG

Auf jeden Fall! An der grenze bekommst Du dann im Austausch den Barang-Mantel angepasst.

Der Niedersax
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: steff am 11. August 2009, 15:48:55
Kambodscha ist auf jeden Fall eine Alternative zu Thailand.
War letztes Jahr 3 Tage in Siam Reap - absolut super !!
Und es sind nicht nur die Tempel, auch die Mennschen sind richtig freudlich und das Preisniveau ist ähnlich wie in Thailannd. Ich stelle mir Pattaya vor 30 Jahren so ähnlich vor wie Siem Reap heute - staubige Straßen und Urwaldflair.
Anbei ein Kambodscha-Blog, der sehr informativ ist.
Gruß Steff

http://www.no-have.net/
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: thai.fun am 11. August 2009, 19:01:44
Habe gerade ein erschreckend guten Bericht im TV angeschaut:

UN-Millenniumsziele:
http://www.mittagsmagazin.zdf.de/ZDFde/inhalt/21/0,1872,7612213,00.html
 (http://www.mittagsmagazin.zdf.de/ZDFde/inhalt/21/0,1872,7612213,00.html)
Reporter sehen die Kehrseite der positiven Statistiken.
In Kambodscha haben die Reporter Carsten Behrendt und Marcus Niehaves auf ihrer "Mission 2015" zu ergründen versucht, warum das Land bei der Trinkwasserversorgung große Fortschritte gemacht hat und sind auch auf viele ungelöste Probleme gestoßen.

Kambodscha Ein Slum auf vier Etagen:

Ein Kino als Slum:
Schon auf dem Weg über die ungesicherte Steintreppe ins Innere würde jeder deutsche Bauaufseher sofort zum rot-weiß gestreiften Flatterband greifen. Im ersten Stock geht es ins schwarze Nichts. Hier war mal ein Kinosaal, vor 30 Jahren. Nur ein paar kleine Fenster in der Saaldecke lassen etwas Sonnenlicht in den riesigen Raum fallen.
Unter dem Dach zwitschern die Fledermäuse. Je mehr sich die Pupille ans Dunkel gewöhnt, desto mehr entdeckt das Auge. Draußen ist es 40 Grad heiß, hier drinnen in den dicken Kinomauern angenehm kühl. Das ist der einzige Vorteil.

Das Dorf im Dunkeln:
Es wirkt wie in einem Science Fiction Film, in dem die Menschheit vor den bösen Herrschern in den Untergrund geflüchtet ist. Ein Dorf im Dunkeln. 500 Menschen leben hier. Sie haben sich Verschläge in den Kinosaal gebaut. In jedem zwei Pritschen, groß wie ein Doppelbett. Eine Pritsche, eine Familie. Dazwischen kleine Läden. Viele arbeiten als Bettler, Motorrad-Taxifahrer oder Schuhputzer. Ein kleines Kind stapft fröhlich vorbei. Seine Schuhsohlen quietschen bei jedem Schritt wie eine Badeente.
In der Saalmitte stapeln sie ihren Müll. Über eine Außentreppe geht es hinauf ins Licht. Vier Stockwerke. Jedes voller Menschen, bis aufs Dach. Hier oben wohnt die "Rooftop Community", die Dachgemeinschaft. Eine Gemeinschaft der Verzweifelten. Es gibt eine Toilette. Eine für alle. Sauberes Wasser gibt's auch - illegal angezapft und gegen Bezahlung. Es ist teurer als das Legale vom städtischen Wasserwerk. Aber von dort gibt es keinen Anschluss für die Menschen hier.
Vertreibungspolitik als Konfliktherd
Für die Regierung sind die Kinobewohner Hausbesetzer, für viele Menschenrechtsorganisationen sind sie Landbesitzer. Es geht um ein Filetgrundstück, das sich gut an einen internationalen Investor verkaufen lässt - wahrscheinlich für einen Millionenbetrag. In der Nachbarschaft wurden bereits viele Siedlungen aufgelöst, einige mit Polizeigewalt. Die so genannten "Evictions", Vertreibungen, sind das wohl heißeste innenpolitische Thema in Kambodscha. Die offene Landfrage ist ein Überbleibsel der unrühmlichen jüngeren Geschichte des Landes.
Unter der Gewaltherrschaft der Roten Khmer wurde die Stadtbevölkerung aufs Land vertrieben und die Intelligenz des Landes grausam ermordet. Phnom Penh glich einer Geisterstadt. Nach dem Ende dieses Kapitels waren auch die Grundbücher vernichtet. Jeder siedelte sich dort an, wo er wollte. 2001 wurde ein Gesetz verabschiedet, das diese Landnahme legalisierte. Grundbucheinträge gibt es jedoch immer noch nicht, und die Ärmsten können sich nicht wehren, wenn das große Geld seinen Raum einfordert.

Umsiedlungen der Ärmsten:
Die Ärmsten werden mit kleinen Entschädigungen abgespeist, das richtige Geschäft machen die Mächtigen. Mit dem Versprechen auf ein besseres Leben werden die Stadtbewohner aufs Land verfrachtet.
Trotz aller Fortschritte, die ihr Land bei der Trinkwasserversorgung gemacht hat, erwartet sie dort das gleiche Elend: wieder kein Wasser, keine Toiletten, kein Strom. Wahrscheinlich werden auch die Bewohner des Kinoslums schon bald in so einer Siedlung leben. Fernab der Hauptstadt, in einem Meer aus Wellblechdächern.

MG
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 12. August 2009, 00:14:47
Bei so viel Interesse soll’s natürlich flott weitergehen. Auf die freundlichen Anmerkungen will ich möglichst im weiteren Text reagieren. Auf spezielle Fragen zu Roundtrips (Böser Wolf) antworte ich vielleicht besser auf eine PN.

Folgen wir doch einfach einmal meiner Empfehlung und fliegen wir von Bangkok nach Phnom Penh. Der Air Asia Flug geht grausam früh in Bangkok raus, dafür sind wir aber auch schon eine Stunde später am frühen Vormittag in Phnom Penh. Die Abfertigung am Flughafen nimmt nur wenig Zeit in Anspruch, die ausgefüllten Einreisanträge werden zusammen mit den 20US-$ in Empfang genommen, der Reisepass mit Antrag und Geld passiert einen langen Schreibtisch, an dem sich ein halbes Dutzend Beamte darum kümmern, dass kein Stempel fehlt. Am Ende des Schreibtisches bekommt man den Pass zurück, man geht zum Einreisekontrollschalter, wo es auch rasch weiter geht. Inzwischen ist das Gepäck auf dem Band, das Passieren des Zolls erledigt sich sozusagen im Vorbeigehen. Alles in allem dauert die ganze Prozedur kaum 20 Minuten, wenn man es schafft, das Flugzeug schnell zu verlassen.
Nun stehen wir vor der Tür und werden vom Fahrer unseres Guesthouses oder Hotels erwartet, wenn das so ausgemacht war. Alle anderen werden von den immer zahlreich vertretenen Taxifahrern bedrängt, ihre Dienste anzunehmen. Der Standardpreis in die Stadt beträgt 7$, mehr sollte man nicht bezahlen. Wer mit kleinem Gepäck reist, kann zu Fuß das Flughafengelände verlassen und mit einem Motodop für etwa 3$ zu seinem Hotel oder Guesthouse fahren.
Auf dem Weg in die Stadt kommt man an der Universität vorbei, überall sieht man rege Bautätigkeit, auch die mindestens vierspurige Straße ist in einem guten Zustand. Nur wenige Jahre zuvor war der Weg in die Stadt ein Abenteuer gewesen, davon ist nichts übrig geblieben. Es herrscht Rechtsverkehr – in der Theorie mindestens. Jeder fährt, wie meint, dass es richtig ist, die Geschwindigkeit ist nicht sehr hoch, so dass man nur wenige Unfälle sieht.
Nach gut zwanzig Minuten kommt man normalerweise an seinem Hotel oder Guesthouse an, heute durchfährt man kaum mehr die noch vor kurzem allgegenwärtigen dirt roads (ungeteerte Nebenstraßen).
Du meine Güte, wie hat sich Phnom Penh verändert?!
Aber vielleicht muss ich doch ein wenig mehr über Phnom Penh erzählen. Phnom Penh liegt am Zusammenfluss von vier Flüssen, der Tonle Sap, über den noch zu reden sein wird, und der Bassac münden hier in den mächtigen Mekong.
Phnom Penh liegt also ähnlich wie Bangkok am Wasser.
In den frühen siebziger Jahren war Phnom Penh nach Aussage von Peter Scholl-Latour die schönste Hauptstadt Südostasiens gewesen. Sie blickte auf eine lange Geschichte zurück, auch wenn sie erst 1867 auf Druck der französischen Kolonialverwaltung Hauptstadt geworden war. Tatsächlich reicht die Geschichte Phnom Penhs bis in das Jahr 1372 zurück, als auf einem Hügel ein Tempel errichtet wurde, der vier Buddha Statuen aufnehmen sollte, die auf Treibholz den Mekong herab geschwommen kamen.
Durch die folgenden Jahrhunderte hatte sich nicht viel getan, nachdem Phnom Penh Verwaltungszentrum geworden war, kam es zu einer rapiden Entwicklung, wobei die Franzosen bei der Stadtplanung federführend waren. Die Straßen wurden im Schachbrettmuster angelegt, sodass sie der Einfachheit halber nummeriert werden konnten. Das hat sich im Stadtplan bis heute erhalten, auch wenn einige Hauptstraßen zusätzlich einen Straßennamen erhielten. Zur Trockenlegung der Sümpfe erhielt die Stadt ein Kanalsystem, das heutzutage meist zugeschüttet Platz für die großen Boulevards ließ, die heute das Stadtbild Phnom Penhs bestimmen.
War anfangs die Bevölkerungsstruktur eine etwa paritätische Mischung von Khmer, Vietnamesen und Chinesen gewesen, so machen nach der Khmer Rouge Ära heute die Khmer den größten Teil der Stadtbevölkerung aus, die wirtschaftliche Bedeutung und Macht der verbliebenen vietnamesischen und chinesischen Minderheit ist allerdings gewaltig. Das kommt uns doch auch irgendwie bekannt vor!
Bereits während des Vietnamkrieges war die Bevölkerung Phnom Penhs durch Flüchtlinge vom zerbombten Land auf etwa zwei Millionen Bürger angewachsen.
Kambodscha hatte 1953 seine Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Frankreich erreicht, französische Kultur und Lebensart bestimmten aber weiter maßgebend das politische und gesellschaftliche Leben. Wer auf sich hielt, sprach französisch, die Kinder der Oberschicht wurden zur Ausbildung auf Universitäten in Frankreich geschickt, auch kulinarisch hatte man sich mit der früheren Kolonialmacht angefreundet. Nur die arme Unterschicht aß ausschließlich „khmer“.
Auch das Stadtbild Phnom Penhs erinnerte irgendwie an eine Stadt in Frankreichs Süden. Boulevards und Straßenrestaurants sowie viel Geschäfte im franzischen Kleinstadtstil konnten einen vor allem in der Gegend um den Sisowath-Kay glauben lassen, man sei versehentlich irgendwo in Frankreich gelandet.

Am 17.April 1975 kam es dann zu einer Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes.
Die Roten Khmer eroberten Phnom Penh.
Zunächst wurden die Khmer Rouge von der Bevölkerung überwiegend begeistert begrüßt, erhofften sich doch die einfachen Leute und große Teile der Intelligenzschicht ein Ende der bis dahin vorherrschenden Vetternwirtschaft und der damit verbundenen Korruption.
Es sollte ganz anders kommen.
Pol Pot, der „Bruder Nummer Eins“, ließ die ganze Stadt evakuieren, von zwei Millionen. Einwohnern verblieben nur wenige Tausend Khmer Rouge Truppen, die maßgeblich eine heimliche Rückwanderung der Bevölkerung verhindern sollten. Die gesamte Infrastruktur wurde von den Khmer Rouge zerstört, die Pläne der Wasserversorgung und der Abwasserkanäle fast vollständig vernichtet. Durch die systematische Ausrottung der gesamten gebildeten Mittel- und Oberschicht wurden auch die Mitarbeiter des Amtes für Stadtplanung nahezu komplett eliminiert. Als Pol Pot sein Werk beendet hatte, war Phnom Penh eine tote Stadt, dem völligen Zerfall preisgegeben. Sein Plan wäre wohl auch aufgegangen, wenn sich die Roten Khmer nicht zu Massakern unter der vietnamesischstämmigen Bevölkerung im Grenzgebiet zu Vietnam hätten hinreißen lassen. Die Geduld der vietnamesischen Führung währte nicht lange, nachdem wiederholten Mahnungen an die Khmer Rouge-Führung kein Erfolg beschieden war, beschloss die vietnamesische Regierung allen Warnungen von chinesischer Seite zum Trotz dem grausamen Treiben ein Ende zu setzen.
Ende der Regenzeit 1978 begann die Vietnamesische Armee mit der Invasion Kambodschas, der vorzüglich ausgebildeten vietnamkriegserfahrenen und ausgezeichnet bewaffneten vietnamesischen Truppe hatte Pol Pot abgerissener und halb verhungerter und nicht zuletzt miserabel ausgerüsteter Mob nichts entgegenzusetzen, im Januar 1979 rückten vietnamesische Truppen in Phnom Penh – oder was davon übrig geblieben war – ein.
Langsam kehrte die Bevölkerung in die Geisterstadt zurück. Keine Elektrizität, kein fließendes Wasser, zerstörte Abwasserkanäle und der Mangel an qualifiziertem Führungspersonal ließen eine Wiederbelebung der Stadt aussichtslos erscheinen, doch was sich in der Folge ereignete, ist das, was ich persönlich als das „Wunder von Phnom Penh“ bezeichne. Mit wenig internationaler Hilfe zogen sich die Phnom Penher an den eigenen Haaren aus dem Dreck, eine einfach unglaubliche Leistung. Ich erinnere mich noch an unbeleuchtete Straßen, nicht funktionierende Wasserleitungen und die berüchtigten Dirt Roads mitten in der Stadt, und das ist gerade nur mal ein paar Jahre her, ich kann’s immer noch kaum glauben, wenn ich heute in Phnom Penh spazieren gehe.
In der ersten Zeit nach Pol Pot ereignete sich eines der übelsten Beispiele verfehlter Hilfe durch die UNO: Die UNO schickte „Friedenstruppen“ aus aller Herren Länder nach Kambodscha, um „die Lage zu stabilisieren“. Die meisten Truppen kamen aus Entwicklungsländern Afrikas und armen Ostblockländern Europas, viele gegen ihren Willen dort hingeschickt, teilweise waren die Truppen in den Gefängnissen der Heimatländer rekrutiert worden! Sie brachten natürlich nicht die gewünschte Stabilität, wohl aber ein hohes Maß an Kriminalität und schließlich auch Infektionskrankheiten wie AIDS nach Kambodscha. Die mit unglaublichen Summen um sich werfenden Truppen und Hilfsorganisationen verdarben in Kürze alle Preise, für ein bewohnbares Haus wurden 4000$ verlangt und bezahlt. Dass auf diese Weise Kambodschaner keine Chance mehr hatten, zu vernünftigen Preisen etwa ein Haus oder eine Wohnung zu mieten, versteht sich.
Inmitten dieser unglaublichen Schweinerei zeichnete sich das als Hilfstruppe nach Kambodscha entsandte Sanitätskorps der Bundeswehr als leuchtendes Beispiel aus. Die Truppe reaktivierte ein Krankenhaus in Phnom Penh, das sie komplett mit allem Notwendigen ausstattete, das sie mit Angehörigen des Sanitätskorps betrieb und in dem sie begann, junge Kambodschanerinnen und Kambodschaner zu Krankenschwestern und Ärzten aus- und fortzubilden. Die Behandlung in diesem Krankenhaus war selbstredend für die mittellose Bevölkerung kostenlos.
Den Vogel – im positiven Sinne – schoss die Bundeswehr ab, als sie bei ihrem Abzug entgegen strengster UNO-Order „vergaß“, die ins Land gebrachte Ausrüstung mit nach Hause zu nehmen. Die Bundeswehrsoldaten fuhren buchstäblich mit dem nach Hause, was sie auf dem Leib trugen. Das Krankenhaus blieb den Kambodschanern sozusagen als Geschenk, über das man nicht einmal reden durfte.
Diese großzügige Vorgehensweise haben uns viel Kambodschaner, speziell aber viele Einwohner Phnom Penhs nicht vergessen, kein Wunder also, dass die Deutschen zu den beliebtesten Ausländern in Kambodscha zählen.
In der schwärzesten Zeit Phnom Penhs entwickelte sich im benachbarten Thailand Bangkok dank amerikanischer Milliardenhilfen zu der Glitzer- und Glamourstadt, die wir alle kennen.

Jaaaa, es geht weiter…




Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: farang am 12. August 2009, 01:54:53
Herzlichen Dank drwkempf
Hast wie immer sehr guten Bericht gebracht.Ich lese solche Sachen sehr gerne trotzdem dass ich vermutlich einiges
jünger bin.Ich habe mit grossem Intresse deinen Bericht von früher und mit der Geschichte über Polpot gelesen.
War leider erst mitte 80iger jaheren in Asien unterwegs.Das von den Deutschen habe ich auch heute das erstemal gehört.
Im Normalfall sollte es eigentich bei der Uno so sein,man hilft der Bevölkerung und nicht der Regierung und Anhang.
Hast du schon mal von dem Doktor gehört.Ich verfolge seine Geschichte schon lange.(mit Bewunderung)

www.wikipedia.org/wiki/Beat_Richner (http://www.wikipedia.org/wiki/Beat_Richner)
www.beat-richner.ch (http://www.beat-richner.ch)

Grüsse Walo
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 12. August 2009, 02:59:37
Lieber Walo,
auf Dr.Beat Richner (Beatochello) werde ich noch zu sprechen kommen. Er wäre mein Kandidat Nummer 1 für den Friedensnobelpreis!
Warte einfach auf meine Notitzen zu Siem Reap/ Angkor.

Schöne Grüße
Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: astronaut007 am 12. August 2009, 08:56:35
Lieber drwkempf, wunderbar geschrieben, ich saugs förmlich auf, hochinteressant, bitte weiter.
Herzlichsten Dank meinerseits und Gruss in den "wilden" Norden.
astronaut007
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 12. August 2009, 20:49:38
Heute ist Phnom Penh eine typisch asiatische Großstadt. Überall wird gebaut, erfreulicherweise gibt sich die Stadtverwaltung aber große Mühe, auch die alte Bausubstanz zu erhalten. Touristen sehen das am besten im Stadtzentrum und in den Straßen in der Nähe des Sisowath-Kays, der sich am Tonle Sap entlang zieht. Die Uferpromenade ist so gut wie fertig, besonders am Wochenende flanieren hier Touristen und Kambodschaner, sehen und gesehen werden, ganz wie in alten Zeiten. Die Hotels und Restaurants sind zum allergrößten Teil schön hergerichtet, ab der Happy Hour wird es regelrecht voll in den Straßenrestaurants.
Es gehört zum absoluten Pflichtprogramm, sich hier ab vier Uhr nachmittags in eines dieser Restaurants im Freien  zu setzen, und bei ein paar Bier oder auch einem Glas Wein dem bunten Treiben zuzuschauen.
Selbst hier, in der wohl teuersten Region der Stadt kostet ein Bier vom Fass höchstens einen Dollar während der Happy Hour, das sind mal gerade 33 Baht!
Wer hier zum Essen bleiben will, findet auf der Speisekarte eine Mischung aus internationalen und einheimischen Gerichten. Besonders der Einfluss der französischen Küche ist unübersehbar, aber auch Thailand, Italien und Deutschland lassen kulinarisch grüßen. Schweinshaxe mit Sauerkraut – kein Problem! Aber das gibt’s ja auch zuhause.
Lecker sind die Fische aus dem vor der Haustür vorbeifließenden Tonle Sap, dem fischreichsten Gewässer der Welt und dem einzigen Fluss, der einige Monate im Jahr, nämlich während der Regenzeit, wenn der Mekong Hochwasser hat, seine Strömung umkehrt, sodass das Wasser sozusagen stromaufwärts fließt.
Aber auch die Fleischgerichte sind lecker, hier gibt es schon einmal ein Fillet vom Rind, das diesen Namen auch verdient. Auch Kartoffelliebhaber kommen hier auf ihre Kosten. Wem der Sinn mehr nach asiatischen Köstlichkeiten steht, kann sowohl vietnamesische, als auch Thai- und Khmergerichte finden. Grundsätzlich wird das Essen in Kambodscha nicht so scharf gewürzt wie in Thailand, ganz scharfe Gerichte habe ich ganz selten gefunden.
Als ehemaliges französisches Kolonialland ist es alles andere als außergewöhnlich, Wein zum Essen zu bestellen. Auch der Wein ist preiswert wie alle alkoholischen Getränke, für Alkoholiker ist Kambodscha  El Dorado und Verdammnis zugleich. Es gibt aber natürlich auch alle erdenklichen nicht alkoholischen Getränke, jeder findet leicht das, wonach ihm gerade ist.
In den Khmer-Restaurants wird man feststellen, dass die Khmerküche der thailändischen Küche nicht das Wasser reichen kann. Alles schmeckt irgendwie weniger raffiniert, hat weniger Pepp. Vielleicht ist mir aber auch das Essen einfach nicht scharf genug.
Seit einigen Jahren gibt es auch in Phnom Penh die ersten Gourmet-Restaurants, die aber stark Haute Cuisine-lastig sind, für meinen Geschmack sind die Teller mit dem Essen einfach zu übersichtlich! Aber wem danach ist, viel Geld für wenig Essen zu berappen, bekommt auch diesen Wunsch erfüllt.
Als Snack zwischendurch kann man sich überall ein belegtes Baguette kaufen. Sie erreichen meines Erachtens nicht ganz das ausgezeichnete Niveau der Baguettes in Vientiane, aber lecker sind sie doch.

Nun muss man natürlich auch noch irgendwo wohnen.
Die Auswahl an Guesthouses und Hotels ist riesig, das Preisniveau sehr erfreulich. Üblicherweise werden die Preise in US-$ aufgerufen.
Hier ist vielleicht eine kleine Zwischenbemerkung angebracht. Viele Reisende haben berichtet, sie hätten Kambodscha als teuer empfunden, einer genaueren Nachfrage hielten diese Empfindungen nie stand. Vielleicht rührt der Irrtum davon her, dass in unserem Bewusstsein der US-Dollar immer noch mit einem hohen Wert verknüpft wird. Ich habe mir daher seit Jahren zur Gewohnheit gemacht, alle Dollarpreise in Thai-Baht umzurechnen, was in der Regel vieles schlagartig zurechtrückt.
Für ein gutes Guesthouse bezahlt man in Phnom Penh zum Beispiel kaum mehr als 20$, also etwa 630Baht. Für 40$ kann man schon in ganz respektablen Hotels wohnen, also für weniger als 1300Baht. Da ist dann das Frühstück schon im Preis enthalten. Wir befinden uns – wohlgemerkt – in der Hauptstadt eines Landes, die oben angesprochenen Hotels liegen keineswegs irgendwo in der Peripherie, sonder schön zentral. Selbst Phnom Penhs Spitzenhotels sind im Vergleich zu den Bangkoker Hotels sehr preiswert. Das Raffles Le Royal zum Beispiel, das in etwa dem Oriental Hotel in Bangkok vergleichbar ist, kostet nicht einmal die Hälfte von dem, was man im Oriental im allergünstigsten Fall abdrücken müsste. Im Internet findet man leicht eine große Auswahl an Hotels und Guesthouses, meine Lieblingswebsite zur Unterkunftssuche ist
www.canbypublications.com.
Die Unterkunftsfrage ist damit auch geklärt, eine Joinerfee gibt es übrigens nirgends.

Wie bewegt man sich in Phnom Penh?
Man geht entweder zu Fuß, was man aber wegen der tropischen Temperaturen nur für kurze Strecken machen sollte. Das Bewegungsmittel der Wahl ist das Mopedtaxi, das für kürzere strecken 2000 Riel, also etwa einen halben Dollar oder 17 Baht kostet. Die Mopedrikscha ist schon etwas teurer, dafür für zwei Personen recht bequem. Hier bezahlt man einen Dollar, eventuell auch einmal eineinhalb Dollar, besonders abends. Dass zunächst mehr verlangt wird, sollte man mit einem freundlichen Lächeln ignorieren. Sobald die Fahrer merken, dass man die Preise kennt, lenken sie üblicherweise ein.
Es besteht auch die Möglichkeit, sich ein Mopedtaxi oder eine Mopedrikscha zu Sightseeingzwecken für einen halben Tag oder auch für einen Ganzen Tag zu mieten. Man bezahlt dafür 5$ bzw. 8$. Es gibt auch vereinzelt Taxis, meist ältere Toyota Limousinen, die man ab etwa 20$ pro Tag mieten kann.
Auch wer das Nachtleben erkunden will, ist nicht schlecht beraten, wenn wer sich ein Motodop mietet. Die Fahrer wissen immer, wo was los ist, und zum „Martiniclub“ etwa laufen nur ganz überzeugte Fußgänger. Nicht vergessen, Phnom Penh ist eine Großstadt.
Wer in der Stadt unterwegs ist, sollte sich nicht gerade mit Goldketten behängen, auf seine Photoausrüstung muss man nicht mehr oder weniger aufpassen als anderswo. Angeblich ist es nachts gefährlich, zu Fuß unterwegs zu sein. Ich kann das nicht bestätigen, in vielen Jahren ist mir nie etwas passiert – aber mit dem Mopedtaxi ist es eh’ bequemer, und die Jungs müssen ja auch leben!
Eine Spezialität soll hier nicht unerwähnt bleiben. Einige der älteren Motodop-Fahrer waren in ihrer Jugend für einige Zeit in der DDR gewesen und sprechen sehr gut deutsch. Mein Freund Sarin gehört zu dieser Gruppe und freut sich über jeden Fahrgast, seine Handynummer verrate ich bei Interesse gern.
Ach ja, die Handys. Man kann inzwischen Sim-Karten kaufen, die im Kaufpreis bereits ein Guthaben beinhalten. Sie sind zwei oder vier Wochen gültig, beinhalten ein Guthaben und sind speziell für Touristen gedacht.
Natürlich soll auch das Nachtleben Phnom Penhs Erwähnung finden.
Das Nachtleben ist nicht ganz so öffentlich wie in Bangkok oder gar Pattaya, aber es findet statt, das walte Hugo!
In zahlreichen Bars und Clubs warten freundliche junge Damen auf Interessenten, die Preise für einen Nacht liegen je nach Schönheit der Unterhalterinnen und je nach Englischkenntnissen zwischen 10$ und zwanzig $ LT. ST ist in Phnom Penh meist nur in so genannten Clubs im Angebot, hier werden meist 10$ bis 15$ aufgerufen. Extra-Tips sind nicht üblich, werden jedoch auch nicht frenetisch abgelehnt.
Wer sich über die gängigen Bars und Clubs informieren will, findet eine handliche Aufstellung in kleinen überall aufliegenden kostenlosen Broschüren.
Wer nachts in Phnom Penh allein bleibt, der hat das so gewollt! Verboten ist das aber auch nicht gerade.
Zocker finden reichlich Gelegenheit zum Glücksspiel, das ja bekanntlich in Kambodscha nicht verboten ist. Da ich dazu überhaupt keinen Draht habe, kann ich euch keine Details liefern.
Verbreitet sind auch Massageinstitute aller Arten. Etliche Massageinstitute machen ehrliche Khmer-Massagen, die den klassischen Thai-Massagen ähneln. Für eine der ausgezeichneten Massagen bezahlt man höchstens 10$, also etwa 330Baht. Steht statt Massage nur „Massa“ an der Haustür, dann ist die Massage mehr auf Sanuk als auf Gesundheit ausgerichtet. Die Preise beginne hier bereits bei 5000Riel, also bei weniger als einem Euro. Ich habe selbst Männer aus solchen „Massageinstituten“ kommen sehen, die gar nicht unzufrieden dreinschauten.
Wer über Kambodscha und sein Nachtleben spricht, muss natürlich auch zum Thema Kinderprostitution Stellung beziehen. Also: Es gibt Kinderprostitution, wie wahrscheinlich überall auf der Welt. Aber im Gegensatz zu früheren Jahren, als einem allein durch die Straßen wandernden Mann immer mal wieder von Motodop-Fahrern entsprechende Angebote gemacht wurden, habe ich in den vergangenen Jahren keine derartigen Angebote mehr bekommen. Der Staat greift inzwischen recht energisch durch, auch das Personal von Hotels und Guesthouses drückt inzwischen kein Auge mehr zu. Wer mit einheimischen Kindern unterwegs ist, wird oft schon nach kurzer Zeit von „Volonteers“ (meist Frauen aber auch Männern aus Australien oder sonst woher) verfolgt, die eifrig Photos machen und für jede Menge Ärger gut sind. Einige dieser Zeitgenossen sind besonders fies: Sie treten sozusagen als Zuhälter auf, die interessierte andere Ausländer in ein Falle locken wollen. Haben sie Erfolg, wird unverzüglich die Polizei herbeigerufen, am nächsten Tag kann man dann wieder einen saftigen Artikel über auf frischer Tat ertappte Kinderschänder lesen.
Einheimische Männer ertappen sie nie! Das liegt aber nicht etwa daran, dass es keine einheimischen Kinderschänder gibt, sondern daran, dass die Volonteers genau wissen, dass ihr Leben keinen Pfifferling mehr wert ist, wenn sie sich mit einheimischen Kunden anlegen. Insgesamt bleibt das erfreuliche Fazit, dass zumindest im Zusammenhang mit Ausländern Kinderprostitution kaum noch eine Rolle spielt.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: thaiman † am 13. August 2009, 13:09:25

Da ich selbst zu faul bin und wo
ich sitze, da sitze ich,
habe aber von Verschiedenen
gehoert, wenn man einen Visa-Trip
macht, sollte man sich die Kueste
ansehen, klares Wasser, fischen
auch baden und Bootstouren machen

und preiswert
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 13. August 2009, 13:42:37
"Da ich selbst zu faul bin und wo
ich sitze, da sitze ich,
habe aber von Verschiedenen
gehoert, wenn man einen Visa-Trip
macht, sollte man sich die Kueste
ansehen, klares Wasser, fischen
auch baden und Bootstouren machen"

Ja doch, nach Sihanoukville kommen wir auch noch. Aber vorher geht's nach dem Norden des Landes.
Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 13. August 2009, 21:21:04
Wer Phnom Penh besucht, sollte sich wenigstens einige der Hauptsehenswürdigkeiten abschauen. Phnom Penhs Monumente können nicht mit der Pracht eines Wat Pra Keo mithalten, auch wenn der Königspalast in Phnom Penh dieses monumentale Bauwerk zum Vorbild hatte. Einen Besuch ist der Königspalast aber allemal wert, in der Silberpagode, die ihren Namen von dem mit Silberplatten ausgelegten Fußboden hat, gibt es einige wunderschöne Buddhastatuen zu sehen. Man muss morgens früh kommen, da der Palast bereits um 11.00Uhr seine Tore wieder schließt. Auf diese Weise entgeht man aber auch der Tageshitze.

 Ein weiterer point of interest ist der Wat Phnom, von dem sich der Stadtname ableitet. Wer sich eingehender für die Bildhauerkunst Kambodschas interessiert, sollte auch den Besuch des Nationalmuseums einplanen.

Ob man das Genozid-Museum Toul Sleng gesehen haben muss, soll jedem Besucher selbst überlassen bleiben. Erlebt man die Kambodschaner heute, so erscheinen die dort gezeigten Grausamkeiten noch unwirklicher, als sie ohnehin schon sind. Wie in den Konzentrationslagern und Vernichtungslagern in Deutschland und Polen wird einem unverhüllt vor Augen gehalten, wozu Menschen fähig sind.
Man muss sich klarmachen, dass immerhin die Hälfte der überlebenden Bevölkerung der Khmer Rouge Bewegung angehört hatte und so mehr oder weniger an den Gräueltaten aktiv Anteil hatte. Heute müssen Täter und Opfer miteinander weiterleben, einen anderen Weg gab es nicht. Selbst die Verfolgung der Spitzenfunktionäre der Roten Khmer Bewegung verläuft schleppend.

Ich persönlich kann mir nur schwer vorstellen, Tür an Tür mit meinem Nachbarn zu leben, der meine Eltern mit einem Hammer totgeschlagen hat, um kostbare Munition einzusparen. Selbst kleine Kinder wurden auf bestialische Weise massakriert, um sich so ungeliebter Esser zu entledigen.
Was ich für das Toul Sleng Gefängnis gesagt habe, gilt einmal mehr für die Killing Fields von Choeung Ek, auch ihr Besuch ist nicht jedermanns Sache.

Lohnend ist aber ein Besuch der alten Königsstadt Oudong. Hierzu verlässt man die Stadt, fährt ein kurzes Stück über Land und taucht erstmals in das kambodschanische Landleben ein.

Kann man die auserkorenen Besichtigungstouren allein in Angriff nehmen? Ja, man kann! Es ist allerdings eine gute Idee, sich die Stadt und das Umland von einem der vielen gut englisch sprechenden Studenten männlichen oder weiblichen Geschlechts zeigen zu lassen, die glücklich sind, wenn sie ihren Lebensunterhalt mit einem solchen Job aufbessern können.An dieser Stelle bietet es sich an, einen Blick auf das kambodschanische Erziehungssystem zu werfen. Hier finden sich nämlich erhebliche Unterschiede zum Nachbarland Thailand.

Einer guten Schulbildung wird in Kambodscha ein überragender Wert beigemessen, vor allem guten Fremdsprachenkenntnissen misst man einen hohen Wert bei. Anders als in Thailand ist es durchaus üblich, große Mengen eigenen Geldes für Fortbildungskurse aller Art aufzuwenden, an Schul- und Ausbildungskosten wird erst an der Grenze zum schieren Hunger gespart. Kein Wunder also, dass man besonders in den kommerziellen und touristischen Zentren des Landes auf viele Menschen trifft, die erstaunlich gute Englischkenntnisse vorweisen können. Das beginnt schon bei den Motodop-Fahrern und bei den Bedienungen in den Restaurants und Bars. Auch die Mädels in den Bars eignen sich in kurzer Zeit Englischkenntnisse an, die die Englischkenntnisse auch langjähriger Thaibarflies mühelos in den Schatten stellen. Kambodscha ist nicht sanukorientiert, hier hat Leistungsbereitschaft einen weit höheren Stellenwert.

Auch das Interesse an allem, was im Ausland vor sich geht, ist wesentlich ausgeprägter als in LOS. Wer einen Tag an der Universität von Phnom Penh verbringt, wird über den hohen Stand der Allgemeinbildung und über das große Interesse an nahezu allem überrascht sein. Mit Kambodschanern zu plaudern macht Spaß, kann ich nur empfehlen.
Hier auch ein paar Worte zum politischen System des Landes: Kambodscha ist ein Königreich, der König hat allerdings nur repräsentative Befugnisse, die Rolle des Königshauses ist nicht mit der des thailändischen Königshauses zu vergleichen.

Ansonsten ist Kambodscha ein „Demokratie“, allerdings keine Demokratie mitteleuropäischer Prägung. Wir sind in Asien, die grundsätzliche asiatische Lebensart schlägt auch hier voll durch. Größtes Problem des Landes ist die Korruption, die die Entwicklung des Landes entscheidend hemmt. Der Korruption völlig aus dem Weg zu gehen ist unmöglich, wenn man längere Zeit in Kambodscha leben will. Wer gewohnt ist, mit diesem Instrument umzugehen, tut sich allerdings nicht schwer, im Strom mitzuschwimmen.

Eine interessante Persönlichkeit ist der kambodschanische Ministerpräsident Hun Sen. Seinen bei der letzten Wahl mitgewählten Kopräsidenten hat er der Einfachheit halber kurzerhand entmachtet, allein regiert sich’s einfach leichter! Hun Sen war selbst einer der führenden Funktionäre der Roten Khmer gewesen, musste allerdings, als auch sein Leben in Gefahr geriet, nach Vietnam fliehen, von wo aus er mit den vietnamesischen Befreiungstruppen nach Kambodscha zurückkehrte und eine neue politische Karriere begann. Trotz dieser außergewöhnlichen „politischen Flexibilität“ bringt er sein Land langsam aber stetig vorwärts, obwohl es auch ihm nicht gelungen ist, die wuchernde Korruption einzudämmen.

In der Peripherie sind die Provinzgouverneure mächtige Instanzen, viele von ihnen sind in einigen wenigen Jahren aus völliger Mittellosigkeit heraus zu unglaublichem Reichtümern gekommen, für viele hochrangige Militärs gilt sinngemäß dasselbe.
Ausländern gegenüber tun sich die Kambodschaner leichter als die Thais. Aus Kolonialzeiten ist man den Umgang mit Ausländern gewöhnt, und Ausländer bringen viel positive Entwicklung ins Land. Als Beispiel will ich hier den Straßenbau erwähnen, der immer dann dauerhafte Fortschritte macht, wenn er von Ausländern geplant und durchgeführt und nicht nur bezahlt wird.

Eines der prägnantesten Beispiele ist die Straße zwischen Poipet und Siem Reap, die als Hauptstrecke auf dem Landweg Thailand mit Siem Reap, also mit Angkor verbindet. Ihr schlechter Zustand ist legendär! Für die mal eben 180 Kilometer zwischen Poipet und Siem Reap konnte man mit dem Bus in der Trockenzeit leicht acht Stunden brauchen, in der Regenzeit auch schon einmal zwei Tage. Es musste als eine bessere Straße her. Die Weltbank gab mehrere Jahre hindurch große Summen an kambodschanische Straßenbauunternehmen, am Ende der Trockenzeit gab es denn tatsächlich auch eine schöne Straße, die sich allerdings regelmäßig während der Monsunzeit in nichts auflöste. Den vielen Straßenbrücken war kein anderes Schicksal beschieden. Viele einfache Kambodschaner lebten in dem Glauben, dass dies ein unvermeidliches Schicksal sei mit dem man wohl leben müsse, bis japanische Straßenbaufirmen die Durchgangsstraße durch Siem Reap bauten, die merkwürdigerweise jedem Monsunregen trotzig standhielt.
Inzwischen gibt die Weltbank das Geld für den Ausbau der Strecke Poipet - Siem Reap an thailändisches Straßenbaukonsortium, was einen gewaltigen Qualitätsschub mit sich brachte und die Fahrtzeit drastisch verkürzte.

Man geht davon aus, dass bei den Thaifirmen nur 10% des Geldes versackt, während bei den kambodschanischen Firmen allenfalls 10% der Gelder tatsächlich verbaut worden waren.Ganz allmählich verbessert sich die Infrastruktur und damit wirtschaftliche Potenz des Landes.
Bis es in Kambodscha ein modernes Straßenwesen wie in Thailand geben wird, wird allerdings noch seine Zeit brauchen.

Können sich Ausländer in Kambodscha niederlassen und ein Geschäft, ein Restaurant oder eine Firma eröffnen? Aber ja!
Wer Know How und finanzielle Mittel mitbringt und wer dringend benötigte Arbeitsplätze schafft, ist hochwillkommen. Hier sind die Unterschiede zu Thailand eklatant. Zahlreiche Gesetze verhindern zwar, dass Kambodscha sozusagen vom Ausland übernommen werden kann, aber es ist vieles möglich, was in Thailand nur schwer oder gar nicht zu erreichen ist.

Kann man in Kambodscha seinen Lebensabend verbringen? Man kann!
Schließlich bringen auch Rentner Geld ins Land, warum also ihnen das Leben durch hinderliche Visabestimmungen vergällen?!
In etlichen Kambodscha-Foren wurde immer wieder die Frage diskutiert, wie viel Geld denn pro Monat nötig sei, um in Kambodscha als Ausländer leben zu können.
Der Konsens lautete, dass es unterhalb von 500$  (= ca. 16500Baht) wohl nur schwer möglich sei, dass man aber mit 1000$ (= ca. 33000Bath) schon ganz auskömmlich leben könnte, mit dieser Summe sei selbst ein moralisch bedenklicher Lebenswandel gut finanzierbar!

Für eine Wohnung außerhalb des Stadtzentrums sollte man bei guter Ausstattung etwa 200$ rechnen(Phnom Penh), für sonstige Nebenkosten und Lebensmittel weitere 300$. Bleiben also ausgehend von 1000$ Gesamtbudget 500$ „Taschengeld“ übrig. Selbstredend sind auf dem Land die Kosten niedriger.
Kambodschaner müssen mit wesentlich niedrigeren Mitteln auskommen. Ein Polizist verdient im Monat etwa 15 bis 30$, ein Lehrer auch nicht mehr, Fabrikarbeiter und  -arbeiterinnen  aber weit weniger! In der Stadt muss ein Familienvater mindestens zwei Jobs haben, um seine Familie durchzubringen.
Mit diesem Hintergrundwissen versteht man auch, dass bei den Barmädels 15$ (500Baht)  für LT eine gute Bezahlung sind.

Natürlich gibt es auch reiche Leute, und nicht einmal wenige. Es gibt auch in Phnom Penh Wohnviertel, an denen auch ein verwöhnter Falang nichts auszusetzen hätte. Das Gefälle zwischen arm und reich entspricht in etwa dem Thailands. Ausländer aus DACH haben aber vergleichsweise einen höheren Gegenwert für ihr Geld. 1000Euro Rente oder sonstiges Einkommen reichen in Thailand aus, in Kambodscha sind das 1400$, eine Menge Geld, mit der man weit mehr als nur auskommen kann.

Morgen fahren wir nach Siem Reap...






EDIT: Absätze gesetzt (zur Entspannung der Augen  ;))






Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: changbier am 14. August 2009, 06:55:22
Jo......
also ich verbringe im Jahr mindestend 3 Monate in Kambodscha, bin da gut 6 bis 8x im Jahr. Und bin da nur nicht permanent, weil meine Angebetete eben nen Job in Thailand hat und den auch beibehalten will.

Ansonsten jann ich es auf folgenden Nenner bringen: Kamb ist  für mich wie Thailand vor 30 Jahren...
PPhen ist meine Lieblingshauptstadt, Kambos sind generell softer als Thais, zwar sehr stolz auf Angkor und ihr Land, aber sehr friedliche Menschen. Die Thaiarroganz und der m.E. abnormale Thai Nationalismus(im negativen Sinne) fehlen.
Man spürt die Mischung aus tief verwurzeltem Buddhismus und jahrzehntelangem französischen Einfluss.
Das Leben ist speziell in der Hauptstdt sehr angenehm und wenn man will auch sehr sehr intellektuell, interessant, aber auch etwas einfacher wenn man "Rund Um Vesorgung" haben möchte.
Das Land ist überschaubar und du kannst mit dem Moped auch überall rumfahren (eben vorsichtig wegenn der Straßen, der fast nicht vorhandenen medizinischen Versorgung und und und..ich sag nur "cos in the street")
Die ganzen Farangbekloppten, die protzen, dicke Autos fahren, Mund groß aufreissen, die eigenen Landsleute die weniger Geld haben auslachen etc..die gibt es hier fast nicht. EIn Protzer und Depp wird hier dann auch eher schneller abgestochen oder hat ein Loch im Kopf...sehr angenehm alles alles in Allem....

Obwohl das Nachtleben eher intellektueller ist und das Thai bum bum bum da da da ..I want you in my room...Sanuk Sabai etc glücklicherweise völlig fehlt, ist für den Expat in sexuellen Notstand bestens gesorgt...ja ,,denke auch 15$/500BTH die Nacht ist die Rate für Kenner...leider sollen auch, nennen wir sie mal "Pattaya deppen" schnell mal 25 oder sogar 50$ zahlen....die Dummprotzer eben..

soviel ich weiss (und ich hab da auch nicht nur privat zu tun) sind die Vedienste ca so: Polizist: mittlerweile 55$/ Monat Lehrer 30 bis 50$ Farang ENglish Techer 1200$/Monat bei 4 bis 6h am Tag...Arbeiterin in Kleiderindustrie 75$/Mon ( =festgeschriebener Mindestlohn für die..war Bedingung damals um den Sektor international zu fördern)...Khmer Tipsen oder Khmer Staff bei NGO`s etc 500$  Mittleres Management ( Bankangestllter Filialleiter etc) 1000$, Netzwerk administrator in größerer Khmer Firma 1000 bus 1400$ etc...NGO`(Europäisch) ca 12000$ plus 3000$ für "Verpflegung"

Aufgrund der "bad history" ist seit 1992 der ganze NGO Kram quasi explodiert...es gibt z.Zt so um die 8000NGOs in Kambodscha die die verschiedenen Fundingtöpfe  von UN, ADB und Worldbank regelmäßig leersaugen und funding bekommen für alles mögliche wie Bauern zu zeigen wie man reis anbaut, Nutten zu zeigen wie man Pariser anzieht...aus Kuhscheisse Strom zu machen und leider aber auch  HIV infizierten Girlies die notwendigen mittlerweile sehr guten Meikamente kostenlos zu verabreichen. Vom extremen Aufbauschen irgendwelcher Pädophilenstories abgesehn. Dei Pädp Sache ist eine der ganz großen Devisenbringer....ich würde behaupten dass es inmeiner deutschen Heimatstadt mehr Skandale diesbezüglich gibt als in ganz Kambodscha.
Um diese NGOshat sich natürlich ein Netzwerk von so gut und gerne 20 bis 30.000Khmers geschart, die daran kräftig mitverdienen....alles in allem versickern jährlich Milliarden sinnlos im Land.. von Weissen unterstützt und gebracht und auch gern genommen und mitgewaschen.. insofern ist die Korruption auch enorm.
Un dient natürlich den Ärmmeren als Vorbild.

Die Dichte an teuren z.B. Lexus Geländewagen (gerade ist chevrolet escalante in) ist so groß wie nirgends...in D kenn ich keine Stadt mit so vielen Luxuskarossen...ich hab erst vor kurzem nen Bently  und mehrere Aston MArtin  etc gesehen. Auch Hummer H2 gibts einige, Sklasse sowieso etc
die meisten Autos werden in Kaliforniern gekaut und rübergechifft hab ich mir sagen lassen
Am Stadtrand ginbt es wieder 2-3 stöckige Reihenhäuser für 300$ im Monat; im Viertel wieder Wohnungen für 200$..der Immobilenhype mi seinen teilweise über 3000$/m²an der Riverside ist am abebben.
Die typischen Germanen, die man im für interkulturell Unterbelichtete paradiesischen Thailand zu Hauf finden kann, findet man hier eben seltener....sie kommen aber immer öfters...gehn dann aber i.d.R: schnell wieder.
Wenn du alo Thailand wie vor 30jahren suchst, auch mal nicht verzweifelst wenn ds tesco Lotus nicht da ist

Ach ja..was viele Expats (und sehr viele davon lebten vorher in Thailand) begrüßen ist
-die absolute Stressfreiheit was eine Aufenthaltsgenehmigung angeht..dauerte bei mir 5 Min im Reisebüro und 1 Min nen Tag später beim Abholen....es gibt da NUR Businessvisa...wirst aber im Reisebüro noch nicht mak gefragt was für ein Business...wird dann auch nicht nachgeforscht etc.
-die EInfachheit ne Firma zu gründen..und die auch ganz normal legal zu 100% auf dich..ohne diese kriminellen und abhängig machenden Geschichten mit Strohmännern etc in Thailand
-einfach Land auch rechtlich abgesichtert zu erwerben

und: das was man mir sagte Allerwichtigste..man ist willkommen und nicht nur wegen Kohle ( mit Spießrutenlaufen und teilweise ja menschenverachtenden und sehr rassistischen Ansichten flankiert) gedulded.

und mit ENglisch kommst prima durch..alle lernen und praktizieren das..und wenn du mal raus gehst in die provinz...Khmer ist KEINE tonals Sprache..also einfach zu erlernen.
Suseday....
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: thaiman † am 14. August 2009, 08:00:16

War nicht mein Sinn, vorgreifen
kenne es ja nicht, weil ich hier sitze

                                    Gruss Manfred
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 14. August 2009, 19:51:24
@changbier

Prima Kommentar Deinerseits, man merkt doch gleich, dass Du ganz genau weißt, wovon Du sprichst! Es wäre schön, wenn Du uns noch mehr von Deinen individuellen Erfahrungen berichten könntest. Wo wohnst Du In Kambodscha, wo mit verbringst Du Deine Zeit, welche Orte findest Du besonders reizvoll/empfehlenswert, was kostet was? Auch Deine Erfahrungen mit Restaurantpreisen, Lebensmittelpreisen, Preisen für Miete etc. würden sicher nicht nur mich interessieren.
Wolfram

PS: Zum Einkommen der Kambodschaner habe ich etwas andere Informationen, da liegst Du m.E. schon im sehr grünen Bereich. Ich kenne z.B. nur einen Polizisten, der 50$ lohn bekommt, aber etliche, die ein deutlich geringeres Einkommen haben. Diese niedrigenEinkommen fördern natürlich die Korruption maximal.
Wenn ich Stellenanzeigen in Kambodscha lese und die Gehaltserwartungen betrachte, dann scheinen sehr viele Leute für sehr viel weniger Geld arbeiten zu müssen.
Richtig sind aber sicher die z.T. unverschämten Gehälter vieler NGO-Mitarbeiter und ihre vergleichsweise häufig geringe Arbeitsqualität/-leistung, die verhindern, dass mehr Geld bei den Menschen ankommt, für die die Spenden eigentlich gedacht waren (die schlimmsten Beispiele hast Du noch gar nicht genannt!). Diese Kameraden vermitteln den Khmer natürlich erst recht den Eindruck, dass jeder saublöd ist, der sich nicht auch einen großen Schluck aus der Pulle nimmt. >:(
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: namtok am 14. August 2009, 21:51:44
Also für ein Land, bei dem schon an den wenigen Grenzposten bei Visa und Einreisestemel über Gebühr abgezockt wird bin ich nicht so schnell zu begeistern.


Wartet der Polizist mit dem Prügel in der Hand an der Kreuzung auf den Obulus von passierenden Vehikeln, kommt das auch nicht so toll  --C, in Thailand bemühn sie sich wenigstens, ein Verkehrsvergehen mit dem Kassemachen in Einklang zu bringen  :-X


Die "nette" Führung von "Schülern und Studenten" an Touristenorten kostet auch nicht schlecht, die "Tourivergabe" scheint mafiamässig aufgeteilt, des weiteren haben die Thais immer noch den grossen Vorteil, dass sie trotz aller ihrer vielfach lang und breitgetretenen Fehler und Schwächen  ;) ungefragt nicht zu aufdringlich sind  8) und  nach ein oder 2 NEINs in Ruhe geben und nicht im Pulk nachlaufen   >: was in Kambodscha ziemlich nervig werden kann  --C
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 15. August 2009, 03:31:25
@namtok

Über die Probleme bei der Einreise über Land habe ich mich bereits ausgelassen, es ist eh' nicht meine Einreiseart der ersten Wahl! Ich bin selbst wiederholt über Poipet und über Koh kong eingereist, kenne also wirklich beides. Der Versuch, auf die Einreisegebühr von 1000Baht noch einmal 200Baht aufzuschlagen, stößt mich auch ab, ich reise daher mit dem Flugzeug ein. Das ist nicht nur sehr viel billiger(20$), sondern geht ja auch viel schneller. Bei der Ausreise über Land gibt es gar keine Probleme, weder auf kambodschanischer noch auf Thai-Seite der Grenze.
Deine Ausführungen zu aufdringlichen Studenten  an Touriorten kann ich gar nicht teilen. So etwas oder auch nur etwas ähnliches ist mir in vielen Jahren nie passiert, ich musste mir meine privaten Führer immer suchen, meine Erfahrungen mit den "private guides" waren nie anders als einfach toll. Manchmal war mein Detailwissen besser als ihres, aber das hat nicht nur nicht gestört, sondern vielmehr zu tollen Unterhaltungen geführt, in deren Verlauf ich Sachen erfahren habe, die garantiert in keinem Reiseführer nachzulesen waren.
Ich musste auch nie öfter als einmal einen angebotenen Deal ablehnen, mein "Nein" scheint immer deutlich genug gewesen sein!
Wenn ich mich an meine ersten Thailandbesuche vor mehr als 20 Jahren erinnere - da hättest Du erleben können, wie aufdringlich Thais sein können. Das hat sich inzwischengeändert, hat aber auch Jahrzehnte gedauert.
Meine ersten Probleme mit der kambodschanischen Polizei hätte ich heute noch vor mir...
Schweinehunde gibts überall, also sicher auch in Kambodscha. Dass sie ein typisch kambodschanisches Problem wären? Da reise ich wohl schon seit vielen Jahren unsichtbar oder blind durch Kambodscha.
Am Schluß also die Frage: Wie oft warst Du denn schon in Kambodscha und wo hast Du Dich da aufgehalten? Poipet ist nicht Kambodscha, sowenig wie Pattaya South repräsentativ für ganz Thailand ist!
Etwas detailiertere Berichte Deinerseits wären da hilfreich.
Wolfram

Auf die Gefahr, dass ich Dir persönlich Unrecht tue, Kambodscha hat nicht weniger unter Vorurteilen zu leiden als Thailand, für Myanmar gilt übrigens dasselbe.
Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob die Kritiker mancher Länder wirklich selbst für einige Zeit in den betreffenden Ländern unterwegs waren...
Haben wir Vorurteile nötig? Doch wohl nicht - und Du sicher auch nicht.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: namtok am 15. August 2009, 03:57:34
Hallo Doc  8)

Für Poipet brauche ich keinen Guide, und da war ab dem ersten Markt etwa 200 m hinter der Grenze rechts rein Ruhe, wenn man sich unters Volk mischt, aber entlang der Schlamm- und Schlaglochpiste Hauptstrasse nerven die Motorradtaxler, ich kann auch ein paar Meter zu Fuss gehen.

Das war einmal  Angkor Wat und einmal Sihanoukville, und um ein paar wenige hundert Baht beim Visum zu sparen schiebe ich der Bangkokair keine vielen Tausender für den kurzen Hüpfer in den Rachen.

Zitat
Meine ersten Probleme mit der kambodschanischen Polizei hätte ich heute noch vor mir...

die hatte ich auch nicht, nur der Taxifaher der wie alle Vehikel an der Strassengabelung in Sisophon- Battambang ( wo die Siem Reap Strasse von der Hauptroute nach Phnom Penh abzweigt) kommentarlos abkassiert wurde. aber indirekt gezahlt hab ichs trotzdem (da halt einfach in der Kalkulation für den fahrpreis inbegriffen...)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 15. August 2009, 13:30:00
@ namtok

Du hast recht, Bangkok Airways (BKK - Siemreap) ist sehr teuer. Daher fliege ich nach Phnom Penh und reise von da aus weiter.

Schönes Wochenende
Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: artes am 15. August 2009, 13:32:51
Ich möchte, zu diesem Thema passend, hier eine sehr gut gemachte Dokumentation der ARD beisteuern, in Form eines Links:

http://web.ard.de/kambodscha/ (http://web.ard.de/kambodscha/) Kambodscha - ein Land erwacht aus bösen Träumen. Diese Dokumentation ist nicht mehr ganz neu, beschreibt aber das Land sehr schön.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: theworldismyhome am 16. August 2009, 03:03:41
Ich war insgesamt 2x für insgesamt 6Wochen da (2006/7), kann den Ausführungen von Drwkempf und Changbeer weitgehend zustimmen, sofern das in der kurzen Zeit überhaupt möglich ist, isbesondere auch das destruktive Wirken der NGOs blieb mir nicht verborgen, aber da bin ich aufgrund intensiver negativer Erfahrungen in anderen Ländern schon sowieso vorgeschädigt.

Mal eine praktische Frage bzgl. Internet: Gibt es Condos oder Guesthouses bis mittleres Preisniveau, mit Internet/WLan für max 3Monate? Wie sieht es mit Mobilfunk-Internet aus? Schwerpunktmässig Pnom Penh
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: StrangeFruit am 16. August 2009, 12:16:30
Mal eine praktische Frage bzgl. Internet: Gibt es Condos oder Guesthouses bis mittleres Preisniveau, mit Internet/WLan für max 3Monate? Wie sieht es mit Mobilfunk-Internet aus? Schwerpunktmässig Pnom Penh

Das würde mich auch sehr interessieren. Ich die Frage auch noch auf Sianoukville erweitern...
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: namtok am 16. August 2009, 13:39:04
@ namtok

Du hast recht, Bangkok Airways (BKK - Siemreap) ist sehr teuer. Daher fliege ich nach Phnom Penh und reise von da aus weiter.

Schönes Wochenende
Wolfram


Ist die Strassenverbindung von dort besser als die bei direkter Anfahrt von der Thai - Grenze wenn mann nach Angkor will, kürzer ist es nicht...   ???


Aber es ist sicher ein interessanter Trip und mal was anderes , die Strecke evtl. per Boot zu machen...
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: quaychang am 16. August 2009, 14:07:15
@drwkempf
Sehr guter Bericht, kurz und praegnant. Alles was man wissen muss. Das mach Spass auf mehr! Ich bin mal gespannt!

@changbier
Genau so interessant. Man merkt Du bist hellauf begeistert von dem Land.

@theworldismyhome
Condos, Haeuser und auch Appartments gibt es ...von bis... Guesthaeuser selbstverstaendlich auch!!! Man musste wissen was das mittlere Preissniveau fuer Dich ist. Es lag frueher mal bei 1000-1400 $  :o (dank NGO Spinner...uebrigens viele NGOs von frueher sind jetzt Businessbesitzer von heute, z.B. 1 Zimmer-Appartment 1750 US$ pro Monat  --C) Aber das Land wacht langsam auf  :) Einige Guesthaeuser bieten ab 80-100 $ pro Monat Unterkunft. Condos/Appartments von 150 $ an, Haeuser ab 250 $ Kommt natuerlich immer drauf an, welche Ansprueche Du stellst und welche Stadt (und da dann Stadtteil).
Preisgefuege fuer Lebenshaltungskosten ist,

1. Siem Reap
2. Phnom Penh
3. Poipet
4. Sihanoukville
5. Battambang

Mobilfunk Internet geht, ist aber teuer (da es kaum einer benutzt, ist neu, aber schon 3g!). Es gibt ueberall in der Stadt WLAN (da muss Thailand noch lange fuer arbeiten). Einfach Prepaid-Karte kaufen, freirubbeln und los gehts. Unlimit gibt es nicht, aber der Stundenpreis sind je nach Karte und Anbieter ein paar cent.

Viele Guesthaeuser bieten ihren Kunden KOSTENLOS Internetzugang an.

@Namtok
Nein, die Strassenverbindung von Poipet nach Siem Reap ist mittlerweile 98% ausgezeichnet. Nach Phnom Penh kann man dasselbe sagen. Lediglich die letzten 30-40 km haben das Problem das die Strasse zu eng wird fuer das Verkehrsaufkommen. Aber man arbeitet gerade daran die Strasse breiter zu machen!

Sihanoukville ist auch nicht direkt Kambodscha  ;D
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 16. August 2009, 15:01:11
Lieber quaychang,

besten Dank für Deine Mitarbeit! So habe ich mir das vorgestellt. Wenn alle, die sich in Kambodscha ein wenig auskennen, hier mitschreiben, dann sollte es uns doch gelingen, ein recht gutes Gesamtbild von Kambodscha zu erstellen.

@namtok
Da ich in Thailand (noch) kein Auto habe, bin ich der Frage, wie lange man derzeit von Poipet nach siem Reap braucht, nicht mehr selbst nachgegangen. Aber seit die Straße un ter der Regie von Thai Engeneering ausgebaut wird, ist damit zu rechnen, daß man in absehbarer Zeit nur noch drei Stunden für die 180km brauchen wird.
Einen auch preislich interessanten Bootstrip werde ich später noch vorstellen.

@ strange fruit
ein Bekannter hat letztes Jahr in Sihanoukville für eine Zweizimmerwohnung (eingerichtet) im Monat 100$ bezahlt, was als günstig galt.
Es gibt schnelles Internet in Sihanoukville, in vielen Guesthouses als WIFI kostenlos.
Preise und Ausstattung der Guesthouses findet man unter www.canbypublications.com (Sehr gute Cambodia-Website)

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 16. August 2009, 15:18:23
und weiter geht's :D ;)

Ein wichtiges Kapitel hätte ich doch beinahe vergessen: Phnom Penh und sein Märkte.
Nirgendwo in Kambodscha ist das Angebot so groß, nirgendwo kauft man günstiger ein. Die Märkte sind aber selbst dann ein Erlebnis, wenn man sie nur besucht, um sich an der Farbenpracht zu erfreuen, für Photoenthusiasten sind sie ein „must have seen“. Im Psar Thmei, dem „Neuen Markt“, gibt es ein großes Angebot an Schmuck und Textilien, im Psar Tom Poung, auch „Russian Market“ genannt, gibt es schlichtweg alles, von der Copy-CD bis zum gebrauchten Mopedauspuff, aber auch Textilien findet man hier wieder – und eine Menge Schneider, die nicht passende Klamotten ohne zu zögern passend machen. Dieser Markt ist mein Lieblingsmarkt, Er liegt nicht zu abgelegen, ist sehr preisgünstig und doch gerade noch übersichtlich.
Natürlich gibt es noch viel mehr Märkte in Phnom Penh, aber wer  einmal zwei oder drei Märkte besucht hat, ist von dem Riesenangebot so erschlagen, dass er erst einmal eine Marktpause braucht.

Das Gegenstück zu den klassischen Märkten ist das Soriya Center mitten in der Stadt, ein modernes Kaufhaus westlichen Zuschnitts, das als eines der Highlights eine Inlineskaterbahn auf dem Dach hat. Und noch etwas hat dieses Kaufhaus: Rolltreppen! Besonders am Wochenende sieht man immer noch Gruppen von „Landeiern“, die staunend und ängstlich vor diesem Wunderwerk der Technik zögern, bis sich einer aus der Gruppe ein Herz fasst, und mutig auf dieses Teufelsding aufspringt. Die Bewunderung der mitgereisten Dorfbevölkerung ist ihm gewiss!
Natürlich gibt es aber noch jede Menge kleinerer und größerer Supermärkte, auch verwöhnte Ausländer müssen auf nichts verzichten, Weinliebhaber kommen in Phnom Penh preiswert auf ihre Kosten.
Die Ladies werden die Boutiquen lieben, die überall aus dem Boden schießen. Einige der kambodschanischen Designermodelle fand ich ausgesprochen gelungen.






Wir verlassen heute Phnom Penh, obwohl es natürlich noch viel mehr über diese wieder aufblühende Stadt zu erzählen gäbe, aber vielleicht findet sich im Forum ja noch der eine oder andere, der die von mir gelassenen Lücken auffüllt. Auf spezifische Fragen kann ich aber jederzeit gern eingehen.



Wir machen uns auf den Weg nach Siem Reap, der Stadt neben den Tempeln Angkors, die zum Pflichtprogramm eines jeden Asienreisenden gehört.

Wie kommt man von Phnom Penh nach Siem Reap?
Zum Beispiel mit dem Flugzeug – für die ganz eiligen. Die Flugzeit beträgt kaum 45 Minuten. Die Zeitersparnis muss man sich natürlich etwas kosten lassen. Zusätzlich zu den Ticketkosten fallen übrigens 6$ Flughafensteuer an.

Man kann auch mit dem Boot fahren, allerdings haben sich in den letzten Jahren die Preise fast verdoppelt, ein Ticket kostet jetzt 35 Dollar und kann meines Erachtens eigentlich nicht mehr empfohlen werden. In der Vergangenheit, als der Preis noch 20$ betrug und die Nationalstraße Nr. 6 noch nicht fertig ausgebaut war, war der Bootstrip eine Empfehlung wert. Man setzte sich am besten auf das Dach der Flussboote, weil man von dort die beste Aussicht auf den Tonle Sap und seine Umgebung hatte und weil der Fahrtwind eine angenehme Kühlung verschaffte. Das Sonnenbrandrisiko war allerdings immens! Manches „Bleichgesicht“ kam nach fünfstündiger Fahrt als „Graf Lobster“ in Siem Reap an.

Die meisten Traveller nehmen den Bus.
Das one-way-ticket kostet nur 4 bis 5 Dollar, die Fahrtzeit beträgt etwa 6Stunden. Die Qualität der Busse ist inzwischen recht gut geworden, die Seelenverkäufer früherer Zeiten gehören der Vergangenheit an. Mit Thailands Luxusbussen können sich kambodschanischen Busse allerdings noch lange nicht messen.

Man kann natürlich auch mit dem Mietwagen oder dem Taxi reisen. Lohnen tut sich das m.E. nicht, es sei denn, dass man eh’ für längere Zeit ein Auto gemietet hat oder dass man mit seinem eigenen Auto (aus Thailand) unterwegs ist.

Fazit: Am günstigsten reist man mit dem Bus!


Wer ein wenig mehr Zeit zur Verfügung hat, legt unterwegs in Kampong Thom einen Zwischenstop ein.
Diese Stadt liegt etwa auf der Hälfte der Distanz zwischen Phnom Penh und Siem Reap. Dieses Städtchen verschafft einem einen recht guten Überblick über das Leben abseits der Haupttouristenstädte. Es besitzt aber immerhin schon so viel touristische Infrastruktur, dass man auf nichts Wesentliches verzichten muss.
Das Städtchen erstreckt sich entlang der Nationalstrasse N6, in seiner näheren Umgebung findet man einige präangkorianische Tempelanlagen, die einen Besuch lohnen. Im Gegensatz zu den Hauptsehenswürdigkeiten in Angkor Wat sind sie von den Touristenmassen noch nicht entdeckt und daher ohne den angkorüblichen Umtrieb zu besuchen. Jeder Kulturreiseführer sollte über „Sambor Prei Kuk“  Auskunft geben können, wer gut englisch spricht, dem empfehle ich, sich bei www.tourismcambodia:com/Attractions/Kampong Thom/ zu belesen.
Wer hier vorbeischaut, wundert sich später, an welch tollen Sehenswürdigkeiten die Touristenherde mal wieder vorbeigezogen ist. --C

Man kann in Kampong Thom auch sehr preiswert und doch recht luxuriös wohnen und speisen, Provinzpreise eben.
Nicht nur das Arunas Hotel in der Stadtmitte, auch das Sambor Prei Kuh Hotel und das Stung Sen Royal Garden Hotel bieten viel für den geforderten Preis. Im Hotel, aber auch in der Tourist Information nahe der Bushaltestelle „werden Sie geholfen“.

Hier in der Provinz ist das Leben total entspannt, wer einmal hier gewesen ist und nicht auf großen Trubel aus ist, der fühlt sich hier wohl, das Risiko, wieder hierher zurückzukehren, wird allgemein als ziemlich hoch angesehen.


 
Siem Reap – Angkor Wat

Ein Besuch der Tempel von Angkor Wat gehört mit zu den beeindruckendsten Erlebnissen einer Südostasienreise. Zusammen mit den Tempeln Bagans in Burma, dem Borobudur auf Java und den großen Monumenten Chinas und Indiens zählt er zu den Weltwundern, die man einmal in seinem Leben gesehen haben sollte, ganz bestimmt aber, wenn man seit Jahren in unmittelbarer Nähe lebt. Dabei wird von niemandem verlangt, dass er sich alle Einzelheiten bis ins Detail betrachtet und einprägt, ein Besuch Angkors soll ja Spaß machen und nicht mehr anstrengend sein als das Klettern in den Ruinen in der tropischen Hitze Kambodschas.
Dass Angkor auch Spaß machen kann, wenn man nicht überdurchschnittlich archäologisch interessiert und bewandert ist, hat ein Berliner Tourist einmal ganz treffend so formuliert:
„Wennde Angkor ma gesehen hast, kannste die Pyramiden eindosen!“

Wir fahren also mit dem Bus weiter nach Siem Reap, der inzwischen ganz schön ins Kraut geschossenen Stadt, die sich selbst als „Gateway to Angkor – Tor nach Angkor)“ versteht.

Von Kampong Thom erreicht man nach dreistündiger Fahrt (ca.180km) die Stadtgrenzen Siem Reaps. Die ganze Stadt scheint auf den ersten Blick aus unzähligen Guesthouses, Hotels und Restaurants zu bestehen, und dieser Eindruck ist gar nicht so falsch. Ohne Angkor wäre Siem Reap heute gar nicht mehr lebensfähig.

Die große Anzahl an Guesthouses und Hotels macht es leicht, eine geeignete Unterkunft für die nächsten Tage und Nächte zu finden, man braucht nämlich tatsächlich einige Tage, wenn man Angkor Wat nicht im Schweinsgalopp durchrasen will. --C

Der Entschluss, die von mir empfohlenen vier Nächte in Siem Reap zu bleiben, kommt einen dank der großen Konkurrenz unter den Hoteliers und Guesthouse –Besitzern nicht teuer zu stehen, außer man will das so!

Im Phnom Bok Hotel gibt es Zimmer mit AC/Fan incl. Frühstück ab 10$, die Abholung vom Busbahnhof, Flugplatz oder Bootsanlegestelle ist im Preis inbegriffen, das Hotelchen hat einen schönen Garten mit einem Swimmingpool, ein willkommenes Extra, auf das ich noch näher eingehen werde. Um das Maß des Guten voll zu machen, spricht der Chef auch noch deutsch und hilft bei allen Problemen nach Kräften. WIFI und PCs runden das tolle Angebot ab.

Auch nicht schlecht ist das Noria Hotel im Bungalowstil, das auch über einen schönen Garten mit Pool verfügt. Der Preis pro Bungalow liegt zwischen 15$ und 25$.

Darfs etwas luxuriöser sein?
Dann ist vielleicht das Queen Villa Angkor Hotel das richtige. Hier bezahlt man pro Nacht immerhin schon bis zu 35$, auch hier gibt’s Pool und Garten.

An dieser Stelle  alle empfehlenswerten Guesthouses und Hotels aufzuzählen und zu beschreiben, würde den Rahmen diese Threads entgültig sprengen.
Wen der Hafer sticht, findet auch Unterkünfte für zwei Dollar oder für über Tausend Dollar pro Nacht.
Wo die gewählte Unterkunft innerhalb Siem Reaps liegt, ist relativ nebensächlich. Wer nach Angkor will, muss sowieso fahren, sei es mit dem Motodop, der Mopedrikscha oder der gemieteten Limousine. Wichtig er ist, dass man sich in der gewählten Unterkunft wohl fühlt, dass man sich von der doch etwas anstrengenden Besichtigungstour durch Angkor immer wieder zu einer ausgedehnten Pause zurückziehen kann, daher der Garten mit Pool!

Man erwirbt am besten ein sog. Dreitagesbesichtigungsticket für 40$. Das Ticket ist sauteuer, wenn man das übliche Preisniveau in Kambodscha bedenkt, erträglich im Preis, wenn man sich vor Augen hält, was wir in DACH für einen einzigen Kino- oder Konzertbesuch bezahlen müssen.
Es gibt natürlich auch Tagestickets, aber wer sich Angkor in einem einzigen Tag reinziehen will, der hat sie nicht alle  - oder er ist Koreaner oder Japaner.

Eine Angkorbesichtigung teilt man sich ein, und zwar in Vormittags- und Nachmittagstrips. Der Vormittagstrip startet in der Frühe, wen es noch kühler ist und viele Touristen noch pennen oder frühstücken und einem so aus den Beinen sind. Man fährt also etwa von 7.00Uhr bis 10.30Uhr aufs Tempelgelände, danach legt man in seinem Guesthouse/Hotel eine ausgedehnte Mittagspause bis etwa drei Uhr ein, während der man sich am Pool entspannt, etwas isst, sein Mittagsschläfchen einlegt, seine bisher geschossenen Photos durchmustert. Danach fährt man zur zweiten Session, nach Sonnenuntergang ist man in seinem Quartier zurück, um ein weiters Päuschen einzulegen, ehe man sich abends auf die Piste begibt, um Siem Reaps Restaurant- und Nachtleben zu erkunden.
Auf diese Weise kann man sich alle Herrlichkeiten Angkors genussvoll und stressfrei anschauen und man hat deutlich bessere Chancen, sich später einmal auch an Details zu erinnern und nicht alle Tempel durcheinander zuwerfen.

Es liegt mir fern, jetzt zu einer auch nur annähernd ausführlichen Schilderung der Großartigkeiten Angkors durchzustarten, gute und ausführliche Beschreibungen der Geschichte und der einzelnen Bauwerke gibt es in jeder Weltsprache. Wer sich etwas Besonderes gönnen will, der mietet sich wenigstens für einen Tag einen der deutschsprechenden Tourguides für die Hauptmonumente, ansonsten tut’s auch ein guter Reiseführer, selbst die überall ausliegenden kostenlosen Broschüren über Siem Reap und Angkor Wat sind erstaunlich detailliert und enthalten Tourenvorschläge.

Wie schaut man sich Angkor Wat an?
Über die Zeiteinteilung habe ich ja schon gesprochen, jetzt noch ein paar Worte über die Verkehrsmittel:

Das Mopedtaxi: fährt einen dahin, wo man hin will. Der Vorteil liegt im geringen Preis für einen Tag, etwa 7$ oder 200Baht, der Nachteil ist, dass man durch den ganzen Staub und durch die Hitze muss und dass man sein Gepäck beschränken muss.

Die Mopedrikscha: Bietet Platz für mehrere Passagiere, kostet etwa 10$ bis 15$, alles andere ist wie oben schon beschrieben.

Die Limousine: Kostet pro Tag incl. Sprit 20$, besteht meist aus einer klimatisierten älteren Toyota Camry Limousine samt Fahrer (Englisch sprechend). In der klimatisierten Limousine kann man sich zwischen den einzelnen Besichtigungspunkten abkühlen, man kann seine mitgebrachten Getränke gekühlt halten, das obligate Handtuch zum Abtrocknen des Gesichts bleibt sauber, der Fahrer passt auf alles auf, was man nicht überall mit sich herumschleppen will. Wer nicht dramatisch sparen muss, sollte sich diese Verkehrsmittel leisten. Für längere Fahrten zu den entlegeneren Tempeln wie Banteay Srei bittet der Fahrer um ein paar Extradollars. Die sollt man ihm geben, denn Sprit gehört zu den teuren Artikeln in diesem Land.
Der Fahrer steht 24 Stunden zur Verfügung, also auch abends, um einen in ein Restaurant oder in eine der vielen Kneipen und Bars und natürlich auch wieder zurück zum Guesthouse oder Hotel zu bringen! Ob er sich über ein kleines Extratrinkgeld freut? Wahrscheinlich!

Zu den Sehenswürdigkeiten Siem Reaps gehört auch ein Ausflug auf den Tonle Sap, der sich bei Siem Reap zu einem breiten See gemausert hat, dessen gegenüberliegendes Ufer nicht mehr zu sehen ist.
Natürlich gibt es auch noch Museen und Khmerdance-Shows, über die man reden könnte, aber nach drei Tagen Tempelbesichtigung ist nicht jedem nach einem Extraschluck Kultur.
 
Ein paar Worte möchte ich zu einem der ganz besonderen Menschen auf unserer Erde sagen.
Der Mann heißt Dr.Beat Richner.  Der Doktor ist schweizer Staatsbürger, hat allerdings längst auch einen kambodschanischen Diplomatenpass. Beat Richner hat vor vielen Jahren das Elend der kambodschanischen Kinder erlebt und beschlossen, hier zu helfen. Das hat er in der Vergangenheit zunächst als Kinderarzt gemacht, bald aber mehr und mehr dadurch, dass er sich seine Virtuosität als Cellospieler (mit einer ausgesprochenen Vorliebe für die Werke J.S.Bachs) zunutze gemacht hat, um Geld für den Bau und die Ausrüstung von Kinderkrankenhäusern in Kambodscha zu machen. Heute lebt B.R. den Großteil des Jahres in Siem Reap, freitags und samstags kann man ihm zuhören, wenn er auf seinem Cello spielt und über sein Hilfsprogramm spricht. Spenden in jeder Höhe sind willkommen und landen schließlich auch da, wo sie hingehören, nämlich nicht in den Taschen korrupter Beamter oder raffgieriger NGO-Mitarbeiter, sondern bei den armen Menschen Kambodschas.
Aus der mittlerweile jahrzehntelangen Arbeit B.R.s sind mehrere Kinderkrankenhäuser in Siem Reap und Phnom Penh entstanden, in denen arme kleine Patienten auf hohem internationalem Niveau gratis behandelt werden, wohlhabendere Kunden müssen für die Behandlung bezahlen, wobei sich der Preis nach der wirtschaftlichen Potenz der Familie der kleinen Patienten richtet.
Ein Blick in eines der Krankenhäuser, also z.B. in das „Jayavarman VII Hospital wird interessierten Besuchern nicht verwehrt.
Ob Schweizer in Kambodscha beliebt sind? Darauf kannst Du wetten!!!


Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: astronaut007 am 17. August 2009, 07:13:46
Kambodscha bezogen verfüge ich über keinerlei Kenntnis.
Da es jedoch anno 1981 Thematik war und umgesetzt wurde, dürften englischkundige ein paar Infos aus meinem Beitrag "erhören" können, ich kenns bloss vom "hörensingen":


http://www.youtube.com/watch?v=GY61xGH1FjA&feature=related
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: ou1 am 17. August 2009, 18:30:32
@drwkempf   
         
Danke für die Erinnerungen, die du mit Deinem Bericht in mir wach rufst. Mit deinem Gesamturteil zu dem Komplex Angkor nahe Sim Reap kann ich nur übereinstimmen. Ich mag zwar die abgetretenen Pfade der Pauschaltouristen überhaupt nicht, aber es gibt halt Ausnahmen, wenn es sich um Wege zu absolutem Weltkulturerbe handelt. Da hab ich meine eignen Tricks, um nicht mit der Masse  schwimmen zu müssen.

“40”
Wir verlassen heute Phnom Penh, obwohl es natürlich noch viel mehr über diese wieder aufblühende Stadt zu erzählen gäbe, aber vielleicht findet sich im Forum ja noch der eine oder andere, der die von mir gelassenen Lücken auffüllt.

Das bezieh ich auch auf Angkor.
Angkor, das ist perfekte Tempel-Architektur der Khmer vor und nach der  1.Jahrtausendwende. Thailand hat davon profitiert. Phimai, selbst Wat Phra Keo’s steinerner Tempel wären beispielsweise ohne die alten Khmer nicht denkbar.

Für die nicht so Kundigen sollte der Hinweis gegeben werden, dass man unter “Tempel von Angkor” eine beträchtliche Anzahl von Tempeln bzw. deren Ruinen versteht, die alle in der Umgebung von Sim Reap verstreut liegen, in einem ziemlich großes Areal. Man erwarte nicht Königspaläste o.ä., sondern TEMPEL. Die (hölzernen) Königspaläste haben wohl nicht überdauert.

Angkor Wat selbst ist herausragend unter all den vielen anderen der einstigen Hochkultur. Fast genau so bekannt sind Angkor Thom mit den riesigen (dämonischen) Steingesichtern und der spektakuläre Ta Prohm. Letzterer ist zwar nach der Wiederentdeckung Angkors durch die Franzosen im 19.Jahrhundert nur unwesentlich restauriert worden. Das allerdings absichtlich. Man wollte an diesen mit riesigen Baumwurzeln überwucherten Ruinen zeigen, wie sich die Natur der vergessenen Tempel bemächtigt hat. Das war nämlich mit den Khmer-Tempeln passiert. Im Laufe der Jahrhunderte vergessen, überwuchert durch den Dschungel. Sehr beeindruckend, sehr fotografisch: Natur gegen Kultur. Mancher kennt dieses Bild, wie die Baumwurzeln, einer riesigen übermächtigen Hand gleich, sich des nicht gerade kleinen und schwachen Mauerwerks des Ta Prohm Tempels bemächtigt haben und die langsame, aber zerstörerische kraft der Natur symbolisieren. Schauderhaft schön.  

Diese 3 zuvor genannten Tempel liegen (ausnahmsweise) so nahe bei einander, dass man sie zu Fuß bequem an einem Tag erwandern könnte. Jedoch teile ich die Meinung unseres Doktors, dafür sollte man sich mehr Zeit nehmen 1 Woche wäre schon angebracht und auch lohnenswert. Die Hektik der Japaner und Koreaner kann ich allerdings verstehen. Die haben halt nur 7 bis 10 Tage Urlaub, wie ich aus berufenem Munde eines mir bekannten jungen japanischen Ehepaares weiß.

In einem Punkte teile ich nicht Deine Meinung. Der Tonlé Sap See ist an sich keine Sehenswürdigkeit. Interessant ist er schon. Er wechselt seine Größe während der Dauer eines Jahres in einem beachtlichen Umfang, nämlich um das 3- bis 4-fache, abhängig von der Regenzeit. Deshalb wandern die Anlegestellen der Schiffe von oder nach Phnom Penh landeinwärts oder umgekehrt.

Das kurioseste ist jedoch der den See speisende Fluss selbst. Wenn jemand einen Standpunkt für so irreal hält, indem er bekräftigt: dann müsste das Wasser im Fluss bergauf fließen, der hat der noch nie vom Tonlé Sap gehört. Der fließt tatsächlich im Laufe des Jahres gegen die normale Richtung. Nämlich immer dann, wenn sich in dieser flachen Ebene Kambodschas soviel Druck im Mekong aufstaut, dass das Wasser über den Tonle Sap Fluss in Richtung See zurück gedrängt wird, also “bergauf” fließt! Daher auch die gewaltige Größenänderung des Sees. Die Flusstiefe ändert sich in einem ähnlichen Verhältnis.

Ich war im Februar 2001 dort in Sim Reap, Phnom Penh, Sianoukville, Kampot und Kep. Zu der Zeit hatte ich noch eine analoge Canon Spiegelreflex Kamera. Die damit geschossenen Fotos kleben all in einem Album. Ich hätte sonst gerne Bilder eingefügt, ergänzend zu deinen Ausführungen.
Momentan möchte ich deinen weiteren Berichten nicht vorgreifen.

ou1
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 17. August 2009, 21:11:00
Nachdem wir Phnom Penh und Siem Reap mit dem großartigen Angkor gesehen haben, könnten wir eigentlich direkt in den Süden an die Küste fahren und uns Sihanoukville anschauen. Aber da wir ja Kambodscha ein wenig näher kennen lernen wollen, entschließen wir uns zu einem Besuch der Provinz Battambang mit der gleichnamigen Verwaltungshauptstadt. Die Provinz Battambang gilt als die „Reisschüssel Kambodschas“, die Stadt Battambang ist die zweitgrößte Stadt des Landes und Heimat von etwa 180 000 Einwohnern.

Wie kommt man nach Battambang? Da wir ja schon in Siem Reap sind, also sozusagen am Ostufer des Tonle Sap, entschließen wir uns, nach Battambang, das westlich des Tonle Sap liegt, mit dem Boot zu reisen. Natürlich hätten wir auch mit dem Bus fahren können, aber ich hatte ja einen interessanten Bootstrip versprochen.

Man bucht also ein Bootsticket nach Battambang für aktuell 18$ - das Busticket hätte mal eben ein Drittel gekostet – und wird, wie versprochen, am Morgen des Reisetages von seinem Hotel oder Guesthouse abgeholt und zur Bootsanlegestelle gebracht. Das Boot legt pünktlich um 07.00Uhr morgens ab und überquert zunächst in etwa drei Stunden den an diese Stelle recht breiten Tonle Sap. Danach biegt das Boot in das Flüsschen Stung Treng ein, dem es flussaufwärts während der nächsten drei bis vier Stunden folgt.
Während der Regenzeit und zu Beginn der Trockenzeit dauert die Reise also etwa sieben Stunden, je tiefer der Wasserstand im Stung Treng während der Trockenzeit fällt, desto länger dauert die Reise. Die beste Reisezeit für den Bootstrip ist also von Ende Oktober bis Mitte Dezember.
Auf dem Stung Treng fährt man an endlosen Reisfeldern vorbei, passiert kleine Dörfer und Gehöfte, man kommt sich wie in längst zurückliegenden Zeiten vor, wären nicht  immer wieder Fernsehantennen und Mopeds zu sehen, die einen in die Jetztzeit zurückbringen. Wieder einmal bekommt man einen ausgezeichneten Eindruck vom ländlichen Kambodscha.

Nach vielen Stunden erreicht man also dann Battambang.
Battambang gehörte bis zum Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts zu Thailand, das die Provinz Battambang für etliche Jahrhunderte annektiert hatte. Im Jahre 1907 kehrte Battambang auf massiven französischen Druck hin in das Königreich Kambodscha und damit nach französisch Indochina zurück. Die Geschichte der Stadt blieb wechselvoll, 1975 wurde Battambang wie alle größeren Städte von den Khmer Rouge evakuiert.

Neben seiner Bedeutung als Kornkammer des Landes – „Rice Bowl of Cambodia“ – tragen auch der Gemüse- und Obstanbau zum Einkommen der Bevölkerung bei, Industrie gibt es kaum. Die Holzindustrie spielt keine bedeutende Rolle mehr, zu viele Wälder waren planlos abgeholzt worden.

Die zweitgrößte Stadt Kambodschas macht einen eher verschlafenen Eindruck, von der Internationalität Phnom Penhs verspürt man hier nichts. Ist man in der Stadt unterwegs, dann kommt zu keinem Zeitpunkt so etwas wie ein Großstadtgefühl auf. Die Stadt wirkt an vielen Stellen schmutzig und ungepflegt, ja, auch arm.
Es gibt aber natürlich auch schöne Ecken in dieser Stadt. Entlang des Sangker Flusses finden sich immer noch viele Häuser  aus der französischen Kolonialzeit, dort liegen auch einige der besten Restaurants und Bars und nicht zuletzt der große Psar Nat, der Zentralmarkt.
Den Namen verdankt die Stadt übrigens einem „Bat Dambong – Zauberstab“, der einem Khmerkönig in grauer Vorzeit Zauberkräfte verliehen haben soll, ein Standbild in einem Kreisverkehr erinnert an diese alte Sage.
 Die Sehenswürdigkeiten der Stadt hat man mühelos an einem halben Tag gesehen, dafür gibt es in der näheren Umgebung der Stadt ein paar Sehenswürdigkeiten, die man an einem Tag am besten mit einem Moped besichtigen kann. Dabei ist oft schon der Weg zu den Sehenswürdigkeiten eine Sehenswürdigkeit für sich, pures kambodschanisches Landleben.

Einige Berühmtheit hat der „Bamboo Train“ unter den Travellern erlangt. Es handelt sich dabei um ein flaches Gefährt, das das lokale Schienennetz nutzt und von einem Mopedmotor getrieben zahlungswillige Touristen durch die reizvolle Gegend karrt. Kommt Gegenverkehr, so muss das Gefährt die Schienen räumen, hat sich der im besseren Schritt-Tempo fahrende Zug entfernt, geht die Reise mit dem abenteuerlichen Vehikel weiter.

Besuchenswert ist der Wat Ek, der etwa 10km vom Stadtzentrum entfernt ist. Neben diesem Kloster findet man einen alten Tempel aus dem 11.Jahrhundert, der dem Khmerkönig Suryavarman zugeschrieben wird. Das Kloster nutzten die Khmer Rouge als Gefängnis.

Dann gibt es den auf einer Anhöhe gelegenen Phnom Banan, zu dessen Khmertempel man viele Stufen erklettern muss. Diese Tempelanlage ist von allen Khmerdenkmälern die am besten erhaltene in der Region.
All die übrigen mehr oder weniger bedeutenden Sehenswürdigkeiten aufzuführen und zu beschreiben, will ich den Reisehandbüchern überlassen, für mich ist Battambang in erster Linie eine ganz typische durch internationale Einflüsse noch wenig verfälschte kambodschanische Stadt.

Der internationale Einfluss hat sich aber doch wenigstens so weit ausgewirkt, dass es reichlich gute Unterkunftsmöglichkeiten mit dem nötigen Komfort gibt, die meisten sind ausgesprochen erschwinglich.
Da ist zum Beispiel das „Bus Stop Guesthouse“, das neben dem schnellsten Internet der Stadt auch einen kostenlosen Laundry Service anbietet. Die Zimmerpreise liegen zwischen 10$ und 20$.
Ebenfalls empfehlenswert ist das Khemara Hotel, da seinen Bezeichnung als Hotel schon voll verdient. Auch hier gibt’s kostenloses WIFI, aber auch einen schönen großen Swimming Pool.
Wer es sehr stilvoll und auch teurer mag, dem kann man ohne Bedenken das „La Villa“ empfehlen, auch hier gibt’s einen Pool, alles für etwa70$.
Eine gute umfangreiche Auflistung der meisten Hotels und Guesthouses findet man einmal mehr bei www.canbypublications.com.
Unter dieser Internetadresse kann man sich auch über die Restaurant- und Barszene der Stadt informieren. Ein Nachtleben wie in Phnom Penh wird man nicht finden, dass aber gar nichts los ist, ist auch mal wieder falsch. Es ist einfach alles viel ruhiger als in Phnom Penh oder Sihanoukville, aber wer sucht, der findet!

Von Battambang aus führt uns der Weg zunächst über die Nationalstraße Nr. 5 zurück nach Phnom Penh, der Bus braucht auf der inzwischen ausgezeichneten Straße etwa 5 Stunden für die knapp 300 Kilometer.
Gelegentlich verkehrt auch ein Personenzug zwischen der Hauptstadt und Battambang, er benötigt für die Strecke allerdings leicht einmal mehr als zwölf Stunden, sodass diese Art des Reisens einigen Freaks oder ausgemachten Eisenbahnfanatikern vorbehalten bleiben wird.
One more night in Phnom Penh mit seinen tollen Restaurants und seinem prickelnden Nachtleben? No problem!

Einschub:
Man hätte seine Reise natürlich prinzipiell auch in Siem Reap beginnen können, entweder über Aranjaprateth/Poipet auf dem Landweg mit dem nahezu unvermeidlichen Visatrouble an der Grenze oder nicht ganz billig mit Bangkok Airways auf dem Luftweg. Der Landweg hätte zunächst nach Battambang geführt, dann z.B. mit dem Boot nach Siem Reap und von dort weiter nach Phnom Penh. Die Luftikusse wären nach der Landung in Siem Reap erst einmal nach Battambang gefahren, dann wieder mit dem Boot zurück nach Siem Reap usw. Für viele Kambodschabesucher ist Battambang schon zu abgelegen und wird daher gar nicht besucht. Schade irgendwie.

Morgen – oder übermorgen? – geht’s aber nun endlich an die Küste!


Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: astronaut007 am 17. August 2009, 21:55:26
ou1, die Bilder, die du damals geschossen hast, wären sicherlich hochinteressant zu sehen.
Technisch wäre das auch kein Problem. Besitzt du die Negative noch, lassen sich diese ohne grossen Aufwand digitalisieren.
Im andern Falle wäre eine Ablichtung mit einer Digitalkamera sicher auch denkbar.

Gruss  astronaut007
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: sitanja am 18. August 2009, 05:09:38
Same Same But Different“ Locarno feiert David Kross in neuem Buck-Film

Jung-Schauspieler
 David Kross (19) ist weiterhin auf der Überholspur. Der junge „Vorleser“-Star spielt in Detlev Bucks neuem Film „Same Same But Different“ die Hauptrolle. Auf dem Filmfest im schweizerischen Locarno wurde das bewegende Liebesdrama bereits gefeiert.

„Same Same But Different“ (dt. „genau so, nur anders“) ist die Verfilmung der tragischen Magazin-Reportage „Bis der Tod sie mir weg nimmt“ aus dem Jahr 2006. Benjamin Prüfer schildert darin, wie er mit 23 in einem Nachtclub in Kambodscha die 21-jährige Prostituierte Sreykeo kennenlernt. Die jungen Leute verlieben sich und verbringen einen romantischen Monat zusammen, bevor Ben wieder nach Deutschland abreist.

Dann erreicht Ben die Schreckensnachricht: Sreykeo ist mit HIV infiziert. Ben beschließt, zu seiner großen Liebe zu halten, bis der Tod sie ihm weg nimmt...

Kultregisseur Detlev Buck (46) und sein Hauptdarsteller David Kross sind ein eingespieltes Team. Gemeinsam drehten sie schon das Jugenddrama „Knallhart“. Danach spielte Kross die Hauptrolle in dem deutschen Fantasyfilm „Krabat“. Internationale Aufmerksamkeit erregten seine heißen Sexszenen mit Kate Winslet in dem preisgekrönten Film „Der Vorleser“.

Am 21. Januar 2010 startet „Same Same But Different“ in den deutschen Kinos.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: sitanja am 18. August 2009, 05:23:29
Hier noch ein Link zu Benjamin Prüfer.


http://images.google.com/imgres?imgurl=http://jetztimg.sueddeutsche.de/upl/images/user/da/dana-brueller/508304.jpg&imgrefurl=http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/404373&usg=__xK3t3f1hi9ZuO0yVCWK053Nr_t0=&h=278&w=420&sz=32&hl=de&start=2&um=1&tbnid=-gW2B8P0qWUnkM:&tbnh=83&tbnw=125&prev=/images%3Fq%3Dbenjamin%2Bpr%25C3%25BCfer%26hl%3Dde%26rls%3Dcom.microsoft:de:IE-SearchBox%26rlz%3D1I7ASUS_de%26sa%3DX%26um%3D1
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: hellmut am 18. August 2009, 06:56:27
@ sitanja, links kann man auch kürzer machen, so z. B.: LINK (http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/404373)  ;D
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: hellmut am 18. August 2009, 06:57:44
Anleitung: (url=hier den Link eintragen)hier einen beliebigen Text einsetzen(/url)

Statt der runden Klammern ( ) eckige [ ] verwenden.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: astronaut007 am 18. August 2009, 07:03:47
hellmut, biste heut mit dem Meckerbein raus??? :D :D :D
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Samuijumbo am 18. August 2009, 08:28:09
Und was hat das alles mit dem Thema zu tun? --C   --C
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 18. August 2009, 11:23:48
@Samuijumbo

tröste Dich, ich hab's auch nicht verstanden ???

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: quaychang am 18. August 2009, 12:16:00
@samuijumbo
Es geht wohl um das KORREKTE einfuegen eines links. Wir sind hier ja ein .de da muss immer als korrekt sein  :D

Same Same But Different der neue Film von Detlef Buck. Ja, ich bin schon gespannt. Allerdings bedient er auch saemtliche Erwartungen des unbedarften Publikums in Sachen Klischees. www.samesame-themovie.com (http://www.samesame-themovie.com)

Interessant ist der Film insofern da komplett in Kambodscha gedreht. Es gibt viele Bilder und besonders der Blog der Crew vermittelt recht interessante und ungewoehnliche Eindruecke der Mitwirkenden.

Ansonsten lohnt sich ein Blick in die Online-Ausgabe der groessten Tageszeitung PHNOM PENH POST (leider nur in englisch)

http://www.phnompenhpost.com/ (http://www.phnompenhpost.com/)

Interessant sei noch zu erwaehnen, das Kambodschaner sehr gut informiert sind, was in Thailand passiert. Jedoch Thais 0.00 Ahnung haben was in Kambodscha los ist! Zb. sind alle wichtigen thailaendischen TV Programme empfangbar, umgekehrt herrscht Nachrichtensperre.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: StrangeFruit am 18. August 2009, 12:41:41
@quaychang
Interessant sei noch zu erwaehnen, das Kambodschaner sehr gut informiert sind, was in Thailand passiert. Jedoch Thais 0.00 Ahnung haben was in Kambodscha los ist! Zb. sind alle wichtigen thailaendischen TV Programme empfangbar, umgekehrt herrscht Nachrichtensperre.


Splendid isolation eben..... Wohin das führt, weiss man ja. Aber wenn man meint, solche Erfahrungen unbedingt (aber unnötigerweise) selbst machen zu müssen....., bitte... up to them.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 18. August 2009, 16:04:49
"Interessant sei noch zu erwaehnen, dass Kambodschaner sehr gut informiert sind, was in Thailand passiert."

Da muss ich quaychang recht geben. Die Kambodschaner sind aber nicht nur über die Ereignisse in Thailand auf dem laufenden, ihr Interesse ist wesentlich globaler. Selbst Schulkinder konfrontieren einen häufig mit den Fragen, die sie beantwortet haben möchten. Der Bildungshunger ganz allgemein hat mich immer wieder beeindruckt.
Ich habe einmal eine junge Bedienung in einem der Restaurants am Sisowath Kay in Phnom penh gefragt, was sie machen würde, wenn sie unvermutet zu 20$ käme. Die Antwort war verblüffend: "I need a new dictionary for english and japonese language, but kost only 13$."
Der jungen Dame konnte geholfen werden.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 18. August 2009, 17:13:08
Die beiderseitigen Animositäten zwischen Thailand und Kambodscha rühren aus einer sehr langen Geschichte und sehr vielen Zwistigkeiten her und werden auch beiderseits der Grenze eifrig gepflegt.

Das geht bis hin zum Namen der Stadt Siem Reap, was in etwa bedeutet: "Der Ort, wo die Siamesen besiegt wurden" und auf eine Schlacht im 16.(?) Jahrhundert hinweist.

Die Masse der Khmer ist unglaublich ungebildet, in dieser Hinsicht ist wenig Unterschied zu Thailand vorhanden.
Der Nationalismus der Thai hat allerdings keine Entsprechnung bei den Khmer.
Dort richtet sich der Groll eher in Richtung Vietnam, das Regime von Hun Seng wird als Marionette Hanois bezeichnet, das Kambodscha seit 30 Jahren besetzt halten würde und den südlichen Teil Kambodschas "gestohlen" hätte. (Khmer Krom-Konflikt an der Mekongmündung mitsamt Saigon, erst 1946 Vietnam bzw Cochinchina(Kolonie) zugeschlagen.

Das grösste Problem in Kambodscha ist allerdings die Bequemlichkeit, mit der man sich von UN-Geldern abhängig gemacht hat, und die daraus folgende gewaltige Korruption.
Man schaue sich nur mal den Platz Kambodschas bei Transparency international an, das sagt alles.

Als Alternative zu Thailand taugt Kambodscha jedenfalls (noch) nicht, es fehlt die Infrastruktur.
Für Unternehmungen oder als Alterssitz ist Kambodscha allerdings sehr empfehlenswert, da Ausländer keinerlei Visaprobleme haben und auch Firmen zu 100% besitzen dürfen.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: quaychang am 19. August 2009, 11:49:24
@rio085
Danke, das waren sehr gute Hintergrundinformationen!

Zitat
Die Masse der Khmer ist unglaublich ungebildet, in dieser Hinsicht ist wenig Unterschied zu Thailand vorhanden.
Sicherlich! Da hast Du recht, mangels Moeglichkeiten. Aber doch ein grosser Unterschied zu Thailand ist vorhanden. Waehrend Thais die gefaehrliche Mischung zwischen Ungebildet und Arrogant haben (und dadurch in der Regel weder faehig noch willens sind aus eigenem Antrieb zu lernen, denn man ist der Meinung, man weiss ja alles und andere sind nichts), sind Kambodschaner lediglich ungebildet, haben aber einen grossen Wissensdurst. 

Zitat
Als Alternative zu Thailand taugt Kambodscha jedenfalls (noch) nicht, es fehlt die Infrastruktur.
Was meinst Du mit Infrastruktur?

Ich wuerde schon sagen, Kambodscha ist eine echte Alternative... jeden Tag wird es ein bischen mehr interessant...

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 19. August 2009, 17:35:51
Aber doch ein grosser Unterschied zu Thailand ist vorhanden. Waehrend Thais die gefaehrliche Mischung zwischen Ungebildet und Arrogant haben (und dadurch in der Regel weder faehig noch willens sind aus eigenem Antrieb zu lernen, denn man ist der Meinung, man weiss ja alles und andere sind nichts), sind Kambodschaner lediglich ungebildet, haben aber einen grossen Wissensdurst. 

Einverstanden! Die Khmer sind wissbegieriger als die Thai und hören eher zu.
Die Arroganz der Thai wird denen zusammen mit dem Nationalismus ab der ersten Klasse eingetrichtert.
Das ist in Kambodscha anders, auch historisch bedingt.
Muss da mal ein paar fragmente zu schreiben...

Zitat
Als Alternative zu Thailand taugt Kambodscha jedenfalls (noch) nicht, es fehlt die Infrastruktur.
Was meinst Du mit Infrastruktur? [/quote]

Es fehlt an vernünftigen Internetverbindungen, es fehlt an Elektrizität und sauberem Trinkwasser,
es fehlt an richtigen Supermärkten und an landesweiten Franchise-Systemen wie 7eleven.
Aber es wird besser, das stimmt sicher.

Eine Story hab ich noch:

wir haben ein Layout für Werbeschilder gemacht und das ganze dann zum Drucken gemailt.
Logo, Text, Handynummer und Mailaddresse.

Als wir die Schilder abholten, fehlten in den texten alle "i"

nfo@ anstatt info@ usw...

Die haben einfach die "i"s vergessen...da wirste bekloppt  :-)

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: hellmut am 19. August 2009, 20:06:03
... Als wir die Schilder abholten, fehlten in den texten alle "i"

nfo@ anstatt info@ usw...

Die haben einfach die "i"s vergessen...da wirste bekloppt  :-)

Ma pen ra (Übersetzt: Das macht nchts)  ;D
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 19. August 2009, 23:12:25
Sihanoukville

Sihanoukville, früher Kampong Song genannt, liegt am Golf von Thailand und ist heute der bedeutendste Hafen und Badeort Kambodschas.
Gleichzeitig ist Sihanoukville die jüngste Stadt des Landes, mal eben starke 50 Jahre alt.
Als Kambodscha nach der Unabhängigkeit von Frankreich einen eigenen Zugang zum Meer brauchte, da es sich aus der Abhängigkeit von Vietnam lösen wollte – früher erfolgte der Warenverkehr zum Meer über den Mekong – fand man in der Gegend des Fischerdorfes Kampong Song einen natürlichen Tiefwasserhafen, der sich zum Ausbau anbot. Zu Ehren des damaligen Königs erhielt die neue Stadt den Namen Sihanoukville.

Anfangs verlief die Entwicklung wenig stürmisch, insbesondere die Zeit der Roten Khmer brachte der Stadt einen erheblichen Rückschritt. Die Weiterentwicklung Sihanoukvilles konnte erst voranschreiten, nachdem auch die Bergregion zwischen Phnom Penh und der Küste von restlichen Khmer Rouge Truppen gesäubert war. Danach ging es dann aber recht flott voran, besonders nachdem die von Amerikanern gebaute und bezahlte Straßenverbindung fertig gestellt war. Erst diese Straße machte aus der vorherigen Tagesreise mit dem Zug (fährt heutzutage nicht mehr) einen Trip von wenigen Stunden.

Sihanoukville ist etwa 230km von der Hauptstadt entfernt, mit einem selbst gefahrenen Pkw bei den guten heutigen Straßenverhältnissen mal gerade zweieinhalb Stunden. Die Straßenbenutzung kostet pro Strecke etwa einen Dollar (in Riel zu bezahlen).
Der seit Jahren fertige kleine Regionalflughafen 20km vor den Toren Sihanoukvilles war nur drei Monate in Betrieb gewesen, nach einem Flugzeugunglück wurde er wieder aufgegeben.

Wie kommt man nach Sihanoukville?
Am einfachsten und preiswertesten mit dem Bus, wobei sich drei private Buslinien um die Gäste streiten. Am bequemsten und mit 7$ am teuersten sind dabei die Busse der Mekong Express Company, die am Sisowath Kay abfahren.
Die Busse von Capitol Guesthouse starten beim Capitol Guesthouse, die Busse der Sorya Transport Company  am Central Market von der dortigen Busstation.
Bei beiden Linien bezahlt man nur 4$, sie sind aber auch in ihrem Komfort wesentlich rustikaler.
Die „Share Taxi“ sind keine echte Alternative, da sie bis zum Abwinken mit Passagieren voll gestopft werden und auch keineswegs schneller als die Busse sind. Natürlich kann man auch ein privates Taxi mieten, das dann allerdings doch schon bis zu 50$ kosten kann. Auch diese Taxis fahren aus Spritspargründen langsam, bringen also auch keinen echten Mehrwert.
Schließlich ist es möglich, sich für die Zeit in Sihanoukville einen Wagen oder ein Motorrad mieten, in Phnom Penh ist das Angebot gar nicht schlecht.

Wir entschließen uns, mit dem Bus zu fahren, der die Strecke mehrmals täglich zurücklegt. Auf halber Strecke gibt es eine Pinkel- und Fresspause, die hauptsächlich für die einheimischen Passagiere unerlässlich ist.
Nach vier Stunden kommt man in Sihanoukville am Busbahnhof an, wo man entweder von seinem Guesthouse oder Hotel abgeholt wird oder seinen Weitertransport zu einer geeigneten Unterkunft selbst in die Hand nimmt.
Es wartet immer eine große Menge von Motodop-Fahrern, die erst einmal abchecken, ob ihr Opfer sihanoukvilleerfahren ist oder nicht. Danach richtet sich nämlich der Fahrpreis. Mehr als einen Dollar sollte man nicht bezahlen, für ein Mopedrikscha sollten es aber schon zwei Dollar sein.
Es ist nicht verboten, sich von den Fahrern zu einem „günstigen Guesthouse“ bringen zu lassen, kann aber den Unterkunftspreis erhöhen, da die Provision an den Fahrer natürlich letztendlich vom Gast bezahlt werden muss. Andererseits kennt niemand die neuesten Guesthouses besser als die Motodop-Fahrer, sodass man nicht unbedingt teuer fahren muss, wenn das Guesthouse noch Promotionpreise hat. In den nagelneuen Guesthouses ist halt noch nichts abgenutzt, gerade die  neuen Guesthouses sind absolut auf dem aktuellen Stand, was Ausstattung und Komfort angeht.
Die Preise für ein gutes Zimmer mit Klimaanlage, Ventilator, Kühlschrank, Fernseher und eigenem Bad mit Warmwasserdusche beginnen bei 10$/Nacht, für 20$, also etwa 660Baht kann man schon etwas richtig gutes verlangen.

Mein Lieblingsguesthouse ist das Orchidee GH, das in dieser höheren Preisklasse rangiert, aber neben dem Frühstück auch einen Swimmingpool bietet. Das Haus wird von einem Holländer und seiner einheimischen Ehefrau gemanagt, der Besitzer spricht deutsch, wie gesagt, sehr empfehlenswerte Anlage an der Ochheuteal Beach.
Aber auch die billigeren Häuser nebenan sind absolut ihr Geld wert.

Damit ist die Frage eröffnet, wo man in Sihanoukville wohnt.
Die Stadt erstreckt sich über ein großes Gebiet, ist regelrecht zersiedelt.
Da gibt es zunächst einmal das „Zentrum“ in der Gegend des Marktes, hier finden sich eine Menge ganz preiswerter Guesthouses, in denen man kaum einmal mehr als 15$ bezahlen sollte. Hier gibt es auch zwei akzeptable Supermärkte, zwei Tankstellen und eine Menge Restaurants und Kneipen, Gäste aus DACH treffen sich meist im „Freedom“, das einem deutschen Kneipier gehört und in dem neben preiswertem und gutem westlichen Essen auch mehrere Poolbilliardtische und regelmäßig auch eine Anzahl freundlicher Ladies dafür sorgen, dass man länger bleibt. Das gezapfte Bier kostet pro Krug(0,4l) 0,75$, das sagenhafte Schnitzel mit Bratkartoffeln und einem Salatteller stattliche 3$. Wer also z.B. 10$ für Essen und Getränke niedergemacht hat, ist danach schon etwas angebrütet!
Die Straße am Freedom hinunter zum Markt führt bei einem Bayern vorbei, der ebenfalls ein Restaurant mit Bar betreibt, seine Gulaschsuppe ist legendär!
Auch in seinem Restaurant wird deutsch gesprochen, Tips welcher Art auch immer gibt’s kostenlos.

Jugendliche Traveller wohnen gern auf dem „Hill“, richtig "Wheather Hill Station“, wo sich neben einer Reihe guter Guesthouses  auch eine kleine Barszene findet, in der bis in die frühen Morgenstunden gefeiert werden kann. Nachteil der Location ist der weite Weg zum Strand (Victory Beach), der von einigen Expats aber offensichtlich gar nicht vermisst wird.

Im gesamten Stadtgebiet findet man ein ganze Menge weiterer Unterkünfte, die mittlerweile bedeutendste Destination ist die Ochheuteal Beach und die daneben gelegene Serendipity Beach, die wunderschöne Sokha Beach wird von einem einzigen Hotelkomplex (Sokha Beach Resort) fast vollständig mit Beschlag belegt.

An der Ochheuteal Beach oder der Serendipity Beach müsste eigentlich jeder fündig werden, so groß ist das Angebot an guten Guesthouses und kleinen Hotels inzwischen. Auch die Anzahl der Restaurants lässt keine Wünsche mehr offen.
Auf die verschiedenen Beaches werde ich  nachher eingehen.

Bis denne
Wolfram



Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 19. August 2009, 23:30:34
On the Beach II

In Sihanoukville gibt es gleich mehrere Strände, die Einheimischen sagen, für jeden Wochentag einen. Allerdings haben nicht alle Strände die gleiche Qualität. Das Wasser ist aber immer klar und sauber, schattige Plätzchen gibt es auch immer. Dafür haben die Kambodschaner schon selbst gesorgt, vermeiden sie doch, wo immer es geht, ihre Haut der Sonne auszusetzen. Meist gibt es auch kleine Strandrestaurants, die dafür sorgen, dass die armen Touristen nicht verhungern oder verdursten müssen. Am immer belebten Ochheuteal Strand und am Serenipity Strand kommen dazu noch viele Strandläufer, die frisches Obst, selbst angefertigten Schmuck, Massagen und Maniküre anbieten. Auch kleine Snacks werden von wandernden Miniküchen an Ort und Stelle zubereitet. Leider sind es an den Hauptabschnitten der oben genannten Strände manchmal so viele, dass sie durchaus schon einmal lästig werden können. Andererseits müssen sie aber eben auch irgendwie ihren Lebensunterhalt zusammenbekommen. Da sich an der Ochheuteal Beach und an der Serendipity Beach viele kleine Hotels und Guesthouses konzentrieren, finden sich hier auch die meisten Touristen ein, die die Strandverkäufer anziehen.
Abends verschwinden die Liegestühle vom Strand. Sie werden durch Tische und Stühle ersetzt, denn jetzt ist Dinnertime. Viele kleine Grillstätten wachsen aus dem Boden, auf den daneben stehenden Tischen wird den Touristen gezeigt, was auf den Grill soll. Man kann also im Vorbeispazieren schauen, was einem am meisten den Mund wässerig macht. Natürlich gibt es zusätzlich immer noch eine Speisekarte, so dass eigentlich jeder etwas finden müsste.
Die anfangs noch laute Musik wird immer leiser gestellt, es wird nun recht beschaulich. Wer erst spät Hunger hat, ist besonders im Vorteil. Ab halb neun gibt es besonders für das Grillgut durchaus großzügige Preisnachlässe. Man versucht so, möglichst wenig umkommen zu lassen. Die Getränkepreise sind sehr zivil, selbst eine Flasche australischen Weines reißt bei Preisen von 8 bis 12 Dollar kaum größere Löcher ins Budget. Softdrinks und Säfte kosten meist einen Dollar, ein gezapftes Bier sogar oft noch weniger.
Am späten Abend ziehen sich die mehrheitlich jungen Touristen an das östliche Ende der Ocheuteal Beach zurück, it’s partytime! Hier feiern die Nachtschwärmer bis in den frühen Morgen. Da die Hotels und Guesthouses weit genug entfernt liegen, stört das niemanden. Gerade diese Beach Parties sind bei den jungen Touristen sehr beliebt die Atmosphäre ist relaxt, Ibizzapreise sind unbekannt.
Wer es ruhiger haben will, sollte Moped fahren können oder sich wenigstens gut auskennen. Besonders schön ist die ganz östlich gelegene

 Otres Beach.

Sie ist für Fußgänger aufgrund der größeren Entfernung von den Guesthouses nur mühevoll zu erreichen, das gleiche gilt aber erfreulicherweise auch für die Strandhändler. An der Otres Beach ist es noch ruhig, an Strand und Meerwasser gibt es nichts auszusetzen. Inzwischen finden sich auch hier bereits vereinzelt kleine Strandrestaurants, die Sonnenliegen und Sonnen schirme aufgestellt haben, zusätzlich zur Auflage gibt es meist auch noch ein Kopfkissen. Hängematten sind meist auch aufgehängt, natürlich im Schatten, und das ist auch gut so! Die Sonnenbrandgefahr ist einfach hoch. Wer in den kleinen Restaurants etwas zu trinken bestellt oder auch im Tagesverlauf noch eine Kleinigkeit isst, ist hoch willkommen. Das Restaurantpersonal gibt auch auf die Taschen der Touristen acht, so dass sie sie sicher am Strand dösen oder schwimmen gehen können. Der Strand ist feinsandig und weiß, auch der Meeresboden ist nicht schlammig, das Wasser somit glasklar, warm sowieso.
Wie kommt man hin?. Wer Moped fahren kann, hat kein Problem. Von der Ocheuteal Beach sind es mal gerade 10 Minuten. Wer nicht Moped fahren kann oder will, muss ein Mopedtaxi nehmen und mit dem Fahrer vereinbaren, dass er auch wieder abgeholt wird. Das ist eigentlich kein Problem, wenn man sein Funktelefon dabei hat. Alle Mopedtaxifahrer haben so ein Ding, so klappt’s am leichtesten. Alternativ kann man eine Abholzeit ausmachen, man ist dann aber doch mehr angebunden. Pro Weg sollte man nicht mehr als 1,5$ bezahlen.

Einer der schönsten Strände ist die Sokha Beach. Für die Öffentlichkeit bleibt allerdings nur ein kleiner Teil des Strandes zur freien Nutzung, den Löwenanteil hat sich das Sokha Beach Resort unter den Nagel gerissen, pflegt ihn allerdings auch, so dass der Sand blütenweiß und klinisch sauber ist. Das Wasser ist auch hier klar, wenn auch nicht ganz so wie an der Otres Beach. Am Westende gibt es noch ein Strandstück, das allgemein zugänglich ist, man muss dazu allerdings durch den Haupteingang zum Sokha Beach Resort, für die ärmeren Bürger des Landes eine geradezu unüberwindliche Barriere. Es gibt hier also keine Strandläufer, dafür aber das zum Resort gehörige Wassersportzentrum, in dem man Wasserski fahren oder sich einen Wasserskooter ausleihen kann, zu 5-Strenepreisen, versteht sich.
Das Sokha Beach Resort ist derzeit das einzige wirkliche 5-Sterne Strandhotel des Landes, aber an der Ochheuteal Beach wird in Kürze ein weiteres Luxushotel entstehen, 500 Betten soll es haben, dazu allen erdenklichen Komfort. An der Sokha Beach kann jedenfalls kein weiteres Hotel oder Guesthouse entstehen, da sei Herr Sokha vor!
Wer einfach durch das Sokha Resort durchfährt, findet am Westende ein schönes Strandstück, das als zusätzlichen Vorteil ausgezeichnete Toilettenanlagen und Umziehräume kostenlos zur Verfügung stellt. Hier gibt es auch zwei Tennisplätze, die man nach Anmeldung im Wassersportzentrum benutzen kann.

Wer auf dem „Hill“ wohnt, der wird zunächst eher die Victory Beach finden, die man vom Hill aus über einen etwas steilen Fußweg erreichen kann. Dieser Strand hat wie auch die Indipendence Beach den Nachteil, dass andere Strandareale einfach noch schöner sind. Dafür ist er nie überlaufen, einige Seafood - Strandrestaurants gibt es auch, dazu viele schattenspendende Hütten. Der Sand ist hier nicht so weiß wie an den östlicheren Stränden, feinsandig ist er aber auch. Ähnliches wie für die Victory Beach gilt auch für die  Beach und die Indipendence Beach. Besonders an den Wochenenden finden sich an diesen Stränden viele Einheimische, die es sich im Schatten bei ausgedehnten Fressgelagen gut gehen lassen. Meist gehen nur die kleinen Kinder zum Plantschen ins Wasser, die Angst davor, braun zu werden, lässt ein solches Vergnügen für die Erwachsenen kaum zu. Man könnte ja braun werden – welch entsetzliche Katastrophe!

Vor der Küste Sihanoukvilles liegen viele kleinere Inseln, zu denen man einen Bootstrip unternehmen kann. Auf einigen dieser kleinen Inseln gibt es einsame kleine feinsandige Strände, zu denen man einen Tagesausflug buchen kann. Der Spaß ist mit ca.15$ nicht teuer, ein Barbecue ist im Preis enthalten. Koh Rom Samiem bietet gleich mehrere schöne Sandstrände und ein nahezu heiles Riff, an dem Schnorchler ihre Freude haben. Liebhaber großer Muscheln zieht es mehr nach Koh Ta Kiev.

Einen weiteren Ausflug kann man in den  Preah Sihanouk National Park unternehmen.
 Dieser Ganztagesausflug ist besonders für Vogelliebhaber interessant, aber auch kleine Hirsche, Meerschweine und Affen leben hier, die sich längst an die Touristen gewöhnt haben. Die Touren sind inzwischen recht gut organisiert, trotzdem sollte man weiter einige Getränke und den unverzichtbaren Sonnenschutz selbst mitbringen. Der Lunch dagegen ist im Tourpreis enthalten.
Diese Ausflüge selbst zu organisieren lohnt sich nicht wirklich. Ausflüge sind in Sihanoukville wirklich (noch) nicht teuer, die Betreuung ist jeweils gut.
Schließlich gibt es in Sihanoukville inzwischen auch einige Diving Shops für interessierte Gerätetaucher. Diese Shops werden von ortsansässigen Ausländern betrieben, über die Qualität der Tauchreviere kann ich nichts sagen.

Ich glaube, dass ich doch noch etwas dazu sagen muss, wie man sich in in Sihanoukville bewegt.
Kurze Strecken kann man natürlich zu Fuß zurücklegen, wobei man seine Geschwindigkeit den tropischen Temperaturen anpassen sollte. Liegen Strand oder Restaurant sozusagen vor der Haustür, gibt es also keine Probleme. Für weitere Strecken – die sind in Sihanoukville die Regel – nimmt man ein Mopedtaxi oder eine Mopedrikscha. Nun ist man aber Mopedmafia ausgeliefert, auch wenn sich die Situation in diesem Jahr deutlich entschärft hat. Ein Taxameter gibt es natürlich nicht, so dass die Preise vorher ausgehandelt werden müssen. Das ist einfach, wenn man die Länge der Strecke kennt und eventuell sicherheitshalber vorher im Guesthouse oder Hotel nachgefragt hat, was es so kosten darf. Zunächst werden oft Phantasiepreise genannt, die auf einen üblichen Betrag (für Touristen) zusammenschmelzen, wenn die Konkurrenz groß genug ist oder wenn der Motodop Fahrer merkt, dass seine Kunden Bescheid wissen. Viele Touristen fühlen sich bei diesen Preisverhandlungen nicht recht wohl und sehnen sich nach einem Taxametersystem, wie sie es von Bangkok gewohnt sind, wo jeder einfach den Preis bezahlt, der auf der Uhr steht.
Nun ist es keineswegs so, dass alle Motodop Fahrer Eigentümer ihrer Drahtmotoresel oder Mopedrikschas sind. Viele müssen ihre Transportmittel vom Eigentümer anmieten. Man sagt, dass sie 60% ihrer Arbeitszeit brauchen, um erst einmal Miete und Benzin einzufahren. Erst danach bleibt auch etwas für sie selbst übrig. Wenn man das weiß, versteht man etwas besser, wieso die Jungs so hinter jedem Kunden her sind.
Man kann sich aber auch gegen einen Festbetrag einen „festen“ Fahrer anheuern, der dann uneingeschränkt zur privaten Verfügung bereitsteht. Man sollte dann allerdings ein Funktelefon haben, um den Fahrer dahin zu bestellen, wo man ihn gerade braucht. Der Tagespreis ist wie immer Verhandlungssache, mit 10$ sollte man aber schon rechnen.
Anders als in Europa passen in Kambodscha auch zwei erwachsene Europäer mit auf das Moped, vorausgesetzt, dass sie nicht zu dick und ungelenkig sind!
Wer ganz unabhängig sein will, mietet sich ein Moped oder ein Auto. Beides ist in Sihanoukville mühelos zu haben. Ein ordentliches Moped kostet etwa 5$ am Tag, seinen Pass muss man als Sicherheit beim Vermieter hinterlegen. Das ist keine unzumutbare Bedingung, ohne diese Regelung würden zu viele Mopeds einfach verschwinden. Einige Ausländer müssen da in der Vergangenheit großen Mist gebaut haben.

Nachts lässt man sein Moped nicht auf der Straße stehen, es steht im abgeschlossenen und bewachten Guesthouse sicher. Wer auf seinem Zug durch die Kneipen zu viel getankt hat, bittet den Wirt, sein Moped über Nacht in der Kneipe aufzubewahren, dort kann man es am nächsten Morgen wieder gefahrlos abholen. Für diesen kleinen Zusatz Service wird nichts verlangt. Einen internationalen Führerschein zu haben ist vorteilhaft, man kann aber auch (nicht ganz einfach) einen einheimischen Führerschein erwerben.
Wer ein eigenes Moped hat, ist unabhängig und kann auch einmal Gegenden erkunden, die man ohne fahrbaren Untersatz nicht entdeckt hätte. Ich habe so vieles gesehen, was sonst außerhalb meines Radius gewesen wäre.


Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 19. August 2009, 23:59:49
... Als wir die Schilder abholten, fehlten in den texten alle "i"

nfo@ anstatt info@ usw...

Die haben einfach die "i"s vergessen...da wirste bekloppt  :-)

Ma pen ra (Übersetzt: Das macht nchts)  ;D

das klingt ja fast wie Thai: may pen rai
Zufall?
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Binturong am 20. August 2009, 00:42:58
Da so viele Einheimische ihre Tagesausflüge an den Strand u.a. auch zum Essen machen,
bleibt dann auch so viel Abfall liegen, wie bei unseren Kollegen hier in Th.?
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 20. August 2009, 01:17:09
"Da so viele Einheimische ihre Tagesausflüge an den Strand u.a. auch zum Essen machen,
bleibt dann auch so viel Abfall liegen, wie bei unseren Kollegen hier in Th."?

Nein, Gott sei Dank nicht. Alle geben sich viel Mühe, die Strände sauber zu halten.
Die Einheimischen haben's auch gern sauber.
Auch das Meerwasser ist noch sauber. Große Industrieanlagen gibt es in Sihanoukville nicht, lediglich um den Hafen herum ist das Wasser naturgemäß weniger sauber.
Die größter Industrieanlage der Stadt ist die Brauerei, die Kambodschas Bier braut. Sie liegt etliche Kilometer landeinwärts.
Das Bier schmeckt übrigens sehr gut.
Hauptmarken sind "ANGKOR", "Anchor" und das importierte"Tiger"-Bier.

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Binturong am 20. August 2009, 01:29:01
drwkempf,

Danke.

Obwohl ich verstanden habe:

Häh???

Sind da Menschen?
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: tom_bkk am 20. August 2009, 21:24:11
Zitat
Die Wahl einer "Miss Landmine" ist in Kambodscha zum Politikum geworden. Die Regierung hat die öffentliche Kür der amputierten Schönheitsköniginnen verboten - sie verletze die Menschenwürde. Der Veranstalter will den Wettbewerb nun online weiter betreiben. Hauptpreis: eine Beinprothese aus Norwegen.

Aus: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,643928,00.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: steff am 21. August 2009, 23:30:50
Lieber drwkempf: Ich finde Deine Ausführungen zu Kambodscha absolut interessant. Dieses Land ist mir sympatischer als Thailand, obwohl ich erst sehr wenig davon gesehen habe
Aber beim Thema "Bier" habe ich eine andere Meinung:
Angkor-Bier schmeck viel zu süß !!!!
Als Norddeutscher bevorzuge ich herbe Biere: am liebsten Jever !!
Trotzdem: vielen Dank für Deine ausführlichen Beschreibungen - ich lese sie unheimlich gerne !!
Gruß Steff
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: georg am 22. August 2009, 16:28:59
danke drwkempf fuer Deine sachlichen Beitraege

georg
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 24. August 2009, 21:02:16
Leben in Sihanoukville

Die Zahl der Ausländer, die ständig ihren
Wohnsitz in Sihanoukville haben, nimmt zu. Dabei meine ich nicht nur die Expats, die ein Restaurant oder ein Guesthouse betreiben, auch Metzger und Bäcker sind zugezogen, wobei besonders eine weitere Bäckerei von Nöten wäre.
Viele Ausländer leben aber einfach hier, weil das Leben billig ist. Die Versorgung mit Lebensmitteln für Ausländer verbessert sich kontinuierlich, Zigaretten und alkoholische Getränke sind ohnehin billig, die Restaurantpreise sind auch nicht hoch.
Nachtleben – gibt es natürlich auch. Nicht in dem Ausmaß wie in Phnom Penh, aber sicherlich ausreichend für Sihanoukvilles Bedürfnisse. Man darf nicht vergessen, dass derzeit viele Besucher Sihanoukvilles junge Leute sind, die typische Travellerszene eben, also nicht die klassische Klientel der Barbesucher wie im thailändischen Seebad.

 Auf dem „Hill“ macht sich eine allmählich größer werdende Barszene breit, die etwa mit den thailändischen Bierbars verglichen werden kann. Dort wird vom frühen Abend bis in den Morgen gefeiert.
Sihanoukville-erfahrene Traveller erzählen gern vom „Blue Mountain“ und von der kleinen Schlammstraße am Hafen, wo sich einheimische Schönheiten für kurze Vergnügungen bereithalten, aber auch durchaus bei verschärftem Gefallen ausgelöst werden können. 
Wer dort mit dem Moped vorbeifährt, wird immer mit lautem „Welcome, massages, yamyam, bumbum, five Dollar“ begrüßt, der „Wunsch“ der tätigen Damen nach 10$ konnte sich bisher nicht durchsetzen.
Wer die Schöne seiner Wahl mit nach Hause nehmen will, muss für „Longtime“
15$ anlegen.
Aber, wie schon gesagt, Sihanoukville ist nicht Pattaya – und soll es auch gar nicht werden! Wenn also jemand sagt, dass in Sihanoukville im Vergleich zu Pattaya oder Phuket nichts los ist, dann hat der recht – wenigstens vorläufig noch und hoffentlich noch ein Weilchen länger.


Was gibt’s denn noch über Kambodschas Küste zu erzählen?
Ein Ausflug nach Kampot und Kep gehört mit ins Programm eines Besuches an der Küste.

Kampot

Wie kommt man nach Kampot?
Von Sihanoukville aus entweder für 5$ in einem „Shared Taxi“ oder mit einem Mini-Bus, der einen vom Hotel oder Guesthouse abholt. Der Preis dafür ist mit 7,50$ vergleichsweise hoch.
Viele Traveller fahren aber auch mit dem in Sihanoukville gemieteten Moped oder Motorrad. Die Straßenverbindung ist von guter Qualität.

Kampot liegt wie Sihanoukville direkt am Meer, ist von seinem Charakter aber ganz anders. Bisher haben wenige Touristen den Weg hierher gefunden, dabei ist die Stadt von einer ganz eigenen Schönheit. Alte französische Kolonialgebäude warten noch darauf, dass sich ein neuer Eigentümer findet, der ihnen ihren alten Glanz zurückgibt. Man sieht auch einige der typischen chinesischen zweistöckigen „Shophouses“ aus Kampots großer Zeit vor der Khmer Rouge Ära. Das Leben ist gemächlich, Stress ist ein Fremdwort.
Der Strand der Stadt ist steinig und kann so mit den schönen Sandstränden Sihanoukvilles nicht mithalten.

Dafür ist die Umgebung Kampots uns Keps reizvoller. Kleine Dörfer, Reisfelder und Berge mit Höhlen lassen sich mit einem Moped erfahren, wer abenteuerlicher aufgelegt ist, macht einen Trip zur Bokor Hill Station, der Weg bergauf führt durch oft noch unberührten Dschungel, in dem es sogar noch sonst in Kambodscha nicht mehr heimische Tier wie wilde Elefanten geben soll.
Die Station soll in Zukunft wieder mehr Touristen anziehen, das alte Kasino soll in altem Glanz wiedererstehen auch neue Unterkünfte sollen gebaut werden. Bisher gibt es auf der Station nur ein Guesthouse, in dem man übernachten kann.

Das Angebot  an Unterkünften ist erstaunlich groß, die Preise rangieren zwischen 4$ und 50$ pro Nacht. Dabei ist das billige „Blissful Guesthouse“ z.B. gar nicht schlecht. Der Maximalpreis beträgt hier 8$! Sehr beliebt ist in der mittleren Preisklasse bis 20$ das „Mea Culpa Guesthouse“, das auch über ein weitgeschätztes Restaurant verfügt.  Am oberen Ende der Preisskala treffen wir z.B. das „Rikitikitavi Guesthouse“, dessen Ausstattung schon kaum noch Wünsche offen lässt.
Auch Kampots Restaurantszene kann sich sehen lassen, egal, ob man auf westliches Essen oder auf kambodschanische Spezialitäten steht. War Sihanoukville für seine Schnitzel berühmt, so ist es Kampot für seine Pizzas und Pastas.
Wer hier verhungert, hat das so gewollt.
Nightlife-orientierte Zeitgenossen bleiben besser in Sihanoukville oder Phnom Penh – oder bringen sich ihren Bedarf an Nightlife von dort mit.


Kep

Kep liegt 25 Straßenkilometer östlich von Kampot und ist mit dem Moped oder Pickup mühelos zu erreichen. Eine reguläre Busverbindung existiert nicht. Man kann sich allerdings mit einem Motodop für ein paar Dollar nach Kep bringen lassen, der Ritt dauert etwa eine dreiviertel Stunde.
Kep war früher deeeer Badeort Kambodschas gewesen, bis heute hat sich der Ort nicht vom Einbruch des Geschäfts durch die Khmer Rouge erholt. Viele der alten Strandvillen sind äußerst renovierungsbedürftig, sodass Kep seine Hauptbedeutung heute im Seafood Tourismus hat. Angeblich bekommt man in ganz Kambodscha nirgends frischer und besser, was das Meer an Leckereien zu bieten hat. Besonders die Krabbengerichte sollen sensationell sein. Die besten Restaurants findet man entlang der kleinen Straße, die am Meer entlangführt.
Natürlich kann man in Kep auch übernachten. Das Preisniveau ist etwas höher als in Kampot, mit 20$ (660Baht) pro Nacht muss man schon rechnen. Aber auch in Kep wird gebaut, mit steigender Konkurrenz werden die Preise auf Sihanoukville-Niveau sinken. Die neuesten Informationen über die lokale Guesthouse-Szene besorgt man sich daher vor Reiseantritt aus dem Internet.




Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 26. August 2009, 00:00:04
Koh Kong

Koh Kong gehört zweifelsohne zu den noch wenig entdeckten Juwelen an der kambodschanischen Küste.
Dabei ist Koh Kong sozusagen der Schlüssel nach Kambodscha, wenn man Südthailand aus einreist. In früheren Zeiten war Koh Kong ein Fischer- und Schmugglernest, allmählich spielt aber der aufkommende Tourismus eine immer größer werdende Rolle. Seitdem die Straße nach Sihanoukville durch die Kardamomberge fertig gestellt ist, kann man mit dem Bus für etwa 10$ ins kambodschanische Seebad reisen.
Die vormalige Verbindung mit dem Boot entlang der Küste wurde eingestellt, als nach der Benzinpreissteigerung und der damit verbundenen Ticketpreissteigerung auf zuletzt 28$ kein Tourist mehr bereit war, diese Preise zu bezahlen.
Ob die Schiffsverbindung je wieder aufgenommen wird, steht in den Sternen.

Von Had Lek, der thailändischen Grenzstadt im Süden kommend, erreicht man die Grenze mit einem Minibus für 110Baht in etwa einer Stunde. Die Grenzformalitäten lassen sich schnell erledigen, wenn man bereit ist, die überhöhten Visumpreise von zwischen 1000 und 1200Baht zu bezahlen. Das Insistieren auf den regulären Preis von 20$ bringt nichts ein, so ist das hier eben!

Hat man die Grenze passiert, wird man von einem Mopedtaxi für einen Betrag zwischen 50Baht und 100Baht nach Koh Kong gefahren. Da die Strecke doch einige Kilometer beträgt, kann man auch mit einem Fahrpreis von 100 Baht noch leben.

In Koh Kong bewegt man sich am besten mit einem Mopedtaxi, die Jungs sprechen oft erstaunlich gut englisch und kennen sich natürlich bestens aus. Wer also nur über Nacht bleibt, kann auf das anmieten eines Mopeds verzichten.
Wer den Ort nicht verlassen will, kommt aber auch zu Fuß ganz gut zurecht.

Eine Bleibe aufzutreiben ist ein Kinderspiel. Es gibt Guesthouses und kleine Hotels in großer Zahl, die Preise bewegen sich zwischen 3$ und 35$. Mit 15$ ist man aber z.B. in einem der Hotels an der Riverfront bestens dabei, ich empfehle ganz gern das Koh Kong City Hotel, das für 500Baht alle Annehmlichkeiten bietet, die man von einem 2,5Sterne Hotel erwarten darf.
Eine Institution für deutschsprachige Gäste ist „Otto“, der ein kleines Restaurant betreibt, ein paar Zimmer, zwei mit AC, vermietet er auch für kleines Geld.
Otto kennt sich in Koh Kong und mit seinen Gegebenheiten bestens aus, er ist eine unschätzbare Informationsquelle. Sein Essen ist übrigens auch gut!

Wer ein Moped gemietet hat, kann auch sehr schön im Oasis Resort wohnen. Die kleine Ressortanlage hat einen schönen Garten mit Swimming Pool, die hübschen Bungalows sind gut ausgestattet. Der Besitzer arrangiert Ausflüge in die Umgebung, er kennt sich bestens aus. Preislich muss man 850Baht pro Nacht rechnen.

Wie ihr bemerkt habt, gebe ich die Preise meist in Baht an, nicht nur, weil sich aus Thailand kommende Gäste mit dieser Währung gut zurechtfinden. Tatsächlich ist der Thai-Baht in Koh Kong neben dem US-Dollar und dem einheimischen Riel eine ganz gängige Währung, mit der man überall problemlos bezahlen kann.

Was macht man in Koh Kong?
Die meisten Gäste sind auf der Durchreise, nicht wissend, wie schön die Halbinsel ist. Die Thais kommen nur zum Kasino, um ihr Geld zu verlieren, die internationalen Touristen zieht es nach Sihanoukville oder Phnom Penh.
Kaum einer weiß, dass Koh Kong sehr schöne Strände hat, deren Besuch sich wirklich lohnt. Die Strände erreicht man mit dem Moped(-taxi) oder mit dem Boot, „Koh Kong Divers“ bieten Tauchkurse und Tauchausflüge an (www.kohkongdivers.com). Aber auch Dschungelausflüge in die Kardamomberge sind äußerst lohnend, diese Exkursionen werden von viele Guesthouses angeboten oder arrangiert.

Für die Abendunterhaltung gibt es inzwischen ein paar kleine ganz nette Bars und Restaurants, das Preisniveau ist niedrig.
Wem der Sinn nach andersartiger abendlicher körperlicher Betätigung steht, der fährt mit dem Moped(-taxi) zur „Chicken Farm“, wo er bereits von einer ganzen Anzahl von Ladies aus Kambodscha und Vietnam erwartet wird. Der Shorttime Tarif vor Ort beträgt 5Dollar (Massage, yamyam, bumbum) oder 10 bis 15$ für „Longtime“.

Man muss also in Koh Kong auch auf nur wenig verzichten, wer Zeit hat, kann hier gut einige Tage verweilen.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: sitanja am 26. August 2009, 01:37:34
@
drewkempf


Wann wurde die Bootstour denn eingestellt?
Bin die Strecke letztes Jahr im Februar noch von Sihanoukville-Koh Kong mit dem Boot gefahren.


Gruß
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 26. August 2009, 18:53:34
Als im Sommer vergangenen Jahres die Benzinpreise in die Höhe schossen, verteuerte sich der Ticketpreis für das Boot auf zuletzt 28$, was dazu führte, dass die Passagiere ausblieben. Etwa zum selben Zeitpunkt war ja auch endlich die Strasse durch die Kardamomberge fertiggestellt worden, sodass man die Strecke Sihanoukville - Koh Kong jetzt flott und bequem mit dem Bus zurücklegen kann.
Die Bootsfahrt war zwar an sich immer ein Erlebnis, aber da die Boote immer älter und dreckiger wurden, musste man am Schluß schon einen ausgeprägten Hang zur Seefahrt haben, wenn man das Boot dem Bus vorzog.

Der Bus ist natürlich auch vile billiger!

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: astronaut007 am 28. August 2009, 14:32:40
Hallo drwkempf, wie sieht die Versorgungslage in Kambodscha mit Medikamenten aus? Pharmacieshops mit ähnlicher Ausstattung wie in Thailand?
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 28. August 2009, 15:01:47
In Phnom Penh, Siem Reap uns Sihanoukville ist eigentlich alles zu bekommen, auf dem Land selbst und besonders in abgelegenen Gebieten habe ich derzeit noch Zweifel, was eine breitgefächerte Arzneimittelversorgung betrifft.
Medikamente sind in Kambodscha billig.

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rupa am 28. August 2009, 18:19:30
 @ drwkempf

 Ich bin am 25. nach ein paar Tagen aus Kambo zurück gekommen. Da ich ein Jahresvisa habe ( Einreise über Koh Kong ) ging alles reibunglos über die Bühne. Das ganze
 hat für den Gesundtheits Check 20 Baht gekostet. Zu der Versorgung von Medikamenten in SNV und Koh Kong, was im oberen Preissekment ( z.B. Plavix ) liegt, ist es
 unmöglich etwas zu bekommen. Selbst in dem überdachten Carporthaus, genannt Krankenhaus, war es mir nicht möglich bestimmte Tabletten zu bestellen. Es wurde
 immer wieder auf Thailand verwiesen. Ist aber verständlich, da so manche Tablette mehr kostet als der Lohn eines Einheimischen für 2 oder mehr Tage.

 Koh Kong, nun es hat sich etwas getan. Das Asia Hotel z. B. hat die Zimmer Preise verdoppelt aber sonst sehe ich nichts positiv verändert. Die Straßen sind immer noch
 in einem grottenschlechten Zustand und eine Straßenbeleuchtung gibt immer noch nicht. Nach Einstellung der Fähre nach SNV hat die Zahl der Übernachtungen stark
 nachgelassen. Von SNV kann man den Bus nach Pattaya oder Bangkok durchbuchen, es bleibt also nicht ein Baht in Koh Kong liegen. Koh Kong ist das Regenloch von Kambo,
 Strandurlaub ????
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 28. August 2009, 21:50:24
Hallo Rupa,

Plavix in Koh Kong? Das glaube ich sofort, daß Du da auf Granit gebissen hast. In Phnom Penh gibt es das aber bestimmt. Wer dauernd in Kambodscha ist, bestellt besondere Sachen über die Internetapotheken in Thailand. Das weiß iich von einem reichen kranken Kambodschaner.
Sicher: Die medizinische Versorgung Kambodschas kann sich noch lange nicht mit der in Thailand messen, vor allem nicht, wenn man zum Vergleich Thailands Spitzenkliniken heranzieht.
Aber das Calmette Hospital in Phnom Penh ist schon recht gut und wird immer besser, die Kinderkliniken, die von dem unvergleichlichen Dr.Beat Richner(Beatocello) aus der Schweiz ins Leben gerufen worden sind, sind Klasse.
Aber bei besonderen Problemen wird man weiterhin nach Bangkok fliegen müssen.

Daß das Asia Hotel immer einmal wieder versucht hat, höhere Preise durchzusetzen, ist nichts neues. Das probieren sie von Zeit zu Zeit.
Ich hab mich mit ihnen dann doch immer wieder auf 15$ geeinigt.
Aber es gibt ja schließlich noch mehr akzeptable Unterkünfte in Koh Kong.

Dass viel Traveller die Chance verpassen, Koh Kong ein wenig näher kennen zu lernen, ist einfach nur schade. Koh Kong erschließt sich einfach nicht auf den ersten Blick, aber das ist ja gerade Teil seines Charmes. Wer es nicht supereilig hat, macht mit einer oder mehreren Nächten in Koh Kong nichts falsch.
In der Regenzeit war ich allerdings auch nie in Koh Kong, deshalb habe ich unter den Straßenverhältnissen vermutlich nicht so sehr gelitten.

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: StrangeFruit am 29. August 2009, 16:19:11
... Von SNV kann man den Bus nach Pattaya oder Bangkok durchbuchen....
 Strandurlaub ????
Das hört man gern.... Aber wie sieht es in der umgekehrten Richtung aus? Bangkok/Pattaya nach SNV? Kannst Du mir dazu was sagen? Wann, wo, wie, wie oft.... Das wäre prima. 
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rupa am 29. August 2009, 18:22:50
  @ StrangeFruit

  Ich gerade mit 2 Kambo-Experten telefoniert. Von Bangkok ist nichts bekannt und von Pattaya nur zu einem, jenseits von allen
  Geistern verlassenen, Preis.
  Von Pattaya aus der alte bekannte Milchkannen Trip. Pattaya - Trat = 156 Baht, Trat - Grenze = 120 Baht, zum Busbahnhof
  Koh Kong = 50/60 Baht und dann noch mal 10 $ nach SNV.
 
  Ich selbst fahr mit dem Auto zur Grenze und lass den Wagen auf dem bewachten Parkplatz des Casino auf der Thai Seite stehen.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: sitanja am 29. August 2009, 18:27:16
Jenachdem braucht man noch 1 Übernachtung in Trat.

Bin letztes Jahr auch auf eigene Faust mit meiner Liebsten,weil die Preise in den Reisebüros in Patty sehr hoch waren.
Die fahren auch nur 2 mal die Woche,letztes Jahr jedenfalls.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Profuuu am 29. August 2009, 18:27:34
Ist ja interessant.

Parkplatz auf der Thaiseite, Casino auf der Khmerseite. Steht da neben dem Parkhäuschen eine Immi?  ???

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rupa am 29. August 2009, 18:50:13


  @ Profuuu

   Nun, vom Parkplatz bis zur Immi ist noch ein Fußmarsch von etwa 80 Schritten zurück zulegen.  :)

   Das Casino auf der Kambo Seite befindet sich nach der Kambo Immi im tiefsten Hinterland, etwa
 
   400 Meter zu Fuß. Ich mag nicht laufen.

  Der Vorteil dieses Casino ist, das du alles verspielen kannst, DENN mit einem Stempel auf dem

  Park-Ticket sind dir die Parkgebühren ( Tag = 200 / Std. = 20 ) erlassen.  :D Ist das nicht toll
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: StrangeFruit am 29. August 2009, 22:44:19
@rupa
Danke.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 29. August 2009, 23:11:12
@ StrangeFruit

Von Bangkok nimmt man am billigsten den Bus nach Trat, dann den Minibus an die Grenze, neuerdings 120Baht. Man reist nach Kambodscha ein, nimmt ein Mopedtaxi nach Koh Kong, wo man sinnvollerweise übernachtet. Man ist schließlich seit vilen Stunden unterwegs!
Am nächsten Tag fährt man dann mit dem Bus für 10$ nach Sihanoukville.

Wer den Weg unbedingt an einem einzigen Tag schaffen will (und nicht so aufs Geld schauen muss), der fliegt aam frühen Morgen mit Air Asia von BKK nach Phnom Penh, steigt dort in den Bus und ist am späten Nachmittag in Sihanoukville. Für den Rückweg würde ich aber entgültig den Landweg wählen,

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: sitanja am 30. August 2009, 02:04:45
Auf arte läuft gerade ein Bericht über Angkor Wat
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Ozone am 30. August 2009, 07:25:58
Ist ja interessant.
Parkplatz auf der Thaiseite, Casino auf der Khmerseite. Steht da neben dem Parkhäuschen eine Immi?  ???

In Ranong, Andaman Club, ist es exakt so.

Parkplatz auf Thaiseite, Casino auf Myanmar Seite. Immi auf dem Parkplatz  :)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: StrangeFruit am 30. August 2009, 21:18:30
@ StrangeFruit

Von Bangkok nimmt man am billigsten den Bus nach Trat, dann den Minibus an die Grenze, neuerdings 120Baht. Man reist nach Kambodscha ein, nimmt ein Mopedtaxi nach Koh Kong, wo man sinnvollerweise übernachtet. Man ist schließlich seit vilen Stunden unterwegs!
Am nächsten Tag fährt man dann mit dem Bus für 10$ nach Sihanoukville.

Wer den Weg unbedingt an einem einzigen Tag schaffen will (und nicht so aufs Geld schauen muss), der fliegt aam frühen Morgen mit Air Asia von BKK nach Phnom Penh, steigt dort in den Bus und ist am späten Nachmittag in Sihanoukville. Für den Rückweg würde ich aber entgültig den Landweg wählen,

Wolfram
Ich hatte eigentlich vor, meine leider mal wieder fällige Aus-/Einreise mit einem Besuch Cambodia's zu verbinden. Nur kamst Du mit Deinem sehr aufschlussreichen Reisebericht für mich leider etwas zu spät. Mein Stichtag ist der 31.8., also morgen und ich erledige das nun mal wieder mit dem Fliewaatüüt der AirAsia. Phuket, Singapore und zurück, alles an einem Tag und nur, um wieder einmal einer nicht logisch zu begründenden Bestimmung Genüge zu tun. Warum man bei einem Non Immi Type O (gültig 1 Jahr) sich nicht dazu durchringen kann, den neuen 90 Tage Stay-Stempel auch auf der Immi zu erhalten, konnte mir nicht mal diese logisch erklären. Meine Bemerkung, dass man dann doch schöne Gebühren dafür erheben könne, zauberte zwar ein leuchtendes Blitzen in das Auge meines Gegenübers, der Kopf schüttelte aber weiter. Na vielleicht geht die Saat doch irgendwann mal auf....

Nun...., aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Der nächste Run kommt ja so sicher wie das.... was auch immer. Und da sind dann Deine gebündelten Infos mehr als nur willkommen. An dieser Stelle einmal ein herzliches "Dankeschön" an Dich dafür.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 31. August 2009, 14:13:47
Ab in die Pampa

Wer die inzwischen auch schon etwas ausgetretenen Touristentrampelpfade Kambodschas verlassen will und sich auch für Kambodschas Hinterland interessiert, der kann sich von Phnom Penh aus auf den Weg nach Norden Richtung laotische Grenze machen.

Man reist meist zunächst nach Kampong Cham, das heute eine ruhige Provinzstadt geworden ist. Früher war die Stadt ein bedeutender Handelsposten, die erhaltenen Kolonialbauten zeugen noch von dieser Zeit.
Seit einigen Jahren überspannt eine gewaltige Brücke den Mekong River, die die vormaligen Fährschiffer arbeitslos gemacht hat.
Beim Spaziergang durch die Stadt sieht man den riesigen Buddha vor dem Wat Pra Tohm Day Doh, schlendert über den Markt –und das war’s dann auch schon.
Wer erst später am Nachmittag in die Stadt kommt, der sollte über Nacht in einem der vielen kleinen und doch gar nicht schlechten Hotels übernachten. Auch verhungern muss man nicht, viele ordentliche Restaurants bieten auch eine kleine Auswahl an westlichen Gerichten.
Kampong Cham ist eben eine mittelgroße kambodschanische Provinzstadt, die von einer bedeutenderen Vergangenheit zu träumen scheint.

Von Kampong Cham geht es weiter nach Kratie, einer Kleinstadt, die dadurch einige Bekanntheit erlangt hat, dass man hier mit etwas Glück noch einige der wenigen überlebenden Mekong-Flussdelphine beobachten kann. Die Stadt lebt vom Leben auf dem Mekong, Kratie ist die wichtigste Zwischenstation auf dem Flussweg nach Norden, nach Stung Treng. Sonst ist hier nicht viel los, das Städtchen geht bereits recht früh am Abend schlafen.
Auch hier kann man gut übernachten.

Nochmals 140km nördlich von Kratie liegt Stung Treng, den Weg dorthin legt man am besten mit einem Flussschiff auf dem Mekong zurück. Hier ist der Weg das Ziel, Stung Treng selbst ist noch verschlafener als Kratie und Kampong Cham.
Hier trifft man nur noch Traveller, die entweder auf dem Weg nach Laos oder auf dem Weg nach Rattanakiri sind.

Die Grenze nach Laos ist von Stung Treng mal gerade knapp 60 Kilometer entfernt, aufgrund der schlechten Wegeverhältnisse benötigt man für diese Strecke aber doch eine geraume Zeit, es sei denn, man hätte sich für eines der lärmenden Speedboote entschieden.
Wer nach Laos ausreisen will, benötigt aber in jedem Fall ein Visum, das an Ort und Stelle nicht zu besorgen und daher aus Phnom Penh mitgebracht werden muss. In den letzten Jahren hat die Anzahl der Touristen, die hier auf dem Landweg von Südlaos kommen oder die nach dorthin weiterreisen, ständig zugenommen.

Rattanakiri ist endgültig das Ende der Welt. Es liegt ganz im Nordosten des Landes an der Grenze zu Vietnam, die Provinz wird überwiegend von Bergstämmen bewohnt, die nicht mehr zu den Khmervölkern gehören.
Hierhin verirrt sich niemand, wer bis hierher gekommen ist, hat das so gewollt.
Der Bergdschungel ist vielfach noch unzerstört, die Gegend um den Yeak Lom Kratersee zählt landschaftlich zu den schönsten Regionen Kambodschas.
Die Hauptstadt der Provinz Rattanakiri ist Banlung, ein kleines Städtchen an der holprigen Nationalstrasse 78.
Banlung bietet eine erstaunlich große Zahl an Unterkünften aller Komfortklassen, die etwas abgelegene (und nicht ganz billige) Terre Rouge Lodge bietet zum Beispiel nicht nur sehr viel Stil, sondern auch einigen Komfort.
Im Mountain Guesthouse in der Stadt ist der Service für die Trecking Touristen am besten. Hier kann man Mopeds und Jeeps mieten oder sich bei der Planung seiner Touren beraten lassen. Der Chef spricht sehr gut englisch und kennt die Gegend wie seine Hosentasche.
Auch die Auswahl an Restaurants überrascht die Besucher, es ist eine Kleinigkeit, hier äußerst lecker zu essen. Wer die Nase vom Reis voll hat, findet zum Beispiel im American Restaurant ein tolles Angebot an westlichen Gerichten.
Da in der Gegend Edelsteine geschürft werden, ist es nicht verwunderlich, dass diese auf dem Markt vielfach angeboten werden. Wer sich aber nicht wirklich auskennt, lässt am besten die Finger von solchen Gelegenheitskäufen, auch wenn ihre Qualität angeblich ganz in Ordnung sein soll.
Ein guter Tip sind aber sicher die Elefanten-Trekking-Touren, 10$ für einen zweistündigen Ausflug in den Dschungel sind nicht zu teuer.

Wer sich bis hierher vorgewagt hat, hat auch das ländliche und abgelegen bergige Kambodscha erlebt. Hier braucht man sich wirklich nur wenige Meter von der Strasse zu entfernen, um in vermeintlich längst vergangenen Zeiten zu landen. Aufgrund der miserablen Infrastruktur – die aber von Jahr zu Jahr spürbar besser wird – ist eine Reise in diese abgelegeneren Landesteile noch mühsam, aber was man hier sieht, ist eben auch Kambodscha.
Wer aber erst einmal dem Charme dieses Landes erlegen ist, wird auch einmal den Weg hierher finden.



Abseits der Touristenpfade ist Kambodscha noch sehr urtümlich. Das hat Vor- und Nachteile, wenn man beabsichtigt, hier zu leben.
Einerseits ist vieles noch spottbillig, was im LOS bereits eine Menge Geld kostet, andererseits kann es auf dem Land Probleme mit der Gesundheitsversorgung geben, und bei den immer noch oft schlechten Straßenverbindungen abseits der Hauptverkehrsstraßen macht ein Transport nach Siem Reap oder nach Phnom Penh oder auch Battambang keinen rechten Spass.
Die Kambodschaner sind fremden Zuwanderern gegenüber meist sehr aufgeschlossen, ihr Eifer, etwas dazuzulernen, was sie vorwärts bringen könnte, unterscheidet sie von der Mehrzahl der einfachen Thais, die vorsichtshalber zunächst einfach einmal recht haben, auch wenn ihre Lösungswege mitunter äußerst abwegig sind.
Diesen Eifer, vorwärts zu kommen, etwas erreichen zu wollen, auch wenn es mit Mühe und Kosten verbunden ist, habe ich stets bewundert.
Ich sehe für Kambodscha eine große Zukunft, allen Widrigkeiten wie der bekannten Korruption zum Trotz.

Ist Kambodscha eine Alternative zum LOS?
Vielleicht noch nicht ganz, aber von Tag zu Tag mehr.



Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: schiene am 03. September 2009, 09:20:46
ich werfe einfach mal meinen Reisebericht Thailand/Kambodscha 2008 hier mit rein.Vielleicht interessierts jemanden???

http://www.trekpilots.com/blog/show_user_blog/83 (http://www.trekpilots.com/blog/show_user_blog/83)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rh am 03. September 2009, 11:18:40
schiene

recht herzlichen Dank fuer diesen umfangreichen und informativen Bericht. So etwas ist eine richtige Bereicherung fuer diesen thread. !
rh
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Grüner am 08. September 2009, 16:11:12
Reinhard Meys Sohn brachte Kambodscha als Alternative leider kein Glück:

http://www.kreiszeitung.de/scout/reinhard-mey-familien-fundament-erschuettert-461407.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 08. September 2009, 22:56:23
Jeder, der ein Herz hat, wird vom Schicksal des Maximilian Mey berührt sein.
Es ist aber nicht das "Vorrecht" des weltoffenen Sohnes eines großen Mannes, ein Krankheit unterschätzt zu haben, das kann jedem von uns passieren, jeden Tag!

Sein Schicksal ist ungewiß, niemand kann abschätzen, ob er eines Tages wieder zu sich kommt, wir wünschen es ihm aber alle, und zwar ohne große bleibende Dauerschäden.

Woher die Vermutung rührt, Maximilian Mey habe auf Kosten seines Vaters gelbt, weiß ich nicht. Und wenn es so wäre, ein so grausames Schicksal hat er wohl kaum verdient.

Nein, ihm hat Kambodscha vielleicht kein Glück gebracht, jedenfalls nicht in unseren Augen. Aber wie vielen Menschen hat Deutschland oder Österreich oder die Schweiz kein Glück gebracht? Oder Thailand?

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: farang am 14. September 2009, 22:11:08
Herzliche Gratulation zum Geburtstag. :-* :-* :-*
Habe in einem anderen Thread gelesen das du heute Geburtstag hast.
Ich wünsche dir alles Gute und hoffe das du in 2 Jahren deine Träume verwirklichen kannst.

Walo
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: sitanja am 14. September 2009, 22:24:42
Alles Gute zum 58....


http://www.youtube.com/watch?v=FchMuPQOBwA


Gruß
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: sitanja am 04. Oktober 2009, 13:22:21
Politische Beziehungen
1992 nahm die Bundesrepublik Deutschland offizielle Beziehungen zum Obersten Nationalrat (ONR) Kambodschas auf. Die Vertretung beim ONR wurde nach den Wahlen 1993 in eine diplomatische Vertretung umgewandelt. Die diplomatischen Beziehungen waren 1969 unterbrochen worden.

In der Zwischenzeit bestanden diplomatische Beziehungen zur DDR von 1969 bis 1975 und von 1979 bis zur Vereinigung. Die Beziehungen sind freundschaftlich. Deutschland unterstützt Kambodscha aktiv bei seinem Entwicklungs- und Demokratisierungsprozess. Tragende Säule der bilateralen Beziehungen ist die umfangreiche Entwicklungszusammenarbeit.



Wirtschaftsbeziehungen
Die deutschen Importe aus Kambodscha (fast ausschließlich Bekleidung und Schuhe) betrugen 2008 281 Millionen Euro. Damit ist Deutschland zweitgrößter Absatzmarkt Kambodschas nach den USA. Die deutschen Exporte nach Kambodscha sind mit 18,7 Millionen Euro vergleichsweise gering. Die Anzahl der Touristen aus Deutschland ist 2007 auf rund 53.000 stark gestiegen. 2008 betrug die Zahl deutscher Touristen ca. 59.000. Von Seiten deutscher Unternehmen haben bisher DHL, Siemens, ABB, Kühne & Nagel, Danzas und Schenker in Phnom Penh Niederlassungen eröffnet. Das bilaterale Investitionsförderungs- und -schutzabkommen wurde am 15. Februar 1999 unterzeichnet und ist am 14. April 2002 in Kraft getreten.

In der deutschen Wirtschaft besteht ein wachsendes Informationsinteresse am Markt bzw. Investitionsstandort Kambodscha. Im März 2002 hat sich auf Initiative der Botschaft in Phnom Penh aus ansässigen Geschäftsleuten der Arbeitskreis Deutsche Wirtschaft (ADW) formiert, der sich auch als Anlaufstelle für potenzielle Investoren versteht. Im März 2006 besuchte eine hochkarätige Wirtschaftsdelegation des Ostasienvereins der deutschen Wirtschaft (OAV) Kambodscha, eine weitere Reise erfolgt im April 2009. Die deutsch-thailändische Handelskammer in Bangkok versteht sich zunehmend auch als Anlaufpartner für Firmen mit Interessen in Kambodscha. Auch sie veranstaltet Wirtschaftschaftsinformationsreisen nach Kambodscha.



Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: farang am 05. Oktober 2009, 13:07:55
Gestern Abend im Weltspiegel auf ARD gesehen.
Die Rattenfänger

http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3082414 (http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3082414)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 06. Oktober 2009, 01:55:46
Lieber Farang, lieber Sitanja,

ich habe erst heute eure Geburtstagsglückwünsche entdeckt und ich habe mich sehr gefreut. Dankeschön an euch Beide!

Sitanja hat auf die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Kambodscha hingewiesen. Die Beziehungen sind derzeit vor allem für Kambodscha sehr wichtig, viele hochrangige Kambodschaner sähen es gerne, wenn sie sich noch wesentlich intensivieren würden. Europäisches Know How und besonders auch die mitteleuropäische Art, Probleme anzugehen, erfreuen sich großen Ansehens.
Außerdem haben sich die Deutschen durch ihr Wirken während der Untac Zeiten großen Respekt und einige Zuneigung erworben.
Auch bei der Restaurierung Angkors sind die Deutschen neben den hier bewundernswerten Franzosen in vorderster Linie tätig.
Deutsche sind in Kambodscha willkommen, wenn sie sich auch nur ein ganz klein wenig an die landesinternen Spielregeln halten.

Der Beitrag über die "Rattenfresser" in Kambodscha war natürlich nötig!! Für mich war das Bildzeitungsniveau, nicht mehr.
Als ob es von Kambodscha nichts berichtenswerteres gäbe. Na ja, ein hoher Ekelfaktor ist wohl auch attraktiv.

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: wufgaeng am 16. Oktober 2009, 16:59:14
Der ganze Thread ist für mich eine Sammlung von Informationen, wie ich diese woanders kaum bekomme, schon gar nicht aus den gängigen Reiseführern. Ein Dankeschön für Wolfram, der dieses Thema eröffnete und allen, die sich mit ihren Beiträgen so vorteilhaft an diesem Thema beteiligen. Leider bin ich viel zu spät auf diesen Thread gestoßen, in vielen Antworten spricht man mir genau aus meinen Erfahrungen, die ich auch bei meinen Reisen durch Kambodscha gemacht habe, ganz besonders, was das Verhätnis zwischen den beiden Nachbarländern Thailand und Kambodscha betrifft.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Profuuu am 16. Oktober 2009, 22:32:43
Habe ihn ins Druckformat konvertiert, entsprechend editiert und ausgedruckt. Da steckt unglaublich viel Information drinne, an die man durch "normale" Literatur nicht so leicht dran kommt.

Wenn dann nach Burma, Laos und Vietnam Trips Kambodscha dran ist, ziehe ich ihn aus der Schublade.

Deswegen auch von mir an dieser Stelle ein grosses Dankeschön an drwkempf.  :)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: sitanja am 02. November 2009, 07:47:58

Das Dschungel-Buch ist wahr geworden. In Kambodscha lebte ein Mädchen 18 Jahre lang mit den wilden Tieren im Urwald. Jetzt ist es zu seiner Familie zurückgekehrt. Doch anders als bei der Erzählung von Mowgli gibt es bei der wahren Geschichte kein Happy End.


http://www.bild.de/BILD/news/2009/11/01/wie-im-dschungelbuch/maedchen-lebte-18-jahre-im-urwald.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: sitanja am 06. November 2009, 11:34:53
Demnächst im Kino "Same Same But Different"

Hier bei Bild der Trailer zum Film

http://www.bild.de/BILD/unterhaltung/home/unterhaltung.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: sitanja am 09. November 2009, 23:45:26

Phoenix : Killing Fields und Schlangen-Buisiness
Freitag  13.11.2009  21:00-21:45 Uhr  / Samstag  14.11.2009  9:00-9:45 Uhr

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: stev-thai am 14. November 2009, 02:45:22
vielleicht habe ich es überlesen....wie hoch sind visagebühren für ein thaibürger?
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: schiene am 14. November 2009, 18:25:11
vielleicht habe ich es überlesen....wie hoch sind visagebühren für ein thaibürger?

2008 waren es am Airport in Phnom Phen
Touristenvisum 20 Dollar

Buisnessvisum 25 Dollar.

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 22. November 2009, 18:07:37
Wo sind denn die ganzen neuen Beiträge geblieben  ???
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Louis am 22. November 2009, 19:54:05
Die sind da gelandet, wo sie hingehören. Sexperten dürfen sich andere Spielwiesen suchen. Einstimmiger Beschluß des Konzils.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Roy † am 23. November 2009, 10:35:29
Auf der Thema bezogen: Wegen Menschenrechten usw. Ist man in diesem wunderschönes Lande auf bester Wege gleichziehen, zur eine echte Alternative mit der Land des Khmers.

Doch wir als langjährige geduldeter Gäste sollte die intensive Bestrebung weiterhin mit unserer Willen zur Anwesenheit anerkennen.

Ich selbst stehe mit zwei Kinder, die anscheinenend vor einer vor einer Zukunft mit blutigen Demo und Vorfällen wie Flughafenbesetzung und Reaktionen wie auf der englische Tatsachenbericht über unseren Traumland un der sich füllen der Gefängnisse mit politische Insassen.
doch Angesicht so viel Führungsstärken wie es in der letzte Zeit bewiesen, können aber doch sorglos in die Zukunft schauen.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: quaychang am 23. November 2009, 11:19:30
@Roy
Vielleicht gibt es ja irgendwann man einen TIP-KAMBODSCHA ??? Waere bei dem permanenten Zustrom der Ex-Thailand-Liebhaber eine wirkliche Marktluecke  ;)

@Louis
Schade dass meine Nicht-Sexistische Info betreffs des neuen SOVANNA-SHOPPING MALLS auch der Zensur zum Opfer fiel .  :(

Und das FLAMINGO HOTEL ist ja im Grunde ein normales Hotel  ;D

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alfred am 24. November 2009, 01:56:46
-quaychang-
Habe ich da etwas ueber- oder nicht gelesen, das FLAMINGO Hotel in PP ist ein Normales Hotel, so Normal wie alle 2 - 3 Sternhotels in Bangkok, Pattaya und
Patong ect. sind.
Oder siehst du dies anders und warum?
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 24. November 2009, 10:57:34
Ja, das Flamingo Hotel ist ein typisches Beispiel für ein recht gut geführtes ganz normales Zwei-Sterne-Hotel in Phnom Penh. Sein einziger Minuspunkt - nach meiner ganz persönlichen Meinung - ist der exorbitante Lärm aus der Nachbarschaft. In unmittelbarer Umgebung liegen viele Bars, die bis in die Morgenstunden viele Besucher anziehen. Sozusagen um die Ecke liegt eine der "Late Night Bars", in der sich alle treffen, wenn die anderen Bars schließen. Entsprechend fällt der Lärm durch die Mopeds und durch die meist nicht mehr stocknüchternen Barbesucher aus.
Wer allerdings völlig lärmunempfindlich ist wie die meisten Thais, dem macht das dann nichts aus.
Ich persönlich ziehe halt vor, doch mal nach Mitternacht in Ruhe schlafen zu können.

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 25. November 2009, 13:07:26
Mit Verlaub Euer Ehren, wohl ein wenig sehr lärmempfindlich?  ;D

Die Lage des Flamingos ist ideal, und schlafen konnte ich dort stets sehr gut.
Wenn man dort nachts um 4 noch Hunger bekommt, ist das Walkabout sehr nahe  :D
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: quaychang am 25. November 2009, 16:35:10
Mit Verlaub Euer Ehren, wohl ein wenig sehr lärmempfindlich?  ;D

Die Lage des Flamingos ist ideal, und schlafen konnte ich dort stets sehr gut.
Wenn man dort nachts um 4 noch Hunger bekommt, ist das Walkabout sehr nahe  :D

Laermempfindlich ist nett gesagt  :o
Ich war letzt im FLAMINGOS und bin nach einer schlaflosen Nacht davon. Momentan erweitert das Etablissement an der rechten Seite seine Stockwerke. Wie hoch es hinausgeht ist noch ungewiss. Wahrscheinlich ist Ende wenn das Geld zu Ende ist. An Schlaf nicht zu denken, da saemtliche Bauarbeiter auf der Baustelle schlafen und dort "Halligalli" bis zum Arbeitsanfang um 6.30 Uhr in Wechselschicht treiben.  

Wer also demnaechst dort bucht, sollte sich vorher ueber den Fortgang der Bauarbeiten erkundigen und Sicherheitshalber eine Alternative im Gedaechnis haben.

Essen musst man aber nicht ausserhalb. Die haben auch einen 24/7 Roomservice!

(http://img412.imageshack.us/img412/4954/center0.jpg)

NEU ist das in der Street 51 der GOLDEN SORYA MALL endlich eroeffnet hat. Das sind ueber 150 Shops, zahlreiche kleinen Restaurants und Cafes, plus eine grosse Mehrzweckbuehne auf der in Zukunft Veranstaltungen und Live-Musik abgehalten werden. In den kleinen Restaurants gibt es auch Europaeisches Essen zu sehr moderaten Preisen. Auch die Shops, welche gerade bestueckt werden, sind preiswert und bieten alles moegliche an.
Das ganze Gelaende ist ueberdacht und grosszuegig gebaut mit Moeglichkeiten dort zu sitzen, entspannen oder zu shoppen. Auch bei Hitze oder Regen. Eine gute Idee in vorzueglicher Lage und Phnom Penh hat eine Attraktion mehr  ;D

(http://img340.imageshack.us/img340/2135/center1.jpg)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: quaychang am 25. November 2009, 16:39:28
@Alfred
Sorry habe vergessen Deine Frage zu beantworten.
Wie drwkempf schon sagte, es ist ein gut gefuehrtes, sauberes und relativ sicheres Hotel. Man hat auch seinen persoenlichen ATM Automaten direkt in der Hotel-Lobby.

Natuerlich hat das Hotel auch Pooltable, Bar und ein Rooftop-Beergarden!
Kostenloses Internet, Business-Office Service, Reinigung und Massage (medizinisch) gibt es auch.

Es halten sich dort auch Damen weiblichen Geschlechtes auf  ;D
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 25. November 2009, 17:42:16
rio0815 hat's erraten. Was Lärm zu nachtschlafener Zeit angeht, bin ich ein Sensibelchen. :-)
quaychang gehts offensichtlich ähnlich - und er hat die gleichermaßen aktuellen Erfahrungen.
Trotzdem: bei hinreichender Altersschwerhörigkeit ist das Flamingo Hotel auch zum jetztigen Zeitpunkt keine schlechte Empfehlung.

Ganz nebenbei: Ich mag den Trubel auf der Rue Pasteur, nur schlafen will ich lieber in etwas ruhigerer Umgebung.

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: quaychang am 25. November 2009, 18:03:24
Normalerweise meint die Welt ja ASIEN sei das Land der Ruhe, Entspannung und Stille  :D :D :D

@drwkempf
ja brauche meinen Schoenheitsschlaf  ;)

Mittlerweile habe ich aber eine sehr Gute und vor allem relativ ruhige Loesung gefunden. Einige Hotels und Gaestehaeuser bieten innenliegende Raeume an. In einer Stadt wie PP in der Bauplatz knapp und teuer ist, wird ja jeder Raum ausgenutzt. Der Vorteil ist: Es gibt keine Fenster (und somit auch kein Laerm von draussen).

Da Aircon sowieso drin ist, kein Problem. Ich fand die Luft sogar wesentlich besser. Guenstiger sind diese Zimmer zumeist auch (10 $ Discount).

Vielleicht nicht jedermanns Sache, aber ich bin nur zum Schlafen im Zimmer. Ansonsten immer unterwegs.
Und wenn ich am naechsten Morgen die verschlafenen Gesichter der Riverside-Zimmerbucher beim Fruehstueck sehe, laechle ich Still in mich hinein

Andere Moeglichkeit waere natuerlich Zimmer in gehobenerer Kategorie zu buchen. Was aber auch kein Garant ist, da die wildesten Room-Partys grundsaetzlich in 5 Sterne Hotels stattfinden
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 26. November 2009, 15:21:37
Danke für den Hinweis auf die Bauarbeiten im Flamingos.
Da hab ich doch glatt woanders gebucht für Dez/Jan.  :)

California2 ist ja wieder da, an neuer Stelle an der nördlichen Riverside.
http://www.cafecaliforniaphnompenh.com/info.htm
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: quaychang am 06. Dezember 2009, 11:49:41
KAMBODSCHA - EINE ALTERNATIVE?

Ein ganz klares JA! Es wird immer interessanter und attraktiver. Tatsache ist Pattaya bekommt eine gefaehrliche Konkurrenz in seiner vermeintlichen Monopolstellung als Spass-Seebad in Sued-Ost Asien

Anfang kommenden Jahres (2010, also in einigen Wochen) wird der Flughafen in SIHANOUKVILLE seinen Passagierbetrieb aufnehmen! Der Flughafen wurde von grundauf komplett renoviert. Sowohl Flughafengebaeude als auch Rollbahnen wurden erweitert um die Standarts fuer den internationalen Flugverkehr zu erreichen. Flugzeuge von Typ Airbus 330-300 koennen jetzt dort abgefertigt werden.  

Urspruenglich sollte die offizielle Eroeffnung Ende dieses Jahres stattfinden. Da jedoch (laut Phnom Penh Post) einige sehr bekannte Persoenlichkeiten aus Frankreich ihr Erscheinen bei der Eroeffung zugesagt haben, jedoch zu dem geplanten Termin nicht frei waren, verschob man kurzer Hand den Termin.

Die ersten Fluggesellschaften haben bereits ihr Interesse bekundet, bzw. die ersten Vertraege wurden bereits geschlossen. Vietnam-Airlines wird eine der ersten sein. Vorerst allerdings nur im Inlands-Flugbetrieb. Weitere sind Malaysian und Korean Airline. Man darf gespannt sein, wer sich noch hinzugesellt.

Ob Cebu-Pacific Airline, die im Fruehjahr 2010 Fluege von Kambodscha auf die Philippinen anbietet, dort startet oder zwischenlandet ist noch ungewiss.

Ein weiterer Flughafen in Rattanakiri wird demnaechst eroeffnet. Flughaefen in Kampong Chhnang und Pailin sind derzeit in Planung bzw. Baubarbeiten haben bereits begonnen.

Quelle
http://www.bz-comm.de/vietnamairlines,1608,Vietnam_Airlines_und_Kambodscha_gruenden_Cambodia_Angkor_Air.htm (http://www.bz-comm.de/vietnamairlines,1608,Vietnam_Airlines_und_Kambodscha_gruenden_Cambodia_Angkor_Air.htm)
Phnom Penh Post
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: namtok am 08. Dezember 2009, 20:52:33
Ausländer sollen in Zukunft Immobilien erwerben können, mit Einschränkungen ähnlich wie die aus Thailand bekannten ( Nur Gebäude, aber keinen Grund und Boden...)


Cambodia allows foreigners to own property


The Cambodian government on Friday approved a draft law allowing foreign ownership of buildings such as apartments and office buildings to boost economic growth, the country's cabinet said...

...foreigners will be permitted to own only buildings and apartments, not the land beneath them.
..

http://news.asiaone.com/News/Latest%2BNews/Business/Story/A1Story20091204-184031.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alfred am 14. Dezember 2009, 08:26:26
Gut, von endlich startenden neuen Aktivitaeten am Sihnoukville Airport zu lesen.
Hoffe da kommt nun wirklich etwas dauerhaft in die Gaenge und macht es einfacher Zugang zu Kambodschas Sueden und den Straenden zu bekommen.
Zu -Flamingos- Hotel,
Ich hatte da nie Probkeme wegen Laerm, letztens Juni 2009 wie es jetzt aussieht werde ich bald pruefen.
Servus A.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 14. Dezember 2009, 16:04:29
Dass ich Kambodscha mag, ist inzwischen wohl hinreichend bekannt. An eine Eröffnung des Flughafens in Sihanoukville glaube ich allerdings erst, wenn sie wirklich und wahrhaftig erfolgt ist. Eine Aufnahme des Flugbetriebs war schon mehrfach angekündigt worden, war dann aber immer wieder abgesagt worden.

Wäre aber schön, wenn es bald wahr würde.
Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: namdock am 24. Dezember 2009, 13:05:58

Ausreisegebuehr = Flughafentax ist (Stand 23. 12. 2009 - 16.00 Uhr)  US $ 25.-- fuer Langnasen.

Am Flughafen von Sihanoukville ist zumindest von der Strasse aus nicht zu erkennen, dass sich dort irgendetwas tut,
gleiches bestaettigen dortige Expats.

mfg Dieter

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: gerd1 am 04. Januar 2010, 15:15:07
hallo

braucht ein thai für kambotscha ein visum
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: namtok am 04. Januar 2010, 15:36:05
Für alles, was über einen Casino- oder Tagesbesuch an der Grenze hinausgeht ja...
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: KaiAcid am 07. Januar 2010, 20:42:33
Wenn es in Kambodscha genauso ist, wie in Laos, dann bekommt ein Thai einen "Border-Pass" für drei Tage.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: wufgaeng am 07. Januar 2010, 20:51:45
wir kommen gerade aus Laos zurück:
meine Frau und meine Tochter brauchten für Laos gar kein Visa, auch nicht für 14 Tage. Einreise kostenlos. (Ich als Deutscher 30 US $, Schweizer 35 US $, Visa bei Ankunft erhältlich.)
Für Kambodscha aber ist ein Visa für Thais notwendig, solange sie nicht nur tagsüber kurz über die Grenze fahren (Aranyaprathet/Boipet)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: khon_jaidee am 07. Januar 2010, 21:05:31
Ich habe die Datei schon einmal irgendwo hier im Forum reingestellt, aber paßt auch wieder.
In der Liste in der rechten Spalte (grau hinterlegt) werden die Länder aufgeführt, für die Somchai-Normal-Thai kein Visum benötigt (in Klammern die Anzahl der Aufenthaltstage, die ohne Visum möglich sind).

Im einzelnen sind dies:
1.   Argentinien
2.   Bahrain
3.   Brasilien
4.   Brunei
5.   Chile
6.   Hongkong
7.   Indonesien
8.   Republik Korea
9.   Laos
10. Macau
11. Mongolei
12. Malaysia
13. Malediven
14. Peru
15. Philippinen
16. Russland
17. Seychellen
18. Singapur
19. Südafrika
20. Vietnam

Für alle anderen Länder wird ein Visum benötigt.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alfred am 15. Januar 2010, 13:45:59
-khon jaidee-
In www.wikipedia.com unter Englischer Sprache,
Thai passport eingeben, dann erscheint Info u Liste.
Sind ueber 50 Laender in die man ohne Visa oder mit Visa on Arrival bereisen kann.
Auch unter List of Passportsfindet man die gelisteten Laender.
Fuer Kambodscha u Laos z.B. Gibts aber keine Infos fuer deren Passportmoeglichkeiten 
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Tigerwoods am 18. Februar 2010, 18:24:58
Hallo Wolfram,

Deinem Rat folgend, habe ich Deine Ausführungen zum Thema Kambodscha als Alternative zu Thailand gelesen. Ich bin sehr beeindruckt, über die Ausführlichkeit deines Erfahrungsberichtes. Ich denke, auch im Namen aller Forumsmitglieder, kann man sich nur bedanken für deine fundierten und gut lesbar geschriebenen Bericht. Ich freue mich bereits auf weitere Berichte von Dir und werde Kambodscha bei nächster Gelegenheit ausführlich bereisen. Nochmals herzlichen Dank.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Kern am 18. Februar 2010, 20:18:47
An dieser Stelle moechte ich den Forenmietgliedern drwkempf, wufgaeng und Profuuu fuer ihre hervorragenden und sehr persoenlichen Reiseberichte ein grosses Kompliment und besonderen Dank aussprechen.
Das gilt auch fuer hmh bezueglich seiner Mongolei-Beitraege und speziell bezueglich seiner Bangkok-Tipps und -Fotos.
Sogar diesen "Stadt-Moloch" moechte ich mir in den naechsten Jahren genauer anschauen und geniessen.

Ihr habt es geschafft, trotz Isaan-Ehefrau mit Familienanhang und Hausbau usw. mein Reisefieber wieder zu wecken.

Nicht vergessen sind dabei Blachmicha  (nach Dhaka werde ich aber nicht reisen     :-)  )und einige andere Member, die herrliche Bilder und Berichte von Kachanaburi, Koh Samui, Phuket etc. hier in's Forum gestellt haben.

 ;}

Gruss   Achim
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: quaychang am 10. März 2010, 11:06:34
Vielleicht interessant zu wissen wo alle sind, die sonst in Pattaya bzw. Thailand waeren?

Kambodscha ist voll mit Touristen und Single-Maennern oder Gruppen  :-) 
Touristen und (Dauergaeste) zumeist aus Europa, USA, Australien. An Wochenenden und Feiertagen viele aus Korea, Malaysia, China und natuerlich Khmers mit Familie die im Land umherreisen (gerade gross in Mode).
Momentan keine Gaeste aus den VEA.

Siem Reap - Hotels fast alle voll, bei den groesseren Hotels und bei den guenstigen Guesthaeusern schwer was zu bekommen
Bars, Pubs, Restaurants - gut besucht, teilweise warten bis Platz frei wird.

Phnom Penh - dto

Sihanoukville - dto

Weiterhin eroeffnen fast wochentlich irgendwo neue Guesthaeuser, Hotels oder Appartments/Condo. Gerade auf dem letzteren Sektor tut sich einiges.

Die Eroeffnung des Flughafens von Sihanoukville verzoegert sich leider noch. Warum, weiss man nicht genau. Normalerweise ist alles fertiggestellt und sofort betriebsbereits. Man nimmt an, das es an der Koordination zwischen Touristikverband und Fluggeseellschaften liegt. Der Touristverband haette gerne mehrere (!!!) Inlands-Fluege pro Tag nach Sihanoukville. Die Fluggesellschaften dagegen straeuben sich, da sie Angst haben, das die Maschinen nicht ausgebucht sind. 
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: wufgaeng am 20. April 2010, 17:06:18
ein lesenswerter Bericht mit Infos

http://www.neues-deutschland.de/artikel/169400.dunkle-geschaefte-in-kambodscha.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: nomade am 05. Juni 2010, 11:42:52
Ich lebe seit dem letzten Herbst in Phnom Penh und reise auch öfters durch Kambodscha.

Wenn du mehr von meinen Erlebnissen und/oder Beurteilungen des Königreichs Kambodscha erfahren willst. blogge mit mir in meinem Kambodscha-Blog: 

http://livinginpp.wordpress.com (http://livinginpp.wordpress.com)

Bis bald auf meinem Blog
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: quaychang am 05. Juni 2010, 11:55:03
@nomade
Hallo im Forum. Ich war bereits vorher schon auf Deinem Blog. Er liest sich sehr gut und informativ.

Sicherlich nicht nur ich wuerde mich freuen, wenn Du hier ein bischen was zu Kambodscha (und natuerlich auch zu allem anderen)schreiben wuerdest.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Roy † am 07. Juni 2010, 12:54:03
Jetzt erhielt ich eine Zuschrift: Klage über Immigration-Probleme wegen des gefallen Eurokurs. Rente nicht mehr hoch genug für Thailand!
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: franz100 am 10. Juni 2010, 04:43:04
Jetzt erhielt ich eine Zuschrift: Klage über Immigration-Probleme wegen des gefallen Eurokurs. Rente nicht mehr hoch genug für Thailand!

Da war doch schon in den letzten Jahren so, dass wenn ein Rentner die 800.000 Bath als Guthaben nicht nachweisen konnte, alternativ 40.000 Bath monatlich als Einkommen zu nachzuweisen waren. Das waren zum alten Kurs ca. 800 Euro. Das entspricht ungefähr einer Rente eines ehemaligen Normalverdieners bzw. Kleinverdieners.

Zum aktuellen Kurs sind das jetzt ca. 1000 Euro. Da wird jetzt mancher ein damit Problem haben. Aber mit Sicherheit wird es Wege geben, dies zu umgehen, Das muss man ja nicht hier im Forum diskuttieren. Vielleicht könnte man über PMs den Betroffenen Tipps geben.


------------------------------------------------

Franz
40'000/mtl.  gelten für mit thail. Partner verheiratete  -  800'000 oder 65'000 monatlich (ca. 1665 Euro) für Singles.    
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: changbier am 12. Juni 2010, 16:19:58
lange nemmer reingeschaut hier..bin gerade in PPhen....

nur ganz kurz zum Franz: ich hatte schon vor ca nem halben Jahr nen Rentner in BKK getroffen dem aehnliches erging: war verheiratet mit ner Thai und als er um die 40.000 bath EK nachzuweisen dann seinen Rentenbescheid vorlegte sagte die auf der Immi dann wohl wie ich es verstanden habe, dass der Rentenbescheid ebn nur ein Rentnervisum rechtfertige und er dafuer dann 65000 nachweisen muesse und insofern dann kein ausreichendes Einkommen habe...dass er ne Thai als Frau hatte war dann egal....und dass er dann leider gehen muesse!!!
Nicht die Scheisse mit Immibestechung etc mitmachen! Nach D fliegen und dort das Visum machen.

Aber genau das ist es ja, was Kambodscha ausmacht! Kurz gesagt: man ist hier noch willkommen; im LOS, dem Land der Herrenmenschen ist man eben nur gedulded wobei das Duldungskriterium nicht Umgangsformen, Manieren, Adaptionsfaehigkeit etc sind sondern die Kohle die man reinbringen muss und die ja bekanntlich das Doppelte bei Verheirateten und das Dreifache bei Junggesellen und Rentnern sein muss, verglichen mit dem was ein Thai Haushalt im Schnitt hat. ( gerade auch hier im TIP veroeffentlicht: naemlich 20.000Bath)

Bei fast allen Auslaendern,, die ich hier traf und treffe und die hier laenger wohnen ist das auch der Hauptgrund fuer die Entscheidung hier zu leben: man hat einfach seinen Seelenfrieden und wird nicht gehaenselt ( wenn man mag aber dann auch oefters gegretelt)

Die ausfuehrlichen Berichte ueber das Land hier im Thread sind ganz nett und sachlich, m.E aber nicht ausschlaggebend fuer einen Wohnsitzwechsel, denn irgendwann hat man eben seine touristischen Dreange befriedigt und will dann eben wohnen.

Ich muss bemerken, dass es da immer 2 Seiten auf der medallie gibt. Waehrend es dem Qualitaetsmann mit um die 1000 Bath am Tag hier  deutlich besser geht, da Unterkunft und Verpflegung billiger sind ( wo bitte bekomm ich in Thailand noch fuer 10$ nen Airconroom mit True Vision, wo ein Beefsteak mit Roquefortsauce fuer 200Bath?, vernuenftigen Franzosen oder chilenen CHardonnay unter 300Bath die Flasche im Geschaeft etc) hat es der low budget Mann sagen wir mal 20$ am Tag, davon das meiste in Changbier  schon schwerer...

Da ist nicht unbedingt ein Preisvorteil ersichtlich...kann teilweise sogar teurer sein ( Dose chang kost rund 55cent im Supermarkt). Ich kenne nicht viele Expats, die ausserhalb der Staedte SV, PP, etc leben. Grund: zu gefaehrlich..gibt noch einige wilde Jungs die gerne klauen....
so schoen das Land auch ist..es ist ein Raubtierkaefig 30 Jahre nach nem Massaker mit den ganzen Nachwehen wie z.B. dass die Boesen immer noch gut ausgeruestet sind wenn es um Toetungsinstrumente geht.

Kambodscha ist Alt-Indochina, franzoesischer Einfluss, Charme, Eleganz, Anmut, europaeisches Grundverstaendnis bei denen, die etwas Bildung abbekommen haben...es gibt frische Baguestte, aehnlich wie in VN ueberall zu kaufen. Kaffe wird gerne getrunken.
Es ist auch bei weitem kein "Maennerreiseland" wie Thailand...du siehst ueberall Paare, weisse junge Leute, Touristen sowie expats....wer mal mit ner Eiropaeerin oder Amifrau flirten will der kann das auch....und i.d.R sind die Bekanntschaften hier, Mann und Weib, auch etwas intellektueller als in Pattaya oder Phuket. Sprich es geht in Gespraechen nicht dauernd nur um FFS, die 3 grundbeduerfnisse eben. Sprich: man kann durchaus ein mit Europa vergleichbares soziales Umfeld aufbauen ohne nach nem Jahr zum Alkoholiker geworden zu sein oder immer nur darueber zu reden wer denn nun wieder von welcher und und und
Es bestehen auch durchaus sehr reelle Chancen jemanden ganz normales und etwas mehr als 5. Klasse Niveau zu finden, mit dem man eine Partnerschaft ohne hauptsaechliche finanzielle Interessen eingehen kann.
Phnom Phen bietet kulturell Einiges und es wird einem auch einfach gemacht das alles zu finden dank der monatlich erscheinenden KOSTENLOSEN ueberall verteilten Zeitschriften wie Bayon und den bekannten Guides von canby
Was hier an neuen Generationen heranwaechst ist beeindruckend.


Kurz gesagt: Kambodscha ist ne ALternative, aber kein Ersatz fuer Thailand

Es wird..und da bin ich mir ganz sicher..KEIN zweites Pattaya hier geben und erst recht kein zweites Bangkok....
Gruesse an die ganzen Ex Pattayaner die mal kamen und versuchten zu bleiben und dann aufgrund ihres Auftretens ( Mir san Mir), Motzens und auch Ignorierens von sehr freundlich gemeinten Ratschlaegenn von Khmer Bullen dann doch gingen oder gegangen wurden.
Teilweise weil es eben nicht gepasst hat und man nicht verstanden hat, sogar gemieden wurde.
Aber auch teilweise weil man eben nur einmal freundlich gewarnt wurde und beim 2.Mal dann mal kennengelernt hat, was der Unterschied ist zwischen Thai- und Kamboknast ( Thai knast = Kurort verglichen mit hier)
Das kann dann z.B. passieren, wenn ein Barbesitzer in Pattaya mal wieder nen Dummen gefunden hat, der ihm ds Ding abkauft und mit der Knete nach Kambodscha geht, nach PPhen und dann nen schnucklige Bar aufmacht und anfaengt richtig Sound zu machen und die Girls im Bikina an der Stange tanzen zu lassen... Dann wird er gebeten mal zu den Bullen zu kommen und ein Papier zu unterschreiben, dass er in Zukunft eben die Girls nicht mehr auf dem Tresen tanzen laesst.....
Danach hat ers weiter gemacht...dann war er ruck zuck im Knast...hat ne suuuuper Schlankheitskur gemacht, ja eventuell sogar seine feminine Seite entdeckt und gelernt ganz demuetig danke zu sagen wenn ein uebriggebliebener Kumpel, der noch etwas an Knete hatte ihm lebensichtige Medikament und Vitamine fast taeglich gebracht hat. Sonst haette er wohl nicht ueberlebt und sich entweder in die Reihe der Getoeteten, der Selbsmoerder oder der einfach an ner Krankheit wie Cholera oder sonst ner Pest Gestorbenen gereiht.
Soll jetzt wieder in Pattaya sein...
Dabei hatte der noch Glueck..sein Nachbar ist aermer drsan..ein Girl hatte noch gesagt, dass der sie gedraengt habe mit einem Gast mitzugehen...14 Jahre..das ist ein Todesurteil..5 waeren es auch!!!

Das ist zwar schwer zu begreifen fuer den ein oder Anderen, das ist aber eben so. Man kann sich, glaube ich, nirgends so danebenbenehmen wie in Thailand...weil das ja egal ist, solange der Typ das Geld ausgibt....
Ich behaupte sogar, dass man den normalen Thailandmann sofort an der Koerpersprache erkennt.

Ich sag mal....wer in Thailand Probleme mit Umgang hat, der braucht es hier nicht erst zu versuchen.


Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: ou1 am 13. Juni 2010, 13:02:09
@hangbier

 ;}   Sehr gute Information. Habe deinen Bericht gerne gelesen. Vielleicht hast du ab und an mal Zeit, noch weitere zu liefern.
Danke!

MfG
ou1
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: changbier am 14. Juni 2010, 12:45:05
ich habe ehrlich keinerlei Absicht irgendjemanden hier zu beleidigen oder nahezutreten. Aber man muss sich selber bei einem Entschluss irgendwo sesshaft zu werden auch im Speigel sehen und sich die frage stellen, ob man wirklich 100% kompatibel ist zu der jeweiligen Gesellschaft.
Das ist auf der einen Seite in Laendern wie Kambodscha auf den ersten Blick etwas einfacher als in Thailand, da vorausgesetzt man tummelt sich nicht in der absoluten Arme-Leute-Schicht, man durchaus soziale Kontakte aufbauen kann und auch einigermassen akzeptiert wird.

Generell kann ich aus eigenen Erfahrungen sagen, dass in all diesen Laendern bei vielen Expats das Hauptproblem einfach das ist, dass man NIE richtig integriert wird und man IMMER ein Aussenseiter bleibt.
Man kann die Tatsache, dass die meistenn Expats die das Leben in einem dieser Laender als ok betrachtenn eben meist auch in der Hauptstadt oder einem Expatzentrum leben, wo sich die sozialen Kontake ueberwiegend innerhalb der auslaendischen Gruppe stattfinden mit den bekannten folgen, dass man sich zum alltaeglichen Motzen findet.

Der zeite Punkt ist eben leider, dass die meisten von uns, und das wie ich meine aus reiner Faulheit, sich bei der Wahl eines zukuenftigen Lebenspartners aufs Barmilieu ( dazu gehoeren auch die Bediehnungen etc) festlegen....oder sich auf ner Datingsite im Internet versuchen ( was fast das Gleiche ist: Mann sucht ne sexy Frau und Frau sucht Geld und Absicherung) ist eben einfacher als mal auf kulturelle Veranstaltungen zu gehen, sich nen Freundeskreis aufzubauen, auf Hochzeiten eingeladen zu werden etc.

Hinzukommt, wie schon erwaehnt, dass das Land eben durch den ganzen NGO Mist hinsichtlich Ethik derart verdorben ist, dass man dich natuerlich auf Schritt und Tritt bescheisst wenn du unwissend bist.
So ist es eben ueblich, dass an Plaetzen, wo dollar ausgezeichnet sind, auch in Dollar bezahlt wird. und der Rest dann in Dollar und Riel zu nem Kurs von 4000 Riel zum Dollar rausgegeben wird.
Das ist dann allerdings auch in Plaetzen so wo nur in Riel ausgezeichnet ist ( z.B. Khmer restaurant wo du nen Pitcher Bier ( 4 Glaeser) fuer 6000Riel trinkst was ein normaler Kambopreis ist..man wird dir wenn du 2 Dollar gibst dann 2000Riel zurueckgeben
Der Wechselkurs Riel zu dollar ist aber eben 4250 Riel das sind schlappe 6%

Es ist also fuer Gutmenschen und Weltverbesserer etwas schwierig das alles zu akzeptieren
Dann sieht man natuerlich die Massen an Farang Gutmenschen die die Korruption hier noch schueren, geradezu in die Hirne der Menschen ( die ich nebenbei bemerkt sehr mag wegen ihrer geschmeidigen Art und dem Fehlen dieser typischen Thai Arroganz) reinimplementieren

Beispiele:
Angkor Wat ist UNESCO Kulturerbe. Der AUfbau wurde hauptsaechlich von der UN, vornehmlich Japan, Deutschland (die Fachhochschule Koeln hat z.B. die Steinkonservierung des Tempels entwickelt und umgesetzt) und Frankreich
Resultat , nachdem die Regierung dann Sokimex als Betreiber einsetzte: Der Eintritt in Angkor ist kostenlos fuer Khmer und wir, die es mit den Geldern aufgebaut haben, und man muss wissen dass Angkor fuer den Khmer das ist, was der Thai King fuer die Thais ist, wir zahlen 20 Dollar Einritt PRO TAG ( 3 Tage sind etwas billiger...na klar...da faellt ein Discount leicht)
Letstens war ich mit nem Bekannten wieder auf dem Wat Phnom....Foreigners pay 1 $.....ich mach da dann regelmaessig den Zwergenaufstand...ich rede laut, bestimmt aber hoeflich, verlange das Management usw...
da werden Einige sagen: Mannn bist du kleinkariert..ist doch nur ein Dollar.....dann war ich aber eider nicht in der Lage meinen Standpunkt klar rueberzubringen.
Korruption und Abgefucktheit fangen im Kopf an. Uebertriebener Nationalismus, das Uebel aller Konflikete und Kriege faengt im Kopf an, Superior race ..Israel, Thailand, Asiaten..auch Deutsche teilweise.....es ist IMMEr der ANfang vom Ende.

vor 4 Monaten war hier der Angkor Marathon. Startgebuehr ( und das ist kein Scherz) Auslaender 80$, Khmers 2$..ist ja fuer nen Guten Zweck.....natuerlich laufen da keine Reisbauern mit. Ist natuerlich cool wenn du aus deinem Maerati oder dem "normalen Proloauto" dem Lexus RX 350 oder 400LX aussteigst und deine 2$ bezahlst und arme Schlucker mit Rucksack siehst die gerne 80$ zahlen.....
Da wundert es nicht dass das Verschiffen eines Kubikmeters nach Europa mit schlappen ca 600$ zum teuersten zaehlt, was du in Asien findest....ofensichtlich sind die AUslaender ja gerne bereit etwas mehr zu zahlen...sogar wenn man Ihnen das schriftlich auch noch unter die Nase Haelt( Khmers 2$ Foreigners 80$)

Aber was wichtig ist, ist nochmal,
Keine Albtraeme mehr was Immigration angeht ( 5 min im Travel office und billiger als in Immigration): du bist akzeptiert und nicht nur geduldet,
Firmengruendung man kann ne Kneipe, ne Firma auf den eigenen Namen zu 100% registrieren und nicht auf die Mia die dann sagt "you can go now" und
 man hat, wenn man nicht auf ganz ganz billigem level lebt ( Thai Noodle soup ist billiger) wirklich sehr gute Qualitaet fuer deutlich weniger Geld haben als in Thailand.
neulich wieder ne "1x im Monat" Aktion gemacht..ab ins Naga World und das Champagne Buffet fuer 25$ genossen ( Nagaworld ist eines der TOP Hotels/Congresszentren etc in PPhen)
hab eigentlich weniger vom Lobster etc geschlemmt, dafuer aber 8 Glaeser der verschiedensten Marken....Bollinger, nen Veuvchen, nen Tattinger usw...
Sowas mach ich 1x im Monat....wie viele nehmen ne Kleine mit fur das Gleiche oder mehr incl Ladydrinks etc???? und werden dann morgens um 3 nach 5 min "ENtspannung " bewusstlos....und das mehr als nur 1x im Monat

Es ist auch schade, dass viele der Neuankoemmlinge beklagen, dass das hier nicht Pattaya oder Bangkok ist und hoffen, dass es sich aendert....wird es nicht meine ich..und das ist auch gut so!

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 14. Juni 2010, 14:50:45
Hallo changbier,

ich stimme den meisten Deiner Ausführungen zu.
Kambodscha ist nicht Thailand, sollte und wollte es auch nie sein.
Wie ich im Eingangsbeitrag angeregt hatte, geht es vielmehr darum, ob Kambodscha nicht ein gleichartiger Ersatz, sondern vielmehr eine Alternative zu Thailand sein kann.
Wer Pattaya in Kambodscha sucht, macht eine Bauchlandung - und das ist gut so.
Wer nach Pattaya will, soll nach Pattaya gehen. Pattaya hat schließlich auch was. ;}
Wer allerdings keine Lust auf immer wiederkehrende nervereien mit der Immigration hat, wer einfach ein schönes Leben in einem südostasiatischen Land sucht, wer gerne legal noch etwas arbeiten will ohne sich in obskure Abhängigkeiten zu nicht immer recht zuverlässigen Mias und ihren dahinter lauernden Familienclans zu begeben, der sollt sich Kambodscha einmal ausgiebig anschauen.
Man kommt dort mit seinem Geld mindestens so weit wie in Thailand.
Wen es ab und zu ins LOS zieht, der kann ohne irgendwelche Schwierigkeiten immer mal wieder einen Urlaub irgendwo in Thailand verbringen.
Ist ja gerade um die Ecke.

Zur "Gefahr auf dem Land zu wohnen": Wer sich auf dem Land darum bemüht, Anschlussan die örtliche Society zu finden, indem er zum Beispiel ein wenig in der Schule oder sonstwo aushilft, dem wird auch dort geholfen.
Wer allerdings in alter Pattayamanier seine Umwelt provoziert, indem er dumm herumprotzt, erhält die Quitttung für die Rechnung, die er selber aufgemacht hat.

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: changbier am 15. Juni 2010, 15:00:04
Wolfram,
in allen Punkten hast da ein uneingeschreanktes Ja von mir...sehe ich alles genauso.
Und du hast noch einen Punkt erwaehnt, der hier noch nicht so herausgestellt wurde.
Bei der 5 minuten Visa-Prozedur ( ich musste noch nicht mal unterschreiben bei Lucky Lucky auf Monivong) bekommst dann ein MULTIPLE ENTRY Visa. Im Gegensatz zu Thailnd, wo du ja ein SINGLE ENTRY Jahresvisu bekommst und jeden Exit extra beantragen musst und auch teuer bezahlen musst hast du hier auch die FREIHEIT, das Land so oft du willst zu verlassen,z.B.  mal am Weekend nach Saigon zu fahren und keiner schaut dich schief an.
Und du kannst sogar auch mal fregen " is it true thata gay Canadian Ballt dancer is King now?" ohne dass man dich einlocht :]
sollte man aber aus gruenden des guten Geschmacks nicht tun....

wieder heiss heut..geh mal jets schnell auf die Riverside, die Haupttouristenattraktion in der Landeshauptstadt und ein kuehles Gezapftes fuer 60cent trinken....gibts in Bangkok auch nicht! [-]

Deine Berichte uebers Land sind uebrigens sehr ehrlich, authentisch und objektiv geschrieben....sehr sehr grosses Lob. Wunderbarer Threat
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: unsichtbar am 23. Juni 2010, 12:04:45
Kambodscha, die ruhige Alternative zu Thailand

"Asiens letzter großer Aufbruch beginnt gerade in Kambodscha, in einem Land, das sich von Krieg und Völkermord endlich erholt und in Windeseile touristisch anschließen will an den Erfolg seines Nachbarn Thailand.
...
Und es will von der Tatsache profitieren, dass es hier viel ursprünglicher und ruhiger zugeht als beim Nachbarn Thailand, das – anders als Kambodscha – seit immer wieder von Unruhen erschüttert wird, die sich spürbar auf die Urlaubslust nierderschlägt.
...
Diese Mischung aus Exotik und französischem Flair macht den Reiz der relativ flachen Stadt (Phnom Phen) aus, bisher kaum höher als zwei, drei Stockwerke. Das wird sich ändern. „Golden Tower 42“ heißt das ehrgeizige Projekt einer südkoreanischen Firma, ein World Trade Center im Miniformat. 2011 soll es fertig sein – wie „De Castle Royal“, eine 32-stöckige Luxuswohnanlage mit Golfplatz, Mall, Kino. Las Vegas hält Einzug. Und weil Bauland knapp ist, wird der See Boeung Kak, Paradies der Backpacker, langsam mit Sand zugeschüttet. Bis zu 4200 Anwohner sollen weichen. Amnesty International protestierte gegen die Zwangsräumungen, vergeblich.
...
Auch im Süden sind die ersten Bulldozer aufgefahren. Auf Koh Rong, der schönsten Insel Kambodschas, lange ein Geheimtipp unter Rucksackreisenden, mit Wasserfällen im Dschungel und weißen Stränden mit Kokospalmen, baut die Royal Group aus Phnom Penh nun Flughafen, Klinik, Golfclub, Hotels und Kasinos. Man denkt an künftige Gäste aus Japan, China und Indien. Die Pachtzeit beträgt 99 Jahre. So lange wird es sicher nicht dauern, bis Kambodscha in der ersten Liga der touristischen Top-Ziele Asiens mitspielt."

http://www.welt.de/reise/article8126341/Kambodscha-die-ruhige-Alternative-zu-Thailand.html (http://www.welt.de/reise/article8126341/Kambodscha-die-ruhige-Alternative-zu-Thailand.html)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alfred am 30. August 2010, 17:38:44
Bin nun seit bald 6 Wochen hier in Sihanoukville an der Kueste, seit 5 Jahren komme ich regelmaessig nach Kambodscha.
Ist eben Alles hier ueberschaubarer und fuer mich angenehmer.
Der Stress in Pattaya und in und um Patong ist mir schon zu viel.
Kann auch ohne das extreme Ueberangebot von Allem in Thailands Touristencentern leben.
Schon der viel geringere Strassenverkehr und Parkmoeglichkeit ueberall ist ein grosses Positivum.
Mit den Nachteilen kann ich leben und die kleine D-A-CH Auslaenderszene in SNV kennt man bald alle beim Namen.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: changbier am 13. September 2010, 08:36:49
Ihr koennt jetzt auch endlich mit derThaikarre nach Kambodscha fahren, zumindest ueber Hat lek. Muesst allerdings eure Karre bezahlt haben, da man die originalpapiere ( Tambien) verlangt und wohl auch nen Kambofuehrerschein vorweisen oder nen Internationalen, da so viel ich wiess der Thailappen in Kambo nicht gilt.
also ab mit dem AUto NAch SV oder PPhen.
Mit der Kambokarre wR DAS JA SCHON FAST IMMER MOEGLICH...
Habe Bilder von den Anforderungen gemacht..stehen auf 2 blauen grossen Tafeln direkt neben dem Immibuero an der Thaisaeite. Da wo Ihr die Immischeine ausfuellt. Bin aber zu bloede die Bilder hier reinstellen
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: changbier am 13. September 2010, 08:37:47
Ach Ja, hatte nochmal genau gefragt..iss nicht nur nach Koh Kong..iss nach Kambodscha
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: sitanja am 25. Oktober 2010, 09:08:32
Neues aus Kambodscha  http://www.youtube.com/watch?v=hKVKwLgOWV0
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 14. November 2010, 11:40:09
Hallo Changbier,

deine Ausführungen sind klasse. Absolut stimmig, ich mache den Beschiss mit Eintrittsgeldern auch nicht mit.

Was das Reisen mit Thai-KFZ angeht, ein Freund aus Pattaya war gerade mit Auto 4 Wochen hier, alles kein Problem.
Man braucht halt die Papiere und muss über denselben GÜ wieder raus wo man zuvor eingereist war.
Genaues weiss ich leider nicht, bin PP-Fahrradfahrer ;)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: wyooo am 31. Januar 2011, 17:17:32
Anläßlich meiner Thailandreise im Januar d.J. habe ich mich kurzfristig zu einem Abstecher nach Siem Reap entschlossen.

Nachdem ich nun jahrelang an einen Besuch des Angkor Wat gedacht habe, hab`ichs Diesjahr einfach gemacht.

Nachstehend in ungeordneter Reihenfolge einige Bilder, leider nur mit einer kleinen Kamera  {[ , hatte aber auch sein Gutes. Denn dadurch wird es ein Nächstesmal mit besserer Technik geben.

(http://lh6.ggpht.com/_NDzBMEeVpds/TUaEPl5x3aI/AAAAAAAAACA/dIs6wus0ssA/s640/P1020014.JPG)

(http://lh3.ggpht.com/_NDzBMEeVpds/TUaEO9LZhdI/AAAAAAAAAB4/77ALl5ydZqM/s640/P1020009.JPG)

(http://lh5.ggpht.com/_NDzBMEeVpds/TUaEP5YrCTI/AAAAAAAAACE/k_AIsJ_I-UE/s640/P1020019.JPG)

Das muss erstmal reichen, muss meinen Triumpf über die Technik (und die Spötter) erstmal auskosten. 

 }} + Frei  [-] für alle

Gruss Wyooo
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: wyooo am 31. Januar 2011, 21:24:40
Letztens am Bayone Tempel  :-)

(http://lh3.ggpht.com/_NDzBMEeVpds/TUbBkbxbvhI/AAAAAAAAADM/cE3SHoZEUaw/s640/P1020027.JPG)
Nun leg schon das Messer weg Schatz, no Sex until Marriage, sagt Papa.

(http://lh6.ggpht.com/_NDzBMEeVpds/TUbBkzHcmTI/AAAAAAAAADQ/hjfG5fBBOz0/s640/P1020026.JPG)
Bin ich nicht süss? Ich glaub ich raub ihm den Verstand :-)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 02. Februar 2011, 14:17:46
Klasse Fotos, hab gelacht bei den Untertitelungen  ;}

Hab hier auch noch einen Link: Siem Reap und Angkor Wat mit vielen Bildern
http://kambodscha-pnh.blogspot.com/2011/01/urlaub-in-kambodscha-was-man-wissen_16.html
(http://3.bp.blogspot.com/_6sWiZ6B4TLM/TTKAt1ySgOI/AAAAAAAABDE/G1CcjdfxRgE/s400/PF_MG_0174.jpg)




Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 02. Februar 2011, 15:53:06
Toll, toll, toll
Schade, dass dieser Thread schon nach 10 Seiten zu Ende ist.
Habe ihn heute Morgen entdeckt und mich gierig durchgefressen.

Hier gibt es leider in der persönliche Einstellung keine "ich über mich" Rubrik.
Deshalb kurze Erklärung zu meiner Person, damit ihr wisst, dass ich kein Spinner bin, wie man sie zu Hauff auf dem Pattayaforum findet.
Also, ich bin 67 Jahre (Rentner logo) wohne in der Nähe von Frankfurt/Main und bin (leider oder Gott sei Dank) demnächst (ca. 4 Monaten) wieder Single. Darüber will ich mich hier nicht weiter auslassen, nur soviel, meine Frau hat nach 25 Jahren keinen Bock mehr.

Ich bin oft und gerne in der Welt rum gereist und es hat mich als aktiver Sporttaucher natürlich immer in tropische Gefilde gezogen. Nach Hause bin ich stets mit 2 weinenden Augen gekommen. Im Gegensatz zu meiner Frau wollte ich schon immer raus aus Deutschland.
Jetzt kann ich es ohne Klotz am Bein. Asien war schon immer mein Traumziel.

Ich habe mich seit Monaten mit Thailand auseinander gesetzt, war etliche male dort.
Nach dem ich eure Berichte gelesen habe, sehe ich das langsam anders.
Negative Seiten der Behandlung von Touries kenne ich natürlich, ob Afrika, Karibik oder Asien.
Also schocken mich Berichte über Abzocke nicht sonderlich, egal ob Taxifahrer oder Polizei, die eben mal eine Straßensperre aufbaut.

Ich habe aber ein paar gezielte Fragen
Wie gut sprechen/verstehen Kambodschaner Englisch?
Gibt es dort Sprachschulen um evtl. Khmer zu lernen?
Wie sieht es mit Langzeitmieten in Phnom Penh oder Sihanoukville aus?
Gibt es Agenturen / Makler im Internet?
Oder weiß jemand, wie man an solche Adressen kommt.

Kambodscha wäre eine echte Alternative für mich.
Danke für jede Antwort
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: quaychang am 02. Februar 2011, 20:03:18
@wyoo
Mach Dir mal keine Gedanken wegen der Kamera - die Bilder sind wirklich gut! Mir ging es wie rio0815 ;-)

@Eckie
So schlimm ist das alles nicht in Kambodscha. Auch nicht mit den Strassensperren und der Polizei. Wesentlich relaxter zumindest als in Thailand, aber das ist Dir ja bereits bekannt. Wenn Du ein paar Worte Khmer kannst, oeffnen sich Dir auch die Tueren (und die Leute) und der Preis geht dann auch runter. PM Hun-Sen ist ja jeden Tag mit einer Ansprache im TV vertreten, bei der er seine Landsleute auffordert fair zu den Auslaendern und Touristen zu sein.

Viele Kambodschaner sprechen in den Staedten recht passables Englisch. Von der juengeren Generation der gerade sich bildenden Mittelschicht kannst Du sogar recht gutes Englisch erwarten. Es ist erstaunlich wie gut oft kleine Kinder bereits englisch "quasseln". Ein Grossteil der "einfachen" Leute oder der Landbevoelkerung spricht aber meist nur Khmer. Aber irgendwo ist immer jemand der etwas uebersetzen kann.

Das Du die Sprache lernen willst ist gut und sinnvoll. Ja, es gibt Sprachschulen. Idealerweise wenn Dein Englisch sehr gut ist, hast Du alle Moeglichkeiten offen. Auch gibt es etliche Khmers (zumeist Lehrer) die preiswerten Privatunterricht geben. In Phnom Penh gibt es ein deutsches Kulturzentrum (vergleichbar mit dem Goethe-Institut) namens Meta-House.

Langzeitmieten sind kein Problem. Eher Kurzzeitmieten. Die miniumum  Laufzeit eines Mietvertrages liegt bei 6 Monaten (nicht einfach auszuhandeln), meist 1 Jahr inkl. Kaution 1-3 Monatsmieten. Je nachdem was das Appartment oder Haus mitbringt. Wenn jemand mehr verlangt ist etwas faul und ein "Zwischenhaendler" haengt mit drin. Preise sind je nach Komfort, Lage und auch Erfahrung des Eigentuemers unterschiedlich.  Ganz gute Infos dazu gibt es hier   http://www.leben-in-kambodscha.info/

Makler sind (anders als in Thailand) recht gut und serioes! Der Service ist fuer den Immobiliensuchenden kostenlos. Es ist sinnvoll einen Makler in Anspruch zu nehmen. Es spart Zeit, Geld und Nerven. Ausserdem muss man sich nicht um Vertraege  und Registrierung kuemmern. 

http://www.angkorrealestate.com/
http://www.kamreal.com/

sind recht gut. Es lohnt sich dort nachzufragen, den beide haben wesentlich mehr Angebote als auf den Websites stehen. Es ist meist ein reges kommen und gehen zumal derzeit viel neue Objekte fertiggestellt oder gebaut werden.

Wenn Du noch Fragen hast, melde Dich einfach noch mal!
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 02. Februar 2011, 23:50:30
Danke quaychang,  ;}

endlich mal eine gute Antwort, es sind scheinbar alles Superposter in diesem Thread.

Habe mich mal bei deinen Maklern umgesehen. Wollte bis max. 500 USD ausgeben.
Da sind schon nette Häuschen dabei.

Wie sieht es in Phnom Penh mit DSL aus, Telefon/Internet Flatrate?
Habe noch nen "kleinen" Nebenjob für den ich Internet brauche.
Wo liegen überhaupt so die Nebenkosten, Wasser, Strom, Müllabfuhr, TV, Telefon/Internet?

Gibt es so was wie Starthelfer (Adviser) den man trauen kann? Und was sollte man für den anlegen, so für die ersten paar Tage?
Oder gibt’s alternativ ne deutsche Anlaufstelle (Community, Kirche, Kulturtreffpunkt, Kneipe) wo man sich erst mal ein paar Tipps und evtl. Hilfe holen kann?

Internationaler Führerschein geht ok?

Wo ist die bessere Klinik, Sihanoukville oder Phnom Penh?
Und gibt’s das auch die Probleme wie in Thailand.
Krankenkasse nicht akzeptieren, Patienten unbehandelt lassen, um Cash feilschen usw.

Hatte am 14 Januar 2010 nen heftigen Infarkt (2 Stents).
Bin zwar wieder richtig fit, aber wenns einen einmal erwischt hat, macht man sich doch so seine Gedanken.  ???

Ach so, mein Kater soll mit.
In Thailand natürlich wieder kompliziert, mit Formularen im Konsulat und Abkassieren.
Internationalen Impfpass/ Gesundheitszeugnis hat er und ist Tätowiert.

Last but not least, wie sieht es mit Banken/Geldautomaten aus? Konto Eröffnung evtl.
Foreign Currency Account. Online Banking?

Ich frage dir ein Loch in den Bauch ……. aber du hast dich ja angeboten  ;D

Danke in Voraus
Eckie
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Isan Yamaha am 02. Februar 2011, 23:54:57

Hatte am 14 Januar 2010 nen heftigen Infarkt (2 Stents).

Dann bleib zu Hause in D.
Das kannste dann Vergessen mit Krankenversicherung.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 03. Februar 2011, 00:20:00
Dann bleib zu Hause in D.
Das kannste dann Vergessen mit Krankenversicherung.
:-\ Danke für die Antwort:
Habe doch deutlich geschrieben, dass ich wieder fit bin. Und das mit meiner KV regele ich schon.
AOK bietet Auslandserweiterung für max 3 Jahre, danach gelte ich als ausgeheilt.
Behalte in Deutschland eine postalische Adresse.
Dann gehe ich zu Swissinsuranceonline, oder evtl sofort.

Wenn es dir nichts ausmacht kannst du mir aber gerne auf meine weiteren Fragen antworten.  ;)


Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: thai.fun am 03. Februar 2011, 01:39:59

Hatte am 14 Januar 2010 nen heftigen Infarkt (2 Stents).


Einfach zur Beruhigung, ich hatte 3 Infarkte innert 1 Jahr, und dann auch Stents,
und deswegen in Thailand auch nie Probleme, auch heute noch nach genau 20 Jahren....

Auch einen Hirnschlag vor 13 Jahren mit einseitiger Lähmung mitten in Südthailand habe ich gut überstanden,
also von Seite der Spitäler oder der Gesundheit aus keine Angst. Geniesse Thailand solange du kannst.

Dass mit der Krankenversicherung ist eine andere Sache, eine rein Finanzielle,
ich war "zum Glück" noch nicht ausgewandert und war so, gut versichert....
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 03. Februar 2011, 04:28:01
hallo Eckie,

Du hast mehr Fragen auf einmal als eine Katze Flöhe haben kann! Spricht aber für dich, wenn Du auch auf viele Fragen leicht eine Antwort findest, wenn Du Dich dazu durchringen kannst, einfach einmal 4Wochen Urlaub im Land zu machen.

Ich versuch mal ,ein paar Deiner Fragen zu beantworten:

Konto in Cambo: Keine Problem, wnn Du ein Business-Visum hast, das Du schon hier oder aber auch direkt bei der Einreise (am besten am Flughafen) beantragen kannst.  Ist kein großer Akt, geht ganz schnell und unkompliziert.

Du eröffnest also bei der bank Deiner Wahl ein Konto. Der Betrag wird in US-$ gebucht, der dollar ist eh! die Hauptwährung im Land, wenn es um größere Beträge geht.
Ein Dollar sind ungefähr 4000Riel (4045Riel). Riel braucht man aber auch, da das Wechselgeld immer in Riel ausbezahlt wird.
Außerdem bezahlt man kleinere Geldbeträge in Riel. So kostet Dich eine Fahrt auf dem Mopedtaxi in Phnom Penh bis zu etwa 3km 2000Riel einen halben Dollar) oder 1 US-dollar, wenn Du kein Kleingeld hast. Wechselgeld? Zufällig gerade alle!
Geldautomaten? kein Problem in Phnom Penh, Siem Reap und in Sihanoukville. Alle spucken Dollars aus, keine Riel!

Internet: gibts natürlich, in den meisten Hotels und besseren Guesthouses ist es im Preis inklusive. Ansonsten kann man es für sein trautes Heim beantragen, Preis geht nach Geschwindigkeit, ist in den letzten Jahren immer billiger geworden. Es funktioniert in der Regel einwandfrei.
In Phnom Penh bezahlst Du im Internetcafe etwa einen dollar pro Stunde, manchmal auch nur die Hälfte.

Wohnung/Haus: Suchst Du Dir am besten an Ort und Stelle. Erzähle überall, wo du Dich aufhältst, dass Du eine Bleibe suchst und hinterlass Deine Handynummer (natürlich lokale SIM-Karte!). Natürlich gibt es auch makler, die aber häufig Mondpreise verlangen, die Du leicht unterbieten kannst.
Mietdauerstandard ist 1Jahr, länger geht leichter als kürzer.

Ärztliche Versorgung: Hier ist Thailand absolut besser versorgt, in Phnom Penh kommt man auch ganz gut über die Runden - immer mit einem Ticket nach Bangkok im Hintergrund für ernste vAngelegenhheiten.
Auf dem flachen Land wird medizinische Versorgung zur Glücksache.
Aber auch da gibt es in Cambo deutliche Fortschritte.
Eine gute internationale Krankenversicherung ist meiner Meinung nach ein Muss!

Starthelfer? Komische Frage, habe noch nie von einem gehört, aber vielleicht gibt es ja sowas auch in Cambo. ???
Frag bei der deutschen Botschaft nach.
Ich kenne einen sehr gut deutsch sprechenden (aus DDR-Zeiten) Mopedtaxifahrer, der sehr gern Deutsche und deutschsprechende Ausländer zu Ämtern begleitet und erklärt und übersetzt. Er kennt sein land natürlich aus dem FF. Wenn Du ihm 20$ anbietest, dann hast Du ihn und sein Moped exklusiv einen Tag für Dich ganz allein. Seine handynummer gibts auf Wunsch. Beruf Dich im Bedarfsfall auf den deutschen Doktor...

Internationaler Führerschein ist für den Anfang ok, den einheimischen kaufst Du Dir bei Bedarf, ist mehr ne Bakschischfrage.

Englische Sprachkenntnisse? In Phnom Penh, Siem Reap und Sihanoukville kein Problem, auf dem Land nehmen die Sprachkenntnisse analog zur Entfernung von den Mainspots ab.
Es gibt Sprachschulen, in denen man die landessprache erlernen kann, Du kannst Dir aber auch exklusiv einen Privatlehrer nehmen, der Dich "für eine Hand voll Dollars" schneller auf den gewünschten Stand bringen kann.
Geh zur Uni und such Dir einen Studenten/Studentin, die sich etwas Geld verdienen will. 100Dollar Monatssalär (wahrscheinlich viel zu viel) bewegen Welten!

Der Kater? Wird wohl eine Bakschischfrage werden. Erkundige wegen der Rechtslage bei der Botschaft.

Merke: Kambogscha ist wie Thailand ein Bakschischland. Mit etwas finanzieller Nachhilfe geht da fast alles, höfliches Verhandeln ist meist hilfreich, dass die Sache nicht aus dem Ufer läuft.


Nochmal: Mach einmal, besser mehrmals einen Abstecher nach Kambodscha. Nur so kannst Du herausfinden, ob Du da auf Dauer leben willst und kannst. Die kambodschaner sind meist sehr nette und liebenswerte Menschen, mit denen man ohne probleme auskommen kann.

Wolfram

PS: Fliege Ende des Monats nach Phnom Penh - ich liebe diese Stadt.


Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: wyooo am 03. Februar 2011, 05:55:59
Mit ein paar Tagen Abstand, die ich jetzt habe, muss ich sagen.

Kambodscha ist (mindestens) eine Reise wert.

Wie drwkempf bereits erwähnte, die Menschen dort, sind ein liebenswerter Menschenschlag.

Leider war ich nur 5 Tage dort, leider.

Die Einreise stimmte mich bereits positiv ein, ohne grosse Gesten nam mir ein Beamter meinen Pass ab und kam gefühlte 30 Sekunden wieder und gab mir meinen Pass wieder, inclusiv Visum.

Und das an der Schlange vorbei !

Die Fahrt vom Flughafen nach Phnom Penh-City setzte mich (Beruf Taxifahrer) in Erstaunen. So einen relaxten Verkehr kannte ich bisher noch nicht.Welch ein Unterschied zu BKK.

Keine Hektik, rücksichtsvolles Benehmen.

Anderntags Anreise nach Siem Reap, das gleiche. Relaxte Menschen wohin man schaut.

Angkor Wat war dann für mich wie ein `Blind Date`, aufregend.

(http://lh4.ggpht.com/_NDzBMEeVpds/TUm84RzNZmI/AAAAAAAAAEA/NMbxIwP7XFs/s640/P1010887.JPG)

Diesesmal hatte ich auch keine Probleme damit den geforderten Preis zu zahlen. Er wars wert, 40$ für 3 Tage. In Thailand habe ich schon bei 100 Bhat kehrtgemacht, wenn da ein Schild hing,

Thai`s free.

(http://lh4.ggpht.com/_NDzBMEeVpds/TUnAwOwuqvI/AAAAAAAAAFs/dFIeFDO3VeY/s400/P1010825.JPG)

Bis dahin wußte ich noch nichtmal was Apsara bedeutet.

http://de.wikipedia.org/wiki/Apsara

(http://lh4.ggpht.com/_NDzBMEeVpds/TUnBESe1nUI/AAAAAAAAAF8/xwrt79snCMU/s400/P1010807.JPG)

Der Reichtum an Details ist schwer zu fassen.

(http://lh6.ggpht.com/_NDzBMEeVpds/TUnKuAjYUcI/AAAAAAAAAKs/sT5jFrMXS-A/s400/P1020107.JPG)

(http://lh5.ggpht.com/_NDzBMEeVpds/TUnF36Nct8I/AAAAAAAAAH8/q-Qw14IIvTA/s640/P1010981.JPG)

So, wenig ist oft viel.

Wyooo



Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: wyooo am 03. Februar 2011, 06:18:11
Eins noch
(http://lh3.ggpht.com/_NDzBMEeVpds/TUnDqQyo6NI/AAAAAAAAAHQ/2aQJTP_kMg8/s640/P1010737.JPG)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: quaychang am 03. Februar 2011, 12:33:29
Hallo Eckie,

kein Problem wenn man helfen kann - macht ja auch Spass ein bischen Infos ueber Kambodscha weiterzugeben. drwkempf hat ja schon eine Menge guter Antworten geliefert. Ich versuche dann noch ein bischen zu ergaenzen!

Fuer bis zu 500 US$ bekommst Du schon etwas ordentliches. Hast Du ja bereits gesehen! Allerdings wird es in Phnom Penh da knapp. Da gibts dann eher ein Appartment (2 Zimmer). Haeuser gehen da ab 800,-. Das Preisgefaelle ist ungefaehr so. 1. Siem Reap (am teuersten) 2. Phnom Penh 3. Sihanoukville 4. der Rest...

Vereinbare  mit den Maklern einen Termin. Das ist wie gesagt, unverbindlich und kostet nichts. Es macht sogar Spass und Du siehst Nebenbei eine Menge von der Stadt Deiner Wahl.
Im Gegensatz zu drwkempf wuerde ich zumindest am Anfang ueber ein Makler gehen (nein, ich bin keiner und bekomme auch nichts;-). Natuerlich kann/sollte man auch andere Leute fragen (tuktuk, hotelpersonal etc.pp.) Aber hier ist sehr grosse vorsicht anzuraten. Khmers sind sehr hilfbereit und eifrig. Manchmal uebereifrig. Da kommts dann schonmal das morgens um 5.00 einer anruft und ein tolles Haus hat was Du Dir JETZT ansehen sollst.

Wenn Du irgendjemand fragt und er ein Objekt vermittelt ist IMMER eine Provision drin (i.d.R. 1 Monatsmiete), welche DU zusaetzlich zahlst. Manche bekommen auch 2. Das verteuert die Sache ungemein. Auch musst Du mit Vertraegen aufpassen. Die muessen nach Unterschrift und Daumenabdruck (ist so ueblich - aber sichere Sache) noch zum Amt zur Bestaetigung. Manche Vermieter machen das nicht, da sie Steuer zahlen muessen. Wird es nicht gemacht, ist der Vertrag eigentlich ungueltig und Du bekommst ein anderes Problem.

Naemlich und da sind wir bei der Bank. Ab dem 1.10.2010 ist ein neues Gesetz in Kraft , bei dem es nicht mehr ganz so einfach ist, fuer Auslaender ein Konto zu eroeffnen. Kambodscha will damit die illegale Geldwaesche  und die zunehmende Onlinekriminalitaet bekaempfen. Anfangs sollten nur noch Auslaender die wirklich ein Business eroeffnen, ein Konto bekommen. Davon ist man wieder weg! Man muss aber jetzt diesen bestaetigten Mietvertrag vorlegen. Je nach Bank gibt es unterschiedliche Voraussetzungen. Empfehlenswert ist die ACLEDA. Dort gibt es interessante Festgeldkonten, Fremdwaehrung, Visa-Debit und einen interessanten Verfuegungsrahmen. Internetbanking gibt es dort leider nicht. Aber Mobilbanking
 (ahnl. wie in Thailand) und man kann von jedem Bankomat Ueberweisungen etc. vornehmen. Es ist auch die Bank mit der hoechsten ATM Dichte im Land.

Es gibt auch die CCB (Cambodian Commercial Bank) die frueher eine "Ableger" der Siam Commercal war. Vor einigen Jahren gab es aber einige Unregelmaessigkeiten im Visa & Mastercard Geschaeft. Daraufhin wurde die Lizenz zur ATM Aufstellung entzogen und es werden keine Karten mehr ausgegeben.

Telefon und Internet sind in Kambodscha inzwischen ueberall und eigentlich auch in guter Qualitaet vorhanden. Das Mobilfunknetz ist sehr gut. 3 G gibts es schon lange (vor TH) und es funktioniert. Mobiltelefon ist billig. Ueber 3G kannst Du auch via USB Stick ueberall in Netz. Das geht per Vertrag oder auch Buchbar Prepaid/ geht auch pro Tag. Ansonsten gibt es von Modem, DSL, ADSL, WiMAX bis zu Glasfieber und Standleitung alles. Preise ab 19,- US$ bis nach oben offen.Normal ist 40-50,- US $/ Monat fuer eine vernueftige Geschwindigkeit.
Preise immer fuer Flatrate! Das gilt Landesweit also kein Unterschied ob PP oder SV. Lediglich in PP gibt es mehr Anbieter.

Nebenkosten sind ok. Wasser (von Umsonst, wenn eigene Pumpe vorhanden) bis billigst so um 5-8 US $/Monat bei 3 x 3 Duschen und Waschmaschine, Strom 800-900 Riel/KW, TV (entweder Umsonst ueber Antenne/Sat) oder 5-10 US$ Monat fuer Kabel-TV mit rund 70 Kanaelen.


"Gibt es so was wie Starthelfer (Adviser)..." Du meinst sogenannte Berater. Die gibt es mit Sicherheit!

"den man trauen kann?" Eher mal nicht!

Was Du brauchst fuer die ersten Tage? Nun, bestimmt etwas mehr als sonst ;-) Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Ein gutes Hotel bekommst Du (inkl. Fruehstueck) und WiFi fuer 15-20 US$, Tuktuk bekommst Du fuer 12-25 US$ den kompletten Tag zum Abfahren der Stadt und der Termine. U.u. fahren die die Makler kostenlos mit eigenem Fahrzeug (auch ein Vorteil). Handykarte plus Refill 20 US$ (wichtig in Kambodscha geht fast alles per Handy, Email schicken die wenigsten), Essen ist preiswert.

Anlaufstelle? Wie gesagt Meta-House www.meta-house.com, drwkempf, ich ;-) Frag einfach!

Internationaler Führerschein geht ok? Jein, Du brauchst auf jeden Fall den Kambodschanischen. Das ist aber nur eine Formsache. KOstet 10 US$ und dauert 1-2 Tage.

Mit der Gesundheitsversorgung ist es nicht mehr so schlimm wie noch vor 1-2 Jahren. Siem Reap hat sehr gute Klinken. U.a. Ableger des Bangkok Hospitals. Phnom Penh auch. In Sihanoukville gibt es auch einige neue. Die CT Klinik hat eigentlich alles, inkl. ICU und Krankentransport via Hubschrauber wenn es sein muss.Emergency ist sehr schnell. Innert weniger Minuten an der "Stelle". Probleme wie in Thailand hast Du fast weltweit inzwischen im Gesundheitssystem - siehe USA oder GB auch. Kambodscha ist wie Du schon gelesen hast "relaxter" und irgendwie gehts immer. Der einfachste Weg ist Kreditkarte hinterlegen und die Behandlung ist gesichert. 

Zahnaerzte sind sehr gut und wesentlich preiswerter als in Thailand.

"Ach so, mein Kater soll mit..."

Denke das ist kein Problem. Natuerlich alle Papiere mitbringen und vorher beim Ministry of Agriculture, Forestry and  Fishery http://www.maff.gov.kh/eng/ eine Erlaubnis einholen.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 03. Februar 2011, 13:47:16
Lebenshaltungskosten in Phnom Penh :


Fixkosten:

Hausmiete   130$ (2 Schlafzimmer, Wohnzimmer 4 m hoch, Bad Kochecke Flur), gesamt ca. 70 m2
Strom (mit Kühlschrank) ca. 30$, sonst eher 20$ (mit viel TV und PC) Warmwasserbereitung incl. 720 riel/kwh
Wasser/Abwasser ca. 2$
Müll   1$
Kabelfernsehen 2,5$

24 Büchsen Bier (8 Liter) 11$
24 Büchsen Coke 8$
Stange Zigaretten 3$
Alkohol haben wir nicht, Hasch etc auch nicht.

Baguette 16$ct/stück
Brot 750 g etwa 1,50$

Wassermelone/Ananas je ca. 3500 Riel (0,75$)
Gemüse ist reichlich und günstig

Fleisch: Rind 6$/kg, Schwein 4,5$/kg und Chicken ebenso.

20 Liter Trinkwasser im Kanister 1 $
Reis 1 kg ca. 0,5$
Kartoffeln ca. 1,3 $/kg


Westliche Produkte kaufe meist ich ein:
Nescafe 4$ (grosses Glas löslicher Kaffee, 400 g)
Nestle Coffee Creamer 4$ (400 g)
Butter aus Neuseeland 3$ (250g)
Käsescheibletten so ab 2,8$ für 200g bis 4$ je nach Herkunft/Sorte
Emmentaler 5$ für 200g
Frühstücksfleisch aus Dänemark oder Corned Beef aus Argentinien so 3,5$ für 400g
1 Liter Milch aus Vietnam 1,5$
Erdbeermilch aus Thailand 1 Liter ca. 1,9$
Spaghetti 500g ab 1,2$, es fehlt "MaggiFix in Tüten", dafür gibts Sossen in Glas/Dose  für 2$ und Parmesan 50g für 3$.
Nudelsuppen 20ct


Mehr hier:

http://kambodscha-pnh.blogspot.com/search/label/Lebenshaltungskosten
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alfred am 03. Februar 2011, 14:32:52
-drwekempf-, -quaichang-, -rio0815-,
danke fuer die Auskunfte. Bin ja selber laenger in Sihanoukville und kuerzer in Phnom Penh, aber so detaillierte Infos. habe ich nie gesammelt.
Gerne treffe ich euch, wenn ihr in Kambodscha, bevorzugt Sihanoukville seit.
Bitte PM an mich, danke.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 03. Februar 2011, 14:37:55
Waauuu
rio0815
quaychang
Wolfram aka drwkempf
wyooo tolle Bilder, du hast echt ein Auge fürs Fotografieren
thai.fun

Vielen Dank für eure ausführlichen Antworten. Das muss ich erst mal verdauen und die Links ausführlich studieren.
Ich würde ja auch gerne erst mal einen Probeurlaub machen, aber bei mir ist die Sache etwas verfahren.

Meine Frau hat mich Mitte 2010 mit der Ankündigung überrascht, Sie habe auf "Wer kennt Wen" (ähnlich Facebook, Twitter) ihre Jugendliebe entdeckt und beide hätten sich erneut ineinander verliebt. Prost Mahlzeit, nach 25 Jahren Ehe!
Nun denn, ich ca. 4 Monaten sind wir geschieden, leben aber noch unter einem Dach.
Ich müsste mir dann eine neue Bleibe suchen, also Umziehen.
Ich will aber gleich Nägel mit Köpfen machen. 2 mal umziehen, sich um Hausrat streiten, den ich dann in Deutschland einlagern müsste. Nein danke. Also gleich weg.

Auch kann ich nicht so einfach in den Geldtopf greifen für einen Probeurlaub.
Muss erst mal abwarten, was mir nach der Scheidung bleibt. Versorgungsausgleich, Unterhalt, Anwalts - u. Gerichtskosten usw.

4 Monate sind schnell rum und ich plane jetzt schon. Dank eurer Hilfe bin ich jetzt schon eine ganze Ecke schlauer.

Ich kann euch weder Erfahrungen aus Cambo posten, noch mit so tollen Bilder aufwarten.
Habe zwar so ca. 1.000 Stück von meinen Reisen, natürlich auch Thailand, sind aber noch alles Papier Bilder (Canon EOS 300).

Ich werde also erstmal hier als "Leser" bleiben und wenn ich darf, ab und zu mal mit ein paar Fragen nerven.
Nochmals Danke
Eckie
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 03. Februar 2011, 18:55:37
Hallo Eckie,

es ist in diesem Forum durchaus üblich, sich mit Rat und schon auch einmal mit Tat zur Seite zu stehen, auch wenn manchmal kurz der Eindruck aufkommen mag, dass man abgebügelt wird, wenn man eine Frage stellt. Aber das täuscht dann eben doch - wie schon gesagt!
Dieses Forum ist gut, spätestens auf den zweiten Blick entdeckt man ungewöhnlich viel Substanz. }}

Auch wenn ich Deine private Situation durchaus verstehe, so halte ich es trotzdem für sehhhhhr mutig, in ein Land auszuwandern, das man noch nie zuvor gesehen hat. Das erinnert mich dann immer ein wenig an diese Auswanderer-Soaps im Fernsehen.
Die drei Wochen -Minimaltour, die m.E. wirklich wichtige Voraussetzung für eine derartige Veränderung sein sollte, bekommst Du doch sicher auch noch geregelt. In der vor uns liegenden Nebensaison fliegst und fährst Du billig, und wenn es Dir in Kambodscha in der Regenzeit gefällt, gefällt es Dir ganz sicher auch während der mainseason.
Es ist ohnehin sinnvoll, sich Haus oder Wohnung in der Regenzeit zu betrachten, weil dann die gegebenen Schwachstellen am ehesten deutlich werden. In der Trockenzeit sehen auch die Klamotten ganz gut aus, die während der Regenzeit ganz gern mal absaufen und dann nur Kosten und Ärger machen. Einen Miterschutz gibts in Cambo nicht, und wenn Du gar etwas gekauft hast, bist Du dann erst recht der Dumme.

Der Probeurlaub sollte Dich nicht mehr als 1400€ kosten, das sollte es Dir schon wert sein. (3Wochen, Flug etwa 700€, Tagessatz 50$)
Als Hotel in Phnom Penh empfehle ich Dir z.B. das "Silver River Hotel", das günstig liegt und ein gutes Preis-leistungsgefälle hat. Du kannst ja mal googeln. Für Sihanoukville habe ich durchaus auch Empfehlungen, aber dort kennen sich andere Forumsmitglieder eher noch besser aus als ich. ;)

Die Kostenaufstellung von rio0815 finde ich ganz aussagekräftig, sie passt gut in das Bild, dass man von 1000$ im Monat in Cambo ganz gut leben kann.

quaychang muss ich unbedingt bald mal kennenlernen, seine Beiträge hier haben mir ausnehmend gut gefallen. Vielleicht schickt er mir ja mal eine PN. :-)
Ganz wichtig ist sein Hinweis auf die ACLEDA-Bank!
Ich will hier kurz noch einmal seinen Hinweis auf die Makler aufgreifen.
Es ist natürlich absolut richtig, dass man auch in kambodscha keine Verpflichtungen eingeht, wenn man einen Makler aufsucht. Wer sich gar nicht auskennt, bekommt so natürlich auch eine ganze Menge kostenlose Stadtrundfahrten und lernt Stadtteile kennen, die er sonst kaum je gesehen hätte.
Trotzdem eine kleine Maklergeschichte:
Ein Makler bot mir per email eine Wohnung an, groß, neu, offenbar auch gut und modern ausgestattet, 125qm Wohnfläche, Autostellplatz in der Tiefgarage, Telefon- und Internetanschluss vorhanden. 700$/Monat.
Die Adresse war bekannt, so dass ich mir die Wohnung einige Monate später anschauen konnte - ohne Makler.
Der Eigentümer hätte sie mir für 500$ überlassen, ja, gerne auch mit Langzeitmietvertrag. Als ich nicht spontan zugriff, ließ er durchblicken, dass der Preis durchaus noch verhandelbar sei. Ich bin ihm schließlich mit der Ausrede entkommen, dass ich mit meiner Frau Rücksprache halten müsste.
Fazit: Die Inanspruchnahme eines Maklers sollte einen nicht daran hindern, parallel auch alle Fühler auszufahren. Gegen eine kleine Provision an den Tipgeber spricht ja auch gar nichts, wenn das Gesamtpaket stimmt.

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: thai.fun am 03. Februar 2011, 19:20:04
Dieses Forum ist gut, spätestens auf den zweiten Blick entdeckt man ungewöhnlich viel Substanz. }}


... ja vor allem Deine Ratschläge sind echt Menschlich und viel Wert für dieses Forum.
Sowieso aus der Sicht der Fragen zur Gesundheit, die gerade für Rentner so wichtig sind oder werden.

Was ich Eckie eben aus Sicht und Seite der Angst, die gerade "Patienten" vor dem Auswandern zu recht sehr  beschäftigen,
sagen wollte ist, schon erlittene Herzinfarkte oder andere schlimme Erfahrungen,
müssen oder sollten heutzutage nicht zum Entschluss führen, solch ein vorhaben abzusagen!


Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 03. Februar 2011, 19:51:46

wenn es Dir in Kambodscha in der Regenzeit gefällt, gefällt es Dir ganz sicher auch während der mainseason.
Es ist ohnehin sinnvoll, sich Haus oder Wohnung in der Regenzeit zu betrachten, weil dann die gegebenen Schwachstellen am ehesten deutlich werden.


Habe in verschiedenen Klimatabellen gesehen, dass das Wetter ähnlich wie in Thailand ist.
Regenzeit so etwa Mitte Mai bis Mitte Oktober. Kenne ich von Samui, ist nicht so schlimm.
Meistens morgens mal ein Schauer, nachmittags dann etwas heftiger aber auch nicht durchgehend.
Ist das richtig?
Wenn ja, machts mir mix.
Und wenn die Hütte undicht ist, gibts keine Miete  {;

War in der DomRep als Andrew drüber weg ist, das war schon etwas herb.
Oder in Kenia, da hats 5 Tage ohne Unterbrechung gekübelt. Man konnte kaum 5 Meter weit gucken.
Wie aus nem Feuerwehrschlauch .... brrrrrr

>thai.fun<
Meinen Vorsatz führe ich durch, wenn Cambo nix ist kann ich ja noch nach Patty hüberhopsen und mir da die Birne wegsaufen. Bin sicher in guter "deutscher" Gesellschaft.   :D VORSICHT IRONIE  [-]

Ne also Spass beiseite. Ich denke, ich werde die Sachlage in Phnom Penh und Sihanoukville ein paar Tage von nem Guesthouse aus checken und wenns mir absolut unwohl ist, geht mit nem Touri Visum nach Hua Hin.
Ist nicht so krawllig wie Pattaya und Thailand war ja auch ursprünglich meine erste Wahl.

 ??? IHR HABT MICH MIT CAMBODIA IRRITIERT, JETZT HAB ICH DEN SALAT  :'(

Schaunmermal
Eckie
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: wyooo am 03. Februar 2011, 20:01:53

 ??? IHR HABT MICH MIT CAMBODIA IRRITIERT, JETZT HAB ICH DEN SALAT  :'(

Sieh zu, das du dich da festbeisst, dann komm ich auch auf ein  [-] vorbei  ;} (Wer `ne Katze hat, kann kein schlechter Mensch sein  :)  )

Gruss aus Köln Wyooo
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: changbier am 07. Februar 2011, 20:14:49
ne ganz nette deutsche Kneipe ist das cheap charlie in der 136(?) die parallelstrasse wo das Meetinghouse, frueher Huxleys war...ist glaub ich 118...egal..kennt jeder.
Tom und Harry, 2 Bayern haben die Kneipe von Hans, ebenso einem Bayern, der aber leider zuruck nach Thailand geht weil seine Frau eben Thai ist ( viele Thais haben mit Khmers ein Problem, was Fruendeskreis aufbauen angeht) uebernommen.
kleine und ganz nette Kneipe, das geapfte kost 75 cent und die Weine sind zu empfehlen. 2x die Woche gibts auch Stammessen...Snacks sowieso und man spielt Oldies und nicht das uebliche Hip Hop Techno und sonstwas... findest dort i.d.R. etliche Jungs die da schon lange leben und dir Tipps geben koennen.

Ne andere Stelle ist in der 51er das Venezia so 500m suedlich vom Walkabout. Frag dort mal nach dem Gert, der ist i.d.R. auch immer auskunftsbereit was die ersten Anlaufstellen angeht.
Ist seit was weiss ich schon on PPhen, hatte damals das Wagon WHeel am Fluss und spaeter irgendwo im Norden und hat in dem Land gut und gerne fast 20 Jahre alle hoch- und Tiefpunkte mitgemacht. Ist also einigermassen vom Fach....
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: quaychang am 10. Februar 2011, 17:57:00
@changbier
Neee...das Cheap Charlie ist in der 130igsten. Wenn Du die Leute hier vorher in die beruehmt beruechtigste 136er Strasse schickst, kommen die NIE MEHR dort an, sondern bleiben vorher irgendwo "haengen"  ;]

@Eckie
Momentan ist ja ein bischen Trouble zwischen Kambodscha und Thailand. Aber trotzallem das Leben geht hier weiter. Bisher ist die Lage "Hoffnungslos aber nicht Ernst". Also ruhig dranbleiben an Deinen Plaenen. Frag einfach weiter - wir tun was wir koennen  }}

@drwkempf
Natuerlich muss man bei Maklern aufpassen. Sind ja nicht alles "selbstlose" Menschen. Wir hatten auch einmal einen, sehr kurzen Kontakt zu einem solchen Supermakler.Da war es noch besser. Den in seinen Geschaeftsbedingungen stand, das die monatlichen Zahlungen ueber seine Haende laufen. Natuerlich nur damit der Kunde  {:} auf der Sicheren Seite ist  {--  Herausgestellt hat sich dann, das er PRO Monat ordentlich mitverdient.
Selbstredend hilft der alte Trick - mit dem Makler erst einmal das Objekt der Begierde ansehen - spaeter noch einmal alleine vorbeischauen und mit den Nachbarn reden (und diese auch unter die Lupe nehmen)  ;}

PS: uebrigens Du hast eine PM
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 10. Februar 2011, 19:00:12
Danke, quaychang!

Ich werde am 21.2. nach Phnom Penh kommen,werde sicherheitshalber in der 172. Strasse wohnen.
Da werde ich von einem Tempel bewacht. (Silver River Hotel).

Ich bin schon gespannt, was es wieder an Neuem gibt.

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 11. Februar 2011, 10:07:01
Wer ein wenig Zeit hat, so um die 3-4 Stunden, der wird beim Durchstreifen der Gegend die er wohnmässig bevorzugt sicher zahlreiche Schilder an Häusern finden, mit ner Telefonnummer drauf, und englischem und/oder khmer-Text drauf. Meist recht kurz, "apartment for rent" oder "for rent" oder ähnlich.

Die Telefonnummern lässt man dann sinnvollerweise von einem Khmer anrufen, um die Verfügbarkeit und den Preis (Kaution erfragen!!!) zu erfragen.

Das ist mit Sicherheit der günstigste Weg, kein Makler, kein gar nichts  C--


Themenwechsel: Nun wollte ich doch noch das neue, günstige und picobello saubere Hotel hier benennen, welches in der Rue pasteur neu aufgemacht hat, 1 Geh-Minute vom HoD entfernt,
dort waren gerade Freunde von mir (Expats) und haben incl. Frühstück 15$ bezahlt, normal sind so um die 18...

Liegt genau vis-a-vis der neuen Shopmeile "Sorya shopping Mall" an der Kreuzung wo auch das New wolrld institute ist.
Ein echter Tip, und ich kommen nicht auf den Namen...merde!  ???
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 11. Februar 2011, 13:41:16
So würde ich auch am ehesten suchen.
Schauen, was mir auf den ersten Blick ganz gut gefällt, dann meinen Mopedtaxikumpel sarin anrufen lassen, den ich auch als Dollmetscher mitnehmen würde. Seinen minimalen sächsischen Einschlag liebe ich inzwischen!
Für eine Handvoll Dollar hilft er jedem, der es vorzieht, Fragen zunächst auf deutsch zu klären.

rio0815
vielleicht kannst Du den Hotelnamen nachliefern??

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 11. Februar 2011, 14:11:06
Seinen minimalen sächsischen Einschlag liebe ich inzwischen!
:] erinnert mich an einen Arbeitskollegen, einen Italiener der schwäbelte  {:}

Schiessen die Thais immer noch, die Deppen? Was wollen die mit Preah Vihear?
Haben die noch nicht genug Wats im Land?

Bei mir dauerts noch 4 Monate ...... sagt der Anwalt  {[
Lese auf jeden Fall interessiert weiter.
Eckie
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 11. Februar 2011, 14:52:05
rio0815
vielleicht kannst Du den Hotelnamen nachliefern??

Wolfram

Peinlich peinlich, ich musste jemanden anrufen...  {[

http://circuithotel.net/index.php

biddescheen  }}
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alfred am 13. Februar 2011, 11:16:37
Fuer den Alleinreisenden Herrn ;D empfehle ich
Flamingos Htl. In Phnom Penh, nahe verschiedener Bars, Walkabout, Heart of Darkness Disco u dem Le Ceercy.
Ich bin da seit Jahren u voellig zufrieden.
In Sihanoukville, das FREEDOM Htl. Deutscher Chef und wirklich Alles ;D gleich unter einem Dach!

-Ecki-
Kannst du die Aussage, -noch 4 Monate lt. Anwalt fuer Uneingeweihte wie mich verstaendlich machen?
Sonst muss ich spekulieren.

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 13. Februar 2011, 17:37:21
Lieber Alfred,

ist halt alles Geschmacksache.
Das "Flamingo Hotel" ist mir viel zu laut und auch nicht immer so ganz sauber, an seiner Lage ist sonst wirklich nicht viel auszusetzen.
Aber es gibt mittlerweilen viele bessere Hotels, die auch sehr fussgängergünstig liegen.
Die Rue Pasteur (street 51) besucht man, um sich zu amüsieren, aber dort wohnen???

Das "Freedom" in Sihanoukville sehe ich auch sehr gern einmal abends, besonders wegen des sagenhaft guten Schnitzels mit Bratkartoffeln und Salat für umgerchnet 100Baht. Ich habe einmal eine Nacht dort gewohnt - kein Wiederholungsbedarf. Sihanoukville hat besseres zu bieten.
Ich kann allenfalls verstehen, dass Fußkranke mit einem deutlichen Hang zu den netten vietnamesischen barladies das hotel als ssolches zu schätzen wissen, besonders wenn sie sich nach einem feuchtfröhlicheen Abend (richtigerweise) nicht mehr auf ihr Moped trauen.
Der Zimmerpreis ist allerdings in Ordnung.

Mal sehen, ob es diesmal für einen Kurzbesuch in Sihanoukville reicht. {--

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alfred am 13. Februar 2011, 23:24:41
Lieber drewkempf,
wir wollen ja nicht zusehr vom Thema abschweifen, aber wer sich in Kambodscha als Alternative umsehen will, braucht auch eine Unterkunft.
So gesehen sind unsere Postings doch akzeptabel hoffe ich.
Verschiedene Menschen, verschiedene Einsstellungen u Bewertungen.
Mir war es im Flamingos noch nie zu laut und noch nie nicht sauber genug.
(Ich lebe aber auch schon lange im Isaan!  ;D)
Ob Flamingos oder Und noch mehr Freedom, ich bin gerne im Geschehen, im Zentrum. Im Isaan am Land ist es die meisste Zeit ruhig genug.
Wie drewkempf schon meinte, jedem das seine, aber zum ruhigen Strandurlauben oder Alte Steine anschauen bin ich eben nicht in SNV oder PP.

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 14. Februar 2011, 00:05:30
Zitat
-Ecki-
Kannst du die Aussage, -noch 4 Monate lt. Anwalt fuer Uneingeweihte wie mich verstaendlich machen?
Sonst muss ich spekulieren.
Blättere einfach zurück. Bin noch nicht da, wo ich hin will.
Noch im kalten Frankfurt.
Ich habe hier ein paar Postern Löcher in den Bauch gefragt, weil ich nach Sihanoukville möchte, aber wegen Scheidungsverfahren erst in 4 Monaten weg kann. :'(

Seit dem bekomme ich hier gute Information, nicht nur für "Alleinreisende Herren"
Diese Info's bekommt man in jeder Großstadt der Welt bereitwillig von jedem Taxifahrer.
Dafür bedarf es wohl keinem Forum. ???

Nicht bös sein Alfred, ich habe in Frankfurt 10 Jahre i.d. Taunusstrasse gewohnt. Nix gegen die Mädels, aber wenn ich das Bedürfnis habe, bewege ich mich hin.
Den Strich die ganze Nacht vor der Nase haben, das ist mir zu nervig.
Das habe ich lange genug "genossen" ......... ein Junkie ist vor meiner Nase aus dem 5.Stock "gefallen", einen Anderen haben die nachts um 3 mit nem Stilett an meine Eingangstür "genagelt"  Krawalle und Schießereien zwischen Zuhälter Banden. All das vermisse ich nicht eben sehr. {/

Die Info von rio0815 über das Circuit Hotel fand ich prima und habe sie mir gespeichert. ;}
Für einen Zwischenstop im PP sicher gut.
Gibt's so was in SNV auch?

Aber was macht der Tempelstreit um Preah Vihear? Haben sich die Thais wieder beruhigt?
Man sieht nichts mehr in den News! :(
Eckie

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 14. Februar 2011, 17:27:21
Alles ruhig, Gruß aus Phnom Penh!

Infos hier:
http://kambodscha-pnh.blogspot.com/

ist mein eigener Blog  C--
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 14. Februar 2011, 17:55:21
http://kambodscha-pnh.blogspot.com/
ist mein eigener Blog  C--

habe das hier bei dir gefunden
http://2.bp.blogspot.com/-sC7qnlWmyJY/TVj1qpciRbI/AAAAAAAABKs/Jf0tYtIjc4g/s1600/Zwischenablage01.jpg
ist das wirklich so übel?
 {/
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Sony am 14. Februar 2011, 18:53:54
Zitat
Ich wurde gestern morgen von einem Kumpel angerufen und um Hilfe gebeten. Er befand sich in Schwierigkeiten weil sich die Schwester seiner Freundin zwei Tage vorher bei der Polizei über ihn beschwert hat. Die Polizei verhaftete ihn darauf, nahm ihn mit auf die Wache und forderte 1.150,- $ damit der Fall nicht vor Gericht geht. Er wollte nicht bezahlen weil er nicht genau wusste wofür also haben sie ihn am gestrigen Morgen zuhause aufgesucht und ihn erneut mit auf die Polizeiwache genommen. Ich bin mitgefahren um seelischen Beistand und Trost zu spenden.

So ging es weiter …
http://www.kambodscha.don-kong.com/ (http://www.kambodscha.don-kong.com/)


Und auch hier ellenlanges Komplettzitat des genannten Blogs gekürzt.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 14. Februar 2011, 19:14:18
Drum prüfe wer sich "länger als eine Nacht" bindet, ob sich nicht etwas Besseres findet. 8)
So leid es mir für deinen Freund tut, so aufschlußreich ist zumindest die Tatsache das die Geldmelkmaschine in Cambo ähnlich zu TH aufgebaut ist. :'(
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alfred am 16. Februar 2011, 00:39:24
-Ecki-
Deutsches Rotlicht(Viertel) ist sicher greller u hat haertere Schatten als das in Kambodscha.
Gibt nicht mal eine Go Go Bar in Kambodscha, von Shows wie in TH ganz zu schweigen!
Ich habe niemand vorgeschlagen in Sodom u Gomorrha zu naechtigen.
Bitte mal selber herkommen u ansehen.
Alles ziemlich harmlos. Selbst der Strich im Hafen von Sihanoukville ist zwar schaebig aber weit entfernt von gefaehrlich.

Was das Essen betrifft, so habe ich nichts auszusetzen an Barang Essen, bin ja aufgewachsen damit, schert mich nicht ob die Thaikueche nun ueberlegen oder nicht.
Gibt aber ganz gute Rindfleischqualitaet in Kambodscha, sodass Gebratenes Steak-Rind und das Geschnetzelte Luc Lac oft recht gut sind.
Reis in Art von Kau Pad u Huhn ect wie in TH.
Fuer mich mit Essen kein Problem.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 16. Februar 2011, 01:43:27
Ich kann dem Alfred da nur uneingeschränkt zustimmen!

Sihanoukville ist kein Pattaya und soll auch keines werden, da sei Buddha vor!
Natürlich gibt es ein Nachtleben, das aber zum Großteil auf die Einheimischen zentriert ist. In welcher Stadt Südostasiens gibt es das nicht? Auf people aus Patty wirkt das alles aber höchst amateurhaft.
Das gilt auch für die Preise:
In der von Alfred genannten Hafengasse werden " five dollar massage jam jam bum bum" aufgerufen. Wer nicht hinreichend interessiert ist, kann ohne Probleme weiterspazieren.

Das Essen in Kambodscha ist ein Kapitel für sich.
Überall wo Touris vorbeikommen, kann man sich darauf verlassen, dass das Essen durchaus gut, manchmal auch sehr gut ist.
Insgeamt vermisst man die Raffinesse der Thaiküche.
Andererseits findet man in Phnom Penh, Siem Reap und Sihanoukville sehr gute französische Küche  mit Käse und Wein zu absolut zivilen Preisen. Auch DACH ist dort inzwischen ausreichend vertreten, das Angebot an internationaler Küche nimmt stetig zu.
Die kambodschanischen Gerichte gewinnen auch mehr und mehr an Qualität.
Wir sollten nicht vergessen, dass unter der Khmer Rouge Tragödie vieles verloren gegangen war, was erst mühsam wieder entdeckt werden muss.
Die Meeresfrüchte in Sihanoukville und in Phnom Penh waren allemal so gut wie in Thailand, oft auch durchaus besser.
Den armen Kambos fehlt schließlich die industriebedingte Verunreinigung des Meeres. :'(
Im Binnenland - dazu gehört u.a. auch Siem Reap - gibt es leckere Fische und Shrimps aus dem Tonle Sap.
Wer also nichts gescheites zu essen gefunden hat, hat einfach nicht richtig gesucht. {+

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 16. Februar 2011, 16:45:56
Sihanoukville ist kein Pattaya und soll auch keines werden, da sei Buddha vor!

Das ist gut, habe keine Lust beim Bummelngehen mich 20 mal für ein freundliches Angebot bedanken zu müssen  :D

Zitat
Andererseits findet man .... sehr gute französische Küche  mit Käse und Wein zu absolut zivilen Preisen. Auch DACH ist dort inzwischen ausreichend vertreten, das Angebot an internationaler Küche nimmt stetig zu.

sorry, was ist DACH, Deutschland Österreich, Schweiz  ???

Ansonsten hört sich alles ganz gut an.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 16. Februar 2011, 18:12:28
"was ist DACH, Deutschland Österreich, Schweiz ?"

Richtig!!

Ein bischen Aküfi (Abkürzungsfimmel) gibts auch bei uns... {{

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: franzi am 16. Februar 2011, 18:48:14
Manchmal ein bissl zu viel. Muss öfters raten, was die Abkürzung bedeuten soll.

fr
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 16. Februar 2011, 19:24:27
Muss öfters raten, was die Abkürzung bedeuten soll.
--C http://www.acronymfinder.com/
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Kern am 16. Februar 2011, 22:59:18

sorry, was ist DACH, Deutschland Österreich, Schweiz  ???


Laenderkennzeichen:  D = Deutschland, A = Oesterreich (Austria), CH = Schweiz (Confoederatio Helvetica = lateinische Bezeichnung für Schweizerische Eidgenossenschaft),
also    D   A   CH   im "Aküfi (Abkürzungsfimmel {Copyright Wolfram})"   :D

Nachtrag:
Alternativen wie "CHAD", "DASCH", "SCHOED" oder "DOESCH" sind schon vergeben oder bringen es einfach nicht.   :-)
Eigentlich fehlen noch Liechtenstein und Suedtirol in einem deutsch-sprachigen Forum, aber "DACHSUEL" wuerde auch seltsam klingen.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: schiene am 16. Februar 2011, 23:18:50

Sihanoukville ist kein Pattaya und soll auch keines werden, da sei Buddha vor!
Natürlich gibt es ein Nachtleben, das aber zum Großteil auf die Einheimischen zentriert ist.
.

diese Aussage kann ich nicht ganz teilen!
Es gibt an jeder Ecke Girls und es gibt ein "Rotlichtvirtel"wo sehr viele junge Vitnamesinin anschaffen.
Mit Pattaya kann man da natürlich nicht vergleichen aber ich bin mir sicher das es immer mehr werden wird!!
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alfred am 16. Februar 2011, 23:45:20
-Schiene-
Bitte, wo ist dieses Komprimierte Rotlichtviertel? In PP?
Und wo sind die vielen Jungen Vietnamesinnen anzutreffen? PP im Martini?
Vietnamanteil wird allgemein eher weniger, darauf schauen die Behoerden-auf jeden Fall so in Sihanoukville und die Einheimischen Kambogirls,
die brauchen die Gastarbeiterinnen
nun kaum mehr. Gibt genug eigene Konkurrenz.
Ich nehme an, -drwkempf- hat mit seinem Pattayavergleich eher Sihanoukville gemeint
Da sehe ich keine Walking Street usw.oder Soi Bangla (Patong).
Da koennte es ruhig etwas mehr geben an Abwechslung in SNV.
Bitte teile mir diese von dir angesprochenen Plaetze mit in SNV.
Blue Mountain
ist schon seit einiger Zeit geschlossen u wie Wolfram schon ausfuehrte ist vieles in SNV auf
die Khmers ausgerichtet. In manchen Lokalitaeten sind wir
Barangs nicht nur nicht gern gesehen, sondern werden gar nicht eingelassen! Selbst erlebt!
Phnom Penh u Bangkok verglichen, gibt es auch kein Nana Plaza, Soi Cowboy, Patpong ect.

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 17. Februar 2011, 00:00:42
@schiene

meint wahrscheinlich den "Blue Mountain", wo sich viel vietnamesischer nachwuchs konzentriert, auch im "Freedom" sind sie in der Mehrzahl, dort tatsächlich mehr für bedürftige Falangs. (Sihanoukville)
Die bekannte Hafengasse wird wohl eher von einheimischen Gunstgewerblerinnen bevölkert.
Aber einen Vergleich mit Pattaya kann man nicht mal an den Haaren herbeiziehen.
Sihanoukville ist eine Hafenstadt - wie Hamburg, wo es ja auch ein großzügigeres Amüsierangebot gibt.

Sihanoukville ist aber auch eine Beachtown mit immer noch schönen Stränden , sauberem Wasser und volkstümlichen Preisen.
Die touristische Infrastruktur ist bei weitem ausreichend.

Aber da hilft alles nichts: Wer's wirklich wissen will, muss einfach mal selber hinfahren. Nur vom Erzählen und Hörensagen wirds immer etwas nebulös bleiben.

Wolfram

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: schiene am 17. Februar 2011, 00:44:25
-Schiene-
Bitte, wo ist dieses Komprimierte Rotlichtviertel? In PP?

Ich habe nichts von PP geschrieben und in dem Zitat war die Rede von Sihanokville.
Da habe ich sehr viele Girls aus Vietnam gesehen und gesprochen.
In fast jeder Bar in Sihanokville waren Girls auf der Lauer nach Kunden.
Auch am Strand waren Girls auf der Suche.Möglich das es vielleicht nicht jeder bemerkt oder mitbekommt aber
das ist ja nix neues!!
Es wird nicht lange dauern und Sihanokville wird ein,bezw.ist schon ein "little Pattaya"
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: franzi am 17. Februar 2011, 00:54:45
Muss öfters raten, was die Abkürzung bedeuten soll.
--C http://www.acronymfinder.com/

Du bist ja ein ganz ein Lustiger. Erklärst mich für verrückt, weil ich nicht diesen komischen Finder verwende, fragst anderseits selber, was DACH bedeutet  :)

fr
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 17. Februar 2011, 18:36:49
Einigen wir uns doch einfach darauf, dass Sihanoukville am pattayaähnlichsten aller Touriziele in Kambodscha ist.  [-]

Es ist kein Pattaya, das wird es auch kaum werden, aber die Dichte an "arbeitenden Ladies" ist dort höher als anderswo.
Viele Vietnamesinnen in Kambodscha sind übrigens halbe oder auch ganze ethische Khmer, weil sie aus dem gemischtbesiedelten Mekongdelta stammen, welches früher zu Kambodscha gehörte.

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 17. Februar 2011, 19:05:49
"Viele Vietnamesinnen in Kambodscha sind übrigens halbe oder auch ganze ethische Khmer, weil sie aus dem gemischtbesiedelten Mekongdelta stammen, welches früher zu Kambodscha gehörte."


Schau an, das wusste ich auch noch nicht!
Warum ich mit den Khmer meist besser auskomme als mit den Vietnamesen (in Kambodscha) weiß ich irgendwie auch nicht.
Vielleicht kannst Du mir das ja in PP erklären. ;)

Morgen in einer Woche gehts hier los!!!

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 17. Februar 2011, 23:27:55
Erklärst mich für verrückt, weil ich nicht diesen komischen Finder verwende, fragst anderseits selber, was DACH bedeutet  :)
fr
wo bitte habe ich dich für verrückt erklärt   {;  und der Acro Finder zeigte mir 11 Möglichkeiten ???
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 17. Februar 2011, 23:31:23

Morgen in einer Woche gehts hier los!!!
Wolfram

:'( :'( :'( :'( :'( :'( ICH BENEIDE DICH :'( :'( :'( :'( :'( :'(
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 24. Februar 2011, 22:38:48
http://kambodscha-pnh.blogspot.com/2011/02/kosten-fur-strom-und-wasser.html
(http://3.bp.blogspot.com/-Sk8e4vRW3rg/TWYMNUkHLcI/AAAAAAAABNs/FCwp8r33kaU/s400/1.jpg)
(http://2.bp.blogspot.com/-qS9xwSyqZJg/TWYNTQG40PI/AAAAAAAABNw/5JXJEfZ01bs/s320/2.jpg)

Kosten für Strom und Wasser
Gerade heute flatterte die neueste Wasser/Abwasserrechnung ins Haus, hier wird alles per Boten zugestellt, zum Bezahlen in bar geht Madame dann später.


Die Zahlung lässt man sich quittieren, fertig.
Wasser von 15ct bis 30ct je 1000 Liter, je mehr je teurer pro m3, Abwasser 10% des Wasserpreises.

7,5 $ für 3 Monate, incl. Abwasser, für 5 Personen.

In der BRD schwankt der Preis von Region zu Region sehr stark, aber im Mittel sind dort ca. 7 Euro = 10$ pro Kubikmeter Wasser+Abwasser zu löhnen. In Sachsen sogar bis 10 Euro.

Die Stromrechnung kommt monatlich, und Strom ist teuer: 720 Riel pro kWh, das sind ca. 17 ct
Alles $-Cent, Kurs zum Euro etwa 1,35 $/Euro



25$ pro Monat, incl. Kühlschrank, Warmwasser und 2-3 Ventilatoren, nachts 2 Moskitokiller dazu ;)))
Incl. 1 $ für Müllabfuhr (für die Jungs die jede Nacht den Müll vorne an der Ecke in einen LKW einschaufeln)

Kabelfernsehen wird ebenfalls pro Monat abgerechnet, 10.000 Riel = 2,5 $.


Ganz konkrete Infos aus erster Hand  ;)

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 27. Februar 2011, 16:00:44
Wer auf der Suche nach etwas Lesestoff ist, zum Thema Agent-Orange-Bundespräsident von Weizsäcker, dem empfehle ich die Links und das Video in folgendem Blogeintrag:

http://kambodscha-pnh.blogspot.com/2...at-der_27.html

Das Problem Agent Orange ist zwar in erster Linie ein vietnamesisches, betrifft aber auch Laos und Kambodscha

Quelle: Karlheinz Deschner "Der Moloch. Eine kritische Geschichte der USA"
Ein deutscher Beitrag zum Vietnamkrieg


Eines der bekanntesten dieser Chemikalien war das in
den sechziger Jahren in den USA entwickelte »Agent Oran-
ge«. Mit Dioxin verseucht, mit hochgiftigen Substanzen,
wurde es in solch ungeheueren Mengen zur Entlaubung des
Dschungels, zum systematischen Ruinieren der Felder, der
Dörfer eingesetzt, dass der US-Chemiewaffenhersteller Dow
Chemical, Midland, bereits in »Lieferschwierigkeiten«
kam.

(Man wollte den Ho-Chi-Minh-Pfad entlauben und entvölkern, und der verlief Mitte der 60er grösstenteils in Laos und Kambodscha, denn Vietnam ist lang, aber sehr schmal...)

Deschner weiter:
Da sprang ein deutsches Unternehmen in die Bresche,
der Chemie-Konzern Ernst Boehringer, Ingelheim.
An der Spitze dieses Unternehmens aber stand seinerzeit
der spätere Präsident des Evangelischen Kirchentages und
ehemalige Präsident der Bundesrepublik Deutschland Dr.
Richard von Weizsäcker, keine wichtige Entscheidung fiel
ohne ihn. Der deutsche Waffenproduzent half dem ameri-
kanischen Chemiewaffenhersteller Dow Chemical aus, er
lieferte ihm »ein modernes Verfahren zur Herstellung von
Zutaten für den Kampfstoff Agent Orange«. Und je mehr
Boehringer-Gift auf Vietnam niederging, desto mehr stieg
Boehringer in Ingelheim auf. »So lange der Vietnam-Krieg
andauert, sind keine Absatzschwierigkeiten zu erwarten«,
beschrieb man optimistisch die Lage in der Firma. »Tat-
sächlich ging unter Weizsäcker die Weiterentwicklung des
Hauses Boehringer steil nach oben. Der offizielle Haupt-
lieferant für Agent Oranges Dow Chemical in Midland/
Michigan, lobte den großartigen Kooperationsgeist, den
der Boehringer-Konzern zeigte.«

So steht in der Strafanzeige des früheren Mannheimer
Amtsgerichtsdirektors Rudolf Deichner vom Dezember 1989
gegen Bundespräsident Dr. Richard von Weizsäcker
wegen »Beteiligung an Völkermord« und anderen Straf-
taten
, in einer Anzeige, die seitdem deutsche Staatsanwalt-
schaften, eher weniger als mehr, darf man vermuten, be-
schätigt.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: ou1 am 28. Februar 2011, 11:21:08
@rio0815
Mir war ebenfalls nicht bekannt, dass die Deutschen dieses Gift produziert und den Amerikanern verkauft hatten. Hab das erste Mal davon in Ben Tre - im Mündungsdelta des Mekong - von einem vietnamesischen Offiziellen davon erfahren und war natürlich baff, als er das uns Deutschen zum Vorwurf machte. Er selbst war aus diesem Grunde als 14-Jähriger aus seiner Heimat-Provinz geflohen. Für mich waren diese Erlebnisse und Einsichten in Vietnam ein Anlass, mein geschöntes Bild von den US der Realität anzupassen.

Dennoch erhebt sich die Frage:
Kannst du einen Auto- oder Flugzeughersteller oder -Verkäufer dafür verantwortlich machen, dass damit Selbstmordattentate ausgeführt wurden.?  Diese Frage ist nur beispielhaft  lässt sich noch auf den Verkauf vieler Chemikalien, Geräten etc. ausweiten sowie auf deren Missbrauch  -  wie von Messern, Waffen, Giften, Pharmazeutika  ……

Aus meiner Sicht ist entscheidend, wer so etwas wofür anwendet.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 28. Februar 2011, 14:45:03
@rio0815
wie von Messern, Waffen, Giften, Pharmazeutika 
Aus meiner Sicht ist entscheidend, wer so etwas wofür anwendet.

So sehe ich das auch. Natürlich soll und muss man Kriegstreiber und/oder Massenmörder a la Gaddafi zur Verantwortung ziehen. (was ist denn Krieg? MASSENMORD)

Aber seit dem der Urmensch die erste Werkzeuge entwickelte, kann man diese auch als Waffen einsetzen.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 03. März 2011, 08:18:32
Neues aus Phnom Penh

Nach einigen Tagen in Phnom Penh habe ich mich schon wieder ganz gur zurechtgefunden.
Ich wohne in der 172.Strasse - Phnom Penh ist ja bekanntlich schachbrettartig geplant worden, die Strassen sind also durchnummeriert, das System ähnelt also dem, das wir in Deutschland aus Mannheim kennen - also ganz in Nähe des Tonle Sap und der Flaniermeile Sisowath Kay, der sich am Tonle Sap Ufer entlangzieht.
Ich kenne die Gegend ja eigentlich recht gut, aber selbst nach der recht kurzen Zeitseit meinem letzten Aufenthalt hier hat sich schon wieder viel verändert. Neue Hotels und Guesthouses, viele sehr nett angelegt, 15 Dollar sind immer noch etwas wert und reichen für ein schönes Zimmer mit AC, TV, Kühlschrank und eigenem Bad, ohne Frühstück.
Die Ausländer, die hier ihre Restaurants betreiben, haben inzwischen ihre Preise ganz schön angehoben. Leider scheint das aber von den Touris mühelos akzeptiert zu werden. Es gibt aber natürlich immer noch in den Nebenstrassen kleine preiswerte Restaurants, in denen man gut und billig isst.
Die Happy Hour verdient ihren Namen immer noch und dauert hier meist immer noch 4 Stunden, nämlich von 4Uhr bis 8 Uhr abends.
Wer die Augen aufhält, entdeckt immer noch das Happy Hour Bier (gezapft) für 50 US-Cent, meist werden aber 75 Cent oder auch 1$ gefordert. Na ja, das sind dann schon mal 31Baht für ein Bier vom Fass.
Der Bierpreis in den Bars am späteren Abend beträgt dann immerhin schon umgerechnet knapp 50 Baht... Na ja, man gönnt sich ja sonst nichts.
In Phnom Penh ist durchaus was los, an Touristen mangelt es jedenfalls nicht. Trotzdem verläuft sich alles noch irgendwie, sodass die Touristen abseits der Hauptattraktionen immer noch Farbtupfer im Stadtbild bleiben.

Eine interessante Geschichte war mein Treffen mit rio0815 und seiner reizenden Frau Savin, die in Phnom Penh leben.
rio0815 kommt offensichtlich gut zurecht, seine Arbeit wirft wohl genug ab, um seine Familie zu ernähren. Totarbeiten muss ersich dabei nicht. :-)
Es ist jedenfals einmal wieder ganz schön hier.

Mehr demnächst
Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 05. März 2011, 08:57:40
Savin dankt für das Kompliment!  :)

Wolfram war auch bei uns daheim, um mal zu sehen wie ganz normale Leute leben, und wir besichtigten Hausneubauten hier in unserer Strasse, und lästerten über die vielen Unzulänglichkeiten gerade bei Treppenmassen etc, und Wolfram brachte seinen eigenen Grundriss zu Papier.

Gestern besuchten wir nach ausgiebigem Frühstück auf der Suche nach einem Privattaxi für seine Weiterreise sogar das Walkabout, die aufgerufenen Preise von 40-50$ für 100 km sind allerdings nicht preiswert gewesen, wenn man sich für 3 $ ein Busticket reservieren kann und für weitere 1 $ die bequeme Hotelabholung per Tuk Tuk dazu rechnet.

Im Jan 2009 war das für 20 $ möglich, wofür man heute das Doppelte will.
Witzig auch, das der Fahrer im nagelneuen offiziellen Taxi (mit Meter) kein Wort Englisch spricht. Aber eben auch traurig...


Wolfram, viel Spaß im Süden, und Danke für die Mitbringsel  [-]



Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 07. März 2011, 16:14:11
Ich sitze gerade in Kep, also an der beach.
Hier ist gerade unter der Woche alles noch viel ruhiger als in Sihanoukville, nur am Wochenende kommen die Kambos aus Phnom Penh, um sich am Strand zu entspannen und vor allem, um zu essen, essen, essen....
Morgen gehts weiter nach Sihanoukville.
Mal sehen, wen ich von euch dort treffe.
Bitte schickt eure Telefonnummern, wenn ihr in der Gegend seid.
Wir könnten z.B. ein Treffen im "Freedom" ausmachen. Ich freu mich schon auf Schnitzel mit Bratkartoffeln und Salat!!

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 08. März 2011, 17:06:09
www.tani.at

Ein paar Worte muss ich doch noch zu Tani losswerden:

Tani ist ein kleiner Marktflecken 100km südlich von Phnom Penh auf dem Weg an Kambodschas Küste.
Ich würde über diesen Ort kaum ein paar Worte verlieren, wenn es in Tani nicht etwas besonderes gäbe.

Ehe ich mich auf den weg nach dem Süden machte, hatte ich bereits einige Vorinformationen gehabt. Die erste kam von blackmicha, die zweite von rio0815.
Beide hatten mich auf einen Deutschen aufmerksamgemacht, der in Tani ein Waisenhaus managet.
Dieser Deutsche heißt Wolfgang kutzek und lebt mit seiner kambodschanischen Ehefrau seit jahren in Tani.
Eigentlich wollt er dort ja eine Farm betreiben, und er besitzt in der Tat eine Farm, die einen sehr guten Eindruck macht. Aber das wäre für sich allein ja nichts besonderes.
Dieser Wolfgang Kutzek betreibt seit eineigen jahren ein Kinderheim, besser gesagt ein Waisenhaus, in dem zur zeitv 30 Kinder aufgenommen sind und betreut werden.
Nun ja, so weit - so gut.
Waisenhäuser gibt es ja irgendwo immer. So whats so special?
Das Tani Kinderdorf hat eine äußerst geglückte Konzeption. Wolfgang begrenzt die Zahl auf 36 Kinder, weil er mit Recht annimmt, sonst den bisher ganz persönlichen Kontakt zu "seinen" Kindern zu verlieren.
Er hat unter ganz maßgeblicher finanzieller Mithilfe von etlichen Österreichern, aber auch einiger Deutscher ist inzwischen eine Anlage entstanden, in der die Kinder betreut werden. Dei anlage besteht aus mehreren Wohnhäusern, in denen die Kinder getrennt nach Alter und Geschlecht jeweils in Gruppen von 6 bis 8 Kindern von ihren Hausmüttern betreut werden.
Die Häuser sind zweigeschossig im Landesstil, stehen also sozusagen auf Stelzen.
Dazu gibt es eine open air cantina, in der die Mahlzeiten eingenommen werden. Natürlich gibt es auch noch andere wichtige Nebenräume, also zum Beispiel das Klo- und Duschhaus, einen Waschplatz (für die Wäsche) und andere "facilities".
Was fällt auf?
Zunächst einmal die Begrüßung.. Wenn der Wolfgang auf den Hof fährt, wird er sofort von einer Kinderschar umringt, die sich ganz unmissverständlich darüber freuen, ihn zu sehen. Dabei ist er alles andere als ein kritikloser lieber "Onkel". Ganz im gegenteil: Er hat ein offenes Auge und weit offene Ohren für alle kleinen und größeren Probleme, die dann auch umgehend in Bearbeitung gehen. Aber er liebt "seine" Kinder - und Kinder bemerken so etwas offensichtich über alle Kulturschranken hinweg.
Aber auch Wolfgangs Gästen geht es gut. Sie werden sofort integriert, gefragt, wo sie herkommen, wie sie heißen usw. - und das durch aus auch in einwandfreiem deutsch }} ;}
Die Kinder werden nicht nur durchgefüttert und sozusagen aufbewahrt, sie werden nach Kräften gefördert. Jedes der Kinder soll alle Chancen bekommen, die ihm nach eigenem Wollen und Intelligenz möglich sein können.
Wie geht das nun wieder?
Der "Tani-Hilfsverein" hat für die Kinder Patenelten  - meist in Österreich - gefunden, die helfen, die Kosten für Schule, Kleidung, Essen, medizinische Versorgung und andere nötige Betreuungsmaßnahmen zu finanzieren. Dabei wird penibel Buch geführt!!
Hier verschwindet kein Geld in Investionen für hohe Mitarbeitergehälter oder Luxuslimousinen oder anderen Schnickschnack, hier kommt das Geld eins zu eins den Kindern zugute. Die Gehälter der Gruppenmütter entsprechen dem Landesdurchschnitt, auch die anderen Mitarbeiter werden keineswegs unangemessen entlohnt. Auf sparsamen Umgang mit allen erforderlichen Resourcen wird natürlich auch geachtet. Wolfgangs Arbeit - so etwa 14 bis 16 Stunden am Tag - sind gratis! Die Arbeit seiner Frau auch!
Nur beim Essen - da kann man schlecht sparen. Viele der Kinder waren bisher mangel- wenn nicht unterernährt, viele können bis heute kaum fassen, dass es jeden Tag genug Reis gibt, den einem keiner streitig macht. Und an gutem Appetit fehlt es hier keinem Kind!
Sie unterhalten sich oft untereinander darüber, wieviel sie zugenommen haben, wie schön ihre Haut geworden ist. Und sie freuen sich über ihre schönen Kleider.
Man kann schon gut erkennen, wer schon länger dazugehört und wer erst kurz dabei ist. Die "Alten" erkennt man z.B. an der sauberen Kleidung, die neu dazugekommenen müssen oft erst noch lernen, wie man seine Kleidung sauber hält. Aber sie sehen am Ende alle gepflegt aus, und sie werden offensichtlich geliebt.

Das Projekt gibt zu denken. Wolfgang wollte doch nur eine Farm haben...

Gibts für so viel Einsatz wenigstens etwas Anerkennung?
Ja, die gibt es durchaus.
Erst einmal sind die frohen und glücklichen Kinderaugen und das Lachen der Kinder schon einmal etwas ganz unbezahlbares, egal in welcher Währung.
Aber auch der kambodschanische Staat schätzt Wolfgangs Engagement und den persönlichen und finanziellen Einsatz der Tani Stiftung hoch ein.
Das Projekt hat NGO-Status, genießt also alle üblichen möglichen Steuervorteile, die möglich sind. Spenden werden also z.B. nicht mit Steuern belastet. Auch die Mitarbeiter genießen die kleinen NGO-Vorteile, bezahlen also z.B. keine Visum-gebühren etc.
Der Ministerpräsident Kambodschas Herr Hun Sen Hat Mr.Wolfgang Hutzek mit einem außergewöhnlichen Orden für hohen persönlichen Einsatz ausgezeichnet. Davon kann man nicht abbeißen, man freut sich aber eben doch. ;)

Das Tani Kinderdorf gibt viel Stoff zum Nachdenken -ich sagte es ja bereits.
Es gäbe noch mehr zu erzählen. Aber vielleicht interessiert das ja gar nicht so viele Leute?!

Also fürs erste jetzt mal Schluss für heute.

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 11. März 2011, 17:22:46
Die lobenswerte Arbeit der NGOs in Kambodscha, das ist fürwahr ein weites Feld  C--

Wolfram Danke für Deinen Bericht, und Tani ist ein vorbildliches Projekt, ich war selbst 5 oder 6 mal dort.

Das grundsätzliche Problem sehe ich mittlerweile darin, dass Tausende NGO die Aufgaben erledigen,für die der Staat zuständig wäre: Waisen, HIV, Behinderte, medizinische Versorgung etc pp.
Die grösste Lexusdichte der Welt hier in Kambodscha zeigt dass durchaus Geld vorhanden ist, allein die Verteilung ist ein Problem...

Rest kam per PN!
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 15. März 2011, 10:02:59
Wasserkraftwerke am oberen Mekong - das Ende von Fischreichtum und dem Tonle Sap?

Wasserkraftwerke sollen am Mekong zu Dutzenden gebaut werden, vor allem in Laos, aber auch in China.
Letztere fragen garantiert niemanden um Erlaubnis.


(http://chinaview.files.wordpress.com/2007/01/mekong-river-map-320x.jpg?w=600)

Eines der ersten Staudammprojekte wird von einer thailändischen Firma in Laos gebaut, der Strom geht zu 95% nach Thailand.
Vietnam ist sauer, auch in seiner Funktion als Interessenvertreter Kambodschas ?

Wo ist nun das Problem für Kambodscha und Vietnam?
(http://www.osmosetonlesap.net/www/images/carte.png)

Führt der Mekong Hochwasser, also von ca. April bis November, fliesst das Wasser (auch) von Phnom Penh aus in Richtung Siem Reap, und zwar durch den Tonle Sap River in den Tonle Sap See.


Dieser See steigt dann um ca. 6-8 m an, vergrössert sich enorm auch in der Fläche, der grösste Binnensee ganz Südostasiens entsteht.


Wenn der Wasserstand des Mekong am Ende der Regenzeit sinkt, dann kehrt der Tonle Sap seine Fliessrichtung um, das Wasser fliesst also aus dem See wieder zurück durch den Fluß bis nach Phnom Penh, wo es in den Mekong Richtung Delta (bei Saigon) fliesst.


Am Ufer des Sees und des Flusses leben Millionen Menschen, und die Artenvielfalt ist legendär.

Staudämme sind logischerweise für Fische etc schwer passierbar, und die Unterlieger Kambodscha und Vietnam haben grosse Befürchtungen den Fischreichtum betreffend.
Sicher kann man mit Fischtreppen etc Abhilfe schaffen, allerdings habe ich da schon erstaunliche Fehlkonstruktionen gesehen, die absolut sinnlos waren, auch in Deutschland.


Problem: Man ist geizig, will alles Wasser durch die Stromturbinen jagen, also zweigt man nur ein Minimum für die Fischwasserwege an den Turbinen vorbei ab, und dann war es das mit der Artenvielfalt und den Fischerträgen. Man kann auch in Europa regelrechte Alibi-Fischaufstiege sehen, die mit minimalen Wasserdurchflüssen arbeiten, und deren Stufen absolut unüberwindbar sind für die Jungfische und selbst für Amphibien.


Kambodscha hat darüber hinaus die Befürchtung, und die ist absolut berechtigt, dass die Scheitelabflüsse des Mekong durch den Rückhalteeffekt der geplanten 11 Staudämme im Oberlauf des Mekong deutlich niedriger ausfallen werden.


Auf Deutsch: Wasserstand im Mekong fällt, Wasser fliesst nicht mehr genügend Richtung Tonle Sap See.
Weniger Wasser, weniger Fisch.


Durch die Mekong-Staustufen werden die Pegelstände des Mekong sinken, das "Gefälle" in Richtung See wird kleiner, weniger Wasser fliesst dorthin, der maximale Seewasserspiegel fällt deutlich.

Es wird auf alle Fälle richtig Ärger geben, wenn durch die Staudämme in Laos das Ökosystem am Unterlauf des Mekong kippen sollte und Millionen Menschen ihre Existenzgrundlage verlieren.
Kriege wurden schon aus weit geringeren Anlässen geführt. Man denke nur an den Preah-Vihear- Trouble...



http://kambodscha-pnh.blogspot.com/2011/03/wasserkraftwerke-am-oberen-mekong-das.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: namtok am 16. März 2011, 19:41:03
Kambodscha verbietet über 50 jährigen männlichen Ausländern eine Eheschliessung mit den Landestöchtern, da Hochzeiten zwischen alten Männern und jungen Frauen "unangemessen" seien.

Marriages between old men and young women are "inappropriate"


Auch wer unter dieses Alterslimit fällt, hat schlechte Karten, wenn er weniger als 2,580 US$ im Monat verdient...  {--



http://www.news.com.au/world/cambodia-sets-age-limit-for-foreign-husbands/story-e6frfl00-1226022814958
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 16. März 2011, 20:20:20
Das kann man auch leicht und positiv aus einem anderen Blickwinkel betrachten.
Das Girl und deren Family kann nicht auf Heirat und Blaudach drängen, da springen dann auch weniger Rentner anschließend von einem Balkon. }{ C--
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Ozone am 16. März 2011, 20:51:41
Das ist aber ein sexistisches Gesetz  :-), die ausländischen Ömis fallen nicht unter das Jungwuchs- Embargo  ;D


Apropos: Die Eheschliessung ist für gesetztere Herren nur innerhalb Kambodschas verboten, wer jedoch von den über 50 jährigen Ausländern eine
junge Khmer im CamBoggia-Tal heiraten will, darf das weiterhin tun   }{

Zitat
..but the restrictions do not apply to weddings taking place overseas.




Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: TiT am 16. März 2011, 21:02:42
Hut ab vor den Kambodschanern - besser kann man doch die Liebeskasper gar nicht davor schützen, den Strick, den sie sich schon selbst um den Hals gelegt haben, mittels Heirat auch noch zuzuknoten...
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 16. März 2011, 21:03:20
Die werden da auch sicherlich noch nachbessern, wenn ihnen erstmal bewußt wird, wieviel Kapital ihnen durch heiratswillige Kleinanleger durch die Lappen geht. C-- ;]
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: TiT am 16. März 2011, 21:04:50
@dart

Das befürchte ich allerdings auch...
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alfred am 16. März 2011, 22:14:56
Nun,
da habe ich
1.Einen Handfesten Grund warum ich nicht heiraten kann :D und
2.werden wir halt weiter in -Wilder Ehe- zusammenleben. ;)
oder darf man das auch nicht? Auch keinen Sex mehr ueber 50 in Kambodien?
Etwas (vor)schnell dieses Gesetz, mit dem man wohl die Pseudo-Ehen mit Koreanern und die Sexversklavung da Einhalt gebieten wollte.
Uebers Ziel hinausgeschossen, so sehe ich dies.

Die treibende Kraft gegen vermeintlich Sexistisches soll von des Premierministers Gattin ausgehen.
Da war auch mal von einem Verbot von MMS, heisst Uebermittlung von Fotos u Kurz Filmen bzw Clips die ernste Rede!
Da, so auch die Frau Premier, koennte man ja einfach, Nacktfotos u Sexfilmchen versenden! Pfui!
Also gleich MMS verbieten. Eh klar.
Kambodscha will kein Sexistisches zweites Thailand werden. Gibt auch keine GoGo Bar in Cambo u schon gar keine Ping Pong, Bananen show ect.
Massagetempel der Speziellen Art, auch nix.
Aber die -Missionarsstellung- ist noch nicht als einzig richtige vorgeschrieben. Noch nicht! {--
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Rainer250 am 16. März 2011, 23:29:54

2.werden wir halt weiter in -Wilder Ehe- zusammenleben. ;)
oder darf man das auch nicht?

@Alfred,
wenn ich das richtig mitbekommen habe, darfst Du nur 3 Monate wild zusammenleben.
Einen gemeinsamen Bekannten von uns hat dieser Sch... mehrere tausend Dollar gekostet.
Drum prüfe wer sich länger bindet!

Gruß Rainer
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alfred am 17. März 2011, 00:05:35
-rainer250-
Das von dir geschriebene waere sehr interessant zu verifizieren. Details und naeheres zu erfahren.
Danke, Alfred
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Blackmicha am 17. März 2011, 05:56:23
In deutsch

http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=news&itemid=10895&detailid=863264
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 17. März 2011, 07:59:49
Es hat sich nur der Preis erhöht, denn jetzt ist für die Ladies noch zusätzlich ein teamoney in Höhe des Mindestmonatslohns an die Behördenvertreter zu zahlen, um sie "freizukaufen".
So und nicht anders funktioniert Kambodscha: Wieder zig LEXUS finanziert  C--
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 20. März 2011, 09:02:53
Deutsche Kiniaus in Kambodscha:

Man leiht sich ein Ladybike bei einem Landsmann in einem Badeort an der Küste Kambodschas für 4$ am Tag, macht 3 Tage Leihzeit aus. Der Tank ist voll.

Am nächsten Tag schon bringt man das Bike zurück, der Tank halb leer, und will 4 $ für einen Tag bezahlen.

Vermieter meint, Bike wäre voll gewesen, warum denn nicht getankt vor Abgabe??? und sagt: "Ok, gib mir 5 $ incl. Sprit"
(1 Liter kostet rund 1,25 $)

Kiniau meint, er wäre doch nur rund 40 km gefahren, aber gibt dann die 5$ und meint: "weil Du es bist"
 {[ {[ {[

Nachrichten:

Das Neptune-Guesthouse von Thomas in Koh Kong wird Ende März an einen Khmer übergeben, der es ab dann betreibt.
Thomas wechselt nach Tatai und baut dort an einem neuen Resort.

Meine Meinung: Schade. War ein guter Platz  :'(
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alfred am 20. März 2011, 09:21:44
-rio0815-
Die Kiniau Aktion sollte besagter beim DD Canada in Sihanoukville versuchen. Da wuerde ich gern dabei sein C--, wenn der DD  :} ausholt und ihm die Meinung sagt, was er vom Kiniau u davon haelt, naemlich {/. DD hat da dann neben netter Worte  :-X, auch erhoehte Eintages Mietgebuehr und Extra Tankgebuehr sowieso.

Thomas ist ein netter, wuensche ihm Alles Gute im schoenen Tatai, koennte gut werden da.
Das Neptun zur Naechtigung war aber eher etwas fuer die haerteren Gesellen.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Blackmicha am 20. März 2011, 09:23:07
nur mal so ...

Cambo Brew hat für ihren neuen lexus gerade mal 12.ooo $ bezahlt !

keine ahnung , warum die da so billig sind !
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 20. März 2011, 09:51:37
nur mal so... glaube ich nicht.  :]

Dir ist aber bekannt, dass es auch ein Budget gibt für das Auto von Herrn Wulff oder von Frau Merkel?
Das liegt so bei 80.000 Euro.

Geliefert wird aber ein gepanzerter 400.000 Euro-Schlitten.
"Werbeeffekt" heisst der Rabatt wohl.

Hier bei uns in PNH an der Monivong gibt es jede Mange Gebrauchtwarenhändler, wo es auch alte Karren gibt, Marke Lexus.
Da wird man kaum einen unter 15.000 $ finden.

Den Händlern werde ich aber heute einen Gebrauchten für 2000 $ abkaufen, 10 jahre alt, denn ein Neuer kostet CamBrew ja nur 12.000  }}
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Blackmicha am 20. März 2011, 09:54:27
nun , vielleicht sind @ rios info beziehungen zu cambrew besser als meine ?  }}

aber , da du eh nur mit nen Lady Bike unterwegs bist .................. Wayne juckts !
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 20. März 2011, 09:57:44
Das Neptun zur Naechtigung war aber eher etwas fuer die haerteren Gesellen.

Stimmt ganz klar für die ehemaligen Bordellzimmer unten, für 3 $ kann man auch nicht allzu viel erwarten.
Oben für 5 $ incl. Wifi kann man aber nicht meckern: Alles sauber, luftig und bessere Betten.

Ich war dort immer gerne zu Gast.

In Tatai wird auf 1 ha Land ein Ökoresort aufgebaut, nur per Boot erreichbar.
Laufkundschaft ist dort kaum zu erwarten.

Tatai hat einen schönen Wasserfall, Bootstouren sind auch prima, aber für jeden Kram muss man weit fahren.
Nix für mich, sorry.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 20. März 2011, 10:01:39
Wayne juckts !

BM, wenn es nicht juckt, warum antwortest Du dann innerhalb von wenigen Minuten?  :]
Da ich aber nicht auf Streit aus bin:

Sorry an alle, BM hat recht: Neue Lexus kosten in Kambodscha nur 12.000 $


Zur Sache: Ich bin mit dem Fahrrad unterwegs.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Blackmicha am 20. März 2011, 10:06:19
@ ruio

 [-]   ;}
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 20. März 2011, 10:33:43
@ ruio

 [-]   ;}

Danke.

Ich fühle mich als Passagier auf einem Mototaxi extrem unsicher, weil die fahren wie die Blöden: Zickzack um die Autos, bei Rot über die Kreuzung, biegen nach rechts in die Hauptstrasse ab ohne zu gucken was da kommt. machen sie alle hier, rechts vor links ohne Rücksicht auf Verluste.

Jeden Morgen ab 5 Uhr kracht es hier an der grossen Kreuzung mehrfach, weil sie schlaftrunken einfach drüberbrettern.
Nur ein Bruchteil der Unfälle wandert in die Unfallstatistik, weil keiner auch noch an die Police zahlen will, solange er noch kriechen und weiterfahren kann, auch mit offenen Brüchen.
Habe ich selbst schon zigfach gesehen...

Ich komme als MotoTaxi-Fahrgast meist schweissgebadet an, da kann ich auch gleich selber strampeln und einfach an den roten Ampeln anhalten.
Weil mit dem Alter nimmt die Notwendigkeit der Verschnaufpausen ja zu.  :-)

Mein Freund aus Snookyville liegt mit 4 Rippen und Schulterblatt gebrochen hier in der Rattanak Klinik (Bangkok Pattaya-Ableger), eine Rippe steckt in der Lunge.
Wie passiert: Motorbike des Nachts gefahren, schnell natürlich, von Auto abgedrängt, erst im Krankenhaus aufgewacht.
Der wäre fast hops gegangen.

In Kambodscha muss man absolut defensiv fahren, vor allem während der Stosszeiten in Phnom Penh.
Es ist selbst verglichen mit Thailand ein brutales Chaos hier, das Recht des Stärkeren regiert, ein Spiegelbild der Gesellschaft hierzulande.

Das "Banana Kingdom of Wonder", wie es die Opposition nennt, lässt seine armen Bürger hier ohne jegliche Skrupel krepieren.
No money, no doctor, no medical treatment.

DAS ist Kambodscha ohne rosarote Brille:

Die Mutter meiner "Fast-Frau" hat nur für die Untersuchung und Medikamentierung ihrer Unterleibserkrankung im Bezirkskrankenahus von Takeo 150$ bezahlt. Dorthin ist sie extra angereist, 300 km, weil die dort recht gut ausgestattet sind. Spenden des Auslands.


Die 150$ haben ihre 6 Kinder noch gemeinsam aufbringen können.
Der Arzt hat sie dann aber nach Untersuchung und erfolgloser Medikamentation nach 10 Tagen nach Hause geschickt: Operation notwendig, 1500 $.
Was nun?

Hier greift der Buddhismus: Ertrage dein Schicksal, verhalte dich ruhig, stirb.
Du bist arm, weil du in einem vorherigen Leben schlechte Dinge getan hast.
Begehre jetzt nicht gegen deine Armut auf, dann wirst du im nächsten Leben besser gestellt werden.

Und schwupps haben wir die Religion als das erkannt was sie ist: Als ein Beherrschungsinstrument der Mächtigen über die Massen.

Und nein, ich werde das nicht bezahlen, weil es ein fass ohne Boden ist.
Klingt hart, ist aber so.

Ich kümmere mich um die Ausbildung der 6-jährigen Tochter, gute englische Schule, und um alles was sie zum Leben braucht mehr geht nicht.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: quaychang am 21. März 2011, 13:43:04
@rio0815
na das sind aber keine guten Nachrichten...

Aber leider ist das ein grosses Problem in Kambodscha. Sowohl die (inzwischen) aufkommende Fahrweise kombiniert mit der nicht vorhandenen Fahrpraxis in Verbindung mit geradezu kindlicher Zuversicht das nicht passiert (und wenn, dann schon nichts schlimmes). In PP gibts aber zumindest schon mal einen Exerzierplatz fuer aufgefallene Verkehrsraudis  :]

Aber in Kambodscha faehrt man auch nicht selbst - da laesst man fahren  ;]
Das ist in allen Faellen gesuender und besser fuer die Psyche. Es sei denn man MUSS fahren weil es der entsprechende Job verlangt. Aber ansonst sehe ich eigentlich keinen plausiblen Grund. Ist eigentlich auch preiswerter wenn man die ganzen Kosten inkl. Unfaelle und Pannen zusammenrechnet. Fahrer inkl. Limousine gibts ab 250,- pro Monat (Tanken exclusive), TukTuks ab 80 US$, Laufen ist KOSTENLOS  ;}

Krankenvorsorge ist ebenfalls noch ein Problem. Die staatlichen Krankenhaeuser sind in der Regel nicht sehr gut. Das ist auch immer wieder das, was man ueberall hoert und es stimmt leider. Auch das Calmette in PP. Die tun zwar ihr bestes aber zaubern koennens auch nicht. Man sollte diese staatlichen oder kleinen Kliniken, aber nicht mit den inzwischen zahlreichen modernen privaten Kliniken verwechseln. Die sind schon recht gut - aber halt teuer. Speziell eben fuer Kambodschaner. Es gibt allerdings auch eine kambodschanische Krankenversicherung. Zumeist Mitarbeiter von Firmen werden dort versichert. Fuer den Grossteil der Normal-Bevoelkerung allerdings sind die Beitraege unerreichbar.

Zitat
"...Banana Kingdom of Wonder" ...lässt seine armen Bürger hier ohne jegliche Skrupel krepieren
ja in der tat, aber da wuerde ich die Vorwuerfe in erster Linie diesen NGOs machen. Denn die koennten LOCKER wenn SIE WOLLTEN helfen. Das waeren fuer die Peanuts, mehrere Krankenhaeuser einzurichten in denen man Beduerftigen KOSTENLOS und auf vernueftigen technischen Level helfen koennte. In Afrika funktioniert das ja auch komischerweise. Aber dort kann man nicht so gut Party machen wie hier.

Kambodscha ist relativ klein und hat "nur" knapp 15 mio. Einwohner. Relativ wenig Staedte obendrein. Es waere leicht in jeder Stadt ein Krankenhaus zu bauen. Aber die "Herren und Damen"  {/ sitzen lieber in Phnom Penh in ihren Style-Lounges und Villen und zahlen sich pro Jahr und Nase soviel wie ein Provinzkrankenhaus zum Betreiben aufwenden wuerde - wenn es denn ein solches gaebe.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 21. März 2011, 14:45:35
Die Rolle der NGO sehe auch ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Klar machen sie viel, klar könnten sie noch viel mehr machen, und die Effizienz erst!

Das Hauptproblem mit den NGO ist jedoch IMO: Sie verschaffen den Mächtigen hierzulande ein Alibi, damit der Staat selber nichts zu tun braucht.
Es gibt für alles NGO, wo der Staat versagt: AIDS, Waisen, Verkrüppelte, Landminenberäumung, um nur einiges zu nennen.

Es ist völlig normal, dass in einem der ärmsten Länder weltweit kein Sozialstaat besteht wie in Europa, ist leider so, nicht zu bezahlen.
Die Ignoranz der Reichen/Mächtigen ist jedoch ausgesprochen krass: Tausende Luxusschlitten als surrealer, geradezu grotesker Kontrast zu unübersehbarer Armut.

OT: Komm mal wieder nach PNH und melde Dich  [-]
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: TiT am 21. März 2011, 15:42:58
Ich weiß ja nicht, ob das da jetzt immer noch so ist, aber als ich 2004 in Kambodscha war, fuhr dort (Siem Reap/Angkor Wat) eine Unmenge Autos ohne Nummernschild, dafür aber dem Lenker auf der "falschen" Seite rum. Auch unser nagelneuer Tour-Minivan war so einer. Klar, wo die herkamen. Auf die Frage, warum das Teil ohne Nummer unterwegs sei, erklärte unser Führer nur, das liege an den fehlenden Papieren. Logisch - war wohl frisch geklaut worden... Möchte nicht wissen, was allein an diesem Geschäft die Obrigkeit und die Ordnungshüter da an (Mit)kasse machen...
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 21. März 2011, 20:07:23
Inzwischen gibt es sowohl Nummernschilder als auch Autopapiere.
Das Anfertigen der Nummernschilder kann allerdings etwas dauern (besonders auf dem Land),man darf daher eine Zeitlang auch ohne fahren.

Das Verkehrschaos in Cambo ist immer noch als fast sprichwörtlich zu bezeichen, allerdings beobachte ich (zuletzt im Februar und Anfang März diesen Jahres), dass es gaaaanz langsam besser wird.
Man hat mich doch glatt in Sihanoukville gestoppt, weil ich in der falschen Richtung einer Einbahnstrasse unterwegs war!! Das wäre früher nie passiert. Auch Ampeln werden nicht mehr grundsätzlich ignoriert, sondern mehr und mehr gewürdigt.

Ganz klar: Kambodscha ist nicht DACH, auch nicht Thailand, wobei ich auf dem Land in Thailand durchaus oft noch sehr kambodschanische Fahrweisen antreffe - besonders nachts.
Kambodscha ist in vielem noch weit zurück, aber eben auch bei vielen Preisen.
Bei der Durchsicht einiger Urlaubsbilder gabe ich ein paar nette Beweisstücke gefunden; In Phnom Penh z.B. in der 172.Strasse (also nur wenige Meter vom Sisowath-Kay entfernt) ein Restaurantschild, in dem man immer noch in der Happy Hour das Bier vom Fass (0,4l) für sagenhafte 15Baht (umgerechnet) serviert bekommt. Auch mein Hotel - neu, sehr ordentliche Qualität - hat in der selben Straße mal eben sagenhafte 750 Baht incl Frühstück gekostet.

Es gibt noch viel zu verbessern in Kambodscha, keine Frage. Aber man sollte neben den schlechten Seiten auch die guten Seiten in diesem Land würdigen.

Wolfram

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 23. März 2011, 10:19:55
Zum Thema "Keine Braut mehr für Ausländer über 50, darunter nur für Wohlhabende" : Eric at his best:

(https://lh5.googleusercontent.com/-FEVJRmIiBAU/TYlXsuWVYyI/AAAAAAAABS0/dzcLCFFIpQ4/s400/1.jpg)

 --C
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 25. März 2011, 09:46:15
http://www.phnompenhpost.com/index.php/2011032448139/National-news/more-than-80-detained-in-siem-reap-sex-raid.html

79 Frauen in Karaoke-Bar verhaftet, 12 under age, 3 Vietchicks.
Nächstes Mal wird der Betreiber sicher die Zahlungen an die Polizei pünktlich leisten  C--
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: polo zum 2en am 25. März 2011, 11:53:30
ach das  waren doch die  leasing  frauen !
ist das aber dumm!!
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 25. März 2011, 18:16:47
Keine Angst, die kommen alle wieder, die Leasingfrauen

Der Unicef-Beauftragte für Kambodscha wird mit einer geradezu unglaublichen Äusserung zitiert:

72% der Waisenkinder in Kambodscha haben Eltern.
Nur 28% haben Vater UND Mutter verloren.

http://kambodscha-pnh.blogspot.com/2011/03/72-der-waisenkinder-in-kambodscha-haben.html

"Big business" Waisenkinder  :-)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 25. März 2011, 18:22:21
Mal was anderes, nicht über Verkehr (Autos oder Weiber).

In Deutschland sind ja die ersten Radio- Nukleide aus Fukushima aufgetaucht. Nix Ernstes, aber immerhin messbar.
Wie sieht das in Cambo aus, wird da überhaupt gemessen und wenn veröffentlicht?
Ist Japan da überhaupt ein Thema?  :-X

Mein Umsiedel Datum rückt immer näher und ich möchte nicht gerade "strahlend" empfangen werden.  ???

Eckie
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: hmh. am 25. März 2011, 20:03:19
"Big business" Waisenkinder  :-)

Ist doch in Thailand genauso. Für echte Waisen, die es in den traditionellen Großfamilien hier so gut wie nicht gibt, sorgt eigentlich traditionell das Königshaus, dem das außerdem auch überhaupt nichts ausmacht. Finanziell in Thailand ein Klacks.

Was unsereinem im typischen Farang-Ghetto gelegentlich als "Waisenkind" vorgestellt wird, sind die Abkömmlinge von sitzengelassene Müttern, die dann wiederum ihre Balgen bei einer Oma oder Tante abgeliefert haben und untergetaucht sind bzw. anschaffen gehen.

Aber Waisen sind es keine. Die Väter sind oft Tagediebe und Nichtsnutze, saufen o. ä. und die Mütter kennen ihre sogenannten Thai-"Ehemänner" sehr oft auch nach vielen Jahren noch nicht mal beim echten Vornamen, geschweige denn daß sie wissen, wo die eigentlich genau herkommen.
So läuft das hier. Man nennt das auch "Common Law Marriage"   --C  Im Khmerland dürfte es nicht viel anders sein.

Aber nach der Flutwellenkatastrophe Ende 2004 zum Beispiel mußten natürlich ruck-zuck jede Menge "Waisenkinder" aufgetrieben werden, um den vielen von keinerlei Landeskenntnis beleckten Geldkofferträgern immerhin ein gutes Gefühl zu vermitteln...  {:}
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 25. März 2011, 23:53:53
Ich kenne bisher nur ein einziges Waisenhaus in Kambodscha genauer.
In diesem von einem Deutschen (Wolfgang Kutzek; www.tani.at) gemanagten Waisenhaus gibt es tatsächlich auch einige wenige Kinder, bei denen eventuell noch ein Elternteil lebt. Meistens sind aber doch beide Eltern gestorben, AIDS und andere Malessen sorgen auf dem flachen Land immer noch dafür, dass viele Menschen vergleichsweise jung sterben.
Für die (Waisen-) Kinder ist es allerdings ohne Bedeutung, warum sie eines Tages ohne Eltern (und ohne Verwandte, die sich angemessen kümmern könnten) dastehen.
In Kambodscha kümmern meist private Organisationen um die Kinder, die irgendwie übrig geblieben sind. Sie sorgen dabei meist nicht nur für Unterkunft und Essen, sondernkümmern sich auch um eine Schulbildung und alles, was dazugehört.
Das hat dann gar nicht selten zur Folge, dass die Waisenkinder besser und intensiver betreut werden als die Kinder armer Eltern, die sich einen solch hohen Standard nicht leisten können.
Die Tani-Kinder werden, wenn sie intelligent und fleißig genug sind, nicht nur eine abgeschlossene Schulausbildung aufweisen können, die dafür geeigneten Kinder dürfen auf eine Universitätsausbildung hoffen (in Kamnbodscha, in Österreich oder Deutschland). Eine Universitätsausbildung ist derzeit in Kambodscha Kindern vorbehalten, die überdurchschnittlich wohlhabende (und einsichtige) Eltern haben.

Mein persönliches Fazit ist, dass lieber ein Kind zuviel in den Genuss einer liebevollen Betreuuung mit ordentlicher Ausbildung und Versorgung kommt.
Wer Zweifel hat, dem empfehle ich in Kambodscha das Tani Kinderdorf zu besuchen. Er kann sich dort mit den Kindern unterhalten - nicht selten bereits auf deutsch!! - und sich so selbst ein Bild machen.

Auch in Thailand haben nur wenige minderversorgte Kinder das Glück, auf ein Ersatzeltenpaar zu treffen, das ihnen das fehlende gute Eltenhaus ersetzt. Eine solche echt familiäre Versorgung wäre sicher die Königslösung, aber diese "best solution" ist halt die Ausnahme.

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: hmh. am 26. März 2011, 01:07:55
Hallo Wolfram, du hast natürlich recht, bei Kindern im Zweifel lieber mal was zuviel reinschieben. Es zählt der Einzelfall. Und selbst anschauen ist immer das beste.

In Kambodscha kenne ich mich überhaupt nicht aus, das heißt, jedenfalls nicht aus erster Hand.

Balgen haben wir aber auch aufgenommen, keine Waisen, und es nicht bereut. Und einer der beiden inzwischen vorhandenen Enkel kommt in den Ferien demnächst wieder zu uns.

Suspekt ist mir allerdings aufgrund gewisser Erfahrungen vor allem in Thailand ein gewisses fromm-gutmenschelndes Umfeld, das leider in diesem "Waisen"-Bereich zu oft sein Unwesen treibt.  >:

Gibt es übrigens wirklich Kinder, die in einem kambodschanischen Weisenhaus sinnvolles Deutsch lernen? Ich meine, abgesehen davon, daß das immerhin eine aussterbende Sprache ist, die kaum noch eine Handvoll Deutsche ordentlich beherrschen  :-X  ...
erschienen mir die Sprachen der Nachbarländer, oder Englisch, Französisch, Japanisch oder Mandarin sinnvoller für die Zukunftsplanung der Kinder.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 26. März 2011, 05:14:51
Lieber hmh,

deutsch lernen macht Sinn, wenn die Sponsoren in Österreich und in Deutschland sitzen und durchaus bereit zu sein scheinen, auch ein Studium in Österreich oder Deutschland zu finanzieren.
Auch eine Ausbildung in einem Handwerk nach mitteleuropäischer Machart dürfte Menschen aus Südostasien weiterbringen.
Ziel des Ausbildungsweges soll aber in jedem Fall sein, dass die Kinder des Tani Kinderheims später einmal keine billigen Lohnarbeiter werden müssen, sondern auch in Kambodscha mit einer soliden Ausbildung ordentlich bezahlte Arbeitsplätze finden können, mirt denen man mit einer Familie auskömmlich leben kann.

Davon einmal abgesehen ist deutsch doch eine wunderbare Sprache, die auch viele Japaner und Chinesen erlernen, weil deutsches Kulturgut durchaus etwas außergewöhnliches zu bieten hat. Ich meine, dass man dümmeres im Leben machen kann als deutsch zu lernen.
Ich bin persönlich allerdings auch der Ansicht, dass Mandarin etwa eine ganz vorzügliche weitere Sprachoption ist.

Dass es etwas gutes ist, wenn man sich auch um die Kinder anderer Leute kümmert, weißt Du selbst am allerbesten: Du hast doch auch nicht zu allererst über mögliche Kosten nachgedacht, sondern zusammen mit Deiner Frau das gemacht, was einfach richtig war und richtig ist - und wohl auch richtig bleiben wird. ;) Ich glaube, dass Du eine ganz wunderbare Familie zusammenbekommen hast, auch ohne dass ihr euer persönliches Erbgut weiterverbreitet habt! Eure "Kinder" sind wohlgeraten, aber wäre es denn nicht auch der Mühe wert gewesen, wenn sich ein Kind nicht ganz wunschgemäß entwickelt hätte?
Sich um Kinder zu sorgen darf doch am Ende nie eine kaufmännische Berechnung sein.

Wir investieren im Laufe unseres Lebens so viel Geld in unsinniges Zeug, da ist mir ein Euro mehr oder weniger für ein bedürftiges Kind nicht zuviel, wenn es da ankommt, wo es sinngemäß hingehört.

Dass die Sorge um Kinder auch von sektiererischen Gemeinschaften mitbesetzt wird, ist leider kaum zu vermeiden. Meist sind es aber Menschen wie Du und ich, die auf ihre Weise einfach etwas Richtiges und Gutes machen wollen. Also sollten wir darauf achten ,dass wir auch die Mehrheit bleiben.


Wolfram

Wolfram

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 26. März 2011, 10:34:35
Es ist sicher gut Deutsch zu lernen, wenn die (berechtigt in Tani) bestehende Chance besteht, eine ordentliche Ausbildung in Mitteleuropa zu bekommen, und zugleich eine Chance, sich durch einen Auslandsaufenthalt zu einem kritischen Menschen zu entwickeln, der "sein" Kambodscha danach mit ganz anderen Augen sehen wird.

Tani IST ein prima Projekt, das ist mal klar.

Kein Posting ohne "aber"...

Aber das Problem ist dabei, dass gut ausgebildete Leute mit zig Jahren in Übersee hierzulande eben keine adäquaten Jobs finden können.

Auch Wolfram kennt den TukTuk Fahrer am "On the corner", der fliessend Deutsch spricht. 13 jahre Germany: Tuk Tuk Fahrer.
Dann gibt es den Chemieingenieur, der gebrauchte jap. Waschmaschinen verkauft (hab eine von ihm).
Gestern lernte ich einen Deutsch-Kambo mit 2 Pässen kennen, der als German speaking Guide arbeitet, und der aus einer der führenden Familien Kambodschas stammt.
Der kann Geschichten von Investoren in Kambodscha erzählen, die reihenweise wieder gegangen sind, weil jeder Beamte erst mal "private Money" wollte, selbst für ein NGO-Projekt über Kleinbiogasanlagen wurden erstmal 10.000 $ entrance fee verlangt.

Eine Frau kenne ich, die 5 Jahre an der international business school (oder so) in Weimar studiert hat, und die 500$ im Monat verdient, bei einer Bank hier.
Junges Mädel, Mitte 20, wohnt bei ihrer Cousine, die mit GTZ-Ingenieur hier verheiratet ist, und beklagt sich weil sie ihr Zimmer in der Luxuswohnung Miete 1400 $ selbst bezahlen muss mit 100$.

Jeder dieser auslandsausgebildeten Leute sagt Dir hier dasselbe: Solange hier nicht gründlich mit der Korruption aufgeräumt wird, ist alle Anstrengung vergeblich:
Kambodscha wird arm bleiben mit oberreichen top 10.000, und weiter auf anderer Leute Kosten leben.

EDIT: Falls man es nicht gelesen hat: Kambodscha ist das korrupteste Land der Welt:
http://kambodscha-pnh.blogspot.com/2011/03/gluckwunsch-kambodscha-endlich-mal.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 27. März 2011, 12:10:54
Nachtrag: Der deutsche GTZ-Ingenieur hat der Dame natürlich ihre 5 Jahre Ausbildung in Deutschland komplett bezahlt, das dürfte ihn einige Zehntausend Euro gekostet haben.
Sie beklagt sich aber darüber, dass sie 100$ von ihren 500$ Monatsverdienst zur Miete der Familie in Höhe von 1400$ beitragen muss.
Die 100$ verfrisst sie aber sowieso komplett, weil sie natürlich aus seinem Kühlschrank lebt. Selbst seine Khmerfrau hat "die Schnauze voll"...

ER ist inzwischen kurz davor, sie rauszuschmeissen. Seine Frau wird nicht intervenieren.

Dankbarkeit ist hier unbekannt. Ebenso ist unbekannt, dass die Götter den Schweiss vor den Erfolg gesetzt haben.
Will sagen, dass "sie" alle viel vorab erwarten, und nicht erst leisten und dann kassieren.
Eigeninitiative ist rar.

Ein völlig unkultiviertes und nichterzogenes Volk, korrupt bis auf die Knochen, keine gegenseitige Rücksichtnahme, sie lügen sich gegenseitig die Tasche voll.
Dieser Satz klingt hart, wird aber von einer Minderheit quer durch alle Gesellschaftsschichten bestätigt.
Weil die anders sind und selbst darunter leiden.

DAS ist Kambodscha ohne rosarote Brille  {--
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: quaychang am 27. März 2011, 20:56:22
@Eckie
Kein Problem in Kambodscha, wie immer. Es gibt NIE ein Problem - zumindest wenn Du die Kambodschaner hoerst. Bis jetzt ist noch nichts zu hoeren in den Medien. Ich bin mir aber nicht sicher ob die etwas melden. Denke mal eher nicht. Tatsache ist natuerlich schon, das wir wesentlich naeher an Japan sind als Beispielsweise DACH. Salz ist aber zumeist Jodhaltig und Jodtabletten gibts auch in der Apotheke  ;D Aber wenn schon die Reisschale abgeben - dann doch lieber in Kambodscha als in DACH.  >: Hier ist die Gesellschaft netter und die Medizin zumindest bezahlbar!  }}

Infos gibts bei einem Kollegen, der zumindest die Moeglichkeiten hat Radioaktivitaet zu messen
http://kambodschablog.wordpress.com/ (http://kambodschablog.wordpress.com/)
(nein - das ist nicht mein Blog - aber die Infos sind da recht brauchbar und kompetent)

@drwkempf
Ich melde mich die Tage ausfuehrlicher bei Dir!

Thani ist eine vorbildliche Sache. Leider gibt es davon viel zu wenige in Kambodscha. Hier scheint das zu klappen mit der richtigen Vertreilung der Hilfe und auch Erziehung zur Selbsthilfe bzw. Eigenverantwortung.

@Rio
Irgendwo hast Du ja meist recht. Das groesste Problem ist die Eigenverantwortung! Das muessen viele hier noch lernen. Aber nicht nur Kambodschaner auch Barangs solllten dies tun. Dankbarkeit oder sagen wir mal "hilfst Du mir, helf ich Dir" gibt es schon. Grundsaetzlich basiert die kambodschanische Gesellschaft ja eigentlich darauf. Es kommt natuerlich auch immer darauf an, ob Du es mit "echten" Khmers zu tun hast, oder mit Vietnam-Khmer (die geschaeftlich wesentlich ruecksichtloser und unfreundlicher sind) oder (Khmer)Chinesen. Letztere in Klammern gesetzt, da etliche Familien hier rein Chinesisch sind.

"unkultiviert und nichterzogen" naja, das klingt hart. Im Grunde darf man sich da bei den Khmer Rouge bedanken, die dies ja so geplant hatten. Aber es kommt natuerlich auch darauf an, mit wem Du Dich da abgibst. Bei Khmers die es mit eigenen Haenden geschafft haben zu Geld zu kommen, und das sind einige, ist dies nicht so der Fall. Bei denen die vorher schon wohlhabend waren und einfach zurueck kamen aus dem Exil auch nicht. Die haben gelernt, das wer mehr weiss als andere, auch mehr verdienen kann und sind immer bereit weiter zu lernen. Auch was Manieren angeht. Bei den "Moechtegern" und Neureichen die durch Gluecksspiel oder Nicht-Gesetzeskonformes ihr Vermoegen gemacht haben und der staedtischen Unterschicht trifft es allerdings zu. Aber das ist glaube ich in DACH genauso. Nur eben ist in Kambodscha der Prozentsatz hoeher!

Ich stelle aber immer wieder fest, das z.B. nicht gerade gut verdienende oder normale Khmers oefters Bettlern ein paar Riel zukommen lassen, oder auch etwas Spenden wenn irgendwo ein Unglueck passiert ist. Bei denen scheint ein gewisser Sozialanstand noch zu funktionieren.

Entrance Fee  ;} LOL das ist natuerlich eine lustige Sache. Aber da muss man genau so schlau oder noch schlauer sein. Die klopfen am Anfang natuerlich erst einmal ab, wie weit sie mit "den Neuen" gehen koennen. Wer da schon nicht diplomatisch kontert hat gleich verloren und fuer den ist  es auch eher besser wenn er hier nichts macht.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 27. März 2011, 20:58:53
Ein völlig unkultiviertes und nichterzogenes Volk, korrupt bis auf die Knochen, keine gegenseitige Rücksichtnahme, sie lügen sich gegenseitig die Tasche voll.
Also kein wirklich krasser Unterschied zu LOS. C--
Was hält dich dort....abseits möglicher Familienbande?
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 28. März 2011, 09:57:58
Also kein wirklich krasser Unterschied zu LOS. C--
Was hält dich dort....abseits möglicher Familienbande?

Dart, ich habe mich mit einem guten Freundeskreis aus "den anderen Khmers" und Barrangs umgeben, aber manchmal muss ich mal Dampf ablassen über das Banana Kingdom of wonder, auch Land der Vollpfosten. Gerade nach einer Fahrradtour durch das Chaos auf den Strassen hier brauche ich das als autotherapeutische Massnahme  >:

Auch weiss ich, dass es in Thailand eben NICHT wirklich anders ist, was auch das Argument "aber die bösen Khmer rouge sind Schuld" teilweise entkräftet.
Ich mag das Land trotzdem, und bin ja auch nur ca. 50/50 des Jahres hier...

quaichang, mich erinnern die neureichen Khmer sehr an die"neuen Russen". Grosskotzig, rücksichtslos.

Ab heute geht das UN-Tribunal-Theater in die nächste Runde, darüber habe ich mich auch mal ausgekotzt. vor allem über die Kriegsverbrechen der USA:
http://kambodscha-pnh.blogspot.com/2011/03/das-khmer-rouge-tribunal-befasst-sich.html

Kissinger ist mein ganz persönlich erkorener Lieblingskriegsverbrecher unter den Friedensnobelpreisträgern.
Der schlägt Obama mit Leichtigkeit  {[

 
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Sony am 29. März 2011, 12:21:37
Im kambodschanischen Sihanoukville verteidigen Pädophile ihre Enklave - mit Einschüchterung und Gewalt

von Willi Germund

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2006/1212/horizonte/0002/index.html






EDIT: Link und Anreisser/Titel reichen. Aus urheberrechtlichen Gründen können wir hier  keine ganzen Artikel übernehmen


Sony,
der Artikel ist übrigens fast ein halbes Jahrzehnt alt...



Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 29. März 2011, 13:10:15
Im kambodschanischen Sihanoukville verteidigen Pädophile ihre Enklave - mit Einschüchterung und Gewalt

von Willi Germund

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2006/1212/horizonte/0002/index.html

Danke für diesen Artikel, hab ihn gleich archiviert.
Für meine Freunde in Sihanoukville, die lieben solche Geschichten, ebenso wie viele Pattayatouristen RTL2-KIFI-Berichte lieben.
weil die berichte sooo wahr sind und ein zutreffendes Bild vermitteln.
Weiss man ja  ;D

Aus dem Link :
In Asien werden laut Kinderhilfswerk Unicef mehr als eine Million Kinder zur Prostitution gezwungen. Allein in Kambodscha werden bis zu 100 000 Minderjährige als Sexsklaven gehalten, schätzt die Buchautorin Somaly Mam, die selbst als Jugendliche an ein Bordell verkauft worden war. Ihr in deutscher Sprache erschienenes Buch hat den Titel: "Das Schweigen der Unschuld".

Sobald auf der Kambodschanischen Oppositionsseite KI-Media der Name Somaly Mam auftaucht, kommen dort böse Kommentare: Alles nur Fake, alles nur wegen Geld geschrieben, unter dem management ihres französischen ehegatten.

Ob da vielleicht was dran ist?

Ich werde auf jeden fall bei meinem nächsten Kurz-Aufenthalt in SHV nach den Zigtausenden Minderjährigen Ausschau halten.
Post dann hier Fotos von denen, sollte ich welche finden  {--
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Grüner am 29. März 2011, 17:38:51
Aus dem Link :
In Asien werden laut Kinderhilfswerk Unicef mehr als eine Million Kinder zur Prostitution gezwungen. Allein in Kambodscha .... schätzt die Buchautorin ...

Immer wieder der gleiche Schmarrn, keiner weiss was, aber im schaetzen sind sie alle grossartig. Anderswo sind es dann wieder mal eine Million in Thailand alleine usw usf.

Andererseits zieht es ja immer wieder ausgesprochen viele Akademiker nach Sihanoukville...
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alfred am 30. März 2011, 02:09:13
"ca. 100.000 Minderjaehrige Sexsklaven in Kambo"
Da muesste doch eigentlich ein anstaendiger Anteil davon in Sihanoukville sein.  ???
Das ich da so gar nichts davon mitbekomme bei meinen mehrmonatigen Aufenthalten da?
Ein Bekannter der Suedostasien seit Jahren, fast Ganzjaehrig bereist, und sich nicht wenig im roten Licht bewegt, hatte vor etwa 4-5 Jahren also zum Zeitpunkt, als der link aktuell war einen lustigen Vergleich.
"In Sihanoukville gibt es in etwa soviele Huren, wie es
GoGo Bars in Pattaya gibt." damals knapp 100.
Die Zahl der Liebesdienerinnen wird sich erhoeht haben in SNV und hat sich den langsam steigenden Besucherzahlen bis heute nicht voll angepasst.
Schwache Szene. :'(
Aber wo versteckt sich der Anteil der Tausenden, Zehntausend(en) Minderjaehrigen Sex Sklaven?
Warum sollte es da auch solch extreme Anzahl geben,
Gar viele (Sex)Touristen hat es da naemlich nicht.

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 30. März 2011, 11:18:42
Es hat wohl mal eine Pädophilenszene hier gegeben, wie es sie ja weltweit gibt, aber die ist auch überall sehr versteckt.
Und die Behörden haben kräftig aufgeräumt.
Einzelfälle gibt es immer noch.
Wird auch drüber berichtet.

Schätzungen mit Horrorzahlen und deren weltweite Verbreitung durch Medien sind ein bewährtes Mittel der Spendeneintreibung durch NGO,
und absolut politisch correkt.
Falsche Biografien des Horrors gab es immer, wird es immer geben, verkauft sich gut. Gilt auch für Sexsklaven- Fakes wie Somaly Mam: Sie machte Millionen damit, weitere Zigmillionen kamen von Regierungen und Stiftungen, auch von Roland Berger ne Million Teuro.


Selbst beim Thema Holocaust gibt es Dutzende total erfundener Autobiografien mit Millionenauflagen und die wurden sogar teilweise Schullesestoff.
Schamgrenzen gibt es selbst bei diesem Thema nicht.

Kambodscha ist Weltspitze, endlich mal!
(http://1.bp.blogspot.com/-8pzvmBQBG0Q/TZKEfVQEgkI/AAAAAAAAUhI/KJ64mnwOqxs/s640/sacrava_no_1959+-+The+Top+Rated+of+the+PERC.jpg)

war knapp, aber verdient gewonnen  C--
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 30. März 2011, 11:29:45
Einen hab ich noch:

http://www.kambodscha.don-kong.com/2011/03/23/verkauft-fur-einen-teller-reis-kinderhandel/
Mit Video Verkauft für einen Teller Reis: Kinderhandel in Kambodscha

March 23rd, 2011 | Autor: Don Kong
“Eines meiner Kinder musste ich weggeben, um die anderen zu retten”, erzählt eine Mutter aus Kambodscha beschämt. Ihre neunjährige Tochter hat sie verkauft — für den Gegenwert von einem Teller Reis. usw.
Dieses Video wurde automatisch per RSS Feed in den Blog eingestellt und Don Kong ist in keinster Weise für den Inhalt und die Beschreibung verantwortlich.


Doch, ist er, wenn er solchen Schei** auch noch verbreitet  {[

Vollpfosten wohin man auch schaut  {+
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 30. März 2011, 14:36:44
Jodtabletten gibts auch in der Apotheke
@drwkempf
???
Um radioaktives Jod sollte man nicht so ein Geschrei machen (Halbwertzeit 8 Tage)
Sicher braucht die Schilddrüse Jod um richtig zu funktionieren und lagert im ungünstigsten Fall eben auch strahlendes Jod ein. Aber es ist auch genau so gefährlich, die Schilddrüse "prophylaktisch" mit Jod zu überfüttern.

Anders sieht es da mit dem Plutonium aus, das die Japaner so ungeniert in die Gegend blasen.
Hochgiftig und 88 Jahre Halbwertzeit. Bereits in Süd Korea und den Philippinen gemessen.
Hoffentlich betonieren die Fukushima bald ein, da hilft eh nix mehr.  --C

Trotzdem freue ich mich schon auf Cambo. Im Juni gehts los.  ;}

Zur Pädo Diskussion von mir nur soviel: Wer Dreck sucht, findet ihn überall!  {;

Eckie
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 02. April 2011, 12:14:48
Der grösste Komiker Kambodschas ist ganz klar der Premierminister Hun Sen.
Sein Humor ist zwar "etwas" zynisch bzw. sarkastisch, aber so sind sie halt:

(http://www.rfa.org/khmer/indepth/pm_declares_property-04012011082728.html/pm_305.jpg)

Prime Minister Hun Sen on 1st April went to Anti-Corruption Unit topersonally declare his assets
er ging sein Einkommen/Vermögen zu erklären, wie es das Antikorruptionsgesetz vorsieht.

Although the asset declaration is confidential, Hun Sen told reporters he earned a monthly salary of 4,600,000 riel ($1,150). Despite a meagre salary, he said he won't starve to death as his children will support him financially. "Other than my salary, I do not have any other incomes. But I will get (financial) supports from my children. They will not let me starve to death", he said.

Es ist nicht so, dass Hun Sen ein reicher Mann wäre, denn mit $ 1,150,-- monatlich ohne weitere Einkünfte kann er keine grossen Sprünge machen.
Er nimmt die Armut in Kauf zum Wohle des Landes!

Aber es ist doch schön, dass die Solidarität innerhalb der Familie auch bei den Huns noch intakt ist:
Die Kinder helfen ihrem Vater in bester buddhistischer Tradition, auf das er nicht Hunger leide.

Ich bin ein Stück weit gerührt.


http://kambodscha-pnh.blogspot.com/2011/04/der-nachgereichte-aprilscherz-hun-sen.html

Wer jetzt meint, das sei doch Verarsche oder der blanke Zynismus in einem bettelarmen Land,
der liegt falsch!

Das ist Humor  C--
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 09. April 2011, 18:16:59
Hallo, wer von den "Alt Cambos" kann mir ein paar Fragen beantworten?
Ich bin nun mal ein Typ, der gerne auf alle möglichen Eventualitäten vorbereitet ist.
Dass das nur begrenzt geht, habe ich bei so einigen meiner Fernreisen erlebt, aber trotzdem......

Also, ich will in SHV nicht wochenlang in einem Guesthouse zubringen und habe mir über 3 Cambo-Internetmakler
verschiedene Objekte angesehen und dabei festgestellt, dass ein voll möbliertes Haus zu mieten eher die Seltenheit ist.
Leider hat bisher keiner der Makler auf meine Anfragen reagiert, deshalb denke ich, dass ich auf eigene Faust suchen muss.
Hier ein Angebot, dass mir gefallen würde ...... ob's dann noch aktuell ist?
http://www.realestatescambodia.com/search_property51.html

Bei allen Maklern waren verschiedene Distrikte in SHV ausgewiesen, die mir trotz Stadtplan wenig oder überhaupt nichts sagen. So habe ich das zumindest verstanden.
Independence, Kampot, Kep, Klang Leur, O1, 02, 03, 05, REAM, TEK SAB usw.  ??? Victory Hill ist klar!  :)

Also meine Frage: Welche Stadtgebiete sind empfehlenswert? Bitte keine Luxus oder Barrang Ghettos, aber auch nicht gerade Bereiche mit Schrotthütten oder Gegenden die regmässig bei Monsum absaufen.  {;

Und wenn ich schon ein leeres oder teilmöbliertes Haus mieten muss, gibt es in oder um SHV so was wie Baumärkte, Möbelhäuser ect? Und Handwerker, die brauchbare Leistung bringen?
Was Handwerker in 3.Ländern bedeuten ist mir klar, auf den Hacken stehen und kontrollieren  :} (wenn sie dann überhaupt erscheinen).

Eine weitere Frage habe ich noch. Bin leider seit meinem Stent auf Metoprolol (Betablocker) angewiesen (sagt zumindest mein Kardio)
Gibt's sowas in Cambo, Name?? Oder in Thailand per Post? Oder kriegt man dann Probleme mit Zoll / Polizei?
Habe gehört, das die Justiz nicht so sehr zu empfehlen ist  ???

Ihr könnt mir auch gerne per PM oder E-Mail antworten.
Danke  :-*
Eckie

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 09. April 2011, 20:18:52
Lieber Eckie,
also der Reihe nach:
Metoprolol gibt es auch in Kambodscha, und zwar für einen Bruchteil der Summe, die Du in DACH bezahlst.
In Sihanoukville gibt es natürlich auch Apotheken.

Schwieriger ist es da schon mit Baumärkten, aber da kann Dir quaychang sicher genaueres zu sagen, der wohnt ja schließlich in Sihanoukville.
quaychang ist übrigens ein ganz Netter, weiß ausgezeichnet bescheid und ist sicherlich die beste Kontaktadresse für Fragen zu Sihanoukville.
In Phnom Penh gibt es eigentlich alles zu kaufen, im Fal des Falles musst Du einen Einkaufstrip in die Hauptstadt machen.

Zum Haus: Ich glaube, dass ich das Objekt kenne. Wenn ich mich nicht irre, liegt es an der Ocheuteal Beach in der zweiten Parallelstrasse zum Strand.
Der Preis schein mir ein bischen hoch zu sein!!
Zu den Örtlichkeiten:
Ocheuteal Beach ist Strand Area mit viele kleinen preiswerten Resaturants und mehreren Läden. Zu empfehlen.

Das "Zentrum" , der Hill und andere Ortsteile sind auch nicht schlecht, Du brauchst eh ein Moped (Führerschein machen!), alles ist insgesamt zu weitläufig.
ich empfehle Dir, die Makler erst mal außen vor zu lassen und an Ort und Stelle zu suchen.
Geh für einen Monat in ein Guesthouse und organisiere dann alles ganz in Ruhe vor Ort.
Etwas besseres kann ich Dir nicht empfehlen.

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 10. April 2011, 14:49:20
quaychang ist übrigens ein ganz Netter, weiß ausgezeichnet bescheid und ist sicherlich die beste Kontaktadresse für Fragen zu Sihanoukville.

Danke für die ersten Tipps. Dann werde ich ihn mal nerven  >:

Du brauchst eh ein Moped (Führerschein machen!), alles ist insgesamt zu weitläufig.

Au weia ..... Moped. Und das bei der Hackordnung auf den Straßen!  ???
Aber Autos sollen vergleichsweise teuer sein, oder bei Gebrauchtwagen nur Schrott.
Reicht da nicht der internationale Führerschein?

Eckie
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 10. April 2011, 17:32:02
Nein, der internationale Führerschein reicht nicht.
Aber es ist mit einem Businessvisum auch kein Problem, einen Führerschein zu bekommen.

In Sihanoukville ist der Straßenverkehr eher sehr ruhig - und Du bist ja nicht auf der Flucht! Fahr langsam und vorsichtig, dann passt das schon.
Es gibt auch ordentliche Gebrauchtwagen, aber das kannst Du ohnehin erst vor Ort klären.

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 10. April 2011, 17:47:10
Hallo, wer von den "Alt Cambos" kann mir ein paar Fragen beantworten?
Ich bin nun mal ein Typ, der gerne auf alle möglichen Eventualitäten vorbereitet ist.
Dass das nur begrenzt geht, habe ich bei so einigen meiner Fernreisen erlebt, aber trotzdem......


Danke  :-*
Eckie




Wenn Du auf alles vorbereitet sein willst, bleib am besten daheim  C--
Kambodscha ist dann nichts für Dich.
Das ist nicht "hart", sondern das ist ehrlich.

Du wirst kaum in der Lage sein, von D aus in SHV was Vernünftiges zu finden.
Ist auch nicht nötig, denn wenn Du vor Ort bist, dann schaust Du dir einfach alles an, und suchst die richtige gegend aus, die Dir gefällt.

Diese Tage überbrückst Du in einem billigen Guesthouse.

Wenn Du am Anfang auf möblierten Bungalow, und eine unkompliziert zu mietende "Karre" (Ladybike oder 250er) Wert legen solltest,
und zudem auch gern einen Ortskundigen Deutschen an deiner Seite hättest,
dann kontaktier Joachim unter cambadia.com, der hat alles was Du brauchst.
ist badenser, daher der name.

Soweit ich weiss, kostet ein möblierter Bungalow mit Strandblick und Bad, Klima etc 200$ im Monat, und ein Ladybike so um die 4$ pro Tag.
Dann hast Du Zeit und Musse, mit wem auch immer deine Traumunterkunft zu suchen.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 10. April 2011, 18:03:03
Wenn Du auf alles vorbereitet sein willst, bleib am besten daheim
Kambodscha ist dann nichts für Dich. Das ist nicht "hart", sondern das ist ehrlich.
du kennst mich eben nicht   :-\, außerden schrieb ich:
Dass das nur begrenzt geht, habe ich bei so einigen meiner Fernreisen erlebt
Cambo wird sichernicht "wilder" sein, als bei den Mayas im Dschungel von Belize zu leben, oder?  {--
Ich könnte ein Buch schreiben über meine "Weltenbummlerei"  ??? Mach ich vielleicht auch mal, wenn ich mit der Hintern nicht mehr hoch komme.  ;D

dann kontaktier Joachim unter cambadia.com, der hat alles was Du brauchst.
ist badenser, daher der name.

Danke für den Tipp mit Joachim, werde ihn anfunken  ;}
Eckie
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 10. April 2011, 18:16:34
In Sihanoukville ist der Straßenverkehr eher sehr ruhig
Das ist gut. :)
Ich habe miterlebt, wie ein LKW meinen Freund auf der Rückfahrt von Na Thon nach Chaweng vom Moped gekickt hat.
Kurz vor Chaweng, wo's die steile Küstenstraße runter geht. War echt hässlich  :(
Übrigens...
ich habe quaychang ne PM geschickt, mal sehen obe er reagiert. Hast du evtl seine Mail?
Eckie
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: sitanja am 11. April 2011, 01:00:26
hr : Strand der Hoffnung
Sonntag  17.04.2011  9:35-10:15 Uhr

Das Leben an der kambodschanischen Küste
 Über dreißig Jahre lang war das Königreich Kambodscha touristische Sperrzone, während der Schreckensherrschaft der Roten Khmer und des darauf folgenden Bürgerkriegs in der "Schweiz Süd-Ost-Asiens". Seit 1997 herrscht Frieden - und die Urlauber kommen wieder: Im vergangenen Jahr besuchten über eine Million die berühmten Tempelanlagen von Angkor Wat. Doch die kambodschanische Küste liegt noch im Dornröschenschlaf. Die Hafenstadt Sihanoukville am Golf von Siam gilt als einer der Hoffnungsträger des jungen Fremdenverkehrs. In- und ausländische Reiseunternehmen pokern um die vorgelagerte Inselwelt, Tauchgründe und Flughafen-Lizenzen. An den Stränden kämpfen viele der knapp 100.000 Einwohner nicht nur ums Überleben, sondern auch um ein Stück vom "großen Tourismuskuchen". Vor allem die Jugendlichen hoffen auf einen künftigen Boom, der Bildung und Wohlstand verspricht. Am "Ocheauteal Beach", dem Strand der Hoffnung, verkaufen über hundert Mädchen und Jungen Snacks und Souvenirs. Sie sind Kinder armer Familien - so wie die 14-jährige Soua, die Wassermelonen, Ananas, Papayas, Drachenfrüchte und Mangos im Angebot hat. Jeden Tag legt der Teenager mit einem acht Kilogramm schweren Tablett bei über 35 Grad Celsius viele Strandkilometer zurück. Mit dem Tageslohn von bis zu zehn Dollar unterstützt Soua nicht nur ihre drei Geschwister, sondern sie bezahlt auch ihre Abendschule, Englisch- und Computerkurse: "Ich will Ärztin werden. Und meine Mutter sagt, dass ich dafür hart arbeiten muss". Durch die Expansion des Hafens und die Privatisierung von Stränden haben schon jetzt viele Einwohner ihr Land verloren - so wie auch Souas Familie. "Wir sehen die Entwicklung deshalb nicht nur positiv", sagt Souas Mutter Sarom. "Noch vor ein paar Jahren stand unsere Hütte direkt am Meer. Morgens sind wir mit der Brandung aufgewacht. Jetzt leben wir in der Innenstadt und müssen für jeden Transport bezahlen. Aber ich glaube an meine Tochter und an die junge Generation. Die Kinder Kambodschas werden unser Land in eine bessere Zukunft führen. 
 
 
 
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 11. April 2011, 11:50:52
du kennst mich eben nicht   :-\, außerden schrieb ich:...

Es ist richtig, dass ich Dich nicht kenne.
Allerdings habe ich gelesen, was Du hier gepostest hast.

Du warst noch niemals in Kambodscha, erst recht nicht in Sihanoukville,
willst aber dorthin "auswandern", und suchst eine Wohnung von D aus dort, weil Du nicht die ersten Tage in ein Guesthouse willst.

Anstatt also erstmal dorthin zu fahren, Dir alles anzuschauen und dann zu entscheiden, ob und wo du dort wohnen willst,
versuchst du im Vorfeld alles von daheim aus festzuzurren.

Desweiteren machst Du dir Sorgen um radioaktiven Fallout aus Japan.

Und nein, ich enthalte mich jeden weiteren Komments dazu, wünsche viel Spaß und ein sorgenfreies Leben.  ;}



Ediert: Wieder mal Schachtelzitat futsch  :-)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 11. April 2011, 13:26:07
Es ist richtig, dass ich Dich nicht kenne.
Allerdings habe ich gelesen, was Du hier gepostest hast.

...... und??? Was ist daran verwerflich, wenn man sich im Vorfeld ausgiebig informiert???
Ich kenne Einige, die sich blauäugig in das Auswander- Abendteuer gestürzt haben und auf dem Bauch gelandet sind.

Desweiteren machst Du dir Sorgen um radioaktiven Fallout aus Japan.

Sorgen mache ich mir nicht, aber wie vorstehend ........ Information ist die "Halbe Miete"

Und nein, ich enthalte mich jeden weiteren Komments dazu, wünsche viel Spaß und ein sorgenfreies Leben.

Für deine Wünsche bedanke ich mich recht herzlich, sofern sie denn echt gemeint sind.
Wenn ich dort bin und die richtige Bleibe gefunden habe, kannst du mich gerne besuchen kommen.

Bin jederzeit zu einem Streigespräch (Diskussion) bereit. Das schärft den Verstand.
Aber ich denke, persönliche, unterschiedliche Meinungen "auszufechten" gehört nicht in ein öffentliches Forum.

Eckie
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: thaiman † am 11. April 2011, 13:47:08


In asiatischen Laender ist ratsam sich ueber Gefahren schlau zu machen,
es gibt Reisefuehrer fuer Die, Die lesen koennen, sehr intresasant

auch im TIP-Forum     "Warnung/Minen"
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 11. April 2011, 14:46:10
Schon wieder ein Seitenhieb? Ich bin mir sicher, dass jeder der hier postet, lesen und schreiben kann.

Zu Reiseführern habe ich eine völlig andere Meinung.
Zu einen habe ich noch keinen im Handel gefunden, der wirklich aktuell ist. Die Informationen sind in der Regel 2 - 3 Jahre alt.
Zum anderen sind Reiseführer für Zielgruppen geschrieben.
90% für (Neckermann) Touristen, der Rest für Studienreisende, Ökos und /oder Backpacker.

Und Asien besonders gefährlich? Nun ja, da gibt es Gebiete, die brenzlicher sind.
Die Afrikanische Westküste, Nigeria z.B. und ganz aktuell die Elfenbein Küste.
Nichts für schwache Gemüter ist auch der echte High Dschungle, aber nicht was man in Asien darunter versteht.

Ich könnte dir einiges erzählen, will mich hier aber nicht als DER Abenteurer auf spielen.

Ich ärgere mich allerdings über Postings, die platitüdenhafte Kommentare darstellen und nicht wirklich was Informatives beinhalten.  

Mit dem Problem Landminen in Cambodia triffst du sicher einen sehr wunden Punkt.
Aber das weiß sicher jeder, der sich mit dem Land auseinander gesetzt hat.
Ansonsten empfehle ich Wikipedia.org
Eckie


EDIT: Überflüssiges Vollzitat entfernt.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Burianer am 11. April 2011, 15:29:53
 :-) und Tretminen, sind aber nicht gefaehrlich .
jeder der in ein anderes Land auswandern will, muss, soll sich vorher gut informieren.
Da helfen normale Reisefuehrer wenig, da hilft nur, sich selber ein Bild vom Land machen.
Erst mal 1,2,oder 3mal Urlaub in dem Land der Wahl machen, moeglichst viele Gegenden bereisen, Menschen und Kultur verstehen,
und evtl. danach entscheiden, was man will, wo ist der richtige Platz etc.
Ob nun Kambotscha, Thailand, Vietnam , oder ein sonstiges asiatisches Land, es gibt viele Moeglichkeiten.
Wenn man die falsche Wahl getroffen hat, ist man selber Schuld, nicht die anderen, die viele Ratschlaege gaben  {;
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: thaiman † am 11. April 2011, 15:34:13

Hallo Eckie
bin kein Pikador, Du sprichst von Neckermann, da liegen doch so viele
Prospekte und die Du nicht findest da musst Du nachfragen warum das
nicht gezeigt wird.
Andernfalls in den Flieger und ab, wo Du ankommst wirst Du schlaugemacht,
ohne viele Worte
                                                        Gruss  thaiman

Du bist nicht der Letzte, der Sein Geld in den Sand setzt.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 11. April 2011, 16:08:25
Du sprichst von Neckermann, da liegen doch so viele Prospekte
rede ich chinesisch? Neckermann hat mich noch nie interessiert!

Andernfalls in den Flieger und ab, wo Du ankommst wirst Du schlaugemacht,
Genau so habe ich es in der Vergangenheit gehandhabt und werde es auch weiter tun. Nur Fragen im Vorfeld haben mir schon viel Ärger erspart, wo andere in die Schei... gegriffen haben.
Und die Fragen werde ich auch weiterhin stellen.

Du bist nicht der Letzte, der Sein Geld in den Sand setzt.
in den Sand setzen KÖNNTE .... da gebe ich dir recht.

Deshalb meine nervigen Fragen, weil ich das vermeiden will.
Empfindest du das als unsinnig?
Andere offensichtlich nicht, denn von denen bekomme ich höfliche Information.

Wenn man die falsche Wahl getroffen hat, ist man selber Schuld, nicht die anderen, die viele Ratschlaege gaben

Völlig richtig. Und meine Entscheidungen treffe ich immer noch selber.
Auch wenn es einige gibt, die sich als Travel - Gurus präsentieren, mich lieber im Altenheim sehen würden, oder mir die Taunusstraße empfehlen.
Die kenne ich übrigens zu gut, habe 10 Jahre im frankfurter Bordell Viertel gewohnt .... also auch da keine Berührungsängste.

Eckie
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: thaiman † am 11. April 2011, 16:36:43


Du schreibst 90%(Neckermann)Touristen, das schliesst auf Dich, als
der Tourist
die Welt dreht sich und so die Trick's
                                                      eins rate ich Dir, halt Dein Geld fest

und das stimmt 1 000%
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 11. April 2011, 16:48:54
Du schreibst 90%(Neckermann)Touristen, das schliesst auf Dich, als der Tourist

also schreibe ich DOCH chinesisch, wie sollte ich sonst deinen Umkehrschluss nachvollziehen?
Zitiere mich selber >
Zum anderen sind Reiseführer für Zielgruppen geschrieben.
90% für (Neckermann) Touristen, der Rest für Studienreisende, Ökos und /oder Backpacker.
Was bitte hat das mit mir zu tun? Habe ich einen Reiseführer geschrieben???

Wenn du konstruktive Aussagen zu SHV zu machen hast, dann bitte her damit.
Ansonsten hör bitte auf, mich von links anzumachen.
DANKE
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: thaiman † am 11. April 2011, 18:43:23

Bin nicht schwul und mache Dich daher auch nicht an, das ist Punkt 1
wenn Du was wissen moechtest und es haben, wie Du sagst, schon Viele
geantwortet, warum fragst Du weiter?

in Punto: chinesisch, kannst Du es besser wie deutsch?
Sei nicht boese, Du darft nicht giftig werden
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 11. April 2011, 19:00:31
Nun lasst mal gut sein, das liest sich wie eine Aneinanderreihung von Mißverständnissen, @thaiman wollte dich ganz sicher nicht anmachen, sondern eher helfen so gut es geht. ;)

Sachdienliche Hinweise können dir eh nur die Jungs geben die in Cambo leben oder dort regelmäßig zu Besuch sind. Wenn @rio schreibt, das man bei einigen Fragen, kaum Tipps geben kann um z.B. eine passende Haussuche schon vor Reiseantritt zu starten, so glaube ich das gern.
Ich würde auch für Thailand niemals empfehlen, ein Haus/Wohnung schon über das Internet im Vorfeld auszusuchen, damit kann man nur auf die.. :-X fallen.
Gewisse Dinge lassen sich halt nur vor Ort regeln.
Dennoch wünsche ich weiterhin alles Gute bei deinem Vorhaben, Reiner :)

P.s. In der Provinz!!! Sihanoukville leben etwa 235.190 Einwohner (Stand 2006),
http://de.wikipedia.org/wiki/Sihanoukville

Das ist doch eine sehr überschaubare Größenordnung, auch wenn die Einwohnerzahl sich womöglich verdoppelt hat seit 2006. :-)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 11. April 2011, 20:23:21
wenn Du was wissen moechtest und es haben, wie Du sagst, schon Viele
geantwortet, warum fragst Du weiter?
Weil ich eben neugierig bin und den Tag kaum noch abwarten kann, wenn es endlich los geht.  :o

Sei nicht boese, Du darft nicht giftig werden

 ;} Hast ja recht, bin etwas überempfindlich. Stecke seit über einem Jahr in ner Scheidung (Trennungsjahr unter einem Dach)  {[ Da liegen manchmal die Nerven blank.
Sorry  }{
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: thaiman † am 11. April 2011, 20:38:06

Von mir auch sorry, Du musst zur Katze werden, auf die Fuesse fallen,
nicht vor der Frau
                         wenn Urlaub, dann einen ruhigen Ort
                                                                                Gruss thaiman
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: samurai am 11. April 2011, 22:09:09
Lieber Weltenbummler (Eckie),
Deine Erfahrungen in Mittelamerika (Belize) und im Milieu in Ehren möchte ich Dir dennoch einen gut gemeinten Rat geben. Schalt mal einen Gang runter, denn wenn Du Dich in SOA so verhältst wie Du hier postest, wirst Du hier nicht glücklich.

mit freundlichen Grüßen aus SOA
Lung Lolf
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alfred am 12. April 2011, 03:24:57
Was so problematisch?
Ich wollte nicht gleich auswandern nach SNV vor meiner ersten Kamboreise 2005 , da haette ich aber auch zuerst Probezeit da verbracht u es aehnlich gemacht.
Gegoogelt, etwas gelesen-Lonely Planet, ueber
www.bayonpearnik.com Hotel in Phnom Penh u SNV gesucht u Moto Enduro Vermieter gefunden.
An der Hotelbar in PP weitere Infos von Interesse bekommen.
Junge Eingeborene hat mich dann ausgewaehlt, dafuer durfte sie mit auf Mototour, Phnom Penh, Sihanoukville, Bokor Hill
Station, Kep, Kampot.
In SNV durch Touri-Expat? Passanten Hotelauswahl bei Ankunft geandert und gut wars.
An Hotelbar in SNV erfuhr ich dann weitere mehr oder weniger wichtige Infos.
Das stehlen das die Bettelkinder auch mitten in ungesicherten Lokalen ohne Security betreiben, haben sie mit leider nicht gut genug eingeblaeut die Informanten.  :'(
Und, jedes Jahr gab, gibts mehr Info und ab u zu Motofahrt, Koh Kong-SNV.

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 12. April 2011, 14:02:40
Das stehlen, das die Bettelkinder auch mitten in ungesicherten Lokalen ohne Security betreiben, haben sie mit leider nicht gut genug eingeblaeut die Informanten.  :'(

Hi Alfred, hoffentlich blieb es bei dem einen Mal.  :-\

Ist ärgerlich, wenn die Kohle und Dokumente weg sind, kann aber noch viel übler werden.

Einer "Dame" wurde vor meiner Nase auf der Fähre von Mombasa eine Goldkette vom Hals gerissen.
Kette weg und ne böse Schnittwunde am Hals. Hat gebluted wie ein "Schwein".

Und ein Freund von mir wurde in Ghana gleich um Auto, Brieftasche, Handy und Uhr erleichtert.
Sein Glück, der einheimische Fahrer wusste wenigstens den kürzesten Fußweg zum nächsten Dorf.  :-)

Aber wer sich davon abschrecken lässt, sollte wirklich besser daheim bleiben und VoxTours gucken.  {+

Eckie
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Bruno99 am 12. April 2011, 21:14:12

Einer "Dame" wurde vor meiner Nase auf der Fähre von Mombasa eine Goldkette vom Hals gerissen.

... und ist der dann ueber Bord gesprungen. oder wie muss man sich das auf einer Faehre so vorstellen, die Fluchtmoeglichkeiten sind ja etwas eingeschraenkt  ???

Und ein Freund von mir wurde in Ghana gleich um Auto, Brieftasche, Handy und Uhr erleichtert.

irgendwie war der zur falschen Zeit am falschen Ort, und das noch mit Fahrer  {+, war sicher ein Business Trip, oder ?
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 12. April 2011, 21:41:34
... und ist der dann ueber Bord gesprungen. oder wie muss man sich das auf einer Faehre so vorstellen, die Fluchtmoeglichkeiten sind ja etwas eingeschraenkt  ???
wenn du bei dem Gedränge an die Reling kommst, hast du Glück gehabt oder sehr groß und kräftig sein.
Nee also, da müssen aus Sicherheitsgründen (Fähre ist von ca.1920) alle raus aus den Fahrzeugen. Dann steht du eingequetscht zwischen Einheimischen, schwitzenden Touries, Ziegen, Hühnern, Kisten und Säcken.
Die Profi- Klauer brauchen nicht abhauen, die reichen die Beute über 3, 4, 5 Stationen weiter. Keine Chance da was wieder zu sehen. Aber es wird jeder darauf hingewiesen, Wertsachen im Auto einzuschliessen. Wer's nicht macht ... Pech gehabt. Polizei ??? Fehlanzeige. Die würden glatt umgerannt, wenn sich die Ladung von der Fähre an Land ergießt.
Aber muss man mal erlebt haben.

irgendwie war der zur falschen Zeit am falschen Ort, und das noch mit Fahrer  {+, war sicher ein Business Trip, oder ?
Richtig und ein Leihwagen. Also noch Glück gehabt.
Eckie
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 13. April 2011, 11:17:38
(http://4.bp.blogspot.com/-mgjW1PbszFc/TaPd2aofmMI/AAAAAAAAUqg/TLkc-1nCkWk/s1600/stegosaurus_at_Angkor_2.bmp)

Stegosaurus in Ta Prohm gesichtet.

(http://2.bp.blogspot.com/-b2QPs4lavxw/TaPd6IWe80I/AAAAAAAAUqk/fJNauBUzYmQ/s640/stegosaurus_at_Angkor_3.jpg)

http://ki-media.blogspot.com/2011/04/dinosaurs-stegosaurus-at-ta-prohm.html

Herrliche Erklärungen in den Kommentaren dort  {+
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alfred am 14. April 2011, 01:17:27
-Ecki-
Ein Mal reicht mir bei Diebstahl. War ja keine Gewaltanwendung im meinem Fall, sondern Bettel Anschleich Trick.
Ecki wenn du vor Ort bist in SNV, dann versuche Info zu Mietmoeglichkeiten u Preisen bei den Oest u Deutschen Lokalitaeten bzw deren Stammgaesten Expats einzuholen.
Christian-Schnitzelwirt, Roman-Grillhuette, Max-Max u Moritz, Stefan-Freedom, Pauli (Slowake, spricht 8 Sprachen)-Paulis Cafe 50 m unterhalb Freedom.
Servus
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 14. April 2011, 13:28:48
versuche Info zu Mietmoeglichkeiten u Preisen bei den Oest u Deutschen Lokalitaeten bzw deren Stammgaesten Expats einzuholen.

 ;} Danke, mach ich  ;}

Jetzt karren die Krauts schon "Billig" Touries nach Cambo  :-[ = Penny 1699,00 € 14 Tage, 2 Tage Bangkok, 2 Tage Angkor Wat, 2 Tage PP, 4 Tage SHV im Independence Hotel, Rest Bus Transfer und Flugzeit. Ob die bei ihrem Klientel da viel verkaufen?
Geht sicher mit Eigenbuchung günstiger, muss ja nicht das Independence sein.  --C
Hoffentlich wird SHV nicht auf Dauer ein Pattaya  {--
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Blackmicha am 14. April 2011, 14:51:04
Die einzig wirkliche Alternative zu Thailand ist Laos

Nur gut , das das niemand weiss !  }}

Und das ist gut so  {*
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Bruno99 am 14. April 2011, 14:59:33
und zur Eingewoehnung gehts vorher 3 Monate in den Isaan   >:
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Blackmicha am 14. April 2011, 17:00:09
und zur Eingewoehnung gehts vorher 3 Monate in den Isaan   >:

Die habe ich schon seit 2004 hinter mir !!! }}
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alfred am 14. April 2011, 23:43:21
Isaan Eingewoehnung?
Selbst im Isaan gibts alle paar Zig Km 7-11 und Lotus-immer mehr u Big C.
Sowie Kfc und Mc Donalds-vereinzelt und ein Dutzend andere Restaurantketten.
Da ists aber dann ein tiefer weiterer Abstieg nach Laos. ;D
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Blackmicha am 15. April 2011, 14:00:43
Zitat von: Alfred link=topic=3039.msg167014#msg167014 date=
Da ists aber dann ein tiefer weiterer Abstieg nach Laos. ;D


Ach wie gut das niemand weiss ....... ;}
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: quaychang am 15. April 2011, 17:28:14
......... das es in Kambodscha am schoensten ist! Auch zu Songkran (Khmer New Year)  ]-[


So schlecht ist es aber im Grunde nicht, wenn langsam einige Pauschaltouristen in Kambodscha ankommen. Das Land braucht einnahmen. Das alles dann gleich wie Pattaya wird, denke ich auch nicht. Mit rund 1700,- Euros ist es nicht unbedingt ein Schnaeppchen. Eher was fuer Familien oder Kulturfans. Aber durchaus gut fuer alle vor Ort lebenden Gewerbetreibenden etwas mehr Einnahmen auch in der Nebensaison zu bekommen.

@Alfred
Demaechst eroeffnet der erste Pizza-Hut  {/ in Phnom Penh. KFC ist ja auch schon da und baut gerade neue Filialen. Ansonsten gibts Lucky Burger respektive dessen Kopien, plus die Kopien der Kopien. Selbiges gilt ja auch fuer 7/11 die dann 7/24, 7/7, 14/7 oder einfach nur Minimarkt heissen und auch 24 Stunden offen haben.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alfred am 17. April 2011, 00:18:41
-quaichang-
Mir gefaellts sehr gut da, mir gefiel es mal gut in Phuket, aber heute  :'(
In Laos ists aber mit den angesprochenen Westlichen Verbesserungen ??? im Ess u Einkaufsbereich aber schon noch langsamer in der Entwicklung als in Kambodscha. Denke ich schon -Blackmicha- oder?
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 22. April 2011, 16:16:11
(http://2.bp.blogspot.com/-YdFRCghWoGg/TbEZ82psNbI/AAAAAAAAF5U/GVmd3VS4S9A/s400/sacrava_no_1985+-+A+snub+king.jpg)

Friday, 22 April 2011
By DUNCAN LARCOMBE, Royal Editor
The Sun (UK)

PRINCE William and his fiancée Kate have been sensationally snubbed by the King of Cambodia.

King Norodom Sihamoni has not replied to the couple's wedding invitation.

He is the only Royal out of dozens worldwide who has failed to respond.

Sihamoni, 57, a shaven-headed former ballet dancer and instructor, is not the first Cambodian king to snub a British royal wedding.


Zu Hofe in London ist man not amused  C--
"Frauen sind für ihn wie Schwestern", so sagte einst sein Papa, obs daran liegt?  {--
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 22. April 2011, 17:14:52
"Frauen sind für ihn wie Schwestern", so sagte einst sein Papa, obs daran liegt?  {--
:]
war er wenigstens bei Elton John's Hochzeit?
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Burianer am 23. April 2011, 06:46:35
 :'( was , bei soeiner Seifenoper nicht dabei zu sein,  :'(  
Thailand uebertraegt sicher life in TRUE VISION    oder   ???
Zitat
Royale Hochzeit
Die Prinzessinnen-Macher
Focus  und Winken muss gelernt sein
http://www.focus.de/wissen/bildung/leben/royale-hochzeit-die-prinzessinnen-macher_aid_618370.html (http://www.focus.de/wissen/bildung/leben/royale-hochzeit-die-prinzessinnen-macher_aid_618370.html)
Zitat
Die zukünftige Prinzessin Catherine muss mehr können, als Winken – und selbst darin bekommt sie Unterricht.
kann ja Kambodscha abwinken  :]
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 14. Mai 2011, 16:24:48
http://www.lit-verlag.de/cover/showcover.php?fname=g1645-2.jpg&isbn=3-8258-1645-2

Markus Karbaum
Kambodscha unter Hun Sen
Informelle Institutionen, Politische Kultur und Herrschaftslegitimität
Reihe: Politikwissenschaft
Bd. 161, 2008, 376 S., 34.90 EUR, br., ISBN 978-3-8258-1645-2


Seit Anfang der 90er Jahre sollten mit massiver internationaler Hilfe demokratische Reformen der schrecklichen Vergangenheit Kambodschas mit Krieg, Bürgerkrieg und Genozid ein Ende setzen. Doch nach wie vor wird das Land von einer autokratischen Clique um Premierminister Hun Sen und einem engmaschigen Netz aus Vetternwirtschaft, Gewalt und Korruption dominiert. Der Politologe Markus Karbaum blickt in diesem Buch in das Innenleben des Regimes und zeichnet dabei das Bild eines von informellen Spielregeln zersetzten Staates, der sich von seinen verängstigten Bürgern immer weiter abkoppelt.

a failed state ???
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 19. Mai 2011, 13:38:05
Who´s next ???

(http://1.bp.blogspot.com/-ASGsI_e_J8M/TdSP1nRFGvI/AAAAAAAAU5M/PBR0VnLKWiQ/s640/He%2527s+next.jpg)

Onkel Ho hat Geburtstag, auch in Kambodscha ist das ne Party wert.
War doch "der Erleuchtete" ein echter Kämpfer für Frieden, Demokratie und Menschenrechte  [-]

(http://data6.blog.de/media/874/5581874_157dc4161f_m.jpg)

Hintergründe (satirefrei) zum gebrochenen Vertrag zwischen Vietnam und Kambodscha
und warum der Genozid geschah hier:

http://kambodscha-pnh.blogspot.com/2011/05/kampuchea-krom-und-onkel-ho-ho-ho-chi.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 22. Mai 2011, 12:59:26
(http://3.bp.blogspot.com/-0M6Jq5pqnOI/TdgpWbVCLHI/AAAAAAAAGJA/mLV7CJx9FjE/s320/Sihamoni+-+Chrat+Preah+Nungkoal+2011+%2528AFP%2529.jpg)

Des Königs Ochsen versagten bei Erntevorhersage in Bezug auf Reis und Schnaps.
Bohnen und Mais dagegen reichlich  :]
(http://img.breitbart.com/images/2011/5/21/CNG.62633db7f8244ca0c80c5bf6084ca146.d1/photo_1305968634862-1-1.jpg)

Kambodschas königlichen Ochsen mieden Reiskorn am Samstag während einer alten Zeremonie, um des Landes landwirtschaftliches Glück vorhersagen - prompt gibt es Angst vor einer schlechten Reisernte unter abergläubischen Bauern. (also bei allen, Anm.)  C--

Kommentar:

Anonymous said...

Starving the Oxen might help; what about bringing the horny cow - have all CPP see the action including the King!

Klar, das macht bei Eunuchen (in diesem Fall Ochsen) Sinn.  {+

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 03. Juni 2011, 12:23:10
(http://3.bp.blogspot.com/-MpHHDhiWn5o/TeCltNErBmI/AAAAAAAAAAM/d4bg1KIct0Y/s640/Red+WeddingENG2June2011.jpg)

War gestern vor Ort, habe aber keine Fragen gestellt in der anschliessenden Diskussion.
War sicher besser so, denn diese Fragen wären sehr pööööhse gewesen  :-X

http://kambodscha-pnh.blogspot.com/2011/06/premiere-red-wedding-dokufilm.html

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alex am 03. Juni 2011, 12:32:04
@ rio0815

mal ne vielleicht zu persönliche  Frage , kennst Du den Don Kong aus Sihanoukville  persönlich ?

Wenn nein , werde ich demnächst mal auf Wolframs Spuren , dort nach ihm suchen !

Gruß Alex

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 05. Juni 2011, 10:55:38

(http://1.bp.blogspot.com/-2S4gIlyU91s/Tem_1l08wBI/AAAAAAAAGLA/UMJ33FIU7uM/s1600/sacrava_no_2019+-+Kampuchea+Krom.jpg)


1949 gliedert die französische Kolonialmacht das Mekongdelta in Vietnam ein.
Es ist gemischt besiedelt, seit Jahrhunderten schon, aus Preah Nokor wurde Saigon.

1954 bei der Genfer Konferenz entsteht ein Staat zuviel:
Laos, Kamboscha, Nordvietnam unter Ho Chi Minh und Südvietnam als Alliierter der USA.

Nordvietnam nimmt alsbald den Guerillakrieg gegen Süvietnam auf und unterstützt den Vietcong,
die Unterstützung Südvietnams  durch die USA führt in den Vietnamkrieg.

In Kambodscha fährt Prinzregent Sihanouk einen pro-sozialistischen Kurs, was die nationalen Kräfte gegen ihn aufbringt. Sie befürchten Übernahme durch Vietnam, Einwanderung von Millionen Vietnamesen nach Kambodscha.

Grund für diesen Kurs Sihanouks: Ein Pakt mit Nordvietnam im Jahr 1965
Inhalt: Hilft Kambodscha Nordvietnam, duldet Truppen und den Ho Chi Minh - Pfad auf seinem Territorium, bekommt Kambodscha nach dem Sieg Nordvietnams Kampuchea Krom zurück.

1967 Beginn der Luftschläge auf Kambodscha durch die USA: Nachschubwege des Vietcong stoppen.
Angeblich gesamt 500.000 Tote, heute allesamt unter Genozid subsumiert.

1970 putscht Premier Lon Nol gegen Regent Sihanouk, läuft zu den USA über, um Übernahme durch Nordvietnam und Luftschläge der USA zu beenden.
Sihanouk flieht nach Peking, ruft zum Sturz der Regierung auf, verbündet sich mit Pol Pot.

1975 Nord-Vietnamesische Armee, ergänzt um Khmer rouge, übernimmt Phnom Penh, Massenexekutionen,
Evakuierung von 2 Millionen Bewohnern aufs Land, die bei halben Rationen schnell verhungern.
Genozid. Ausrottung der Eliten.

1975 Saigon fällt, Vietnam ist wieder vereinigt, die Erben Ho Chi Minhs brechen den Pakt mit Kambodscha: Kampuchea Krom wird nicht zurückgegeben.

1975 Erste Aktion der roten Khmer unter Pol Pot nach der Räumung aller Städte und Neustrukturierung der Streitkräfte:
Überfall auf Kampuchea Krom, wird zurückgeschlagen durch Vietnam.
Auftakt ständiger Scharmützel dort bis Weihnachten 1978.

1979 Invasion Kambodschas durch Vietnam, im Gepäck "Gruppe Ulbricht", die noch heute an der Macht ist. Hun Sen war damals schon dabei...

1979 Strafexpedition Chinas gegen Vietnam wegen Invasion in Kambodscha.

2011 30%-50% der Einwohner Kambodschas sind Vietnamesen. Übernahme läuft...

Kompakter geht es nun wirklich nicht mehr...
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Rainer250 am 05. Juni 2011, 21:02:40
@ rio0815

 , kennst Du den Don Kong aus Sihanoukville  persönlich ?

Wenn nein , werde ich demnächst mal auf Wolframs Spuren , dort nach ihm suchen !

Gruß Alex



Den mußt Du nicht suchen Alex,
gehe auf seinen Block und schreibe ihm eine Mail, und er wird sich mit Dir treffen!

Gruß aus SHV
Rainer
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Grüner am 06. Juni 2011, 03:16:21
RIO, ich weiß nicht, von welcher Verschwörungsseite Du Deine Daten hast, aber das meiste davon habe ich als Gerschichts- und Geschichtensammler noch nie gehört. Einge Punkte davon sind einfach nur Unsinn, z. B.

--- 1954 hat überhaupt noch kein Mensch noch an "Vietkong" gedacht, weil es die noch gar nicht gab. Die kamen erst ab den 1960ern zum Zug, als ich gerade Nachrichtenredakteur geworden war. Bis dahin und noch lange danach war immer nur die Rede von den schon in den 1940er gegründeten Vietminh, DEREN erster Führer und Mitgründer Ho Tschi Min war.

--- Lon Nol lief nicht zu den USA über, er war von Anfang an der Mann der USA, ein Auftragsputsch, nicht ganz uneingennützig, versteht sich.

--- Die Roten Khmer wurden vielleicht indirekt (oder während des Krieges sogar noch direkt) von Nordvietnam unterstützt, aber nach Phnom Penh sind sie ALLEINE einmarschiert und die Massaker haben sie auch ALLEINE zu verantworten. Mit den Vietnamesen wollten sie schon von sich aus nichts mehr zu tun haben, dafür sorgte schon der Chauvinismus, der ihnen, wie fast allen asiatischen "Bewegungen" eigen war und ist: Sie hielten sich natürlich auch für das auserwählte Volk...

Mit Vietnam gab es gab noch ein paar wenige offizielle Kontakte, mal eine Delegation, aber das Interesse war nur noch einseitig vietnamesisch und schlief schnell ein. Sogar die sehr wenigen linientreuen Vietnamessichen Delegationen, die überhaupt noch reinkamen, waren entsetzt über die Art des Kommunismus, den sie dort erlebten, und berichteten entsprechend.

Nachzulesen z. B: bei David P. Chandler and Ben Kiernan.

Wenn Du zum Beispiel schreibst

Zitat
1975 Nord-Vietnamesische Armee, ergänzt um Khmer rouge, übernimmt Phnom Penh, Massenexekutionen, Evakuierung von 2 Millionen Bewohnern aufs Land, die bei halben Rationen schnell verhungern. Genozid. Ausrottung der Eliten.

ist das deshalb entweder böswillig irreführend oder zeugt von vollkommener Geschichts-Unkenntnis, was Kambodscha betrifft.

Ich könnte noch mehr in der Luft zerreißen, aber so interessant ist das Thema auch wieder nicht. Ich empfehle ein paar gute Kambiodscha-Geschichtsbücher zu lesen.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 06. Juni 2011, 10:43:38
RIO, ich weiß nicht, von welcher Verschwörungsseite Du Deine Daten hast, aber das meiste davon habe ich als Gerschichts- und Geschichtensammler noch nie gehört. Einge Punkte davon sind einfach nur Unsinn, z. B.

--- 1954 hat überhaupt noch kein Mensch noch an "Vietkong" gedacht, weil es die noch gar nicht gab. Die kamen erst ab den 1960ern zum Zug, als ich gerade Nachrichtenredakteur geworden war. Bis dahin und noch lange danach war immer nur die Rede von den schon in den 1940er gegründeten Vietminh, DEREN erster Führer und Mitgründer Ho Tschi Min war.

ist das deshalb entweder böswillig irreführend oder zeugt von vollkommener Geschichts-Unkenntnis, was Kambodscha betrifft.

Ich könnte noch mehr in der Luft zerreißen, aber so interessant ist das Thema auch wieder nicht. Ich empfehle ein paar gute Kambiodscha-Geschichtsbücher zu lesen.

Ab 1956 tauchte in den Zeitungen in Sàigòn die Bezeichnung Việt cộng auf. Ab dem Jahr 1957 ist diese Kurzform als „Vietcong“ auch in englischsprachigen Publikationen nachweisbar.[2]

http://de.wikipedia.org/wiki/Vietcong#Begriff

Überarbeite deine "ich weiss schon alles"-Arroganz  :]

Es ist übrigens unwichtig, wichtig ist nur dass Nordvietnam niemals bereit war, einen separaten Staat Südvietnam zu akzeptieren.

Zu Lon Nol:
Ende der 1950er Jahre war er Oberbefehlshaber der Armee und Verteidigungsminister, 1966 bis 1967 Premierminister, dieses Amt übernahm er wieder im September 1969.
http://de.wikipedia.org/wiki/Lon_Nol#Politische_Laufbahn

Lon Nol war schon seit der Unabhängigkeit ein "Grosskopferter" in Cambo, und ohne den Pakt Sihanouks mit den Nordvietnamesen wäre Kambodscha wohl neutral geblieben, kein Putsch, kein Bürgerkrieg etc.

Ich habe hier meine Thesen geschrieben, klar sind auch die nicht "vom Himmel gefallen", aber sie füllen die eklatanten Logiklücken der von dir empfohlenen Geschichtsbücher.
Geh darauf ein oder lass es bleiben, aber komme mir nicht mit "ich war damals Nachrichtenreakteur  und weiss Bescheid"

Was von den Wahrheiten der Nachrichtenreaktionen in Bezug auf Vollständigkeit und Wahrheit zu halten ist, bekommen wir ja täglich vorgeführt.  {[
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Grüner am 06. Juni 2011, 16:06:38
Ab 1956 tauchte in den Zeitungen in Sàigòn die Bezeichnung Việt cộng auf.
http://de.wikipedia.org/wiki/Vietcong#Begriff

Überarbeite deine "ich weiss schon alles"-Arroganz  :]

Meine Güte, Wikipediawissen... Als ob das jemand interessiert, was ne Zeitung in Saigon mal 1956 faselte.

mit wiki kannste alles beweisen, manchmal sogar das, was in wissenschaftlichen Büchern steht.

Zitat
Die Việt Minh wurde 1941 ... gegründet... Sie bestand aus nationalistischen und kommunistischen Gruppen. Der politische Führer und ein Gründer der Việt Minh war Hồ Chí Minh,

http://de.wikipedia.org/wiki/Vi%E1%BB%87t_Minh

Zitat
Die Nationale Front für die Befreiung Südvietnams, abgekürzt NFB ... im allgemeinen Sprachgebrauch auch Vietcong ... wurde 1960 gegründet und 1977 offiziell aufgelöst.
...

Im März 1960 fand eine Konferenz ehemaliger Việt-Minh-Anführer, Vertreter der Kommunistischen Partei, Buddhisten, Cao Dai, Hoa Hao und Katholiken statt,... Dies führte zur Gründung der „Nationalen Front für die Befreiung Südvietnams“ (NLF). Am 20. Dezember 1960 verkündete diese im Rundfunk ihr Programm,....

http://de.wikipedia.org/wiki/Nationale_Front_f%C3%BCr_die_Befreiung_S%C3%BCdvietnams
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 07. Juni 2011, 08:27:59
Grüner, ich mag mit dir nicht diskutieren, geht nur der schöne Strang bei kaputt.
Hast recht, scheiss Wiki,  gut dass du es nicht als Beleg verwendest.

Was Lustiges aus der Reihe Buddhismus live und in Farbe

 (http://2.bp.blogspot.com/-NIYxv1dcMcE/Tez47tE8h6I/AAAAAAAASio/zA750MgUASQ/s1600/Pray+for+rain+%2528AP%2529.jpg)

A Cambodian man with face painted as ghost to rid evil spirits from their village takes part in a march during a ceremony to pray for rain amid the rice planting season at Pring Ka-ek village, about 20 kilometers (13 miles) northwest of Phnom Penh, Cambodia, Monday, June 6, 2011. Cambodia is a country which heavily relies on agriculture as over 80 percent of its 14.3 million people are farmers. (AP Photo/Heng Sinith)

Wisst ihr, der Buddhismus ist mehr so ne Art Philosophie als ne Religion, und auch deshalb ist er den monotheistischen Religionen überlegen.
Und über den Animismus, dem 99% der Buddhisten anhängen, schweigen wir einfach, vom Aberglauben auch ganz zu schweigen.

Zerstört nur das Gelaber von dieser supi Philosophie Buddhismus.  {[


Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 10. Juni 2011, 12:35:00
400 Farmer verjagen Polizei mit Knüppeln und Äxten.
11 Verletzte


(http://3.bp.blogspot.com/-NTMHY664nsY/TfD1PMarPLI/AAAAAAAASl8/MdgkHJbJBQ8/s1600/Land+revolt.jpg)

“We never sold our land, we have owned the land from our ancestors, so why are the title deeds now in Chinese names?” Sun Bunchhuon, 42, a representative of the villagers told Reuters by telephone, adding three villagers had been shot and four beaten and shocked with electric batons.

Ja, es wurden zu Khmer-Rouge-Zeiten viele Landpapiere vernichtet, wird auch immer schön von den Medien herausgestellt, ist aber kein Problem:

Jeder der minimum 5 Jahre auf "seinem" Land lebt, ist Eigentümer, darf nicht vertrieben werden.
Ist Gesetz hier, nur leider juckt es niemanden "da oben", und vor Gericht... vergesst es !

Tipp für die Zukunft:
Beim nächsten Mal bitte mehr Photos und vor allem Videos machen, sonst wird das nichts mit den Berichten weltweit. Tote wären auch gut, möglichst viele, arrangierte Tote reichen völlig, aber genug Blutersatz verwenden (!!!) und ein paar Farmer müssen in die Luft ballern, auch wenn kein Feind zu sehen ist, wie bei den "Bildern von den Kämpfen um Misrata", Luftabwehr auf Jeeps montiert, ballern herum, alles gestellt, aber 95% glauben es, nur darauf kommt es an.


http://www.youtube.com/watch?v=lsSuPIKSeaI


Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 11. Juni 2011, 13:04:42
Hier mal ein kurzer Bericht zu dem neu renovierten Markt.

Alte Hallen in neuem Glanz - Phnom Penhs Markt ist wieder schick
"Der Markt von Phnom Penh ist fast 75 Jahre alt. Die Markthallen im Art-Déco-Stil waren ziemlich heruntergekommen. Jetzt sind sie aufgemöbelt worden. Der Bummel ist interessant wie eh und je, aber nicht mehr so schweißtreibend."

http://www.n-tv.de/reise/Phnom-Penhs-Markt-ist-wieder-schick-article3547941.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 12. Juni 2011, 12:44:51
http://kambodscha-pnh.blogspot.com/2011/05/phsar-thom-thmei-ist-fertig-renoviert.html

(http://3.bp.blogspot.com/-d6wOf5KNfTE/TeGsoa_XyZI/AAAAAAAABYA/_7vXcfNwt78/s640/1.jpg)

(http://2.bp.blogspot.com/-Q5oI6dflibc/TeGsrLEgToI/AAAAAAAABYI/XxvOiipmaLo/s640/3.jpg)

Schick  [-]
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 28. Juni 2011, 00:43:52
http://infokrieg.tv/wordpress/2011/06/27/volkermord-tribunal-in-kambodscha-ohne-pol-pot-kissinger-und-nixon/

Völkermord-Tribunal in Kambodscha – ohne Pol Pot, Kissinger und Nixon

grossartiger Beitrag  }}
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 01. Juli 2011, 22:25:04
(http://www.google.com/hostednews/afp/media/ALeqM5h9y3qqWr2UUCZmXKw-i8KJr5bi4w?docId=photo_1309411810524-1-0&size=l)

Soll das grösste 3D-Puzzle der Welt gewesen sein
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: farang am 02. Juli 2011, 01:19:32
Ist Kambodcha eine Alternative?
Ein sehr interessanter Bericht  vom Schweizer Fernsehen.
Wir unterstützen das noch. ???

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=dbda78ef-0853-4e82-a78c-ded21965ddb0
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 02. August 2011, 21:56:47
Moin Leutz
wassen los, ist der Thread hier eingepennt.  ???
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: khon_jaidee am 02. August 2011, 22:00:21
Na Eckie, dann belebe ihn doch mal und schreib was Interessantes über Kambodscha...
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 02. August 2011, 22:08:45
Na Eckie, dann belebe ihn doch mal und schreib was Interessantes über Kambodscha...

da musst du dich noch etwas gedulden, am 29.9. geht mein Flieger [-]
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Isan Yamaha am 02. August 2011, 22:09:06
Moin Leutz
wassen los, ist der Thread hier eingepennt.  ???


Biste noch in Ffm,in der Taunussttraße. ??? ??? Oder haste deine Reisepläne aufgegeben. ??? ???
Oh ich sehe gerade,der Flieger ist gebucht.
Und wie ist die Scheidung gelaufen,was mußte abdrücken,berichte mal. ???
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 02. August 2011, 22:15:42
Biste noch in Ffm,in der Taunussttraße. ??? ??? Oder haste deine Reisepläne aufgegeben. ??? ???

noch, leider. Aber Ticket und Visum sind schon da.  {*

Aber nicht in der Taunusstrasse, das war einmal. Jetzt habe ich OF am Auto  >:  ja ja ich weiss nach 10 Jahren Unfallfrei kommt das "O" vor dem "F" weg  :D
Und Kickers Fan bin ich auch nicht  {/

NEUGIERNASE  ;D
Scheidung läuft Donnerstag und mit Abdrücken ist nix. Meine Ex verdient genug. Nur mit den Renten gibts ne Aufrechnerei.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 03. August 2011, 05:07:47
Hallo Eckie,

ich wünsche Dir und Deiner baldigen Exfrau, dass am Ende alles ohne llzu große Kollateralschäden über die Bühne geht.

Für dein Leben danach wünsche ich Dir viel Glück, Neugier auf alles, was vor Dir liegt und ganz weit offene Augen und Ohren und eine Riesenmenge gesunden Menschenverstand. Du wirst alles gut gebrauchen können.
Grüß mir Sihanoukville ganz herzlich und lass Dir von Jerry alles wichtige zeigen.

Wäre schön, zu hören und lesen, wie es bei Dir weitergeht.
Ich habe selber vor, im November oder Dezember meine Kambodschakenntnisse aufzufrischen.
Ein paar Tage Sihanoukville fallen da meistens ab. ;)

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 17. August 2011, 11:55:08
Kambodscha: Auf der Müllhalde enden alle Träume

".......Rauchfahnen stehen über dem Hügel, dazwischen tauchen neben einigen, in zerlumpten Jacken gehüllten Erwachsenen mehrere Kinder auf. Mit Stöcken stochern sie in den Überresten aus den Schuttabladeplätzen der Millionenstadt Phnom Penh. Die 13-jährige Cheam ist eines von rund 200 Kindern, die hier nicht nur nach verwertbaren Abfällen suchen, sondern auch in einer aus mehreren Stangen und Plastikplanen behelfsmäßig errichteten Hütte leben......"

http://www.epochtimes.de/756565_kambodscha-auf-der-muellhalde-enden-alle-traeume.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 18. August 2011, 08:56:36
Auf Phuket erlebe ich es täglich, dass Mülltonnen nach Verwertbarem durchsucht werden.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 18. August 2011, 08:59:02
Kambodschaner wollen Bauprojekt verhindern - Erbitterter Protest gegen die Stadt im See
 
"Wo einst der Boeung-Kak-See im Herzen Phnom Penhs lag, rollen nun die Bagger. Investoren wollen hier ein neues Stadtviertel hochziehen und schütten den See mit Sand zu. Die Anwohner kämpfen erbittert gegen ihre Vertreibung - mit internationaler Unterstützung......

.....Sie kämpfen ohne Gnade gegen uns und finden keine Lösung, die gut für uns ist."
Gemeint ist die die Investmentgesellschaft Shukaku, die einem Senator der regierenden kambodschanischen Volkspartei gehört. Shukaku will, mit viel Geld chinesischer Investoren im Rücken, ein ganzes neues Stadtviertel hochziehen........."

http://www.tagesschau.de/ausland/kambodscha208.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 18. August 2011, 09:01:12
Auf Phuket erlebe ich es täglich, dass Mülltonnen nach Verwertbarem durchsucht werden.

Müllsammler/Verwerter gibt es auch in Chiang Mai reichlich....ich finde den Artikel auch ein wenig zu reißerisch. {--
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Bruno99 am 18. August 2011, 10:08:31
Auf Phuket erlebe ich es täglich, dass Mülltonnen nach Verwertbarem durchsucht werden.

ja und was ist daran so schlecht ?

vor vielen, vielen Jahren kannte man in der CH noch die sogenannte Sperrmuellabfuhr (Sperrmuell konnten z.B. kaputte Stuehle, Tische etc sein, also eben sperriges).

Wenn man das am Abend vorher an den Strassenrand, am entsprechenden Ort fuer diesen Sperrmuell, abgestellt hatte, konnte man sicher sein, dass am anderen Morgen bereits die Haelfte von Muellsammlern abgeholt wurde, bevor die Gemeinde den Rest entsorgte  :]

Die Muellsammler warten nicht nur Immigranten aus dem ehemaligen Jugoslawien, da gabs auch einheimische Schnaeppchenjaeger mit handwerklichen Faehigkeiten  ;]
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Isan Yamaha am 18. August 2011, 10:20:08
Und die Türken,haben sich die Wohnung,damit eingerichtet,machen die heute noch so. :]
Und der Rest,wird dann,auf dem Flohmarkt Verkauft. }}
Und in Kairo,suchen Tausende,im Müll nach Essen. :o {+
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: samurai am 18. August 2011, 12:38:51
Kambodscha: Auf der Müllhalde enden alle Träume
".......Rauchfahnen stehen über dem Hügel, dazwischen tauchen neben einigen, in zerlumpten Jacken gehüllten Erwachsenen mehrere Kinder auf. Mit Stöcken stochern sie in den Überresten aus den Schuttabladeplätzen der Millionenstadt Phnom Penh. Die 13-jährige Cheam ist eines von rund 200 Kindern, die hier nicht nur nach verwertbaren Abfällen suchen, sondern auch in einer aus mehreren Stangen und Plastikplanen behelfsmäßig errichteten Hütte leben......"
http://www.epochtimes.de/756565_kambodscha-auf-der-muellhalde-enden-alle-traeume.html
Ich beziehe mich auf den o.g. Post von Dart und die folgenden. In denen wird darauf verwiesen das es auch Müllsammler in Thailand gäbe. Die mit Kindern die auf Müllhalden leben dahin vegitieren zu vergleichen halte ich für ein wenig vermessen.
Die Kinder leben im Müll und finden das nötigste zum überleben auf der Halde. Schlimmer gehts nimmer.
Die Müllsammler in Thailand sind Teil eines funktionierenden Recyclingsystems.

Es ist je nachdem wo mann auf der Leiter steht ein lukratives Geschäft. Aber selbst ein kleiner Sammler wie der hier
(http://lh4.googleusercontent.com/-AIyOMHuE6sc/TSrVd8xqKmI/AAAAAAAAAfo/EoRLq1Q5GLg/s640/DSC04967.JPG)
verdient mehr als jeder Hilfsarbeiter auf dem Bau und ist dabei selbständig. Er ist Kleinunternehmer. Er schläft nicht im Müll!
Die Zwischenhändler / Aufkäufer, oft Thai Chinesen, verdienen richtig gut.

Rolf Samui

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: namtok am 18. August 2011, 12:41:53
Kürzlich bei einer privaten "Sperrmüllsammlung" haben die doch tatsächlich  alle von mir rausgestellten "Wertsachen" stehen lassen.  {+  Alte Stereoanlagen, Fernseher, Computer etc. funzte alles noch. Angeblich war ihr Vehikel schon "voll"  >:

Im LOS und wohl auch in Kambodscha hätte das Zeugs nur wenige Minuten unbeaufsichtigt vor der Haustüre überstanden...  }}
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 19. August 2011, 13:28:51
Müllsammler/Verwerter gibt es auch in Chiang Mai reichlich....ich finde den Artikel auch ein wenig zu reißerisch. {--

Ich war dort schon mal, und das Merkwürdige ist eher, dass Touristen dorthin gekarrt werden, als Attraktion Kambodschas sozusagen.
DAS ist irgendwie krank.  --C

Den geschockten Touristen werden dann mit Hilfe von angeheuerten Waisenkindern ( Laut Unesco haben über 70% der Waisenkinder Eltern  ???  ) grössere Dollarbeträge für einen guten Zweck abgebettelt.
Der gute Zweck besteht darin, dass die Barangs ihre Miete und ihr Bier bezahlen können.

Leider ist das kein Witz.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 25. August 2011, 21:07:11
"Phnom Penh - Erneut sind in einer Textilfabrik in Kambodscha Hunderte von Arbeitern zusammengebrochen. Fast 300 Beschäftigte eines Zulieferers der Bekleidungskette H&M seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, teilte die Polizei in der Provinz Kampong nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP mit.

Am Mittwoch bereits seien 85 Arbeiter ohnmächtig geworden und hätten Medikamente bekommen müssen, am Donnerstag dann weitere 198 Beschäftigte, sagte Vize-Polizeichef Ly Vireak....."

 http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,782397,00.html#ref=rss   
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: farang am 30. August 2011, 00:54:25
Die beste Reportage die ich über Kambodscha gesehen habe.Läuft auf Arte in LOS vermutlich nur über
Sahr oder Join Tv. Bambusbahn und bei Gegenverkehr wird alles von der der Schiene gehoben. }}

http://videos.arte.tv/de/videos/360_geo_reportage-4097254.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 30. August 2011, 22:38:55
Nix geht in LOS. :-) :'(

Kannst du mal den Titel der Reportage posten? Mit ein wenig Glück wird die ja auf Youtube irgendwann hochgeladen.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: farang am 31. August 2011, 00:11:35
Ja habe ich gedacht das ihr das in LOS nicht sehen könnt.
Die Sendung heisst 360° Geo Reportage. ( Die Bambusbahn)
Mit zwei Stahlachsen und einem Bambusgestell bauen die einen temporären Zug.
Als Antrieb benutzen sie einen Wasserpumpenmotor mit Keilriehmen,den sie mit einem
Fusspedal wieder von der Achse lösen können.
Wenn ein Zug oder Konkurrent entgegen kommt wird das ganze schnell aus der schiene gehoben.
Da wird vor allem in der Regenzeit und Reiserte gut verdient. [-]

http://www.youtube.com/watch?v=MT7bjgU4oVY&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=YKA5NxsXm8w&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=7CZqE3HoM0k&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=dzSdWz0aEVQ&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=yvwwp2941yE&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=cg4npVTj53o&feature=related


Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 31. August 2011, 04:23:31
Lieber farang,

wenn Du jetzt nach Battambang kommst, wirst Du herausfinden, dass der "Bamboo Train" gar nicht mehr so leicht zu finden ist.
Die Regierung gibt sich Mühe, die Infrastruktur zu verbessern, dazu gehört auch der Bahnverkehr.
Trotzdem ist auch Battambang nach wie vor einen Abstecher wert.
Die Landschaft ist wunderschön, auch Battambang selbst hat was. Es ist schließlich die zweitgrößte kambodschanische Stadt, aber trotzdem noch relativ wenig "internationalisiert".
Es gibt ein paar ganz ordentliche Guesthouses und Hotels, dazu eine ganze Reihe recht gut englisch sprechender Mopedtaxidriver, die einem gern die Stadt und ihre Umgebung näher bringen.

Wer noch nicht in Siem Reap waren, um sich Angkor What anzuschauen, der kann von hier aus (nach einem kurzen Überlandweg) über den Tonle Sap nach Siem Reap weiterreisen.

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 02. September 2011, 13:11:34
Raubmord in Phnom Penh, mitten am Tag, und alles gefilmt.

Noch eine total moralisch bankrotte Gesellschaft.  :(

http://www.youtube.com/watch?v=Nys_tlR1ooM

Synopsis: Police confirmed that the video shown above was captured during a daylight robbery in Phnom Penh, just across from the Phnom Penh International Airport. During the robbery, a woman was shot three times by the robbers for attempting to wrestle back a box of her money worth about 100 million riels (~$30,000). Using the video, the police was able to identified the robbers, but it declined to reveal their identity. The victim died on the way to the hospital.

An announcement was posted on Facebook indicating that the owner of the video camera which taped the entire robbery scene had decided to remove the camera because he fears reprisals from the robbers. On the other hand, considering that nobody dared help the victim of the robbery, it is understandable why the owner of the video camera is concerned for his safety. After all this is the Kingdoom of Don't You Ever Wonder! Get it?

Genau so siehts aus.  {[
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 02. September 2011, 15:01:22
Lieber rio,


Dafür musst Du aber nicht nach Kambodscha fahren.
Sowas kannst Du hier auch haben.
Da gehts dann nicht einmal um Geld,hier wirst Du auch schon einmal bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel eben mal totgeschlagen oder -getreten.

Hat da immer einer eingegriffen, um größeren Schaden vom Opfer abzuwenden?
Meistens doch wohl nicht. {+

Schau Dir einmal die deutsche Kriminalstatistik an. Sind wir alle deswegen eine "total moralisch bankrotte Gesellschaft"?
Derartige pars pro toto Aussagen halte ich nicht für hilfreich.

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 02. September 2011, 16:46:54
Partiell sind wir das auch, Wolfram.

Aber so total moralisch bankrott wie Kambodscha oder Thailand sind wir sicher (noch) nicht, arbeiten aber dran.  C--
Noch werden U-Bahn-Halbtottreter in Deutschland angeklagt und verknackt, oftmals zu sanft sicher,
und Korruptionssümpfe werden doch noch bekämpft.

TukTukmafia in Phuket, die nach Fast-Mord gar nicht belangt werden oder aber 200 Baht Strafe zahlen,
illegale Spielcasinos und Hurenläden zu Hunderten bei verbotener Prostitution unter Regie der Polizeiführung,
die komplett vom Verbrechen durchtränkte Gesellschaft in Kambodscha und und und,
nee das sind schon noch andere Kaliber.

Aber Du hast in einem recht: Knast für Meinungsverbrechen gibts auch in der BRD.
Wir nähern uns also an.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 11. September 2011, 17:08:45
Wie die Milchwirtschaft nach Kambodscha kommt

Es soll bekanntlich mit Holsteiner Kühen die erste Molkerei in Kambodscha errichtet werden, um von Importen unabhängig zu werden, langfristig gesehen. Findet man hier mit der Blogsuche...

Ein kleiner Junge will aber nicht darauf warten, und Geld für thailändische Milch hat er auch nicht.
Und so hat er einen Weg gefunden, an frische Milch zu gelangen.

(http://2.bp.blogspot.com/-VcOR7iBRF3Q/Tmum2kh7nzI/AAAAAAAAGsk/nyUwdhh46gA/s1600/Tha+Sophat+suckle+on+cow.jpg)

(http://2.bp.blogspot.com/-MaDE7mW4CqQ/Tmum3L5bJEI/AAAAAAAAGso/fhdFD_BSYgQ/s320/Tha+sophat+suckle+cow+%2528Heng+Sinith%2529.jpg)

Schlaues Kerlchen :)

http://ki-media.blogspot.com/2011/09/tha-sophat-little-tod-who-suckles-on.html

Die Kommentare dort sind ziemlich heavy, alles Schuld der Regierung diesmal, sonst liegen bei der Schuld eher die Vietnamesen vorn...  C--
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: samuispezi am 11. September 2011, 21:04:50

In den Augen der Kuh kann man richtige Muttergefühle erkennen. :-*

Sauispezi }}
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 23. September 2011, 17:17:45
Kambodscha - Hubschrauber retten Touristen vor Überschwemmungen bei Angkor

"Wegen flutartiger Überschwemmungen in der Nähe der Angkor-Tempelanlage sind am Donnerstag deutsche und andere Touristen mit dem Hubschrauber in Sicherheit gebracht worden. Wie die Behörden mitteilten, flogen drei Hubschrauber die insgesamt fast 200 Touristen aus dem Gefahrengebiet beim Banteay-Srei-Tempel......"

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,787980,00.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 29. September 2011, 18:59:38
Schlimmstes Unwetter seit zehn Jahren - Fast 100 Tote bei Überschwemmungen in Kambodscha
 
"Bei den schlimmsten Überschwemmungen seit zehn Jahren sind in Kambodscha mindestens 97 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Behörden mitteilten, steht die Stadt Siem Reap nahe der weltberühmten Tempelanlagen von Angkor Wat unter Wasser. Der Fluss, der durch die Stadt führt, war nach heftigen Regenfällen über die Ufer getreten.

Insgesamt leben mehr als 100.000 Menschen im Überschwemmungsgebiet. 40.000 Hektar Reisfelder seien überschwemmt, sagte Regierungssprecher Phay Siphan......"

http://www.tagesschau.de/ausland/kambodscha214.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: sitanja am 09. Oktober 2011, 17:30:07
Phoenix : Traumhafte Küsten
Samstag  29.10.2011  21:00-21:45 Uhr

Kambodscha - Ein neues Lächeln
Die Pazifikstrände von Kambodscha sind 30 Jahre nach dem Ende des Vietnamkriegs zu einem Paradies für westliche Touristen und chinesische Investoren geworden. Doch welchen Preis werden die Kambodschaner dafür zahlen müssen?

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: franzi am 09. Oktober 2011, 18:14:50
Die Strände am Golf von Thailand

fr
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 11. Oktober 2011, 07:03:10
Eklat im Kambodscha-Tribunal

"Wegen Differenzen mit der Regierung in Phnom Penh hat der deutsche Untersuchungsrichter am Sondertribunal für Kambodscha, Siegfried Blunk, seinen Rücktritt erklärt. Er habe Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon ein entsprechendes Gesuch übermittelt, erklärte Blunk am Montag....

Als Grund für seinen Rücktritt, um den er rückwirkend zu Anfang Oktober bat, gab Blunk den anhaltenden «Druck seitens Regierungsvertretern» an, den er als «versuchte Einflussnahme» auf seine Arbeit wertete. Das Tribunal zur Aufarbeitung der Schreckensherrschaft der Roten Khmer (1975 bis 1979) wird von den Vereinten Nationen unterstützt......

.....Hintergrund des Streits sind Kontroversen um weitere Prozesse vor dem Sondertribunal. Derzeit läuft ein Verfahren gegen vier ehemalige führende Vertreter des Gewaltregimes in Kambodscha. Die kambodschanische Regierung unter Ministerpräsident Hun Sen wendet sich nun dagegen, noch gegen fünf weitere Verantwortliche zu ermitteln....."

http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/ruecktritt_sondertribunal_blunk_kambodscha_1.12924938.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: franzi am 11. Oktober 2011, 11:14:55
OT

Die Strände am Golf von Thailand

fr

der zum Pazifik gehört, wie ich von einem Member aufmerksam gemacht wurde.

Man lernt nie aus.

fr
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 11. Oktober 2011, 15:13:07
Eklat im Kambodscha-Tribunal

.....Hintergrund des Streits sind Kontroversen um weitere Prozesse vor dem Sondertribunal. Derzeit läuft ein Verfahren gegen vier ehemalige führende Vertreter des Gewaltregimes in Kambodscha. Die kambodschanische Regierung unter Ministerpräsident Hun Sen wendet sich nun dagegen, noch gegen fünf weitere Verantwortliche zu ermitteln....."

Die Diktatoren von Kambodscha sind selber Khmer Rouge und haben einfach Angst, dass die Einschläge immer näher kommen und sie am Ende selbst in Den Haag stehen könnten.  C--


Da die UN aber so dumm waren, Hun Sen und seine Mischpoke nicht zu entfernen als sie die Herrschaft in Kambodscha hatten (1992), und auch noch so bescheuert waren, das Tribunal in Kambodscha durchzuführen (wo der Druck der Clique stets präsent ist), wird bei dem 200.000.000 $ - Spektakel auch nichts herauskommen.

UN steht für UnFähig  {[
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 03. November 2011, 07:37:02
Flut sorgt für Ratten-Engpass

"......Nach schweren Überschwemmungen klagt die kambodschanische Exportwirtschaft über einen Ratten-Engpass. Es gebe einen Mangel an Ratten für den Export, weil die Nagetiere in den Fluten umgekommen seien, sagte Ministerpräsident Hun Sen.

Kambodscha exportiert demnach jährlich rund 17 Tonnen Ratten in das benachbarte Vietnam. Rattenfleisch gilt in Vietnam als billige Delikatesse, das Land importiert die Tiere lebend aus Dörfern in der kambodschanischen Grenzregion......"

http://www.n-tv.de/panorama/Flut-sorgt-fuer-Ratten-Engpass-article4678846.html   
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 03. November 2011, 09:12:23
Da ist denen dann wohl die Ratatouille ausgegangen.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 14. November 2011, 08:48:41
Bis 2020 minenfrei - Robert Luchs über den Kampf Kambodschas mit militärischen Altlasten und deutsche Hilfen

"Die Vertragsstaaten, die die Ottawa-Konvention zum Verbot von Anti-Personen-Minen unterschrieben haben, treffen sich vom 28. November bis zum 2. Dezember in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh. Kambodscha hat nach Jahren des Bürgerkrieges und des Terrorregimes der Roten Khmer (1975 bis 1979) mit der Beseitigung von Minen zu kämpfen. In dem südostasiatischen Land haben nicht nur alle Kriegsparteien über viele Jahre Minen verlegt; während des Vietnamkrieges haben die USA rund 2,8 Millionen Tonnen Bomben über Kambodscha abgeworfen.
 
Eine „besondere Leistung“ auf diesem Gebiet vollbrachten in den 80er Jahren die Vietnamesen. Sie hielten das Land zehn Jahre lang besetzt und verminten die 700 Kilometer lange Grenze zu Thailand mit dem sogenannten „Bambusvorhang“. Auf einen Kilometer kamen zwischen 1000 und 3000 Minen. Es war mutmaßlich der dichteste Minengürtel der Welt......."

http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12217185/492531/Robert-Luchs-ueber-den-Kampf-Kambodschas-mit-militaerischen.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Isan Yamaha am 27. November 2011, 14:25:17
Scheidung läuft Donnerstag und mit Abdrücken ist nix. Meine Ex verdient genug. Nur mit den Renten gibts ne Aufrechnerei.
Berichte mal,oder biste schon im Gelobten Land. ??? ???
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 30. November 2011, 12:09:45
Richtig, es wird Zeit, dass ich mich mal melde.

Bin nach einem langen Flug Frankfurt > Bahrain (war schön leer) Bahrain  > PP (war von 3 arabischen Großfamilien okkupiert und entsprechend laut) am 30. September im "gelobten Land" aufgeschlagen.

Die übliche Taxifahrt 4,5 Std. war schon das erste Abenteuer.
Also die Cambos sind eine echte Sensation in der Interpretation von Verkehrsregel und es passiert fast nichts.
In D-Land gäbe es jeden Tag mindestens 50 Schwerverletzte pro Stadt.

Ich wundere mich immer wieder wenn in SHV vor dem Markt nachmittags Stossverkehr ist. Die habe 8 Augen, 2 hinten, 2 rechts 2 links und 2 vorne.  ;}

Also ich habe meine Traumhütte, 2 Stockwerke, relativ ruhige Nebenstrasse der Omoi-Street (Downtown)
Schicke b.G. ein paar Bilder.

Ich hatte 14 Tage für die Handwerker Arbeiten geplant, es wurden 4 Wochen draus und den Rest habe ich Gestern selber erledigt.
Bitte fragt mich nicht nach der Qualität kambodschanischer Arbeiter.
Nur so viel: Jeder kann angeblich alles und kriegt kaum was gebacken. Man muss denen andauernd auf den Hacken stehen und nachräumen. Lassen überall einfach alles aus der Hand fallen und rumliegen. Und wenn man was moniert, gehen die einfach, ob fertig oder nicht. {+

Ich war dann 4 Wochen anstatt 2 Wochen im Small Hotel bei Henrik und Mom, ging zwar ins Geld, aber es ist ein kleines sehr familiäres Hotel mit nettem Staff und Top Service. Nur das Essen ist überteuert.
Bin dann in ein halbfertiges Haus gezogen. egal ......... ich habe es ja so gewollt :-)

Ich habe sowieso viel mehr ausgegeben, als geplant. 10.000 USD sind weg und das 2. Schlafzimmer ist noch nicht eingerichtet.
Na ja, kommt noch. Sonst ist alle Top, so wie ich es wollte. Fast Europa Standart. 8)

Ansonsten machen mir nur die deutschen Renten- Ämter Probleme. Deutsche Beamtenärsche :-X

I Love Cambodia  [-]
Eckie

........

Änderung: Überflüssiges Vollzitat des Vor-Beitrags gelöscht


Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 30. November 2011, 13:42:22
Ach so, noch was, ein paar erste Eindrücke deutschsprachiger Barrang in SHV.

Es wird für mich schwer werden, einen meinen Vorstellungen entsprechenden Bekanntenkreis hier aufzubauen.
Es gibt hier eine Clique, Deutsche und Österreicher (glaube ein Schweizer ist auch dabei),  die sich in einer speziellen Lokalität treffen, die von einem dieser Typen betrieben wird. Name tut nichts zur Sache.

Aber dort wird nur rumgeröstet, wie die Hessen sagen. Also angegeben, Müll gequatscht und auf dem Putz gehauen und jeder probiert jeden zu übertrumpfen oder über den Tisch zu ziehen.
Da halte ich mich lieber fern.
 
Kontakt zu Einheimischen hält sch in Grenzen, Sprachbarriere!
Ein paar nette habe ich schon kennen gelernt, aber da steht immer die Frage im Hintergrund:
Bin ich nur die Kuh, die jeder erst mal melken will?
Warten wir’s ab, habe ja Zeit ohne Ende.
Eckie

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 30. November 2011, 14:52:40
Eckie, deine Einschätzung der "Handwerker" ist ebenso zutreffend wie die der deutschsprachigen Gesellschaft in SHV.
Klar gibt es Ausnahmen, in beiden Bereichen, aber die zu finden ist sehr schwierig.
Mein Eindruck aus 5-6 Besuchen in SHV deckt sich mit dem Deinen.

In SHV gibt es aber auch nicht-Vollpfosten die deutsch sprechen, zum Beispiel  den Member "quaychang"  [-]
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 05. Dezember 2011, 14:55:00
http://www.das-kambodschaforum.de/forum/viewtopic.php?f=15&t=2445

Ganz neue, recht clevere Abzocke von Ausländern mittels einer angeblich erforderlichen Meldebescheinigung,
die 4 Mal im Jahr für je 50$ erneuert werden müsse, zusätzlich zum Jahresvisa für rund 280$.

Da kommt die Polizei sogar am Sonntag  C--

Alles Bluff, aber gute Idee  :-X
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 05. Dezember 2011, 21:22:27
 {+
 :D Gott / Budda seidank steht in meinem offiziell bestaetigtem Mietvertrag (mit Stempel, Fingerabdruck, Pass und Visa Copy usw.) ganz klar auf Englisch und Khmer, dass (mein Land Lord) fuer alle weiteren Kosten und Steuern aufkommt.  ;) Sollten bei mir 2 angetrunkene Uniformierte aufschlagen, habe ich eine ausreichend bestueckte Bar, dass die sich die sich den Rest geben koennen. [-] Dann werde ich diskret meinen LL informieren, dass er doch bitte die Zahlungen veranlassen moege. Mal sehen, was dann passiert :] Trotzdem, die Cambos lernen sehr schnell von den Thai {+


EDIT: Überflüssiges Vollzitat entfernt.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: samuispezi am 05. Dezember 2011, 22:01:36
 {+
 Sollten bei mir 2 angetrunkene Uniformierte aufschlagen, habe ich eine ausreichend bestueckte Bar, dass die sich die sich den Rest geben koennen.
Das kenne ich von der Pirateninsel von früher. Hat sich unter den Uniformierten allerdings sehr schnell rumgesprochen, dass es beim Farang was für Lau gibt,
und war dann bald die neue In-Kneipe für uniformierte Schnorrer. [-]
Geschäft wars dann für den Grand-Spender allerdings keines mehr so richtig.

Grüße
Samuispezi }}

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 06. Dezember 2011, 11:01:24
Trotzdem, die Cambos lernen sehr schnell von den Thai {+

Genau das ist der Punkt.

Schön und zutreffend kommentiert das Ganze auch hier:

Wenn Leute sich so verarschen lassen, dann hält sich mein Mitleid eigentlich in Grenzen.
Eine gewisse Cleverness, sollte eigentlich schon vorhanden sein, nach ein paar Jahren Schule in Europa, so dass man sich nicht gleich von zwei angetrunkenen Dorf-Sherrifs und den Gehilfen abzocken lässt!
Wenn man dann gar nach drei Monaten, die man ungenutzt, ohne jegliche Abklärungen  verstreichen lässt, nochmals beinahe zahlt, dann ist man wohl zu doof für Südostasien - meine bescheidene Meinung.
Gerne hätte ich aber gesehen, wie sich die bauernschlauen Khmers fast totgelacht haben, beim vernichten der 50.-USD. in der örtlichen Karaoke!
Kambodscha Forum sei Dank - hat er folglich eine Anfrage bei der Immigration in Phnom Penh gemacht.


http://kambodscha-sihanoukville.blogspot.com/2011/12/da-musste-ich-doch-herzlich-lachen-als.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie am 18. Dezember 2011, 21:16:51
{+
 Sollten bei mir 2 angetrunkene Uniformierte aufschlagen, habe ich eine ausreichend bestueckte Bar, dass die sich die sich den Rest geben koennen.
Das kenne ich von der Pirateninsel von früher. Hat sich unter den Uniformierten allerdings sehr schnell rumgesprochen, dass es beim Farang was für Lau gibt,
und war dann bald die neue In-Kneipe für uniformierte Schnorrer. [-]
Geschäft wars dann für den Grand-Spender allerdings keines mehr so richtig.

Grüße
Samuispezi }}

Da hast du was falsch versteanden, oder ich habe mich nicht klar genug ausgedrueckt.
Ich bin NICHT der Betreiber einer Bar sondern habe in meiner kleinen Behausung eine "Bar" fuer meist gebetene Gaeste. Sollten jedoch ungebetene Uniformierte kommen, reicht der Bestand aus, um sie narkotisiert von "meinem TukTuk" irgend wo in der Pampa abzuladen
 ;D
Eckie

.......

Änderung: Zitat-Bereich korrigiert

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: samuispezi am 19. Dezember 2011, 18:51:24


oh solly,

das hab ich dann falsch verstanden. o.k. mit privat gut bestückter BAR hab ich dann auch
einigermassen Erfahrung mit den Thais. Besonders gut kommt da der 80% Rum von Stroh.

Der sorgt immer wieder für Überaschungen. [-]

Grüße
Samuispezi }}
Titel: Bike
Beitrag von: Eckie am 13. Januar 2012, 16:14:56
Hallo Leutz in SHV.

Nach dem ich so langsam "meine" TukTuk Driver zu wohlhabenden Cambos mache und mir meine Bandscheiben ruiniere  >:( , habe ich mit entschlossen meinen D-Land Führerschein umschreiben zu lassen und mich mit nem Moped ins Abenteuer zu stürzen  :-) (16:00 vor der Markthalle, meinegüte  {[ )

In PP soll's für 35 USD gehen in SHV wollen die mittlerweile 50 USD haben. Ist halt Saison und die Russen versauen die Preise, auch bei den TukTuk's.
Jede Menge Hammer auf einmal auf der Strasse und „Schweinepreise“ = Salami für 28 USD, Steak 200 Gramm für 6,80 ... ist denen egal, denn Wodka ist ja billig.  [-]
D.h. alle mir bekannten Moped Verleiher sind ausgebucht, bzw. wollen Russenzuschlag wenn mal ne Karre frei ist und keine Langzeit-Verträge.  {+

Da mein Startkapital längst ins Haus mit Drumherum geflossen ist und noch ein Notstrom Aggregat her muss, bevor es nasswarm wird, ist nur ein gebrauchtes Bike finanziell machbar.  :(

Da ich in den letzten 4 Monaten ausgiebige Erfahrungen machen konnte, was Cambos bezüglich Technik, Einhalten von Zusagen und abzocken betrifft, meine Frage.

Kann mir Jemand in SHV einen Gebraucht-Moped Händler empfehlen, ohne sein eigenes Karma zu ruinieren?  ]-[ und mich mit nem Knüppel im Sack vor seiner Tür anzutreffen?  ???  >:
Oder hat evtl. selber noch eins oder bei nem Freund, Nachbarn oder so.

Für jede ehrliche Antwort dankbar,
Eckie

Titel: Re: Bike
Beitrag von: Eckie am 13. Januar 2012, 17:15:02
Da mein Startkapital längst ins Haus mit Drumherum geflossen ist und noch ein Notstrom Aggregat her muss .........

 {{ Eben war mal wieder SHV Stromspar-Party. Immer so um 16:00 / 17:00, oft morgens um 8:00 und jeden Abend um 22:30 bis ? Da saugen die Karaokes richtig Saft.  --C

Das geht natürlich nicht auf die Dauer, denn da geht nix mehr und alles was eine elektronische Steuerung hat bleibt stehen, auch wenn der Strom wieder da ist. Sogar die Ventilatoren an der Wand!  :-\
Für den PC habe ich eine PSU, aber die reicht gerade mal, um ne Mail fertig zu schreiben, abzuschicken und die Kiste ohne Crash runter zu fahren. :(

Bin natürlich mit Notlampen in jedem Raum und im Treppenhaus ausgerüstet (da wäre ich fast mal abgestürzt) und auf der Terrasse steht ne dicke Solar Leuchte, aber bei einem langen Ausfall (Rekord Black Out bisher 5 1/2 Stunden am Stück) wird’s dann schon Ärgerlich  {--
Alte Schmöker aus der Second Hand Bücherei sind nun mal keine so tolle Sache und dem Tiefkühlfach bekommt das auch nicht eben sonderlich gut.

Soweit zum Notstrom- Aggregat. (nur für die, die sich darüber wundern)

Trotzdem  :-* I LOVE CAMBODIA  :-*
Eckie
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: rio0815 am 14. Januar 2012, 14:53:15
Eckie, es gibt in Phnom Penh haufenweise Mopedhändler, und die Preise für Gebrauchte sind sicher erheblich billiger als in Snookyville.
Absoluter Experte in diesem Gebiet ist mein Kumpel Joachim, der lebt in SHV, ist aber gerade in PNH.

Was die Notstromversorgung angeht, würde ich mir eine vernünftige UPS anschaffen, die dir den PC, den Kühlschrank, Licht und Fan am Laufen hält.
So über 3 Stunden denke ich, das dürfte reichen...

Du weisst ja wie Du mich erreichen kannst, ich sende Dir aber meine Telefonnummer gerne via PM  C--
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie new am 19. Mai 2013, 10:02:55
 {* Bin wieder da unter neuem Nickname (neue E-Mail) und habe viel zu erzählen.
Kambodscha ist toll, spanned und iritierend zugleich und die Khmer sind durchweg nette Menschen  :) ......... was man von den hier gelandeten Barrang leider nicht immer behaupten kann.   {+

Aber davon später mehr.
Wer mal gucken will, mein Bilderbuch sollte bei jedem Posting erscheinen (wenn ich die Profileinstellungen richtig gemacht habe.

Wenn nicht = http://eckie.myalbum.com .............. aber klaut bitte keine Bilder  {; 

Eckie
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: somtamplara am 19. Mai 2013, 10:07:27
Willkommen!
Ich freu mich ueber Abwechslung, auch wenn ich selbst nicht so einfach die Freiheit habe, mich zwischen Thailand und Kambodscha zu entscheiden.

Dein Link im Profil ("Globus") funktioniert.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: wufgaeng am 19. Mai 2013, 18:11:17
ich freue mich über dieses Thema, auch wenn ich mich in diesen langen Thread erst einlesen muss. für mich gilt Kambodscha immer aufs Neue als ein interessantes Reiseziel, wo es noch viel zu entdecken gibt.
Hoffentlich geht dieser Thread so weiter  {*
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 20. Mai 2013, 02:26:47
Eckie, lass uns teilhaben an deinen Erfahrungen in Kambo!
Ehrlich gesagt, war ich etwas verwundert, das man von dir lange Zeit nichts lesen konnte, nach dem guten Start den du hier vor längerer Zeit gemacht hast. ???
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 23. Mai 2013, 23:17:45
Hallo Eckie,

ich habe mir Deine Photos angeschaut, sie sind sehr schön. Du solltest viel mehr davon machen.
Ich kenne Dein Haus ja, und Nin kenne ich auch, trotzdem schön sie auf diese Weise wiederzusehen.
Ich lass also schön grüßen.

Bis bald mal wieder in Sihanoukville

Wolfram
Titel: Hi Wolfram
Beitrag von: Eckie new am 24. Mai 2013, 20:36:51
Schön, dass es dich auch noch gibt.
Ich würde ja gerne mehr fotografieren, aber 1. fängt jetzt die Regenzeit an und 2. habe ich noch keine hochwertige, neue Kamera.  ???

Uns hat vor ca. einem ¾ Jahr hier nachts ein Jao besucht hat.
2Kameras weg (deswegen bin ich z.Zt. auf das Samsung Phone von Nin angewiesen) 3 Handys, 100 Dollar cash und ein Brilli Ring geklaut, den Nin im Bad abgelegt hatte.  :-X

Der Bursche ist vom Nachbar- Grundstück den Baum hochgeklettert, dann über die Mauer auf das Überdach vom Generator auf meine Dachterrassen. Dummerweise  {+ hatte ich die Treppenhaus Tür nicht abgeschlossen, so dass er sich in aller Ruhe unten im Haus umgucken und bereichern konnte.
Aufgewacht bin ich, als er probierte meine Safety Box zu knacken. Ich wollte ihm eine verpassen, war aber, weil noch schlaftrunken, zu langsam, d.h. er ist den gleichen Weg abgehauen.
Jetzt habe ich beim Nachbarn 2 Bäume fällen lassen, ne 3fache Lage Nato-Draht auf den Mauern und im Hof und auf der Dachterrasse Bewegungsmelder mit 1000 Watt Halos.
Seit dem ist Ruhe.  ;}

Apropos Kriminalität: Das wird immer übler! Aber natürlich hört und liest man davon nichts in den regierungskontrollierten Medien.  :-X

Nur ein paar Fälle, die man per Mund-, Telefonpropaganda hört:

So haben vor ca. 6 Wochen irgendwelche Burschen in Kampong Speu ne komplette Familie abgeschlachtet und das Haus ausgeräumt.
Meinem Nachbarn gegenüber (wo der Jerry Gott sei Dank ausziehen musste) haben ein paar Typen seiner Mitfahrerin auf dem Bike die Umhängetasche abgeschnitten.
Dollars, Creditcards, ID-Card und I-Pod weg.

Vor ca. 5 Tagen wollten 3 Cambos in SHV von dem bewachten Parkplatz am Markt (neben dem Toiletten Gebäude) Motorbikes klauen. Der Wächter ist losgerannt und hat die Marktpolizei geholt, da war aber einer schon mit nem Bike abgerückt. Die 2 anderen haben sie dann kassiert.

Gestern Nacht hat ein Jao der Kollegin meiner Frau das Bike trotz Kabelschloss vor dem Haus geklaut.
Und heute hat einer probiert, einen Gold Stand im Markt auszuräumen.
Aber das sind Cambos, die sich meistens dusselig anstellen und zu 90% im Gook landen.  {*

Anders sieht es bei meinen lieben „Mit-Barrang“ aus.
Die probieren durch Geschäfte mit anderen Barrang zu überleben. Kneipen, Restaurants, Bars, Internet Service, Bike Verleih usw.
Meistens geht das aber „in die Hose“ und sie landen dann bei den anderen gestrandeten Individuen, die natürlich alle im Heimatland einen hoch dotierten Job hatten. Hmmmmmmm……………  --C

Ich habe mich bewusst von dieser Szene ferngehalten, kam aber um diesen oder jenen unliebsamen Kontakt nicht drum herum. So z.B. der „liebe“ Jerry, den du ja persönlich kennst.
Aber davon mehr in meinem nächsten Posting.
 {--
Macht jut aales Huus  [-]

Eckie

Titel: Fortsetzung
Beitrag von: Eckie new am 25. Mai 2013, 12:13:58
Stopp, nix Barrang,  {;
sondern erst einmal meine generellen Eindrücke vom Cambos (Kambodschaner/innen ist mir ein zu langes Wort).  }{

Cambos sind sehr rational was materielle Dinge angeht, d.h. scharf auf Kohle, aber dann wiederum irrational, was sparen, Geld einteilen, Vorsorge und Vorratsplanung betrifft.
Sie sind (teilweise) was europäische Verhältnisse angeht, eher schmuddelig, oberflächlich, verträumt, abergläubisch und neugierig.  :-[

Schmuddelig = Der Boden im Haus wird 3mal am Tag geputzt, aber mal die Oberflächen von Schränken, Konsolen, Spiegeln usw. abzuwischen, das kommt alle Schaltjahre einmal vor. Vom Fensterputzen ganz zu schweigen.
Das sieht man ja sehr gut in den Cambo Kneipen/Restaurants. Da fliegt alles Unbrauchbare unter den Tisch. Auf dem Tisch sieht es oft wie nach einer „Tortenschlacht“ aus. Aber Stuhl, Löffel, Essstäbchen, Teller und Gläser werden penibel mit den Papierservietten vor Gebrauch abgeputzt, die dann wiederum unter dem Tisch landen.
Und in die Küche, Toilette oder die Raume dahinter sollte man (zumindest am Anfang) nicht reingucken.  {/

Oberflächlich = Da wir ein „Heiden“ Geld für Handys, Schmuck, Klamotten, Hairstyling, Makeup, Duftwässerchen und kosmetische Mittel ausgegeben. Aber dann wird 3 Wochen Billigfutter konsumiert.
Denn bei allem was schlecht riecht (s’eu akrok) oder schlecht schmeckt (od snang) sind die Cambos sehr empfindlich und Handys und Schmuck sind ein Statussymbol.
Überhaupt zählt bei den Meisten nur das Heute, nächste Woche, Monat oder Jahr ……… warum das Gehirn strapazieren?!  {--

Verträumt = In der Musik, im Filmen, Zeitschriften und Unterhaltungen geht es immer nur um Sro Lang. Oder: Ich will ein Kind von dir (Babys sind ja so süß) Das sie Arbeit machen und Geld kosten stört ja nur die Romantik und wird ignoriert.
Überhaupt, TV glotzen gehört neben Essen und Rum Luarb zu den Cambo Lieblingsbeschäftigungen.  Zu gut Deutsch, F F F .  :D

Abergläubisch = Geister sind etwas Reales. LOL und wehe man vergisst mal einen Buddha Tag, dann bricht die Welt zusammen.
Träume werden ausgiebig nach Glück und Pech analysiert und kleine Talismane und Symbole die Glück versprechen sieht man selbst in der ärmsten Hütte.  ???

Neugierig = Die Nase am Fenster des Nachbarn platt zu drücken ist normal.
Und es wird genauestens registriert, was du an Kleidung trägst oder auf der Wäscheleine hängen hast. S’arte (schön) natürlich wenn’s teuer ist. Od s’arte (hässlich) wenn’s billig aussieht. Was du kochst, im TV siehst, worüber du sprichst ……… alles ist MEGA wichtig.  :-)
Deshalb „Klappe halten“ was Cambo Regierung, Polizei und Politik angeht!!!  :-X

Aber an diese Dinge habe ich mich weitgehend gewöhnt und mir ein „Laissez-faire“ zugelegt.  ;)

Denn all das wiegt nicht im Geringsten die Exotik dieses Landes auf.
Sonnenaufgänge mit Vogelgezwitscher, (meine Katzen lieben es auch)  ;]
die herrlichen Strände,
die traumhaften Sonnenuntergänge,
die romantischen Mondnächte,
die farbenprächtigen Blumen und Sträucher,
das tolle Essen (mir schmeckt es)
und die Hilfsbereitschaft, die freundlichen, lachenden Gesichter (wenn dich die Cambos näher kennen).

Also ich lebe hier sehr gerne!


Eckie.
 :-*
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Tobi CR am 25. Mai 2013, 14:06:37
Hallo, Ecki,
- nach dem entspannten Lesen deiner Beschreibungen
  (der Kambodschaner) habe ich mit einem Schmunzeln noch
  geraume Zeit überlegt, wo es denn (gravierende) Unterschiede
  zu den Thais gibt...  ???

Gut, mit der Sauberkeit ist es hier besser und nicht so krass, allerdings
wird auch hier gerne nur dort gewischt, wo man es auch sieht.
Das mit dem häufigen, ausgepägten Kinderwunsch habe ich hier (noch) nicht
so erlebt.

Aber ansonsten decken sich meine Wahrnehmungen in den letzten zehn
Jahren hier in Thailand durchaus mit deinen Beschreibungen der Menschen
in Kambodscha.

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: paulo13 am 26. Mai 2013, 18:07:28
Hallo Eckie, dürfen wir auf einen Bericht hoffen, wie es dir seit Januar 2012 in SHV ergangen ist? Deine schönen Bilder sagen ja schon einiges aus... Ich habe , maßgeblich inspiriert durch die wunderbare, sehr informative Schreibe von drwkempf, im November 2012 Kambodscha 2 Wochen bereist (Phnom Penh- Battambang-Siem Reap- SHV) und war recht angenehm überrascht. Ob es als Lebensmittelpunkt eine Alternative zu Thailand bietet, muss sicher jeder anhand eigener Präferenzen für sich selbst herausfinden. Eine Überlegung ist es mit Sicherheit wert.   Viele Grüße  paulo
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie new am 30. Mai 2013, 13:16:42
Moin mal wieder.
Nee also hier erzählen, wie es mir seit Januar 2012 ergangen ist, würde sicher diesen Thread sprengen und wäre auch nicht im Sinne des Erfinders.
Da könnte ich mir einen eigenem Blog zulegen und ein Online Tagebuch schreiben.  --C

Ich werde hier mal hin und wieder ein paar Eindrücke (sicherlich subjektiv) hinterlassen.
Ansonsten einfach mal hier den Links folgen. Da gibt es mehr oder weniger qualifizierte Blogs und Blogger.  {--

http://www.kambodscha.don-kong.com/    (umstritten aber unterhaltsam)
Hier eine Kritik, berechtigt oder nicht …. selber beurteilen)
http://kambodschablog.wordpress.com/2010/11/18/mein-name-ist-king-kong-oder-irrsinn-hoch-3/
auf twitter zwitschert er auch: https://twitter.com/Kambodscha
oder hier = http://www.das-kambodschaforum.de/forum/viewtopic.php?t=2793

Seine Vorstellung Ansprache =
Hallo liebe Forenteilnehmer,
ich bin kein großer Foren-Fritze aber…..
  so so, was sagt man dazu?  :-)

Einen Jerry gibt’s da auch, ob das mein Ex-Nachbar ist?  >: Und natürlich jede Menge Barrangs, die alles wissen (oder besser wissen).

http://www.kambodscha-info.de/
http://www.lifeisajourney2010.blogspot.com/ Sacha’s Infos

Ich habe mich in diesen Foren noch nicht größer umgeschaut, denn echte Neuigkeiten erfährt man meistens nur hinter Vorgehaltener Hand.
Z.B. wer sein Geld wegen irgendwelcher Projekte/Geschäftsideen in den Sand gesetzt hat, oder wem die Frau nebst Barschaften durchgegangen ist.
Ist ja auch Mega Peinlich, wenn man vorher alles (besser) wusste, oder?  :]

Also, viel Spaß beim surfen.

Ach so, eine Frage noch: Kriegt man von zu vielem Reis essen Alzheimer?  ???

Eckie
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 31. Mai 2013, 15:57:13
Lieber Eckie,

ich erinnere mich noch genau an den Einbruch, ich habe Dich zufällig einen Tag später besucht, als die Fußabdrücke des fliehenden Diebes noch frisch auf Deinem Vordach zu sehen waren. ;)

Ich sehe die Kambodschaner ähnlich wie Du, allerdings deutlich differenzierter:
Um die Gesamtsituation zu verstehen, muss man sich ins Gedächtnis zurückrufen, dass unter dem Khmer Rouge Regime annähernd die gesamte gebildete Oberschicht systematisch ausgerottet wurde! Was überlebte und nicht noch in der schlimmen ersten Zeit nach Pol Pot verhungerte, war die Unterschicht. Schulbildung war Fehlanzeige, sie war ja von den Khmer Rouge ausdrücklich unerwünscht gewesen. Hier finden wir also einen der Hauptgründe, warum so viele  (besonders ältere) Khmer kaum lesen und schreiben können.

Wer beherrscht heute Kambodscha?
Das sollte klar sein. Viele  - wenn nicht die meisten - sind Emporkömmlinge ohne Bildung und mit wenig Kultur belastet. Bauernschläue geht vor echter Intelligenz und Bildung.
Aber das ändert sich bereits.
Nicht auf dem Land in der tiefen Provinz - dazu zählt schon auch noch Sihanoukville - aber in Phnom Penh und Siem Reap wächst eine neue Generation heran, die eine ausreichende Schulbildung wenn nicht mehr aufzuweisen hat.
Diese Schulbildung ist oft hart erkämpft, gute Schulen und die Universitäten sind sauteuer.
Trotzdem rackern sich viele junge Leute ab, um auf die Schule gehen zu können, Universitätsstudenten mit mindestens einem Nebenjob sind die Regel, junge Khmer verzichten viel eher als junge Thais auf "Sanuk", um ihre Weiterbildung zu finanzieren.
Das erklärt dann auch, warum zum Beispiel in Phnom Penh prozentual viel mehr Menschen recht ordentliche Englischkenntnisse haben, die sie stets zu erweitern bereit sind.
Dabei tun sie sich nicht leicht, sind doch die Englischkenntnisse ihrer Lehrer meist auch alles andere als gut.

Mit der Landbevölkerung ist das anders. Sie hat allerdings auch immer noch kaum eine reelle Chance.
Was bleibt ist dann eben oft das Fernsehen, in dem den Leuten ein Leben vorgegaukelt wird, zu dem sie nie Zugang haben werden. Konsumgüter wie Handy, Moped, Auto und anderer Schnickschnack scheinen das Maß aller Dinge zu sein. Um in deren Besitz zu gelangen, wird man dann auch schon einmal kriminell.

Auch das verwundert mich nicht, wird den einfachen Leuten doch ein krimineller Lebensstil mit Korruption, Erpressung und anderen Schandtaten als erwiesenes Erfolgsrezept vorgelebt. Hier hilft nur, sich mit aufgerüsteter Technik zur Wehr zu setzen. Ich empfehle Elektrozäune. Wer einmal mit einer solchen Falle Bekanntschaft gemacht hat und weitere Unannehmlichkeiten fürchten muss, sucht sich eher ein anderes Opfer.

Alles in allem geht es aber in Kambodscha voran. Wer nicht völlig blind oder mit rosaroter Brille durch die Gegend stolpert, findet auch die vielen guten Seiten.
Wo könntest Du zum beispiel ein Haus wie Deines in einem Badeort zu einem vergleichbaren Preis finden?
Wo gibt es frisches Seafood so gut und günstig wie in Sihanoukville?
Ich will Dich jetzt nicht mit den weiteren Vorteilen eines Lebens in Kambodscha langweilen. Visumprobleme sind Dir doch ein Fremdwort, Einkommensnachweise ebenso...

Ich wünsch Dir weiter eine schöne Zeit.
Ich komm Dich sicher mal wieder besuchen

Wolfram

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie new am 31. Mai 2013, 21:16:12
Mein lieber Wolfram,

es ist schön, wenn du vieles in Kambodscha positiv sieht’s. Sicher verändert sich hier einiges zum Guten, aber es wird noch einige Zeit dauern, bis aus dem 3. Welt-Land Kambodscha ein Schwellenland wie z.B. Thailand wird.
Das kann man zwar weitgehend mit der Khmer Rouge Zeit erklären aber nicht im Bausch und Bogen damit entschuldigen.

Ich habe geschrieben, dass ich hier gerne lebe. Sicher auch in einer kleinen Villa zu einem Preis, zu dem ich in D-Land kaum ein brauchbares Einzimmer Appartement bekäme.

Seafood, lieber Wolfram, kommt hier aber ebenso wie Gemüse immer mehr aus dem Ausland und nicht gerade eben aus biologischem Anbau.
Und ich spreche hier in diesem Punkt nicht in meinem Namen, sondern die Nin beschwert sich immer mehr über schlechtes Aroma und miserable Qualität und erklärt mir warum = zu viel Chemie im Einsatz.
Und das, obwohl sie vorwiegend auf dem Markt einkaufen geht.

Leider wird auch das Meiste an technischen Gütern nicht in Kambodscha produziert sondern es wird B – Ware aus den Nachbarländern importiert.
Und was aus den spärlichen Steuereinnahmen in die Infrastruktur fließen sollte, landet viel zu oft in dem Taschen der reichen Oberschicht.

Das sollte man schleunigst ändern, sonst bleibt der positive Wandel für Kambodscha wohl eher ein Wunschtraum.

Auch habe ich nie den Eindruck erwecken wollen, die Cambos seien faul.
Ich kenne auch hier Einige, die 2 Jobs haben und zusätzlich dazu noch studieren.
Nur das sind sehr geringe Prozentzahlen, gemessen an der Gesamtbevölkerung.

Nein, die Cambos sind fleißig und meistens schon morgens um 6:00 aktiv.
Nur arbeiten sie überwiegend ungeplant und unorganisiert, bis hin zur totalen Desorientierung.
Zusätzlich kommt noch dazu, dass sie wenig Durchhaltevermögen zeigen.
Was bei den klimatischen Verhältnissen allerdings auch nicht weiter verwunderlich ist.

Ich könnte hier so einiges an Stories von mir geben und würde sicher zum Schmunzeln oder Lachen verleiten.
Denn ich lebe hier mit Vietnamesen, Thai, Kambodschanern und Barrang Haus an Haus.
Und hautnah mit einer Halb - Kambodschanerin zusammen. Nins Großeltern stammen zum Teil aus Vietnam und zum Teil aus China.

Das ist nicht nur optisch bei ihr sondern auch an ihrer Intelligenz festzustellen.
Sie hat (mit meiner mentalen und finanziellen Unterstützung) einen 6monatigen Englisch Intensivkursus und einen Computerkursus erfolgreich absolviert und ist die Einzige, die in ihrem Bekanntenkreis einen Führerschein besitzt.

Da habe ich wohl mal ein glückliches Händchen gehabt. Obwohl die Lebensgewohnheiten ihrer „reinrassigen“ kambodschanischen Bekannten schon stark auf sie abfärben.

Trotzdem:
Für mich war, ist und bleibt Kambodscha DIE Alternative.

Eckie

PS. Du bist herzlich wilkommen.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Tobi CR am 01. Juni 2013, 11:19:46
Mit großem Interesse lese ich hier in diesem Thema mit  ;} .

Ich kenne Kambodscha nur aus der üblichen Touristenrundtour (Flug nach PhnomPenh, ein paar Tage in der Stadt,
dann mit dem Bus nach Battambang, dann mit dem Boot durch Fluss und TonleSap in Richtung SiemRiep, dort eine Woche Angkor usw.)
von Thailand aus.

Zu deinen Beschreibungen der Kambodschaner im täglichen Leben deckt sich doch einiges mit dem, wie ich viele Thais
hier wahrnehme.
Ich glaube schon, dass auch ganz stark die Mentalität und kulturelle Gegebenheiten die Menschen hauptsächlich prägen.
In Thailand gab es kein Verbrecherregime, dass die "intellektuelle Oberschicht" nahezu völlig ausgelöscht hat - und
dennoch ist die Bildungsmisere (insbesondere im ländlichen Bereich) dramatisch.
Das haben ja auch bereits einige Forumsmitglieder, deren Kinder hier eine Schule besuchen, mehrfach geschildert.

Das Anspruchsdenken an Bildung seitens der Kinder und Jugendlichen ist leider nach wie vor oft völlig unterentwickelt (so bekommen sie
es im Familienclan häufig ja auch vorgelebt) - es genügt vielen, gerade das Notwendigste zu erlernen und das Streben nach
weiterem Wissen fehlt oft völlig.
Dieses "du denkst zu viel", "warum nachdenken", "man kann eh nix ändern", "geht mich nix an, ist nicht mein Problem"  
ist immer noch weit verbreitet.

Ich drücke es mal provokativ aus :
Manchmal hat man das Gefühl, vielen jungen Leuten hier genügt an Bildung, wenn sie
- ein Mobiltelefon bedienen und damit spielen können
- stundenlange Internetspiele spielen können
- lustige Karaoke-Abende verbringen können
- Fernseh-Seifenopern ansehen und die Handlung (was nicht schwerfällt) verstehen können
- für diesen Tag etwas zu essen bekommen.

Bezüglich der erwachsenen Arbeiter verhält es sich in TH auch oft ähnlich, wie du es in Kambodscha beschreibst. Es wird hier ein bischen, dort
ein bischen was getan, ein (Gesamt-)Überblick ist selten vorhanden.
Das Werkzeug fällt hier mal ins Eck, mal dort -> und bleibt dort auch liegen. Was ich bei Baustellenarbeitern mehrmals erlebt habe -> bei einer
berechtigten Kritik an ihrer Arbeit seitens des Bauherrn, bleibt die ganze Brigade der Arbeit einfach fern -sie kommen nie mehr wieder.
Dass sie dabei ihr bitter notwendiges Einkommen sausen lassen (und oft auch noch ihr eigenes Werkzeug zurücklassen), ist ihnen völlig egal  {[ .
Der "Gesichtsverlust" wiegt schwerer.
Wichtiger ist, einer aus der Gruppe hat noch ein paar Satang, um sich mit Thai-Whiskey vollaufen zu lassen.

So gesehen, ähneln sich die Menschen beider Länder doch stark. Vielleicht ist es ja wirklich DIE große Chance für die Zukunft von Kambodscha, wenn die Jugend
-so, wie drwkempf schreibt-
Zitat
...junge Khmer verzichten viel eher als junge Thais auf "Sanuk", um ihre Weiterbildung zu finanzieren...
weitaus wissenshungriger und strebsamer ist, als große Teile der Jugendlichen in TH.  {*
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 01. Juni 2013, 14:46:35
Lieber Tobi,

ich glaube, dass es doch Unterschiede gibt.
In Thailand gibt es eine Oberschicht, die durchaus elitär ist, ihre Kinder in die besten Schulen, Unis und ins Ausland schickt, um sie auf ein internationales Bildungsniveau zu bringen. Dafür wenden sie durchaus viel Geld auf, elitäre Bildung als Low Budget Angebot gibts in Thailand nicht!
Die aud dieser Ausbildung kommenden Eliten achten in der Zukunft darauf, dass sie schön unter sich bleiben, was sich am Ende auch darin wiederspiegelt, dass sie die Mangelbildung der unteren Schichten geradezu fördern.
Es besteht aus Gründen der Erhaltung der eigenen Domino-Position gar kein Interesse daran, mehr Bildung zuzulassen als ihrer Machterhaltung dienlich ist.
Mit dieser Elite hat der "Normalfarang" natürlich so gut wie nie zu tun, er erlebt sie allenfalls in den Topkrankenhäusern Bangkoks, wwo er verblüfft festsstellt, wie gut die Jungs und Mädels hier ausgebildet sind!
Aber sonst bleiben die schön unter sich und akzeptieren allenfalls wirtschaftlich besonders gut gestellte Farangs, wobei sie sich aus dieser Akzeptanz jeweils unmittelbare Vorteile versprechen. Auf einer anderen Ebene wird sich kaum einmal etwas abspielen.

In Kambodscha haben es die Kinder reicher Khmer natürlich auch leichter, zu einer guten Bildung/Ausbildung zu kommen als die Kinder ärmerer Mitbürger - aber ist das nicht fast überall so?
Der Unterschied zu Thailand besteht darin, dass die Führungsschicht Kambodschas durchaus weiss, dass ihre Chance voranzukommen nur in einem gestiegenen Bildungsniveau liegen kann. Kambodscha will aud die Dauer durchaus nicht der Billigproduzent von Massenware bleiben.
Auch in Kambodscha hat man gern Spass (Sanuk), aber man ist durchaus bereit, sich anzustrengen, um auf der sozialen Leiter aufzusteigen.
Wer sich das mal anschauen will, dem empfehle ich einen Besuch der Universitäten in Phnom Penh.

Natürlich läuft auch in Kambodscha gern der Fernseher und jeder möchte gern ein schickes Handy haben. Aber wo auf der Welt ist das anders?
Und in der tiefen Provinz Kambodschas sieht's wirklich oft noch finster aus. Aber sie haben eben auch immer noch viel nachzuholen.

Thailand müsste bei seinen Chancen und bei dem vielen Geld, das seit dem Vietnamkrieg ins Land geflossen ist, längst auf dem Niveau Singapurs sein.
Doch davon sind sie dank der Bremswirkung ihrer Sanuk-orientierten Lebensweise doch noch Welten entfernt. Und das wird wohl auch so bleiben, wenn Thailands Elite nicht radikal umdenkt - und das ist nicht zu befürchten. Sie könnten ja liebgewordene Vorteile aufgeben müssen...
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Tobi CR am 01. Juni 2013, 14:51:53
Diesem Beitrag ist (von meiner Seite aus)
rein gar nichts entgegenzusetzen   [-] .



Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie new am 02. Juni 2013, 13:32:08
Hallo Wolfram,

dass man nicht immer der gleichen Meinung ist, wird doch sicher nicht unsere nette Bekanntschaft gefährden, oder?  [-]

Ich denke, die Menschheit hat sich nur zu dem entwickelt, was sie heute ist (im Schlechten wie im Guten) durch Andersdenkende, oder wie es so schön im Neudeutsch heißt = Querdenker.
Hätte es z.B. keinen Galileo gegeben, würden wir wahrscheinlich heute noch glauben, die Erde sei eine Scheibe!  >:

Also Thema Kambodscha:
Ich sehe die kambodschanische Regierung mit ihren Unterorganen als ähnlich unfähig, wie die thailändische. Obwohl aus unterschiedlichen Motiven.
Dort Spaß und Geld, hier Geld und Gedankenlosigkeit.  --C

Wer regiert denn hier?
Norodom Sihanouk schon lange nicht mehr und sein Sohnemann ist ja nur noch eine Marionette.
Sihanouk war ein, zwar ein umstrittener, aber erfolgreicher Politiker, der zu Recht auch nach seinem Ableben von den Kambodschanern geliebt wird. http://de.wikipedia.org/wiki/Sihanouk

H. S., der von 1975–1977 Kommandeur der Roten Khmer in Ost-Kambodscha war, ist wohl eher ein Despot als ein echter Ministerpräsident. http://de.wikipedia.org/wiki/Hun_Sen

Er hält wie ehedem ein Honecker alle Macht in den Händen und lebt, ähnlich dem lieben Erich auch in einem Glashaus.  {[

Mal abgesehen von seinen ewig währenden Reden, auf irgendeinem Cambo TV-Kanal quatscht er jeden Tag stundenlang, macht er doch relativ wenig Positives für Kambodscha.

Ich weiß nicht, warum die Erfolgsmeldungen seiner Erlasse, Dekrete und/oder Anordnungen nicht an sein Ohr gelangen. Oder werden Misserfolge geschönt oder von ihm selbstgefällig ignoriert?

Selbstgefällig, oh ja, das ist er, mit seiner notdürftig zugekleisterten Glatze. (Ich stehe zu meinem „Hubschrauber Landeplatz“)
Wenn du seinen Reden folgen kannst, wirst du in jedem 3. Satz das Wort Knjom hören.
Knjom = Ich.

Ich habe dieses und jenes gemacht … Ich mache dieses und jenes …Ich werde diese und jenes machen. Und so weiter und sofort.  :]

Obwohl ausländische Regierungen der Meinung sind, dass er derzeit der einzige Politiker ist, der die Sicherheitskräfte, Justiz und Verwaltung unter Kontrolle hat, macht seine Exekutive und Legislative bis in die untersten Reihen was sie immer will.  {+

So kommt es, wieder besseres Wissen und trotz bereitgestellter Gelder, immer wieder zu irrwitzigen Projekten.

Z.B. die Wasserversorgung in SHV, ein bekanntes Problem seit 2007, war dieses Jahr wieder auf Wochen ausgefallen.
http://ki-media93.blogspot.com/2007/02/sville-likely-to-face-major-water.html  ???
Ich habe kurzerhand meinen Brunnen wieder reaktiviert und war Gott sei Dank auf das immer teurer und schlechter werdende angelieferte „Trinkwasser“ nicht angewiesen.

Der nächste Schildbürger Streich,  {; die Regenwasser Kanalisation in der Omoi Street in SHV.

Die Omoi besser O Street hat 3 Abschnitte, O1, O2, O3 (O Moi oder Mui heißt eigentlich nichts anderes als O1)
Wer SHV kennt, weiß dass die O Street die 2wichtigste Hauptstraße in SHV ist, sich vom Aerobic Platz bis zum Wasserreservoir oberhalb der Don Bosko School hinzieht.
O1 geht von dem Aerobic Platz bergab am Markt vorbei bis hin zu einem kleinen, die O Street passierendem Gewässer. Eher einem Stinkbach, in dem alles landet, was die Cambos nicht mehr brauchen.
Dann langsam wieder bergauf über O2 und O3 bis um bis zum Wasserreservoir auf dem höchsten Punkt.

Die eingangs erwähnte, neu gebaute Regenwasser Kanalisation soll also die starken Wassermengen der Regenzeit von der Strasse wegbringen.
Das war auch schon ohne Kanalisation in der Vergangenheit so, denn jedes Kind weiß, dass Wasser nicht den Berg hinauf fließt.
Mit den Wassermassen hat sich bisher immer bergeweise der Müll die Strasse hinab bewegt und sich zu einer unpassierbaren Schlamm-, Abfall- und Kotbrühe in der Senke des „Stinkbaches“ gestaut.  {/

Also, diese neue Kanalisation kann einen solchen Mist garnicht aufnehmen, ohne sofort zu verstopfen. Normales Wasser transportiert sie bergab, aber nur bis zum „Stinkbach“, wo sich dann wieder ein riesen See bildet.

Sinnvoller wäre es gewesen, diesen Bach auszubaggern zu verbreitern und zu begradigen, um die Fliessgeschwindigkeit zu erhöhen.
Das wäre billiger und effektiver gewesen. Aber dann wären die obligatorischen Schmiergelder sicher an etliche Taschen von Bauunternehmern vorbei geflossen.  :-X

Der neuste Streich des City Governors, die Cambos bezeichnen ihn vorsichtig als lablab (etwas plemplem)  C--
Die Strasse um das Markt Karré herum war nur noch eine Kette von Schlaglöchern.
Was macht man? Nein, nicht die Strasse aufreißen, neu unterfüttern und asphaltieren.
Man baut eine ca. 15 cm dicke Betonschicht (mit Baumatten Armierung) auf die alte Strasse.
Das Kostet ein Heiden Geld, hält nur solange das alte Unterfutter nicht nachgibt, bringt den Anliegern massive Probleme mit dem Niveau ihrer Eingänge und Einfahrten und ist ein echter Felgenbrecher für Bikes. Die einmündenden Strassen hat man „natürlich“ auf dem alten, tieferen Niveau belassen.

Das staunt der Fachmann und der Laie wundert sich!  {:}

Trotzdem:
Für mich war, ist und bleibt Kambodscha DIE Alternative.

Eckie

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 02. Juni 2013, 23:19:04
Lieber Eckie,

"dass man nicht immer der gleichen Meinung ist, wird doch sicher nicht unsere nette Bekanntschaft gefährden"

diese Fragestellung allein halte ich für viel bedrohlicher als eine eigene Meinung!

Ich schätze Menschen, die sich eine eigene Meinung bilden und den Mut haben, diese auch zu vertreten.
Mitläufer und Nachschwätzer gibt es mehr als genug. Auf diese Zeitgenossen verzichte ich gern.

Obige Fragestellung kostet Dich allerdings ein Extrabier ;]

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Eckie new am 04. Juni 2013, 20:32:30
Lieber Eckie,

"dass man nicht immer der gleichen Meinung ist, wird doch sicher nicht unsere nette Bekanntschaft gefährden"

diese Fragestellung allein halte ich für viel bedrohlicher als eine eigene Meinung!

Ich schätze Menschen, die sich eine eigene Meinung bilden und den Mut haben, diese auch zu vertreten.
Mitläufer und Nachschwätzer gibt es mehr als genug. Auf diese Zeitgenossen verzichte ich gern.

Obige Fragestellung kostet Dich allerdings ein Extrabier ;]

Wolfram

Logo mein Lieber  :]

 :'( :'( :'(  :D soooo sorry  :'( :'( :'(  :D kannst dich auf meine Kosten voll laufen lassen  [-] [-] [-] [-] [-]  {/

Also, hier unter Barrang echte Freunde zu finden, ist wie die Nadel im Heuhaufen finden.
Nach 2 Jahren habe ich einige Bekannte, die ich aber immer mehr früher als später wieder abgeschrieben habe.
Immer die gleichen Stories .......... was waren wir doch in D-Land, Australien, USA usw. fuer "Tolle Hengste", Kohle, Einfluss und Weiber  C-- Und hier  :-X ein "Einraum-Appartement" mit Klo-Dusche und Außenküche. Oh Mann  :(  Und dann wird über die "Cambo-Weiber" geschimpft, die schon wieder einen Barrang abgezockt, beklaut haben oder alle 3 Wochen für Tage ins Nirwana verschwinden.  {+  Nun ja, wenn man sich auf die mehr oder weniger professionellen Taxigirls einlässt, bleibt das nicht aus.

Ich habe hier nur einen echten Freund, der anfangs auch ein Streuner war und damals mehr Geld bei den Bardamen gelassen hatte, als es ihm (seinem Konto) gut tat. Jetzt ist er mit eine Kambodschanerin fest zusammen und seit dem ein zuverlässiger Kerl, mit dem man auch mal tiefer gehende Dinge besprechen kann.

Und seine und meine Frau verstehen sich prima ........... ist sehr wichtig! Sonst wird nix aus ner Barrang Freundschaft. Da können die Srey sehr giftig   >:( werden und alles unterminieren.

Bis dann.

Eckie

p.s. guck doch mal in dein normales E-Mail Postfach, oder hat sich die Adresse geändert!?

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 04. Juni 2013, 20:38:10
Auch in den Beziehungen unter den landestypischen Expats gibt es scheinbar viele Gemeinsamkeiten zu Thailand. C-- [-]
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Kern am 14. Juni 2013, 06:49:31
Da Eckie uns leider sehr plötzlich für immer verlassen hat, habe ich die folgenden Beiträge in Die Ewigen Jagdgründe (http://forum.thailand-tip.com/index.php?board=28.0) verschoben.

Ruhe in Frieden, Eckie.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Tobi CR am 14. Juni 2013, 07:57:24
Nett, wenn man die Beiträge von Eckie liest,
die Anfragen, die Vorbereitungen, die Vorfreude usw.

Schade, es war ihm letztendlich nicht viel Zeit
in "seinem" Kambodscha vergönnt...  :(

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 05. Juli 2013, 20:27:58
Ein paar Gutmenschen sind doch tatsächlich der Meinung, das die USA ihre jährliche Hilfe von 70 Mio. Dollar eistellen sollte, wen der seit 28 Jahren "demokratisch gewählte Diktator" Hun Sen, die anstehenden Wahlen wieder durch Unterdrückung zur Witzveranstaltung verkommen läßt. :D

http://www.washingtonpost.com/politics/as-cambodias-ruler-prepares-to-consolidate-power-pressure-grows-for-us-to-cut-aid/2013/07/04/fe8b2b72-e46e-11e2-bffd-37a36ddab820_story.html

p.s. Wieviel Millionen werden die Amis wohl an Reparationsleistungen, nach dem Vietnam Krieg, jährlich abdrücken müssen? ???
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 06. Juli 2013, 14:58:15
Lieber dart,

tatsächlich finanziert sich der kambodschanische Staat zu erheblichen Teilen aus ausländischen Zuwendungen. Das ermöglicht den einheimischen Reichen die kaum stattfindende Besteuerung - soweit sie überhaupt Steuern bezahlen.
Würden alle ausländischen Geldgeber den Geldhahn zudrehen, ließe sich viel bewegen.
Meiner Meinung nach braucht Kambodscha längst keine ausländischen Zuwendungen mehr, von gezielter NGO-Hilfe einmal abgesehen.
Es ist längst genug Geld im Land. Würde man die Reichen angemessen zur Kasse bitten, wäre die Finanzierung des Staatshaushaltes gesichert.
Eine Durchsetzung des geltenden Verkehrsrechtes durch drastische Geldstrafen und andere fühlbare Sanktionen wie die Einziehung der benutzten Verkehrsmittel zugunsten des Staates würde die Infrastruktur des Landes in kurzer Zeit sanieren.
Der kambodschanische Staat muss tatsächlich nur wollen - und die ausländischen Geldgeber auch!!

Wolfram

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: khunwerner am 08. Juli 2013, 06:00:24

p.s. Wieviel Millionen werden die Amis wohl an Reparationsleistungen, nach dem Vietnam Krieg, jährlich abdrücken müssen? ???

Reparationsleistungen? Keine, Kambodscha war damals kein Kriegsgebiet für die Amis, lediglich Bürgerkriegsland. Kein US Amerikanischer Soldat hat Kambodscha je betreten, Lediglich 100.000 Thai und Hmong Söldner.  Die Bomben wurden ja auch aus Versehen abgeworfen. Kann passieren. Die Amerikaner haben ja auch die 4 MRD Dollar die sie mit Vietnam 1973 ausgemacht haben nicht bezahlt und trotzdem einen miltärischen Beistandpakt mit Vietnam kürzlich vereinbart.

Die machens wie die Banken - Nur groß genug sein, dann kann keiner Schulden einkassieren.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Isan Yamaha am 08. Juli 2013, 06:22:20
Kein US Amerikanischer Soldat hat Kambodscha je betreten,
1970 unterstützen US-Soldaten in Kambodscha die südvietnamesischen Armee logistisch;
http://trend.infopartisan.net/trd1202/t161202.html
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 08. Juli 2013, 07:34:32
Wie viel zahlt Vietnam?
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: khunwerner am 08. Juli 2013, 08:58:48
Wie viel zahlt Vietnam?

Naja sie können ja die Differenz abziehen

50.000 in Vietnam gefallene Amerikaner gegen 2000000 bis 3000000 tote Vietnamesen a 1000000 Dollar zzgl der Millionen Krüppel und durch Agent Orange Langzeitgeschäigte und großteils zerstörten Landes, Millionen Landminen ..........
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: malakor am 08. Juli 2013, 09:18:42
Tote werden durch Geldzahlungen nicht wieder lebendig.                                                        Warum sterben immer noch so viele Menschen durch Kriege und kriegsaehnliche Handlungen ?
 
Alle haben aus der Vergangenheit nichts gelernt.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alex am 08. Juli 2013, 10:03:36
Zitat
Kein US Amerikanischer Soldat hat Kambodscha je betreten,


wieder mal so ein Statement  ...die " AIR AMERIKA " war aktiv am Drogenhandel und Kriegshandlungen

in Kambodia beteiligt . Die geheimen Basen in Laos der Amis sind hier im Forum mehr als zig mal beschrieben

und das die Amis aktiv angebliche Versorgungswege und das halbe Kambodia mit Streu & Napal Bomben

eingedeckt hat ist für Belesene Member hier Fakt . Alleine die Beseitigung dieser teilweise noch scharfen

Kriegslasten würde die bankrotten Kriegsverbrecher endgültig in den Ruin stürzen . Das machen heute

freiwillige Organisationen , ich meine diesen Ami Dreck weg . Alleine die bis heute ungelösten Rätsel US

Kriegsgefangener in Cambodia würden ausreichen das Statement oben ad absurdum zu führen .

Um zur Eingangsfrage zurück zu kommen , nein Kambodia ist für hier lebende mit Thai verheirateten

Farang , die hier im Land Millionen investiert haben keine Lösung !  Das hätte man sich vorher überlegen sollen

ob man in ein Land möchte , das in Infrastruktur das Thailand vor 20 Jahren darstellt .

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 08. Juli 2013, 11:01:52
Waren da nicht auch Vertreter der friedliebenden vietnamesischen Volksarmee im Lande?

Nun, wenn hier längst geschlagene Schlachten erneut ausgefochten werden sollten, wie wäre es mit einem eigenen Thread?

Dem Argument, Kambodscha ist für die Thai Ehefrau keine Alternative, stimme ich voll zu. Aber wenn die Millioneninvestition eine selbstgenutzte Immobilie ist, die nur mit Verlust wieder zu Geld gemacht werden kann, dann nicht so ganz, denn auch ein nicht realisierter Verlust ist ein Verlust.

Aber so wie ich es sehe, denken vor allem die daran, nach Kambodscha umzusiedeln, denen Thailand zu teuer geworden ist. Die haben dann das Problem der Millioneninvestition wohl eher nicht.

 
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: khunwerner am 08. Juli 2013, 13:44:43
Waren da nicht auch Vertreter der friedliebenden vietnamesischen Volksarmee im Lande?

 


Naja sie haben wenigstens den Pol pot rausgeworfen -sollen die Vietnamesen dafuer Reparationszahlungen leisten? War ja ein beliebter Präsident und ein ausgesprochener Menschenfreund.

Zudem zum Hauptthema: Kambodscha wird zunehmend eine Alternative, ausser wenn persoeniche Verhaeltnisse entgegenstehen. Vor allem im Raum Phuket schlägt die Preissteigerung voll durch und der teilweise Verfall des Euros. Für alleinstehende Rentner sicher eine Überlegung die aber jeder für sich entscheiden muss. Interessant ist sicher die Erleichterung mit dem Visa.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 08. Juli 2013, 14:16:58
Zitat
Naja sie haben wenigstens den Pol pot rausgeworfen

Das war 1979.

Der Vietnamkrieg endete 1973.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: khunwerner am 08. Juli 2013, 14:21:08
Das war 1979.

Der Vietnamkrieg endete 1973.


Richtig - In dem Threat gehts doch um Kambodscha oder nicht?  Du scheinst mir mal wieder stark desorientiert zu sein. Der Vietnamkrieg war wie der Name schon sagt in Vietnam
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 08. Juli 2013, 14:26:39
Ob Kambodscha eine Alternative zu Thailand sein kann, hängt von mehreren Fragestellungen ab.

Wer in Thailand eine Thaiehefrau oder -lebensgefährtin hat, wird oft nicht leicht nach Kambodscha umziehen können.
Das hat weniger mit der im Vergleich zu Thailand zurückgebliebenen Infrastruktur zu tun als mit der eigentlich unverständlichen und unbegründeten Aversion vieler Thais gegen Kambodschaner und andere Nachbarvölker.
Diese Nachbarvölker sind als Liferanten von Billigstarbeitskräften auf Thailands Baustellen und in Thailands Bordellen hochwillkommen,
Dabei aben die meisten dieser Thaiherrenmenschen Kambodscha nie betreten. Alle ihre Informationen über Kambodscha stammen aus der Thaipropaganda - und was davon zu halten ist, wissen wir ja alle hinreichend.

Wer dagegen ungebunden und nicht "thaivorbelastet" ist, kann sich durchaus überlegen, ob Kambodscha zu ihm passt.
Die Visabestimmungen  sind immer noch wesentlich freundlicher, die Lebenshaltungskosten sind überwiegend niedriger, einen Einkommensnachweis gibt es gar nicht.
Auch das Reisen ist von Kambodscha aus viel leichter. Jedes Visum mit einer Gültigkeit von mehr als 6 Monaten ist automatisch ein multiple reentry Visum.

Klimatisch unterscheiden sich beide Länder allenfalls unwesentlich.

Sicher bietet Thailand im Vergleich zu Kambodscha immer noch einige Vorteile, aber Kambodscha holt auf, zuweilen mit beeindruckender Geschwindigkeit.
Davon abgesehen kann man mit einem Langzeitvisum ja jederzeit so oft man will nach Thailand reisen ;)

Reparationen haben die Amis (natürlich {[) nicht bezahlt, wohl aber ist von Amerika in den vergangenen Jahren viel Geld nach Kambodscha geflossen. Davon wurden unter anderem wichtige Infrastukturmassnahmen bezahlt.

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: samuispezi am 09. Juli 2013, 15:02:26

Abgesehen von den viel angenehmeren Visa-Bestimmungen ist im Moment z.B. der Zustand der Inselwelt noch
immer wunderschön. ;}

Wer noch Erinnerungen an die Strände von Samui, Phangan, usw. vor langer Zeit in THL hat, wird, wenn er ähnliches
sucht, hier sicherlich fündig.

Viele Grüße
Samuispezi }}
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: schiene am 09. Juli 2013, 15:38:22
Hier mal 3 Beispielsbilder aus dem Jahr 2010 als wir in Kambodscha waren...
(http://up.picr.de/15118847ql.jpg)

(http://up.picr.de/15118849lf.jpg)

(http://up.picr.de/15118850xb.jpg)

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 10. Juli 2013, 14:26:25
Hallo Schiene,

wo hast Du denn diese schönen Bilder geschossen?

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: schiene am 10. Juli 2013, 19:57:55
Wir haben von Sihanoukville aus ein Boot gemietet und eine Inseltour gemacht.
Die Bilder entstanden auf Koh Kaong Kang (Kho Tas) .Bungalows kosteten 7,50 Dollar.
Allerdings waren sie wirklich von einfachster Bauart und ab 22 Uhr gabs keinen Strom mehr.
http://www.kambodscha-reise.info/rabbit-island/ (http://www.kambodscha-reise.info/rabbit-island/)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: schiene am 10. Juli 2013, 20:08:55
Hier noch der Strand von Sihanoukville 2008 (war allerdings in der Regenzeit obwohl wir die 10 Tage nie Regen hatten)
(http://up.picr.de/15131285ph.jpg)

(http://up.picr.de/15131286bc.jpg)

(http://up.picr.de/15131287mt.jpg)

(http://up.picr.de/15131288um.jpg)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Tobi CR am 10. Juli 2013, 20:11:17
Schöne Bilder
- und Bruce Willis war auch dort...  ;D
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: schiene am 10. Juli 2013, 20:19:29
...@Tobi,na du hast ja Vergleiche.....
Der olle Bruce ist nix gegen den auf dem Bild  C--

Bei den Bilder von der Insel ist die Beschreibung nicht ganz richtig.Ich weiß wirklich nicht mehr genau welches Foto zu welcher Insel gehört.
Titel: Der Kbal Chhay Waterfalls bei Sihanokville
Beitrag von: schiene am 10. Juli 2013, 20:32:15
Von 2008
Von Sihanokville fuhren wir mit einem TukTuk für 10 $ zum  "Kbal Chhay Waterfalls"welcher etwa 7 KM vom Hotel entfernt liegt.
Am Wochenende ist dies ein beliebtes Ausflugsziel vieler Kambodschaner.
Es gibt Essensstände paar Souvenierstände und überdachte Ruheplätze und wer will kann sich im Wasser abkühlen.
Eintritt mußten wir insgesammt 1$ entrichten.

Hier paar Bilder vom Wasserfall und der Umgebung:
(http://up.picr.de/15131538ra.jpg)

(http://up.picr.de/15131539mc.jpg)

(http://up.picr.de/15131540md.jpg)

(http://up.picr.de/15131541qf.jpg)

(http://up.picr.de/15131542zm.jpg)

(http://up.picr.de/15131543bm.jpg)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: schiene am 10. Juli 2013, 20:33:29
(http://up.picr.de/15131544te.jpg)

(http://up.picr.de/15131545lq.jpg)

(http://up.picr.de/15131546fn.jpg)

(http://up.picr.de/15131547lu.jpg)

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 10. Juli 2013, 20:47:54
Nur mal ne Frage.

Ich bin nicht mehr der Jüngste. Wie sieht es dann z.B. in Sihanokville aus, wenn ich plötzlich glaube, in diesem meinem mir nun dringlich erscheindenden Fall sei der praktische Arzt dort schon ein wenig überfordert?
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 10. Juli 2013, 22:51:22
Die medizinische Versorgung ist in SV nicht gerade der Hit, wird aber doch stetig besser.
Man sollte nicht gerade schwer krank und dauerhaft behandlungsbedürftig sein...

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 11. Juli 2013, 07:36:58
Dann lass mich bitte mal ein wenig konkreter fragen, wie weit ist das nächste Krankenhaus entfernt, dass vom Standard her z.B. mit dem Phuket Bangkok Hospital vergleichbar ist?
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: malakor am 11. Juli 2013, 07:46:34
Da hast du dir aber das teuerste Krankenhaus hier ausgesucht.

Reicht nicht auch eins aus im Standard und Preis wie Internat. Hospital Phuket oder Missionshospital ?
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alex am 11. Juli 2013, 08:38:40
Wie die Eindrucksvollen  Bilder von Schiene zeigen , kann man für das Land nur hoffen ,

das die Entwicklung zum Touristen Magneten langsamer von statten geht als in Thailand .

Die von Arthur auf geworfene Frage ist mehr als berechtigt . In Sihanokville ist nicht nur

die Luftverkehrsanbindung nicht optimal , sondern auch für durch Krankheit vorbelasteten

Rentner nicht gerade der optimale Platz sich nieder zu lassen . All dies inkl. der Infrastruktur

haben mich nach Pattaya gebracht , wo ich doch eigentlich auf die Pirateninsel in ein Beach

Anwesen umsiedeln wollte . Jetzt wohne ich Luftlinie 1,4 km vom Strand entfernt , der Susibum

ist 45 Autominuten weg ( wie damals der FJS Airport ) Infrastruktur mäßig bin ich mit der

Auswahl des Standortes eigentlich sehr zufrieden & medizinisch fühle ich mich hier gut aufgehoben.

Es gibt auch hier in der Nähe Strände , die wohl vom Massentourismus  noch nicht erschlossen wurden .
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 11. Juli 2013, 10:01:48
Zitat
Reicht nicht auch eins aus im Standard und Preis wie Internat. Hospital Phuket oder Missionshospital ?

Selbstverständlich!
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: schiene am 11. Juli 2013, 18:28:00
Wie sieht es dann z.B. in Sihanokville aus, wenn ich plötzlich glaube, in diesem meinem mir nun dringlich erscheindenden Fall sei der praktische Arzt dort schon ein wenig überfordert?

vielleicht hilft die der Link etwas weiter.....
http://www.canbypublications.com/sihanoukville-cambodia/sihanoukville-hospital.htm (http://www.canbypublications.com/sihanoukville-cambodia/sihanoukville-hospital.htm)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 15. Juli 2013, 20:59:32
Fast 30 Jahre "demokratische" Hun Sen Diktatur. Einen lesenswerten Artikel zu den anstehenden Neuwahlen (sorry, leider in englisch) gibt es hier => http://www.economist.com/news/asia/21581773-united-opposition-takes-aim-one-asias-strongest-ruling-parties-not-quite-usual-walkover
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alex am 28. Juli 2013, 12:18:05
Wahlen in Kambodscha gestartet - Sieg der Regierung vorprogrammiert

Phnom Penh (dpa) - In Kambodscha haben Parlamentswahlen begonnen. Ministerpräsident Hun Sen sitzt fest im Sattel. Er hat gerade auf dem Land als Friedensbringer nach der Schreckensherrschaft der Roten Khmer in den 70er Jahren große Unterstützung. Seit 1985 im Amt, ist Hun Sen einer der am längsten amtierenden Regierungschefs Südostasiens. Der 60-Jährige regiert mit harter Hand: Die Opposition kommt in den Staatsmedien nicht zu Wort. Armee und Polizei stehen offen hinter der Regierung und viele Wähler wagten es unter ihren Augen nicht, für die Opposition Wahlkampf zu machen.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alex am 29. Juli 2013, 07:50:19
Schlappe für Kambodschas Regierung: Nur knapper Sieg

Phnom Penh (dpa) - Nach schweren Stimmverlusten bei der Parlamentswahl geht Kambodschas langjähriger Ministerpräsident Hun Sen deutlich geschwächt in eine neue Amtszeit. Seine Volkspartei büßte nach vorläufigen Ergebnissen ein Viertel ihrer Sitze ein.
Wahlsieger ohne Aussicht auf Machtbeteiligung ist Oppositionsführer Sam Rainsy: Seine aus zwei Parteien geformte Nationale Rettungspartei verdoppelte die Oppositionssitze fast. Hun Sens Partei bleibt aber mit 68 zu 55 Sitzen an der Macht.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Herport am 24. August 2013, 08:15:49
Ein Ladengeschäft in Sihanoukville, der kambodschanischen Hafenstadt am Golf von Siam,
Sonntagnachmittag nach 14:37 Uhr. Zwei Gangster wollen mit Waffengewalt den Laden
überfallen, gehen dabei aber trotz Schußwaffe unter:

Videoaufnahme von der Überwachungskamera 2:
(http://up.picr.de/15598869jk.jpg) (http://www.youtube.com/watch?v=434XJ5dnJ4M&feature=youtu.be)



Die beiden Ganoven werden überwältigt und bekommen zunächst des Volkes
Zorn und Strafe ab. Einer der Strolche dürfte die nächsten Tage seinen Hühneraugen
nicht mehr gespürt haben:

Videoaufnahme von der Überwachungskamera 1:
(http://up.picr.de/15598870tm.jpg) (http://www.youtube.com/watch?v=6N3RN98DrIo&feature=c4-overview&list=UU3ae3ONLXLqCHj1OTkz2xzA)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: somtamplara am 24. August 2013, 09:57:45
Die beiden Ganoven werden überwältigt und bekommen zunächst des Volkes
Zorn und Strafe ab. Einer der Strolche dürfte die nächsten Tage seinen Hühneraugen
nicht mehr gespürt haben:
Auch wenn er es ueberlebt hat (?) darf man wohl von Lynchjustiz reden.
Jeder darf nochmal drauftreten.
Wie sich die Bilder gleichen.
Insofern ist Kambo schon eine Alternative zu Thailand  {--
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: franzi am 24. August 2013, 12:25:05
Der hat spaeter nur Fussbeschwerden, der demokratische Volkswille hat "gerichtet"!

Gluecklicherweise nix mit "mutmassliche" Raeuber, wie die MM in DACH schreiben muessten.

Mein Erbarmen haelt sich in Grenzen, besser gesagt, fehlt.

fr
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Tobi CR am 24. August 2013, 14:12:41
Wenn jemand diesen ekelhaften Gewaltexzess des Mobs (insbesondere
des Verrückten, der wie ein Berserker mit dem Stuhl immer wieder auf ein Bein eindrischt) ernsthaft
rechtfertigt oder gar befürwortet,
dann stellt sich mir schon die Frage nach dessen geistigem Zustand  {[ }{

Übrigens handelt es sich nicht nur bei den verhinderten Räubern, sondern
auch bei den Schlägern um Straftäter !!!
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: franzi am 24. August 2013, 15:04:46
Gutmenschen wie du passen nach Deutschland. Immer wieder erwähnen, wie lange du schon in Thailand haust, und immer noch nix gelernt >:(

Frage mich wie du reagieren würdest, wenn deine Gattin als Bedrohte in diesen Vorfall verwickelt wäre. Vermutlich den zwei überwältigten Tätern die Kopfhaare streicheln {:}

fr
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Herport am 24. August 2013, 15:37:29
Der Knochenbrecher mit dem Barhocker ist doch der Mann dem zuvor die Schusswaffe
an den Kopf gehalten wurde. Ich kann nicht einschätzen wie man sich nach solch einem
bedrohlichen Ereignis fühlen muss. Er lässt seinen Emotionen freien Lauf und wird ja am Schluss
noch von weiteren Attacken abgehalten.

Dass sich die Überfallenen und Passanten die Übeltäter gerne greifen und vermöbeln,
sieht man in YouTube von Asien ja immer wieder.

In südamerikanischen oder afrikanischen Ländern werden solchen Ganoven auch
gerne mal benzingefüllte Autoreifen als Halskrause verpasst und angezündet.

Wer sich - seine Landsleute kennend - in Gefahr begibt...
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Tobi CR am 24. August 2013, 16:00:09
Tja, Franzi,
-> offenbar gibt es in deiner Vorstellungswelt nur schwarz und weiß...
Aber genau für solche Typen benötigen wir GESETZE, sie und deren Überwachung sind dringend notwendig,
um ein Zusammenleben einigermaßen zu ermöglichen...
Wenn ein Mensch aus eigenem Antrieb nicht in der Lage ist, seine Emotionen und Gewaltfantasien oder gar
Gewalttätigkeiten unter Kontrolle zu halten
-> dann verstößt er gegen die GESETZE und dies gehört und wird sanktioniert !
Ein Wirrkopf ist, wer meint, Gewalt ausschließlich mit Gegengewalt (und die noch schlimmer und brutaler angewandt)
bekämpfen zu können.
PS. Auch eine drohende Todesstrafe für Kapitalverbrechen (beispielsweise in Teilen der USA) verhindert definitiv
     diese Gewalttaten nicht. Dieses rudimentäre Wissen sollte man bei einem durchschnittlich begabten und gebildeten Menschen
     -auch aus Österreich- vorraussetzen können...

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Tobi CR am 24. August 2013, 16:10:25
Zitat
In südamerikanischen oder afrikanischen Ländern werden solchen Ganoven auch
gerne mal benzingefüllte Autoreifen als Halskrause verpasst und angezündet.

Was will uns der Autor damit sagen...  ???
Dies wurde auch in Amerika zur Bestrafung von schwarzen Sklaven (oder einfach auch nur "aus Spaß")
praktiziert...

In afrikanischen Ländern wurden/werden auch Kinder als Soldaten missbraucht, wahllos Arme und Beine abgehackt,
Frauen massenweise vergewaltigt, Angehörige anderer Volksstämme ausgerottet usw....

Den Bezug zu dem aktuellen Video kann ich nicht feststellen  {+.

Aber -> ich lasse euch natürlich euer "gesundes Volksempfinden" und eure Gewaltfantasien...
Spätestens beim ärgerlichen Zusammentreffen mit anderen "Gleichgesinnten", die eventuell aus ganz anderen Gründen gewaltbereit
und nicht zu stoppen sind, wird sich diese Einstellung vielleicht mal ändern.


Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: franzi am 24. August 2013, 16:59:29
Tja, Franzi,
-> offenbar gibt es in deiner Vorstellungswelt nur schwarz und weiß...
Aber genau für solche Typen benötigen wir GESETZE, sie und deren Überwachung sind dringend notwendig,
um ein Zusammenleben einigermaßen zu ermöglichen...
Wenn ein Mensch aus eigenem Antrieb nicht in der Lage ist, seine Emotionen und Gewaltfantasien oder gar
Gewalttätigkeiten unter Kontrolle zu halten
-> dann verstößt er gegen die GESETZE und dies gehört und wird sanktioniert !
Ein Wirrkopf ist, wer meint, Gewalt ausschließlich mit Gegengewalt (und die noch schlimmer und brutaler angewandt)
bekämpfen zu können.

Mir scheint fast, du lebst in Thailand in deiner Traumwelt (weiter). Wie üblich verwechselst du den Sachverhalt.

Das von Herport eingestellte Video zeigt nicht Gewalt/Gegengewalt sondern Gewalt/Bestrafung.

Die thailändische Bevölkerung heißt das weitaus überwiegend gut. Die Exekutive übrigens auch. Die schaut immer eine Weile zu, wenn so ein gefasster Verbrecher von Umstehenden verprügelt wird. Erst wenn er seine Abreibung bekommen hat, greift sie halbherzig ein ;}

Mein unerwünschter Ratschlag: Vergiss ganz einfach die deutschen Sitten, du tust dich hier in Thailand dann erheblich leichter ;)

fr
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Herport am 24. August 2013, 17:11:30
Was will uns der Autor damit sagen...  ???

Dies ist eine wertfreie Feststellung von mir. Ich kann und werde nicht urteilen.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Tobi CR am 24. August 2013, 17:43:16
Bestrafung durch prügelnden Mob ?!

Da du ja davon ausgehst, in Thailand muss man "was dazulernen" und du dies ja selbst fleißig
wohl auch verfolgst, stellt sich die Frage, ob dich dieses merkwürdige "Rechtsbewusstsein" dein Glaube,
zu welchen du ja konvertiert bist -nämlich der so friedfertige Islam-, gelehrt hat
- oder ob du bereits zuvor eine solche Einstellung hattest.

Zur Erinnerung an gewisse gesellschaftliche Weiterentwicklungen:  "Bestrafung" durch
körperliche Gewalt, Prügelorgien usw. sind wohl in archaischen, steinzeitlichen Gegenden noch an der Tagesordnung
- aber in Demokratien oder auch anderen weiterentwickelten Zivilisationen nicht mehr üblich.
Auch Kinder werden übrigens in weiten Teilen der Welt nicht mehr (wie früher so manches Mal in DACH üblich)
"zur Strafe" geprügelt.

PS. Die von dir genannte Exekutive soll ja nicht nur bei der Verfolgung von Straftaten so manches Mal "fantasievoll"
     wirken (siehe u.a. Berichte in der TIP-Zeitung), sondern es soll sogar seltene Fälle von finanzieller Vorteilsnahme geben...
Ob dies als Vorzeigeobjekt für Rechtsstaatlichkeit dient...
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Herport am 24. August 2013, 17:56:53
Bestrafung durch prügelnden Mob ?!

...zur Erinnerung an gewisse gesellschaftliche Weiterentwicklungen:  "Bestrafung" durch
körperliche Gewalt, Prügelorgien usw. sind wohl in archaischen, steinzeitlichen Gegenden noch an der Tagesordnung
- aber in Demokratien oder auch anderen weiterentwickelten Zivilisationen nicht mehr üblich

Tobi, schau Dir mal dieses Video einer "weiterentwickelten Zivilisation" zum Thema Bestrafung und körperlicher Gewalt an:

Gewalt hinter Gittern (http://www.ardmediathek.de/das-erste/reportage-dokumentation/exclusiv-im-ersten-gewalt-hinter-gittern?documentId=16280320)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Tobi CR am 24. August 2013, 18:02:59
Solche und auch andere Zustände sind doch hinreichend bekannt
- das ist nichts Neues...

Doch ebenso wie bei deinen vorher angeführten Beispielen aus Afrika oder sonstwo
frage ich mich
-> sollen sie denn als Rechtfertigung für die in der Diskussion genannten Gewalttaten dienen ?

PS. Offensichtlich reden wir aneinander vorbei. Nur weil es gewaltbereite und gewalttätige
     Menschen auch in Europa gibt, muss man solche Aktivitäten nicht zwingend als "normal"
     oder "gerne üblich" oder "ist halt so" betrachten.
     
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Herport am 24. August 2013, 18:16:00
Solche und auch andere Zustände sind doch hinreichend bekannt
- das ist nichts Neues...

Doch ebenso wie bei deinen vorher angeführten Beispielen aus Afrika oder sonstwo
frage ich mich
-> sollen sie denn als Rechtfertigung für die in der Diskussion genannten Gewalttaten dienen ?

Natürlich keine Rechtfertigung, aber es dient der Abschreckung (oder sollte) - muss ja nicht immer gleich tödlich sein -
und ...lt. Wikipedia...:

... zur Veränderung des zu Bestrafenden zum Besseren (Spezialprävention)
... dem Ziel der Abschreckung potentieller anderer (Generalprävention)
... dem Ziel des Schutzes anderer (z. B. der sonstigen Bevölkerung)
... der Wiederherstellung der Gerechtigkeit (Sühne) und von Vergeltung (Talionsprinzip),

sofern der Gesetzgeber der Strafende ist. Das Volk denkt da ähnlich, legt halt anders Hand an.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: franzi am 24. August 2013, 20:36:28
Bestrafung durch prügelnden Mob ?!

Da du ja davon ausgehst, in Thailand muss man "was dazulernen" und du dies ja selbst fleißig
wohl auch verfolgst, stellt sich die Frage, ob dich dieses merkwürdige "Rechtsbewusstsein" dein Glaube,
zu welchen du ja konvertiert bist -nämlich der so friedfertige Islam-, gelehrt hat
- oder ob du bereits zuvor eine solche Einstellung hattest.

Zur Erinnerung an gewisse gesellschaftliche Weiterentwicklungen:  "Bestrafung" durch
körperliche Gewalt, Prügelorgien usw. sind wohl in archaischen, steinzeitlichen Gegenden noch an der Tagesordnung
- aber in Demokratien oder auch anderen weiterentwickelten Zivilisationen nicht mehr üblich.
Auch Kinder werden übrigens in weiten Teilen der Welt nicht mehr (wie früher so manches Mal in DACH üblich)
"zur Strafe" geprügelt.

Du nimmst das alles zu schwer. Es ist in Thailand wies ist. Wenn du das nicht akzeptierst, werden dir vor lauter Gram noch graue Haare wachsen.

Die Eindrücke von Thailand resultieren bei mir logischerweise durch Beobachtungen, hauptsächlich live. Da war eigentlich bis auf Vergewaltigung alles dabei. Das prägt dann eben und hilft einem, alles lockerer zu sehen (und das in A gelernte zu negieren).

Kann mich noch gut erinnern als ich als relativer Neuling meinte, hier alles mit Geld und DACH Touristenarroganz alles verändern oder kaufen zu können mich die erste Thai Gattin, war damals noch ein junges Madl, spöttisch darauf aufmerksam machte, dass das dem nicht so ist.

Und so ists! Akzeptier das TobiCR, dann brauchst du auch nicht mehr auf meinen Glauben oder Unglauben ablenken! Gewöhn dir in gewissen Dingen Thaidenken an.

fr

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Tobi CR am 24. August 2013, 21:20:43
Zitat
...werden dir vor lauter Gram noch graue Haare wachsen
geht nicht
-> ich schau aus wie eine Mischung aus Schiene und Bruce Willis  ;)

Zitat
Touristenarroganz
...hatte ich (u.a. nach vielen Indienreisen) sowieso nie

Zitat
...Thaidenken...
-> das ist an sich schon ein Widerspruch  :D 
(Erklärung: Thai versus Denken)
Nein, nein, war nur ein kleiner Spaß (mit Hintergrund).  Du hast schon recht,
ich höre daheim nach über 10 Jahren auch so manches Mal: "relax", "not think so much", "not worry so much"  :)
- allerdings werde ich keinesfalls grundsätzliche Dinge im Leben dem "Thai-Sanuk" oder der hier üblichen
Gedankenlosigkeit opfern. Dazu gehörten eben Gerechtigkeitssinn, Glauben an Dinge wie Rechtsstaatlichkeit (u.a. das Gewaltmonopol
liegt eindeutig beim Rechtsstaat und nicht beim besoffenen oder hirnlosen Mob), Menschlichkeit, Zukunftsplanung usw. 
Und wenn die entfernteren Nachbarn hundertmal den Müll einfach ums Eck in die Prärie werfen (wo er dann alle paar Wochen in Brand gesetzt wird),
weil sie zu faul und zu blöd sind (noch nie gemerkt -> es schaut scheixxe aus, stinkt und ist giftig ?!), wenn die Locals noch immer wie die Blöden besoffen
im Kfz herumfahren, die Soi-Dogs oder im Rausch sich selber mit Holzlatten prügeln usw. - nein, dazu bin ich definitiv nicht bereit.
Soweit geht der Wille zur Anpassung an die örtlichen Gepflogenheiten nicht.
 ;)


Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: franzi am 24. August 2013, 23:59:03
Das kennt man: Kopieren und aus dem Zusammenhang reißen ;)

Zitat
Und so ists! Akzeptier das TobiCR, dann brauchst du auch nicht mehr auf meinen Glauben oder Unglauben ablenken! Gewöhn dir in gewissen Dingen Thaidenken an.

Von dir kam dann das

Zitat
Zitat
...Thaidenken...
-> das ist an sich schon ein Widerspruch

Das Unterstrichene sollte man schon auch, um nicht zu sagen, besonders beachten.

Mit diesem letzten Satz ist das Thema für mich erledigt :'(
fr
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 25. August 2013, 12:43:41
Ich finde die persoenlichen Auseinandersetzungen hier reichlich ueberfluessig!
Niemand wird hier eine Lynchjustiz fordern, wird sich aber in Kenntnis der hiesigen Verhaeltnisse auch kaum wundern.
In Suedost-Asien, aber auch anderswo, besteeht eine latente Gewaltbereitschaft, die nicht zuletzt deshalb  auch  wie im gehabten Fall aufbricht, weil oft von der Justiz keine gerechte Bestrafung der Taeter erwartet werden darf.
Wenn es da etwa zwischen Taetern und Justiz Beziehungen gibt, geht auch der Schuldigste haeufig straffrei aus.
Man watet also erst gar nicht auf die Rechtsprechung, sie ist einfach zu ungewiss. Was der Taeter abbekommen hat, hat er abbekommen, Basta!

In Sihanoukville haben in letzter Zeit Gewaltverbrechen zugenommen, die sowohl die einheimische Bevoelkerung getroffen haben, die aber zusaetzlich das Geschaeft mit dem Tourismus stoeren. Viele Menschen leben hier inzwischen von diesem Wirtschaftszweig und reagieren aeusserst verstimmt, wenn es durch Raub und andere Verbrechen wieder negative Pressemitteilungen gibt, die nachweislich das Geschaeft stoeren.
Es wird also nicht nur das Geschaeft geschaedigt, sondern auch die Allgemeinheit.
Die Polizei konnte da bisher nichts entscheidendes ausrichten, die Bewohner Sihanoukvilles fuehlen sich mehr und mehr in die Defensive gedraengt - und reagieren...

Das muss man persoenlich gar nicht gutfinden, ist aber eben in Kenntnis der lokalen Verhaeltnismaessigkeiten verstaendlich.

Und dann gilt halt immer noch die alte Bibelweisheit, man koennte es auch eine allgemeine Lebensweisheit nennen:
Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.
So kanns halt gehen..

Sollten die Kriminellen ueberlebt haben und wieder auf dem Wege der Besserung sein, sind sie bestens beraten, wenn sie das Weite suchen und finden...
Die Leute in Sihanoukville koennen sehr nachtragend sein, wenn man ihre Sicherheit und ihre Geschaefte stoert. {;
Raub und Einbruch sind leider gar nicht selten in Suedostasien. Warum vergittern fast alle Hausbewohner ihre Haeuser und Wohnungen?
NIcht jedem macht das Leben hinter Gittern Spass.

Wolfram
W
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Bruno99 am 25. August 2013, 13:54:09
NIcht jedem macht das Leben hinter Gittern Spass.

gilt wohl fuer beide Parteien, die sich schuetzen und die anderen die es trotzdem versuchen.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Tobi CR am 25. August 2013, 15:19:29
Zitat
Niemand wird hier eine Lynchjustiz fordern

Na ja, da wäre ich mir allerdings nicht so sicher  ??? >:

In einer solchen Diskussion kristallisiert sich recht schnell heraus, wie so
mancher Mitmensch auch in der heutigen Zeit tickt...
- aus diesem Grunde sehe ich durchaus einen Sinn im -verbalen- Austausch
   der Argumente und persönlichen Einstellungen.

Für ewiggestrige "Rübe-ab" Befürworter -oder auch sonstige Interessierte:
->
http://de.wikipedia.org/wiki/Auge_f%C3%BCr_Auge
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: sansamaki am 25. August 2013, 16:32:22
Karma ist weder Lohn noch Strafe, sondern die im Grunde wertneutrale Konsequenz vorausgegangener Taten oder Bewusstseinszustände (negativ als Ignoranz; positiv als Einsicht oder Erkenntnis). Die durch das Anstoßen des Kopfes an einem Pfosten verursachte Beule ist ja auch keine Strafe, sondern die natürliche Folge einer Unbedachtheit. Karma bestraft nicht, sondern misst zu, weshalb wir nicht für unsere Taten belohnt oder bestraft, sondern durch sie geprägt werden.

(Buddhismus für Teens)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: farang am 26. August 2013, 16:05:26
Immer weniger Waisenkinder in Kambodscha und immer mehr Waisenhäuser.


http://www.ardmediathek.de/das-erste/weltspiegel/kambodscha-waisen-die-keine-sind?documentId=16754516
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: drwkempf am 27. August 2013, 11:19:20
Ich habe mir den oben vorgestellten Beitrag angeschaut und war einmal mehr ueberrascht, wie tendenzioes man berichten kann.
Der Autor hat sich ein kleines Spektrum aus der grossen Menge an Waisenhaeusern herausgesucht und es so aussehen lassen, als ob hier der Regelfall geschildert wurde.
Das entspricht aber nicht der Realitaet.

Die gezeigten Beispiele sind leider Realitaet, man findet sie aber naturgemaess nur dort, wo ueblicherweise Touristen hinkommen, also in Phnom Penh und Siem Reap in der Naehe der Hauptsehenswuerdigkeiten.
Tatsaechlich befinden sich die allermeisten Waisenhaeuser aber abseits dieser Routen und werden von Touristen allenfalls einmal versehentlich erreicht.
Da ist also kaum ein Geschaeft zu machen.

Was sind Waisen?
Streng genommen duerfen nur Kinder als Waisen bezeichnet werden, die nur noch ein Elternteil haben, also "Halbwaisen" sind oder Kinder, die gar keine lebenden Eltern mehr haben und damit "Vollwaisen" sind.
In Kambodscha wird grosszuegiger definiert - und realitaetsnaeher.
Bei vielen Kindern, dieim strengsten juristischen Sinn keine Waisen sind, sind die Eltern nicht auffindbar, manchmal haben sie bei Verwandten gehaust, die entweder selbst zu wenig hatten, um weitere Kinder angemessen zu versorgen, manchmal wurden sie von diesen Verwandten auch einfach als Billigstarbeitskraefte ausgenutzt und oft auch sonst missbraucht.
Manche dieser "Nichtwaisen" haben aber auch einfach in so erbaermlichen Verhaeltnissen tief in der Provinz weit ab von jeder Ausbildungsmoeglichkeit vegetiert, dass das "schwere Schicksal" in einem ordentlich gefuehrten Waisenhaus fuer sie einer Befreiung aus unwuerdigsten Verhaeltnissen gleichkam.
Meist ist die Unterbringung viele Klassen besser, es gibt immer ausreichend zu essen, Schule ist Pflicht und die Mithilfe imRahmen taeglicher Pflichten ist absolut zumutbar und kindgerecht.
Aber das sieht kein Standardtourist und auch kein Standardreporter, der hier auf seine Weise auf die Beileidsdruese gedrueckt hat.

Es gibt weiss Gott in Kambodscha viel zu kritisieren und noch mehr zu verbessern.
Mit einer am Ende einseitigen und eben unzureichenden Recherche wird das nicht gelingen.
Es wird aber leicht die Arbeit vieler ordentlich gefuehrter Waisenhaeuser erschwert, die viel zur Verbesserung vieler elender Kinderschicksale beigetragen haben.

Dass zum Beispiel viele ehrenwerte auslaendische Hilfsorganisationen die Gelder der Spender regelrecht verjubeln, scheint dem aufmerksamen Reporter nicht aufgefallen zu sein.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dassetliche kriminell gewordene Kambodschaner genau dort ihre Geschaeftsideen entliehen haben.

Wolfram
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: sitanja am 22. Januar 2015, 03:16:09
Kambodscha schafft Visa bei Einreise ab !

http://www.visum.de/#


Es ist schade,weil man jetzt nicht mehr ganz spontan nach Kambodscha einreisen kann !

Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Burianer am 22. Januar 2015, 07:19:33
 ??? Was heisst das jetzt fuer mich ?  
ich muss morgen meinen Visarun  nach Kap Choeng machen.
Thailand rauss, Kambotscha rein, Kambotscha rauss  und wieder in Thailand einreisen, das alles  konnte man bissher in 30 Minuten erledigen  ???
Bei der Einreise fuelle ich doch so ein Blatt aus, das ?  sowas wie ein Visumsantrag ist. Erst danach geben die mir das Visum.

Sind da Probleme zu erwarten ?
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 22. Januar 2015, 08:24:13
https://www.evisa.gov.kh/ (https://www.evisa.gov.kh/)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: jock am 22. Januar 2015, 08:38:44
@Burianer

Wenn es ganz bloed ablaeuft,bleibst du im Niemandsland sitzen.

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst,mach den Visarun nach Burma.

Rein ins Auto,her zu mir und am Freitag auf nach Mae Sot.

Jock
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Alex am 22. Januar 2015, 08:49:26
(http://666kb.com/i/cvgc1tlnk3p5bwc0c.gif)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: malakor am 22. Januar 2015, 09:05:50
@Burianer

Wenn es ganz bloed ablaeuft,bleibst du im Niemandsland sitzen.

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst,mach den Visarun nach Burma.

Rein ins Auto,her zu mir und am Freitag auf nach Mae Sot.

Jock

Warum macht Burianer nicht die Jahresverlaengerung, genannt EOS ?  Kein laestiger Visarum mehr quer durch das Land.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Burianer am 22. Januar 2015, 09:07:38
Danke jock,  irgendwie werde ich das hoffentlich morgen regeln.
Ansonsten komme ich gerne auf Dein Abgeot zurueck.
Gruss aus Buriram.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Benno am 22. Januar 2015, 09:36:58
(http://666kb.com/i/cvgc1tlnk3p5bwc0c.gif)

(http://img3.fotos-hochladen.net/uploads/warnungrj1etd9mx0.png) (http://www.fotos-hochladen.net)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 22. Januar 2015, 10:10:51
@Benno

Das ist interessant.

Mein Firefox 35.0 zeigt in about:config

browser.safebrowsing.enabled;true

browser.safebrowsing.malware.enabled;true

und bringt diese Fehlermeldung nicht.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Burianer am 22. Januar 2015, 14:35:56
jock, ich kann Dich beruhigen,
Nachdem  ich heute Morgen einen Schrecken hatte,  habe ich mir schon mal die Route angesehen, wie ich evtl zu Dir kommen koennte,  ist aber ein sehr weiter Weg.
Naeher  liegt da schon Ubon Ratchatani.
Vor lauter Schreck hab ich mich in mein Auto    gesetzt, bin nach Kap Choeng  und habe dort mein Visa  erhalten ohne Probleme.
Allerdings, was vorher mal 1100 Baht bei Einreise  kostete, ist  nun auf 1500  erhoeht worden.
Ausreise gleich nebenan am Schalter, 300 Baht.
Immerhin noch billiger als Quer durch Thailand zu fahren  :]
Hin- und Rueckfahrt  plus Visa  plus Essen, knapp 4 Stunden.
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: karl am 22. Januar 2015, 18:53:24
Zitat
Warum macht Burianer nicht die Jahresverlaengerung, genannt EOS ?  Kein laestiger Visarum mehr quer durch das Land
der Burianer ist halt in Thailand noch nicht angekommen. Er ist immer noch nach 8 Jahren auf der Durchreise (nehme ich mal an)
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Burianer am 22. Januar 2015, 20:27:00
 :D  Karl, sind jetzt schon fast 10 Jahre, angekommen ?  wer weiss das schon ?
Man kann ankommen oder auch nach zig Jahrzehnten nicht dort gewesen sein, wo man lebt.   :]    [-]
Jeder hat seine Wahl genommen und malakor  weiss das auch.
Ob ich je bis zum Sankt Nimmerleinstag in Thailand bleibe, weiss ich doch jetzt noch nicht.
Ich habe mir auch nie frueher vorstellen koennen, dass ich mal hier lebe  :-X   .   Einen Rueckfahrtschein hebe ich mir aber immer auf  }}
Ankommen ? Deutschland vermissen ?
Es gibt doch viele Dinge, die wir vermissen. Wir haben doch das meiste Leben in Deutschland verbracht.
Das Lebe geht weiter  :-X
Wer niemals frueher durch die Welt gezogen ist, weiss doch nicht , ob es einen Ort gibt, an der er sich wohl fuehlt.
Thailand,  ok, mit Einschraenkungen,  die man akzeptieren muss. {*
Deutschland, mit Hindernissen,  muss man wohl auch akzeptieren.  
Malakor, da ich noch jedes Jahr immer wieder nach Germanien reisen muss,  um mich um einige Sachen zu kuemmern,  bleibe ich beim Non O Visa.
Werde ich mal muede, im Flieger zu sitzen 12 Stunden, dann ist mein  ( Rentervisa )   sicher.

Meldepflicht ist fuer mich waere allerdings auch Kap Choeng. 120 km.
Na dann , es hat alles zu meiner Zufriedenheit heute funktioniert.   {*
Heute habe ich einen Guide genommen,  da sich auch dort an der Grenze einiges geaendert hat.
Stress wollte ich fuer mich vermeiden.
Was mich allerdings stutzig gemacht hat, er sagte irgendwann,  er koennte auch  mein Non O Visa , wenn ich es wieder braeuchte,  beschaffen  ???
Es geht also alles, wie immer  :]
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: karl am 22. Januar 2015, 20:31:11
Helmut, jeder muss das für sich selbst entscheiden.
Sicher aber ist eines, bei einem Rentnervisa hättest Du höchstens 1/10-tel der Rennerei
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Burianer am 22. Januar 2015, 20:44:14
karl, Du machst mich stutzig,  musst Du nicht auch alle 90zig Tage persoenlich erscheinen ?
Non O   multiple , da kann ich wenigstens ausreisen sooft ich will.
Wenn Du mal wieder nach Buriram kommst, da gibts mitlerweile sehr oft grosse Veranstaltungen   mit den grossen Bikes.
Melde Dich  dann mal , wenn Du kommst.
Am Childrensday, Du glaubst es nicht, eine riessige Veranstaltung am Tag und abends kamen fast  ???  will jetzt nicht uebertreiben, 2000 heisse Schlitten.
Das ging von Samstag bis Sonntag abend, nur big Bikes  ???
Konzert inbegriffen  }}
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: dart am 24. Januar 2015, 16:29:37
Hier wird behauptet das ein "Visa on Arrival" weiterhin problemlos ausgestellt wird!?? ???

Zitat
Bislang konnten Reisende ein Visa on Arrival an bestimmten Grenzübergängen erwerben.

Laut der kambodschanischen Einwanderungsbehörde hat sich an dieser Praxis auch nichts geändert. Wie von Tourismusexperten aus Phnom Penh zu erfahren ist, werde das Visum nach wie vor bei Ankunft am Flughafen problemlos ausgestellt.

http://biztravel.fvw.de/kambodscha-verwirrung-ums-visum/393/139791/4070
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: jock am 24. Januar 2015, 16:40:33
@dart

Kollege Burianer sollte uns berichten.Wenn ich es richtig verstanden habe,
war er ja diese Woche wegen des Visaruns in Kambodscha.

Jock
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Burianer am 24. Januar 2015, 17:30:00
jock, lies mal 441   ???   [-]
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Khun Tan am 26. Juni 2015, 18:02:29
Stellenangebote für Ausländer

http://cambopedia.com/jobs-in-cambodia/
Titel: Re: Ist Kambodscha eine Alternative?
Beitrag von: Boy am 18. August 2016, 21:39:40
Ab dem 1. September wird es 'Multiple Entry Visa' geben, die Touristen und Geschaeftsleute fuer eine Laufzeit von 1-3 Jahren anfordern koennen.

Allerdings muessen sich die auslaendischen Staaten erst mit der Regierung in Phnom Penh in Verbindung setzen und die neuen Visabestimmungen beantragen.

Bislang gilt das nur fuer Japan..... China und Suedkorea haben sich bereits angemeldet.
Ob das fuer europaeische Staaten attraktiv ist, bleibt abzuwarten.

http://www.phnompenhpost.com/national/new-visas-launch-sept-1