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Thailand lokal => Bangkok und die zentrale Ebene => Thema gestartet von: hmh. am 24. August 2008, 01:02:05

Titel: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: hmh. am 24. August 2008, 01:02:05
Dieser Beitrag erschien als Artikel am 24. März 2008 im TIP. Es steht auch im TIP Führer Bangkok ( http://www.thailandtip.de/tip-shop/reise-fuehrer/bangkok/ ); und natürlich hier:

Bangkok von innen und Thailand für Anfänger. Der einzige Stadtführer mit allen Bus- und Bootslinien und original Bangkok Guide™ Stadtplan. / Von Hans Michael Hensel. - 7. Aufl.. - Segnitz : Zenos-Verl., Juli 2008. - 391 S. : Ill., Kt. ; 26 cm, 700 gr., ISBN 978-3-931018-07-8 : EUR 29.80, sfr 47.80.

Der TIP Führer Bangkok enthält 50 Seiten Tips, wie man solche Ausflüge mit öffentlichen Booten organisiert. Zum Beispiel auf den Khlongs Phasi Charoen, Maha Sawat, Bang Chüak Nang, Bang Waek, Dao Khanong, Prawet Burirom, Sam Wa, Song Ton Nun, Om und Bang Kruai.

Siehe dazu im Forum: http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=568.0   http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=786.0

Auf dem Khlong Phra Khanong  คลองพระโขนง klO:ng prá¿ kà¿ no:ng?
zum Wat Maha But und fast zum Seacon Square  ซีคอนสแควร์ si: kO:n sà¿ kwae:

Auf diesem jederzeit möglichen und völlig problemlosen Ausflug kann man ein Stück wirkliches Bangkok erleben - und die Menschen, die hier seit Jahrhunderten am, vom und auf dem Wasser lebten. Dieses dennoch fast allen Touristen unbekannte Bangkok befindet sich nur wenige Schritte von der Th. Sukhumvit.

999,9 Promille aller Touristen, die in dieser ausländer- und schlepperverseuchten Straße die Hochbahn nutzen, haben keine Ahnung davon, daß zwischen den Stationen Phra Khanong und Onnut, also genau dort, wohin seit dem Bau der Hochbahn fast keiner mit Langnase mehr hinfindet, eines der reizvollsten Stadtgebiete beginnt. Hier mündet der Khlong Phra Khanong, der eigentlich ein echter Fluß ist, östlich des Hafens südlich der Th. Pridi Phanomyong (= Sukhumwit 71) in den Chaophraya. Über den Khlong Phra Khanong und dessen künstliche Verlängerung, den Khlong Onnut (heute Khlong Prawet Burirom, kurz Khlong Prawet) lief einst der Nachschub für die Eroberungs- und Raubzüge der Thais im benachbarten Kambodscha.
Der sehenswerteste Tempel am Khlong ist das วัดมหาบุศย์ wád má¿ ha? bùd Wat Maha But.


(http://i6.photobucket.com/albums/y207/tawee/tip/tip057.jpg)

Das Wat Maha But befindet sich genau an der Stadtteilgrenze zwischen Suan Luang und Watthana. (Karte gesendet von dii)


Leider sind die Zeiten vorbei, als man von hier aus mit Linienbooten für 18 Baht über den Khlong Latphrao nach Khlong Bang Bua in die Nähe des alten Flugplatzes Don Müang, oder, mit Umstieg in Khlong Tan, entweder nach Bangkapi oder in die Innenstadt (Ratchadamnoen) schippern konnte. Es gibt zwar noch ein paar private Boote, die diese Touren frühmorgens und abends in der Stoßzeit machen, aber das dürfte in diesen Nußschalen spätestens bei der Überquerung des Khlong Saensaep in der Hauptverkehrszeit nicht ohne Klongwasserdusche abgehen...

Zu normalen Zeiten könnte man am Phra Khanong Pier aber wohl immer noch eines der größeren Boote einfach chartern. Offiziell legt hier aber derzeit nur noch eine einzige reguläre Linie ab: in der Hauptverkehrszeit befahren etwa 20 Boote pausenlos die Strecke zwischen dem Phra Khanong Pier und dem Srinakharin Pier in der Nähe des Seacon Square.

Zur Th. Srinakharin (si:? ná¿ ká¿ rin, was das bedeutet, steht hier: http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=242.0 ) fährt man etwa 30 Minuten je nach der Zahl der Stops.


In jeder Auflage des TIP-Führers Bangkok soll es was Neues geben, also wurde es Zeit, wieder mal den Khlong Phra Khanong abzufahren. TIP-Chefredakteur Roy begleitete mich, staunte gewaltig, und photographierte ausgiebig fürs TIP Archiv.

Wir nahmen Bus 38, der alle fünf Minuten in der Asok gegenüber der Siam Society hält. Nach Phra Khanong dauerte es am Freitag gegen 14.30 Uhr keine 20 Minuten. Man steigt am letzten Haltepunkt vor der hohen Khlongbrücke aus, nicht zu übersehen (sofort nach der letzten Fußgängerbrücke über die Sukhumwit). Wer mit der Hochbahn fährt, muß entweder ab Onnut fast einen Kilometer zurück- oder von Phra Khanong fast zwei Kilometer vorlaufen. Durchblicker sind also per Bus ab Asok grundsätzlich schneller am Phra Khanong Pier als mit der Hochbahn.

Die Fahrt bis zum letzten Pier an der Th. Srinakharin mit dem Boot dauert ab 25 Minuten und kostet 10 Baht. Die Buslinie 1013, die in Phra Khanong gegenüber des Piers auf der anderen Khlongseite zur Flugplatzzufahrt nach Suwannaphum/Lat Krabang abgeht, kostet 8 bzw. 14 Baht klimatisiert und braucht in der Hauptverkehrszeit schon mal eine Stunde länger zur Th. Srinakharin.

Außerhalb der Stoßzeiten legt jede halbe Stunde in beiden Richtungen ein Boot ab, immer kurz vor der vollen halben Stunde, also 12.55 Uhr, 13.25 Uhr usw. Am letzten Pier unter der Brücke der Th. Srinakharin über den Khlong kann man, wenn man noch weiter will, direkt in den Bus 1013 einsteigen, der, weil er die Th. Srinakharin aus Verkehrsgründen nicht überqueren kann, unter dieser Brücke eine Wende macht und dann nach Lat Krabang/Suwannaphum weiterfährt.
Wer das machen will: Auf dem Bus steht als Ziel ลาคกระบัง lá:d grà¿ bang Lat Krabang oder หัวตะเข้ hua? dtà¿ ke: Hua Takhe. Letzteres ist der Name des Zentrums von Lat Krabang mit einem großen Markt.

Wer von der Srinakharin-Brücke gleich weiter zum Seacon Square will, läuft 200 Meter gen Süden zur Th. Onnut, überquert diese, und steigt dann in irgendeinen Bus nach Süden. Alles weitere, vor allem bezüglich der Rückfahrt, die außer per Taxi etwas komplizierter ist, im Bangkok-Führer.


(http://i6.photobucket.com/albums/y207/tawee/tip/tip058.jpg)

Karte von dii: Das Srinakharin Pier befindet sich unter der Khlongbrücke. Genau dort macht auch Buslinie 1013 aus der Th. Sukhumvit ihre Wende, da sie die Th. Srinakharin wegen der Verkehrsregelung nicht überqueren darf. Man kann von hier ab relativ staufrei zum Flughafen Suwannaphum nach Lat Krabang weiterfahren. Die Bushaltestelle ist 80 Meter südlich des Piers.


Vor der Abfahrt in Phra Khanong kassiert der Käpt’n das Geld ein (10 Baht), alle unterwegs Zugestiegenen zahlen dagegen später nach dem Ausstieg vom Pier aus. Wer an den kleineren Piers aussteigen will (das Boot legt auch an den Privathäusern an), muß Zeichen geben, wie im TIP Führer Bangkok beschrieben. Hinweis: Wer zwei Plätze im Boot belegt, muß auch zwei Plätze zahlen.

Diese Bootsfahrt ist ein Erlebnis, das ich jedem, der Bangkok kennenlernen will, ans Herz lege. Neulinge glauben kaum, was man hier noch sieht: Schon nach der zweiten Flußbiegung wird das Wasser erstaunlich sauber, stilvolle alte und moderne Holzhäuser wechseln sich mit den modernen Prunk- und Protzbauten der Baht-Milliardäre ab. Die Umgebung derjenigen Häuser, in denen erkennbar Mohammedaner wohnen, wirken oft auffallend stilvoll und gepflegt. In dieser Gegend wohnen neben den Nachfahren der aus Pattani und Kambodscha verschleppten ehemaligen Arbeits- und Kriegssklaven auch viele ethnisch indische Familien, die ihr Vermögen mit Grundstückgeschäften gemacht haben.
Leider ist kürzlich auf halbem Weg ein großes Grundstück „gesäubert“ worden und landesüblich wanderte sämtlicher Müll natürlich in den Khlong. Aber auch das gehört zu Thailand, im Grunde ist der allgegenwärtige Müll ja geradezu ein Erkennungsmerkmal dieses immer wieder erstaunlichen Landes.


(http://i6.photobucket.com/albums/y207/tawee/tip/tip056.jpg)

Dazu schrieb dii, der diese Luftaufnahme des Wat Maha But sendete: "...was ich klasse finde in Bangkok: kaum ist man von den Hauptstraßen weg, steht man im Gemüsefeld (http://i6.photobucket.com/albums/y207/tawee/fun/icon_thumbs1.gif) wird aber immer seltener. :'(


Während der Fahrt auf dem Khlong reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die andere. Bis zur Th. Srinakharin sind es acht Tempel und zwei Moscheen. Leider legen nicht alle Tempel wert auf eine schöne Ansicht vom Khlong her, etwa die Hälfte fällt durch den leider landesüblichen Dreck auf. Dagegen wirken die beiden Moscheen zur Flußsseite hin offen, sauber und gepflegt. Leider ein generelles Problem: Auch in der Th. Onnut, über die diese Tempel ebenfalls erreicht werden, prägen gerade in den Sois, die zu den Tempeln führen, oft die Müll- und Schutthalden das Bild. Auch die Schwarzbauten der in Bangkok überall allgegenwärtigen Landbesetzer aus Upcountry sind natürlich nicht zu übersehen.

Dennoch: Aus dem Dreck und Lärm der Sukhumwit heraus wähnt man sich hier streckenweise um 60 Jahre zurückversetzt. Ein letzter Hauch des alten Bangkok, in dem früher nur die goldenen Spitzen der Pagoden aus dem grünen Blätterdach ragten, ist hier auf dem Wasser noch zu erahnen.


Der bekannteste Tempel der Gegend ist, wie bereits erwähnt, das Wat Maha But, ein reicher, gepflegter Tempel, bei dem sich der Ausstieg lohnt. Man hat mindestens 25 Minuten Zeit bis das nächste Boot vorbeikommt. Direkt am Khlong steht ein Glockenturm inmitten eines kleinen Friedhofs mit vielen Duftsträuchern. Ein friedliches Bild. Auf dieser Seite steht einiges über den Tempel:

(http://www.bangkok--travel.com/unseen-in-bangkok/images/mae-nak.jpg)  http://www.bangkok--travel.com/unseen-in-bangkok/love-legend-of-mae-nak.html

Einige Sätze wie zum Beispiel dieser

Zitat
The Muslims, the biggest ethnic group in this area, have migrated from Pattani since the Third Reign.

zergehen indes auf der Zunge. Für eine Übersetzung dieser landestypischen "offiziellen Version" empfehle ich die Lektüre von im Ausland erschienenen Büchern über die Geschichte dieses immer wieder so erstaunlichen Landes.

Auf einer weiteren Webseite, von der die beiden nachstehenden Bilder stammen, ist näheres über den Zockertempel zu erfahren: http://www.thaiasiatoday.com/index.php?option=com_content&task=view&id=649&Itemid=47

(http://www.thaiasiatoday.com/images/stories/lifeinthailand/day2day/Get_Rich/lottery_04.jpg)   (http://www.thaiasiatoday.com/images/stories/lifeinthailand/day2day/Get_Rich/lottery_03.jpg)

Berühmt ist dieser Tempel allerdings aus einem eher diesseitigem Grund: Hierher kommen die Profi-Zocker ebenso wie die Lotteriespieler, um Glück zu erbitten oder ihm mit guten Werken, die dem Tempel zugutekommen, nachzuhelfen. Und auch vor Prüfungen soll es geistergläubigen Schülern und Studenten angeblich überhaupt nicht schaden, erst noch mal schnell in diesem Tempel die Geister mit einem Opfer zu bestechen oder mit Demut zu beeindrucken. Hier sieht man auffallende viele "chinesische" Gesichter.

Klar also, daß hier auch Werktags die riesigen Parkflächen gut genutzt sind. Es gibt viele Souvenirläden für religiösen Krimskrams. Das Wat Maha But ist bereits für das Jahr 1762 nachweisbar. Das wieder mal zu der in hiesigen Schulen auswendig gelernten offiziellen Version, wonach Bangkok erst 20 Jahre später vom Ursupator Thong Duan gegründet worden sei, der sich später den seiner Größe sicher angemessenen Namen Chakri gab, was unter anderem „Weltherrscher“ bedeutet.

Manche Thais finden heute noch die Geschichte erbaulich, die sich um diesen Tempel rankt. Eine Frau, Mae Nak Phra Khanong, oder bürgerlicher, Ya Nak, soll bei der Geburt ihres Kindes gestorben sein. Ihr „Geist“ allerdings lebte weiter mit ihrem Mann, der bei der Geburt des Kindes nicht dabei war. Schließlich „merkte“ er aber doch. daß sie ein „Geist“ war und floh in den Tempel, wie man sich erzählt.

„Zum Glück“, so steht es heute noch geschrieben, gelang es einem jungen Mönch, den „Geist“ unter Kontrolle zu bringen. Man hat jedenfalls nie mehr etwas von dem Geist gehört... Dieser Mönch soll später einer der berühmtesten des Landes geworden sein.

Ketzer lesen das natürlich anders: der sicher liebevolle und treusorgende Ehemann merkte erst, daß seine Frau ein böser Geist war, als sie alt und häßlich wurde. Ähnlich wurden ja auch in unserem Mittelalter gewisse „Hexen“ mit frommer Hilfe unseres Klerus entsorgt.

Aber ganz grundsätzlich kann man in Thailand die Existenz von Geistern nicht ernsthaft abstreiten. Daß es sie gibt, weiß hier jedes Kind, das nur einmal nachmittags im Fernsehen nachgeguckt hat.
© Hans Michael Hensel und TIP Zeitung für Thailand 2008
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: hmh. am 24. August 2008, 01:04:38
In vielen alten Reiseberichten wird davon erzählt, wie sich das abseits der Innenstadt vollkommen grüne Bangkok einst vom Chao Phraya und den befahrbaren Khlongs aus dargeboten hat.

Entlang des Khlong Om und des Khlong Bangkok Noi zum Beispiel, den großen Altarmen des Chaopraya, findet man einige der schönsten modernen Häuser Bangkoks - errichtet aus Holz im traditionellen Stil. Wer weiß, was gutes Holz in Thailand kostet, kann sich ausmalen, wieviel diese Behausungen wert sind. Besonders entlang der sauberen Abschnitte der größeren Khlongs nordwestlich von Bangkok sind die Grundstückspreise trotz Hochwassergefahr inzwischen mindestens so hoch wie in den teuersten stadtnahen bevorzugten Wohngebieten.

Ansosten leben entlang der Khlongs, auch am Phra Khanong, noch heute viele Nachkommen der einst aus den Nachbarländern "erbeuteten" und verschleppten, meist mohammedanische Arbeits- und Kriegssklaven, die einst die Abkürzungen des Chaophraya sowie überhaupt so gut wie alle Bangkoker Khlongs ausgraben mußten.

Für Bangkoks kleine Leute ist derartiges Wohnen allerdings normalerweise nur noch ein ferner Traum. Mehr als ernüchternd ist es zum Beispiel in diesem Zusammenhang die normalen Neubausiedlungen entlang der Khlongs zu sehen.

So gibt es eine Stelle am Phra Khanong, die man auf dem beschriebenen Ausflug gut sieht, wo der Khlong gegenüber einer solchen Siedlung besonders schön ist, fast reine Natur plus Tempel.

Trotzdem bauten die Immobilienhaie ihren bedauernswerten Kunden dort nicht etwa einen Steg mit einem Sala hin, von dem man dann direkt mit dem Boot in 20 Minuten in die Sukhumwit oder in 15 zur Srinakharin käme. Was für eine beispiellos verkehrsgünstige Lage in der Innenstadt - leider aber nur theoretisch.

Die Praxis dieser unangenehmen Dummköpfe und Geschäftemacher sieht so aus: man zieht in Thai-Logik die übliche zwei Meter hohe Mauer zum Khlong hoch (ohne Tür). Die einzige allgemeine "Nutzung" dieser Mauer besteht darin, allgemein und fröhlich den Müll darüber zu werfen: Aus den Augen aus dem Sinn.

Lieber läßt man hier sämtliche Bewohner über drittklassig geplante Sois um vier Ecken 'rum einen dreiviertel Kilometer zur Onnut schlurfen und stöckeln und dort das Verkehrschaos und samt Stoßzeiten-Gedränge in den viertklassigen Bangkoker Bussen zu vergrößern.

Leute, die so etwas planen und bauen, sind nie im Leben Bus oder Boot, ja noch nicht mal mit der U-Bahn gefahren. Die interessiert an ihrer Stadt nur eines: weitere Kohle zu machen, damit sie ihre Sprößlinge in sogenannte "Eliteschulen" schicken können wie zum Beispiel die beispiellos hochnäsige "Muttergottesschule" (Mater Dei) gegenüber dem Haupteingang zum Lumpinipark (Ecke Silom), deren Direktion samt Lehrkörper mit allen Mitteln verhindert (!) hat, daß auf "ihrer" Seite ein Eingang zur U-Bahn gebaut wird. Man stelle sich den Aufschrei europäischer oder auch japanischer Eltern vor, wenn ihre Sprößlinge absichtlich von sicheren und sauberen öffentlichen Verkehrsmitteln abgeschnitten werden.

Dafür hat man aber dort einen Hubschrauberlandeplatz für die allerhöchsten Söhnchen und Töchterlein sowie eine extrabreite Einfahrt für das Dienstpersonal dieser Leute, das die allerhöchsten Sprößlinge und zukünftigen thailändischen Demokraten so auch im sicheren gepanzerten Benz, Volvo und Rolls Royce bequem abholen kann.
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: hmh. am 24. August 2008, 01:05:26
Profuuu berichtete im Forum darüber, daß die Geschichte der Mae Nak, dem Geist von Phra Khanong, schon mehmals verfilmt wurde, 1999 unter dem Titel "Nang Nak" und 2006 gab es eine Neuauflage unter dem thailändischen Titel "Der Geist von Mae Nak". In diesem Film wurde Mae Nak, der weibliche Geist, einmal aus einer etwas anderen Sicht und mit mehr Mitgefühl dargestellt, sodaß man sogar so etwas wie Sympathie für sie empfinden kann.

Titel: Der Geist der Mae Nak. Die Rückkehr von Nang Yak.
Hier die offizielle Webseite des neuen Films mit Trailer: http://www.maenak.com/
Epilog:

Taurus war das einzige Mitglied im Forum, das diesen Ausflug schon kannte. Er war den Khlong Phra Khanong zwei Wochen vorher gefahren und berichtete darüber:

Diesmal ging es also mit dem Bus 38 von Asok bis kurz vor Onnut und dann nur wenige Meter per pedes über den Phra Khanong Markt (wo wir sehr leckere Orangen für ganze 18 Baht pro Kilo mitnahmen) zum Phra Khanong Pier.

Die Boote sind etwas gewöhnungsbedürftig wenn man, wie ich, 193 cm mißt, aber mit ein klein bißchen quetschen ging es gerade noch.

Belohnt wird man mit einer Fahrt wie durch einen Stadtpark. Wer es nicht weiß, glaubt nicht, daß er in einer Millionenstadt unterwegs ist. Absolut ruhig und malerisch. Übrigens scheint auch die Müllabfuhr auf dem Wasser bestens zu funktionieren. An fast jedem kleinen Hauspier steht eine bunte Mülltonne am Khlong zur Abholung bereit.

Neben den beiden Moscheen fällt natürlich der Zocker-Tempel vor allem dadurch auf, weil er über und über mit Gold bedeckt ist und einen fast blendet. Offensichtlich ein gutes Geschäft mit der Zocker-Gilde. Ansonsten Natur pur.

Am Srinakharin Pier war die schöne fahrt leider viel zu schnell vorbei. Dort stiegen wir in den Bus 1013 Richtung Flughafen. TIP-Leser werden sich noch an den Bericht ueber Lat Krabang erinnern. Dort stiegen wir an der Soi 7 aus und gingen die paar Meter zum Wat Lat Krabang. Nach dem Tempelbesuch führte uns dann der Weg schnurstracks zum berühmten, im Bangkok-Führer empfohlenen Entenfachmann aus Taiwan direkt am Eingang zur Soi 7.

Wir orderten also einmal Ente mit Reis und einmal Ente mit Nudeln (ba: mi: hae:ng). Und da sie so unendlich lecker war, bestellten wir danach das Gleiche nochmal für jeden, nur umgekehrt was die Beilage anbetrifft. Aroy maak maak.

Bus 151 brachte uns dann über Minburi und die Serithai Road dicht am Henselschen Haus vorbei zum Khlong Saensaep, wo ich dann alleine, wie im Bangkok-Führer empfohlen, direkt hinter dem Kapitän in das
Boot Richtung Pratunam stieg. Diese abendliche Fahrt war durch den regen Pendlerverkehr auf dem Khlong unruhig, der Kahn rappelvoll und ich war froh, als ich in Nana Chat (Soi 15) aussteigen konnte. Dazu musste ich mich allerdings noch ca. 3 m außerhalb des Boots zurückhangeln, denn sonst wäre ich ins Wasser "ausgestiegen". Ein kleiner Spaziergang von ca 10 Minuten brachte mich dann zurück in mein Hotel in der Soi 11.

Insgesamt ein toller Halbtagesausflug, bei dem ich ganz nebenbei auch noch die Stelle kennenlernte, an der Roy früher  immer seine kostenpflichtigen Spezialtickets von der Polizei abgeholt hat. Warum? Er fährt nie Bus und wußte deshalb (woher auch als alleinreisender ausländischer Mopedfahrer?) jahrelang nicht, daß es ein kurzes Stück weiter einen bequemen und völlig narrensicheren U-turn gibt, der ihm das teure Überqueren der Srinakharin Road auf der Brücke, das hier für Zweiräder verboten ist, erspart hätte.

Wer am Nachmittag in Bangkok mal nicht so recht weiß, was er tun soll, sollte sich diesen Ausflug antun, denn 1. ist er preiswert (für 3 x Bus und 2 x Boot immer noch deutlich unter 100 Baht und 2. lockt die Ente in Lat Krabang, die auch nur 35 oder 40 Baht je nach Zubereitung kostet, aber mindestens das Doppelte wert ist.

Klaus Unger, Pattaya



Später berichtete khunrah, der seit Jahren einen Steinwurf vom Srinakharin Pier entfernt lebt, aber keine Ahnung davon hatte, daß er hier mit dem Boot oft viel schneller in die Th. Sukhumvit zu seinen Kunden käme:

Ich habe mit meiner Freundin die Bootstour von Phra Kanong gemacht. Sie wußte auch nicht, daß das existiert. Sie hat den Bootsfahrer dazu gebracht, dass wir dort aussteigen konnten, wo es am nächsten zu unserem Haus liegt.

Dann sind wir einkaufen gegangen und sie erzählte, daß der Farang ihr Tour-Guide war und was gezeigt hat, von dem sie zwar gehört hat, aber nicht wußte, daß das heute noch existiert. Die Thais in unserem Quartier haben nur gestaunt, denn auch sie wußten nicht, dass man auch heute noch per Boot hierher kommen kann. Ich habe es HMH zu verdanken, dass mein nachbarlicher Status enorm gestiegen ist! Daß der Farang mehr weiß, als die Thais, haben sie nicht negativ aufgefaßt, was normalerweise in solchen Fällen oft der Fall ist. (ruu maak...)



Und Mitglied lutz, der damals ebenfalls in der Gegend wohnte, ohne den Bootsverkehr zu kennen, ergänzte:

Mit solchen Berichten wird mir bestätigt, das ich hier, wo ich die ganze Zeit schon wohne, und zwar hinter dem Moslemdorf mit Moschee, sehr gut aufgehoben bin, mit der Bewertung, daß es hier idyllisch und sehr ruhig ist, sowie die Leute nett und aufgeschlossen

Hier habe ich auch nicht das Gefühl, mich in Bangkok zu befinden. Das Gefühl kommt erst wieder auf, wenn ich Höhe Onnut Rd., Sukhumvit 77, bin. Dem Vernehmen nach bin ich ja ein richtiger Glückspilz.
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: Profuuu am 24. August 2008, 01:30:31
wow, hmh. So machen deine Trip-Tipps echt was her. Bin halt ein visueller Typ. Zusammen mit den Bilder hab ich sofort ein anderes Verhältnis zu deinen geschätzten Beschreibungen.
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: dii am 24. August 2008, 01:41:55
...sowieso dat  A & O  bei ner Reisebeschreibung, Karte - wo gehts lang!!! Bilder - was kann man(n) sehen!!!  (http://i6.photobucket.com/albums/y207/tawee/fun/icon_pfeif.gif)  (http://i6.photobucket.com/albums/y207/tawee/fun/icon_fies.gif)

 
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: Taurus † am 24. August 2008, 10:30:59
Wirklich bemerkenswert und sehenswert dieser Ausflug ins alte Bangkok und bei dieser Beschreibung mit Hilfe der Karten und Bilder idiotensicher zu absolvieren. Ich werde ihn mit meinem naechsten Besuch  Dezember/Januar wiederholen und natuerlich in Lat Krabang mit der beruehmten Ente abschliessen. Von dort kann man ja dann mit  dem Bus Richtung Onnut(Hochbahn) zurueckfahren.
Jedem, der einen halben Tag Zeit hat, absolut zu empfehlen.
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: hmh. am 29. August 2008, 05:59:54
Die Grundstückspreise in der Gegend sind erstaunlich niedrig. Es gibt immer noch (wahrscheinlich renovierungsbedürftige...) Stadthäuser ab 1 Million Baht, wenn auch, wie oben beschrieben, leider ohne direkten Zugang zu einem Pier. Die auf "chic" getrimmten zwei- bis dreistöckigen Neubauten, die man zum Teil vom Boot aus sieht, fangen aber wohl erst bei acht bis zehn Millionen an.

Hätten wir nicht schon seit 19 Jahren ein sehr verkehrsgünstig und trotzdem ruhig gelegenes Plätzchen am Stadtrand, fände ich die Gegend entlang dieses Khlongs äußerst interessant, allerdings nur, wenn man ein etwas größeres Grundstück direkt am Khlong und mit guten Nachbarn fände. Aber die sind natürlich rar und (zu) teuer - und zu mieten wohl schon gar nicht.

Es soll hier auch nicht verschwiegen werden, daß am Khlong Phra Khanong, wie überall in Thailand, auch der landesübliche Müll, beziehungsweise der hier übliche Umgang damit, nicht zu übersehen ist.

Aus dem Fenster, aus dem Boot, über die Mauer, in die Büsche, in den Khlong . . . Aus den Augen, aus dem Sinn.

Wenn den so entsorgten Müll dann nur die anderen Mitmenschen wiedersehen, ist ja alles in Ordnung - oder etwa nicht?
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: hmh. am 27. Dezember 2008, 23:08:02
Im Gegensatz etwa zum Khlong Om in Bang Yai ( http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=786.0 ), in dem man, wenn auch immer seltener, noch Lotosblüten im Khlong sehen kann, gehen alle Innenstadtkanäle getrost unter Drecksbrühe durch, woran auch die zum Teil tägliche oberflächliche Reinigung nichts ändert.

Wo das Khlongwasser praktisch steht, wie im Khlong Saensaep ab etwa Ban Krua (Nähe Jim Thompson Haus, Elefantenkopfbrücke) bis Bangkapi, wird es schon angesichts der zu vielen illegal in den Schwarzbauten ringsum wohnenden Menschen ganz natürlich zur Kloake. Wo das Wasser noch fließt, wie im Khlong Phra Khanong, nimmt alles, was nicht in den Rechen der Schleusen hängen bleibt, irgendwann der Golf von Siam auf.

Entlang vieler kleiner Khlongs wie zum Beispiel am Wat Phichai in Bangkapi (Serithai Soi 2) wären die Upcountry-Landbesetzer schon in ihrem Dreck erstickt, wenn nicht alle zwei Jahre oder so, nachdem schon längst alles im Khlong steht, mal die ganz große Reinemache käme. Da stehen dann alle mit Kind und Kegel daneben und gucken lächelnd zu, wie man ihren Müll wegräumt, aber am nächsten Tag fliegt alles wieder wie gewohnt in den Khlong.

Das Kernproblem: Die Landbesetzer sind illegal hier, existieren offiziell gar nicht - auch nicht für die Müllabfuhr. Freie Upcounty Thais melden sich grundsätzlich nur dann irgendwo an, wenn es gar nicht anders geht, also zum Beispiel, wenn Kinder in die kostenlose öffentliche Schule sollen (nur am gemeldeten Wohnort möglich und dort auch Pflicht) oder man sich neuerdings kostenlos im Krankenhaus behandeln lassen will, was im Regelfall auch nur geht, wo man gemeldet ist)

Ein Problem ist, daß sich mit den meistens aus dem Isan stammenden Landbesetzern kein Bangkoker Beamter gerne die Finger schmutzig macht. Erstens sind sie sowieso oft gleich am nächsten Tag wieder da, nachdem man sie in irgendeine abgelegene Sozial-Wohnburg (เคหะ ke: hà¿  Kheha) am Stadtrand gesteckt hat (das wird dann sofort an die in Windeseile nachgezogene Upcountry-Verwandtschaft "vermietet", über die sich alle Bangkoker Nachbarn dieser Neubürger immer besonders "freuen") und zweitens muß sich der zuständige Beamte, wenn er Pech hat, für sein Durchgreifen auch noch in den insofern auch in Thailand zunehmend "politisch korrekten" Medien oder von irgendwelchen opportunistischen Gelbhemden als herzloser Vertreiber freier Landsleute darstellen lassen.

Mit am dreckigsten überhaupt sind die Besitzer der öffentlichen Boote in Bangkapi, Phra Khanong und am Chaophraya. Obwohl es natürlich dort auch ein paar saubere und ordentliche Leute gibt: Bei sicher 80 Prozent fliegt grundsätzlich alles ins Wasser, am Wat Sri Bunrüang in Bangkapi sogar seit Jahren genau unter einem riesigen Plakat, auf dem steht, daß das Verschmutzen von Khlongs theoretisch 10 000 Baht kostet. Nur wenn in der Stoßzeit die Aufseher vom Marine Department am Steg sind, findet man, jedenfalls wenn die gerade wirklich direkt danebenstehen und auch nicht wegschauen - sieh mal an! - die dort schon als Zierrat eingeführten Abfallkörbe.

Eigentlich sind die Lizenznehmer der Bangkapi-Ratchadamnoen Linie dazu verpflichtet ihre Piers sauberzuhalten. Das machen sie auch, nämlich indem sie grundsätzlich alles, was da "vergessen" wird, ins Wasser kicken oder schmeißen. Zum Beispiel die vielen von den Kunden ans Geländer der Piers gebundenen und "vergessenen" Plastik-Müllsäckchen, die oft sogar im Vorbeifahren vom Boot aus mit dem Messer abgeschnitten werden und allesamt in den Khlong fliegen. Dabei steht oft direkt hinter dem Pier ein Abfallkorb. Dutzendfach beobachtet.

Die einzige Hoffnung besteht darin, daß die Löhne für die riesige Armee der Straßen- und Kloakenreiniger auch in Thailand immer teuer werden. Irgendwann wird man, wie in Singapur schon vor 30 Jahren und in Hongkong und Brunei vor 20, auch in Bangkok mal draufkommen, daß es preiswerter ist, die Bürger zur Sauberkeit zu erziehen, als täglich eine Armada von 100 000 Leuten hinter ihnen herzuschicken.

Es sei denn, sie lernen von Deutschland und entdecken die arbeitsbeschaffenden Maßnahmen, deren Kosten mit vielen Tricks künstlich kleingerechnet werden, um sie geschickt den geduldigen Steuerzahlern unterzujubeln.

Ohnehin sind alteingesessene Bürger (sprich Steuerzahler) nie das Problem, wie man gut in Bang Yai, aber auch zum Beispiel in Minburi sieht. Diese Bezirke wirken vor allem wegen der dort weitgehend noch vorhandenen "gewachsenen Strukturen" blitzsauber. Seinen - quasi - eigenen Vorgarten vermüllt man ja auch in Thailand nur selten. Fragt mal Roy, wie der gestaunt hat, als ich ihn endlich mal überreden konnte, von uns aus nicht über die Autobahn, sondern durch das saubere Minburi nach Hause zu düsen...
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: Grüner am 04. Februar 2009, 14:02:42

(http://www.thaiticketmajor.com/performance/images/maenak_the_musical/poster.jpg)

Dem armen Geist vom Wat Maha But am Khlong Phra Khanong bleibt nichts erspart.
Erst mußte sie in zwei Filmen und einigen Seifenopern mitspielen und jetzt wird sie auch noch zum Musicalstar umgeschult: http://www.thaiticketmajor.com/performance/maenak_the_musical_eng.php
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: Profuuu am 23. August 2009, 06:05:43
Ach, was wäre das schön, wenn mehr solcher Berichte im TIP Forum wären.  Bin ja als Mod auch nur ein Mensch.  :'(
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: Say_What?? am 26. Dezember 2009, 22:32:57
Äusserst interessanter Thread - weiter so!
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: Lupus am 27. Dezember 2009, 12:05:07
@hmh

Auch von mir mal ein herzliches DANKESCHÖN für Deine detaillierten, Augen-öffnenden BKK Tour-Beschreibungen!  :-*
Wenngleich selten in BKK, nehme ich mir immer eine Wanderung/Bootsfahrt vor - und meine BKK-Thai-Freunde (so sie die 'Mühsal' des Zufuß-Gehens auf sich nehmen) sind immer überrascht, wie schön doch ihre Stadt abseits der Trampelpfade sein kann!

Danke nochmals,

Wolfgang
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: hmh. am 02. Februar 2010, 20:28:27
Kürzlich fuhr ich mit einem TIP Korrespondenten samt Gemahlin von Bangkapi aus via Srinakharin Pier mit dem Boot ans Phra Khanong Pier unter die Sukhumvit am Phra Khanong Markt.

Nicht nur Bangkok-Reiseführer haben keine Ahnung von dieser stau- und streßfreien Möglichkeit, in die Stadt und zurück zu fahren; es kennt auch so gut wie kein Thai dieses Pier, wenn er nicht unmittelbar am Khlong Phra Khanong wohnt.

Ich bin noch nie mit einem Taxioso dort hingefahren, der auch nur die Brücke über den Khlong Phra Khanong dem Namen nach gekannt hätte. Sie ist allerdings nicht bezeichnet.

Man muß also den Taxiosi haargenau erklären, wohin man will, um nicht irgendwo in Bang Na zu stranden. Von der Sukhumvit aus geht das natürlich am leichtesten, wie weiter oben schon beschrieben.

Aus Bangkapi auf der Th. Sinakharin geht es mit dem Taxi so:

1.
Wer mit dem Boot nach Bangkapi kommt, sollte am vorletzten Pier in Bangkapi aussteigen. (Talat Bangkapi — Markt, eine Halte nach dem Mall Bangkapi, der nicht zu übersehen ist.) Dort läuft man zur Th. Latphrao (die hier in die Th. Serithai übergeht) und nimmt das nächste Taxi in Fahrtrichtung West. Ansonsten schon am Mall raus, quer durch das Kaufhausmonstrum, im 1. Stock raus über die Straße und mit dem Schrottkübelbus 207 losdüsen, der alle paar Minuten gegenüber des Mall in der Th. Happy Land Sai 1 startet. Wie man das ganz genau macht, steht im TIP Führer Bangkok.

2.
Als nächstes geht es unter der Autobahn nach Chonburi hindurch.

3.
Am Bahnhof Hua Mak vorbei (Eisenbahnschienen über die Sinakharin, Hochbahn nach Suwannaphum darüber!)

4.
Unter der hochgelegten Th. Phatthanakan durch.

5.
Brücke über den Khlong Hua Mak (Schild!)

6.
Brücke über den Khlong Ban Ma (Schild!)

7.
Nach einem weiteren Kilometer und keine 400 Meter vor der Kreuzung mit der Th. Onnut taucht dann die deutlich größere Brücke über den Khlong Phra Khanong auf (kein Schild!). Bei Annäherung an die Brücke über den Khlong Phra Khanong sieht man im Hintergrund die Entlastungsbrücke für den Verkehr aus der Th. Onnut über die Th. Srinakharin hinweg. (Wenn der Seacon Square auftaucht, hat man die Onnut verpaßt und muß am Seri Center wenden.)

Sofort nach der Brücke über den Khlong Phra Khanong das Taxi anhalten und zurück zur Brücke laufen. Das Sinakharin Pier ist direkt darunter. Man kann dort gemütlich im Schatten auf das Boot warten und oft den Kindern aus der Nachbarschaft zusehen, die sich hier eine Badeanstalt eingenistet haben. Ansonsten ist das Pier gewöhnungsbedürftig; hier wurde alles vor gefühlten 150 Jahren zu 100 % von Original genialen Thai-Handwerkern gefertigt und seitdem von ebensolchen Genies unterhalten.  :D

Außer zu den innersten Stoßzeiten fährt hier zu jeder halben und vollen Stunde ein Boot ab. In Srinakharin waren wir um 16 Uhr die einzigen drei Passagiere. Erst ab der nächsten Schule kam Richtung Stadtmitte noch einiges an Passagieren zusammen. Hier tauchen normalerweise nie Langnasen auf; jeder winkt einem hier zu, sogar die Oma im Paddelboot auf den Khlong. Vorsicht, Sonn und Feiertags scheint das letzte Boot schon um 16 Uhr abzulegen!

Die Fahrt ist auch noch beim 20. Mal schön. Man legt ab und ist in einem komplett anderen Bangkok. Und das zwischen zwei der meistbefahrenen Renn... äh... Stehpisten im auf den ersten Blick völlig zugebauten Bangkoker Betongürtel (Sukhumvit und Sinakharin). Ist er aber nicht, der Betongürtel, im Gegenteil, eigentlich ist man hier im Grüngürtel, wie uns ja auch schon dii weiter oben bewiesen hat.

Die 30-Minuten-Tour für 10 Baht mit der Linie auf dem Phra Khanong bis zum letzten Pier, wo allerdings dann das Wasser doch ziemlich schmutzig wird, schlägt nach wie vor alles, was der bunt gekleidete Gänsemarschtourist ab 500 Baht pro Langnase je ab Tha Tien oder ab Tha Chang von den dortigen Absahnern geboten bekäme.

Ortskundige steigen nicht am Phra Khanong Pier aus, sondern schon am vorletzten Pier nach dem Wat Maha But. Man kommt am Ende einer kleinen Gasse in der Nähe des Carrefour in die Th. Onnut und läuft insgesamt etwa 800 Meter zur Hochbahnstation Onnut. Vom Phra Khanong Pier aus sind es aber auch nur etwa 400 Meter mehr.
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: meinbkk am 02. Februar 2010, 22:06:45
Ich habe diese Moeglichkeit auch bereits des Oefteren genutzt und finde die Gegend auch recht schoen, vor allem fuer die doch recht zentrale Lage des Khlongs.
Ortskundige steigen nicht am Phra Khanong Pier aus, sondern schon am vorletzten Pier nach dem Wat Maha But. Man kommt am Ende einer kleinen Gasse in der Nähe des Carrefour in die Th. Onnut und läuft insgesamt etwa 800 Meter zur Hochbahnstation Onnut. Vom Phra Khanong Pier aus sind es aber auch nur etwa 400 Meter mehr.

Hier hat sich allerding der Fehlerteufel eingeschlichen. Es sind, egal ob man von dem von hmh erwaehnten Pier zur Station On Nut, oder vom Phra Kanong Pier zu einer der beiden Stationen On Nut oder Phra Kanong laeuft, jeweils ca. 800 Meter. Ich empfehle jedoch, vom Phra Kanong Pier (Endstation) direkt in die Gasse zu stechen, die parallel zur Sukhumvit in nordwestlicher Richtung verlaeuft, durch den Frischmarkt zu bummeln, um erst dann auf die Sukhumvit einzubiegen und die restlichen Meter zur Station Phra Kanong zu marschieren.
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: hmh. am 02. Februar 2010, 23:19:40
Du hast recht, der Phra Khanong Markt ist gut und preiswert, fast schon Lat Krabang Preise, ich nehme immer von meinem Lieblingshändler etwas Obst mit (man probiere 50 m westlich des Piers derzeit zum Beispiel die dort angebotenen, auf den ersten Blick unansehnlich braun aussehenden, ungewachsten Orangen) oder esse eine Nudelsuppe unter der Brücke.

Weil ja doch niemand auf mich hört, wenn ich predige, vor solchen Ausflügen grundsätzlich aufs Frühstück zu verzichten und sich lieber unterwegs zu verpflegen: Die haben sogar brauchbare Toiletten unter der Brücke; Austreten kostet 2 Baht, wo das dann hingeht; ist klar, direkt in den Khlong...).

Wenn man es allerdings eilig hat und ortskundig ist, ist der vorletzte (auf den ersten Blick abenteuerlich aussehende) Steg tatsächlich besser, denn bis das Boot am Phra Khanong Pier angekommen ist, bin ich schon zu Fuß an der Hochbahnstation. Für den Bus 1013, der unter der Brücke startet, bleibe ich allerdings auch immer sitzen.

Der Bus hat übrigens seine vierstellige Nummer und die rote Farbe, weil es rein rechtlich gesehen eigentlich immer noch eine Songthaeo-Linie ist bzw. eigentlich nur dafür die Lizenz gilt. Es hat aber wohl kaum ein Kunde was gegen das "Upgrade".

Das vorletzte Pier ist genau an der Stelle, wo der Khlong Phra Khanong am linken Bildrand seinen letzten schafen Knick nach Süden macht:

Zitat von: dii
(http://i6.photobucket.com/albums/y207/tawee/tip/tip057.jpg)
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: uli am 01. April 2010, 09:14:43
Eine kleine Tour mit hmh am vergangenen Sonntag. Der Start war gegen 15:30 das Dynasty Inn Grand in der Suk Soi4, mit dem Taxi zu dritt zum Phra Khnaong Pier 100 THB inkl. Tipp. auf das Boot um 16:30 (10THB pro Langnase) das 16:00 hatten wir um ca. 1 Min. verpasst.

Los gehts!!!

Umweltfreundlich, fährt mit Gas!!

(http://666kb.com/i/bhy8la0gyy7wgn8dk.jpg)


Nach 200m eine andere Welt!!

(http://666kb.com/i/bhy8nc2uegc8ze9ew.jpg)

Die ersten Tempel (vielleicht ist hmh so nett und schreibt noch den Namen der Tempel dazu)

(http://666kb.com/i/bhy8tihszj63jgx0o.jpg)

(http://666kb.com/i/bhy8vf4y2yeas7xns.jpg)

(http://666kb.com/i/bhy8xxuwin9y70rhk.jpg)

Fortsetzung folgt gegen 14:30

Nochmals DANKE hmh ;}

Grüße uli
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: hmh. am 01. April 2010, 13:22:00
Danke für die gelungenen Bilder, Uli.  }}

Das letzte Bild zeigt den Friedhof des Wat Maha But gegenüber der Einmündung des Khlong Tan. Die restlichen Namen stelle ich rein, wenn ich Zeit habe, die genauen Bezeichnungen nachzuschauen.
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: uli am 01. April 2010, 14:16:13
Fortsetzung

Ein paar Hütten

(http://666kb.com/i/bhzdcxu4g40rbp5iv.jpg)

Auch auf dem Wasser wird verkauft!!

(http://666kb.com/i/bhzdefzvzhxiwjvp3.jpg)

Ein Shop mit Steg

(http://666kb.com/i/bhzdgrs0ctj9nlph3.jpg)

Er wird doch nicht.....

(http://666kb.com/i/bhzdij43r2bd69liv.jpg)

doch...

(http://666kb.com/i/bhzdmq1sxp3jo0l6f.jpg)


Gruß uli

Fortsetzung folgt!!


Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: uli am 01. April 2010, 14:29:43
Fortsetzung Teil 2

Hier wohnen die Leute mit Geld!!

(http://666kb.com/i/bhzdqs2dph0hxplpz.jpg)

Hier auch!!

(http://666kb.com/i/bhzdsqr0hfvyozwhj.jpg)

Hier die mit weniger Geld

(http://666kb.com/i/bhzdviqkphz8r0t9z.jpg)

Gegenverkehr

(http://666kb.com/i/bhzdu5nx7igz8v513.jpg)

Weiter mit dem Taxi zu Wat ??? 100 THB inkl. Tip  hmh der Zettel vom Tempel ist Opfer meiner Waschmaschiene geworden!!

(http://666kb.com/i/bhzdxoe09q4hr4x13.jpg)

Gruß uli

Fortsetzung folgt!!
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: uli am 01. April 2010, 14:49:18
Fortsetzung Teil 3


Weiter gehts mit dem Tempel!!

(http://666kb.com/i/bhze4s7ysxm48w65z.jpg)

Die letzte Ruhestätte

(http://666kb.com/i/bhze64z2f9o74pt13.jpg)
(http://666kb.com/i/bhze7rm4wjtgkuiwn.jpg)

Zurück mit dem Bus zwei Personen 34 THB anschl. 60 THB Skytrain und fünfminütiger Fußmarsch ins Hotel, zu Frau und Kind upps sind ja auf einmal drei geworden :D

Alles in allem hat die Tour für drei Personen keine 400 THB gekostet!!  

Nochmals Danke hmh ;}

Gruß uli

ENDE
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: hmh. am 01. April 2010, 19:30:12
Vom Srinakharin Pier aus (Nähe Seacon Square; Endstation der Khlong Phra Khanong Linie) sind wir mit dem Taxi zur Th. Lat Krabang Soi 7 (= Soi Wat Lat Krabang). Aber eigentlich nicht wegen dem Tempel, sondern wegen ห้องอาหารคูณสินเป็ดย่าง  hô:ng ?a: ha:n? ku:n sin? bpèd jâ:ng  hong ahan khunsin pet yang, meiner Ansicht nach der beste Entenmeister Bangkoks gleich am Kobrasumpf. Leider hatte der aber am Sonntag zu, ebenso sein "Khunsin Cafe", so daß wir nebenan Nudelsuppe speisten (auch nicht schlecht) und dann mehr Zeit zur Besichtigung des Tempels und der in Lat Krabang sehr sehenswerten Khlongszenerie hatten. Unser Oberhäuptling Roy, der dort in der Nähe wohnt (allerdings nicht in der Einflugschneise), macht in der Gegend fast jeden Abend einen Spaziergang am Khlong Lat Krabang entlang, der weite Strecken parallel zur Th. King Kaeo läuft.

Im Bezirk Lat Krabang, am Zusammenfluß des Khlong Onnut (= Khlong Prawet Burirom) und des Khlong Lat Krabang direkt am neuen Flughafen Suwannaphum gibt es nämlich einiges zu sehen; die Tour ist im TIP Führer Bangkok unter dem Titel "Khlongtour ohne Boot: Lat Krabang" beschrieben. Die Gegend gehörte früher zu der bis 1935 selbständigen Provinz Minburi.

Zur Orientierung siehe die große Karte von dii: http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=1393.msg33409#msg33409

Allerdings ist abzusehen, wann hier den Mönchen mal eine Decke auf den Kopf fallen wird: Die Soi 7 liegt haargenau unter der Einflugschneise der westlichen Landebahn im Kobrasumpf...
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: khun mai ru am 02. April 2010, 17:41:44
Ich möchte auch danke sagen für die Beiträge in diesem schönen Thread
und beneide ein wenig alle,  die diese Faszination vor Ort erleben können.

Frohe Osterfeiertage wünscht,
kmr
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: klaus227 am 18. Dezember 2011, 22:09:22
Ich habe die oben mehrfach beschriebene Tour auf dem Khlong Phra Khanong am 07.12.11 gemacht. Der Anleger an der Suk war von meinem Hotel aus (ImmFusion, Soi 55) in 10 Min. fussläufig zu erreichen. Ich dachte mir, daß wohl um 10:00 Uhr - wenn sie denn nur noch alle Stunde fahren - ein Boot abfährt und tatsächlich war dem so. Fahrpreis nach wie vor 10.- THB, die vor Abfahrt kassiert werden, die Anzahl der Passagiere ließ sich an ca. 6 oder 7 Fingern abzählen.

Leider habe ich vergessen, den Text des "Fahrplanes" (keine Uhrzeiten, ausser daß es wohl ab 06:30 Uhr losgeht) zu fotografieren, wann und wie oft die Boote nun tatsächlich fahren (morgens und abends öfter???) kann ich also nicht sagen. Der Versuch einer Unterhaltung mit dem Bootsführer auf englisch scheiterte bereits im Ansatz.

Aus meiner Sicht ist die Fahrt allein schon deshalb so interessant, da der Käpt'n wegen der vielen Biegungen gezwungen ist, jedesmal insbesondere bei Rechtskurven fast bis auf Null herunterzu bremsen (der Fachausdruck, den es dafür sicherlich gibt, ist mir leider nicht geläufig). Man kann sich also allermeist in Ruhe die Umgebung des Khlongs ansehen, die Wasseroberfläche ist meist absolut ruhig, Khlongwasserspritzgefahr also gleich Null, das ist ja nicht überall so.

Apropos ansehen - da bereits eine Reihe eindrucksvoller Fotos eingestellt ist, habe ich darauf verzichtet. Bezüglich Vermüllung der Ufer hat sich aber doch einiges getan - es gibt inzwischen sogar gelbe Mülltonnen, die ausleerbereit direkt am Wasser hinter den Grundstücken stehen. Allerdings muß man sich nichts vormachen - das Wasser mag ja etwas sauberer sein als anderswo, es schwimmt aber der gleiche Dreck und Abfall drin wie anderswo, auch wenn er wohl nicht von den Anwohnern kommt. Uns schwamm z.B. ein toter Hund entgegen oder war's ne Ziege, das konnte man nicht mehr so genau ausmachen.

Ansonsten gibts kurz nach Beginn der Tour jede Menge Baustellen mit grossen Kränen, hier werden wohl nicht nur Zeitschriftenkioske errichtet. Für das Wat Maha But war leider keine Zeit, es gab an diesem Tag noch viel zu sehen. Aber die ca. 30 Min. Fahrt bis zur Sinakharin waren eine überaus interessante Erfahrung im Moloch Bangkok. Übrigens fuhr in Phra Khanong zusammen mit unserem Boot ein weiteres von einem Pier ca. 20m entfernt ab, blieb eine Weile parallel neben uns, um dann links in einen anderen Khlong abzubiegen. Leider kann ich nicht sagen, wo diese Linie endet, aber vielleicht hat jemand Zusatzinfos - oder macht sich auf, dies eines Tages zu erkunden.

Viele Grüsse

Klaus
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: Anbessa am 21. Dezember 2011, 11:06:54
Habe mit Begeisterung den Thread gelesen und freu mich immer mehr auf das Buch Bangkok von innen.

Möchte an dieser stelle mal Hmh fuer seine tollen Beiträge  und Threads danken.
Oft aus verschieden gruenden falsch verstanden ,was aber leicht passieren kann wenn man von Herzen
Schreibt und kein Blatt vor den Mund nimmt nur um anderen zu gefallen wenn man Wahrheiten und Fakten aufzeigt. ;}

Diejenigen die sich immerwieder angegriffen fühlen haben meiner Meinung nach ein Egoproblem.
Wir jungen Leute einer google und Wiki -Klugscheißer Aera können uns mit wenig mühe oder "erfahern" leicht theoretisches Wissen zu allem möglichen Themen aneignen um dann mit dem gewonnenen halbwissen es auch noch wagen ältere(erfahren) Menschen mit fundierten Wissen zu kritisieren, sollten sich schämen.

@hmh, das soll kein Honig um den Mund schmieren sein aber eine Aussprache des Respeckts deiner Arbeit und deines Wissens.

Gruesse in freudigem warten ,Manuel.


Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: norwegerklaus am 22. Februar 2012, 19:55:25

.......Übrigens fuhr in Phra Khanong zusammen mit unserem Boot ein weiteres von einem Pier ca. 20m entfernt ab, blieb eine Weile parallel neben uns, um dann links in einen anderen Khlong abzubiegen. Leider kann ich nicht sagen, wo diese Linie endet, aber vielleicht hat jemand Zusatzinfos - oder macht sich auf, dies eines Tages zu erkunden.

Hat @ hmh schon gemacht  ;}

(http://up.picr.de/9620246akl.jpg)

Ich hatte das Glück diese Tour mit hmh  zu machen. }}



(http://up.picr.de/9620247bnq.jpg)

Diese Touren wurden von @Blackmicha im Tread -- Tour mit hmh - die 2. --  bebildert.



(http://up.picr.de/9620249voo.jpg)

Hier legt das Boot an mit  ca. 8 Personen am Pier an.
 
Der Bootsführer legte die Antriebsstange mit Schraube auf den Steg.
Die schon arg deformierte Schraube hatte einen "neuen Kinken" den er dann mit einer groben "Schruppfeile" wegfeilte.
Es dauerte nicht lange, da wurden vier Säcke mit "Frischfleisch" angeliefert, die er später auf einem einsamen Steg abstellte.
Offensichtlich besteht auch "Lieferservice für bestellte Waren".
Mit etwa 7 Personen sind wir abgefahren.
Wenn ich mich richtig erinnere wurden die 15,- Baht pro Person beim Aussteigen bezahlt.



(http://up.picr.de/9620250xzo.jpg)

Klaus227 du hast recht es fuhr auch bei uns das zweite Boot  zeitweilig seitwärts am Wat Tai vorbei und am Wat Maha But den Khlong Pra Khanong weiter.
Wir bogen links  in den noch relativ breiten  Khlong Tan ab.

(http://up.picr.de/9620253san.jpg)

Diesen Khlong Tan fuhren wir etwa 1,5 km nordwärts.
Er trennt in diesem Bereich die Stadtbezirke Watthana und Suan Luang.


 
(http://up.picr.de/9620500tne.jpg)

Dann ging es scharf rechts in den Khlong Ban Pa  kurvenreich in den Bezirk Suan Luang.



(http://up.picr.de/9620501coy.jpg)

Hier wurde an jedem kleinen Steg angelegt, wenn es gewünscht wurde, auch nur um Ware abzustellen.
 


(http://up.picr.de/9620502qpc.jpg)

Die Kurvenfahrten in dem Klong mit dem Boot ist absolute Maßarbeit und die Akrobatik des Bootsführers sehenswert.
Ich war alsolut begeistert {*



(http://up.picr.de/9620503dsw.jpg)

Nicht nur das Fahren in dem kleinen, schmalen, kurvenreichen, oft mit rechtwinkligen Knicken versehenden Klong hat mich fastziniert, sondern auch die Idylle mitten in "dem Moloch Bangkok,
wie @klaus227 dies formulierte.

Dies sind Eindrücke von Bangkok, die man nie wieder vergisst }}

Ich habe noch einige Bilder und wenn ich Zeit habe gibts auch die zu sehen.

Gruß Klaus
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: norwegerklaus am 23. Februar 2012, 09:37:29


Die nächsten Bilder muß ich nicht komentieren,
die wirken selbst, wenn man sich Bangkok- City mit seiner Hektik, Betonkästen, Autos, Busse ,Mopeds, Straßenhändler pp. vorstellt....

und mitten in dieser City  gibt es das.

Etwa 30 Minuten Fahrt für 15,-Baht, für Touristen eine reine Augenweide  :o


(http://up.picr.de/9627599sdz.jpg)



(http://up.picr.de/9627600mjo.jpg)



(http://up.picr.de/9627601dmt.jpg)



(http://up.picr.de/9627602sso.jpg)


Gruß Klaus
Titel: Re: Ein letzter Hauch des alten Bangkok: Khlong Phra Khanong
Beitrag von: norwegerklaus am 24. Februar 2012, 19:21:42
Fortsetzung..

der Fahrt auf dem Khlong Ban Pa  im Bezirk Suan Luang in Bangkok



(http://up.picr.de/9638127ohj.jpg)

Dieser private Bootsverkehr verbindet etwa die Sukhumwit zwischen der Rama IV und On Nut,
(Für Einkäufe auf dem Pra Khanon Markt und On Nut Markt - rechts und links des Schnellstrasse Chalongrut)
mit  Th. Phatthanakan 26 bis 38(40) im Bezirk Suan Luang.
Für die Anwohner der Sois  26-40 wird dies die schnellste und beste Verbindung zu den o.g. Orten sein.




(http://up.picr.de/9638128wdp.jpg)

Zuerst ist der Khlong kurvenreich und auch schön.




(http://up.picr.de/9638129xog.jpg)

.. aber auch "wild bebaut"...




(http://up.picr.de/9638130khc.jpg)

... und auch dies gibt es zu sehen.




(http://up.picr.de/9638406zya.jpg)

Man kommt auch an der Botschaft von Nord Korea vorbei.

 - Wird wohl für uns nicht so interessant sein -



(http://up.picr.de/9638131uuq.jpg)

Dann wird dieser Khlong unnatürlich gerade und ähnelt dann einem größeren Graben, bis er im Khlong Lao mündet.
Im Hintergrund des Bildes zu sehen.

An dieser "Ecke", bevor er rechts abbog, sind wir am nächsten Anleger -wie auf dem Bild zu sehen- zur Patthanakan 38
ausgestiegen und haben bezahlt.

Es war eine äußerst interressante Tour {*

(http://up.picr.de/9638132spp.jpg)

150 m lief man zur Hauptstraße und hatte Bus und Taxi Verbindungen.

Wir sind natürlich mit dem Bus gefahren zur Th. Si Nakharin  und haben  von dort die nächste Tour auf dem....

(http://up.picr.de/9638593gfo.jpg)

... aber nicht die ganze Tour zurück, sondern nur bis zu Wat Maha But.

Aber davon später mehr.

Gruß Klaus