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Thailand lokal => Thema Thailand => Thema gestartet von: Der Hamburger am 30. Mai 2010, 17:41:33

Titel: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Der Hamburger am 30. Mai 2010, 17:41:33
Hallo,
besteht Informationsbedarf ueber Alternative Energien, z. B. Warmwasserbereitung mit Sonnenenegie im Selbsbau ?
Wenn ja, wuerde ich meine Erfahrungen mit einer guenstigen selbsgebauten Anlage hier ins Forum stellen.

Ein neues Foren Mitglied der sich noch etwas schwer tut
beste Gruesse
Der Hamburger
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: bangkok53 am 30. Mai 2010, 17:54:34
ja das wird sicher einige intressieren

den wieder einmal ein neues thema schadet hier sicher nicht.ansonsten haben sie hier nur noch 2 thema.
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: laie101 am 30. Mai 2010, 18:15:52
Hallo!!!
kann ich nur bestätigen
das würde mich auch interessieren
Grüsse leg los
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Der Hamburger am 30. Mai 2010, 18:57:55
Vorbemerkung
habe vor ca 4 jahren hier ein einfachges haus in Sa kaeow gebaut, dann stellte sich in den kalten Wintermonaten die Frage der  Warmwasseraufbereitung. Ein grosszueger Freund wollte mir einen Durchlauferhitzer schenken, aber da ich manchmal doch
# kiniau # bin scheute ich die dauerhaften Stromkosten.
Meine erste Warmwasseranlage waren einefache PVC Rohre zusammengeklebt und in die Sonne gestellt, war schon ein kleiner erfolg, ca 30 grad warmes Wasser nur leider immer nur tagsueber.
Nach vielen schlaflosen Naechten kam mir die Idee mit einem Boiler, also Boiler besorgt, eigentlich ein Edelstahlwasserfilter, ca 70 Liter.
Ich glaube der Preis lag bei 6000 Bath der Edelstahlwasserfilter war neuwertig, heute wuerde ich einen gebaruchten kaufen.
Um diesen schraeg zur Sonne gestellten Boiler baute ich eine doppelten Mauer und deckte das ganze mit einer einfachen Glasscheibe ab. Man staune die Temperaturen stiegen bis auf 50 Grad, womit ich schon recht zufrieden war, den der Kostenaufwand und der Arbeitsaufwand waren ja recht bescheiden.
Der Nachteil bei dieser Konstruktion war halt, man konnte abends noch warm duschen, auch mehree Personen hintereinander, nur morgens war das Wasser im Boiler kalt.
ca 1 Jahr benutzte ich diese Art der Warmwasserbereitung , doch ganz zufrieden war ich immer noch nicht, ich hatte weiterhin schlaflose Naechte und das Thema, die Anlage zu optimieren liess mir keine Ruhe.
2. Teil folgt, ich hoffe dann auch Fotos einfuegen zu koennen.
Gruss 
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: tolää am 30. Mai 2010, 19:13:18
Hallo Hamburger,

Willkommen hier im Forum.

Na dann leg mal los.

Dein Vorschlag wird sicher nicht nur mich interessieren.
Goggle  selber schon seit einiger Zeit nach einer Solarthermie/Thermosyphonanlage.


Gruss

Walti
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: dart am 30. Mai 2010, 19:13:47
Ein grosszueger Freund wollte mir einen Durchlauferhitzer schenken, aber da ich manchmal doch
# kiniau # bin scheute ich die dauerhaften Stromkosten.
 
Interessantes Thema, Geld wollen wir alle sparen.
Denk aber bitte daran auch eine kleine Gegenstellung der Kosten anzuheften.
Soll heißen, wieviel würde ein Durchlauferhitzer in den monatl. Stromkosten ausmachen, und wielang brauch es zur Amortisierung der alternativen Energie,
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: bernie am 30. Mai 2010, 20:17:34
Mein Vorschlag ist, den Wasserbehälter zu Isolieren. Dann hast Du auch in der Nacht warmes Wasser. Zum erwärmen des Wasser nimmst Du einen schwarzen Gummischlauch,
den Du zusammengerollt, z. B. aufs Dach legst.   Effizienzsteigerung durch schwarz bemalen des Daches unter dem Schlauch und abdecken mit einer (plexi)Glasscheibe.
Wenn Du den Wasserbehälter höher installieren kannst, als den Gummischlauch, je einen Anschluss ganz oben und ganz unten machst, und einen Gummischlauch mit mind. 20mm innendurchmesser nimmst, brauchst Du nicht einmal eine Umwälzpumpe, da das Wsser alleine durch die Schwerkraft zirkuliert.
Den Kaltwsseranschluss machst Du Sinnvollerweise auch unten, nach möglichkeit mit einem Prallblech im Innern des Wasserbehälters, so dass beim Nachströmen sich das Wasser unten verteilt und das warme Wasser im oberen Teil nicht durchmischt wird. Das Warmwasser nimmst Du von oben ab. So hast Du auch nach Sonnenuntergang noch ca. 2/3 des Wassers als wirkliches Warmwasser zur verfügung.

viel Spass bein Basteln.

Bernie
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Der Hamburger am 30. Mai 2010, 20:33:21
2. teil
Fotos einfuegen, bin zu bloed.
Endlich kam mir die Idee mit alten ausgeschlachteten Kuehlschrankgehausen, also besorgte ich mir auf einem Schrottplatz einen solchen und bastelte nun meinen Boiler in dieses Gehause, war kein zu grosser Aufwand, dann wieder die Glasscheibe oben darauf , noch ein paar Rohrverbindungen und ein Thermometer und fertig war die Anlage.
Die Anlage kommt ohne zusaetzliche Pumpe aus, wir haben einen eigenen Brunnen und die Pumpe fuer unser Brauchwasser erzeugt ca 1 bar und drueckt das kalte Wasser durch den Boiler, daher keine zusaetzlichen Stromkosten.
Ich erziehle jetzt Warmwassertemperaturen von bis zu 70 Grad, wir sind 6 Personen, wobei wohl nicht immer alle warm duschen, aber ich habe morgens, wenn ich um 8 Uhr aufstehe bisher immer warmes Wasser zum duschen gehabt, wenn ich es wollte. In den Wintermonaten, Nov bis Jan erreiche ich nur Temperaturen bis zu 55 Grad aber auch dann ist fuer uns alle ausreichendes warmes Wasser vorhanden.
Zu den Kosten:
Leider habe ich es versaumt alle Kosten genau aufzuschreiben, daher bei einem Nachbau vorher die Preise einholen.
Material & Preise
1 Wasserfilter Edelstahl               ca 6000 Bath
1 Kuehlschrankgehause               ca 1500  
diverse kl verzinkte Stahlrohre     ca  400
PVC Rohre & Kleber                      ca  500
Glasscheibe                                  ca  300  
Kleinmaterial                                 ca  300
                         Summe              ca 9000 Bath
Manometer & Ueberdruckventil nicht erforderlich, hatte ich aus Deutschland mitgebracht
Wenn man einen Durchlauferhitzer mit 3000 Bath zugrude legt, so verleiben 6000 Bath die man an Stromkosten verbrauchen kann leider ist mir nicht bekannt was so ein Durchlauferhitzer verbraucht, dennoch denke ich da ja hier die Sonneneinstarhlung erheblich ist  und man die Erstellungskosten vielleicht noch reduzieren kann ist dieser Weg immer noch besser als wenn man eine fertige Solaranlage kauft, die um
 40 000 Bath liegt, dies muss aber jeder fuer sich entscheiden.
Ich betreibe diese Anlage jetzt seit18 Monaten und bin sehr zufriedenund hatte bisher auch noch keine Ausfaelle.
Fuer weiter Fragen oder Kritik immer dankbar
Gruss
Der Hamburger
P.S. wie stelle ich Fotos hier ein ?
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Der Hamburger am 30. Mai 2010, 20:36:45
Danke fuer Deinen Bastelanleitung, aber als Du diese ins Forum stelltest, hatte ich noch an meinen 2 Teil gearbeitet, dennoch vielen Dank fuer deinen Tip

Der Hamburger
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Isan Yamaha am 30. Mai 2010, 20:40:52
Hi mach es hier mit.
http://666kb.com/
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Der Hamburger am 30. Mai 2010, 20:58:29
Danke
Isan Yamaha
leider auch fuer deinen Tip zu bloed, oder ich bin schon zu muede, werde es Morgen abermals versuchen

Bis bald
Der Hamburger
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Cee am 31. Mai 2010, 05:34:47
@ Der Hamburger und Co.

Ich freue mich, dass auch hier in diesem neuen Thread über alternative Energie nachgedacht wird.

Im Thread "Hausbau, Baumaterial, Raumklima in Thailand sehen wir die Sache zudem ganzheitlich
d.h. energetisch alternativer Hausbau unter Verwendung von alternativ hergestellter Energie.

Wie die Zeit vergeht: noch im alten Forum wurden Members mit solch einer Idee massiv angefeindet.
Jetzt ist sowas salonfähig geworden- ich freue mich.

Grüsse
Cee


Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Burianer am 31. Mai 2010, 07:22:02
 ;] Prima Hamburger.   eine gute Idee , aber Warmwasser mag ich in der Hitze weniger, eher schoen kuehl.

eine kalte Dusche ist mir lieber, auch in den ( Wintermonaten) was wir dieses Jahr nicht hatten.

Fage mich immer wieder, Thailand hat nun soviel Sonnenenergie, kann man da nicht auch elektrische Energie gewinnen. }}
ps. ich finde es gut, wenn sich memeber ueber ideen , was kann man machen, oder wie geht das  usw austauschen  ;}
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Heilman am 31. Mai 2010, 08:42:24
@ Hamburger, so kann jeder seinen Teil zum Umweltschutz beitragen, finde ich gut.

Ich bin immer noch am schauen wie man mit Sonnenenergie kaelte erzeugen kann, sprich klimatisieren. Sicherlich sparst Du mit dem selbstgewonnenen Warmwasser schon Energie, die grossen Fresser sind aber sicherlich die Klimaanlagen. Ich brauche so gut wie kein Warmwasser, bin eher froh wenn es kalt kommt, habe mir dafuer extra ein Haeuschen gebaut damit ich den Tank im Schatten und nicht in der Sonne habe.

Ich finde es gut wenn Erfahrungen hier ausgetauscht werden und wuerde mich, wie sicherlich viele andere, trotzdem ueber Bilder freuen.
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: wallewaldenburg am 31. Mai 2010, 09:04:22
@ Hamburger,

weiter so, wenn Du noch mehr Ideen hast.Ich hatte mir vor 3 Jahren einen Boiler mit einer Heizschlaufe gekauft, wie es eben so ist, nach 6 Monaten die Heizschlaufe kaputt, neue bekommen auf Garantie.So, dann hat das 1.5 Jahre gehalten, wieder am Arsch.Hab dann nicht mehr repariert.Seither kaltes Wasser, werd mir jetzt Deinen Vorschlag zu Gemuete fuehren.Das Problem im Winter ist bei uns das das Wasser wirklich kalt ist, da will niemand drunterstehn ausser vielleicht die die auch das Eis aufklopfen um zu schwimmen. {:}

Werde jetzt mal meinen Boiler "ausziehen" und mir was drumrum basteln.

Gute Idee.

Gruss Eric
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Der Hamburger am 31. Mai 2010, 09:18:41
Hallo alle,
vielen Dank fuer all die positive Meldungen.
Es ist schon ok, wenn einige von Euch lieber kalt duschen moechten, nur hier in Sa kaeow wird mir mein Brunnenwasser in den Wintermonaten zu kalt, daher meine Anlage.
Wenn jemand noch weiter Infos oder Hilfe braucht , sollte er eine eigene Anlage planen, helfe ich gerne mit Tipps.
Leider bin ich immer noch nicht in der Lage Bilder meiner Anlage ins Netz zu stellen, ich arbeite aber daran, oder schickt mir eine E-mail, da kann ich es. 

Gruss Der Hamburger
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: dii am 31. Mai 2010, 09:24:15
...schick die Fotos zu mir  ;)  ich knall se dann rein  ;D
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: uli am 31. Mai 2010, 09:51:51
2. teil
Fotos einfuegen, bin zu bloed.

guckst du mal hier http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=3054.msg117821#new (http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=3054.msg117821#new)  Antwort #68 da ist genau beschrieben wie du es machen musst, wenn es nicht klappt, PM an mich mit deiner Telefonnummer und 5 Minuten später kannst du das mit den Fotos!!! Die Bilder dürfen nicht grösser als 666kb sein!!!

uli
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Der Hamburger am 31. Mai 2010, 09:52:53
Danke dii,
nun brauch ich nur noch deine E-Mail adresse
meine Adresse
Rainer_Mogwitz@hotmail.com

Danke fuer dein grosszueges Angebot

Der Hamburger
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: dii am 31. Mai 2010, 10:22:57
...klick einfach auf den Briefumschlag unter meinem Avatar ( Bild Katzenauge ) schon hast meine E-Mail  ;)
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Der Hamburger am 31. Mai 2010, 14:34:01
...klick einfach auf den Briefumschlag unter meinem Avatar ( Bild Katzenauge ) schon hast meine E-Mail 

wuerde ich gerne, leider kein Briefumschlag unter deinem Avatar

Gruss
Der hamburger
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: dii am 31. Mai 2010, 16:46:32
   {:}    ???    muss ich nicht verstehen  {+

egal bekommst PM   ;)
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Fluso am 31. Mai 2010, 19:17:30
Zitat
Fage mich immer wieder, Thailand hat nun soviel Sonnenenergie, kann man da nicht auch elektrische Energie gewinnen.
@Burainer

Genau diese Frage hab ich mir auch schon gestellt. Wie steht es mit Solarzellen in Thailand?
Hat da jemand eine Anlage gebaut und welche Erfahrungen hat er damit gemacht. ???

Gruss Fluso
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: uli am 31. Mai 2010, 19:38:22
   {:}    ???    muss ich nicht verstehen  {+

egal bekommst PM   ;)
dii, den Briefumschlag siehst nur du, du musst in deinem Profil auch einstellen, dass deine E-mailadr. angezeigt wird!!

Gruß uli
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: karl am 31. Mai 2010, 20:01:51
ich habe so etwas auf meinem Haus in Bangkok
aber die reelen Erfahrungen sind hier nicht gefragt, der Beitrag wird mit den Daten von Laborbedingungen in den Hochglanzprospekten zerissen.
Ich habe es nicht notwendig mich anpinkeln zu lassen weil irgendeiner es besser weis, obwohl er so etwas noch nie montiert hat.
Ich habe deshalb die Berichterstattung hierüber eingestellt.
Wenn einer die Anlagen in Natura unter Realbedingungen sehen will, kann er mich unter Voranmeldung besuchen.
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Der Hamburger am 31. Mai 2010, 20:27:10
Ich habe mich vorerst auf die Gewinnung von Warmwasser mit Hilfe der Sonnenenergie eingelassen.
Die Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung ist ein sehr weites Feld und auch hinsichtlich der Kosten wohl zur Zeit nicht fuer alle erschwinglich.
Die Warmwasserbereitung hingegen, kann man mit sehr einfachen Mittel, wie beschrieben selbst herstellen oder auch von vielen kleinen Werkstaetten zusammenbauen lassen und die Kosten sind sehr bescheiden.

Meine zweite Warmwasseranlage erzeugt , wieder mit sehr geringen Mitteln erstellt, das Warme Wasser fuer meine Waschmaschine.
Ich habe eine einfache Waschmaschine , keine wie sie in Deutschland gebraucht wird, sonder so eine die man von oben befuellen muss. Auch ist dort keine Heizspirale zum erwaermen des Wassern vorhanden.
Meine Loesung war sehr simpel, ich kaufte mir einen ca 100 Meter langen  schwarzen PVC Schlauch, so ein Schlauch wird von den Farmern zum bewaessern der Pflanzen benoetigt und dieser Schlauch liegt nun auf dem Garagendach , die  Pumpe die das Brunnenwasser foerdert drueckt durch diesen Schlauch das Wasser und bei Bedarf, allerdings nur bei Sonnenschein und am Tage erhalte ich ca 40 Gard warmes Wasser fuer meine Waesche.
Kosten ca 500 Bath fuer den Schlauch und ca 2oo Bath fuer Absperrhaehne und PVC Rohr.
Diese Anlage betreibe ich nun ohne Wartung seit ca 2 Jahren stoerungsfrei.
Bilder folgen
Gruss
Der Hamburger
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Isan Yamaha am 31. Mai 2010, 22:29:20
Bilder von Der Hamburger.
(http://666kb.com/i/bjojw52en4gznhl3e.jpg)

(http://666kb.com/i/bjojxtosfki9nl53e.jpg)

(http://666kb.com/i/bjojym59jf4i32sju.jpg)

(http://666kb.com/i/bjojzcs2yrodc7f2i.jpg)

 {:} {:}
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Fluso am 01. Juni 2010, 02:44:23
ich habe so etwas auf meinem Haus in Bangkok
aber die reelen Erfahrungen sind hier nicht gefragt, der Beitrag wird mit den Daten von Laborbedingungen in den Hochglanzprospekten zerissen.
Ich habe es nicht notwendig mich anpinkeln zu lassen weil irgendeiner es besser weis, obwohl er so etwas noch nie montiert hat.
Ich habe deshalb die Berichterstattung hierüber eingestellt.
Wenn einer die Anlagen in Natura unter Realbedingungen sehen will, kann er mich unter Voranmeldung besuchen.


Lass Dich nicht entmutigen @Karl. Die grossen Entdeckungen der Weltgeschichte wurden nicht unter Laborbedingungen gemacht.
 
Die Experten können Dir genau erklären warum ihr Versuch nicht funktioniert hat. Der Praktiker ist erstaunt, dass seiner funktioniert {--

Dein Beitrag ist gefragt !! }}

Mache den Antrag an die TIP-Administration, alle Anpinkler in den Mülleimer zu verschieben.

Gruss Fluso
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Burianer am 01. Juni 2010, 06:54:39
 {; hier wird keiner angepinkelt karl, 
hier reden wir von uns Tipianer, und was man machen kann,  nicht was irgendwelche Vollprofies darunter verstehen.
hier ist der Praktiker gefragt, nicht die Hochglanz Volli..., deren Hochglanzgedoense eh hier nicht funkioniert.  {;

lass dich nicht unterkriegen  ;}
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: MIR am 01. Juni 2010, 07:54:53
@Karl
Es wäre sehr intressant zu erfahren, wie effektiv eine Solar anlage in der Praxis arbeitet, und was der Kosten Punkt einer effektiv arbeiteten Anlage ist.
Wie viel KW Deine Anlage Produziert, ob es reicht und wie Speicherst Du überschüssigen Strom, Wandler unsw.

Ich bin Praktiker und kein Theoretiker, Prospekte zeigen doch nur die Positiven Dinge auf,
und wer meint das er von Prospekten alles erfährt dann soll er drauf zurück greifen und kein Stuss schreiben.

Ich bin aber an Erfahrungen von Leuten interessiert die so eine Anlage betreiben.

Gruss
Andreas
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: heikevie am 01. Juni 2010, 14:29:24
Wie wäre es anstatt ein altes Kühlschrankgehäuse so eine längliche in allen grössen erhältliche isolierte Plastikbox für thailändische Getränke und Eiswasser?
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Der Hamburger am 01. Juni 2010, 19:06:49
Die Idee mit der isolierte Plastikbox für thailändische Getränke  ist ok, sollte man nur herausfinden was billiger ist, gebrauchter ausgeschlachteter Kuehlschrank vom Schrott, oder Kuehlbox, beides ist wohl von der Daemmung ok.

Gruss
Der Hamburger
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Tigerwoods am 01. Juni 2010, 22:38:31
Ich haette hier auch noch etwas beizutragen:
Adolf Tegtmeier über das Energiesparen, bzw. Alternative Energien: :D

http://http://www.youtube.com/watch?v=uo2QEOlJE7Y
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Der Hamburger am 02. Juni 2010, 16:59:17
Kennt sich jemand mit Windkraft fuer eine Wasserpumpe aus, und hat vielleicht jemand so eine schon im Garten stehen, welche Erfahrungen usw.
Hier bei uns im Dorf hat ein Thai so eine einfache Anlage und so wie man sehen kann klappt es auch mit dem Wasserpumpen, nur als ich mir die Technik etwas genau besah, habe ich so meine Zweifel ob diese Windanlage von langer Lebensdauer ist.

Gruss
Der Hamburger
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: catsail am 03. Juni 2010, 02:31:01
dnacht,

keine ahnung ob ihr euch damit schon auseinandergesetzt habt, aber ich finde diese dinger extrem witzig

(http://solarcooking.org/images/walloven-outside.jpg)

http://solarcooking.org/bkerr/DoItYouself.htm (http://solarcooking.org/bkerr/DoItYouself.htm)

http://www.solarcooking.org/wallovn1.htm (http://www.solarcooking.org/wallovn1.htm)

oder die profiversion (http://www.inhabitat.com/2008/03/17/world’s-largest-solar-kitchen-in-india-can-cook-upto-38500-meals-per-day/#more-8945)  ;]

oder alle bastelanleitungen bei   builditsolar (http://www.builditsolar.com/index.htm)

ciao
CS
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: hellmut am 03. Juni 2010, 04:57:30
... alle bastelanleitungen bei   builditsolar (http://www.builditsolar.com/index.htm) ...

Der Link ist Klasse  ;}

Da stehen eine Menge Tipps für Häuslebauer drin die auf Klimaanlagen verzichten möchten.
Titel: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 14. Juni 2010, 15:39:39
Wie viel wuerde der so erzeugte Strom kosten?
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Burianer am 14. Juni 2010, 16:01:54
 :]athurschmidt natuerlich nichts, denn die Kuehe, Buffalos  bekommen am Hintern einen Auffangbubssack umgebunden, da entsteht soviel Methangas,
wuerde das nicht reichen  :]

nein ich koennte mir vorstellen, dass da genuegent verwertbares Material ist, und irgend eine Methode konnte ja entwickelt werden,
dass das ganze auch noch rentabel wird. ;}
man gibt fuer die Militaers soviel aus, ( nur fuer Verteitigung) , dann waere das doch auch ein paar Maeuse wert  --C
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 14. Juni 2010, 17:11:57
Lt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz#Verg.C3.BCtungss.C3.A4tze
 (http://de.wikipedia.org/wiki/Erneuerbare-Energien-Gesetz#Verg.C3.BCtungss.C3.A4tze)
wird derzeit Strom aus Biomasse mit 7,79 bis 11,67 ct/pro kWh in Deutschland vergütet.

Bei einem Wirkungsgrad von etwa 45 % ergeben sich einschließlich einem Fixkostenanteil für den Kapitaldienst von etwa 2 cts/kWh Strom aus Import-Steinkohle 3,6 cts/kWh.

http://www.buerger-fuer-technik.de/body_subventionen_bei_stromerzeugun.html
 (http://www.buerger-fuer-technik.de/body_subventionen_bei_stromerzeugun.html)
Fürwahr, da wird man sich ja noch so manches einfallen lassen müssen.

Thailand verbrauchte 2007 rd. 150.000 Mio. kWh.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Fluso am 15. Juni 2010, 01:12:33
Zitat
Es mueesten hier kleine Biomassekraftwerke gebaut werden, die die Biomasse vergasen,Stromproblem waeren geloest
@Burianer
Wie von @as2000 bereits aufgezeigt, wird Dir diese Form von Energieerzeugung das Problem nicht lösen können. Zudem kannst Du genau diese Biomasse als wertvollen Dünger für die Felder einsetzen, damit Du weniger Kunstdünger einsetzen musst.

Thailands zukünftige Stromerzeugung, vor allem in den ländlichen Regionen, wird mit Solarzellen (Photovoltaik) produziert werden. Leider habe ich bisher noch nicht viele solcher Anlagen gesehen. Momentan sind sie wahrscheinlich noch zu teuer. Mit zunehmendem Strompreis wird diese sinnvolle Stromerzeugung aber beschleunigt. Dabei muss berücksichtigt werden, dass es, obwohl kleinere Anlagen, eine beträchtliche Anzahl sein werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaik (http://de.wikipedia.org/wiki/Photovoltaik)

Zitat
Das sind anscheinend keine Profis.  In meiner Nachbarschaft macht auch ein Thai Holzkohle, wenn das Reisfeld abgeerntet ist. Der deckt den Holzhaufen so sorgfältig mit Erde ab, daß so gut wie nichts an Rauch herauskommt.
@Kubo
So machte es mein Schwager auch, nur holzte der „Spezialist“ eine grosse, gesunde Kokospalme dafür ab.
Gruss Fluso
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 15. Juni 2010, 04:21:08
... Wie von @as2000 bereits aufgezeigt, wird Dir diese Form von Energieerzeugung das Problem nicht lösen können. ...

Dann mach mal den Erklärbär, warum nicht?  ???

Für Stromgewinnung aus Photovoltaik wäre Thailand allerdings ein ideales Land.
Die UV-Strahlung ist tagsüber selbst wenn bewölkt (Direkte Sonneneinstrahlung brauchen Dünnfilmkollektoren nicht) mehr als ausreichend. Hinzu kommt das in Thailand während der heißen Jahreszeit der Strombedarf am höchsten ist. (Klimaanlagen etc).

Unter Thaksin (nein! ich mag ihn nicht) wurde gerade in dieser Richtung viel gemacht. Zum Beispiel bekamen Bewohner nicht elektrifizierter Dörfer kostenlos kleine Photovoltaikanlagen die für den Betrieb von Mobilfunkantennen und Handyaufladung ausgelegt waren. - Natürlich zum Vorteil seines eigenen Unternehmens.  :o Aber Immerhin: Millionen Schüler müssen seit Jahrzehnten auswendig lernen das 901 in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Strom in jedes Dorf gebracht hatte. ... Offensichtlich hatte er einige Dörfer vergessen, die auch heute, 50 Jahre später, noch immer ohne Strom sind.  {--
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Kubo am 15. Juni 2010, 05:23:28
... Wie von @as2000 bereits aufgezeigt, wird Dir diese Form von Energieerzeugung das Problem nicht lösen können. ...

Dann mach mal den Erklärbär, warum nicht?  ???

Irgendwelche Erklärbären werden den Asiaten wohl etwas anderes erzählt haben, als unsere politischen Erklärbären in Berlin es uns verklickern wollen...  ???

Hier die Nachricht aus Deutsch-Öko-Teuerland :

Statt eingeplanten 2,3 Mrd. Euro werden beispielsweise die 2009 neu installierten Solarstromanlagen gemäß dem Verbraucherzentrale Bundesverband den Stromverbrauchern Mehrkosten   {+ von über 10 Mrd. Euro über 20 Jahre verteilt verursachen.


..und hier das Kontrastprogramm aus Asien..:

" ...Gerade die Wirtschaftsriesen China, Indien, Japan und Korea setzen verstärkt auf alternative Energien. Doch weder die überall geplanten Wind- und Solarfarmen noch die großen Wasserkraftprojekte werden ausreichen, um den stark wachsenden Strombedarf der dortigen Industrie und der privaten Haushalte decken zu können. Deswegen werden in Asien auch immer mehr neue Kernkraftwerke geplant. Die Atomenergie nimmt in den Zukunftsvisionen der asiatischen Planer geradezu eine Schlüsselposition ein. Der ehemals verpönten Kernkraft steht eine regelrechte Renaissance bevor – und diese wird hauptsächlich auf dem asiatischen Kontinent stattfinden.

Einer Studie der Investmentbank Nomura zufolge sind weltweit derzeit Kernkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 200 Gigawatt im Bau oder in Planung. Dies ist mehr als das Doppelte der gesamten deutschen Kraftwerkskapazität. 62 Prozent dieser Kapazitäten werden in Asien errichtet werden. Allein China steht für 28 Prozent der weltweit neu zu errichten Kernkraftwerksleistung. Die dort bereits laufenden Atomkraftwerke verfügen aktuell über eine Gesamtleistung von 8,6 Gigawatt. Bis 2020 soll sich diese Leistung auf 70 Gigawatt mehr als verachtfachen."


http://www.wallstreet-online.de/nachrichten/nachricht/2892476-die-renaissance-der-kernenergie-in-asien.html



Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 15. Juni 2010, 06:33:57

Zum Beispiel bekamen Bewohner nicht elektrifizierter Dörfer kostenlos kleine Photovoltaikanlagen die für den Betrieb von Mobilfunkantennen und Handyaufladung ausgelegt waren.

Kostenlos? Dann sind die wohl vom Himmel gefallen!

Uebringens, in D wird Solarstrom mit 22,76 bis 39,14 ct/kWh verguetet.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Fluso am 15. Juni 2010, 21:08:56
@Kubo
Die kohlendioxidfreie Stromproduktion mithilfe der Kernspaltung bringt neue Abhängigkeiten (Uranerze, technisch komplexe Anreicherung von spaltbarem U235 etc.) Der Standort eines Atomkraftwerkes sollte nicht in einem dicht besiedelten Gebiet gewählt werden (Lehre aus Tschernobyl). Die Lagerung der hochradioaktiven Abfälle mit langlebigen Radionukliden (Halbwertszeit PU 20 000 Jahre) ist problematisch und verschlingt wiederum ein beachtlicher Teil der produzierten Energie.
Ein Einstieg Thailands in die Atomindustrie wäre aus meiner Sicht ein Fehler. {;
Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen, und da gehören zum Teil auch Biokraftwerke dazu, wäre eine echte Entwicklungschance für Thailand. }}

Ok, bin etwas vom Thema abgewichen. Ich hoffe die Zensur ist grosszügig! :)

Gruss Fluso
 
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Kubo am 16. Juni 2010, 07:13:34
Ein Einstieg Thailands in die Atomindustrie wäre aus meiner Sicht ein Fehler.


Deine Sicht wird aber nicht von wichtigen asiatischen Ländern geteilt.  Die sehen das, wie aus dem Artikel zu entnehmen war, wie folgt: 

  "...Doch weder die überall geplanten Wind- und Solarfarmen noch die großen Wasserkraftprojekte werden ausreichen, um den stark wachsenden Strombedarf der dortigen Industrie und der privaten Haushalte decken zu können...."

Daran würden wohl auch ein paar Biokraftwerke mehr oder weniger auch nichts ändern können. ???
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 19. Juni 2010, 05:34:09
... Irgendwelche Erklärbären werden den Asiaten wohl etwas anderes erzählt haben, als unsere politischen Erklärbären in Berlin es uns verklickern wollen...  ???

Hier die Nachricht aus Deutsch-Öko-Teuerland :

Statt eingeplanten 2,3 Mrd. Euro werden beispielsweise die 2009 neu installierten Solarstromanlagen gemäß dem Verbraucherzentrale Bundesverband den Stromverbrauchern Mehrkosten   {+ von über 10 Mrd. Euro über 20 Jahre verteilt verursachen. ...

So ticken die Berufskritiker in "Deutsch-Öko-Teuerland" nun mal.

Vom Kosten/Nutzen Verhältnis ist die Stromgewinnung mittels Photovoltaik in Deutschland schon lange wirtschaftlich. Das trotzdem hohe Einspeisevergütungen gezahlt werden, hängt IHMO damit zusammen das der typische Deutsche nichts kauft was er nicht kennt, es sei denn er bekommt es geschenkt.

Zu der von dir zitierten Berechnung vom Bundesverband der Verbraucherzentralen bleibt mir noch anzumerken das dieser nicht mal den Strompreis für's kommende Jahr, geschweige denn den in 20 Jahren, kennen kann.

Das einzige Fixum in deren Berechnung ist die (noch) garantierte Einspeisevergütung.
Da zahlen die großen Stromanbieter momentan noch gewaltig drauf, und geben diese erzwungen Ausgaben direkt weiter an ihre Endkunden. Doch wenn die Preise für Rohöl, Steinkohle, Gas ... in gleicher Weise wie in den letzten 10 Jahren weiter steigen, ist abzusehen das sich die Energiekonzerne bald über den dann günstig zugekauften Solarstrom freuen können.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 19. Juni 2010, 07:54:59
Lange bevor Solarstrom in D zum Schnäppchen wird, werden dort die Lichter ausgegangen sein!

Aus eben diesen Gründen hat z.B. Schweden  kürzlich beschlossen, alte AKW’s durch Neubauten zu ersetzen. Allerdings, wegen der langen Winternächte ist in diesem Lande Solarstrom nicht der Brüller.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Kubo am 19. Juni 2010, 23:36:30
Aktuell werden keine wichtigen Veränderungen zu melden sein, sonst würden die hier schon zu lesen sein..
Bis dahin können wir uns um alternative Verwendungsmöglichkeiten für den  Reis oder sonstige Ersatz-Verdienstmöglichkeiten für die Reisbauern kümmern.. :-)

Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: uwe49 am 20. Juni 2010, 03:09:29
.........aeh...................stimmt............ }} [-]
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 20. Juni 2010, 06:43:28
... Aus eben diesen Gründen hat z.B. Schweden  kürzlich beschlossen, alte AKW’s durch Neubauten zu ersetzen. Allerdings, wegen der langen Winternächte ist in diesem Lande Solarstrom nicht der Brüller.  ...

Da wo lange Winternächte sind, gibt es auch lange Sommertage.

Zum Beispiel ist in Nord-Norwegen Photovoltaik "der Brüller".  :o
Mein Tipp: Schau dich da mal um, vielleicht hilft es gegen deinen notorischen Opportunismus.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 20. Juni 2010, 13:15:10
Und wo kommt der Strom im Winter her?
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: bangkok53 am 20. Juni 2010, 14:34:16
hellmut

das ist eine weise aussage das hätte ich nicht gewusst ,das wenn die tage kürzer sind sind die nachte länger.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 20. Juni 2010, 21:11:25
@hellmut

Leider hast Du meine einfache Frage nicht beantwortet. Aber vielleicht bist Du ja selbst auf das Ergebnis gekommen.

Als notorischer Opportunist frage ich mich natürlich, wenn tagsüber Strom photovoltaisch erzeugt wird, wo soll der denn dann des Nachts herkommen? Einem Thailand Guru mag als Antwort, aus der Steckdose, reichen. Mir nicht.

Dir als Fachmann brauche ich nicht zu erklären,  dass Strom  derzeit großtechnisch nicht auf Vorrat produziert  werden kann.  Das heißt aber nichts anderes, als dass für den Strom nachts die volle (konventionelle) Kraftwerkskapazität benötigt wird.  Allerdings, schaltet  man  ein Öl- oder Kohlekraftwerk  ab, kühlt es aus. D.h. zum Wiederanfahren ist eine Vorheizzeit erforderlich.  Faustformel, schaltet man für 8 Stunden ab, ist je nach Bauweise 2 bis 3 h Vorheizzeit bis zum Wiederanlauf erforderlich.

Dir als Fachmann brauche ich selbstverständlich auch nicht zu erklären, dass in ein Stromnetz immer nur genau so viel Strom eingespeist werden kann, darf und muss wie gerade verbraucht wird. Will man nicht tonnenweisen Spannungsabfall produzieren, sollte man auch  darüber nachdenken, wie mit dem Problem von Lastspitzen umzugehen ist. Der Sonnenschein ist darauf jedenfalls nicht vorbereitet.

Um Schwankungen der Sonneneinstrahlung und Lastspitzen  auszugleichen, müssen einige Kraftwerke auch tagsüber zu betrieben werden. Allerdings, die Sonne scheint jeden Tag woanders nicht und Lastspitzen treten auch gern an verschiedenen Orten auf. Man benötigst  dann ein sehr gut ausgebautes landesweites Netz, um Strom jederzeit dahin bringen zu können, wo er gerade fehlt.

Im Ergebnis wirst du kein Kraftwerk einsparen, du musst zusätzlich für den Aufbau der Photovoltaik bezahlen und auch noch bannig ins Netz investieren. Die eingesparten Brennstoffosten sind auf jeden Fall erheblich geringer, als der einfach geschnittene Denker meint. Noch einmal zur Erinnerung:

Bei einem Wirkungsgrad von etwa 45 % ergeben sich in D einschließlich eines Fixkostenanteils für den Kapitaldienst und Abschreibungen von etwa 2 cts/kWh Strom aus Import-Steinkohle 3,6 cts/kWh.

Gut, Du magst davon überzeugt sein, dass Photovoltaik eine wirtschaftliche Art ist, Strom zu produzieren. Aber glaube mir, es wird schwierig, das selbst einen Thai, der im Issan die Grundrechenarten erlernt hat, rechnerisch nachvollziehen zu lassen.
 
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 20. Juni 2010, 23:10:40
@ arthurschmidt2000


Solarstrom wird mit 22,76 bis 39,14 ct/kWh in Deutschland verguetet, 2 cts/kWh Strom aus Import-Steinkohle 3,6 cts/kWh.

Die Antwort ist doch einfach fuer die Thais. Da nehmen sie einfach Solarstom. Bringt mehr Kohle und spart Steinkohle. :D  :D
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 21. Juni 2010, 20:55:43
@hellmut

Leider hast Du meine einfache Frage nicht beantwortet. ...
Um Schwankungen der Sonneneinstrahlung und Lastspitzen  auszugleichen, müssen einige Kraftwerke auch tagsüber zu betrieben werden. ...

Nun, deine Frage war vielleicht zu einfach.  ;D
Nachts ist es Dunkel. Da geht nichts mit Photovoltaik, und im Winter geht nur sehr wenig.
Trotzdem die Sonne nicht 24/365 als Energielieferant taugt, sehe ich keinen plausiblen Grund auf Photovoltaik zu verzichten.
Das erklärte Ziel liegt nicht darin Strom möglichst nur photovoltaisch zu gewinnen, sondern nur einige wenige %. Daneben lassen sich weitere "alternative" Energiequellen nutzen, welche unerwünschte Kapazitätsschwankungen weiter abflachen.
Gerade Windkraftwerke sind eine ideale Kombination zu Solarkraftwerken, da die durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten nachts und in der kalten Jahreszeit größer sind als an sonnigen Tagen.

Deine Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit mögen auf den ersten Blick stimmen. Doch sind leider viele Kostenpunkte nicht in der Berechnung erhalten. Einige sind nicht mal verfügbar, oder allenfalls grob schätzbar. So zum Beispiel die indirekten Kosten der durch Kohle- Öl-Verbrennung verursachten Umweltverschmutzung.

Zitat
... Im Ergebnis wirst du kein Kraftwerk einsparen, du musst zusätzlich für den Aufbau der Photovoltaik bezahlen und auch noch bannig ins Netz investieren. Die eingesparten Brennstoffosten sind auf jeden Fall erheblich geringer, als der einfach geschnittene Denker meint. ...

Zu diesem Ergebnis komme ich eben nicht. Übrigens haben wir bereits seit vielen Jahren einen europaweiten Netzverbund welcher die über die Strombörsen sekundenschnell reguliert wird. Weitere Regularien wie zeitabhängige Verbraucherpreise und "intelligente Haushaltsgräte", die sich dann einschalten wenn der Strom am günstigsten ist, existieren bereits, und werden mit der Einführung von Elektrofahrzeugen vermutlich bald zum flächendeckenden Standard.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Josef am 21. Juni 2010, 22:36:51
@hellmut:...... Übrigens haben wir bereits seit vielen Jahren einen europaweiten Netzverbund welcher ....

böse Falle >>der Strom kommt aus der Steckdose notfalls z.B. aus franz. Kernkraftwerken >>> und die par Arbeitsplätze die am Strom abhängen >> egal wir haben ja jede Mege andere >> notfalls erträumen wir uns welche.....

Gruß Josef
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: uwe49 am 22. Juni 2010, 01:10:02
Reis....Reis....der Verkauf von Reis ist hier das Thema....lieber Doppel LL

Du.....der du alle immer belehrst, was sie "falsch" machen, musst dich auch
an deine "eigene Grundsaetze" halten.....bitte schoen...

Also LL, schreib bitte hier ueber Reis.... [-] C--
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 22. Juni 2010, 08:17:23
Zitat
Gerade Windkraftwerke sind eine ideale Kombination zu Solarkraftwerken, da die durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten nachts und in der kalten Jahreszeit größer sind als an sonnigen Tagen.

In Thailand? Über dieses Land sprachen wir hier doch, oder?

Du hast dann im Durchschnitt ausreichend Strom. Ich habe verstanden, Bill Gates und ich sind im Durchschnitt Milliardäre! Wer die Grundlagen der Statistik wenigstens ansatzweise verstanden hat, weiß, dass sie nur Aussagen über die Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Ereignisses machen kann, nicht aber darüber, ob es tatsächlich eintritt oder nicht.

Allerdings, damit ein Stromnetz funktioniert, muss jederzeit genau so viel Energie eingespeist werden, wie gerade verbraucht wird.  Und genau dieses Jederzeit ist die Krux aller Windmüllerei, sie kann das Jederzeit selbstverständlich nicht garantieren. Allerdings drücken sich Apologeten dieser Technologie gern vor solchen Überlegungen, Netzbetreiber können es nicht.

Zum Schluss gestatte mir noch eine Frage. Was haben europäische Verbundnetze und Strombörsen  mit  Thailand, darüber sprechen wir ja hier, zu schaffen? Odersollte mir da irgendetwas entgangen sein? 

Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Fluso am 22. Juni 2010, 20:30:07
Niemand behauptet, dass wir in Thailand mit „alternativen“ Energiequellen die thermischen Kraftwerke kurzfristig ersetzen können.

Früher oder später wird aber die Förderung von fossilen Brennstoffen  immer aufwendiger, risikoreicher und natürlich auch teuerer. Zudem ist absehbar, dass diese Energiequellen in naher Zukunft versiegen.
Bei der Atomindustrie sieht dies mit der Beschaffung von Uran ähnlich aus. Da die Technologie der Schnellen Brüter zu riskant ist und an einer kontrollierten Kernfusion schon seit Jahrzehnten erfolglos geforscht wird, zeigt sich auch hier keine optimale Alternative.
Das Land, welches sich frühzeitig und intensiv mit „alternativen“ Energiequellen beschäftigt wird längerfristig wirtschaftlich profitieren können.  }}

Persönlich gibt mir zu denken, was sich da im Golf von Mexiko abspielt. Ich hoffe diese Kosten sind auch in Deine Wirtschaftlichkeitsberechnungen eingeflossen @as2000.
Interessieren würde mich nur, auf welcher Grundlage und wie hoch die Schadensumme berechnet wurde. Das gleiche gilt für das immer noch verstrahlte Gelände bei Tschernobyl. :'(

Gruss Fluso
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 23. Juni 2010, 09:39:36
@Fluso

Deine Ausführungen sind so herrlich allgemein und selbstverständlich frei von Zahlen gehalten, dass kaum einer es wagen wollte, hier zu widersprechen. Ja, es stimmt schon, wer frühzeitig das Richtige macht, hat langfristig Vorteile (rauschender Beifall auf dem Parteitag).  Leider blieb die Frage, was denn genau das Richtige ist, unbeantwortet.  Wieviel es kosten wird, das wurde auf später vertagt. Einigkeit herrschte jedoch darüber, dass es die Reichen bezahlen sollen.

Ausgangspunkt der Diskussion war der Vorschlag, Thailands Bauern mit der Produktion von  Biomasse zur Stromerzeugung  zu helfen.

Beim derzeitigen Stand der Technik, müssen sich die Preise für Brennstoffe mindestens verdreifachen, damit sich Strom aus Biomasse rechnet. Gleiches gilt für Stromerzeugung aus Wind. Solarstrom rechnet sich beim derzeitigen Stand der Technik dann, wenn sich die Preise für Brennstoffe mindestens verzehnfachen. (Nach den Einspeisevergütungen des Gesetzes über erneuerbare Energien überschlagen)

Mir stellt sich die Frage, ob sich Thailand, ein Land in dem ein großer Teil der Bevölkerung nahe am Existenzminimum lebt, die teure Alternativenergie leisten kann oder will. Oder ob es nicht besser beraten ist, noch einige Jahrzehnte abzuwarten. Gänzlich abwegig erscheint mir der Vorschlag, Thailand solle ausgerechnet auf die teuerste Form der Alternativenergie, Solarstrom,  setzen. 
 
Lt. Wikipedia reichen die bekannten und förderfähigen Kohlevorräte beim derzeitigen Verbrauch für rd. 200 Jahre. Nach heutigem Stand der Technik, prospektierter Fläche und Verbrauch decken die Erdölreserven noch für 50 Jahre den Weltverbrauch.

Solange kaum jemand bereit ist, auf sein Auto, seine Klimaanlage/Heizung und den Urlaub am warmen Meer zu verzichten, werden sich bei aller Betroffenheit Unglücke, wie derzeit im Golf von Mexiko nicht vermeiden lassen.  There is no such thing as a free lunch!
 




Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: sitap am 23. Juni 2010, 10:12:26
Zitat:

"Dir als Fachmann brauche ich nicht zu erklären,  dass Strom  derzeit großtechnisch nicht auf Vorrat produziert  werden kann."

Kann man sehr wohl. Nämlich durch Pumpspeicherwerke. Gibt es in Europa einige. China baut zur Zeit an mehreren. Sogar in Nepal entsteht z.Z. eines.

Solarstrom macht in Thailand durchaus Sinn. In ländlichen Gebieten ist der Nachtbedarf an Strom sehr gering. Zur Tageszeit wenn der Strombedarf gross ist, könnten Photovoltaikanlagen einen Teil zum Bandbedarf des durch grössere Kraftwerke produzierten Stromes beisteuern. Die Versorgungssicherheit steigt durch die dezentrale Produktion an und Übertragungsverluste werden minimiert.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 23. Juni 2010, 12:45:12
Ein Pumpspeicherwerk ist in erster Linie ein zur Netzregelung notwendiger Stromverbraucher;  bei modernen Werken  werden zwischen 70 % und 85 % der zugeführten elektrischen Energie wieder zurückgewonnen.

Pumpspeicherwerke stellen ihre Leistung  bei Bedarf innerhalb von Minuten zur Verfügung. Sie kann in einem weiten Bereich flexibel geregelt werden. Dies ist ein Vorteil gegenüber konventionellen thermischen Kraftwerken, deren Leistung sich nur im Bereich von mehreren Stunden anpassen lässt. Diese Energie wird sowohl zum Abfangen von Bedarfsspitzen als auch zum Abfangen plötzlicher Verbrauchseinbrüche eingesetzt.

(Quelle: Wikipedia)

Zitat
Solarstrom macht in Thailand durchaus Sinn.

Nicht alles, was Sinn macht, ist auch bezahlbar! Und wenn es gar preiswertere Alternativen gibt, ist es rausgeschmissenes Geld. 
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: namtok am 23. Juni 2010, 13:47:02
Pumpspeicherkraftwerke gibt es in Thailand meines Wissens keine. Sondern nur einfache Staudämme.  Dazu bräuchte man 2 Stauseen nahe beieinander aber mit grossen Höhenunterschied. Um Netzschwankungen im landesgrössten Stromverbraucher Bangkok auszugleichen, gibt es im Umkreis weit über hundert Kilometern auch kein dafür geeignetes Terrain.

Das sollte in etwa so aussehen wie beim Klassiker der Pumpspeicherkraftwerke:

(http://www.eon-wasserkraft.com/pages/ewk_de/Energiefakten/Regenerative_Energie/E.ON_Wasserkraft/Walchenseekraftwerk/_images/Bild_KraftwerkWalchensee.jpg)

http://www.eon-wasserkraft.com/pages/ewk_de/Energiefakten/Regenerative_Energie/E.ON_Wasserkraft/Walchenseekraftwerk/index.htm


Die Lastspitzenregelung machen die Thais mit ihren zahlreichen Gaskraftwerken. Erdgas kommt aus Burma und dem Golf von Thailand. Gaskraftwerke sind ebenfalls schnell regelbar und haben derzeit den grössten Anteil an der Stromerzeugung.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 24. Juni 2010, 03:50:04
... Solarstrom rechnet sich beim derzeitigen Stand der Technik dann, wenn sich die Preise für Brennstoffe mindestens verzehnfachen. (Nach den Einspeisevergütungen des Gesetzes über erneuerbare Energien überschlagen) ...

@arthurschmidt2000   
Ich gehe davon aus das du sehr wohl weist das die Höhe der Einspeisevergütung in Deutschland nicht die tatsächlichen Erzeugungskosten von PV-Strom widerspiegelt, und die reinen Marktpreise von Steinkohle nur einen Bruchteil der Gesamtkosten des damit erzeugten Stroms ausmachen.

Wenn du mit mir über das Thema diskutieren möchtest, dann bitte ernsthaft statt mit von vorn bis hinten "gezinkten" Daten.   {;

Deinen 2-fachen Hinweis das wir über "alternative Energien in Thailand" diskutieren, hättest du dir ebenfalls schenken können. Das Thema ist gerade erst neu durch Thread-Teilung entstanden. Du selbst hast übrigens in diesem Thread über Kernkraftwerke in Schweden geschrieben.  --C
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 24. Juni 2010, 08:32:41
Zitat
Ich gehe davon aus das du sehr wohl weist das die Höhe der Einspeisevergütung in Deutschland nicht die tatsächlichen Erzeugungskosten von PV-Strom widerspiegelt

Ja, wie hoch sind sie denn?  Verschenkt der Staat Geld? Oder sind sie in Wirklichkeit noch höher?

Zitat
… die reinen Marktpreise von Steinkohle nur einen Bruchteil der Gesamtkosten des damit erzeugten Stroms ausmachen

Zur Erinnerung, das Argument steigender Brennstoffkosten wurde von Dir  vorgebracht, um die Erzeugung von Luxusstrom zu rechtfertigen.

Zitat
Deinen 2-fachen Hinweis dass wir über "alternative Energien in Thailand" diskutieren, hättest du dir ebenfalls schenken können

Den Hinweis auf Thailand konnte ich mir nicht schenken, da Du zum einen die in Nordeuropa herrschenden Wetterbedingungen als Vermutung für die Wirtschaftlichkeit von Windstrom in Thailand anführtest und zum anderen sehr realitätsnah auf das europäische Verbundnetz  als leuchtendes Beispiel für Thailand hingewiesen hast.

Ich stimme zu, ich habe auch keine Lust mehr, mit Dir zu diskutieren und gebe gerne zu, dass ich gegen eine zahlenfreie Wirtschaftlichkeitsrechnung nicht an kann. Aber wer könnte das schon? Ich habe allerdings Verständnis dafür, dass Träumer Zahlen, da störend,  nicht mögen.  Jedoch dann einfach zu behaupten, die genannten Zahlen seien gezinkt, das ist schon dreist.

Übrigens, man kann auch aus Mist Strom erzeugen, aber leider nicht aus jedem!
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Patthama am 24. Juni 2010, 14:00:38
Hallo
Ich bin nun mal kein Energieexperte wie so manch andere hier im Forum.In Sachen Biogas-Energie koennte man aber in TH. bestimmt noch einiges mehr machen,besonders in den Laendlichen Gegenden.Nun mal eine vieleicht dumme Frage an die Spezialisten?Kann man aus Lebensmittelresten auch Biogas machen?Denn wenn ja,es liegen ja immer so einige Tonnen an den Stassenraendern,und sonst wo ueberall herum.Dann wuerde sich das einsammeln evtl.fuer die Aermsten der Armen sogar lohnen.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: bangkok53 am 24. Juni 2010, 14:34:43
hallo
aus lebensmittel resten ja bei jeder gärung besteht ein gas
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 24. Juni 2010, 17:11:49
@ arthurschmidt2000

Wenn du, aus welchem Grund auch immer, alternative Energieerzeugung hasst, so ist das deine Sache.
Doch gibt dir das noch lange nicht das Recht Leute, die eine positive Meinung zu Photovoltaik- und Wind-Kraftwerken haben, zu beleidigen.
Ebenso ist mir dein Stil, mittels offenkundiger Lügen und verdrehen meiner Aussagen mir Dinge in die Schuhe zu schieben, zuwider.

... Den Hinweis auf Thailand konnte ich mir nicht schenken, da Du zum einen die in Nordeuropa herrschenden Wetterbedingungen als Vermutung für die Wirtschaftlichkeit von Windstrom in Thailand anführtest und zum anderen sehr realitätsnah auf das europäische Verbundnetz  als leuchtendes Beispiel für Thailand hingewiesen hast. ...

Du kannst dir schenken oder nicht schenken was du willst. Ich habe weder aus den europäischen Wetterbedingungen noch vom europäischen Verbundnetz  einen Bezug auf Thailand geschnitzt.

Entweder bist du nicht in der Lage geschriebenes zu verstehen, oder ich muss dir böswillige Verunglimpfung unterstellen.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 25. Juni 2010, 09:27:33
Eigentlich wollte ich ja nicht mehr!

Um das Potential Thailands für die Energieerzeugung aus Wind zu ermitteln, wurde in den Jahren 1966 bis 1982 landesweit im Dreistundentakt das Windaufkommen von 62 Wetterstationen gemessen und ausgewertet. Den Tai war durchaus klar, dass der Betrieb von Windkraftanlagen keine Frage der Überzeugung sein sollte sondern nur dann diskutabel ist, wenn es auch ausreichend Wind im Lande gibt.

Nachzulesen ist das Ganze hier:

http://www.energy-based.nrct.go.th/Article/Ts-3%20wind%20energy%20for%20electricity%20generation%20in%20thailand.pdf
 (http://www.energy-based.nrct.go.th/Article/Ts-3%20wind%20energy%20for%20electricity%20generation%20in%20thailand.pdf)

Diese Untersuchung zeigt, dass schon wenige km nördlich von Bangkok die mittleren Windgeschwindigkeiten landesweit  bis zu 7 km/h betragen und kommt deswegen zu dem einfachen Schluss:

The wind potential for generating electricity does exist in some coastal areas of Thailand.


Und dass es in Thailand viel weniger Wind gibt, als z.B. in D, könnte jemand, der sich hier Thailand schon mal im Freien und dort ohne Ventilator aufgehalten hat, bemerkt haben. 

Wikipedia führt zu den Windgeschwindigkeiten aus, das seine Windmühle erst bei einer Windgeschwindigkeit von 7 bis 14 km/h eingeschaltet werden kann, da erst dann nennenswerte Energiemengen abgeben werden können.

Im Vergleich dazu, im Norden Deutschlands liegen die mittleren Windgeschwindigkeiten zwischen 15 und 20 km/h, Und bevor sich hier gleich wieder Rechenkünstler zu Worte melden, die kinetische Energie des Windes steigt mit der 3. Potenz seiner Geschwindigkeit.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 26. Juni 2010, 02:17:39
arthurschmidt2000

Du haust den Leuten deine Argumente ja richtig um die Ohren. Machst du richtig. Ist ja auch ein grosser Unterschied zwischen Realitaet und Traeumei.  Biogasanlagen oder Windkraftanlagen dort wo es sich, ohne Subvensionen wie in Dach ueblich, rechnet machen schon Sinn. Grossen Einfluss werden sie aber, nach dem Stand der heutigen Technik, nicht haben. Selbst der Blick auf die Anteile an alternativen Energien in Dach, wo die Stompreise einen Weltrekord haben ( dank Subvensionen fuer Windkraft und Solar :'( ) , taeuscht nicht drueber hinweg, das man auf die derzeitigen Energieformen verzichten kann. Schweden hat das auch schon erkannt und lenkt um.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 26. Juni 2010, 04:18:54
Nun gut, "reden" wir über Windkraftanlagen in Thailand.

Persönlich glaube ich nicht das Windkrafträder in Thailand, bis auf einige wenige Standorte, lohnenswert sind.

Bodennaher Wind entsteht nun mal vorwiegend durch Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. In Nordeuropa ist dies gegeben, in tropischen Ländern kühlt es sich Nachts jedoch kaum ab.

Photovoltaik ist aus meiner Sicht für Thailand die bessere Lösung. Doch bleiben wir vorerst bei der Windkraft.
Die Testreihe im Link von arthurschmidt2000 finde ich bemerkenswert. Zwar ist die Analyse fasst 30 Jahre alt und stammt somit aus einer Zeit als Stromerzeugung mittels Wind noch in den Kinderschuhen stand, und die damaligen Windräder kaum verwertbare Leistung brachten, und weit öfter kaputt waren als in Betrieb.
Auch wurden nur sehr kleine Windräder mit starren Schaufeln getestet, die zudem sämtlich in niedrigen Höhen aufgebaut waren, wo sie naturgegeben nicht taugen.

Inzwischen hat man gelernt ordentliche Anlagen zu bauen die Sturm und Gewitter aushalten, und sich dank verstellbarer Flügelschaufeln unterschiedlichen Windgeschwindigkeiten bei gleich bleibender Leistung anpassen.
Ebenso weiß man nun: "Je höher um so besser".

Auch thailändische Wissenschaftler wissen das inzwischen. Der Windpark auf Koh Lan (vor Pattaya), bestehend aus 40 Windrädern, konnte vorübergehend die gesamte Insel mit Strom versorgen, so das das Dieselkraftwerk nicht mehr gebraucht wurde. Die Anlage soll nun auf 110 Windräder ausgebaut werden, und über ein Seekabel mit dem Stromnetz von Pattaya verbunden werden.

@ fred, was Nordeuropa angeht, liegst du leider glücklicherweise daneben. Z. B. in Deutschland stammten bereits 2007 11% des erzeugten Stroms aus Windkraftanlagen.

Zitat
In den Plänen der deutschen Regierung zur Nutzung erneuerbarer Energien spielt die Windenergie eine herausragende Rolle. Nach Berechnung des BWE (Bundesverband Windenergie) könnten bis 2020 allein durch Windparks an Land 20 Prozent des deutschen Energiebedarfs gedeckt werden. Dies entspricht einer Kapazität von 45.000 MW. Hinzu kommen mögliche 10.000 MW aus Offshore-Anlagen. Mit einer Gesamtkapazität an Land und auf dem Wasser von etwa 150 TWh pro Jahr könnten bis dahin 25 Prozent des deutschen Stromverbrauchs mit Windenergie gedeckt werden.
Quelle: Vestas (http://www.vestas.com/de/de/moderne-energien.aspx)

Das Schweden ambitioniert auf Kernenergie setzt bedeutet nicht automatisch das dort alternative Stromerzeugung nicht möglich wäre. Der beste Beweis ist das Nachbarland Norwegen, wo weit über 100% des Stroms "alternativ" erzeugt wird. Die "über 100%" resultieren daher das Norwegen mehr Strom erzeugt als es verbraucht.

Doch zurück nach Thailand!
Windkrafträder taugen ausschließlich in Regionen wo ein ständiger Wind herrscht. Das mag für manche Küstenregion, insbesondere vorgelagerte Inseln gelten, doch nicht im Binnenland.
Überall wo kein großräumiger Energieverbund existiert (der wird wohl in weiten Teilen Süd-Ostasiens nicht vorhanden sein) muss Strom dann garantiert sein wenn er gebraucht wird.

Windkraftanlagen die tagelang wegen Windstille stillstehen, machen da keinen Sinn.
Jedoch ist die Sonne fasst 12/365 mit enormen Leistungsangebot verfügbar, zudem genau dann wenn der Strombedarf für Klimaanlagen und Industrie am Höchsten ist.  ;}

Übrige "alternative" und konventionelle Stromlieferanten:

Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 26. Juni 2010, 12:58:28
Hellmut, Du überraschst  mich.

Am 20.6. erklärtest Du

Zitat
Gerade Windkraftwerke sind eine ideale Kombination zu Solarkraftwerken, da die durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten nachts und in der kalten Jahreszeit größer sind als an sonnigen Tagen.

Am 26.6. meintest Du dann

Zitat
Persönlich glaube ich nicht das Windkrafträder in Thailand, bis auf einige wenige Standorte, lohnenswert sind.

Aber vielleicht liegt mein Verständnisproblem  ja auch nur an der mir von Dir attestierten Leseschwäche.

Zitat
Der beste Beweis ist das Nachbarland Norwegen, wo weit über 100% des Stroms "alternativ" erzeugt wird.

Norwegen ist aufgrund seiner Geomorphologie und seiner klimatischen Bedingungen in der glücklichen Lage, seinen Strom aus billiger Wasserkraft erzeugen zu können. Schweden verfügt gerade nicht über solche Voraussetzungen und viele Schweden wissen das auch.

Zitat
Der Windpark auf Koh Lan (vor Pattaya), bestehend aus 40 Windrädern, konnte vorübergehend die gesamte Insel mit Strom versorgen so das das Dieselkraftwerk nicht mehr gebraucht wurde

Als Inselbewohner wäre ich eher an einer dauerhaften Stromversorgung interessieret.

Wurde das Dieselkraftwerk permanent oder nur zeitweise abgeschaltet?

Ich werde selbstverständlich auf keinen Fall, nach einer Wirtschaftlichkeitsrechnung dieses Projektes fragen.

Zitat
… zudem genau dann wenn der Strombedarf für Klimaanlagen und Industrie am Höchsten ist

Zur Beantwortung der Frage, wie viel Strom erzeugt werden muss, ist es voellig unerheblich, wofür der Strom verbraucht wird. Aber vielleicht meintest Du ja,  … zudem genau dann, wenn der Strombedarf am Höchsten ist.

Da wirst Du bestimmt über Daten verfügen, wie sich der Stromverbrauch hier im Tagesablauf verhält. Enthalte sie uns bitte nicht vor. Ingenieure glauben nicht, sie rechnen!

Zitat
Jedoch ist die Sonne fasst 12/365

Die Zeiten zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang variieren in Bangkok zwischen 11 und 13 Stunden.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Ban am 26. Juni 2010, 14:06:18
...
  • Flussströmungskraftwerke: Sind technisch ausgereift. Potente Flüsse sind in Thailand
    reichlich vorhanden, jedoch noch ungenutzt.
...

Aus dem Bau von Flusskraftwerken (Querverbauung) können erhebliche (nicht überschaubare)
ökologische Beeinträchtigungen mit wirtschaftlichen Konsequenzen für die Menschen resultierenden!

Ich bin sehr wohl für alternative (regenerative) Energiegewinnung. Nur macht es keinen Sinn, den
"Teufel" (Kernkraft, Kohle) mit dem "Beelzebub" auszutreiben.

Sinnvoll im Allgemeinen ist es, die Energie dezentral zu erzeugen (Leitungsverluste vermeiden) und
das mit den vor Ort zur Verfügung stehenden Mitteln.

Alle Ansätze, die auf eine  "grosse zentrale Lösung" abzielen, sind zum Scheitern verurteilt. Hier
steht denn auch meist nicht der Volkswirtschaftliche Nutzen unter der Berücksichtigung der
ökologischen Beeinträchtigungen im Vordergrund, sondern ganz konkrete wirtschaftliche Interessen
Einzelner.

BAN
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 26. Juni 2010, 15:16:27
hellmut


Ja 11 % Windkraft in Deutschland und was wurde dafuer alles Investiert? Millarden von Euro sind und gehen in die Subvension. Ueberall sind die Windraeder und verschandeln die Landschaft. Ich hab nichts gegen Windkraft da wo es sich lohnt ist es angebracht ist. Die Alternativen Energiegewinnungen sind nicht schlecht aber sie koennen den Bedarf an Energie nicht decken. In 10 Jahren koennten es 20 % sein. Natuerlich mit den entsprechenden Subvensionen. Denkst du Thailand kann sich die Rekordstrompreise den die Deutschen zahlt leisten um so etwas zu veranstalten. Schweden und viele andere Laender haben schon laengst erkannt das die derzeitigen alternativen Energiegewinnung nicht ausreicht. Das muss aber noch lange nicht heissen das es in Zukunft keine Techniken gibt die die Atomenergie abloesen. Man kann mit Techniken die es noch nicht gibt keine Zukunftsplaene machen.

Solarenergie oder Photovoltaik wie du sagst kann  im laendlichen Bereich wenn sie bezahlbar ist eine Loesung sein. Sie ist derzeit auch nicht in der Lage die benoetigte Energie rund um die Uhr zu erzeugen. Das Probleme der Speicherung hat schon arthurschmidt2000 angesprochen. Schau dir nur in Deutschland an wie gross der Anteil an an Solarenergie ist. Das mit reichlich Subvensionen.

Warum sollte sich Thailand nicht fuer Kernenergie entscheiden? Es ist Kuehwasser vorhanden und erbebensichere Gebiet gibt es auch. Ist das ein Privileg von westlichen Staaten? Der groeste Energieverbraucher in den westlichen Staaten ist die Industrie und die schalten ihre Anlagen in der Nacht nicht ab. Daher ist der Energiebedarf rund um die Uhr gross. Will sich Thailand weiterentwickeln so muss sie auch ihre Industrie ausbauen und die hat nun mal Energiehunger. Was die Landwirtschaft in Thailand erwirtschaftet das hatten wir ja schon. Das ist ein kleiner Teil. Die Abhaenigkeit vom Tourismus ist auch offensichtlich. Der Wohlstand der westlichen Staaten basiert ja nun auch nicht aus der subvensionierten Landwirtschaft oder dem Tourismus. Und wie ich mich immer erinern kann schreien alle nach mehr Wohlstand in Thailand. Vietnam ist das schon ein Schritt weiter.


Vietnam hat Pläne fuer acht Atomkraftwerke die bis 2030 gebauen werden sollen um die steigende Energienachfrage zu befriedigen.
Premierminister Nguyen Tan Dung hat acht Kernkraftwerke genehmigt, die jeweils mit vier Reaktoren arbeiten und in Zentral-Vietnam mit der Gesamtleistung von 15.000 Megawatt bis 16.000 Megawatt in den nächsten zwei Jahrzehnten gebaut werden, sagte die Regierung auf ihrer Website am Mittwoch.

http://biz.thestar.com.my/news/story.asp?file=/2010/6/23/business/20100623142310&sec=business

Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: dart am 26. Juni 2010, 15:26:02
Warum sollte sich Thailand nicht fuer Kernenergie entscheiden?
Weil ein Drittel des Budget schon in dunklen Kanälen versickert ist, bevor der erste Handschlag getan ist. C--
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 27. Juni 2010, 03:59:55
Ministerium verabschiedet "realistische" Anreize für erneuerbare Energien

http://bangkokpost.com/business/economics/39312/ministry-adopts-realistic-incentives-for-renewables
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Fluso am 27. Juni 2010, 16:59:32
Zitat
Deine Ausführungen sind so herrlich allgemein und selbstverständlich frei von Zahlen gehalten, dass kaum einer es wagen wollte, hier zu widersprechen.
@as2000

Vergleiche aus einem DACH – Land sind diesbezüglich schwierig und bringen kaum die richtigen Zahlen. ???

Ist den hier in diesem Forum keiner, welcher sich eine solche Photovoltaik-Anlage in Thailand angeschafft und konkrete Daten über das Preis-Leistungsverhältnis machen kann?

Pioniere sind gesucht!! }}

Gruss Fluso
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 28. Juni 2010, 05:27:05
Hellmut, Du überraschst  mich.

Am 20.6. erklärtest Du [...]

Am 26.6. meintest Du dann [...]

Aber vielleicht liegt mein Verständnisproblem  ja auch nur an der mir von Dir attestierten Leseschwäche.

Mit Mutmaßungen woran es bei dir liegen könnte, halte ich mich ab sofort zurück.
Doch erkläre ich dir gern zum dritten Mal: Mein Beitrag vom 20.06.2010 bezog sich nicht auf Thailand, sondern auf Deutschland.

Zitat
.... Norwegen ist aufgrund seiner Geomorphologie und seiner klimatischen Bedingungen in der glücklichen Lage, seinen Strom aus billiger Wasserkraft erzeugen zu können. Schweden verfügt gerade nicht über solche Voraussetzungen und viele Schweden wissen das auch. ...

Achsooo, du bist jedoch offensichtlich kein Schwede. Sonst wüsstest du vielleicht das Schweden "das Land der 1000 Seen" genannt wird.  {--

Hier mal ein paar Daten aus dem Jahr 2001:

Zitat
Stromerzeugung von Schweden nach Energieträgern (2001):
fossile Brennstoffe (Erdöl, Steinkohle u.a.): 4%
Wasserkraft: 50,8%
Kernkraft: 43%
andere (Windkraft, Solarenergie u.a.): 2,3%
Quelle: http://www.europa-auf-einen-blick.de/schweden/energie.php

Und zum Windpark auf Koh Lan:
Zitat
... Als Inselbewohner wäre ich eher an einer dauerhaften Stromversorgung interessieret.

Wurde das Dieselkraftwerk permanent oder nur zeitweise abgeschaltet?

Strom rund um die Uhr wünscht sich sicher jeder. Doch auf Koh Lan gab es diesen, für uns selbstverständlichen, Luxus nicht. Das Dieselkraftwerk lief täglich nur von Morgens (?) Uhr bis nachmittags um 5. Einige hier im Forum werden sich sicher daran erinnern.

Die Insel wurde erst nachdem die Windräder installiert waren stärker besiedelt. Der Hauptort, Na Ban zählt nun über 1000 Einwohner. Dazu gibt es einige Ressorts und Guesthäuser auf der Insel. Vor den Windkrafträdern Jahren gab es noch keine Möglichkeit dort als Tourist zu nächtigen und auf der gesamten Insel weniger als 200 Einwohner.

Momentan sind weitere 70 Windräder in Planung oder bereits im Bau, sowie ein Seekabel als Ausgleichsleitung zum Festland.

@ Ban, im Wesentlichen teile ich deine Meinung.
Strömungskraftwerke sind eben nicht solche Ökokiller wie Staudämme.
Sie benötigen keine durchgehende Staumaßnahmen (Querverbauung), sondern liegen auf dem Grund eines Flusses und beziehen ihre Energie aus der gegebenen Fließgeschwindigkeit.

Ökologisch bedenklich ist im Grunde genommen jedes von Menschen geschaffene Projekt. Doch manche können sogar sowohl der Wirtschaft als auch der Ökologie nutzen:

Wie in einen anderen Thread zu lesen ist, leidet der Maekong zZ unter extremen Niedrigwasser. Die wohl gängigste Abhilfemaßnahme wäre die Fließgeschwindigkeit mittels Staustufen zu senken. Doch das wäre das Aus für viele Fischarten, die zum Ablaichen entweder zum Meer schwimmen oder in Richtung der Mündungsgewässer.
Strömungskraftwerke liegen jedoch am Flußgrund, und sind für Fische keinerlei Hindernis. Im Gegenteil; da sie die Fließgeschwindigkeit des Wassers verringern würde der Wasserspiegel bei Niedrigwasser stark ansteigen, und bei Hochwasser kaum spürbar. Somit würden Fische und Menschen gleichermaßen profitieren.

@ fred, ich bin mir nicht sicher ob du argumentieren willst, oder ob du mich nur schräg von der Seite "anmachen" möchtest.

Ob Windräder die Landschaft verschandeln oder Verschönern kann man geteilter Ansicht sein. Einem nachts taghell beleuchteten Atomkraftwerk mit gigantischen Mauern und Zäunen ringsum mag der ein oder andere vielleicht auch ästhetische Züge abgewinnen können.  {--

Zitat
Warum sollte sich Thailand nicht fuer Kernenergie entscheiden? Es ist Kuehwasser vorhanden und erbebensichere Gebiet gibt es auch. Ist das ein Privileg von westlichen Staaten?

Sicherlich ist Kernenergie kein Privileg von westlichen Staaten. Doch nicht mal die können für sicheren Betrieb garantieren. Geschweige denn kann bislang kein Land eine sichere Lösung zur Endlagerung der strahlenden Abfälle vorweisen.

Würdest du dich in Thailand noch wohlfühlen mit einem Atomkraftwerk wenige Kilometer von deinem Haus?
Der leitende Ingenieur wäre dann wohl Somchai Maipenrai, der Sicherheitsbeauftragte hieße Tawat Scheidailäo, der Lagerverwalter wäre Nirut Kamoi und der Chef vom Sicherheitsdienst Khun Sakda Noonlabtissut  :o
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 28. Juni 2010, 13:15:00
Zitat
Doch erkläre ich dir gern zum dritten Mal:

Überlassen wir es einfach mal dem unbefangenen Leser, was da geschrieben steht und was nicht.

Zitat
Sonst wüsstest du vielleicht das Schweden "das Land der 1000 Seen" genannt wird.

Danke, da habe ich etwas hinzugelernt, dachte ich doch bisher immer, das wäre Finnland. 

http://www.redensarten-index.de/suche.php?suchbegriff=~~das%20Land%20der%20tausend%20Seen&bool=relevanz&suchspalte[]=rart_ou

(das Teil laesst sich hier nicht richtig als Link einfuegen, die eckigen Klammern in der URL überlisten wohl die Software hier.)

Google  „Land der 1000 Seen“

Macht aber nichts, auch Finnland forciert gerade den Ausbau der  Kernenergie.

Vergleiche mal  Deine  Zahlen von 2001 mit denen von 2007: Das Elektrizitätsaufkommen von rd. 145 TWh erfolgte 2007 zu je 45 % in Wasserkraftwerken (65,6 TWh) bzw. in Kernkraftwerken (64,3 TWh). Heizkraftwerke hatten mit 13,2 TWh einen Anteil von knapp 10 %, Windturbinen steuerten lediglich 1 % zur Stromerzeugung bei.

http://www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/forschung/systeme/ffu/aktuell/09_mez_gastkommentar_bmu.html  (http://www.polsoz.fu-berlin.de/polwiss/forschung/systeme/ffu/aktuell/09_mez_gastkommentar_bmu.html)

Der Anteil fossiler Energie für die Stromerzeugung ist innerhalb weniger Jahre von 4% auf 10% gestiegen, der Anteil von Wasserkraft ist leicht rückläufig.  Absolut ist die Stromproduktion Schwedens im gleichen Zeitraum gesunken. Ich interpretiere diese Zahlen so, dass das Potential wirtschaftlich nutzbarer Wasserkraft in Schweden weitestgehend ausgeschöpft ist.

Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 28. Juni 2010, 14:06:26
hellmut

Die Vietnamesen haben sich schon fuer die Atomkraft entschieden. Wann und ob die Thais sich auch fuer diesen Weg entscheiden weiss ich nicht. Aber es ihre Angelegenheit. Mit der Windkraft ist ja ganz nett aber die Masse an Windkraftanlagen die in Deutschland nicht mehr zu uebersehen sind und  die Landschaft verschandeln. Windraeder werden bei vielen Deutschen laengst laengst nicht mehr nur als Segen angesehen.

Windräder: Fluch und Segen für die Region

Als zunehmende Gefahr sehen ausgerechnet Naturschützer die zunehmende Zahl der Windräder wie hier in Luckenwalde. Sie laufen Sturm gegen die Planungen der Regionalen Planungsgemeinschaften, wonach vor allem in den Landkreisen bald zahlreiche weitere Windräder genehmigt werden sollen. Wissenschaftler und Naturkundler sehen darin nicht nur ein ästhetisches Problem, das dem Tourismus auf Dauer Schaden zufügen könnte. Sie machen auch geltend, daß die Zugrouten und Nistplätze von Vögeln, vor allem von Kranichen, in der Region nachhaltig gestört werden könnten.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/1998/0407/lokales/0166/index.html



    *  1. Lüge: Windkraft ist ökologisch

            - Verfügbarkeit nur 3 Monate im Jahr
            - Nur wenn der Wind weht
            - Windprognosen so viel Wert wie die Wettervorhersage
            - „Schattenkraftwerke“ (Kohle +  Gas) müssen in Reserve stehen
            - diese produzieren mehr CO2, weil pro kWh mehr Kohle verbraucht wird (schlechterer
              Wirkungsgrad)
            - das ist wie beim PKW im Stadtverkehr, wo durch ständiges Bremsen
              und Beschleunigen mehr Benzin verbraucht wird
              Damit nimmt die Luftverschmutzung mit jedem Windrad zu
    * 2. Lüge: Windkraft ist billig

            - In Deutschland werden jeden Tag 3 Windräder neu aufgestellt für
              1,5 Mill. € pro Stück pro Jahr 1,6 Mrd. €
            - Energiebilanz: wie lange muß ein Windrad laufen um den Strom zu
              Erzeugen, der zur Herstellung des Windrades erforderlich war:
            - Stahl für Mast und Armierung im Fundament: 2-3 Jahre
            - Betonfundament: 2-3 Jahre
            - Kunststoffflügel 7 t pro Flügel/insges. 21 t :
            - Windräder an der Küste, Verbraucher im Binnenland
            - Dazu 1000 km neue Hochspannungsleitungen erforderlich,
              Kosten 500 Mio. € über 10 –15 Jahre
    * 3. Lüge: Windkraft wird nicht subventioniert

            - gesetzliche Sonderregelung, dazu z.T. Verstoß gegen den Landschaftsschutz
            - Subventionierung wie früher beim Butterberg
            - Garantierte Pacht für das Grundstück 7 000 bis 10 000 € pro Jahr
            - Abnahme und Preis des Windstroms unterliegen nicht der Marktwirtschaft
            - Die Kraftwerksbetreiber müssen den Strom abnehmen
            - Konventioneller Strom kostet 2-3 cts./kWh, für Windstrom müssen insges.
              9-10 cts./kWh von den Kraftwerksbetreibern bezahlt werden. Die Differenz
              von ca. 7,5 cts./kWh bezahlen die Verbraucher mit dem Strompreis
            - Die Verbraucher zahlen heute 2 Mrd. € für den unsteten Wind
              (umgerechnet sind das jede Stunde 230.000 € = 10 Mittelklasse PKW’s)
            - 50 % der Windräder werden über Fonds errichtet. Es wird über 20 Jahre
              Einnahmesicherheit garantiert. Die Fons locken mit 250 % Verzinsung des eingesetzten Kapitals.
            - Das Umverteilung von unten nach oben
    * 4. Lüge: Windkraft sichert Arbeitsplätze

            - Es werden Arbeitsplätze gefährdet und vernichtet bei Energieintensiven
              Industrien: Chemie, Aluminium, Stahl, Metalle
            - Beispiel Norddt. Affinerie in Hamburg, Deutschlands größte Kupferhütte:
              Kostenbelastung durch Ökostrom: 4-5 Mill. €/Jahr. Das geht an die Ertragslage des
              Unternehmens und ist nicht verkraftbar. Es ist eine
            - Ermäßigung der Ökostrombelastung erforderlich.
    * 5. Lüge: Windkraft ist eine Investition in die Zukunft

            - Die Windanlagen im Binnenland sind begrenzt
            - Die Zukunft im Meer liegen: „Offshore-Anlagen“ , aber:
              Es treten besondere Probleme auf: längere Leitungen, technische
              Probleme im Meer, schwierige Instandhaltung und teuer
            - Die Windkraft-Zukunft ist ein Luftschloß

Die Monumente der Öko-Ideologen werden uns noch lange erhalten bleiben !

http://www.buerger-fuer-technik.de/windkraft-lugen.html
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 01. Juli 2010, 06:36:05
@arthurschmidt2000, Schweden hat exakt 11.118 Seen. Der Begriff "Land der 1000 Seen" ist nicht geschützt, und wird sowohl von Finnland als auch Schweden beansprucht.

@ fred, wenn man zu einem Thema mangels Wissen nichts konstruktives beizutragen hat, sollte man liebe schweigen.

Ich schließe mich der Meinung von @Grüner an:

Wieder ein Beispiel, wie FRED als Selbstdarsteller die Themen zerschießt. ...

Deine ungekürzte Abschrift des Pamphlets aus der BILD am Sonntag (http://www.buerger-fuer-technik.de/BAMSWIND.jpg) vom 05.10.2003 ist wirklich das Allerletzte was ich dir zugetraut hätte. Bislang hatte ich immerhin noch eine gute Meinung zu dir, mal abgesehen davon das deine gebetsmühlenhaften Wiederholungen im Demonstrationsthred ab und an meine Zehennägel aufrollen ließen.  {+

Meine Einstellung ist: Man darf für eine Sache sein oder dagegen, aber Lügenmärchen verbreiten, egal ob selbst erfundene Lügen oder aus einer uralten Ausgabe der BILD-Zeitung geklaute, ist eine dreckige Argumentation.

Es ist vollkommen richtig das Windkrafträder in den Anfangsjahren dieser noch jungen Technik unzuverlässig waren, oft auch an ungünstigen Plätzen aufgestellt waren und einige kaum die Energie produzierten die zum Bauen der Anlage aufgewendet wurde.

Doch über diesen niedrigen technischen Stand waren die Anlagen bereits vor 15 Jahren weit hinaus, und die Heutigen erst recht. Im Jahr 2003 als die BILD-Zeitung "deinen" Beitrag schrieb, war jeder einzelne der 5 Punkte, bezogen auf damals aktuelle Anlagen, eine glatte Lüge.

Das innovative Technologien von Staaten finanziell gefördert werden ist nichts Neues. Das trifft übrigens auch auf Verbesserungsansätze herkömmlicher Technologien im gleichen Maße zu. Selbst neue Kohlekraftwerke werden subventioniert. - Dies ist in unserem Lande, wo selbst angebliche Ingenieure wie @arthurschmidt2000 feindlich gegenüber technischen Fortschritt sind leider unumgänglich. Ansonsten würden wir noch auf Bäumen sitzen und dort nach Insekten jagen.

Aus Kohle, Öl und Gas kann heute günstiger Strom produziert werden als aus den meisten der sogenannten "alternativen Energien". Doch sind bei diesen "fossilen Energiequellen" Grenzen gesteht: Mehr als 100% Leistungsausbeute geht nicht!
Aus einem Kilogramm Kohle kann mit der fortschrittlichsten Technik nicht mehr elektrische Energie gewonnen werden als Wärmeenergie in der Kohle steckt. Wesentliche Fortschritte sind allenfalls im Schadstoffausstoß der Abgase zu erwarten. Der Pferdefuß: Je mehr fossile Brennstoffe verbraucht werden umso höher wird die Risikobereitschaft auf der Abbauseite. Jährlich über 5000 Tote im chinesischen Steinkohlebergbau ist eine erfassbare Zahl.
Nicht zahlenmäßig erfassbar ist jedoch die zunehmende Vergiftung unserer Umwelt, siehe aktuelles Beispiel; Golf von Mexiko.
Die sogenannten "Alternativen Energiequellen" mögen zum Teil noch teuer sein als die "Konventionellen". Doch die derzeitigen Entwicklungsfortschritte in Photovoltaik und Windkraftnutzung sind gigantisch. - Fortschritte entstehen jedoch einzig aus Wettbewerb.
 Diesen Wettbewerb muss mangels privaten Interessen der Staat durch Subventionen forcieren. Kein Hersteller könnte große Aufwendungen in die Forschung investieren die Einnahmen gerade zum Überleben reichen würden.
Gerade die technologischen Sprünge die momentan in der Photovoltaik vollbracht werden sind ein hochinteressanter Krimi für jeden technikinteressierten Menschen: Quasi über Nacht wird die von der Konkurrenz belächelte No. 7 der deutschen Hersteller zum weltweit Innovativsten und nur wenige Wochen später von einem Anderen überholt. - Vergleichbar mir der Automobilgeschichte um 1910.

Im Preis pro Watt Zellenleistung läuft seit Jahren ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen amorphen und multikristallinen Zellen. Kupfer-Iridium-Zellen, und weitere amazonische Metalllegierungen, die auf preisgünstige Kunststofffolien aufgedampft werden könnten, halten den Krimi zusätzlich spannend.

Aus diesem, für mich sehr interessanten Thread, ziehe ich mich hiermit angewidert von @fred und @arthurschmidt2000 zurück, nachdem die beiden es erfolgreich geschafft habt jede ernsthafte Diskussion zu zerschießen. Meine herzliche Gratulation zu eurem Erfolg.  {/
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Alex am 01. Juli 2010, 08:22:57
Lebensunterhalts Kosten  in D vs. Thailand .....

was die Energie Träger anbelangt

Wasser Preise pro Stadt unterschiedlich

(http://www.dritimage.de/uploads/bilder/127794662223_NN.jpg)

Strom Preise ähnlich unterschiedlich

(http://www.dritimage.de/uploads/bilder/127794676502_NN.jpg)

Und beim Müll sind die Unterschiede noch krasser

(http://www.dritimage.de/uploads/bilder/127794687041_NN.jpg)

So Fernwärme und Erdgas habe ich mal ausgelassen , da es hier keinen
Vergleich gibt .

Mietpreise lasse ich mal ganz aussen vor ... dto Sprit Preise !!

Zunächst sind in Thailand mal keine regionalen Unterschiede wie in Germanien .

Und dann schaut Euch doch mal die Preise genau an ...... wir leben hier in Thailand
noch im Verbraucher Schlaraffenland !

Gruß Alex
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 01. Juli 2010, 08:32:13
... Zunächst sind in Thailand mal keine regionalen Unterschiede wie in Germanien. ...

Zumindest bei den (Brauch-)Wasserpreisen gibt es in Thailand gewaltige regionale Unterschiede.
Das Trinkwasser ist in Thailand jedoch erheblich teuer als in Deutschland.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Alex am 01. Juli 2010, 08:55:51
Hellmut ,

Unter " Brauchwasser " verstehe ich in Thailand z.B. Regenwasser  Zufuhr oder eigenen Brunnen , ansonsten kenne ich nur
Zu - Wasser aus der städtischen Leitung .

Eigentlich ist das für mich auch Brauchwasser , das ich um es zu Trinkwasser zu machen erst mal bei mir
einer Aktiv - Kohle Filterung unterziehe und danach , damit ich es trinken kann noch über eine Reverse Osmose
Filter Anlage laufen lasse.

Ab- Wasser habe ich zwar hier wie in Deutschland , zahle aber hier nichts dafür .... NULL SATANG !

Deswegen ist meine Ges. Wasser Rechnung hier 1 / 10 tel der Rechnung die ich in D hatte .

Hier liege ich so im Schnitt bei 200 THB / mtl inkl. Grundbetrag und VAT
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 01. Juli 2010, 09:02:47
Brauchwasser bei mir in Jomtien 23 Baht m³ (Hauspreis) / Abwasser 5 Baht m³ (4 Baht 50 Satang an die städtische Wasserversorgung + 50 Satang an die Hausverwaltung).
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Alex am 01. Juli 2010, 09:12:23
Hellmut ,

das ist neu für mich und wird auf meiner Wasser Rechnung jedenfalls in Nong Palai nicht ausgewiesen ....

Abwasser wurde auch bei Eckmonkol 3 in Nongprue nicht berechnet ..... Zu-Wasser war erheblich teurer
als das städtische Wasser hier , weil dort die Siedlungsgenossen abgerechnet haben ( die hatten einen
eigenen Brunnen mit Turm und Zisterne )

In der Luxus Anlage ( komme im Moment nicht auf den Namen ) weiter oben in der Soi Kaothalo wird es
dann ganz extrem , weil die eine Riesen Reverse Osmose Anlage haben und von Haus aus Trinkwasser
in ihre Häuser liefern .... da liegen die Wasserpreise für das ZU Wasser nahe bei den Deutschen Ges.
Wasserpreisen .
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 01. Juli 2010, 18:11:41
hellmut


Das sind keine Luegen sondern die Wahrheit die sich ehrlich gesagt recht brutal anhoert. Du kannst dich ja mal mit Energieexperten unterhalten. So wie in Deutschland ueber die Windenergie von bestimmten Parteien geredet wird ist es reine Demagogie. Sie kann bis jetzt noch nicht die bestehenden Energiegewinnungen abloesen. Alles andere ist Augenwischerei von Politikern. Windenergie ist gut wenn sie Lokal eingesetzt wird ohne lange Ueberlandleitungen und Subvensionen. wie zB Koh Larn. Der Windpark in Deutschland wurde durch kraeftige Subvensionen finaziert den sich viele Laender nicht leisten koennen. Wie die Laender in der Welt auf den gestiegenen Energiebedarf reagieren spricht eine eindeutige Sprache. Das hat mit der Windenergie als solche nichts zu tun weil sie eine saubere Sache ist. Sie kann aber nicht das Problem des steigenden Energiebedarfs in der Welt loesen sonderen ist nur eine Nische. Der Deutsche zahlt ja fuer die Traeumereien von einigen Politikern auch einen extrem hohen Strompreis der viele energieintensive Industriezweige kaputt macht.  Der Deutsche verzichtet auf Strom aus Atomkraft und importieren ihn aus Frankreich. Viele franzoesische Atommeiler stehen uebrigend an der Grenze zu Deutschland  8)   


Und hier noch ein Bericht vom Subventionswahnsinn der deutschen Politiker.  :D Ich bin ja mal gespannt wo die Schmerzgrenze bei den Deutschen ist.  :-) Aber die scheint es wohl nicht zu geben.   C--

15.06.2010

Stromkunden zahlen Milliarden für Solarindustrie

Die Subventionierung der deutschen Solarindustrie wird für die Verbraucher immer teurer. Nach Berechnungen des Verbraucherzentrale Bundesverbands in Berlin müssen die deutschen Stromverbraucher allein für die in diesem Jahr neu installierten Solarmodule Mehrkosten von 26 Milliarden Euro schultern. Der Zubau ist so stark, dass allein deshalb die Strompreise im kommenden Jahr um mindestens zehn Prozent steigen dürften, warnt Holger Krawinkel, Energieexperte der Verbraucherzentralen.

http://www.welt.de/wirtschaft/article8055510/Stromkunden-zahlen-Milliarden-fuer-Solarindustrie.html
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Alex am 01. Juli 2010, 19:41:39
Hellmut ,

Du schreibst Trinkwasser wäre in D billiger als in Thailand .

Umgekehrt wird ein Schuh draus .

Ich zahle bei einer monatlichen Abnahme von 11... 16 qm 15 THB / qm für`s Zuwasser

In Deutschland zahle ich nur für Trinkwasser ( ohne Abwasser in der billigsten Stadt München)

 1,58 € / qm  das sind knapp 60 THB / qm .

Das Leitungs Wasser ist also hier inkl. aller Gebühren und der MwSt. ( VAT ) ein viertel so teuer wie
in der Stadt mit dem billigsten Wasseranbieter ..... München

schau mal oben in die Tabelle , wenn ich die Rechnung Nong Palai gegen Halle aufmache , bekommt das
Wasser richtigen Geschmack .

Gut meine Kosten für die Trinkwasser Aufbereitung habe ich jetzt nicht mit eingerechnet , aber die sind bei
4 fachem Preis schnell wieder raus !

Alex

solltest Du an die 20 Liter Flaschen je 40 THB gedacht haben ... würde der qm ja ca. 50 Euronen kosten ,
nun siehst Du wie schnell sich meine Reverse Osmose Anlage amortisiert .

Mit diesem Wasser dusche ich aber nicht und gieße auch keine Palmen damit !

Die Anlage deren Namen ich oben vergessen habe heißt by the way " Royal Siam View " die zahlen aber
an Nebenkosten für Trinkwasser , Siedlungsstrom und Müll flotte 18.000 THB / mtl !
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 01. Juli 2010, 21:26:07
Alex

Fuer Muellentsorgung in Chiangmai bezahle ich fuer mein Haus 40 Baht. Die Gebuehr wird jeden Monat gegen Quittung bar eingesammelt.  Speermuell wird meist von den Thais entsorgt bevor die Muellabfuhr die Reste einsammelt. Schrott sammelt regelmaessig ein Pickup mit  Lautsprecher kostenfrei ein. Bei meinem anerzogenen deutschen Oekoverstaendniss trenne ich immer die Plasikflaschen und Buechsen und haenge sie draussen ans Tor damit die Muellsammler nicht die Muelltueten durchwuehlen muessen. Die Muellsammler freut es und gruessen mitlerweile ganz freundlich.

Trinkwasser muss man ja auch nicht wie in Deutschland zum Duschen, Waschen und Blumengiessen nehmen. Das Wasser zum trinken kaufen die Deutsche trotz alle in  Flaschen.  ;) Daher ist die Rechnung mit Wasser aus Flaschen gar nicht so falsch.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: peter51 † am 01. Juli 2010, 21:47:28
Alex: Kubikmeter, nicht Quadratmeter  :-)
         cbm                       qm
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 02. Juli 2010, 05:40:18
@ Alex, ich meinte, wie von dir vermutet das in Flaschen abgefüllte Trinkwasser.
Am günstigsten bekommt man es wohl für 1Baht/pro Liter aus Automaten. Das macht umgerechnet ca. 25€ pro m³.

Eine eigene Filteranlage mit Reverse Osmosis macht bei dir sicher Sinn, weil du das ganze Jahr über in Thailand lebst. Da kann es natürlich sein das dein Trinkwasser günstiger kommt als in Deutschland.

Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Alex am 02. Juli 2010, 05:49:42
@ Peter 51 ,

wo Du recht hast Du recht ..... danke für den Hinweis auf den Ausrutscher .....

aber zum Thema ... es ist gar nicht so einfach die Wasserpreise D u. Thailands zu vergleichen , denn in
D haben wir mit " Trinkwasser "  viel gemacht : geduscht , Toilettenspülung , Garten gewässert , Abwasch etc.
da wäre noch vieles auf zu zählen .... und jedes mal Zuwasser = Abwasser !

Wenn ich unseren alten Verbrauch an Trinkwasser vor der Reversen Osmose Anlage sehe , waren es 30 Ltr/ Woche
also ganze 120 Ltr Trinkwasser bei 11.000 bis 16.000 Liter Wasser Verbrauch .

Das werden jetzt also auch nicht mehr sein , denke ich mal .

Also muß man eine Misch Rechnung aufmachen mit den Wasserkosten .... für die ohne eine Osmose Anlage !

6 x 40 THB / 20 Ltr. Flaschen = 240 THB ..... plus die 11.000 Ltr Verbrauch Zuwasser =  165 THB ... Ges. 405 THB / 10 TEURO /mtl

In D hatte ich flott 50 Euro im Monat an Wasser Rechnung , wobei dort das Abwasser teurer war als das Zuwasser .

Da Abwasser hier bei mir in Nong Palai nicht berechnet wird , ist die Ges., Wasserrechnung Thailand Trink u. Brauchwasser also
preiswerter als in Deutschland .

oder ???

Gruß Alex
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Alex am 02. Juli 2010, 06:03:03
Hellmut ,

sorry Du hast gerade geschrieben als ich abgesendet habe ..... ja das ist so wie Du schreibst .

Nur kommt hier in Thailand noch der nützliche Effekt durch die Trennung Trink Wasser und Brauch Wasser
hinzu . Hier gieße ich keine Blume mit Trinkwasser und bade auch nicht im Whirpool i Trinkwasser .

Schätze mal , das mein reiner Trinkwasser Verbrauch in D nicht viel anders war als hier .

Was für eine Verschwendung an Trinkwasser in Deutschland ......... {;

Gruß Alex

Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hmh. am 02. Juli 2010, 06:29:16
In D-A-CH kommt das am besten kontrollierte und meistens auch das reinste Lebensmittel, das wir haben, in den meisten Regionen direkt aus dem Wasserhahn.  :)

Seit Jahrzehnten beweisen alle relevanten Tests, daß es viel gesünder ist, früh nach dem Duschen gleich einen halben Liter frisch aus dem Wasserhahn zu trinken als unter dem Namen Apollinaris, Vittel, Evian oder was-weiß-ich sagenhaft überteuerte abgestandene "Tafelwässer" zu kaufen, die der Qualität des Münchner oder Segnitzer (wo ich gerade wohne) Leitungswassers noch nicht mal annähernd nahekommen.

In Thailand kann man von so einem Wasser nur träumen.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Blackmicha am 02. Juli 2010, 08:44:56
Zitat
abgestandene "Tafelwässer" zu kaufen, die der Qualität des Münchner oder Segnitzer (wo ich gerade wohne) Leitungswassers noch nicht mal annähernd nahekommen.

Tafelwasser ist Leitungswasser ! nichts anderes !

ok , noch mal zusaetzlich durch nen Filter gejagt , das wars !
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: thaiman † am 02. Juli 2010, 12:41:09

Kenne Tafelwasser nur als Stilleswasser, was z.B in Krankenhaeusern gereicht wird,
ohne Kohlensaeure
Der Name kommt nicht von der Schule, Tafelwasser, womit die Tafel gesaeubert wurde,
sondern aus der Ritterzeit: " Ritter der Tafelrunde ", wenn man einen klaren Kopf wollte
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 02. Juli 2010, 12:55:35
Zitat
Mehr als 100% Leistungsausbeute geht nicht!

Moderne Wärmekraftwerke haben einen Wirkungsgrad von 45% und viel mehr ist nicht machbar. Der weltweit durchschnittliche Wirkungsgrad dürfte erheblich geringer sein. Da mögen einige Reserven liegen, aber ob sich das in jedem Einzelfall rechnet, mag dahingestellt sein.

Allerdings, trotz allem technischen Fortschritts bei der Stromerzeugung aus Wind, auch hier gilt die 100% Regel, weht kein  Wind, kommt nichts aus der Steckdose. In diesem Zusammenhang möchte ich an den Albtraum aller Netzbetreiber in Deutschland erinnern, den Montagmorgen nach einer kalten Winternacht. Soll die Stromversorgung nicht zusammenbrechen, muss die Erzeugungskapazität für diese Situation  ausreichen. Zudem, herrschen in den Nachbarländern ähnliche Witterungsbedingen, wird ein Verbundnetz auch nicht so richtig weiterhelfen. Strom ist dann überall  knapp.  Ach so, ich vergaß, typisch für eine solche Wetterlage ist ein stabiles Hoch über Mittel- und Nordeuropa, d.h. dort  weht dann tagelang kaum ein Hauch.

Photovoltaik heute: 
Zitat
Vergleichbar mit der Automobilgeschichte um 1910.

Das ist ein guter Vergleich! Damals steckte die Entwicklung des Autos noch in den Kinderschuhen.  Das Auto damals hatte aber, wie wir heute wissen, ein ungeheures Entwicklungspotential. Man kann das auch so formulieren, die Technologie  war noch völlig unausgereift. Und nur wirklich Reiche konnten sich so etwas leisten! Es dauerte noch viele Jahre, bis das Auto ein Produkt für jedermann wurde.

Thailand muss heute entscheiden, wie es morgen seinen Strom erzeugen will. Allerdings frage ich mich, wie jemand einem Land, in dem ein großer Teil der Bevölkerung nahe am Existenzminimum lebt, ernsthaft raten will, heute oder morgen auf eine unausgereifte und (noch) teure Technologie zu setzen.

Zur Frage der Subventionen noch eine kurze Bemerkung. Ohne massive staatliche Förderung würde heute weltweit kein einziges Kernkraftwerk laufen. Unter Berufung darauf können auch andere Unterstützungen fordern.  Dabei macht es letztlich keinen Unterschied, ob diese Subvention von mir als Steuerzahler oder von mir als Verbraucher aufgebracht wird. Jedoch, man sollte schon unterscheiden, ob die Subvention nur für die Entwicklung einer Technologie und/oder auch für das Betreiben einer Technologie erforderlich ist.

There is no such thing as a free lunch!


Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 02. Juli 2010, 14:58:46
arthurschmidt2000

Genauso schaut es aus in Deutschland mit den Subvensionen fuer Alternative Energien. Es wird in das Betreiben einer Techologie investiert. Dabei wird Argumentiert wenn es sich viel verkauft verbilligt sich der Preis der Technologie mit der Hoffnung das der Profit der Firmen in die Forschung und Weiterentwicklung investiert wird. Es wird ein kuenstlicher Makt erschaffen der zuammenbricht wenn die Suvensionen wegfallen. Direkte Investitionen in Forschung und Entwicklung von alternativen Energiene wuerden bedeutend mehr Ergebnisse bringen. In Deutschland macht man aber schon ein Schritt vor dem anderen um schnelle Tatsachen zu schaffen.

Erneuerbare Energien wachsen mit den Subventionen

Energiefachleute mahnen dringen eine bessere Koordinierung der europäischen Länder bei der Förderung der erneuerbaren Energien an: Nicht die beste Ausbeute bestimmt den Standort einer Anlage, sondern die höchste Subvention. So finden sich die meisten Solaranlagen nicht in den Mittelmeerländern, sondern im schattigen Deutschland.


http://www.handelsblatt.com/politik/international/energiepolitik-erneuerbare-energien-wachsen-mit-den-subventionen;2567031

Der Chef des Bonner Konzerns Solarworld, Frank Asbeck, warnt vor der vom Bund für den 1. Juli geplanten Kürzung der Solarförderung. Die deutschen Hersteller, die 2009 zum großen Teil rote Zahlen geschrieben hätten, könnten eine weitere Kappung nach der Kürzung im Januar um zehn Prozent nicht verkraften, sagte er der „Frankfurter Rundschau“ vom Mittwoch. „Wenn uns auf dem deutschen Markt der Hals abgedreht wird, dann gehen unsere 60 000 Arbeitsplätze auch noch nach China“, so Asbeck.

http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/alternative-energien-solarbranche-bangt-um-ihren-hals_aid_500623.html

Anmerkung Hier wird die Produktin von Solaranlagen subventioniert und nicht in die Forschung. Masse statt Klasse. Fuer Massenproduktion ist China ja geradezu geeingnet wenn die Technologie nicht all zu kompliziert ist. Die Technologie scheint ja nicht so kompliziert zu sein sein wenn man Herrn Frank Asbeck reden hoert. Wettbewerbsvorteile hat man nur durch Technologien und nicht durch subventionierte Massenproduktion. Laut Herrn Frank Asbeck konkuriert also die Solarindustrie dank der Subventsionen mit den Loehnen von chinesischen Wanderarbeitern.  :D
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 03. Juli 2010, 06:37:44
... Was für eine Verschwendung an Trinkwasser in Deutschland ......... {; ...

@ Alex, vielleicht hast du recht, aber auch nur vielleicht, denn die Rechnung würde sich äußerst schwer stellen:

1. Die "thailändische Lösung", Trinkwasser in Flaschen zu verkaufen und das Brauchwasser nicht keimfrei zu liefern, hat etliche Pferdefüße.
Möglicherweise ist das Wasser in deinem Whirlpool (da gechlort und gefiltert, trinkbarer als das Leitungswasser. Allerdings wird in Thailand häufig "gefälschtes" Trinkwasser in Flaschen abgefüllt, das in Wirklichkeit reines Leitungswasser ist. Davon ab, völlig keimfreies Trinkwasser in Flaschen ist ohne aufwendige Technik unmöglich. Keime vermehren sich jedoch. Daher ist allenfalls frisch abgefülltes Trinkwasser unbedenklich. Ob man eine Flasche von einer Palette erwischt hat, die versehentlich ein halbes Jahr in der Ecke hinten links  im Lager gestanden hat, merkt man erst wenn es im Bauch rumort.

2. Eine eigene Filteranlage, wie du sie betreibst, ist nur sicher wenn sie ständig in Betrieb ist, und beizeiten gewartet wird. Das kannst du eigenverantwortlich machen, doch ist weder jeder in der Lage das zu tun, noch hat jedermann das Verantwortungsbewusstsein seine Anlage regelmäßig zu warten.

3. Ist in Deutschland das großtechnische Filtrieren von Wasser seit langer Zeit Stand der Technik und somit kein wesentlicher Kostenfaktor. Durch den bis zum Endverbraucher ununterbrochenen Leitungsdruck kann garantiert werden das unterwegs keine Keime eindringen. Ein weiterer Vorteil des filtrierten Wassers ist das die Rohre nicht verschlammen oder anderweitig verstopfen können. - Ein alle paar Jahre nötiges auswechseln der Rohrleitungen, wie z. B. in Thailand notwendig, wäre in Deutschland ein erheblicher Kostenfaktor, zumal die Rohre aufgrund der Minustemperaturen im Winter tief verlegt sein müssen.

Immerhin, als Hausbesitzer hat man die Möglichkeit seinen Garten die Toilette, und falls vorhanden, seinen Schwimmpfuhl, mit aufgefangenem Regenwasser zu versorgen.

In D-A-CH kommt das am besten kontrollierte und meistens auch das reinste Lebensmittel, das wir haben, in den meisten Regionen direkt aus dem Wasserhahn.  :)
[...]
In Thailand kann man von so einem Wasser nur träumen. ...

Kaffeewasser, Teewasser direkt aus dem Kran, beim Duschen und Zähneputzen ohne Angst auf die Legionärskrankheit auch mal einen Schluck trinken zu dürfen, oder wie heute (habe den ganzen Tag in der prallen Sonne im Garten gearbeitet ähh, gehobbyt  :) ), und ab und an den Schnabel vor den Wasserschlauch gehalten. - Das  zu können, ohne Angst auf Krankheiten haben zu müssen, ist sicher ein Luxus, aber einer für den ich liebend gerne ein paar Euro im Monat ausgebe.

@hmh., ich stimme dir zu 100% zu: In Thailand kann man von so einem Wasser nur träumen.

PS: Etwa 20 Km von hier war früher mal eine Coca Cola Abfüllanlage. Die gibt es nicht mehr, stattdessen produziert Coca Cola dort nun ein teures "Mineralwasser"unter dem Namen "Bonaqua"- Doch einen Mineralwasserbrunnen hat es hier niemals gegeben. - Deren Leitungswasser mit Kohlensäure versetzt, kombiniert mit einer guten Marketingidee, kostet in Flaschen abgefüllt, die man mühsam aus dem Supermarkt schleppen muss, etwa soviel wie Orangensaft. - Mein "Mineralwasser" stammt ebenfalls aus dem Wasserhahn, und besitzt somit wohl den gleichen Mineraliengehalt, allerdings keine Kohlensäure. - Doch darauf verzichte ich gerne! - Abgesehen vom günstigen Preis muss ich mein "Kranenberger" nicht aus dem Supermarkt heimschleppen.  }}
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Alex am 03. Juli 2010, 08:14:30
Hellmut ,

im großen und ganzen stimme ich mit Dir überein .

Meine Reverse Osmose Filteranlage ( 5 Filterstufen ) hat in der letzten F-Stufe einen Membran Fliter , der hinter
dem UV Licht  (mit 0,3 mü Lochdurchmesser ) keine Bakterie mehr durch läßt weil die alle größer sind .

Der Sättigungsgrad der einzelnen Filter wird per Elektronik angezeigt !

Ausser dem steht ein vor der Osmose Anlage draussen noch ein Edelstahl Behälter mit Aktiv Kohle unter Druck der
z.B. alle Schwebstoffe und Verunreinigungen von der Anlage fern hält .

Mein Wasser im Whirlpool wird nicht ge - chlort , sondern bekommt  sein Wasser aus dem Aktiv Kohle Filter  und wird nach 2-3 maliger Benutzung mit einer Tauchpumpe den Blumen zugeführt ...... die mögen auch kein Chlor !

Wasser kosten günstig keimfrei zu bekommen ist ganz einfach .

Der beste Purifier ist die Sonne .... lege eine klare Flasche Wasser in die Sonne , warte ein Weilchen und Du hast absolut Keimfreies Wasser !

Nochmal zurück zu dem Reversen Osmose Filter System ..... wir trinken dieses Wasser , aus diesem Wasser stellen wir
unsere Eiswürfel her und dieses Wasser kommt auch gekühlt aus dem Wasserbehälter des Eisschrankes auf den Tisch .

Das was Du mit den 20 Ltr. Flaschen hier in Thailand beschrieben hast kann ich ohne zögern bestätigen .

Wir hatten im alten Haus in der Soi Kaothalo einen Lieferanten , bei dem ich eines Tages feststellte das die Versiegelung
an den Flaschen fehlte .... keine Abnahme .... kurz darauf kam er mit ner sebst gebastelten Versiegelung ... wieder
keine Abnahme und in der ganzen Strasse keiner hat mehr von dem gekauft !

So reifte der Entschluß zu der Osmose Anlage , die sich mit der Zeit amortisiert ... und richtig alles in Eigenverantwortung ,
denn warum sollte jemand , der beim Wasser so pingelig ist wie ich z.B. die Wartung der Filter außer acht lassen ?

Das Flaschen schleppen fällt weg ..... Brauwasser dahin wo es hingehört ... und Trink , Kaffee , Kochwasser nur aus der Anlage .

So wird ein Schuh daraus und so kann ich jetzt sagen , das ich im Monat ca. 120...150 Liter Trinkwasser benötige , aber 11.000
bis 15.000 Liter Brauchwasser .

Regenwasser Auffänger in Thailand ... ja fürdie Blume und die Toilette aber zum Duschen schon nicht mehr , denn  mit dem aufgefangenen Regenwasser wird natürlich auch der Staub und die Volgelscheiße in den Tank gespült ..... nein Danke !

Gruß ins warme .... heiße Deutschland Alex
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 03. Juli 2010, 08:15:49
Zitat
Mehr als 100% Leistungsausbeute geht nicht!

Moderne Wärmekraftwerke haben einen Wirkungsgrad von 45% und viel mehr ist nicht machbar. ...

Na na na!  {;

Bei solchen Behauptungen dürften die RWE böse werden. Kürzlich hatte ich noch in Pamphlet (ich bin (auch) da Aktionär) nach Lesen in der Mülltonne entsorgt.   :)
Deren neueste Kohlekraftwerke haben demnach eine Energieausbeute von über 92%  {-- - Zumindest behauptet die RWE das. - Nachprüfbar ist das natürlich nicht, es sei denn man arbeitet direkt da wo die Statistiken gefälscht, ähh erstellt werden.
Wie auch immer, möglicherweise haben sie den Energiegehalt der Kohle mit dem produzierten Strom gegenübergestellt? - Der energetische Aufwand die Kohle in Brasilien und Südafrika abzubauen und nach Deutschland zu verschiffen fällt wie selbstverständlich unter den Tisch.  {--

Zitat
... Albtraum aller Netzbetreiber in Deutschland erinnern, den Montagmorgen nach einer kalten Winternacht. ...

Ein sehr gutes Stichwort!
Meine Antwort darauf: Je diversifizierter der Energiemix, umso geringer die Gefahr.
In jüngster Zeit hatten jährlich die USA und im vergangenen Winter Frankreich ein ernsthaftes Problem.

Meine Meinung ist: Strom muss immer genug da sein, auch im tiefsten Winter.
Das Sonnenenergie nur dann zur Verfügung steht wenn die Sonne scheint (übrigens scheint sie auch bei wolkenverhangenem Himmel) und Windkraft nur dann zur Verfügung steht wenn Wind vorhanden ist, lässt sich nicht abstreiten.

Wäre es anders könnten wir zu 100% auf diese Energiequellen vertrauen. - Doch das ist nun mal nicht der Fall! - Sonnen- und Wind-Energie können wir nur nutzen wenn vorhanden. Maximal könnten das derzeit in Deutschland vielleicht 20% sein, im Jahresmittel etwa 15%.
Der übrige Strom muss von anderen Kraftwerken bereitgestellt werden.

Bis Deutschland möglicherweise soviel "Öko-Strom" produziert das der energetische Ausgleich durch Kohle- und Kernenergie-Kraftwerke nicht mehr möglich wäre ist reine Zukunftsvision. Hinzu kommt das der Stromverbrauch in Zukunft z. B. durch Elektrofahrzeuge leichter lenkbar sein wird. - Wir erinnern uns an die Zeit als Kohlekraftwerke noch mit massiver Kohle beheizt wurden. - Damals wurden "Nachtspeicheröfen" gefördert.

Heute brauchen wir sie nicht mehr, da nun moderne  Kohlekraftwerke mit Heißluft + Kohlenpulver beschickt werden, und statt die Dampfturbinen direkt mit mit Siedewasser zu betreiben nun ein Sekundärkreislauf Standard ist, können Kohlekraftwerke minutenschnell auf den Bedarf reagieren.
Deutsche Kernkraftwerke müssen nun, nach russischen Vorbild, eine "Schnellabschaltung" innerhalb von 15 Minuten auf der nuklearen Seite gewährleisten. Auf der Turbinenseite ging schon früher eine Sekundenschnelle Regelung.

@ arthurschmidt2000, dein letzter Beitrag, hat mich gereizt zu antworten, obwohl ich eigentlich nicht mehr wollte.
Möglicherweise bist du bist technisch auf einem Stand von 1960- 1970 stehen geblieben, aber deine Meinung scheint mir, zumindest in deinem letzten Beitrag ehrlich und nicht demagogisch.  ;} Daher bist du mir "eine Antwort wert".

Das du mich dreimal vorzuführen versucht hattest, indem du Aussagen von mir, die noch aus dem alten Thread stammten, und nichts mit Thailand zu hatten, als Themenverfehlungen ankreidetest, und versuchtest mich damit lächerlich zu machen, nehme ich dir selbstverständlich weiter übel.  {; Doch dafür das du dich nun scheinbar ernsthaft mit dem Thema befasst, statt einzig auf ideologische Aussagen der Kraftwerksbetreiber zu bauen sehe ich positiv. Wenn du so weiter machst, gehe ich gern auf deine Beiträge ein.  [-]

@ fred!
BILD-Zeitung, DIE WELT, das Handelsblatt ... . - Sofern ich mich zu Beiträgen in der Springer-Presse äußern möchte, mache ich das an Ort und Stelle.

Falls du es nicht bemerkt haben solltest, wir befinden uns hier im TIP-Forum!

Hier sind eigene Meinungen gefragt. Der TIP ist nicht die verlängerte Hand von Axel Springer (RIP).
Sofern du Beiträge die in der Springer-Presse abgedruckt wurden diskutieren möchtest, dann mach es da!.

Ich hatte dir vor einigen Tagen geschrieben das ich auf copy/paste Beiträge aus irgendwelchen  Zeitungen nicht antworte. - Kapiert hast du offensichtlich nichts!

Dies ist ein Forum, wo eigene Meinung sowie Fachwissen vorgetragen wird und zur Diskussion steht. Wenn du selbst nichts zum Thema beizutragen hast, dann halte dich gefälligst zurück.
Sollte dich das Thema interessieren, dann mach dich bitte erst kundig, und schreibe eigene Beiträge statt uns ergoogeleten Schrott  vor die Füße zu schmeißen
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 03. Juli 2010, 09:07:22
Hallo Alex, so liebe ich Forendiskussionen!

Du punktest mit selbst erarbeiteten Fachwissen statt anergoogeltem Kopierten, das je nach Google Anfrage (Beispiel: "Uran Gesundheitsschädlich" / "Uran Krankheitsheilend"), so oder so ausfällt.

Genau deshalb schätze ich dich als Diskussionspartner  ;} , auch wenn wir uns dann und wann in die Haare kriegen.  :}

Hellmut , ...

Wasser kosten günstig keimfrei zu bekommen ist ganz einfach .

Der beste Purifier ist die Sonne .... lege eine klare Flasche Wasser in die Sonne , warte ein Weilchen und Du hast absolut Keimfreies Wasser !

Diese einfache Methode hatte ich bis vor kurzem als reinen Humbug abgewertet.

Doch manchmal ist die einfachste Lösung die Beste! Es klappt tatsächlich, zumindest in Regionen wo eine starke UV-Strahlung durch die Sonne vorhanden ist.

Komischerweise fand man dies erst heraus als man versuchte Grünalgen in Aquarien durch LED-UV-Dioden zu bekämpfen.
Vorher hatte man bereits mit Halogenbirnen, die zufällig einen Teil ihrer Strahlung im UV-Bereich abstrahlen, den gleichen Effekt beobachtet.

Der "Denkschritt", von der Bestrahlung durch Halogenlampen zum Ansatz das die Sonne den größten Teil ihrer Strahlung im UV-Bereich abstrahlt und in kürzester Zeit das Wasser in einer durchsichtigen Glas- oder PET-Flasche desinfizieren kann, brauchte komischerweise fasst 50 Jahre. - Man könnte sich fragen warum? - In weiten Teilen Afrikas war "sauberes" Trinkwasser bislang nicht verfügbar. Nestlé und Coca Cola Inst. machten dickes Geld mit den N.egern. - Wer zu arm war "sauberes" Trinkwasser von den großen Konzernen in Flaschen zu kaufen starb eben früher oder später an bösartigen Krankheiten.

Mit der neuartigen Aquarientechnik kamen immer kleinere Filteranlagen, in denen nun als "Herzstück" eine winzige UV-LED arbeitet. - Großtechnisch kann die Sonne das weit besser. 0:1 gegen Nestlé.

Zitat
Gruß ins warme .... heiße Deutschland Alex

Hier kurz vor 4 am Morgen; Hier in meiner "Bude": 23,6 Grad °C, draußen: 19,7 Grad °C und vor ein paar Stunden im kleinen Weinkeller: 13,4 Grad °C, da allerdings Tag und Nacht, egal ob Sommer oder Winter, kaum Temperaturdifferenz.

Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 03. Juli 2010, 17:12:36
@ Hellmut

Ich will deinen vertraeumten Oekoblick nicht trueben. Welche Medien sind dir den angenehm? Die Lobbistenmedien der Gruenen?  Das du die voellig ueberteuerten Strompreise in Deutschland, die in der Welt einmalig sind, gut findest ist deine Sache. Ich bin kein Fan von Subventionen die sich selbst ernannte Oekofritzen mit den Bau von Wind und Solaranlagen die Taschen stecken. Das Geld waere besser in der Forschung aufgehoben.

Du kannst gerne deine Augen verschliessen vor anderen Argumenten. Wenn es sich damit besser lebt.  8) Die Tatsachen veraendern sich dadurch aber nicht. Ich bin kein Feind von alternativen Energien. Leider sind die alternativen Energien noch nicht in der Lange die derzeitigen Energieformen abzuloesen, auch wenn man in Deutschland mit Millardensubventsionen versucht den Leuten etwas anders einzureden.

Die Leute von Fach, wie du dich einer nennst, wissen das alle.   C--

Viele Laender auf der Welt koennen sich diesen Okowahnsinn den Deutschland betreibt nicht leisten. Die deutsche Industrie erleidet einen grossen Wettbewerbsnachteil gegenueber anderen Laendern und die privaten Haushalte koennen sich dem nicht entziehen. Damit wird der veollig ueberteuerte Strompreis in Deutschland soger ein soziales Probem. Die Gewinne der Energiekonzerne steigt dagegen ins Unermessliche.

Selbst Schweden ein Musterland fuer Umweltschutz denkt laut ueber Atomstrom nach um den steigenden Energiebedarf zu decken. Du willst doch nicht etwas behaupten das Schweden und all die anderen Laender die auf Atomkraft setzen eine Erfindung von Springer und Bild ist.  C--  Ich habe selbst lange fuer Simens in Kraftwerken gearbeitet und kenne mich mit der Thematik auch bestens aus.  ;)
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 03. Juli 2010, 23:53:27
Nachtrag fuer Peter 51

Soll natuerlich Siemens heissen.   ;D
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: peter51 † am 04. Juli 2010, 00:01:24
Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass ich
Deinen Schmarrn lese  :-)
Fühle er sich stets gescrollt  >:
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 04. Juli 2010, 00:06:39
peter51

Gelesen hast ja doch sonst haettet du nicht geantwortet.  :D
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 04. Juli 2010, 10:52:34
Zitat
Nachprüfbar ist das natürlich nicht

Natürlich ist das nachprüfbar. Die RWE mögen einen gewissen Einfluss in D haben, eine eigene Physik haben sie nicht. Und Schönrechnen ist genau das, wogegen ich mich wehre.

Hellmut, ich freue mich, dass Du wieder mit mir sprichst. Polemik ist in einer Diskussion wie das Salz in der Suppe und vom Inhalt her sind wir ja gar nicht so weit auseinander. Aber lass uns mal die Diskussion wieder auf die Füße stellen. Wir reden hier über  +- 10 bis 20% Anteil alternativer Energien, was mir aber viel mehr Sorge bereitet, ist die Frage, wie halten wir es mit den restlichen  80 bis 90%? Ich kann mich da nicht des Eindrucks verwehren, dass Alternativenergie nur vorgeschoben wird, um genau darüber nicht sprechen zu müssen.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 05. Juli 2010, 05:10:59
@ Hellmut
... [beleidigendes blabla ohne Aussagewert]... Leider sind die alternativen Energien noch nicht in der Lange die derzeitigen Energieformen abzuloesen, ...

Richtig! - die "alternativen Energiequellen" können die Konventionellen nicht ablösen, sondern nur unterstützen. Ein sinnvolles Zusammenspiel ist gefragt, nicht entweder oder!

Du bedienst dich in letzter Zeit immer öfter, platter Argumentation von Lobbyisten. - Möchtest du als Diskussionspartner ernst genommen werden, oder hier den Clown spielen?

Zitat
Die deutsche Industrie erleidet einen grossen Wettbewerbsnachteil gegenueber anderen Laendern und die privaten Haushalte koennen sich dem nicht entziehen. Damit wird der veollig ueberteuerte Strompreis in Deutschland soger ein soziales Probem. Die Gewinne der Energiekonzerne steigt dagegen ins Unermessliche. ...


Die Problematik nennst du im letzten Satz selbst, ein Fauxpas?  {--

Strom wird in Deutschland überteuert verkauft. Die großen Energiekonzerne, die mit Kohleverstromung und Kernenergie ihr Geld machen, bereichern sich ungeniert.
Unser Bundeskanzler, Herr Merkel, traut sich nicht denen auf die Finger zu klopfen, da die Lobbyisten in Ihrer Partei und in der FDP sitzen.

Andererseits kommt Druck von der Seite der "Ökostrom-Lobby". Letztlich kann jeder Deutsche (und auch Ausländer) im großen oder auch kleinen Rahmen sowohl an alternativen Energien als auch an den Konventionellen mit verdienen.

Jeder Hausbesitzer kann sich z.B. eine PV-Anlage auf sein Dach setzen und direkt an der Einspeisevergütung verdienen. Wer gerade neu baut, oder das Dach seines Altbaus neu decken muss ist hier klar im Vorteil.
Wer selbst keinen Cent riskieren möchte, kann sein Dach vermieten, vorausgesetzt, südliche Ausrichtung und mindesten 500 qm.   
Aber auch diejenigen die zur Miete wohnen können sich an Solarparks beteiligen. z.Z. sind 8% Rendite der Mittelwert.

Den 3 großen Kraftwerksbetreibern passt das natürlich ebenso wenig wie McDonalds eine Pommesbude in ihrem Einzugsbereich.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 05. Juli 2010, 16:17:29
hellmut

Und waehrend sich dank Subvensionen die Leute Solaranlangen aufs Dach setzten aendert sich an der Situation nichts. Die Subvensionen sind nur dazu da, das ergeizige Ziel der Gruenen durchzusetzen und  den Prozentanteil an alternativen Energien auf 20 % zu Puschen egal was es kostet.  Die restlichen 80 % bleiben aber weiter ungeloest. Das ist alles verlogener deutsche Aktionismus.

Den Atomkraftwerken kann es egal sein. Alternative Energien sind keine Gefahr fuer sie weil sie bis jetzt noch nicht aussreichen Energie  rund um die Uhr und auch nicht in der Zukunft liefern koennen. Da sind wir wieder bei den 10 bis 20 Prozent machbarer alternativer Energie. 

Die Frage ist ob man sich bei den restlichen 90 bis 80 % fuer Kohle, Oel oder Gas zur Engergiegewinnung entscheidet oder fuer Atomenergie. Kohle, Oel und Gas verursachen CO2. Dagegen kaempfen die Gruenen ja nun auch.  :o Atomkraft ist gegenueber der Verbrennung von Fossilen Brennstoffen zur Energiegewinnung relativ sauber wobei die Endlagerung ein Problem ist, was aber auch loesbar ist.

Deutschland ist fuehrend in der Atomkrafttechnik. Sie bauen die sichersten Anlangen. Fossile Brennstoffe wie Gas, Oel, Kohle sind nicht unendlich verfuegbar und macht Deutschland abhaengig, da man keine eigenen Vorkommen hat. Der Brennstoff fuer Atomkraftwerke ist auch begrenzt. Die Energie aus Atomkraft ist aber zur Zeit die preiswerteste Alternative um Energie zu gewinnen.

Es nutzt nichts eine Sache zu verteufeln wenn man keine Loesungen parat hat. Besser ist es sich dafuer einzusetzen die Technologie sicherer und sauberer zu machen.

Den Preis der derzeitigen blauaeugigen Energiepolitik in Deutschland ohne schluessige Loesungen fuer die Zukunft zahlt der kleine Buerger .

Während Deutschland abwägt, erlebt die Atomkraft weltweit einen Boom. Allein China baut gerade 22 Kernkraftwerke und plant 35 weitere. In den USA will Präsident Barack Obama 54 Milliarden Dollar für eine neue Anlagen-Generation bereitstellen. Die deutschen Energiekonzerne RWE und E.on werden gemeinsam in Großbritannien Reaktoren bauen.

http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/prognosen/brennpunkt-atomkraft_aid_501797.html


Microsoft-Gründer Bill Gates treibt seinen Traum von effizienter und sauberer Energie voran. Eine von dem Multimilliardär finanzierte Firma lotet den Bau von Mini-Atomkraftwerken aus. Sie sollen jahrzehntelang ohne Wartung Strom produzieren.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,685289,00.html
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 05. Juli 2010, 18:24:07
Zitat
Strom wird in Deutschland überteuert verkauft

Ja, für den privaten Kunden wird Strom mit ca. 39% Steuern und Abgaben belegt.

Zitat
Den 3 großen Kraftwerksbetreibern passt das natürlich ebenso wenig wie McDonalds eine Pommesbude in ihrem Einzugsbereich.

Fairnishalber sollte man schon darauf hinweisen, dass ein Lieferant, der weder sagen kann, wann er liefern wird noch wie viel er liefern wird, nicht überall  als Traumpartner angesehen wird. Da muss der Gesetzgeber schon kräftig nachhelfen.

Zitat
Deutschland ist führend in der Atomkrafttechnik

Richtig ist: war führend. Meinem Wissen nach kann man das heute nur noch in Stuttgart studieren.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 05. Juli 2010, 20:28:06
arthurschmidt2000

Deutschland mischt noch in der Atomtechnik kraeftig mit. Siemens ist da die erste Adresse. Andere Staaten wie Russland, Frankreich und USA schlafen aber nicht. Wobei die russischen Atomkraftwerke am preiswertesten sind. Daher wird sich Vietnam auch fuer russische Atomkraftwerke enschieden haben. Das ist ein sehr lukrativer Markt in dem grosse Gewinne gemacht werden. Mit dem Bau kommt ja auch die nachfolgende Wartung. Verschleissteile muessen erneuert werde. Siemens hat einen grossen Stamm an Arbeitern die weltweit in Kraftwerken die Wartung uebernehmen. Das die derzeitige Energiepolitik nicht gerade werbewirksam fuer die deutsche Industrie ist muss man dazu nicht sagen. Kraftwerke vom Typ Tschernobyl gabe es auch in Frankreich und wurden schon lange wegen Sicherheitsbedenken stillgelegt. In Lyon steht eine stillgelegtes Kraftwerk  dieser Bauart neben einen Neubau. Die Deutschen sollten sich mal fragen ob sie anderen Laendern dieses Feld ueberlassen wollen und ihren Windradtraum weitertraeumen wollen, der die Energieprobleme der Welt eh nicht loesen kann. Anstatt die Sicherheit der Atomkrafttechnik aktiv voranzutreiben. 
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 05. Juli 2010, 20:41:23
Alternative Atomkraft – das ist die Idee, die immer mehr Länder auf der Welt verfolgen. Mit der Forschung an Konstruktionen, mit denen selbst beim größten anzunehmenden Unfall (GAU) der Kern nicht schmelzen kann wie einst in Tschernobyl. Oder an Meilern, die Strom, aber keinen Atommüll abwerfen. Im Visier haben die Experten sogar eine Methode, mit der die Jahrtausende dauernde Strahlung abgebrannter Kernbrennstäbe auf ein paar Jahre verkürzt werden kann.

Die Entwicklung neuer Konzepte hat mittlerweile in allen großen Industrienationen Fahrt aufgenommen – mit Ausnahme von Deutschland. Dabei waren die Deutschen noch vor wenigen Jahren führend an der Forschung beteiligt, mit Pilotprojekten und Versuchsreaktoren.

http://www.welt.de/wissenschaft/article6464491/Neue-Atomkraftwerke-aber-diesmal-in-Gruen.html

Anmerkung

Deutschland klickt sich aus ideologischen Gruenden aus und ueberlaesst anderen Staaten diesen Zukunftsmarkt. Mit Augen verschliessen und das Land mit Windraeder zuflastern aendert sich nichts an den Problemen der Energiegewinnung fuer die Zukunft.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: dart am 05. Juli 2010, 20:50:51
Fred, der Thread hat immer noch den Titel "Alternative Energien in Thailand"...du promotest Atomkraft für SEA, wie sollte die Umsetzung in der Praxis sein?
Technologietransfer der Industrienationen, mit Ausschöpfung der Erträge zu Gunsten der Lieferanten?
Oder Transfer der Technologie....und lass mal die Thais oder Vietnamnesen machen? :o
Ich traue Thailand und Vietnam durchaus zu weiche Brüter, anstatt schneller Brüter zu bauen....ich hoffe ich bin dann weit genug weg, bzw. die bauen ringsum BKK und verschonen die Pampa. {:}
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 05. Juli 2010, 22:13:26
dart

Du hast schon recht aber beides gehoert zusammen und meine Antwort bezieht sich auf den Kommentar von arthurschmidt2000. Auch Thailand muss in die Zukunft schauen und macht das auch. Ob Atomstrom die Loesung ist weiss man noch nicht. Windkraft wird kein grosse Rolle spielen da man hier nicht ueber hohe Subvensionen verfuegt und die Stompreise nicht in die Hoehe treiben kann wie in Deutschland. Soziale Probleme waeren die logische Folge. Machbarkeitsstudien fuer Atomkraft wurden in Thailand schon in Auftrag gegeben. Entscheidungen stehen noch aus. Die Erdoelvorkommen im Golf von Siam koennten da vielleicht eine Schluesselrolle spielen. Der Strom muss bezahllbar sein und wenn Thailand sich weiterentwickeln will, wird der Bedarf wie in jedem anderen Land auch steigen.

Zum Bau eines Atomkraftwerks wuerde sich der Norden nicht so eignen da hier Erdbebengebiet ist. An der Grenze zu Birma sind Platten die aufeinander reiben. Bei mir hat schon oefters mal die Stehlampe Chiangmai gewackelt  :D Stantort fuer ein Atomkraftwerk waeren da schon eher die Mitte von Thailand oder am Meer. Das Kuehlwasserproblem waere damit auch geloest und die meist Industrie und damit der groesster Strombedarf ist nicht in der Pampas im tiefen Isan und Norden. Wozu unnoetig lange Ueberlandleitungen mit Spannungsverlust bauen. Das ist natuerlich nur meine ganz persoehnliche Analyse.  ;)
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 05. Juli 2010, 22:40:11
@ fred, du hast mal wieder genial  ;D selbst ers(p)onnenes mit Texten aus der Springerpresse verwoben.  Was stammt von dir, was aus der Welt und der Bild-Zeitung? ???

Aber Substanz ist an "deinen" letzten Beiträgen eh nicht dran, sondern reine Spekulation und Ideologie.

Ob deutsche Firmen führend in der Kernkrafttechnologie waren lässt sich leider nicht beweisen. Die modernsten Kraftwerke wurden nie Fertiggestellt, da entweder grundsätzliche Bedenken wie beim Schnellen Brüter in Kalkar dies verhinderten oder die Israelis die halbfertigen Kraftwerke (im Iran) mit Bomben in Schutt und Asche verwandelten. Die nächst-neuesten KKW's mit deutscher Technik glänzen seit Inbetriebnahme damit das sie öfter Defekt sind als das sie Strom liefern. - Unter dem Strich hat man in ihren Bau weit mehr Energie hineingesteckt als sie jemals liefern können.  {[

Aber wenn du und Axel Springer behaupten das die deutschen KKW die Besten der Welt sind, dann muss es wohl stimmen.  :]
Kannst du zufällig bestätigen das US-amerikanische, russische, japanische [...] französische Firmen von sich behaupten nur die Zweit- Dritt- oder die Zehnt-Beste Technologie zu besitzen?  {--

Zitat
Die Entwicklung neuer Konzepte hat mittlerweile in allen großen Industrienationen Fahrt aufgenommen – mit Ausnahme von Deutschland. Dabei waren die Deutschen noch vor wenigen Jahren führend an der Forschung beteiligt, mit Pilotprojekten und Versuchsreaktoren.

Deutsche Forschungsinstitute haben sich aus der Forschung an KKW zurückgezogen. Soweit hast du, bzw. die Springerpresse Recht. - Doch investiert der deutsche Staat stattdessen mit großem Einsatz in andere Forschungsbereiche.
Vielleicht verliert Deutschland damit den technischen Anschluss in diesem Forschungsgebiet. - Na und?
Kernkraftwerke sind ohnehin, auch wenn einige Länder derzeit Neue bauen oder planen, ein auslaufendes Konzept. Die Nachfolgetechnik wird der Fusionsreaktor sein. Gerade da sind deutsche Forschungsinstitute vorne mit dabei:

Zitat
... Die deutschen Fusionsforschungsinstitute Max-Planck-Institut für Plasmaphysik mit Standorten in Garching und Greifswald, Forschungszentrum Karlsruhe und Forschungszentrum Jülich führen seit vielen Jahren Forschungs- und Entwicklungsarbeiten im Bereich Fusion auf höchstem internationalen Niveau durch. Auf der Grundlage der bisherigen Ergebnisse und des geschaffenen nationalen Know-hows sieht das Bundesministerium für Bildung und Forschung gute Chancen für die deutsche Beteiligung bei dem Bau und dem späteren Betrieb von ITER. Aus Sicht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bietet der europäische Standort des ITER für Deutschland optimale Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit zwischen der Forschung und der deutschen Industrie sowie vielfältige Chancen für lukrative Aufträge.
Quelle: http://www.bmbf.de/de/2270.php

Der Tokamak in Garching läuft bereits seit 1991 und der Wendelstein-Stellarator in Greifswald steht kurz vor der Fertigstellung, siehe Max-Planck-Institut für Plasmaphysik/Wendelstein 7-X (http://www.ipp.mpg.de/ippcms/de/for/projekte/w7x/meilensteine/index.html)

Warum also weiter Steuergelder in die aussterbende Kernkrafttechnologie versenken wenn man in der Nachfolgetechnologie federführend ist?
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 05. Juli 2010, 23:34:04
hellmut

Das deutsche Kernkraftwerkstechnik die beste ist habe ich nie behauptet. Ich habe geschrieben Deutschland mischt da kraeftig mit. In der Sicherheitstechnik sind die Deutschen schon fuehrend. Die meisten Ausfaelle in Deutschen AKW wurden doch von den Gruenen zu Propagandazwecken gross aufgemacht. Da wird dann schon mal der Austausch von ein paar Duebeln zum Supergau hochstilisiert. Leute die keinen Schimmer von der Technik haben geben ihre Kommentare ab. Irgendwelche Ausfaelle gibt es in jedem AKW. Das zeugt auch davon das man die ganze Sache ernst nimmt. Kernkraft wird die naechsten 50 Jahre solange es keine alternativen gibt kein auslaufendes Konzept. Das zeigt schon der Neubau von AKWs in der ganzen Welt und die Verlaengerung der Laufzeiten und die Modernisierung von alten AKWs. Oel,  Kohle und Gas wird immer teurer und sind auch nicht unbegrenzt verfuegbar. Der CO2 Ausstoss ist das naechste Problem bei dieser Art von Energiegewinnung.   

Meist du bei der Kernfusion entsehen keine Gefahren?   C-- Es ist gut das die Deutsche in diese Richtigung Forschen. Die Forschung geschied auf internationaler Ebene und ist kein Alleingang der Deutschen. Greifbare Ergebnisse gibt es aber noch nicht und die Kernfusion ist noch sehr weit davon entfernt zur Energiegewinnung eingesetzt zu werden.

Der erste Testreaktor fuer Kernfusion  „Iter“ wird im südfranzösischen Cadarache gebaut. Projektpartner sind die Europäische Union als Hauptfinanzier sowie die USA, Russland, China, Japan, Indien und Südkorea. Die Deutschen sind in der Kerfusionsforschung auch nicht nicht Fuehrend sondern nur ein Glied in der Kette.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 05. Juli 2010, 23:41:02
Nachtrag fuer Hellmut

Eine Bewerbung fuer den Testreaktor fuer Kernfusion  „Iter“ in Greiwald ist damals 2005 an den Gruenen gescheitert.  {:} Jezt steht er in Fankreich.  :D
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 06. Juli 2010, 01:52:14
Nachtrag fuer Peter51

Soll natuerlich:  Jetzt steht er in Frankreich.  heissen.  ;D
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 06. Juli 2010, 02:30:58
hellmut

Das deutsche Kernkraftwerkstechnik die beste ist habe ich nie behauptet. Ich habe geschrieben Deutschland mischt da kraeftig mit. In der Sicherheitstechnik sind die Deutschen schon fuehrend. ...

Achsooo.  ???

... Deutschland ist fuehrend in der Atomkrafttechnik. Sie bauen die sichersten Anlangen. ...

Scheinbar bisst du international in der Sicherheitstechnik von KKWs bewandert.
Ich leider nicht, sondern wie 99,x % aller Menschen nur ein Außenstehender, der hofft das nicht passiert, und falls doch, dann nicht in meiner Nähe.
Du wirst uns sicher verraten woher deine Detailkenntnisse zur Sicherheit Deutscher KKWs und die anderer Staaten stammen! Doch wohl nicht wieder aus der BILD-Zeitung angelesen?  {--

Zitat
... Die meisten Ausfaelle in Deutschen AKW wurden doch von den Gruenen zu Propagandazwecken gross aufgemacht. Da wird dann schon mal der Austausch von ein paar Duebeln zum Supergau hochstilisiert. ...

Das kannst du sicher mit einem konkreten Beispiel belegen.
Meines Wissens werden Störfälle nach INES eingestuft und müssen der internationalen Atomaufsicht in Wien mitgeteilt werden. Leider erwiesen sich gerade deutsche Betreiber häufig schweigsam und versuchten stattdessen Störfälle unter den Teppich zu kehren.

Zitat
... Meist du bei der Kernfusion entsehen keine Gefahren?
 

Gefahrenquellen gibt es überall. Die weltweit meisten Unfälle passieren übrigens bei der Essenszubereitung in der Küche.
Man darf somit davon ausgehen das auch in zukünftigen Fusionskraftwerken Unfälle passieren. Jedoch, mangels radioaktivem Materials, keine Nuklearunfälle.


Zitat
C-- Es ist gut das die Deutsche in diese Richtigung Forschen. Die Forschung geschied auf internationaler Ebene und ist kein Alleingang der Deutschen. Greifbare Ergebnisse gibt es aber noch nicht und die Kernfusion ist noch sehr weit davon entfernt zur Energiegewinnung eingesetzt zu werden.

Der erste Testreaktor fuer Kernfusion  „Iter“ wird im südfranzösischen Cadarache gebaut. Projektpartner sind die Europäische Union als Hauptfinanzier sowie die USA, Russland, China, Japan, Indien und Südkorea. Die Deutschen sind in der Kerfusionsforschung auch nicht nicht Fuehrend sondern nur ein Glied in der Kette. ...

Mal wieder leeres blabla  --C

Momentan ist Deutschland, bzw. die Max-Planck-Institute, wohl eindeutig führend. Vielleicht wäre es hilfreich wenn du meine Beiträge liest, bevor du darauf antwortest. Dann hättest du zumindest gewusst das die Max-Planck-Institute seit 1991 mit ASDEX den modernsten Tokamak weltweit in Garching betreiben, ein weiterer Tokamak (TEXTOR) steht in Jülich.

Der weltweit erste Stellarator (Wendelstein X-7) steht derweil in Greifswald kurz vor der Fertigstellung. Es soll 2014 in Betrieb gehen. Somit ist Deutschland derzeit im alleinigen Besitz der anspruchsvollsten Fusionsreaktortechnologie. - Im allgemeinen Sprachgebrauch nennt man das "technologisch führend".

Der Stellarator geht übrigens auf eine US-amerikanische Idee zurück und der Tokamak ist eine russische Erfindung.

ITER wird somit bei weitem nicht der erste Fusionsreaktor sein, sondern nur der Erste von einem internationalen Forscherteam betriebene Tokamak. Bereits seit 1983 steht in Großbritannien ein europäischer Tokamak. Die Tokamak Forschung muss international zugänglich gemacht werden, da dessen federführender Erfinder Andrej Sacharov, dies so festgelegt hat.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 06. Juli 2010, 02:53:26
... Eine Bewerbung fuer den Testreaktor fuer Kernfusion  „Iter“ in Greiwald ist damals 2005 an den Gruenen gescheitert.  {:} Jezt steht er in Fankreich.  :D

Fragen über Fragen  ??? :
- War Gerhard Schröder Parteimitglied bei den Grünen?  ???
- Kann es sein das du eine pathologische Phobie gegen diese Partei hast?

Der Hauptgrund das die damalige deutsche Regierung ITER nicht in Greifswald sehen wollte lag wohl eher in den schwerwiegenden Bedenken führender deutscher Wissenschaftler das man den Forschungsstand in der Stellarator-Technologie unmöglich geheim halten könnte wenn sich in direkter Nähe zum Wendelstein-Reaktor Fusionsfachleute aus aller Herren Ländern tummeln würden.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 06. Juli 2010, 08:39:35
Ich wundere mich, mit welcher Beliebigkeit hier diskutiert wird. Je nachdem, wie es gerade passt.

Zur Fusion ist anzumerken, keiner weiß, ob und wann sie wirtschaftlich betrieben werden kann. Und es könnte ja immerhin so sein, dass dies in absehbarer Zeit nicht passieren wird.

Diejenigen, die an anderer Stelle für einen Energiemix eintreten und nicht alles auf eine Karte setzen wollen, mögen sich hier fragen lassen, warum das z.B. für herkömmliche Kernkraftwerke nicht gelten soll. Lediglich zu behaupten, das sei ein auslaufendes Modell, ist zu einfach. Mit gleichem Argument kann man das auch gegen andere Arten der Stromgewinnung vorbringen und ebenfalls verlangen,  dort Forschung und Entwicklung einzustellen.

Zitat
Man darf somit davon ausgehen das auch in zukünftigen Fusionskraftwerken Unfälle passieren. Jedoch, mangels radioaktivem Materials, keine Nuklearunfälle.

Seit wann entsteht bei der Kernfusion keine Radioaktivität?

Warum Iter nun in Frankreich statt in Deutschland steht, darüber können wir hier nur spekulieren. Aber letztendlich ist bei einem internationalen Projekt der Standort sekundär. Allerdings sollte man nicht vergessen, manches lässt sich in Frankreich leichter realisieren als in D. Ich erinnere hier gern daran, dass eine Hamsterpopulation auf dem Baugelände eines Großkraftwerkes in D ausreichte, um gerichtlich einen  Baustopp für dieses Kraftwerk zu verhängen.

Zitat
Somit ist Deutschland derzeit im alleinigen Besitz der anspruchsvollsten Fusionsreaktortechnologie.

Bei  jeder Fußball WM  kann man lernen, dass ein Gruppensieger noch lange nicht Weltmeister ist. Aber Fahnenschwenken ist natürlich in jeder Phase der WM erlaubt.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 06. Juli 2010, 11:46:11
Hellmut

Die ganze Welt forscht an der Kernfusion. Weil sie schon laengst erkannt haben, das die Vorkommen fuer Uran, Oel Kohle und Gas begrenzt sind und Windmuehlen nicht reichen.  ;D Bis die Technik fuer die Energiegewinnung reif ist werden noch mal 40 Jahre ins Land gehen. Solange wird man auf die bisherige Art der Energiegewinnung aus Atomkraft, Gas, Oel, Kohl nicht verzichten koennen. Die alternativen Energien werden auch weiter entwickelt und sind ein guter Anfang um den steigenen Energiehunger zu befriedigen. Nach dem jetzigen Stand sind sie noch lange nicht in der Lage Atomkraft Oel, Gas und Kohle abzuloesen. Siehe Deutschland dank starker Subventionsen nur 10 % am Gesamtaufkommen. Aber vielleicht kommt ja noch eine Erfindung in der Zwischenzeit.

"Wendelstein 7-X" ist ein experimentelle Fusionsreaktor waehrend ITER der erste Prototyp zur Energiegewinnung werden soll. Die Dimensionen von "Wendelstein 7-X"  sind bedeutend kleiner. Die Ergebnisse von "Wendelstein 7-X" fliessen in den Bau von ITER. Das Ablehnen durch die Gruenen waren Ideologische Gruende und keine taktischen. Dadurch sind Greiswald ein Haufen Arbeitsplaetze verlohren gegangen. Die Vergabe von "Wendelstein 7-X" im Max-Planck-Institut nach Greifswald war da nur ein kleines Trostflaster. Das ganze ist ein Internationales Projekt und Deutschland ist da nicht fuehren sonder eins der Mitglieder die daran Forschen. Die Forschung ist Kostenaufwendig und wird von der EU und anderen Laendern finanziert und koordiniert. Der Deutsche hat da keine Fuehrung sondern arbeit mit mit an diesem Projekt. Die meisten EU Gelder finanziert er ja sowieso.  ;D Frankreich und Deutschland verfuegen ueber grosses Wissen in der Atomtechnik. Die Forschung baut darauf auf.  ;) 

Ich hab nicht gegen die Gruenen wenn sie mal ihr verstaubten Ideologien beiseite legen wuerden die eh nur in die Sackgasse fuehren. Siehe Windrad und das ablehnen von Kernfussion und Atomkraft. Das erinnert mich zu sehr an Don Chichot. Da passen die Windmuehlen auch wie die Faust auf Auge. Zum Sozi Schroeder muss ich ja wohl nichts mehr sage. Nachdem er in seiner Amtszeit die Deutschen rasiert hat sitzt er jetzt bei Gaspromt und macht Kasse.   C--

Ich habe in vielen Kraftwerken gearbeitet. In Deutschland und im Ausland. Ich kenne die russische, franzoesische und deutsche Technik. Alle kochen nur mit Wasser. Das Grundprizip ist ja immer das selbe. Den Unterschied machen die Feinheiten. In der Reaktortechnik sowie in der Turbinentechnik gibt es da schon Unterschiede. Man kann das auch Wirkungsgrad nennen.

Bei der Kernfusion entsteht uebrigend auch Radioaktivitaet.   :-) 
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Alex am 06. Juli 2010, 12:05:13
Hallo Fred ,

vll. läßt Du uns ja mal wissen , in welcher Funktion und mit welchem Aufgaben Gebiet Du in so vielen
KKW`s  ( die alle nix mit einander zu tun haben , wenn man Deiner Aufzählung folgt ) gearbeitet hast .

Gruß Alex
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 06. Juli 2010, 13:13:33
Alex

Ich habe in einem russischen Kernkraftwerk studiert. Aufgabenbereich SUS Brennelemete-Steuertechnik. Meine Abschlussarbeit habe ich ueber die Steuertechnik der Brennelemente im Reaktor russischer Bauart geschieben. Danach habe ich auf Turbinentechnik umgeschwenkt. Nach der Wende habe ich fuer eine franzoesiche Firma gearbeitet die Wartungarbeiten in Kernkraftwerken durchfuehrt. Die Zusammenarbeit mit Siemens gehoerte da zum Alltag. Abwerbeversuche von Siemens konnte ich ganz gut wiederstehen da die Franzosen besser bezahlt haben. Ich fand es besser fuer die gleiche Arbeit mehr zu bekommen. Die Leute sind ja eh immer die selben die Wartung durchfuehren und von Kraftwerk zu Kraftwerk ziehen. Russische, deutsche sowie franzoesiche Kraftwerke und deren Technik sind mir daher ganz gut bekannt. Die meiste Zeit habe ich in fremden Staedten verbracht bis ich die Nase voll hatte und in Thailand gelandet bin.

Soviel zu meinen Lebenslauf.  ;)
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: TiT am 06. Juli 2010, 14:30:24
@ fred

Bei diesem fachlichen Hintergrund müßten Dir ja eigentlich permanent die Haare zu Berge stehen allein bei dem Gedanken, daß die Thais mit Kernkraftwerken liebäugeln. Wenn ich nur dran denke, was ich bei denen schon im Umgang mit chemischen Gefahrstoffen mitgekriegt habe und welche "Fachkompetenz" da teilweise "altgediente" Sicherheitsingenieure an den Tag gelegt haben  {+ (wobei es ganz klar auch da positive Ausnahmen gibt - das will ich auch nicht verschweigen - die sind aber nicht die Regel), dann wird mir ganz anders bei dem Gedanken, sollten die eines Tages mit Nuklearmaterial hantieren...  {:}
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 06. Juli 2010, 16:41:23
Da müssten einem
Zitat
ja eigentlich permanent die Haare zu Berge stehen allein bei dem Gedanken, dass die Thais mit Kernkraftwerken liebäugeln

Diese Aussage mag politisch nich ganz korrekt sein, das tut es aber in der Tat und schlimmer noch, das gilt nicht nur für Thailand. Hinzu kommt, souveräne Staaten schätzen ihr Potential selbst gern ganz anders ein, als es ein Außenstehender tun würde.

Kernfusion steht in den nächsten Jahrzehnten voraussichtlich nicht zur Verfügung. Fossile Brennstoffe werden wahrscheinlich in der gleichen Zeit knapper und teurer. Regenerative Energien können den Bedarf nicht decken und sind auch recht teuer. Sparen ist zu mindestens bei den Großverbrauchern nicht durchsetzbar. Also, was wird wohl kommen?
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 06. Juli 2010, 19:26:14
TiT

Sind ja alle Menschen lernfaehig. Naja fast alle. Die Thais haben auch genug schlaue Koepfe die Verantwortungsbewust sind. Auch wenn man das nicht glaubt mag wenn man uebers Land faehrt. Je nach dem fuer welche Bauart man sich entscheiden wird das Bedienungspersonal begleitend geschult. Solche Entscheidungen fallen nicht von Heute auf Morgen. Ich habe hier eine Tabelle gefunden in der Thailand 2 Reaktoren 2010 geplant oder schon geordert hat. Also hat man da schon was in Tueten.

 http://www.world-nuclear.org/info/reactors.html

149 Reaktoren sind fuer 2010 weltweit geordert oder geplant. Vorschlaege fuer weitere 344 Reaktoren stehen an. 

@ Hellmut

Nach einem auslaufenden Konzept sieht das nicht aus.  :-)


arthurschmidt2000

Die Kernfusion wird nach Schaetzung der Wissenschaftler in 50 Jahren so weit sein . Solange muss man auf die Technik zurueckgreifen die verfuegbar ist. 
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: dart am 06. Juli 2010, 20:39:32
Die Thais haben auch genug schlaue Koepfe die Verantwortungsbewust sind.
 
Ich fang schon mal an zu beten.....bitte, laß es nicht die gleichen schlauen Köpfe mit Verantwortungsbewußtsein sein, die für die Start,-und Landebahnen von Suvarnabhumi verantwortlich waren. :o

Scherz beiseite, welche Kontrollorgane sollten denn da, deiner Meinung nach, eingesetzt werden um Schlendrian und persönliche Bereicherung auf Kosten der Sicherheit auszuschließen, sowohl beim Bau, als auch beim späteren Betrieb?
Das würde doch nur funktionieren, wenn speziell beim Bau jedliche Beteiligung thail. Firmen, von der Zulieferung bis zur Ausführung, von Anfang an ausgeschlossen ist...und das ist leider unmöglich.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: tom_bkk am 06. Juli 2010, 20:41:20
Bei Thais und Kernkraft habe ich schon so meine Bedenken ... auch wenn die Anlage sauber gebaut, gut gemanaged ist und rund laeuft, so hat man auch radioaktive Abfaelle .... und wenn ich mir anschaue wie hier mit hochtoxischen Abfaellen umgegangen wird gibt mir schon Bedenken ( abgesehen davon hat Thailand auch keine vernuenftigen Endlagerstaetten wie Salzstoecke )


 
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: tom_bkk am 06. Juli 2010, 20:44:50
@fred

Zitat
Die Thais haben auch genug schlaue Koepfe die Verantwortungsbewust sind.

Die gibt es, aber sie tangieren uns doch kaum, sondern machen weiterhin ihren guten Job - wenn die "Kacke am Dampfen" ist, dann doch eher wegen der nicht so ganz verantwortungsbewussten oder weniger schlauen Koepfe - findest du nicht?
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: † Jhonnie am 06. Juli 2010, 20:47:08
@Tombkk

ein paar Container in's Meer tun's auch zur Not, Salz is Salz werden sich Jungs dann sagen.

ansonsten " back to the roots".

Jhonnie
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: samurai am 06. Juli 2010, 22:00:07
Bei Thais und Kernkraft habe ich schon so meine Bedenken ...           ...... ( abgesehen davon hat Thailand auch keine vernuenftigen Endlagerstaetten wie Salzstoecke )
WER hat die denn?
http://www.atommuell-endlager.de/index.php
http://www.umweltlexikon-online.de/RUBenergie/Atommuell.php
http://www.castor.de/technik/endlager/akend092801.html

Das Problem sind weniger die Atomkraftwerke denn der Umgang mit dem Müll. Auch in Deutschland, dem Land der Dichter und Denker wird hier Scheuklappenpolitik betrieben. Fragt sich wer skrupelloser ist, "der dumme Thai" der den Müll aus Unwissenheit falsch entsorgt oder der deutsche Politiker der einen Salzstock (Asse II) fluten läßt weil alle Alternativen zu teuer sind.
Wie auch immer. Bedenken hab ich hier wie dort.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 06. Juli 2010, 22:02:41
[
Scherz beiseite, welche Kontrollorgane sollten denn da, deiner Meinung nach, eingesetzt werden um Schlendrian und persönliche Bereicherung auf Kosten der Sicherheit auszuschließen, sowohl beim Bau, als auch beim späteren Betrieb?

Ich bin kein Spezialist fuer Kraftwerksplanung. Aber ich weiss eines. Schlendrian faengt immer von Oben an.

Persoehnlich Bereicherung beim Bau wird wohl nicht viel moeglich sein, da die Thais hoechstens die Fundamente  und unwichtige Nebenanlagen bauen und dafuer bezahlt werden. An die Fundamente und Rohrleitungen werden auch Anforderungen gestellt. Materialpruefung bringt da Schlendrian ganz schnell ans Licht. Dann heist es halt in Eigenregie wieder Abreissen und Neubauen.  :D

Wer den Auftrag erhalten hat stellt auch die Bauaufsicht oder vergibt sie an kompetente Firmen die sich darauf Spezialisiert haben. Wie zb Siemens. Die Thais scheiden da schon mal aus, da sie ueberhaupt keine Ahnung haben. Die Auftraege werden in der Regel von der Bauaufsicht vergeben und nicht von Aussenstehenden die keinen Schimmer haben. Kungeleine sind das schon moeglich aber nicht im Thaistyle.  ;D Ganz zum Schluss muss die Qualitaet ja auch stimmen.

Die Technik wird Ausnahmslos geliefert und auch von Spezialisten mit Thaihelfern installiert. Die Thais koennen hoechstens in Eigenregie irgend welche unwichtige und niederen Arbeiten verrichten. Alles ander unter Aufsicht. Die Rohrleitungen im Kraftwerk unerliegen einer ganz besonderen Materialpruefung und die Fertigstellung wird ausnahmslos Protokolliert. Mit Ausnahme vielleicht der Toilettenspuehlung. Der Lieferant gibt ja zum Schluss auch die Garantie fuer die Anlage und muss den Kopf hinhalten und bezahlen wenn was nicht funktionier oder uebersehen wurde. Nach der Fertigstellung kommt erst mal der Probebetrieb und bringt noch den letzten Fehler ans Licht.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: dart am 06. Juli 2010, 22:29:54
Fred, wie es im Idealfall im Takatukaland laufen könnte, kann ich mir selber ausmalen. :]
Glaubst du wirklich, das das von dir beschriebene Szenario Realität werden könnte?
Wo bleibt die Marge des Geldadels und deren Günstlinge, wenn Milliarden Baht nur ins Ausland fließen, ohne einen dicken Happen abbeißen zu können? C-- :]
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 06. Juli 2010, 22:35:23
...
 http://www.world-nuclear.org/info/reactors.html

149 Reaktoren sind fuer 2010 weltweit geordert oder geplant. Vorschlaege fuer weitere 344 Reaktoren stehen an.  

@ Hellmut

Nach einem auslaufenden Konzept sieht das nicht aus.  :-)  

Die Tabelle ist aussagekräftig. Man muss sie allerdings lesen um ihre Aussage zu erkennen!  {--

Demnach sind neue Kernkraftwerke vorwiegend in Entwicklungsländern geplant oder werden in Erwägung gezogen, während in Industrieländern die Anzahl der arbeitenden KKWs zurückgeht.
Der Tabelle nach werden keine zusätzlichen Kernkraftwerke entstehen, es steht da sogar, für Leute die keine Tabellen lesen können, im Klartext  erklärt:

Zitat
New plants coming on line are balanced by old plants being retired. Over 1996-2009, 43 reactors were retired as 49 started operation.

Somit deckt sich meine Aussage "Auslaufmodell" mit der Tabelle.  {;
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 07. Juli 2010, 01:59:53
Hellmut

Selbstverstaendlich werden die meisten Atomkraftwerke in Entwicklungslaendern gebaut. Dort ist der groesste Nachholbedarf. Die Windmuehlen und gruenen Sprueche sind da nicht so der Renner. :D Die Industrielaender haben ja schon genuegend Kraftwerke und stabile Netze. Daher ist dort der Bedarf auch nicht so gross.  Deutschland verlaengert ja auch die Laufzeiten fuer seine  Kraftwerke und der steigende Energiebedarf wird bis jetzt noch durch alternative Energien aufgefangen. Irgendwann stoesst man da aber auch an eine Grenzen und die sind schon absehbar. Das zurueckgreifen auf Atomstrom haengt auch damit zusammen das die Laender sich nicht von den steigenenden Oel, Kohle, Gaspreisen abhaengig machen wollen. Und jetzt kannst du dir mal ueberlegen wann die Rohstoffpreise Hochgegangen sind und seit wann man wieder verstaerkt auf Atomstom setzt.   

Weltweit gibt es 498 Atomreaktoren und 149 nue Atomreaktoren sind 2010 in Planung. Das ist eine Steigerung um 29 %. Vorschlaege fuer weitere 344 Atomkraftwerke liegen vor. Das waehre eine Verdopplung der Atomreaktoren Weltweit.     

Wenn du da ein auslaufendes Konzept siehst ziehst du dir die Hose echt mit der Kneifzange an.   8)  :D               

Wenn man neue Atomkraftwerke plant oder baut hat man bestimmt nicht die Absicht aus der Atomergie auszusteigen. :D Die neuen Atomkraftwerke haben auch eine bedeutend hoeheren Wirkungsgrad. Das kann man ganz leicht der Energiemenge der neuen Reaktoren erkennen.  Da hat sich in der langen Zeit der Atomkraft schon einiges geaedert. Der Wirkungsgrad und die Dimension der Reaktoren und Turbinen haben enorm zugelegt.


dart

Die Guenstlinge werden am Strom verdienen und der Geldadel hat ja genug andere Geschaeftsfelder und schon volle Taschen. Kleine Haeppchen werden fuer einge rausspringen aber das ist ueberall auf der Welt so. Das richtig grosse Absahnen wie beim Flughafenbau ist da nicht drinn, da die Kalkulation und Aufsicht in auslaendischer Hand ist.  ;] 
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 07. Juli 2010, 04:40:21
@ fred, einen großen Teil deiner obigen Argumente stimme ich zu.
Schon klar das die Entwicklungsländer sich "entwickeln" wollen, und dafür sehr viel mehr Strom produzieren müssen als zurzeit. Doch stehen ihnen nur begrenzte Finanzmittel zur Verfügung. Durch Kernenergie erzeugter Strom ist nach heutigem Stand der Technik und Preisen für fossile Brennstoffe definitiv der Billigste, wenn man die Kosten für die Endlagerung der strahlenden Abfälle aus der Rechnung lässt.

Abgesehen davon das bis jetzt weltweit nicht ein einziges Endlager existiert, darf man getrost davon aus gehen das eine sichere Lagerung der Abfälle über einen Zeitraum von etlichen Zehntausend Jahren nicht billig sein wird. - Das alles für einen kurzen Nutzungszeitraum von 30 oder vielleicht 40 Jahren von einem Kernkraftwerk.

Doch diese entscheidende Rechnung werden die Entscheidungsträger in den Entwicklungsländern sich wohl nicht berücksichtigen. Selbst in westlichen Industrieländern herrscht die Vogel Strauß Politik "nach mir die Sindtflut" vor.

... der steigende Energiebedarf wird bis jetzt noch durch alternative Energien aufgefangen. Irgendwann stoesst man da aber auch an eine Grenzen und die sind schon absehbar. ...

Das der "alternativen" Energieerzeugung prinzipiell Grenzen gesetzt sind sehe ich nicht so.
Es ist letztlich nur eine Frage wie die erzeugte Energie zwischengespeichert werden kann. Auch wird die Entwicklung unaufhaltsam weiter betrieben. Solare Parabolrinnenkraftwerke können jetzt schon Tag und Nacht betrieben werden. Energie aus der Sonne können sie natürlich nur dann zapfen wenn die Sonne scheint.
Für photovoltaische und windbetriebene Kraftwerke wird sicher auch in absehbarer Zeit eine von den Kosten vertretbare Lösung gefunden.
Somit wäre eine 100%ige Stromerzeugung in baldiger Zukunft theoretisch denkbar. Doch bis dahin sind wir weiter auf mit nuklearen oder fossilen Brennstoffen betriebenen Kraftwerken angewiesen.

Zitat
... Weltweit gibt es 498 Atomreaktoren und 149 nue Atomreaktoren sind 2010 in Planung. Das ist eine Steigerung um 29 %. Vorschlaege fuer weitere 344 Atomkraftwerke liegen vor. Das waehre eine Verdopplung der Atomreaktoren Weltweit. ... 

Deine Rechnung stimmt hinten und vorn nicht, ich hatte es dir bereits anhand deiner eigenen Quelle aufgezeigt. Für jedes neu gebaute KKW wird ein altes still gelegt. Somit beträgt die Steigerung ca. 0%, auf die angebotene Kneifzange kann ich daher verzichten.  :)
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 07. Juli 2010, 06:07:27
New plants coming on line are balanced by old plants being retired. Over 1996-2009, 43 reactors were retired as 49 started operation.


Das war 1996 bis 2009. Du weisst doch hoffendlich welches Jahr wir heute haben. Klaar werden auch Reaktoren immer stillgelegt. Die Technik entwickelt sich ja auch weiter. Innerhalb von 30 Jahren hat sich der Wirkungsgrad durch die Technik vervielfacht. Die ersten Reaktortypen und Turbinen sind da Museunsreif. Verschleiss spielt auch eine Rolle. Irgendwann ist immer der Lack ab.

Die alternativen Energien setzen sich durch ihre Technologie derzeit selbst Grenzen und koennen gar nicht mit der Atomenergie konkurrieren.  Das ist das selbe als wenn man mit einem Streichholz Stahl zu Schmelzen bringen will. Ihre Daseinsberechtigung haben sie aber und wo es Sinn macht und es sich rechnet sollte man sie auch einsetzen. 

Das groesste Windrad bringt derzeit eine Leistung von 7,5 Megawatt
Gewicht  7000t, Gesamthöhe: 198,5m  :o verbauter Stahlbetonturm (2800t)  :o  Durchmesser vom Rotor 127m  :o, Leistung 7,5 Megawatt  {{  Kosten 11 Millionen Euro  ;]

http://www.energieblog24.de/e126/

Ein Reaktor bringt 1000 Megawatt und mehr je nach Bauart und das rund um die Uhr. 133 dieser Riesenmonsterwindraeder sind noetig um einen einzigen Reaktor mit 1000 Megawatt zu ersetzen. :o Schon der Materialaufwand ist riesig und vom Kosten und Personalaufwandt ganz zu schweigen. Und sein wir mal ehrlich. Wer will solch ein Monster vor die Tuer haben?  :o In dem Bericht steht auch das im Jahr 2009 die Windenergie 3% des europäischen Stroms gedeckt hat.  {{
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: sitap am 07. Juli 2010, 09:58:45
Bisher gab es viel interessantes zu lesen hier.
Wer weiss etwas über GEOTHERMIE in Thailand? Ist da kein grösseres Potenzial vorhanden? Thailand steht da in der internationalen Länderliste mit nur 22GWh/Jahr direkter Nutzung aus Geothermie ziemlich weit hinten.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 07. Juli 2010, 18:24:28
New plants coming on line are balanced by old plants being retired. Over 1996-2009, 43 reactors were retired as 49 started operation.

Das war 1996 bis 2009. Du weisst doch hoffendlich welches Jahr wir heute haben.

@ fred, das du von dir selbst eingebrachte Quellen trotz meiner Hilfe nicht durchblickst ist schon peinlich.  {+

Das Zitat ist nicht von mir, sondern aus deiner Quelle "der Freunde der Kernkraft".
Die Tabelle in deiner Quelle bezieht sich übrigens nicht, wie bereits dreimal von dir behauptet, auf das Jahr 2010, sondern auf den Zeitraum 2010 bis 2030.

Somit bezieht sich der Satz, "New plants coming on line are balanced by old plants being retired" auf genau diesen Zeitraum, und nicht auf 1996 bis 2009. Der Rückblick in deiner Quelle gilt lediglich zur Untermauerung dessen was du nicht wahrhaben willst.  {;

Zitat
Klaar werden auch Reaktoren immer stillgelegt. Die Technik entwickelt sich ja auch weiter. Innerhalb von 30 Jahren hat sich der Wirkungsgrad durch die Technik vervielfacht.

Die angebliche Vervielfachung des Wirkungsgrades bei neueren KKW tut zwar zur generellen Gefahrenproblematik von Kernkraft nichts zur Sage, doch kannst du diese Vervielfachung belegen?  ???

Zitat
Das groesste Windrad bringt derzeit eine Leistung von 7,5 Megawatt
Gewicht  7000t, Gesamthöhe: 198,5m  :o verbauter Stahlbetonturm (2800t)  :o  Durchmesser vom Rotor 127m  :o, Leistung 7,5 Megawatt  {{  Kosten 11 Millionen Euro  ;]

http://www.energieblog24.de/e126/

...  Schon der Materialaufwand ist riesig und vom Kosten und Personalaufwandt ganz zu schweigen. Und sein wir mal ehrlich. Wer will solch ein Monster vor die Tuer haben? 

Die genannten Zahlen hören sich schon gewaltig groß an, im Vergleich zum Gewicht eines Autos oder ähnlichem. Leider hast du uns mal wieder unterschlagen das ein großer Teil der 11 Millionen Euro in der Entwicklung der Anlage stecken sowie in der Erschließung des Standorts. Insgesamt werden im belgischen Estinnes jedoch 11 solcher Windräder aufgestellt, 7 davon sind bereits errichtet, siehe dazu deine Quelle!

Doch statt nur mit großen Kosten für Windräder zu argumentieren, sollte man diese fairerweise mit den Baukosten etc. für ein modernes Kernkraftwerk vergleichen.

Was bietet sich da besser an als das zur Zeit entstehende Kernkraftwerk in Finnland:
Das im Bau befindliche 1600 MW EPR-Kraftwerk von AREVA und SIEMENS wurde im Jahr 2009 noch auf 5,47 Milliarden Euro kalkuliert, bis zur Fertigstellung könnte es nach Schätzungen etwa die doppelte Summe werden.

Doch rechnen wir nur mal die aktuellen Summen um:
Windkraftwerk Estinnes: 11 Mio. € für 7,5 MW = 1,47 Millionen Euro Baukosten pro Megawatt Leistung.
Kernkraftwerk  Olkiluoto: 5,47 Mrd. € für 1600 MW = 3,42 Millionen Euro Baukosten pro Megawatt Leistung.

Somit wären die Finnen um ein mehrfaches billiger weggekommen wenn sie statt des "hochmodernen und mit mit optimalem Wirkungsgrad arbeitenden Kernkraftwerks" in 213 Windkrafträder des Typs ENERCON  E-126 investiert hätten.  :]

Hinzu kommt das getriebelose Windkrafträder weitestgehend wartungsfrei arbeiten, Kernkraftwerke jedoch einen erheblichen Personalbedarf verursachen, sowie laufende Kosten für nuklearen Brennstoff, deren Zwischenlagerung (von Endlagerungmöglichkeiten kann man bislang noch nicht sprechen) sowie für Wartungsarbeiten und Austausch von Verschleißteilen verursachen.

Ich bin keineswegs ein kompromissloser Vertreter von erneuerbaren Energien.
Photovoltaikanlagen haben meiner Ansicht nach nichts auf Freiflächen zu suchen wo Ackerbau betrieben werden könnte, auf in südlicher Richtung weisenden Dächern sind sie jedoch eine gute Alternative zu konventioneller Dachabdeckung.
Windkraftwerke müssen nicht in der Nähe von Wohngebieten die Landschaft "zupflastern", sondern sind auf dem offenen Meer und entlang von Autobahnen viel besser platziert, wobei die Baukosten auf See weit höher liegen als an Land, doch mit bis zu 3 Millionen Euro kosten pro MW Leistung immer noch weit billiger liegen als das Kernkraftwerk in Finnland.

Zitat
:o In dem Bericht steht auch das im Jahr 2009 die Windenergie 3% des europäischen Stroms gedeckt hat.  {{

Richtig, 3% des europäischen Stroms. Deutschland hat mit zz. 11% eine Vorreiterrolle, während einige andere europäische Länder noch keine nennenswerte Anzahl von Windkrafträdern vorweisen können.

Doch das wird sich bald ändern. So plant z. B. Großbritannien in der Nordsee mehrere Windparks mit 32 GW Gesamtleistung (Entsprechend 20 Kernkraftwerken des Typs der von AREVA und SIEMENS gerade in Finnland gebaut wird). Allein mit diesen Nordsee-Windparks sollen 25% des britischen Strombedarfs gedeckt werden.

Deutsche Firmen verdienen daran übrigens, dank des Technologievorsprungs durch die von den Grünen {--  jahrelang großzügig gewährten Entwicklungszuschüsse, kräftig.
Von den 111,9 Milliarden Euro die Großbritannien darin investieren möchte, geht ein Großteil an mehrere deutsche Windradhersteller, an SIEMENS als Lieferant für die Generatoren, an Hochtief für die Errichtung der zahllosen Fundamente, sowie an RWE und E.ON für den Betrieb von Windparks. Quelle: RP Online (http://www.rp-online.de/wirtschaft/news/Deutsche-Konzerne-errichten-Riesen-Windpark_aid_804604.html)
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: wyooo am 07. Juli 2010, 18:33:44
Gute Antwort Hellmut }}
Schlage die Gründung eines Hilfsfonds für Fred vor. Ziel: der Erwerb eines Rechenschiebers und eine Lupe der Größe Extralarge :]
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 07. Juli 2010, 20:32:46
hellmut

Ich weiss nicht was du fuer ein Kraut rauchst?  Die Tabelle sagt eindeutig das sich die jetzige Anzahl der Reaktoren stark erhoeht.  ;D 

Es ist schoen zu wissen das du den besseren Durchblick hast als die Energieexperten in Finnland und den zahlreichen anderen Laendern die verstaerkt auf Atomkraft setzen.  ;} 

Dein Versuch Windkraft als Konkurren zur Atomenergie hinzustellen wird mit der derzeitigen Technik immer scheitern. Die aktuellen Zahlen weltweit belegen das. Alles andere ist nur Augenwischerei und Zweckoptimismus. In der Zukunft wird es nur ein miteinander geben und Windkraft auch eine eine Rolle spielen. Im Jahr 2009 hat die Windenergie 3% des europaeischen Stroms gedeckt. Wenn man Weltweit auf 10 % kommt waehre das schon sensationell. Die Restlichen 90 % an Energie muesse aber auch irgendwo herkommen. Wenn die Gruenen ein bezahlbares Konzepte zum Abloesen der Kernerngie haetten waere ihre Verweigerung gegenueber Atomstrom verstaendlich. Das haben sie aber nicht. 




Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 07. Juli 2010, 21:25:40
Bevor hier gleich wieder Pulverdampf  raucht,  2 lesenswerte Artikel:

http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~EDF605B101FCD4BD8A6795A266CF92C80~ATpl~Ecommon~Scontent.html (http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~EDF605B101FCD4BD8A6795A266CF92C80~ATpl~Ecommon~Scontent.html)

http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/verzoegerungen-im-finnischen-olkiluoto
 (http://www.taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/verzoegerungen-im-finnischen-olkiluoto)
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: † Jhonnie am 07. Juli 2010, 22:01:02
@ fred

donnerwetter hat aber die EU in nur einem Jahr zugelegt. gleichmal 1,2%, und dass bei dem massstab.
-----------------------------------------------------
Schon 20% des Stroms in Europa stammt aus erneuerbaren Quellen
Die Gemeinsame Forschungsstelle der EU-Kommission ermittelt in einer Studie, dass es 2020 schon 40% sein könnten.
-----------------------------------------------------
Quelle: http://www.heise.de/tp/blogs/2/147964 (http://www.heise.de/tp/blogs/2/147964)

Jhonnie

Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: tom_bkk am 07. Juli 2010, 22:51:21
Thailand 2035

(http://community.spiceworks.com/images/users/0001/2778/Ommer.jpg)
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: schoopthai am 07. Juli 2010, 23:49:35
Hier noch ein link> http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,705217,00.html

sagt ja eigentlich alles. Keiner weiss wie es weitergeht, aber in 30 Jahren wissen wir schon los ist. :'(

Bis dann
Michael
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 08. Juli 2010, 02:42:53
Jhonnie

Ich habe nur den Link zitiert.

Zitat

Im Jahr 2009 hat die Windenergie 3% des europäischen Stroms gedeckt.

http://www.energieblog24.de/e126/

Das die Alternativ dank starker Subvensionen zugelegt haben ist gut. Europa ist nicht die Welt und wenn man genau hinschaut dann geistern sehr viele unterschiedliche Zahlen im Netz was die Alternativen Energien angeht. Vieles kommt mir mehr wie Zweckoptimismus vor. Was fuer Deutschland gilt ist noch lange nicht fuer ganz Europa und die Welt verbindlich sein. Die letzte Witschaftskriese hat viele Staaten wieder in der Realitat ankommen lassen und Deutschland ist nicht der Mittelpunkt der Erde. 

Das die alternativen Energien ein Teil des Energiehungers stillen ist sehr gut. Aber sie werden nie den immer weiter steigenden Energiebedarfs der Welt stillen koennen geschweige denn die bisherigen Energieformen abloesen. Es sei den es gibt neue Technologien. Die sind aber zur Zeit nicht in Sicht. Bei der Entscheidung fuer eine Energieerzeugung geht es ganz einfach um den Preis. Indien und China, sowie die Entwicklungsstaaten die nicht ueber so eine Wirtschaftskraft verfuegen wie Deutschland koennen sich das ganz einfach nicht leisten. Wobei China neben Atomstrom auch in Windkraft und Wasserkraftwerke investiert.

Die groessten Industiestaaten USA, Japan, Frankreich und Russland setzen auf Atomenergie und foerden auch die alternativen Energien und in Deutschland stehen auch 17 Atomkarfwerke die Energie liefern.  ;) Schweden will Atomkraftwerke bauen und Deutschland verlaengert die Laufzeiten. Die stark gestiegen Rohstoffpreise sind meiner Meinung nach der Hauptgrund warum man in der Welt wieder verstaerkt auf Atomkraft setzt.   

In 10 Jahren koennen wir uns ja mal ueber die erreichten Ziele der alternativen Energien in Deutschland und der Welt unterhalten und ob sie erreicht wurden und ob Deutschland immer noch die mit Abstand teuersten Strompreis der Welt hat hat. Das letztere scheint mir so sicher wie das Amen in der Kirche. ;)   
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 08. Juli 2010, 03:35:19
hellmut

Ich weiss nicht was du fuer ein Kraut rauchst?  Die Tabelle sagt eindeutig das sich die jetzige Anzahl der Reaktoren stark erhoeht.  ;D   

@ fred, gib mir bitte nicht die Schuld daran das du nicht in der Lage bist deine eigenen Links richtig zu verstehen.  {+

Zitat
... Es ist schoen zu wissen das du den besseren Durchblick hast als die Energieexperten in Finnland und den zahlreichen anderen Laendern die verstaerkt auf Atomkraft setzen.  ;} 

So wie ich in den Links von @arturschmit2000 lese, sind gerade die ausgewiesenen Energieexperten zunehmend meiner nicht-fachmännischen Meinung. Du wirst deren Aussagen vermutlich wieder anders interpretieren, oder?  ;]

Zitat
Dein Versuch Windkraft als Konkurrent zur Atomenergie hinzustellen wird mit der derzeitigen Technik immer scheitern. Die aktuellen Zahlen weltweit belegen das.

Dann bitte ich um deine aktuellen Zahlen. Die von mir bislang im Internet gefunden, deuten nämlich alle darauf hin das große Windparks auf See günstiger kommen als Kernkraftwerke.  {--

Zitat
... Wenn die Gruenen ein bezahlbares Konzepte zum Abloesen der Kernerngie haetten waere ihre Verweigerung gegenueber Atomstrom verstaendlich. Das haben sie aber nicht. ...

Warum stürzt du dich immer so vehement auf die Grünen?
Fassen wir mal zusammen,

Doch weit schlimmer als die Grünen scheint demnach unser derzeitiger Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zu sein:
Er hatte eine Machbarkeitsstudie zur Frage, ob Deutschland prinzipiell bis 2050 (dem Zeitpunkt wenn die neuesten derzeit betriebenen konventionellen Kraftwerke ihrem Dienstende entgegen gehen) zu 100% mit in Deutschland mit alternativ erzeugtem Strom versorgt werden könne, in Auftrag gegeben.
Die Studie ging vom heutigen Stand der Technik aus, und baute somit nicht auf eventuell in Zukunft erfundene Super-Solarzellen und revolutionäre Energiespeichermethoden.

Klare Aussage der Studie: Es ist grundsätzlich bis 2050 möglich Deutschland ohne die Gefahr einer elektrischen Unterversorgung ganzjährig mit Strom aus Sonne, Wind und Geothermie zu versorgen.

Zitat
Für die Überbrückung längerer Phasen mit geringem Angebot erneuerbarer Energien kann in Zeiten mit hohem Angebot der Strom aus Wind und Sonne in chemischen Energieträgern gespeichert und bei Bedarf ins Netz zurückgespeist werden.

Bei einer derart optimistisch klingenden Aussage liegt die Vermutung nicht fern das dies derart teuer kommen würde das es selbst den finanziellen Rahmen eines reichen Industrielandes wie Deutschland sprengen würde, doch selbst für mich erstaunlicherweise:

Zitat
... Die Kosten für das nachhaltige Energiesystem liegen langfristig unter denen von herkömmlichen Alternativen. ...

Hier die Studie: http://www.fvee.de/politik/studien-stellungnahmen/

Man kann und sollte es natürlich auch gegen prüfen ob die Studie nicht allzu optimistisch ausgefallen ist.
Wer kann schon den deutschen Strombedarf in 40 Jahren genau abschätzen?
Ebenso weiß heute niemand wie teuer importierte Steinkohle und angereichertes Uran sein wird oder wie viele Millionen Elektrofahrzeuge sich dann auf deutschen Straßen bewegen.

Grundsätzlich traue ich keiner Auftragsstudie, da ein Wunschergebnis eventuell schon im Voraus festgelegt sein könnte.
Andererseits war in diesem Fall vorgegeben das nur Techniken berücksichtigt werden dürfen die 2010 bereits zur Verfügung stehen. Im Glauben an weiteren Fortschritt bei den alternativen Energien sehe ich somit einen gewaltigen Puffer um eventuelle Fehlkalkulationen mindestens ausgleichen können.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 08. Juli 2010, 04:10:36
... Ich habe nur den Link zitiert.

Zitat

Im Jahr 2009 hat die Windenergie 3% des europäischen Stroms gedeckt. ...

Konstruktiver Vorschlag: Ziertiere den Link noch mindestens fünfmal, so wie du schon des Öfteren im UDD-Demo-Thread gemacht hast, wenn dir die Argumente ausgingen.  :o
Aber bitte jedes mal unterschlagen das der Link in seiner Gesamtaussage krass im Gegensatz zu deiner Polemik steht.  {-- Vielleicht findest du so weitere "fred-Gläubige".  ;]

Zitat
... Die stark gestiegen Rohstoffpreise sind meiner Meinung nach der Hauptgrund warum man in der Welt wieder verstaerkt auf Atomkraft setzt. ...

Das "man in der Welt wieder verstaerkt auf Atomkraft setzt" wirst du doch sicher mit aussagekräftigen Quellen belegen wollen.  :o
Vorzugsweise vielleicht in dem du uns zum vierten Mal die Webseite der "der Freunde der Kernkraft" verlinkst.  {--

Aber bitte nicht vergessen zu unterschlagen das deren Prognose ganz klar aussagt das bis 2030 für jedes neu geplante KKW in Dritte-Welt-Ländern ein KKW in Industrieländern abgebaut wird, und nach 2030 die Zahl aktiver Kernkraftwerke rückläufig ist.  ;]

Zitat
In 10 Jahren koennen wir uns ja mal ... unterhalten ... ob Deutschland immer noch die mit Abstand teuersten Strompreis der Welt hat hat. ...

Darüber könnte man sich auch heute schon unterhalten. Fangen wir mal mit der zentralen Frage an: Hat Deutschland derzeit "die mit Abstand teuersten Strompreis der Welt"?  ???
Eine fred-gerechte Quelle sollte sich doch in den weiten des Internets mit einiger Mühe finden lassen, notfalls könntest du doch sicher eine Statistik selbst fälschen.
 :]
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 08. Juli 2010, 11:26:08
Zitat
Hat Deutschland derzeit "die mit Abstand teuersten Strompreis der Welt"?

Wer diese Frage eindeutig beantworten kann, dem gebührt meine vollste Anerkennung. Selbstverständlich ist alles viel komplizierter, ich denke nur mal an unterschiedliche  Tarifstrukturen einzelner Anbieter. Wer das genauer wissen will:

http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis (http://de.wikipedia.org/wiki/Strompreis)

Eurostat zufolge, zahlt der private Verbraucher in D 2009 14 ct/kwh. Mehr zahlen die Belgier, Niederländer, Luxemburger, Malteser und Iren. Spitzenreiter ist Malta mit 16 ct/kwh

Industrielle Verbraucher zahlen in D 2009 9,7 ct/kwh. Mehr ist in einer ganzen Reihe von Ländern zu zahlen. Spitzenreiter ist auch hier Malta mit 15,6 ct/kwh.

http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page/portal/energy/data/main_tables (http://epp.eurostat.ec.europa.eu/portal/page/portal/energy/data/main_tables)

Allerdings, die Zahlen fuer 2010 stehen noch nicht in den Eurostat Statistiken.

Im EU-weiten Vergleich müssen die Deutschen die zweithöchsten Strompreise zahlen: Im Schnitt kostet die Kilowattstunde in der EU für private Haushalte 16,5 Cent, in Deutschland liegt der Preis bei 22,9 Cent pro Kilowattstunde.

http://www.verivox.de/nachrichten/deutsche-zahlen-im-eu-vergleich-die-zweithoechsten-strompreise-53202.aspx (http://www.verivox.de/nachrichten/deutsche-zahlen-im-eu-vergleich-die-zweithoechsten-strompreise-53202.aspx)

Die Aussage ist zwar richtig, verstellt aber etwas den Blick. Entscheidend für eine Volkswirtschaft sind die Gestehungskosten. Allerdings, zwei Dinge sind im Leben eine Menschen sicher, die Steuer und der Tot. Selbstverständlich hat der Fiskus längst den Stromverbrauch als Einnahmequelle entdeckt. Eigentlich müsste man die Steuern raus rechnen (und davon bezahlte Subventionen wieder rein). Aber Bürokratien neigen dazu, zur eigenen Beschäftigungssicherung komplexe Regeln zu erfinden. So fließen z.B. in die Berechnung der Stromsteuer in D Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung mit ein. Selbstverständlich müssen diese Regeln in jedem EU Land anders sein, es wäre ja sonst zu einfach. Und klar ist auch, gibt ein Fiskus mit einer Hand, sammelt er an anderer Stelle mit zweien wieder ein. Kurz, hier richtig zu rechnen, damit wäre wahrscheinlich auch Herakles, dem es immerhin gelang, den Augiasstall auszumisten, überfordert.

Verifox meint zur Hoehe der Steuern fuer den Privatverbraucher:

Nach Angaben von eurostat ist auch der Anteil der Steuern am Strompreis in Deutschland im europäischen Vergleich mit 41 Prozent am zweithöchsten. Nur Dänemark habe mit 56 Prozent einen höheren Anteil. Im Durchschnitt liege der Anteil in den 27 Mitgliedsstaaten der EU bei 26 Prozent.

Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 08. Juli 2010, 15:29:24
Hellmut

Nach deine Aussage sind alle Parteien gegen neue Atomkraftwerke in Deutschland aber 17 Atomkraftwerke sind in Betrieb  und die Laufzeiten wurden wieder mal verlaengert. Ich glaube irgendwas stimmt da nicht oder hat man da erkannt das es ohne Strom nicht geht?   ;]

Ich kann nur das beurteilen was gerade geschied und das sind 149 neue Reaktoren zu  den bereits bestehenenden 498 Reaktoren  und den in Aussicht gestellten  weiteren 344 Reaktoren. Was eine verdoppellung an Reaktoren weltweit  darstellt und in deinen Augen eine auslaufendes Konzep darstellt soll.   ;]



Windkraft Flop – Windraeder liefern nur einen Bruchteil der versprochenen Leistung

Amerikanische, spanische und britische Wissenschaftler haben unabhängig voneinander in den vergangenen Tagen brisante Studien veröffentlicht, nach denen die angeblich umweltfreundlichen Windräder mehr schaden als sie nützen.

http://kehraus.wordpress.com/2010/03/26/windkraft-flop-windrader-liefern-nur-einen-bruchteil-der-versprochenen-leistung/


Windkraft hat eine negative Oekobilanz und ist ein energiepolitischer Glaubensersatz.

Windkraft hat eine negative Ökobilanz und ist ein energiepolitischer Glaubensersatz.
Zur Gewinnung von Windstrom, fälschlich Ökostrom genannt, muß man mehr Strom aus Kohle- und Atomkraftwerken sinnlos verschwenden, als an Windstrom geerntet wird.
Die gigantische Rohstoffverschwendung bemißt sich daran, daß die nutzlose Windkraftindustrie der größte Stahlverbraucher hinter der Automobilindustrie ist.
Windkraft spart im Ergebnis keine Brennstoffe, keine Schadstoffe, kein CO2 und keine Ressourcen, sondern ist nur eine Umverteilung von Geld aus den Taschen vieler in die Taschen weniger, zu Lasten der knappsten Ressource Landschaft.
Diese Öko-Attrappen sind letztendlich unökologisch, weil sie nicht ein einziges Kilogramm CO2 und Brennstoff ersparen.

http://www.huegelland.net/energiepolitischerglaubensersatz.htm


Negative gesundheitliche Auswirkungen durch Infraschall

http://www.erlauholz.de/2009/02/horen-heist-luft-schwingungen-auf-fangen-und-auf-nerven-ubertragen/
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 08. Juli 2010, 16:43:01
Gutachten, die 40 Jahre in die Zukunft schauen, sind reine Augenwischerei und dienen lediglich als Vorwand, heute nichts entscheiden zu müssen. Wie hat man sich 1960 vorgestellt, wie im Jahre 2000 die Stromversorgung der Welt erfolgen würde? Und auch in den 70er Jahren, als die Futurologie in hohem Ansehen stand, hat man vieles vorausgesagt. Nicht aber so etwas wie z.B. das Handy, den PC und das Internet.

In den 60er Jahren gab es die ersten Gutachten zur wirtschaftlichen Entwicklung, sie waren jeweils wenige 100 Seiten dick. Im Jahr darauf erschien dann regelmäßig eine doppelt so dicke Darstellung, warum alles ganz anders gekommen ist und dass man das leider nicht habe vorhersehen kann.

Schöner wäre es natürlich, die komplette WNA Untersuchung zu kennen. Aber die wollen nur GPB 500,-- dafür.  Aber vielleicht hilft es ja weiter, wenn man der Einfachheit halber den ganzen Text aus dem Link von Fred liest.

This table includes only those future reactors envisaged in specific plans and proposals and expected to be operating by 2030.

New plants coming on line are balanced by old plants being retired. Over 1996-2009, 43 reactors were retired as 49 started operation. There are no firm projections for retirements over the period covered by this Table, but WNA estimates that at least 60 of those now operating will close by 2030, most being small plants. The 2009 WNA Market Report reference case has 143 reactors closing by 2030.

In der gleichen Quelle heißt es, dass derzeit weltweit 59 Reaktoren im Bau und 149 in Planung sind.

Noch Fragen, Kienzle?

Sehr informativ zur Windenergie ist WIKIPEDA. Von den Autoren dort ist anzunehmen, dass sie dieser Technologie nicht unbedingt ablehnen. Dort heißt es dann lakonisch:
Die große Mittlung aus vielen Anlagen, räumlicher Verteilung und unterschiedlichem Anlagenverhalten führt bereits in einzelnen Regelzonen dazu ( Ausnahme sind extreme Wetterlagen ), dass die Schwankung der Windstromeinspeisung mit Mittellastkraftwerken ausgeglichen werden kann. Teure Regelenergie (Primär- und Sekundärregelung) wird in der Regel nicht benötigt.

Seit 2004 sind Netzbetreiber in D verpflichtet, bei von ihnen verursachten Stromausfällen Schadenersatz zu leisten. Begründet das Nichtvorhalten von Schattenkapazitäten eine Schadenersatzforderung?

Und wie halten wir es für Thailand, wo, ich fasse es noch nicht, nach übereinstimmender Meinung hier, Windkraft keine Option ist?   
 

Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: catsail am 08. Juli 2010, 16:44:09
schön schön, ich würde nicht wissen wollen wer die links im vorletzten beitrag bezahlt.

mit dem materialeinsatz für ein akw kann man vermutlich locker die 133 windmühlen bauen, und uran wird dann auch keines benötigt.

aber wir sollten das augenmerk auf die sonne richten, die kann was weder windmühlen noch AKW`s können, 3-7000° am werkstoff.

da trockendampf für die turbinen zu erzeugen ist wohl eine überschaubare aufgabe.

grüßle
cs

http://www.nachrichten.ch/detail/446779.htm
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 08. Juli 2010, 18:50:30
catsail

Die Kosten traegt immer der Endverbraucher. Siehe Daenemark und Deutschland mit ihren horrenden Energiekosten. 

Die Frage ist wer sich das Weltweit leisten kann. Wenn einige Staaten auf diese Energieform setzen und auf Atomstrom verzichten heisst das noch lange nicht das es alle Staaten machen wie man ja ganz gut an den neue entstehenden Reaktoren weltweit sehen kann. Dazu kommen ja noch die Kohle und Gaskraftwerke die ja nun die Hauptverursacher fuer den CO2 Ausstoss sind.  8) Um den CO2 Austoss geht es doch bei der Erderwaermung wenn ich mich nicht irre.  ??? Bei der Produktion von Atomenergie entsteht ja nun kein CO2 sondern bei der Verbennung von fossilen Brennstoffen. Komischer Weise kaempfen die Gruenen nichts gegen diese Art der Energiegewinnung und setzen sich sogar fuer diese Art der Energiegewinnung ein.  ;]   

CO2 Bilanzen verschiedener Energietraeger im Vergleich

Siehe Punkt 3. 2. 4

Kernkraft

Die Kernenergie unterscheidet sich von den oben diskutierten fossilen Energietraegern dadurch, dass waehrend des unmittelbaren Betriebes  eines Kernkraftwerks kein CO2 entsteht. Der Grund liegt darin, das es sich bei dem Energie erzeugenden Prozess nicht um eine chemische Verbrennungsreaktion sondern um ein kerphysikalische Spaltung handelt.


CO2 Bilanz verschiedener Energietraeger  Gramm CO2 pro kWh Stom

Wassrkraft   Maximum 13 minimum 4
Windkraft   maximum 18  minimum 8
Kernkraft   maximum 23 minimum 16
Photovoltaik   maximum 80 minimum 160
Erdgas GUD   Maximum 430 minimum 410
Erdags   Maximum 640
Erdoel   Maximum 890
Steinkohle   Maximum 1080 minimum 790
Braunkohle   Maximum 1230  minimum 980

http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2007/CO2-Bilanzen_verschiedener_Energietraeger_im_Vergleich.pdf

Im Vergleich sind Windkraft und Kernkraft nicht sehr weit auseinander.  ;)

Kaempft man hier fuer die Umwelt und gegen den CO2 Ausstoss oder versucht man nur alte, verstaubte, ideologische Ziele durchzusetzen?  ???


   
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: catsail am 08. Juli 2010, 20:26:16
hallo fred
  Die Kosten traegt immer der Endverbraucher. Siehe Daenemark und Deutschland mit ihren horrenden Energiekosten. 
Die Frage ist wer sich das Weltweit leisten kann.
  Um den CO2 Austoss geht es doch bei der Erderwaermung wenn ich mich nicht irre.    Komischer Weise kaempfen die Gruenen nichts gegen diese Art der fossilen Energiegewinnung und setzen sich sogar fuer diese Art der Energiegewinnung ein.  ;] 
  die atomtechnologie  leisten sich halt meist staaten die es sich ohne massive förderung meist nicht leisten könnten, würden sie sich  auch nicht leisten können, wenn sie die summe ALLER kosten bilanzieren müssten. die grünen sind vermutlich gegen atommüll weil sie diesen für  sowas wie der josefspfennig halten???

CO2 Bilanzen verschiedener Energietraeger im Vergleich 
  schon schon, wind ist eindeutig besser, parabolrinne kommt nicht vor, dürfte bei 23g liegen,
noch,
die nächste generation wird aus kunstofffolien sein schwimmend auf wasserflächen, wird dann gleich um potenzen besser und billicher.
   früher oder später erfolgt die siliziumproduktion direkt!solar, dann ist PV auch wirtschaftlicher als kernkraft.

die potentiale von prozessoptimierung, einsparung ohne komfortverlust, das unterlassen energetisch unwirtschaftlicher prozesse, angepasstes verhalten, früher oder später werden biertrinker ihren gerstensaft aus plastikbeutel trinken, und auf die dose verzichten müssen.   ich bin gegen kernkraft um damit strom für die bierdosenproduktion zu erzeugen.

die EU schreibt in den nächsten dekade ihren bürgern das passivhaus vor, mit PV wird’s zum plusenergiehaus.  es ist ja nicht einzusehen warum bürohäuser noch mit klimaanlagen aber ohne entsprechende beschattung aus PV modulen gebaut werden dürfen.

urlaubsreisen werden im solar betriebenen zeppelin, und mit großsegelschiffen erfolgen.  gerade sticht eine solarbetrieben yacht für eine autarke erdumrundung in see.
vermutlich wird mensch mit angepassten energieverbrauch angenehmer und sorgloser leben (müssen).

entwicklungen in der landwirtschaft (biochar), die sich ebenfalls auf die energiebereitstellung und die CO2-Bilanz auswirken wären auch irgendwann einmal zu berücksichtigen.

gruß
c s
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 08. Juli 2010, 21:08:35
catsail

Hoert sich wunderbar an. Ich komme sofort ins schwaermen. Das einzig was mir sauer aufstoesst ist das Bier aus Plastikbeutel aber fuer die Umwelt schluck ich die Kroete. Aber moment mal, stop.  Kann man mit diesen Traeumen den heutigen Strombedarf erzeugen?  ??? Die Laender die auf Kernenergie setzen und neue Reaktoren mit einer Laufzeit von 60 Jahren bauen scheinen den Traeumen nicht so recht zu trauen.  ;)

Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: catsail am 08. Juli 2010, 22:04:11
Aber moment mal, stop.  Kann man mit diesen Traeumen den heutigen Strombedarf erzeugen?  ??? Die Laender die auf Kernenergie setzen und neue Reaktoren mit einer Laufzeit von 60 Jahren bauen scheinen den Traeumen nicht so recht zu trauen.  ;)  
möglicherweise werden die menschen  ihren energiebedarf der verfügbarkeit anpassen müssen.....

Fred
jetzt einmal eine wilde mischung aus dem netz....

Solarflugzeug von Piccard hat ersten Nachtflug absolviert
http://www.nachrichten.ch/detail/446779.htm (http://www.nachrichten.ch/detail/446779.htm)

Ohne Treibstoff und ohne Segel einmal um die Welt!
weltumrundung in katanaran mit solar antrieb
http://www.solarwave.at/

Der Hochflussdichte-Sonnenofen und
der Xenon-Hochleistungsstrahler dienen
der Erforschung und Erprobung
neuer Technologien mit konzentriertem
Sonnen- und Kunstlicht, wobei
Bestrahlungsstärken von bis zu
5 MW/m² und Temperaturen von
über 2000 °C möglich sind.
http://www.dlr.de/tt/Portaldata/41/Resources/dokumente/institut/solarforschung/DLR_TTSF_SOF___HLS_INFO.pdf

the Abu Dhabi Future Energy Company
http://www.alternative-energy-news.info/zero-carbon-city/
POTENTIAL
Als die größte Energiequelle liefert die Sonne pro Jahr eine Energiemenge von etwa 3,9 · 1024 J, das entspricht 1,08 · 1018 kWh, auf die Erdoberfläche. Diese Energiemenge entspricht etwa dem 10.000-fachen des Weltprimärenergiebedarfs.

VORTEILE
Als Vorteile der Nutzung von Sonnenenergie werden u.a. folgende Punkte gesehen:[5]
Sie ist im Gegensatz zu fossilen Energieträgern oder spaltbaren Isotopen unbegrenzt verfügbar.
Heute bereits arbeiten 60.000 Menschen in der deutschen Solarbranche. Über 100 Unternehmen liefern Solarzellen, Module und Komponenten, weit mehr noch sind mit Planung und Installation von Solaranlage beschäftigt. Rund 10 Milliarden Euro werden hier jährlich umgesetzt, zwei Drittel der Wertschöpfung verbleiben in Deutschland. Die öffentliche Hand nimmt dadurch 3 Milliarden Euro Steuern ein.
Außerdem erspart Solarstrom Brennstoffimporte – aktuell etwa 400 Millionen Euro jährlich.
Solarenergie ist klimaschonend. Sie senkte den CO2-Ausstoß allein im Jahr 2009 um 3,6 Millionen Tonnen.
Es kommt zu keiner Freisetzung von Feinstaub, wie z. B. Rußpartikeln, oder Treibhausgasen, wie etwa CO2.
Hinsichtlich der Stromerzeugung durch viele kleine Photovoltaik-Anlagen statt durch Großkraftwerke werden weiter folgende Vorteile gesehen:
Energieverluste durch Übertragung und Verteilung werden reduziert (übliche Wechselstrom-Hochspannungstrassen verursachen ca. 14 % Leistungsverlust[6]).
Kosteneinsparungen aufgrund des Umstands, dass die Kosten der Weiterleitung und Verteilung zentral erzeugter Elektrizität etwa so hoch sind wie die Kosten der Energieerzeugung selbst.[7]
Wegfall von eventuellen Preiskartellen großer Energieerzeuger, was zu freier Preisbildung und damit niedrigeren Energiepreisen führen würde.
Wegfall der Notwendigkeit großer Reservekapazitäten. Zentrale Großanlagen erfordern diese, um bei Betriebsstörungen einzelner Anlagen großflächige Stromausfälle zu vermeiden. Diese Reserve beträgt für Deutschland im Moment ca. 40 %. Diese Kapazität müsste nicht mehr bereitgehalten werden, da eine Vielzahl kleinerer und dezentraler Energieerzeuger das Ausfallrisiko einzelner Anlagen abfedern würde.
Reduzierung energiepolitischer Abhängigkeiten von möglichen Krisenherden und internationalen Konflikten, wie etwa in der Nahostregion.
gruß
c s
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 09. Juli 2010, 02:37:10
möglicherweise werden die menschen  ihren energiebedarf der verfügbarkeit anpassen müssen.....

Das erklaehre mal den Menschen die nicht das Geld haben wie die Deutschen oder andere Industriestaaten um solche Strompreise zu bezahlen. Am naheliegensten ist da Thailand.  ;)

Die groessten Energieverbraucher und Umweltverschmutzer sind ja nun mal die Industriestaaten und die wollen den Entwicklungslaendern nun verklickern das die billige Energie, die sie jahrelang aus Atomkraft, Kohle und Oel gewonnen haben, die auch die Erderwaermug verursacht und wesentlich zu derem Wohlstand beigetragen hat, schaedlich fuer die Umwelt ist. So so.  8)

Die Links sind alle Prima. Wir leben aber in der Realitaet. Was ist machbar, altagstauglich und bezahlbar. Ich glaube wer da die Loesung hat bekommt sofort einen Nobelpreis.  ;) Es nutzt doch nichts irgenwelchen Zukunftsversionen aufzuzeigen die nur mit grossen finaziellem Aufwand raelisiert werden koennen um sich dann daran zu berauschen.   ;) 

Wenn man eine Form der Energiegewinnnug gefunden hat die billiger, effektiver,sicher ist als Atomstrom  und weniger CO2 ausstoesst wird man sich darum reissen.  ;) Gibt es aber noch nicht.   Da kann der Windmuehlenwahnsinn in Deutschland auch nicht hinwegtaeuschen.  ;)
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: catsail am 09. Juli 2010, 04:04:31
„Der ganze Aufwand mit der Nutzung des Urans, und zwar alle Reserven, und Nebenkosten wie die von Unfällen wie Tschernobyl, haben unserer Welt nur den Gegenwert von dreieinhalb Stunden Sonnenenergie eingebracht.“
Helmut Tributsch
http://www.buch-der-synergie.de/c_neu_html/c_04_01_sonne_geschichte_1.htm (http://www.buch-der-synergie.de/c_neu_html/c_04_01_sonne_geschichte_1.htm)

Die Gesamteinstrahlung, welche die Erde pro Jahr erreicht, beträgt etwa 1,5 x 1018 kW/h pro Jahr, also das 30.000-fache des Energieverbrauchs der gesamten Menschheit (Stand 1980).  

1772 Nur zwei Jahre später baut Lavoisier mittels zwei Linsen von 20 bzw. 130 cm Durchmesser einen Solarofen, mit dem er bereits eine Temperatur von 1.780°C erzielt.

1870 Etwa in dieser Zeit konstruiert der bekannte britische Ingenieur Sir Henry Bessemer (1813 – 1898) einen solaren Schmelzofen von 3 m Durchmesser mit kleinen Flachspiegeln, und schmilzt damit Kupfer und Zink.

wäre hoch an der zeit da weiterzuarbeiten....

gruß
c s
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 09. Juli 2010, 05:07:20
catsail

Retorik hilft auch nicht weiter. Beruhigt nur und vernelbelt die Tatsachen.

Sonnenstrahlung gut und schoen. Aber wo sind die Technologien um diese heute kostenguenstige zu nutzen? Bis jetzt nur den Zukunftstraeumen.   ;)

Tschernobyl ist eine sehr traurige Sachen und hat die Menschen zu Recht  fuer Atomkraft sensibilisiert. Die Technik der heutigen Reaktoren hat mit Tschernobyl aber nichts mehr viel zu tun. Dieser Typ von Reaktor ist schon lange Weltweit stillgelegt worden. Mahnmale dieser Technik kann man in Frankreich und Russland bewundern.  ;) 

Was du mit dem solaren Schmelsofen schilderst wird in der Praxis schon angewandt. In Gegenden wo es kein Strom gibt nutzen die Menschen diese Technik. Aber wer will in Deutschland seinen Sonntagsbraten draussen in der Sonne garen lassen?   ??? Der Weihnachtsbaten scheidet da sowieso aus. Die Industrie wird sich angesichts der vielen sonnenfreien Tage in Deutschland auch nicht darum reissen.  ;) 
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: catsail am 09. Juli 2010, 13:58:58
Aber wer will seinen Sonntagsbraten draussen in der Sonne garen lassen? 
geht auch  indoor (http://wka3.de/bildergalerie/bildergalerie1/cgi-bin/einzeln_pix.pl?bild=Unbenannt-37.jpg&intervall=2&stop=stop)

lg
cs
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 09. Juli 2010, 14:47:16
Catsail,

So wie Du über Sonnenenergie schreibst, wirst Du bestimmt Deine Mahlzeiten in einem Sonnenofen zubereiten. Berichte uns doch mal bitte von Deinen Erfahrungen.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 09. Juli 2010, 15:22:58
@ catsail

Feine saubere Sache. Fuer sonnenreiche Laender schon eine preiswerte Alternative. Aber dort scheint auch nicht immer die Sonne. In anderen Laendern sind die Leute auch nicht auf den Kopf gefallen und haben die Problematik erkannt.

Der steigende Energiebedarf haengt in den Entwicklungslaendern mit der Industrialisierung und der Bevoelkerungspopulation zusammen. In den Industrielaendern ist die Bevoelkerungspopulation ruecklaeufig. Kann man ganz gut an der Vergreisung in Deutschland erkennen. Die Industrielaender wollen ihren Standart halten und ausbauen und die Entwicklungslaender wollen ihn erreichen.

Wenn die Entwicklungslaender den Standart erreichen wird der Energiebedarf noch viel viel groesser sein als wie zur Zeit. Schau dir die Bevoelkerungsreichsten Laender Indien und China an oder andere asiatische Staaten,  Afrika, Latainamerika und Osteuropa an. Alle wollen sie so schoen leben wie die Industrielaender. China hat ein jaehrliches Wirtschaftswachtum von 10 %. Der steigende Energiebedarf ist da gewaltig. Daher bauen sie dort auch die meisten Reaktoren. Alle Falang schreien in Thailand nach mehr Wohlstand. Das ist nur mit steigendem Wirtschaftwachtum und mehr Energie moeglich.


Bis 2020 Verdopplung des Energiebedarfs

In den nächsten 25 Jahren wird sich der Energiebedarf weitweit um mehr als 50 Prozent erhöhen, der Strombedarf wird sich verdoppeln. Zu diesem Ergebnis kommt lan Lindsay, Generalsekretär des Weltenergierates (WEC). Die wichtigste Ursache für den Anstieg sieht Lindsay im weltweit ungebremsten Bevölkerungswachstum. Dies gilt vor allem für China und Indien. Wegen des erhöhten Energiebedarfs wird sich nach Schätzungen des WEC die Kohle und Erdgasproduktion bis 2020 um mehr als das Doppelte erhöhen, die Ölförderung um zwei Drittel. Doch ohne Kernenergie läßt sich der gesteigerte Bedarf nicht decken. Der WEC rechnet in den nächsten 25 Jahren mit einem Zuwachs an Kernenergie um 150 Prozent.

http://www.zeit.de/1994/43/Bis-2020-Verdopplung-des-Energiebedarfs


Die Windmuehlen als Allheilmittel hinzustellen, wie es einige Deutschen gerade machen, ist da sehr naiv.  {{  8)
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: dragon80 am 15. Juli 2010, 03:45:45
Dieser Typ von Reaktor ist schon lange Weltweit stillgelegt worden.
Leider nicht. Es befinden sich noch 10 Reaktoren vom Tschernobyl-Typ (RBMK) in Betrieb, alle in Russland (Leningrad, Smolensk und Kursk).
Ein Reaktor dieses Typs befindet sich sogar noch im Bau (Kursk-5). Einige davon werden leider noch bis übers Jahr 2020 in Betrieb bleiben.

Die Technik der heutigen Reaktoren hat mit Tschernobyl aber nichts mehr viel zu tun.
Nicht nur die "Technik der heutigen Reaktoren", auch die ältesten westeuropäschen Reaktoren (über 40 Jahre alt) haben ein komplett anderes Design und sind dadurch ungleich sicherer.

Mahnmale dieser Technik kann man in Frankreich und Russland bewundern.
Nein. Außerhalb der Ex-Sowjetunion hat es keinen einzigen dieser Schrottreaktoren gegeben.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Ban am 15. Juli 2010, 04:44:22
Der Tread heisst ja „alternative Energien in Thailand“ und nicht weltweit oder gar in Deutschland.

So können ganz sicher die hier (DE) vorhandenen Gegebenheiten in keiner Weise auch nur annähernd umgesetzt werden!

Ich lebe (noch) nicht in Thailand. Ich kenne auch nur wenige Thailänder (meine Familie halt) näher.
Und sicher ist auch, man kann nicht anhand von wenigen Personen ein ganzes Land pauschal in eine Schublade werfen.

Aber anhand von einigen Ereignissen der Vergangenheit und dem Umgang mit Recht und Freiheit, verneine ich ganz vehement, das Kernenergie, welche schon in DE / EU problematisch  und unbeherrschbar! ist, gerade hier eine Alternative darstellen soll. Jedes „Große“ System, welches irreparablen Schaden bei einem GAU hinterlässt (Kernschmelze beim AKW, Dammbruch mit tausenden Toten bei Großstaudämmen etc.) ist für mich NIE eine Alternative zur Energiegewinnung.

Ich bin ein bekennender Freund und Befürworter von gekoppelten Systemen (Blockheizkraftwerke)
Hervorragend auch mit Pflanzenöl (oder auch mit Alt-PÖL) zu betreiben. Ein GAU bei einem kleinen BHKW wäre maximal z.B. ein Motorschaden oder auslaufendes Schmiermittel (Öl auf Erdölbasis). Auslaufendes Pflanzenöl dagegen erfreut Flora und Fauna. Die Gewinnung von Pflanzenöl ist gerade in Thailand kein wirklich großes Ding, der Ertrag von Ölpalmen liegt ca. 10x über dem von Raps. Zur Problematik „Treibstoff/Energie“ statt „Lebensmittel“ mag ich momentan keine klare Aussage treffen, zu kontrovers wird dort aus den Lobbyistenlagern argumentiert.
Ob und wie (oft unnütze) Wärme in Thailand in Kälte umgewandelt werden kann, können evtl. andere hier beantworten.

BAN
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Ban am 15. Juli 2010, 04:50:14
Grundsätzlich gelten auch bei AKWs Naturgesetze. Und wie auch bei allen anderen "komplexen
Systemen" die Gesetze der Statistik.

So ist es nie eine Frage gewesen, OB irgendwann ein GAU eintrifft sondern nur WANN!

So rechnet einfach die der MTBF Zeit eines GAUs (entnehmt diese Zahl bitte dem Betriebsantrag
für das AKW) dividiert durch die Anzahl der AKWs und schon wissen wir wann wir (wahrscheinlich)
wie die Fliegen tot umfallen.

BAN
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 15. Juli 2010, 07:04:22
@Ban

Blockheizkraftwerke fuer Thailand?
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 15. Juli 2010, 07:56:30
Wollte Thailand seine Stromerzeugung auf Palmöl umstellen, habe ich mal überschlägig und optimistisch gerechnet, um zu zeigen, um welche Größenordnung es dabei geht. Sollte ich mich dabei verrechnet haben, bitte ich um Verriss.

Wikipedia nennt einen durchschnittlichen Ertrag von 4 bis 6 Tonnen Palmöl pro Hektar.

Palmöl hat einen Heizwert von rd. 10.000 kwh/t. Rechnen wir bei der Umwandlung in Strom mal mit einen Wirkungsgrad von 50%, können von einem Hektar 30.000 kwh pro Jahr geerntet werden. 
Thailand erzeugt rd. 150 000 Mio. kwh pro Jahr. Man benötigt dann eine Fläche von mindestens rd.  5 Mio. Hektar. Im Vergleich dazu, derzeit werden in Thailand rd. 20 Mio. Hektar landwirtschaftlich genutzt.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 15. Juli 2010, 22:52:55
@ dragon80

Soviel wie ich weiss steht ein stillgelegter Reaktor franzoesischer Bauart der dem Typ von Tschernobyl aehnlich ist in Lyon. Aus
sicherheitstechnischen Gruenden wurde er stillgelegt. Gleich nebenan stehten neue Reaktoren. Moechte mich aber nicht streiten.


# arthurschmidt2000

Ich glaube nicht, das Thailand ein viertel seines landwirtschaftlich genutzten Landes nur fuer den Energiebedarf nutzen will. Das groesste Problem dabei ist, das dadurch die Lebensmittelpreise nach oben gepuscht werden.


@ Ban

Den Weg wollten man vor nicht all zu langer Zeit in der Welt foerdern. Stichwort Biodiesel. Deutschland ist dann ganz schnell davon abgegangen und hat die Subvension eingestellt weil es zu Monukultur in der Welt gefuehrt haette und gleichzeitig sind die Lebensmittelpreise an den Maerkten stark gestiegen. Was zu grossen Problemen in Laendern gefuehrt hat die von Importen abhaengig sind. 

Deutschland baute ja seinen Bedarf auch nicht selbst an sondern importiert und leistet sich lieber das bezahlte brachliegen von Land. Landwirtschaftliche Flaeche ist in der Welt begrenzt. Es gibt viele Laender die sich nicht selbst versorgen koennen und wo es auch Hungersnoete gibt. Wenn  die Laender dann noch anfangen ihr begrenztes Land fuer die Energiegewinnung zu nutzen um das schnelle Geld mit den Industrielaendern oder anderen Laendern zu machen die diesen Weg eingeschlagen haben.  :o

Das Hauptproblem des CO2 Ausstoss um das es ja eigentlich geht wird damit nicht geloest sondern nur von Oel, Gas, Kohle auf Pflanzenol verlagert. Also nur eine umweltpolitische Mogelpackung mit weitreichenden Folgen fuer die Lebensmittelpreise weltweit. ;) 

Zu Thailand. Es ist immer eine Frage was machbar bzw. finazierbar ist. Das da Thailand mit Deutschland nicht mithalten kann ist kein Geheimnis. Die Strompreise die man sich in Deutschland leistet um die alternativen Energie zu puschen sind in Thailand nicht vermittelbar und wuerden unweigerlich zu sozialen Problemen fuehren. Daher ist es auch eine grosse Mogelpackung die Deutschland den anderen Laendern vermitteln will. Selbst viele Laender in Europa haben Probleme mit solchen Strompreisen geschweige denn die Entwicklungslaender oder Dritteweltlaender.

Kleine Frage. Wann geht den der naechste Reaktor hoch? Wenn es sich so einfach ausrechen laesst. ??? Sind da nicht die unterschiedlichen Reaktorbauarten und das alter der bestehenden Reaktoren in der Welt etwas hinderlich? Man kann sich auch ausrechnen was es kostet die Kernenergie von alternativer Energienerzeugung abzuloesen. Damit ist der CO2 Ausstoss durch Gas, Oel, Kohle Energieerzeugung aber immer noch nicht geloest. Geschweigen denn der steigende Energiedarf.  Alles eine Frage des Preises und wer es sich leisten kann.   ;) 

In Thailand sind so wie es aussieht die Weichen fuer 2 Reaktoren hinter den Kulissen schon gestellt. Genauso wie man in Vietnam schon oeffendlich 4 Reaktoren bauen will.       
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 16. Juli 2010, 03:18:17
Hellmut

Nach deine Aussage sind alle Parteien gegen neue Atomkraftwerke in Deutschland aber 17 Atomkraftwerke sind in Betrieb  und die Laufzeiten wurden wieder mal verlaengert. Ich glaube irgendwas stimmt da nicht ...

Richtig erkannt. Da stimmt was nicht!  ;]

3 von den 17 Kernkraftwerken liegen derzeit still, im Jahre 2007 standen auch mal 8 von den 17 KKW still.  {+

Auch wurden die Laufzeiten nicht verlängert, sondern die FDP möchte das unbedingt durchsetzen.



Zitat
... Ich kann nur das beurteilen was gerade geschied und das sind 149 neue Reaktoren ...

Sollte ich mir langsam Sorgen machen weil du deine eigene Quelle nun zum 5. Mal falsch interpretierst?  ???

Zeig mir doch bitte mal wo gerade die beiden in deiner Quelle genannten Kernkraftwerke in Thailand gebaut werden. Anschließend können wir über die 147 anderen Diskutieren.

Im Gegensatz zu deiner, nun 5 mal von dir falsch interpretierten Quelle von KKW die in Planung oder nur (neben anderen Alternativen) in Erwägung gezogen sind, kann ich mit konkreten Daten bereits gebauter Anlagen zur Erzeugung alternativen Energien entgegenhalten:

Zitat
Anteil der erneuerbaren Energien an neuen Stromerzeugungskapazitäten in der EU 2009 auf 62 % gestiegen ...
... Die in diesem Jahr neu installierten Kapazitäten zur Nutzung der erneuerbaren Energien von 27,5 Gigawatt (GW) verteilten sich zu 35 % auf Windenergie, zu 21 % auf Photovoltaik-Anlagen, zu 2,1 % auf Biomasse, zu 1,4 % auf Wasserkraftwerke und zu 0,4 % auf konzentrierte Solarenergie (CSP). Der Rest entfiel auf Erdgaskraftwerke (24 %), Kohlekraftwerke (8,7 %), Öl (2,1 %), Abfallverbrennungsanlagen (1,6 %) und Kernenergie (1,6 %). ...
Quelle: Solarserver (http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/aktuelles/kw27/anteil-der-erneuerbaren-energien-an-neuen-stromerzeugungskapazitaeten-in-der-eu-2009-auf-62-gestiegen.html)

Dabei war 2009 ein ausgesprochen schlechtes Jahr für die Hersteller von Wind- und Photovoltaik-Anlagen. Aufgrund des erwarteten Preisverfalls durch zunehmende Konkurrenz aus China konnten europäische PV-Hersteller weniger absetzen als 2008, während für die Hersteller von Windkrafträdern der Umsatz einbrach weil kleinere Windräder nicht mehr gefragt waren und die vorhandenen Fertigungskapazitäten für Großkrafträder noch weit unter der Nachfrage lagen.

Jetzt boomt die Wirtschaft in beiden Bereichen wieder. Beispiel PV:

Zitat
Nach Angaben der Bundesnetzagentur wurden im weltgrößten Absatzmarkt (Anmerkung: Deutschland) für Photovoltaik-Anlagen im ersten Quartal 2010 rund 714 Megawatt installiert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeute dies eine Steigerung um den Faktor 10 ...
Quelle (http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/aktuelles/kw27/bundesnetzagentur-meldet-neue-zahlen-fuer-das-erste-quartal-2010-714-mw-photovoltaik-zubau-in-deutschland.html)
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 16. Juli 2010, 04:54:14
@ hellmut

Die Tabbel ist eindeutig. Was du da interpretierst na, ja  8) 8) 8)

Da nutzen auch die Zahlenspielereien an der sich die Industrie fuer alternative Energien und die Gruenen berauschen nichts. Deutschland gluecklich Traeumerland.  ;D Hast du immer noch nicht mitbekommen das Deutschland nicht der Mittelpunkt der Erde ist. Auch Westeuropa ist nicht der Mittelpunkt der Erde.  :D

Wenn die 2 geplanten Reaktoren fuer Thailand da in der Liste auftauchen wird das schon seine Gruende haben.  ;) Das zu Ergruenden waere vielleicht mal interessant.


Hier noch mal fuer dich von den Experten und nicht von den Traeumern.

In den nächsten 25 Jahren wird sich der Energiebedarf weitweit um mehr als 50 Prozent erhöhen, der Strombedarf wird sich verdoppeln.  Zu diesem Ergebnis kommt lan Lindsay, Generalsekretär des Weltenergierates (WEC).  Die wichtigste Ursache für den Anstieg sieht Lindsay im weltweit ungebremsten Bevölkerungswachstum. Dies gilt vor allem für China und Indien. Wegen des erhöhten Energiebedarfs wird sich nach Schätzungen des WEC die Kohle und Erdgasproduktion bis 2020 um mehr als das Doppelte erhöhen, die Ölförderung um zwei Drittel. Doch ohne Kernenergie läßt sich der gesteigerte Bedarf nicht decken. Der WEC rechnet in den nächsten 25 Jahren mit einem Zuwachs an Kernenergie um 150 Prozent


http://www.zeit.de/1994/43/Bis-2020-Verdopplung-des-Energiebedarfs


Nach Angaben der Bundesnetzagentur wurden im weltgrößten Absatzmarkt (Anmerkung: Deutschland) für Photovoltaik-Anlagen im ersten Quartal 2010 rund 714 Megawatt installiert. Im Vergleich zum Vorjahr bedeute dies eine Steigerung um den Faktor 10 ...

Mal zum Vergleich   :-)

Stand-by-Betrieb aller Geräte in Haushalten und Büros in D 2007:  2,3 GW = 2300 Megawatt   :o :D

http://www.agenda21-treffpunkt.de/lexikon/WattJoule.htm


Und nun Traeume weiter und berausche dich an den subventsionierten Photovoltaik-Anlagen auf Deutschlands Daechern  }{
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: dragon80 am 16. Juli 2010, 05:35:41
Soviel wie ich weiss steht ein stillgelegter Reaktor franzoesischer Bauart der dem Typ von Tschernobyl aehnlich ist in Lyon.
Wahrscheinlich meinst du den CO2-gekühlten Reaktor in Bugey. Der war zwar auch Graphit-moderiert,
hatte aber nicht die besonders ungünstige Kombination aus Wasserkühlung und Graphit-Moderation wie die RBMK.
4 so ähnliche Reaktoren sind in England noch in Betrieb.

n Thailand sind so wie es aussieht die Weichen fuer 2 Reaktoren hinter den Kulissen schon gestellt.       
Ja das ist so. Ein offizieller Vertreter der Thailändischen Electricity Authority hat das bestätigt.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: fred am 16. Juli 2010, 08:13:51
@ dragon80

Die Planung fuer die Reaktoren in Thailand entstehen ja nicht von heute auf morgen. Da werden Gutachten und Machbarkeitsstudien erstellt. Wenn die Planung schon so weit ist muss die Entscheidung schon viel frueher gefallen sein. So richtig offiziell ist es aber noch nicht. Da hat man wohl Angst vor der Resonanz der Thais. Die Regierung in Vietnam war da nicht so zaghaft. Aber die sitzen warscheinlich auch besser im Sattel. Weisst du wer den Aufrag in Thailand bekommen hat oder bekommt?



Themaverfehlung entfernt

MfG hmh.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: rio0815 am 18. Juli 2010, 12:56:03
Für Thailand ist die Photovoltaik durchaus eine Option, weil dort die klimatischen Bedingungen stimmen: Viele Sonnenstunden.
Da die Speicherung von Strom jedoch sehr teuer und ineffektiv ist, muss die Energie möglichst ortsnah und zeitnah zur Produktion verbraucht werden.

Das Beispiel PV für Susibumbum macht durchaus Sinn.

PV-Kleinanlagen sind für ländliche Gebiete ohne Stromnetz durchaus machbar, allerdings muss man von vornherein seine Verbraucher konsequent auf Energieeffizienz auslegen:

-LED-Lampen mit 5W anstatt Glühbirnen mit 60W
-Kühlschränke mit 500 Wh pro Tag anstatt solche mit 4000 Wh pro Tag
-LED-TV anstatt Energieschlucker wie Plasma oder LCD, Betrieb nicht 10 Stunden sondern nur 3 STunden pro Tag
-kleine Netbook-Computer anstatt 250W-Tower mit Riesenbildschirm etc.
-Warmwasser mittels Solargenerator erzeugen und nicht elektrisch

Eine Klimaanlage mit Haus-Solarstromanlage zu betreiben ist jedoch Wahnsinn.

Unter vorgenannten Bedingungen mit optimierten Verbrauchern lässt sich für ein Haus auf dem Land eine PV-Anlage mit rund 150 Wp (Panelleistung) auslegen,
welche auch bezahlbar ist:

Panels, Laderegler, Solar-Batterie, Wechselrichter Summe ca. 500 $ bei entsprechender Menge an Anlagen ist machbar.

Also durchaus eine Option für ländliche Gebiete ohne Stromnetz, nicht nur in Thailand.



Mehrere Themaverfehlungen entfernt. Bitte, Leute, hier geht es um Thailand, nicht um die Grünen in Deutschland!

MfG hmh.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 19. Juli 2010, 05:47:14
Mehrere Themaverfehlungen entfernt. Bitte, Leute, hier geht es um Thailand, nicht um die Grünen in Deutschland!

MfG hmh.

Schade, die Diskussion an sich fand ich äußerst interessant.

Das Thema wurde von einem Moderator aus einem anderen Thema abgespalten.

Soweit OK!

Der neue Threadtitel wurde von diesem Moderator vergeben, der sich jedoch nicht selbst am Thema beteiligen will oder kann, sondern nur mit Argusaugen darauf achtet das das Thema nicht verfehlt wird.

Statt "falsch platzierte" Beiträge zu Löschen, hätte der Morderator sicher ein Besseres getan wenn er den Threadtitel dem Groß an Beiträgen angepasst hätte.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: wyooo am 19. Juli 2010, 05:56:55
@Hellmut
 Das habe ich auch schon vorgeschlagen "Alternative Energie in Thailand und der Welt".
Aber mal ehrlich, das Geplänkel zwischen Fred und dir war doch einseitig  }{ der Gute brachte doch immer wieder die gleichen Argumente  und du hast sie zerpflückt, irgendwas erhellendes ist doch dabei garnicht zu Tage getreten.
Mich hats ehrlich gesagt gelangweilt,sry. Schönen Tag noch  ;)
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hellmut am 19. Juli 2010, 06:20:58
... mal ehrlich, das Geplänkel zwischen Fred und dir war doch einseitig  }{ der Gute brachte doch immer wieder die gleichen Argumente  und du hast sie zerpflückt, ...

Das hatte mich auch genervt. @fred neigt eben dazu die Gebetsmühle heraus zu kramen wenn ihm die Argumente ausgehen, doch daneben gab es einige die sich echt am Thema beteiligten.  

Zitat
Mich hats ehrlich gesagt gelangweilt,

Es war schon immer so, in allen Foren etc. ... und schon lange bevor es Internet gab, das sich nicht jeder für das gleiche Thema interessierte.

Dagegen hilft: nur das zu lesen was einen interessiert.

Der zuständige Morderator (Geburtsjahrgang um 1830?) sieht das offensichtlich anders. - Schade - Mehr möchte ich dazu nicht kommentieren.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: wyooo am 19. Juli 2010, 06:27:00


Es war schon immer so, in allen Foren etc. ... und schon lange bevor es Internet gab, das sich nicht jeder für das gleiche Thema interessierte.

Dagegen hilft: nur das zu lesen was einen interessiert.


Aber lesen muss ich es,erst danach weiss ich obs mich interessiert  :)

und ob mich das Thema interessiert? Ja tut es!
Das Internet gibt genug Info`s her,allein der folgende Link listet 1,5 Millionen Artikel, ein riesiges Reservoir.
http://www.google.de/#hl=de&q=alternative+energy+thailand&aq=f&aqi=&aql=&oq=&gs_rfai=&fp=50325cb5f7650b41
Sich stattdessen mit Atomkraft auseinander zu setzen,obwohl der Thread das nicht hergibt --C
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: khon_jaidee am 19. Juli 2010, 06:37:26
Nur mal so als Information:
Die Abtrennung dieses Themas aus einem anderen thread nebst seiner Bennung gehen auf meine Kappe.
Hatte sich aus dem Reisthema entwickelt: http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=6228.msg129216#msg129216 (http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=6228.msg129216#msg129216)
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: hmh. am 19. Juli 2010, 07:05:40
Statt "falsch platzierte" Beiträge zu Löschen, hätte der Morderator sicher ein Besseres getan wenn er den Threadtitel dem Groß an Beiträgen angepasst hätte.

Hellmut, mach mal halblang!

Du glaubst ja wohl selbst nicht, daß wir in unserem Thailand-Forum ein (unter anderem auch aufgrund Deiner themaverfehlenden Beiträge) aus dem Ruder gelaufenes Thema plötzlich den danebenliegenden Beiträgen anpassen, die nichts mit Thailand zu tun haben, - oder?  {:}
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Cee am 27. Juli 2010, 17:58:56
Auch wenn hier von der Überschrift des Thread: "Alternative Energie in Thailand" ausgeschert wurde, ist die
aktuelle Diskussion hier hochinteresant, Gratulation den Exponenten.

Ich beschäftige mich in Berufung, Beruf und als Mitglied hier im Forum bekanntlich mit der Frage, was kann
ich, was kann jeder an seiner Stelle tun, damit der Bedarf an nicht erneuerbarer Energie nicht ansteigt,
zumindst in den hochindustrialisierten Ländern, aber und ganz besonders in Thailand nicht mehr.

Mal die Frage in die Runde:
Was würde voraussichtlich weltweit geschehen und in welche Richtung und Wehemenz würden Weichen zur
Energiegewinnung- und Einsparung neu gestellt werden, wenn es  heute in Frankreich, westlich von Genf,
einen zweiten Supergau geben würde. Angenommen, es herrscht Wind aus Südwestlicher Richtung...

Kann sich Thailand die extrem teure und fortschrittliche Technik eines Fusions- Reaktors leisten?

Grüsse
Cee  
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Fluso am 28. Juli 2010, 00:50:04
Zitat
Kann sich Thailand die extrem teure und fortschrittliche Technik eines Fusions- Reaktors leisten?
@Cee

Die Frage ist nicht ob sich Thailand diese "Fortschrittliche" Technik leisten kann sondern eher ob es sicher und verantwortungsvoll damit umgehen kann.
Zudem wird ein komerzieller Fusionsreaktor erst Mitte dieses Jahrhunderts zu erwarten sein.

Momentan ist das Betreiben von Brüter-Technologie in Thailand schlichtweg unvorstellbar und unverantwortbar.   {+
Wer schon mit Plutonium gearbeitet hat wird mir hier mit Sicherheit zustimmen.

Zitat
Was würde voraussichtlich weltweit geschehen und in welche Richtung und Wehemenz würden Weichen zur
Energiegewinnung- und Einsparung neu gestellt werden, wenn es  heute in Frankreich, westlich von Genf,
einen zweiten Supergau geben würde. Angenommen, es herrscht Wind aus Südwestlicher Richtung...
@Cee

Du meinst wenn der Schnelle Brüter Superphönix mit 1200 MW ein Problem mit seinen ca. 5000 Tonnen Natrium im Primärkreislauf bekommt.
Wenn das Natrium mit der Luft reagiert und es zu den gefährlichen Natriumbränden kommt oder wenn es sogar mit dem Sekundärkreislauf,
also mit Wasser in Berührung kommt.
 
Gegen einen Super-Gau von Superphönix ist Tschernobyl nur ein Nasenwasser. C-- ]-[

Soviel ich weiss ist er  sei 1998 aus Sicherheitsgründen stillgelegt. }}

Gruss Fluso
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: dart am 24. März 2011, 19:21:47
Warum man gerade nach dem Erdbeben in Japan, den Bau von Atomkraftwerken in Thailand befürworten sollten, erklärt der Vorsitzende des Nationalen Katastrophenschutz leider nicht.
Passt eigentlich eher in "Der Thai und sein Kabel" oder "Wie kann man ohne Fachwissen ein Atomkraftwerk betreiben wollen" 8)

Thailand needs to build a nuclear power plant as the country might not able to generate enough electricity from fossil fuels in the next 20 to 30 years, Foundation for National Disaster Warning Council chairman Smith Dharmasaroja said on Thursday.

Nuclear power is a clean energy and can be used for maximum benefit, he said.


http://www.bangkokpost.com/breakingnews/228412/thailand-needs-nuke-plant
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: MIR am 24. März 2011, 19:40:52
Wissen Sie schon wo Sie die Verbrauchten Brennstaebe lagern?

Wahrscheinlich irgendwo im Landes inneren, weil es ja so sauber ist. }}

Wenn dann noch mit Chinesischer Hilfe Thai-style gebaut wird, dann gute  :-X
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Burianer am 24. März 2011, 20:04:41
 {* Bald heisst es, Fahrad fahren im eigenen  Haus, aber flott, der Dynamo birngt Licht ins Haus  :]
je schneller , desto mehr Energie, und man kann auch den Kuehlschrank und den Fernseher einspeisen.  {;
aber nur fuer 30 Minuten, dann ist die Kondition dahin, keine  [-]  mehr  ;}
danach, ab ins Bett  :-*   ( schlafen  )  :-X
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: dart am 24. März 2011, 20:20:36
Sorry für den Sarkasmus. ???
Das liest sich immer wie "Wir sind eigentlich nicht in der Lage Kabel unterirdisch zu verlegen, es sei denn man hat Bock auf ständige, zusätzliche Verkehrschaos, schließlich müssten wir Straßen und Bürgersteige, mindestens einmal im Monat wieder aufreißen, um unsere Schlampigkeit zu korrigieren bzw. reparieren. Ein AKW bringt eventuell Segen, und büdde, büdde auch noch gleich Funkstrom" --C
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: MIR am 24. März 2011, 20:55:13
@Dart

Ich wuerde nur gerne wissen, ob Sie sich im Vorfeld Gedanken machen, wo Sie verbrauchten Brennstaebe lagern.

Oder erst wenn Sie verbraucht sind, Ihnen auffaellt wir haben ja gar kein Lagerplatz dafuer.

Was mich auch beunruhigt ist, das Sie die AKW's von den Chinesen bauen wollen.



Titel: Re: Russisch-Roulette-Energien in Thailand
Beitrag von: Kern am 24. März 2011, 23:42:09
Kernkraft gefaellt mir zwar vom Namen schon mal ganz gut, gehoert aber eigentlich nicht zu den Alternativen Energien.  :-)
Also etwas themenfremd (oder neudeutsch: offtopic), aber was soll's.


Mir wird etwas uebel bei dem Gedanken, unausgereifte chinesische Kern-Technik in die Haende von thailaendischen "Fachleuten" zu legen.

Ein absolutes Negativ-Beispiel ist das Wasserkraftwerk am Ubon-Staudamm (Isaan, 30 km nordwestlich von Khon Kaen). Dieser Damm wurde von 1964 bis 1966 erbaut, wobei nach meinen Informationen das Wasserkraftwerk von Siemens erbaut wurde. Schon einen Monat, nachdem der letzte Siemens-Ingenieur das Werk verliess, hatten die Thai-"Fachleute" die 3 Einheiten mit Kaplan-Turbinen (Wasserturbinen mit verstellbarem Propeller   http://de.wikipedia.org/wiki/Kaplan-Turbine    (http://de.wikipedia.org/wiki/Kaplan-Turbine) nicht mehr im Griff. Bis zur Renovierung 1984 durch Siemens liefen niemals alle Turbinen gleichzeitig.
1984 ergab sich die enorme Steigerung, dass nach dem Verschwinden der europaeischen Fachkraefte alle Turbinen immerhin 3 Monate Strom erzeugten. Seit nun 27 Jahren sind diese mai-pen-rai-Fachleute nicht faehig, diese relativ einfache Technik zu beherrschen und sinnvoll zu nutzen. Zusaetzlich sind sie noch so gestrickt, dass sie wohl aus Gesichts-Verlust-Gruenden nicht einmal einen einzigen europaeischen Ingenieur staendig beschaeftigen. Lieber nehmen sie in Kauf, dass manchmal keine einzige Turbine Strom produziert.  {+

Aber bei den laufenden Stoerfaellen im Wasserkraftwerk strahlen nur die Gesichter der froehlichen einheimischen "Fachleute".  {--

Nachtrag: Es handelt sich natuerlich um den Ubonrat-Staudamm.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Behrjoe am 25. März 2011, 22:41:00
Liebe Members vom TIP;

wißt ihr eigentlich, warum die österreichischen und thailändischen Kernkraftwerke die sichersten der Welt sind? Wei ihre Inbetriebnahme bzw. der Neubau bis jetzt verhindert werden konnte.  {[ {[ {[
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: samurai am 26. März 2011, 19:56:31
@Dart

Ich wuerde nur gerne wissen, ob Sie sich im Vorfeld Gedanken machen, wo Sie verbrauchten Brennstaebe lagern.

Oder erst wenn Sie verbraucht sind, Ihnen auffaellt wir haben ja gar kein Lagerplatz dafuer.
Tun Sie genauso wenig wie andere Nationen. Es gibt WELTWEIT kein Endlager. Und Asse zeigt uns täglich wie sicher unsere Atompolitik in der Realität ist. {+

Zitat
Was mich auch beunruhigt ist, das Sie die AKW's von den Chinesen bauen wollen.
Mich beunruhigt viel mehr das die Chinesen AKWs bauen. Eine Nation auf der kapitalistischen Überholspur in der Macht, Gier und Konsum potentiell steigen werden andere Werte inkl. Sicherheit langfristig auf der Strecke bleiben. Ich könnte mir vorstellen das es da auch bald mal knallt. 

Auf Phuket hab ich sogar mal ein Windrad gesehen. :D

samurai
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 26. März 2011, 20:30:53
Zitat
Auf Phuket hab ich sogar mal ein Windrad gesehen

Wie wir alle wissen, können die Thai nicht rechnen. Könnten Sie das, wäre wahrscheinlich die ganze Küste mit Windrädern voll gestellt. Oder?
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: catsail am 26. März 2011, 21:01:32
eher die blaudächer aus solarzellen...... ;D
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: namtok am 26. März 2011, 23:26:33
das EINE Windrad ist für Phuket- Verhältnisse aber schon sehr lange dort, mindestens 15 Jahre auf einem kleinen Hügel unmittelbar vor dem Laem Phromthep....
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Ozone am 27. März 2011, 11:25:16
das EINE Windrad ist für Phuket- Verhältnisse aber schon sehr lange dort, mindestens 15 Jahre auf einem kleinen Hügel unmittelbar vor dem Laem Phromthep....

28 Jahre  ;)

(http://farm4.static.flickr.com/3221/3145619933_2f9f4e29e7.jpg?v=0)

Weitere sind geplant

http://www.phuketgazette.net/archives/articles/2010/article8703.html   (die haben gerade Server down  {{ )


Über diesen Stand wusste TIP schon 2009 zu berichten

http://www.thailandtip.de/tip-zeitung/nachrichten/seite/22/news/windenergie-auf-phuket/back/284/

Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 28. März 2011, 07:28:46
Zitat
das EINE Windrad ist für Phuket- Verhältnisse aber schon sehr lange dort, mindestens 15 Jahre auf einem kleinen Hügel unmittelbar vor dem Laem Phromthep....

Mit dieser Aussage warst Du sehr vorsichtig. Haettest Du geschrieben, … steht schon sehr lange dort … haettest Du auch den normalen Betriebszustand dieser Windmuehle treffend beschrieben.

Aber ernsthaft.

Um das Potential Thailands für die Energieerzeugung aus Wind zu ermitteln, wurde in den Jahren 1966 bis 1982 landesweit im Dreistundentakt das Windaufkommen von 62 Wetterstationen gemessen und ausgewertet. Den Tai war durchaus klar, dass der Betrieb von Windkraftanlagen keine Frage der Überzeugung sein sollte sondern nur dann diskutabel ist, wenn es auch ausreichend Wind im Lande gibt.

Nachzulesen ist das Ganze hier:

http://www.energy-based.nrct.go.th/Article/Ts-3%20wind%20energy%20for%20electricity%20generation%20in%20thailand.pdf
 (http://www.energy-based.nrct.go.th/Article/Ts-3%20wind%20energy%20for%20electricity%20generation%20in%20thailand.pdf)

Diese Untersuchung zeigt, dass schon wenige km nördlich von Bangkok die mittleren Windgeschwindigkeiten landesweit  bis zu 7 km/h betragen und kommt deswegen zu dem einfachen Schluss:

The wind potential for generating electricity does exist in some coastal areas of Thailand.

Wikipedia führt zu den Windgeschwindigkeiten aus, dass eine Windmühle erst bei einer Windgeschwindigkeit von 7 bis 14 km/h eingeschaltet werden kann, da erst dann nennenswerte Energiemengen abgeben werden können.

Im Vergleich dazu, im Norden Deutschlands liegen die mittleren Windgeschwindigkeiten zwischen 15 und 20 km/h, Und bevor sich hier gleich wieder Rechenkünstler zu Worte melden, die kinetische Energie des Windes steigt mit der 3. Potenz seiner Geschwindigkeit.


Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: catsail am 28. März 2011, 14:08:10
das Potential Thailands für die Energieerzeugung aus Wind.......
scheint da keine sonne.....? ? ? ???
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: TiT am 28. März 2011, 14:18:48
An einzelnen Solar- oder Windkraftanlagen, auch kleineren Parks derselben hat in Thailand doch kein schmiergeldberechtigter Entscheidungsträger Interesse.

Mega-Projects (z.B. ein AKW oder Großbeschaffungen fürs Militär wie z.B. die so dringend benötigte U-Boot-Flotte) sind es, wo richtig Kohle fließt und abgesahnt werden kann.

Hab ich selbst schon von hochrangigen Staatsverdienern zu hören gekriegt: "We need new mega project, because no money on the market..."
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: catsail am 28. März 2011, 14:27:03
"We need new mega project, because no money on the market..." 
leider das einzige argument was für AKW`s spricht und auch deren durchsetzung ermöglicht hat.
die nutznießer sind bald tot, die erben blechen ewig, 10 halbwertszeiten lang.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 28. März 2011, 14:45:44
Zitat
scheint da keine sonne.....? ? ?
Wenn ich es so recht betrachte, muss wohl viel Sonne eher ungünstig für die photovoltaische Stromerzeugung sein. Wie wäre es sonst wohl zu erklären, dass solche Anlagen zuhauf im sonnenarmen  Deutschland stehen während sie in den sonnenreichen südeuropäischen Ländern kaum anzutreffen sind?
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: catsail am 28. März 2011, 15:01:58
Zitat
Wie wäre es sonst wohl zu erklären, dass solche Anlagen zuhauf im sonnenarmen  Deutschland stehen...


deutschland hat eingesehen sich auf dauer  keine AKW`s leisten zu können ? ? ? ???
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Burianer am 28. März 2011, 15:30:17
      >:(    in Deutschland freut man sich ueber die Sonne, wenn die mal scheint  ;}
in den Suedeuropaeischen und asiatischen Laendern ist es das Gegenteil. Zuviel Sonne, kein Wasser, zu heiss,  --C ( man wird ja schwarz)  --C
Frage mich eh, wieso man z Bspl, hier in Thailand die Sonnenenergie nicht nutzt.  {;
Ist die photovoltaische Stromerzeugung noch immer so teuer, dass man die hier nicht einsetzt   {[
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: namtok am 28. März 2011, 15:35:12
Wie wäre es sonst wohl zu erklären, dass solche Anlagen zuhauf im sonnenarmen  Deutschland stehen während sie in den sonnenreichen südeuropäischen Ländern kaum anzutreffen sind?


Das "zuhauf" hat viel mit der deutschen Ensprechung zum Thai-Megaprojekt zu tun. Das nennt sich  Subvention.  :o  und wo die fehlt ist  es halt immer noch nicht rentabel. Bei knapp 4 Baht pro kWh für den Strom aus der Leitung wird sie auch so schnell nicht rentabel werden...


Aber der Wirkungsgrad der Photovoltaik  geht tatsächlich gewaltig in die Knie, wenn die Umgebungstemperatur zu heiss ist. Da hat DACHland die besseren Karten...  8)

Optimal wäre es bei Minusgraden  und hohem Sonnenstand, also im Hochgebirge }}
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 28. März 2011, 15:48:57
Stellen wir uns einmal vor, Thailand setzte auf Solarenergie. Das aber bedeutet, dass der Strom, der nach Einbruch der Dämmerung verbraucht wird, irgendwo anders herkommen muss. Ganz gleich, wie man es dreht und wendet, genau dieser Strom ist das Minimum, dessen, was an nicht regenerativer Erzeugungskapazität vorgehalten werden muss. Und selbstverständlich muss die Frage diskutiert werden, wie genau dieser Strom erzeugt werden soll.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: catsail am 28. März 2011, 18:13:07
Zitat
nicht regenerativer Erzeugungskapazität

früher oder später wird es diese nicht mehr geben. wenn öl gas und uran verbraten ist ist schicht im schacht.
dann bleibt ein einziges AKW und das ist die sonne.

aber so nebenbei, über verhaltensänderung einsparung und kreativer nutzung vorhandener energiequellen haben die proponenten der "dreckigen" energieversorgung wohl noch nie nachgedacht ? ? ? ???

nachtrag noch, wenn die AKW betreiber eine umfassende risikoversicherung und rücklagen für den sachgerechten rückbau und die endlagerung nachweisen müssten wäre das märchen vom billigen atomstrom ohnehin gegessen.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: rio0815 am 28. März 2011, 20:43:00
War da nicht mal ein Tip-bericht über das geplante grosse PV-Kraftwerk am Susibumbum?
Ist das gestorben?

Es stimmt, dass bei steigenden Temperaturen die Effizienz der PV-Module sinkt.
Es stimmt nicht, dass dieser Nachteil durch die intensivere Strahlung und die übers Jahr gesehen längere Sonnenscheindauer nicht kompensiert würde.
Kurz gefasst: Solarpanels sind in SOA wesentlich effektiver als in Mitteleuropa. Dort sind nur die Subventionen effizient und nachhaltig, sonst gar nichts was PV angeht.  {[

Bleiben tut die Grundlastproblematik, vor allem Nachts. Da helfen nach gegenwärtigem Stand nur Pumpspeicherwerke, um Energie zu puffern.

Das Lieblingstotschlagsargument der AKW-Gegner heisst wohl Endlagerproblem.
Da müsste man mal Putin fragen, was sein Preis für einen 2000 m tiefen ehemaligen Goldbergwerksstollen in Sibieren ist.
Kann Gas-Gerd machen, der bekommt sicher nen guten Preis.  C--

Will sagen:
Liesse man die ideologischen Grabenkämpfe weg, könnte man viel erreichen.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: catsail am 28. März 2011, 21:27:21

Das Lieblingstotschlagsargument der AKW-Gegner heisst wohl Endlagerproblem.
Da müsste man mal Putin fragen, was sein Preis für einen 2000 m tiefen ehemaligen Goldbergwerksstollen in Sibieren ist.
billig wird das nicht sein, die brauchen selber genug platz für den eigenen dreck.
das wirkliche totschlagargument sind die folgekosten für wenige jahre "billigen" strom.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: rio0815 am 28. März 2011, 21:53:00
Naja, es gibt weltweit Hunderte AKWs, und noch viel mehr davon sind in Bau oder Planung.
Ist ja auch OT hier... aber am deutschen Wesen wird auch bei dieser Technik die Welt nicht genesen.  {;

Alternative Energien sind auf jeden Fall für Thailand sinnvoll, Energie aus Biomasse kann man völlig dezentral herstellen, ohne grosse Infrastruktur und Vernetzung.
Sobald es ins Netz geht, wird es schwierig zu regeln, denn weder Wind noch Sonne lassen sich steuern.

Tatsächlich müssen in D A CH immer wieder ganze Windparks vom Netz gehen, wenn ihr Strom nicht gebraucht wird. Trotz Abnahmegarantie... aber es gibt Klauseln.
Ein Netz ist KEIN Speicher  >:

Die PV ist aber ebenfalls für dezentrale Anlagen geeignet: Laden tagsüber in Batterien, über Wechselrichter dann auch nachts ins Hausnetz als Wechselstrom.
200 Watt reichen für Licht, TV und Kühlschrank, und mit 300 Watt sollte ein EFH mit Lappi und Fans abgegessen sein. 2000 $ sind dann aber fällig, gute Batterien sind teuer.
Klima ist aber nicht drin...
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 31. März 2011, 07:52:27
Ich lese gerade von längeren und kürzeren Stromsperren in den Überschwemmungsgebieten.

Würden sich da nicht PV Anlagen für die eigene Notstromversorgung anbieten?
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: rio0815 am 31. März 2011, 09:07:14
Jein, da zu teuer.

Wenn man Netzstrom hat, ist eine UPS das Mittel der Wahl bei kürzeren Netzausfällen:
Ladegerät lädt Batterien, bei Blackout wird aus Batterien Wechselstrom generiert, um wichtige Verbraucher unter Saft zu halten.

 http://kambodscha-pnh.blogspot.com/2011/02/generatoren-zur-notstromversorgung-made.html
Titel: Atomenergie - die Alternative Energie in Thailand ??
Beitrag von: namtok am 17. April 2011, 17:10:48
Zwar könnte man meinen,  Abhi hätte kürzlich einen "Atomstopp" verkündet. Es wird aber trotzdem an den Nuklearplänen weitergewurstelt:  >:


Nächsten Monat, das ist der Mai, sollen  3 Standorte festgelegt werden:

to shortlist three sites next month




und  2020 soll der erste Reaktor fertiggestellt sein, falls die Regierung den Plan absegnet  ???


If the plan is approved, the first nuclear plant should be seen in 2020.


Auch in nationalen Energiekonzept ist weiter "Strom vom Atom" eingeplant.

Under the revised Power Development Plan (PDP) 2010-2030, 40 per cent of the power will be generated from natural gas, 20 per cent will be bought from neighbouring countries, 5 per cent will be renewable energy and 10 per cent will be nuclear power.


http://www.nationmultimedia.com/home/2010/04/14/business/Preparation-for-nuclear-power-plant-stepped-up-30127122.html
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: namtok am 01. Juni 2011, 17:26:56
Thailands Gasreserven werden voraussichtlich in 18 Jahren aufgebraucht sein, falls keine neuen Vorkommen gefunden werden.

In den letzten Jahren wurde verstärkt auf Gas gesetzt, bei der Stromerzeugung macht der Anteil ca. 70 %  :o aus , aber auch als Ersatz für teuren Sprit im Strassenverkehr und mit sehr hohem Anteil in der Petrochemie ( u.a. Plastik und sonstige Kunststofferzeugung)

http://business.asiaone.com/Business/News/Story/A1Story20110601-281882.html
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: namtok am 01. Juni 2011, 17:28:28
Zum Vorvorbeitrag könnte man anmerken, wenn der letzte Reaktor in Deutschland abgeschaltet wird, geht der erste in Thailand ans Netz...
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: uwelong am 01. Juni 2011, 17:31:25
Können sie denen nicht die wie unsere alten U-Boote andrehen?

 ;)
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: dart am 15. Juni 2011, 18:23:22
Die Firma Phoenix Solar Singapur unterzeichnet Vertrag über zwei Solarparks mit insgesamt rund 16 Megawatt Spitzenleistung.

Mehr dazu => http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/aktuelles/2011/kw24/photovoltaik-in-thailand-phoenix-solar-singapur-unterzeichnet-vertrag-ueber-zwei-solarparks-mit-insgesamt-rund-16-megawatt-spitzenleistung.html
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: dart am 02. Dezember 2011, 06:48:55
Stellvertretender Premierminster drückt Startknopf des ersten solarthermischen Kraftwerks in Thailand

"Am 29.11.2011 wurde das erste solarthermische Parabolrinnen-Kraftwerk Südostasiens in Huaykrachao in der thailändischen Provinz Kanchanaburi eröffnet. Thailands Stellvertretender Premierminister Yongyuth Wichaidit übernahm das Grußwort anlässlich der Eröffnung des 5 MW-Kraftwerks des Investors und künftigen Betreibers Thai Solar Energy Co. Ltd.

Die Anlage in der Provinz Kanchanaburi ist das erste von insgesamt 15 geplanten Solar-Kraftwerken in Thailand am Standort Huaykrachao, berichtet die Solarlite GmbH Duckwitz......."

http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/aktuelles/2011/kw48/stellvertretender-premierminster-drueckt-startknopf-des-ersten-solarthermischen-kraftwerks-in-thailand.html
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: arthurschmidt2000 am 02. Dezember 2011, 07:22:43
Wie viel kostet eine kw/h des so erzeugten Stroms?
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: dart am 15. Dezember 2011, 07:14:48
Conergy erhält weiteren Großauftrag aus Thailand

"Der Solartechnikkonzern Conergy AG (ISIN DE000A1KRCK4/ WKN A1KRCK) hat einen weiteren Großauftrag zur Errichtung eines Solarparks aus Thailand erhalten.
 
Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, ist der 9 Megawatt starke Solarpark in Pak Thong Chai in der Provinz Nakhon Ratchasima rund 250 Kilometer nordöstlich von Bangkok bereits Conergys vierter Solarpark im Land. Im April sicherte sich der Konzern im vier Stunden entfernten Nakhon Pathom bereits einen Großauftrag über ein 12,4 Megawatt starkes Solarkraftwerk. Nun folgt ein weiteres Großprojekt in der Region für den lokalen Investor CH. Karnchang Public Co. Ltd. ....."

http://www.morgenpost.de/newsticker/finanzen_nt/Wachstumswerte_nt/article1855679/Conergy-erhaelt-weiteren-Grossauftrag-aus-Thailand.html
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: namtok am 05. April 2012, 02:22:11
Windenergie - Grossauftrag für Siemens:


Insgesamt 90 gigantische Rotoren mit je 2,3 MW Leistung  wurden bei Siemens bestellt, sie sollen in einem Windkraftwerkspark bei Khorat zum Einsatz kommen.

Die erste Lieferung kam heute im Hafen Laem Chabang an:

(http://www.richardbarrow.com/wp-content/uploads/2012/04/windturbine_1.jpg)


http://www.richardbarrow.com/2012/04/the-first-shipment-of-siemens-gigantic-wind-turbines-arrive-in-thailand/
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: MIR am 05. April 2012, 10:25:59
namatok

die meisten Bilder die einstellst, werden nicht angezeigt.  :'(
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: nompang am 05. April 2012, 10:41:47
Geht mir ebenso >:
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: MIR am 05. April 2012, 10:56:35
Warum machst denn kein Screenshot von den Bildern, mit Copyright Angabe, wenn Du weisst das direkt verlinkung nicht klappt.

Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: namtok am 05. April 2012, 13:29:12
Woher soll ich wissen, was ihr auf euerem Schirm seht  ???  



Das war bisher das erste Feedback dieser Art. Bisher hatte sich keiner beschwert    :} , also gut zu wissen  8)



Als ich in einem Fall mal nix gesehen hatte, war ich ziemlich alleine damit:   :o



http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=12901.0


deshalb machen wir am besten dort weiter mit ein paar Testbildern...  :-)



Das Bild sollte aber jeder sehen können, wenn der den Link aus dem Richard Barrow Blog anklickt...  {--

Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: nompang am 05. April 2012, 13:49:45
Ich konnte die Bilder auch schon öfters nicht sehen, weil sich niemand der Profis meldete, dachte ich, es sei wiedereinmal ein DAU-Problem meinerseits :'(

Mit Fotos sind die Informationen wesentlich interessanter.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: namtok am 20. April 2012, 22:22:59
Gestern und heute wurden Rekordwerte beim Stromverbrauch erreicht. 


Und es soll weiter sehr heiss bleiben. In Lampang und in Tak wurde die 40 Grad Marke überschritten. Nahe der Küste ist es zwar weniger heiss, aber dafür kühlt es nachts wie auch in der Bangkoker Innenstadt nicht ab.  So wird zu dieser Jahreszeit die 30 Grad Marke nie unterschritten.

http://www.richardbarrow.com/2012/04/must-have-been-hot-today-lots-of-people-turned-on-the-air-con/
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: namtok am 24. April 2012, 17:37:09
Heute wurde ein neuer Rekord beim Strombedarf verbucht. Die landesweite Spitzenleistung lag  bei 25.551MW, damit wurde der bisherige Spitzenwert mit  25.178MW vom 20. April deutlich übertroffen.
Titel: Re: Wirtschaft Thailand 2012
Beitrag von: danrj am 09. November 2012, 23:02:06
Auch deutsche Unternehmen mischen in Thailand kräftig mit,ob man dazu nicht einen eigenen Thread eröffnen sollte?Oder gibt es den schon bzw über Europäische Unternehmen in Thailand?

Conergy gewinnt Großauftrag über zwei Solarkraftwerke in Thailand - 21 Megawatt

Quelle:http://www.nordic-market.de/news/6044/conergy_gewinnt_grossauftrag_ueber_zwei_solarkraftwerke_in_thailand_-_21_megawatt.htm (http://www.nordic-market.de/news/6044/conergy_gewinnt_grossauftrag_ueber_zwei_solarkraftwerke_in_thailand_-_21_megawatt.htm)

Auf den Börsenkurs hat sich das allerdings nicht ausgewirkt ;)
Totgesagte leben länger,Gruß danrj
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: namtok am 10. November 2012, 12:17:09
Wie man nun oben auf dieser Seite sehen kann, war das nicht der erste Grossauftrag für Conergy. Einiges zum Thema Solarenergie in Thailand zusammengefasst.
Titel: Re: Wirtschaft Thailand 2012
Beitrag von: somtamplara am 10. November 2012, 12:40:29
ob man dazu nicht einen eigenen Thread eröffnen sollte?
Also zu Solarstrom braucht es kein neues Thema:
http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=1987.msg1064238#msg1064238

Europaer waren da aber offensichtlich nicht so gut im Geschaeft wie die Japaner.
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: franzxaveri am 09. Juni 2013, 14:41:15
Eine eigene Stromproduktion mit einer Photovoltaik-Anlage.
an einem solchen Vorprojekt spinne ich schon laengere Zeit herum.

(http://up.picr.de/14773679un.jpg)

Es ist schon klar bei Strompreisen von 4 bis 5 Baht/Kw/Std ist es sicher nicht relevant sowas zu realisieren.
Unsere Stromrechnungen in dieser "hitzigen" Jahreszeit bewegen sich monatlich so zwischen 1900 und 2600 Baht, bitte aber keine Diskusionen deswegen, (hatten wir schon.)

Doch auch hier in Thailand ist doch die Tendenz, dass sich die Energiepreise der Marktlage anpassen, also ansteigend sind.

Fuer mich ist da eher nicht der wirtschaftliche Aspekt zwingend im Vordergrund, da solche Anlagen je nach gegenwaertigem Strompreis sich  erst in 12 bis 15 Jahren amortisieren.
Also eher Freude an der Technik und der teilweisen Unabhaengigkeit dieser Stromlobby.

Die Preise fuer solche Photovoltaik-Anlagen sind in den letzten 7 Jahren doch ums 5-Fache in den Keller gerutscht.

Das heisst, man kann heute davon ausgehen, dass eine fertige solche Photovoltaikanlage (Aufdach, oder beigestellt) bis zu einer Leistung von 10 Kw/Std rund 60 000 Baht pro Kw fertig montiert kosten wird.
Aber auch da noch, Tendenz eher fallend, da in naechster Zeit solche Kollektor-Paneels aus China zu sehr guenstigen Preisen angeboten werden.
Inzwischen werden hier in TH Paneelen mit 280 W/12V zu etwa 8000-9000 Baht verkauft, das heisst 1 Kw waeren dann etwa 32 000 Baht, dazu kommt noch der Wechselrichter, andere Komponenten und eben die Montage.

(http://up.picr.de/14773680jv.jpg)

Doch eben, wie es so ist, soweit alles gut und recht, Sonne hat es hier genug, solche Anlagen produzieren genug Strom fuer einen normalen Haushalt usw.
Tagsueber kann ich je nach Dimensionierung der Anlage, Verbraucher anspeisen soviel ich will, kostenlos (wenn man die Investition nicht rechnet...)

Was mache ich mit der ueberproduzierten Energie? Eine Einspeisung in das Stromnetz? Ist das hier in der Pampa des Isaans ueberhaupt realisierbar?
Kann ich des Nachts, oder an eher selten sonnenfreien Tagen meine gelieferte Energie kostenlos zurueck erhalten? (In der CH wird sogar noch ein kleiner Amortisationsbeitrag dazugerechnet)

Wer hat da schon einschlaegige Erfahrungen diesbezueglich mit der Stromlobby Thailands gemacht?

Oder den Strom in Silicium Zellen speichern? Die Herstellung von Silizium ist extrem energieaufwaendig und teuer. Man ist immer noch auf der Suche nach effizienten Stromspeichern.

Gruss Franzxaveri
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: Isan Yamaha am 09. Juni 2013, 15:47:35
Das ist ja fasst so Teuer,wie in D. ??? ???   2600,. baht
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: sansamaki am 09. Juni 2013, 16:15:26
@ franzxaveri

Ich bin immer wieder erstaunt wie Billig Solarzellen  in Thailand sein sollen, habe gerade wider ein 200 Watt Pannel gekauft.
Preis 14000 Bath.

Ein Link wo ich das zum halben Preis bekomme wird dankend angenommen.
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: franzxaveri am 09. Juni 2013, 20:48:26
@sansamaki
solche von mir beschriebene Solarmodule habe ich in einem Elektronikladen in Khon Kaen gesehen. Den Namen dieses Geschaeftes kann ich dir aber nicht sagen, der Laden befindet sich in der Naehe des Busbahnhofes im Zentrum.
Dass es noch guenstiger gehen koennte, nur so auf die Schnelle und als Anhaltspunkt anbei dieser Link, da muesste man jedoch gleich mindestens 100 Stueck pro Auftrag beziehen
http://www.alibaba.com/product-free/131281225/Solar_Cell_Suntech_Power_STP285_24.html (http://www.alibaba.com/product-free/131281225/Solar_Cell_Suntech_Power_STP285_24.html)

Damit siehst du doch, dass sich da jemand an deinem gekauften Paneel, doch etwas sehr gut verdient hat  }{

Franzxaveri
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: somtamplara am 09. Juni 2013, 21:18:47
Den Namen dieses Geschaeftes kann ich dir aber nicht sagen, der Laden befindet sich in der Naehe des Busbahnhofes im Zentrum.
Das klingt ganz nach der groesseren Filiale der Amorn Group in Khon Kaen.
Die haben dort immer einige Solarzellentypen zur Auswahl.
Auch die kleinere Filiale im Untergeschoss beim Tukcom hat einige da.
Preise kann ich mir nie merken.

(http://www.amorngroup.com/images/branch/%E0%B8%AA%E0%B8%B2%E0%B8%82%E0%B8%B224%E0%B9%82%E0%B8%AD%E0%B8%81%E0%B8%B42.JPG)

UND, die haben fuer diesen Geschaeftszweig eine eigene Webseite: http://www.amornsolar.com/ (http://www.amornsolar.com/)

Preisbeispiel:
Solar Panel 280Watt 36.5-45.5V Mono Crystal , 8500 THB
http://www.amornsolar.com/index.php?mo=28&id=444405 (http://www.amornsolar.com/index.php?mo=28&id=444405)
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: namtok am 10. Juni 2013, 03:07:49
Am  vernünftigsten wäre es wohl, die hauseigene Klimaanlage(n) direkt über das eigene Solardach zu betreiben.  Erfahrungsgemäss ist aber zuhause der "Klimatisierungsbedarf" meistens dann an grössten, wenn die Sonne abends schon wieder weg ist, also vom Abendessen bis zum Einschlafen.  Bei Bürogebäuden sieht Solarstromangebot und - nachfrage viel besser aus, da  Sonnenscheinstunden und Arbeitszeit gut zueinander passen.




Was mache ich mit der ueberproduzierten Energie? Eine Einspeisung in das Stromnetz? Ist das hier in der Pampa des Isaans ueberhaupt realisierbar?

Die Einspeisevergütung beträgt anscheinend 8 Baht pro KWh für 10 Jahre:

http://www.solarfeedintariff.net/thailand.html


das Gejammere darüber auf dieser Website kann ich nicht nachvollziehen, das ist immerhin das Doppelte dessen, was der "Strom aus der Steckdose kostet". Sind ja gottseidank nicht alle Länder so bescheuert wie unsere deutschen "Energiewender", auf Kosten der Allgemeinheit ein paar Solarfuzzis das Geld in den Rachen zu schmeissen  {+


Als "Milchmädchenrechung" mal eine Investition von 50 000 Baht pro kW angenommen, 5 Sonnenstunden pro Tag und 8 Baht/kWh Einspeisevergütung sollte nach spätestens 4 Jahren der "Break even" erreicht sein.



Thailand will Photovoltaik-Kapazitäten rasch aufstocken

http://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/maerkte,did=631630.html
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: malakor am 10. Juni 2013, 07:34:51
Auf Phuket gibt es im grossen Big C im Keller bei der Fa. Amorn solche Geraete, von klein bis gross.
Titel: Re: Alternative Energien
Beitrag von: sansamaki am 10. Juni 2013, 10:19:40
@ somtamplara

Danke, ein Guter Link. ;}

Dieses Modul wird nicht mehr hergestellt und wurde ersetzt durch http://www.enfsolar.com/pv/panel-datasheet/Monocrystalline/24 (http://www.enfsolar.com/pv/panel-datasheet/Monocrystalline/24)  Die 280 Watt stimmen in dem sinne nicht weil das Modul eine Nennleistung von 205 Watt hat.

Aber es wurde verbessert und hat nun 6 anstelle von 3 Bypass-Dioden. Aber 6 Bypass-Dioden sind nach meiner Meinung zu wenig als man das Modul auf dem Dach verwenden kann.

Aber sicher ein gutes Modul an einer stelle aufgebaut wo man es von Blättern reinigen kann.   
Titel: Entwurf zur Solarförderung in Thailand
Beitrag von: namtok am 15. Juli 2013, 00:05:23
Der Energieminister schlägt eine neue Förderung für Photovoltaikanlagen vor:
 
Die Einspeisevergütung soll für 25 Jahre garantiert werden und soll 6,69 Baht pro kWh für Dachanlagen bis 10 kW betragen, mittlere Anlagen bis 250 kW bekommen 6,55 und Grossprojekte darüber dann 6,16 Baht.
 
Im Artikel wurde offensichtlich kilo und Mega mal wieder planlos durcheinandergeschmissen. Ingesamt rechnet man mit 200 MW installierter Solarleistung durch Dachanlagen in Thailand. Der Finanzminister soll auch noch zu Steuererleichterungen für Solaranlagen überredet werden.

Das scheint mir der wesentlich sinnvollere Ansatz als die deutsche "Energiewende", wo solare Altanlagen immer noch über 40 Cent für 20 Jahre garantiert bekommen  --C , während der Börsenpreis für Strom nur noch etwa 4 Cent beträgt  {[

Dafür soll die FT- Charge ( und damit der Strompreis) voraussichtlich um einen halben Baht pro Einheit erhöht werden. Für das 2. Halbjahr soll die Ft- Charge insgesamt bis auf etwa 2,80 Baht steigen, da sich Öl und Gas verteuert haben und auch der Baht schwächer geworden ist.


http://www.nationmultimedia.com/business/Energy-minister-to-outline-plan-for-rooftop-solar--30210294.html
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Vimana am 15. Juli 2013, 17:01:20
@Namtok
Im Moment kriegt man in Deutschland eine Vergütung von um die 15 Cent für die eingespeiste Kwh bei neuen Dachanlagen, für 20 Jahre garantiert. Möglichst viel selber verbrauchen ist sinnvoll. Beim derzeitigen Wechselkurs wären das um die 6 Baht, Thailand garantiert also 10% mehr Vergütung. Und das auf 25 Jahre und nicht 20 wie in Deutschland bei gleichzeitig wesentlich höheren Erträgen pro installiertem Kw. Und die "mehr als 40 Cent für Altanlagen" betreffen Anlagen, die in der Investition zwei- bis dreimal teurer waren als neue jetzt. Vor fünf Jahren hätte sich wohl kein Mensch eine Anlage aufs Dach gesetzt bei nur 15 Cent Einspeisevergütung. Und ohne die "Altanlagen" und die damit zusammenhängenden Produktionsmengen wären Solarstromanlagen auch heute noch deutlich teurer. Weil eben einfach niemand angefangen hätte, in Solarstrom zu investieren. Im übrigen dürfte sich eine Solaranlage in Thailand bald besser rechnen als in Deutschland, selbst ohne Einspeisevergütung. Also bitte immer differenzieren und nicht alles pauschal betrachten.
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: namtok am 16. Juli 2013, 04:19:06
Das gilt wohl für aktuelle Prokjekte, aber  nichtsdestrotrotz finde ich die übertriebene Förderung von Altanlagen bei weitem überzogen.

So  finden sich im sonnenarmen Deutschland mit 30 GW derzeit fast ein Drittel der derzeit  weltweit installieren ca. 100 GW  Leistung  --C

Profitiert haben  die Chinesen mit ihren Billigmodulen , Conergy hat mal wieder  Insolvenz angemeldet und Solarworld ist wohl auch bald pleite !
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: namtok am 24. September 2013, 14:13:28
Das sieht doch wesentlich vernünftiger aus als das deutsche EEG. Jedenfalls keine "Mondpreise" für Solarsubventionen wie in Deutschland:

Rush to register for solar energy sales to state


The process must be completed by Dec 31, 2013.

By the end of the first day of registration, a total of 842 businesses had applied, but fewer than  200 households.

Under the purchase, the buying price  - known as Feed in Tariff (FiT) - is set at at 6.96 baht per kilowatt for households with capacity of 1-10 kilowatts, 6.55 baht for 10-250 kilowatts for small buildings and 6.19 baht for 250-1,000 kilowatts for medium and large buildings or factories. All contracts will valid for 25 years.

Households planning to install solar panels for input into the grid should expect to spend 200,000-700,000 baht.

On average solar power generation installation costs 60,000-70,000 baht per kilowatt, but the cost depends on the type of panels and rooftop.

A household with a 10 kilowatt capacity could expect to see a return on investment in 7-8 years based on four  hours of average productivity per day.



http://www.bangkokpost.com/news/local/371087/842-businesses-register-to-supply-solar-power-on-first-day
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: goldfinger am 16. Februar 2022, 13:27:04
Jetzt geht es auch hier los {--

Das Kabinett hat eine Absichtserklärung (LOI) zur Förderung der Clean Energy Demand Initiative zwischen der thailändischen Regierung und dem US-Privatsektor genehmigt.

Die Regierung wird die Nutzung sauberer Energie im Rahmen dieser Leitlinien unterstützen:

Förderung eines effizienten Marktes für saubere Energie mit wettbewerbsfähigen Preisen

Einführung geeigneter politischer Maßnahmen für saubere Energie

Förderung eines Umweltzertifikats für den Handel mit sauberer Energie und Unterstützung von Maßnahmen und Infrastrukturen zur effizienten Nutzung von Strom.

Bislang haben 19 führende Unternehmen ihr Interesse bekundet, mit erwarteten Investitionen von rund 2,38 Milliarden Dollar (77 Milliarden THB). Dazu gehören HP, Apple, Akamai, Meta Platforms, Johnson & Johnson, Nike, Dow, Iron Mountain, Inter Ikea Group, Lululemon, Spiber, Ralph Lauren Corporation, Unilever, TAL Apparel, Amer Sports, Rife International, Amazon, WeWork und TCI.

https://www.nationthailand.com/in-focus/40012397 (https://www.nationthailand.com/in-focus/40012397)
Titel: Re: Aktuelle Thailand-Berichte
Beitrag von: goldfinger am 07. Juni 2023, 08:46:44
Aus für Kohlestrom

TPI Polene Power Plc (TPIPP), Thailands größter Projektentwickler und Betreiber von Müllverbrennungsanlagen (gemessen an der Kapazität), wird seine Fünfjahres-Investitionen in Höhe von 14 Milliarden Baht fortsetzen, um seinen Kohleverbrauch durch erneuerbare Energien zu ersetzen und seine Stromerzeugungskapazität zu erhöhen.

Die Mittelzuweisung begann im vergangenen Jahr.

Das Unternehmen plant, 3 Milliarden Baht für Projekte auszugeben, die darauf abzielen, Kohleimporte zu reduzieren und die Kohleverstromung bis 2026 einzustellen, sagte Worawit Lerdbussarakam, Vizepräsident von TPIPP.

https://www.bangkokpost.com/business/2586584/tpipp-to-phase-out-coal-fired-power-generation-by-2026 (https://www.bangkokpost.com/business/2586584/tpipp-to-phase-out-coal-fired-power-generation-by-2026)
Titel: Re: Alternative Energien in Thailand
Beitrag von: Khun Han am 05. Juni 2024, 19:06:57
"Energiewende: Thailand prüft zivile Nuklearprojekte

Dass man trotz der Klima-Ideologie auf gute Ideen kommen kann, zeigt Thailand. Denn während man in Deutschland AKW nachhaltig zerstört und das Land dadurch ganz nachhaltig von der stabilen Energieversorgung abschneidet, dient der grüne Wahn zumindest vorgeblich in anderen Ländern, gerade auf jene Energieversorgung zu setzen oder sie zumindest miteinzubeziehen:

Bei einer Veranstaltung der amerikanischen Handelskammer in Bangkok betonte Premierminister Srettha Thavisin: „Unser Ziel für die grüne Transformation ist eines der ehrgeizigsten in Südostasien. Wir haben eine umfassende Roadmap, um bis 2040 50 % der Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen zu erreichen.“ Neben grünem Wasserstoff und Batterielösungen untersucht das Land auch kleine modulare Reaktoren (SMR). Diese sollen helfen, die Produktion umweltfreundlicher zu gestalten."

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