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Thailand-Foren der TIP Zeitung => Meine Gesundheit => Thema gestartet von: MIR am 05. September 2010, 13:01:02

Titel: Gallensteine
Beitrag von: MIR am 05. September 2010, 13:01:02
Hatt sich jemand schon mal Gallensteine in Thailand entfernen lassen?
Wenn ja, wo ist es am besten. Wir sind in der naehe von  Sa Wang Daen Din (75 km von Udon Thani) beheimatet.

Meine Frau har 2 Steine 2cm und 3 cm Gross, und ich moechte das Sie entfernen laesst.
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: malakor am 05. September 2010, 14:45:45
Ich wuerde das im Krankenhaus machen lassen. 
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: drwkempf am 05. September 2010, 16:18:03
Hallo Mir,

richtig, die Gallensteine sollten operativ entfernt werden, am besten in einer Klinik, die das endoskopisch - also ohne großen Bauchschnitt  - machen kann.
Du lebst ja in der Pampa, gleich weit entfernt von Udon und von Nongkhai.
In beiden Städten gibt es Wattana Hospitals, die einen guten Standard haben.
Adresssen bzw Telefonnummern

คุณ ณัฐธิรา ตั้งสืบกุล : ผู้จัดการทั่วไป
Natthira Tangsubkul : General Manager
โทร. 09-4985841 email : Natthira@wattanahospital.net
พ.ญ. พีรวรรณ ตั้งสืบกุล ผู้ช่วยผู้อำนวยการทางการแพทย์
Dr Phirawan Tangsubkul : Assistant Medical Director
โทร. 06-7869916 Email : Kelly@wattanahospital.net
 
Kelly spricht ausgezeichnet englisch.

Wolfram
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: MIR am 05. September 2010, 16:36:22
Danke Wolfram

Fuer die schnelle Antwort.

Werde mich erkundigen was fuer uns in frage kommt.

Wie lang ist in der regel der Aufenthalt in der Klinik beim endoskopischen eingriff?

Gruss
Andreas
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: drwkempf am 05. September 2010, 18:03:58
Lieber Andreas,

in Deutschland üblicherweise etwa drei Tage für eine Laparoskopische Cholezystektomie (endoskopische Gallenblasenentfernung)/laparascopic cholecystectomy (nach diesem Operationsverfahren musst Du fragen)

Voruntersuchungen können ambulant durchgeführt werden (Untersuchung, Labor, EKG, Vorstellung beim Aästhesisten und Operateur)

Tag1: Pat kommt frühmorgens nüchtern zur OP.
Tag 2: Pat . kann schon wieder aufstehen, essen und trinken
Tag 3: Kontroll-Ultraschalluntersuchung. Bei hinreichender Beschwerdefreiheit Entlassung.

Schonung für zwei Wochen


Wolfram
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: MIR am 05. September 2010, 18:50:34
Danke Wolfram

Fuer die Auskunft, so weiss ich bescheid wie lange es dauert, und kann dem entsprechend Planen.

Titel: Gallensteine entfernen auf natürliche Basis
Beitrag von: georg am 06. September 2010, 11:27:24
Gallensteine entfernen auf natürliche Basis ohne chirurgischen Eingriff

http://www.alpenparlament.tv/playlist/109-gallenstein-operation-auf-natuerliche-weise

Der Tip kam aus meinem Bekanntenkreis die die Therapie mit Erfolg durchgeführt haben.

gruss georg
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: drwkempf am 06. September 2010, 16:48:18
@#6

Es konnte nicht ausbleiben, dass ich mich auch mit medizinischen Traktaten, wie sie im Video im Beitrag 6 an Nichtmediziner herangetragen werden, auseinandersetzen muss, um zu vermeiden, dass Patienten in falsche Sicherheit versetzt werden.
das ist ärgerlich, weil sehr zeitaufwändig, aber dafür kann der georg natürlich nichts. Er hat seinen Beitrag sicher in allerbester Absicht eingestellt.

Nun zur Sache:
Der Beitrag im Video strotzt vor medizinischem Halbwissen, seine Aussagen sind zum Teil schlicht und ergreifend falsch!

Warum Gallensteine in manchen Menschen entstehen und in anderen Menschen nicht - bei völlig gleichartigen Lebensumständen und bei gleicher Ernährungsweise - ist bis heute nicht im Detail bekannt.

Statistisch gesichert ist, dass Personen, die folgende 5 "f" aufweisen, signifikant häufiger von Gallensteinleiden betroffen werden als der Rest der Bevölkerung.

F1: female   -   weiblich
F2: forty    -   (über) vierzig (Jahrealt)
F3: fertile   fruchtgar (haben Kinder zur Welt gebracht
F4: fair   -   blond (hellhaarig/hellhäutig)
F5: fad   -   Übergewichtig

Weiter wissen wir, dass Galllensteinleiden in Familien gehäuft auftreten.
Das mag an einzelnen Genen liegen, aber durchaus auch an den in der Familie vererbten Lebensgewohnheiten.

Steine bilden sich (weit überwiegend!!!) in der Gallenblase, nur selten in den Gallengängen.
Hier ist aus unbekannten Gründen die Gallenblase erkrankt, weshalb es auch nichts bringt, nur die Gallensteine zu entfernen und die kranke funktionsgestörte und dadurch steinbildende Gallenblase im Körper zu belassen.

Bei der Gallenblasenoperation wird also - ähnlich wie bei einem erkrankten Blinddarm - das erkrankte (und bis heute) nicht heilbare Organ entfernt.
In der Vergangenheit immer wieder durchgeführte Versuche, die Gallensteine zu zertrümmern (mit Ultraschallwellen), ähnlich wie man das ja auch mit Nierensteinen macht, hat nicht nur nicht zum Erfolg geführt, meistens mussten die so behandelten Patienten entsetzlich leiden, wenn beim Abgang der Steinfragmente durch die Gallenwege schlimmste Gallenkoliken auftraten.
Schlimmer noch: Selbst wenn es gelungen war, die Stine aus der Gallenblase zu entfernen
 nach Monaten oder wenigen Jahren waren neue Steine in der Gallenblaseentstanden! Da capo!!!

Bei Gallensteinleiden drohen die folgenden Komplikationen:

Die Gallenblase kann sich entzünden, vereitern und schließlich durchbrechen.
Dieser Vorgang ist mit heftigen rechtsseitigen Oberbauchschmerzen verbunden, die den bekannten Gallenkoliken an Intensität in nichts nachstehen. Fließt bei geplatzter Gallenblase Gallenflüssigkeit (und dabei die zu diesem Zeitpunkz meist reichlich in der Gallenflüssigkeit vorhandenen Bakterien) in den bauchraum, so entsteht die So genannte "Gallige Peritonitis/Bauchfellentzündung", die das Leben des Patienten aufs Höchste bedroht. Viele dieser Patienten sind dann auch durch Operation und medikamentöse Intensivbehandlung nicht mehr zu retten!

Überleben sie erfreulicherweise die Operation, so drohen den Überlebenden Patienten Verwachsungsbeschwerden infolge der massiven Entzündung im Bauchraum, die ihrerseits lebenslange Schmerzen nach sich ziehen können und weitere Operationen zur Folge haben.
Etlichen dieser Patienten kann schließlich nur noch - und das oft noch eingeschränkt - mit der Anlage eines bleibenden künstlichen Darmausgangs (Anus Praeter) geholfen werden.
Mal ehrlich - Wer will denn sowas??? {+

Ein weiterer Punkt gibt zu denken:
Gallenblasenkrebs ist selten.
Kein Arzt hat bisher Gallenblasenkrebs beobachtet, wenn keine Gallensteine vorhanden waren.
Für Gallenblasenkrebs gibt es keine Heilung, die Patienten versterben nach Diagnosestellung meist binnen dreier Monate!

Gallensteine müssen nicht notwendigerweise Beschwerden machen, bei manchen Menschen waren Gallensteine ein Zufallsbefund bei der Obduktion. Bei den eifrig obduzierenden österreichischen Kollegen kann man das nachlesen.
Langezeit herrschte die Meinung vor, Gallensteinpatienten seien nur zu operieren, wenn gallensteinbedingte Beschwerden aufgetreten waren.
Unter den früheren Operations- und Narkosebedingungen und bei der viel geringeren Lebenserwartung war diese Meinung - die sich bei einigen nicht weitergebildeten Kollegen leider bis heute erhalten hat - weit verbreitet.

Die heutige schonende Entfernung der Kranken Gallenblase (mitsamt der Gallensteine) unter modernen Narkosebedingungen hat die Sachlage völlig verändert. Es gibt heute keinen grund mehr, von einer Gallenblasenoperation abzusehen, wenn Gallensteine sonographisch (mittels Ultraschall) gesichert sind. Erfolgt die Operation im so genannten "beschwerdefreien Intervall", so ist sie nur gering belastend und hat eine sehr niedrige Komplikationsrate. Das ist anzustreben.
Anders als früher vermutet ist nach einer Gallenblasenentfernung keine Diät erforderlich!

Mir ist die im Video geschilderte Selbstbehandlung mit Olivenöl und allen möglichen anderen Zusätzen seit Jahren von russischstämmigen Zuwandererpatienten bekannt, die trotz intensiver Selbstbehandlung schließlich doch nur durch eine Operation geheilt werden konnten.
Bei einer der Patientinnen aus dieser Gruppe, einer Reinigungskraft aus unserem Op, die uns wegen der Gallenblasenoperationen immer sanft belächelt hatte, kam jede Hilfe zu spät. Sie entwickelte eine schmerzlose Gelbsucht, bei der Operation fanden wir ein ausgedehntes Gallenblasenkarzinom(Gallenblasenkrebs), die bedauernswerte Patientin verstarb mit nicht einmal 60 Jahren binnen 4 Wochen!
Ich bin der festen Überzeugung, dass diese (sonst völlig gesunde) Patientin heute noch am Leben wäre, wenn die seit mehr als 20Jahren bekannten Gallensteine samt der kranken Gallenblase rechtzeitig entfernt worden wären.

Dem ist eigentlich nicht viel hinzuzufügen.
Gallensteine sind ein Risiko, das durch Olivenöl mit einigen Zusätzen auf Dauer nicht beherrschbar ist.
Man kann nur hoffen, dass der Autor des Videos nicht eines Tages Opfer seiner eigenen Fehlmeinung wird.
Ein Konkurrent für die nächste Nobelpreise in Medizin wird er nicht werden.

Wolfram


Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: ou1 am 07. September 2010, 22:21:50
@drwkempf

Danke auch von mir zu deiner ausführlichen Stellungnahme zu diesem Thema. Die ist auch für uns interessant, weil bei meiner Lebensgefährtin bei einem Gesundheits-Check - u.a. Ultraschalluntersuchung des Unterleibs - eben diese Steine festgestellt worden sind. Soweit ich mich erinnere war von 5 mm- Größe die Rede. Der Arzt gab ihr Medikamente und meinte, wenn sie künftig  keine Beschwerden (mehr) habe und die Steine sich nicht vergrößerten, sei eine OP nicht erforderlich. Eine wenig fetthaltige sowie eine ballaststoffreiche Diät sei ratsam.

Dieser Befund beunruhigte mich, so dass ich mich im Internet zu diesem Thema versucht habe schlau zu machen. U.a. fand im in ->
http://www.netdoktor.at/krankheiten/fakta/gallensteine.shtml
http://www.patientenleitlinien.de/Gallensteine/gallensteine.html
folgende Passagen
Zitat
…. Drei Viertel aller Gallensteinträger haben keine Beschwerden. Man spricht in diesem Fall von einem stummen Gallensteinleiden (asymptomatische Cholelithiasis). Treten …..

Zitat
…. Gallensteine treten jenseits des vierzigsten Lebensjahres häufig auf. Meist rufen sie aber keine Symptome hervor. Nur ein Viertel der Menschen mit Gallensteinen muss deswegen behandelt werden.

Bleiben Beschwerden aus, sind meist auch keine medizinischen Maßnahmen notwendig. Symptomatische Gallensteinleiden hingegen erfordern fast immer eine Therapie. Bei Gallenkoliken sollte grundsätzlich ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden……[/Que]Wie kann man einem Gallensteinleiden vorbeugen?
……..
Am günstigsten ist eine langfristige Ernährungsumstellung auf eine fettarme, ausgewogene Kost mit reichlich Ballaststoffen - etwa durch Vollkornprodukte, Obst und Gemüse. Hülsenfrüchte sollten Menschen mit Gallensteinen allerdings meiden. Gesundes Essen hilft nicht zuletzt Übergewicht abzubauen, einen weiteren begünstigenden Faktor für Gallensteine. Dabei sollten die Kilos zwar stetig, aber nur langsam purzeln, denn auch ein allzu rascher Gewichtsverlust kann die Bildung von Gallensteinen begünstigen…..


Am meisten überraschte mich beim Lesen die Information, dass ein so großer Prozentsatz der Gallensteinträger  nichts davon spürt. Bei meiner Lebenspartnerin scheint es sich um einen Grenzfall zu handeln. Ab und an vergisst die die guten Diät-Ratschläge des Arztes und spürt dann die Galle(nsteine),
Wie ist deine Erfahrung zu diesen Grenzfällen? Kommen manche oder viele bei entsprechender Lebensführung ohne OP davon oder entwickelt sich daraus  fast immer ein OP-Fall?
Danke im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
ou1
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: drwkempf am 08. September 2010, 04:40:11
hallo ou1,

wie ich schon geschrieben hatte, waren Gallensteine gar nicht so selten Zufallsbefund bei Obduktionen, d.h. die Patienteen hatten zeitlebens keine Gallenbeschwerden. Das trifft natürlich auch heute noch gelegentlich zu, aber:

Einige Dinge haben sich geändert:

Die Menschen leben heute wesentlich länger, haben also länger das Risiko auch ernsthafter Gallenprobleme, die nicht selten Notfalloperationen erzwingen. Diese Operationen sind besonders bei Menschen im hohen Alter dann gar kein Spaziergang mehr, sondern stellen dann die Gruppe der Patienten, die auch heute noch an einer Gallenblasenoperation versterben. {+ Und das ist noch unnötiger als ein Kropf!
Das Risiko, Gallenblasen/steinbeschwerden zu erleben , steigt mit zunehmendem Alter an. Das allgemeine Op-Risiko auch!

Gallenblasenoperationen waren früher relativ große Operationen, Risiken und Komplikationen waren wesentlich größer als heute, was zur Folge hatte, dass man den Patienten geraten hat, eine Op zu vermeiden, solange keine Beschwerden bestanden. Aus damaliger Sicht machte das Sinn.

Im unkomplizierten Stadium kann man Gallenblase und -steine endoskopisch entfernen, bei zu langem Zuwarten mit nachfolgender akuter Gallenblasenentzündung/-vereiterung muss eventuell auf die althergebrachte Op-Methode operiert werden, also mit recht großem Bauchschnitt und der damit verlängerten Heilungs- und Erholungsdauer/vergrößertem Narkoserisiko.

Narkosen haben bei weitem nicht mehr das Risiko früherer Zeiten. Hier könnt euch schoopthai weitere Informationen liefern.

Langzeitrisiken von Gallensteinleiden (Gallenblasenkrebs) spielten früher kaum eine Rolle, da die Patienten lang vorher an was weiß ich auch immer verstarben.


Es ist heute allgemein state of art, "Gallensteinpatienten" zur Operation "im beschwerdefreien/-armen Intervall" zu raten.
Alles andere ist Schnee von gestern!

Ich werde mich dazu demnächst einmal ganz ausführlich in der TIP-Zeitung äußern, ein offensichtlich ganz sinnvolles Thema.

Wolfram


Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: georg am 12. September 2010, 17:15:51
@#6

Es konnte nicht ausbleiben, dass ich mich auch mit medizinischen Traktaten, wie sie im Video im Beitrag 6 an Nichtmediziner herangetragen werden, auseinandersetzen muss, um zu vermeiden, dass Patienten in falsche Sicherheit versetzt werden.
das ist ärgerlich, weil sehr zeitaufwändig, aber dafür kann der georg natürlich nichts. Er hat seinen Beitrag sicher in allerbester Absicht eingestellt.
....

Genau so ist es und ich bleibe dabei wer die Therapie RICHTIG durchführt und zur Vorbeugung jedes halbe Jahr Sie wiederholt braucht keinen chirurgischen Eingriff.
Therapie durchführbar für Menschen die Vertrauen haben in den selbstheilungsprozess des Körpers alle anderen sind besser aufgehoben bei einem Arzt.
 
Selbst habe ich die Therapie nicht durchgeführt da nicht Notwendig bei meiner Lebensweise, Gallensteine entstehen nur in einem sauren Körpermilieu d.h. industrielle verarbeitete Nahrung nicht jeder der sich nun so ernährt bekommt zwangsweise irgendwann mal Gallensteine, den einen zwickt es da den anderen dort, so nun achte auf deine Ernährung und es wird weniger zwicken.

gruss georg
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: georg am 12. September 2010, 18:52:03
kleine Ergänzung

http://www.rolf-baerwinkel.de/Leberreinigung.pdf
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: udo50 am 16. Juni 2012, 14:47:01
Hallo  .  Bei mir wurde bei einer Untersuchung festgestellt das die  Galle,Originalton Hausartzt "voller Steine" ist .Auf meine Bitte Schritte einzuleiten um diese zu entfernen erwiderte der Hausarzt(Facharzt für innere Medizin-Nephrologie)  solange ich keine
Beschwerden habe kann er das nicht veranlassen  :o    .Soll ich jetzt Druckschmerzen im rechten Oberbauch vorspielen?  möchte auch das gute Verhältnis zu Ihm nicht verlieren. bin in D.
Gruß Udo 
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: TiT am 16. Juni 2012, 15:01:47
@udo50

Das ist für mich kaum nachvollziehbar, was Dir Dein Haus"arzt" da rät. Da hast Du nämlich im wahrsten Sinne des Wortes eine tickende Zeitbombe im Körper. Aus dieser Situation kann sich nämlich ganz schnell und ohne Vorwarnung eine massive Gallenblasenentzündung entwickeln, die auch auf die Bauchspeicheldrüse übergreifen kann. Das ist dann lebensbedrohend.

Eine Operation im entzündeten Zustand ist nicht empfehlenswert, wird wohl auch nur im äußersten Notfall durchgeführt. Also besser nicht warten, bis dieser Fall eintritt.

Ich selbst habe die gleiche Diagnose gehabt - praktisch beschwerdefrei, aber eine Gallenblase voller Steine. Vor der angeratenen OP habe ich mich zwei Jahre lang gedrückt, dann war auf einmal o.g. Entzündung (zum Glück ohne Beteiligung der Bauchspeicheldrüse) da. Das brachte mir zwei Monate Krankenstand und eine wesentlich kompliziertere Gallen-OP, als üblicherweise notwendig (normalerweise heute ein Eingriff in "Schlüssellochtechnik"), ein. Jetzt habe ich als "Souvenir" ca. 20 erbsengroße Gallensteine im Tütchen daheim...

Es ist halt so, daß sich ganz schnell mal so ein Stein aus der Gallenblase in Bewegung setzen und dann im Gallengang hängen bleiben kann. Manche kriegen dann Koliken, die können aber auch (wie bei mir) ausbleiben. Man hat dann auf einmal sehr hohes Fieber, bringt kein Essen mehr herunter und nach einiger Zeit entwickelt man dann Anzeichen von Gelbsucht und der Urin färbt sich immer brauner. Auch Rückenschmerzen bis hoch in die rechte Schulter können damit zusammenhängen.
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: malakor am 16. Juni 2012, 15:19:29
Ich hatte im Alter von ca. 30 Jahre lange sehr starke Schmerzen, der Internist, den ich mehrfach konsultierte, tippte auf Magenschleimhautentzuendung.  Mein Hausarzt,den ich danach aufsuchte, fuehlte den Bauch ab, in 1 h war ich im Krankenhaus.
Da die Gallenblase stark entzuendet war, musste ich 2 Wochen auf die OP (damals noch Aufschnittmethode) warten, bis die Entzuendung durch Medikamente/Tropf abgeklungen war.
Dann wurde ich operiert, nochmal 2 Wochen Klinik.
Es war nur ein grosser Stein, der heute bei mir zuhause seinen Platz im Buecherregal hat.

Nach der OP habe ich mich wie neugeboren gefuehlt.

Ich wuerde mit einer OP nicht lange warten, aber ich bin kein Arzt.

Vielleicht kann Wolfram dazu Stellung nehmen.
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: drwkempf am 16. Juni 2012, 17:54:28
Lieber udo 50,

ich bewundere Deine Hausarzttreue, den Rat/die Aussage Deines Hausarztes bewundere ich nicht, er ist nämlich grob falsch!
Die Existenz von Gallenblasen-/Gallenwegssteinen rechtfertigt diee Operation. Der dazugehörige Diagnoseschlüssel für Deinen Hausarzt lautet
K 80.2.
Man wartet eben nicht, bis eine Entzündung der Gallenblase oder schwere Koliken aufgetreten sind, sondern entfernt die Gallenblase endoskopisch im so genannten "schmerzfreien Intervall".
Der Eingriff hat in diesem Intervall die geringste Komplikationsrate, ein dreitägiger Klinikaufenthalt ist meist völlig ausreichend.
Wenn Du Dich mit rechtsseitigen Oberbauchschmerzen in einer Klinik vorstellst - Du brauchst Dir diese Schmerzen ja ausnahmsweise nur einmal vorstellen - dann bekommst Du üblicherweise einen Termin zur geplanten endoskopischen Gallenblasenentfernung.

Einfach zuzuwarten ist m. E. unverantwortlicher Blödsinn.
Ich will Dir nicht zum Hausarztwechsel raten, seinen Empfehlungen würde ich aber in Zukunft sehr skeptisch gegenüberstehen.

Für alle "Gallensteininteressierten" füge ich den Artikel (hier leider ohne die in der Zeitung mitveröffentlichten Bilder) bei, den ich vor längerer Zeit in der TIP-Zeitung veröffentlicht habe. An seiner Aussage und Aktualität hat sich seither nichts geändert:

GALLENSTEINLEIDEN


Gallensteinleiden zählen zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland, die ein chirurgisches Eingreifen erforderlich machen. Heutzutage sind Gallenblasenoperationen zur Entfernung der Galenblase mitsamt den darin befindlichen Steinen die zweithäufigste allgemeinchirurgische Operation in den chirurgischen Kliniken Mitteleuropas. Betrachtet man die Gruppe der weiblichen Patienten isoliert, dann dürfte Die Gallenblasenentfernung sogar die häufigste allgemeinchirurgische Operation sein.

Etwa 15% der Bevölkerung entwickeln im Laufe ihres Lebens ein Gallensteinleiden, Frauen dabei wesentlich häufiger als Männer.
Die meisten Gallensteinleiden treten erst jenseits des vierzigsten Lebensjahres auf, aber auch in der Jugend können sich schon Beschwerden zeigen, meine jüngste Patientin war einmal gerade 15Jahre alt.

Frauen sind, wie schon gesagt, häufiger betroffen.
Früher haben wir in der Ausbildung eine Faustregel gelernt, die trotz der weit besseren Kenntnisse über die Gallenblasenleiden immer noch einen gewissen Sinn behallten hat, die 5-F-Regel.
Sie besagt dass Patienten besonders gallensteinanfällig sein sollen, wenn sie die folgenden Bedingungen mehr oder weniger erfüllen.

F1: female – weiblich
F2: fertile – fruchtbar (hat Kinder geboren)
F3: fad – fett/übergewichtig
F4: forty – 40Jahrealt oder älter
F5: fair – blond/hellhäutig
Amerikanische Studenten mussten noch ein 6.“F“ dazulernen. F6 steht für „family“ und soll daran erinnern dass Gallensteinleiden familiär gehäuft beobachtet werden.

Gallensteinleiden treten familiär gehäuft auf, es gibt regelrechte „Gallensteinfamilien“, in denen so gut wie jedes Familienmitglied, aber immer alle Frauen im Laufe ihres Lebens ein Gallensteinleiden entwickelten.
Befragt der Arzt bei der Aufnahmeuntersuchung seine Gallensteinpatienten, so wird ihm fast regelhaft berichtet, dass Mutter, Schwester oder Tante, aber auch seltener männliche Familienangehörige bereits operiert werden mussten.

Mit einer Auftretenswahrscheinlichkeit von 15% sind die Mitteleuropäer noch gar nicht schlecht bedient. Einige Indianerstämme Nordamerikas sind mit 70% weit schlimmer betroffen, in Asien dagegen soll die Krankheit etwas seltener auftreten.

Wir wissen heute, dass Gallensteinleiden wenigstens teilweise vererbt werden. Wir kennen heute einige Genmutationen, die offensichtlich mit für die Bildung von Gallensteinen verantwortlich sind. Diese Genveränderungen bewirken Stoffwechselstörungen in der Leber, die die Steinbildung „erleichtern“.
Es gibt weitere Stoffwechselstörungen, die von Genveränderungen unabhängig ebenfalls die Lithogenese (Steinbildung) fördern.
Neben diesen Stoffwechselstörungen sind aber sicher auch alle Gallenabfußbehinderungen wie zum Beispiel Verengungen der Gallenwege dazu angetan, einer Gallensteinentstehung Vorschub zu leisten.

Wir wissen zusätzlich, dass bei einigen Erkrankungen, die mit der Gallenblase zunächst gar nichts zu tun haben scheinen, ebenfalls deutlich gehäuft Gallensteinleiden auftreten.
Dazu gehören zum Beispiel die Zuckerkrankheit, krankhafte Fettsucht, Fettstoffwechselstörungen wie die Hypercholesterinämie, Erkrankungen der Nebenschilddrüsen und noch etliche mehr.
Um das maß voll zu machen, gibt es auch noch Arzneimittel, die die Gallensteinbildung zu fördern scheinen. Am bekanntesten sind hier wohl die Antibabypillen.
Alles in allem also kein Wunder, dass Gallensteinleiden so häufig sind.

Warum bilden sich Gallensteine ganz bevorzugt in der Gallenblase?
In der Gallenblase, die lediglich ein „Gallenflüssigkeitszwischenlager“ ist, kommt der Gallenfluss zum Stehen, es wird nach einer Mahlzeit kaum zur jeweils vollständigen Entleerung der Gallenblase kommen, sodass mehr oder weniger Gallenflüssigkeit in der Gallenblase „stehen bleibt“.
Hier können sich nun zuerst ganz kleine Steinchen („Gallengrieß“) bilden, die dann – wenn sie nicht vor einer Größenzunahme ausgeschieden werden – in der Gallenblase an Größe mehr und mehr zunehmen. Große Gallensteine können die gesamte Gallenblase ausfüllen, man spricht dann von „Tonnensteinen“.

 
Bild 1: Tonnenstein im „Merzedesdesign“

 
Bild 2: Steingefüllt Gallenblase (Operationspräparat)

Gallensteine sind in Abhängigkeit von der zugrunde liegenden Stoffwechselstörung von ganz unterschiedlicher Form und Beschaffenheit.
Die meisten Gallensteine sind nicht sehr hart, sodass sie mit geeigneten Geräten in der Gallenblase zertrümmert werden können. Man unterscheidet (grob) Colesterinsteine, Calciumsteine und Bilirubinsteine.
 
Bild 3: Gallenstein in unterschiedlicher Größe und Form

Unsere Gallenflüssigkeit, die zusammen mit der Bauchspeicheldrüsenflüssigkeit (Pankreassekret) zum Verdauen unserer Nahrung nötig ist, wird in der Leber gebildet. Ohne Gallenflüssigkeit können wir nicht leben, ohne unsere Gallenblase aber sehr wohl,
Die in der Leber gebildete Gallenflüssigkeit wird über die Gallengänge in der Leber, die immer größer werden, je weiter sie zum Leberausgang („Leberpforte“) zustreben, in den Hauptgallengang geleitet, in dem die Galleflüssigkeit schließlich unsere Leber verlässt. Ein Teil dieser Gallenflüssigkeit wird in der Gallenblase, die sozusagen im Nebenschluss zum Hauptgallengang liegt, zwischengespeichert. Nach einer Mahlzeit wird ein Reiz auf die muskuläre Gallenblasenwand ausgesendet, der die Gallenblase dazu anregt, sich zusammenzuziehen und so die zwischengelagerte Gallenflüssigkeit auf dem Wege über gen Gallenblasengang (ductus zysticus) in den Hauptgallengang zurück zu entleeren.
Der Hauptgallengang (ductus choledochus) mündet meist zusammen mit dem Bauchspeicheldrüsengang (ductus pancreticus) in den Zwölffingerdarm (Duodenum).
 

Bild 4: Lage der Oberbauchorgane
Man sieht die am Unterrand der Leber hängende Gallenblase (Gallbladder) und erkennt den Hauptgallengang  (common bile duct), der zusammen mit dem Bauchspeicheldrüsengang (Pancreatic duct) durch den kleinen Schießmuskel (Major duodenal papilla) in den Zwölffingerdarm (Duodenum) mündet. Der Magen (Stomach) liegt im Körper viel näher an der Gallenblase, hier sind aus Gründen der Übersichtlichkeit die einzelnen Organe etwas auseinander liegend dargestellt.

Steigt also der Gallenflüssigkeitsdruck im Hauptgallengang an, so öffnet sich ein kleiner Schließmuskel, der den Gallen- und Bauchspeicheldrüsengang zum Zwölffingerdarm hin verschließt, Galle und Pankreassaft können in den Dünndarm fließen, wo sie die Nahrungsmittel, die im Magen schon vorverdaut wurden, weiterverdauen können. Die Gallenflüssigkeit aktiviert das Pankreassekret. Bei der Verdauung verfärbt sich unser Stuhlgang unter dem Einfluss der Gallenflüssigkeit zu seiner charrakteristischen dunkelbraunen Farbe.

Wir wollen uns also merken, dass erst die Gallenflüssigkeit, kurz Galle genannt, den Bauchspeicheldrüsensaft „aktiviert“. Weiter wollen wir uns noch einmal klarmachen, dass Gallensteine durchaus auch bereits in den Gallengängen der Leber gebildet werden können, wo sie allerdings nur in seltenen Fällen verbleiben, da der Gallenfluss sie meist in den Dünndarm befördert, ehe sie einen relevante beschwerdenverursachende Größe erreichen.
Beides wird später noch von Bedeutung sein.

Wenn alles ein Leben lang so funktioniert, wie die Natur sich das ursprünglich einmal ausgedacht hatte, dann merken wir von unserer Gallenblase  und den mit der Gallenflüssigkeit verbundenen Verdauungsvorgängen nie etwas.
Bei schon geringer Störung des Gleichgewichts in unserem Körper können sich aber Steine in der Gallenblase und auch in den Gallengängen bilden, die den Betroffenen erheblich zu schaffen machen können.

Aber erst einmal vorweg: Nicht jeder Mensch, der Gallensteine gebildet hat, bekommt auch prompt spürbare Beschwerden.
Viele Menschen bemerken während ihres ganzen Lebens nichts von der Existenz ihrer Gallensteine. Früher wurden sie dann meist erst bei der Obduktion der Verstorbenen (in Österreich grundsätzlich per Gesetz, in Deutschland (leider) nur selten durchgeführt) entdeckt. Heutzutage lassen sich Gallensteine – soweit vorhanden – bei jeder gründlichen Ultraschalluntersuchung unseres Bauchraumes auffinden.
Es ist in unseren Tagen immer seltener geworden, dass Gallensteine nicht irgendwann im Leben Probleme bereiten. Das erklärt sich sicher zu einem ganz großen Teil daraus, dass wir mit unseren Gallensteinen, die wir meist im mittleren Lebensalter bilden, immer länger leben müssen. Bei der früher viel geringeren Lebenserwartung haben viele Menschen ihr Gallensteinleiden nie erlebt, einfach weil sie aus irgendwelchen anderen Gründen verstarben, ehe die Gallensteine Probleme zu bereiten begannen.
Heute muss man dringend davon ausgehen, dass Gallensteine nicht ein langes Leben lang unbemerkt ertragen werden. Ein großer Teil der Patienten, die wir operieren, ist denn auch schon im besten Alter, aber bis ins hohe Alter können Gallensteine ernste Probleme verursachen.

Was machen die Steine in der Gallenblase?
Nun, zunächst einmal meist gar nichts! Sie werden einfach mit der Zeit größer, auf jeden Fall aber so groß, dass sie nicht mehr einfach den dünnen Gang, der Gallenblase und Hauptgallengang miteinander verbindet (ductus cysticus), problemlos passieren können.

Haben die Steine eine gewisse Größe erreicht, so kann von ihnen ein Reiz auf die Gallenblasenwand ausgehen, der schließlich zur Entzündung der Gallenblase führt. Dadurch entsteht ein dumpfer Schmerz im Oberbauch, meist etwas nach rechts von der Mittellinie versetzt, oft auch mit einem Schmerzmaximum unter dem rechten Rippenbogen. Manche Patienten berichten, dass der Schmerz in die Gegend unter dem rechten Schulterblatt ausstrahlen würde. Zu den Schmerzen gesellen sich oft noch Übelkeit und Brechreiz, meist ohne eigentliches Erbrechen. Die Patienten fühlen sich schwer krank.

 
Bild 5: Die ganze Gallenblase ist hochakut entzündet, die Gallenblase selbst ist eitergefüllt, im Eiter schwimmen deutlich erkennbar viele Steine.


Durch Übelkeit und Appetitlosigkeit bedingt, nehmen die Patienten wenig oder auch gar keine Nahrung zu sich und entlasten so ihr Verdauungssystem.
Ist die Immunsituation der Patienten ausgezeichnet, dann kann die Gallenblasenwandentzündung sich ohne weiteres ärztliches Eingreifen wieder zurückbilden, krampflösende Arzneimittel und Mittel gegen die Übelkeit können neben Antibiotika den Prozess der Entzündungsrückbildung maßgeblich unterstützen.
Für diese Mal ist dann alles noch einmal gut gegangen.
Lässt sich unter Diät, Ruhe und Medikamenten keine Besserung herbeiführen, müssen die Patienten nach Sicherung der Diagnose operiert werden, nicht wenige notfallmäßig!

Es gibt aber auch noch andere Gallensteinbeschwerden, die berüchtigten Gallenkoliken.
Zu diesen Koliken kommt es, wenn sich ein Stein vor den Ausgang der Gallenblase im so genannten Gallenblasenhals verklemmt und so den Abfluss der in der Gallenblase zwischengelagerten Gallenflüssigkeit verhindert.

 
Bild  6: Der mit dem Pfeil bezeichnete Stein hat den Gallenblasenausgang ventilartig verlegt, die Folge waren heftige Gallenkoliken. (aufgeschnittene Gallenblase, Operationspräparat)


Die Gallenblase versucht nun immer wieder, sich zusammenzuziehen, um durch die dadurch hervorgerufene Druckerhöhung den Stein in den Hauptgallengang loszuwerden. Ab einer gewissen Steingröße ist das aber technisch nicht mehr möglich, was unsere „dumme“ Gallenblase aber nicht erkennt. Sie zieht sich also immer wieder und immer wieder zusammen, der Druck auf die Gallenblasenwand wird zunehmend schmerzhaft. Der Patient empfindet das als wellenartig auftretenden „hellen Schmerz“, kurz als Kolik. Dieser fatale Zustand kann bis zur völligen Erschöpfung anhalten, manche Patienten geben an, sie hätten das Gefühl, vor lauter Schmerzen wahnsinnig werden zu müssen.
Mit dem Schmerz kommt häufig ein Brechreiz, der die Patienten immer wieder erbrechen lässt, „bis schließlich nur noch Galle rauskommt“.
Anderweitig schwer vorerkrankte Patienten könne durchaus einmal eine derartige Attacke nicht überleben.
Gallensteinbeschwerden können sich aber auch sozusagen als „Magenschmerzen“ äußern. Das erklärt sich aus der unmittelbaren Nähe der Gallenblase zum Magen. Entzündet sich die Gallenblase, so kann die Entzündung auf die daneben liegende Magenwand übergreifen, ohne dass der Magen eigentlich selbst erkrankt ist. Der Arzt spricht dann von einer „Sympathischen Magenmitreaktion“ (sympathein (griech.) – mitleiden, mitempfinden).
Ehe die Diagnostik der Gallensteinleiden mittels Ultraschalluntersuchung allgemein üblich und leicht durchführbar wurde, wurden viele Patienten mit Gallensteinen als „Magenpatienten“ fehlbehandelt. Das kommt auch heute noch vor!
In manchen Kliniken oder Fachpraxen wird deshalb häufig zu jeder Oberbauchuntersuchung mit Ultraschall auch noch eine Magenspiegelung durchgeführt. Das ist nicht grob falsch, aber meist einfach überflüssig.
Bei eindeutigem Ultraschallbefund und spätestens beim Auftreten entsprechender Beschwerden ist vernünftiger weise an einer Operation nicht mehr vorbeizukommen. Am besten operiert man Gallensteinpatienten sogar dann, wenn gar keine Beschwerden vorliegen, also im so genannten „beschwerdefreien Intervall“.
Wenn Patienten mit mäßigen Gallenbeschwerden kommen, macht es durchaus Sinn, durch Medikamente und entsprechende Diät den Reizzustand abklingen zu lassen, um erst im beschwerdefreien Intervall operieren zu müssen.
Viele Patienten lassen ihren Ärzten diesen Behandlungsspielraum leider nicht, sie müssen notfallmäßig unters Messer, haben also einmal mehr die bei weitem zweitbeste Lösung gewählt!

Was ist an der Operation im beschwerdefreien Intervall so viel besser?
Nun, das sagt uns eigentlich schon unser gesunder Menschenverstand.
Beschwerdefreie, kreislaufstabile Patienten haben immer ein viel geringeres Narkose- und Operationsrisiko. Der Narkosearzt tut sich viel leichter, der Chirurg hat im nicht entzündeten Operationsgebiet eine viel bessere Übersicht, die Blutungsneigung ist weit geringer, die Operationszeit deutlich kürzer, der Patient erholt sich wesentlich schneller von dem Eingriff. Wahrscheinlich habe ich hier auf die schnelle noch einige weitere Vorteile unterschlagen.

Gallenblase und –steine werden heute meist laparoskopisch/endoskopisch entfernt (Laparoskopische Cholezystektomie). Diese Operationsmethode ist wesentlich schonender für den Patienten, da auf einen großen Bauchschnitt und die völlige Eröffnung des Bauchraumes (bei der „konventionellen Cholezystektomie) verzichtet werden kann. Diese Operationsart kann allerdings nur angewendet werden, wenn eine  ausreichende Übersichtlichkeit gegeben ist. Durch massive Entzündungen („verschlampte Gallenblase“) kann die Übersichtlichkeit im Operationsgebiet so sehr eingeschränkt sein, dass man auf die viel belastendere althergebrachte Bauchschnittoperation zurückgreifen muss.

Nun kann man sich fragen, warum Gallensteine nicht wie Nieren- oder Harnleitersteine oder auch Harnblasensteine mittels Ultraschall zertrümmert werden, sodass die danach ganz kleinen Brösel auf natürlichem Weg die Gallenblase verlassen können.
Man hat diese Methode in der Tat langezeit probiert, sie allerdings dann wegen erwiesenem Verfahrensnachteil wieder verlassen. Es gibt allerdings immer noch ganz vereinzelt Internisten, die ihren Gallensteinpatienten gerade dieses Verfahren nahe legen, bei Nierensteinen ginge es doch schließlich auch.
Wo liegt der Denkfehler?
Ultraschallwellen sind geeignet, um sehr harte Steine zu kleinsten Reststeinchen zu zertrümmern. Nieren- und Harnleitersteine sind meist sehr hart, hier funktioniert die Methode („Urolithotripsie, extracorporale Stoßwellenlithotripsie“) also, auch wenn der Abgang der kleinen Steinreste durch den engen Harnleiter mit heftigsten Nierenkoliken verbunden sein kann.
Gallenblasensteine sind meist relativ weich und reagieren damit auf die Ultraschallstoßwellen nicht wie erhofft.
Aber das ist gar nicht der Hauptgrund dafür, dass man dieses Verfahren bei Gallensteinen nicht zur Anwendung bringen sollte. Hier steht anderes im Vordergrund.
Man weiß aus Erfahrung, dass sich in der kranken Gallenblase immer wieder Steine bilden würden, sodass der Behandlungserfolg von kurzer Dauer wäre, ließe er sich bei ausnahmsweise einmal harten Gallensteinen tatsächlich unter Inkaufnahme der damit verbundenen Gallenkoliken erzielen. Es macht also viel mehr Sinn, das kranke Organ, also die Gallenblase, zu entfernen.
Der Mensch kann ohne Gallenblase ohne jedwede Einschränkungen weiterleben, sehr viel besser sogar, als mir einer kranken Gallenblase.
Die Nieren kann man dagegen nicht ohne lebensbeeinträchtigende Folgen entfernen. Hier muss man die Stoßwellenzertümmerung der immer wieder auftretenden Nierensteine als bestes verfügbares Mittel dankbar akzeptieren.

Auf die Gallenblase kann man also verzichten, aber wie sieht es nach der Gallenblasenentfernung aus? Muss man für den Rest seines Lebens eine bestimmte Diät einhalten?
Nein, nur während der ersten Wochen nach der Operation macht es Sinn, seine Verdauung zu entlasten. Danach sind keine weiteren Diätmaßnahmen erforderlich, jedenfalls keine, die sich aus der nun fehlenden Gallenblase ergäben.
Dass viele von uns aus anderen allerbesten Gründen manchmal etwas Diät halten sollten, steht auf einem anderen Blatt.

Können Gallensteine außer den schon genannten Schmerzen auch noch andere missliche Folgen nach sich ziehen?
Leider ja!
Im Rahmen einer Gallenblasenentzündung kann die Gallenblasenwand bei ausbleibender Operation so verletzlich werden, dass Gallensteine die Gallenblasenwand durchdringen, die Gallenblase also „platzt“.
Die Gallensteine entleeren sich dadurch samt der Gallenflüssigkeit in die Bachhöhle, wodurch es zur „galligen Bauchfellentzündung“ (gallige Peritonitis) kommt. Es besteht dabei unmittelbare Lebensgefahr, ein erheblicher Prozentsatz der betroffenen Patienten verstirbt trotz intensivster chirurgischer und intensivmedizinischer Bemühungen.
Als eine weitere Möglichkeit kennen wir den Weg des Gallensteines durch die entzündete Gallenblasenwand in mitentzündete Darmschlingen, was wiederum einen Darmverschluss zur Folge haben kann. Auch hier besteht unmittelbare Lebensgefahr, oft kann der Patient bei ausgedehnteren Entzündungen im Bauchraum nur durch die Anlage eines künstlichen Darmausganges (Anus Praeter) gerettet werden. Das alles wegen nicht rechtzeitig operierter Gallensteine? Leider ja! Aber es kann noch schlimmer kommen.

Gallensteine, die es geschafft haben, den Gallenblasengang zu passieren, können am oben erwähnten Schließmuskel stecken bleiben und so den Gallenabfluss verhindern.
 Im „günstigeren“ Fall kommt es dann „nur“ zu heftigsten kolikartigen Schmerzen, die sich durch Schlitzung des kleinen Schließmuskels mit nachfolgender Steinentfernung aus dem Hauptgallengang beheben lassen. Das macht man über eine Magenspiegelung mit einem besonderen Endoskop („Magenschlauch“). Das Verfahren heißt in der gängigen Abkürzung „ERCP+EST“.
Danach lässt man den Patienten möglichst beschwerdefrei werden, um im beschwerdefreien Intervall die meist immer noch steintragende Gallenblase endoskopisch operativ zu entfernen.
Im „ungünstigeren“ Fall kann Gallenflüssigkeit in die Bauchspeicheldrüse hinüberfließen, was dort prompt zur Aktivierung des Bauchsspeicheldrüsensaftes (Pankreassekret) führt mit der Folge, dass sich die Bauchspeicheldrüse selbst zu verdauen beginnt! Der Patient bekommt also eine akute Bauchspeicheldrüsenentzündung, befindet sich also in akuter Lebensgefahr. Die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung endet auch heute noch gar nicht selten mit dem Tod des Patienten.

War’s das jetzt?
Keineswegs, es geht noch schlimmer!

Gallenblasenkarzinome sind selten, Gott sei Dank.
Gallenblasenkarzinome können nie geheilt werden, das ist die andere Seite der Medaille. Die Überlebenszeit nach Diagnosestellung eines Gallenblasenkrebses beträgt auch heute noch weniger als ein Vierteljahr!
Gallenblasenkarzinome treten nur in „Steingallenblasen“ auf.
Daraus kann nun jeder seine eigenen Schlüsse ziehen.


Ich will nun abschließend kurz einmal erzählen, wie eine Gallenblasenoperation so vor sich geht.
Zuerst schildere ich die heute wünschenswerte endoskopische Gallenblasenentfernung, die „laparoskopische Cholezystektomie“.
Gallenblasen- und Gallenwegsoperationen werden in Vollnarkose durchgeführt.


Laparoskopische Gallenblasenentfernung

Der Patient liegt bei der Operation auf dem Rücken.
Nachdem die Narkosewirkung eingesetzt hat, wird der Bauch sorgfältig mit Desinfektionslösungen abgewaschen, danach wird der gesamte Körper bis auf die Bauchdecke mit sterilen Tüchern abgedeckt.
Man sticht nun eine stumpfe Nadel in der Nabelgegend bei gleichzeitigem Anheben der narkosebedingt schlaffen Bachdecke in den Bauchraum ganz vorsichtig hinein. Durch diese Nadel, die eine kleine seitliche Öffnung hat, strömt nun Kohlendioxidgas in den Bauchraum hinein, wodurch sich die Bauchdecke wie eine Kuppel über dem Bauchraum aufspannt.
Der Chirurg schafft sich dadurch einen nach außen geschlossenen Raum, in dem er arbeiten kann.

 
Bild  7: Hier sind die endoskopischen Operationsinstrumente schon im Bauchraum platziert


Er kann nun seine Operationsinstrumente nacheinander in den Bauchraum einführen, er beginnt dabei mit einem etwa kugelschreiberdicken Instrument, das neben der Kamera Kaltlicht beinhaltet. Die Kameraoptik vergrößert das Bild 4-fach. Der Operateur sieht also bei der Operation alles im allerbesten Licht und auch noch vergrößert. Unter Sicht und Kontrolle durch die Kamera lassen sich nun die anderen Arbeitsinstrumente durch kleine Hautschnitte in den Bauchraum platzieren.

 
Bild  8: Hier sieht man endoskopische Operationsinstrumente im Bauchraum

Der Operateur stellt nun den Gang dar, der die Gallenblase mit dem Hauptgallengang verbindet (ductus cystikus), den er eindeutig als solchen erkennen muss. Dieser Gang wird mit Silberklammern oder Kunststoffklammern (clips) verschlossen und zwischen zwei Klammern durchtrennt. Das gleiche macht er anschließend mit dem Blutgefäß, das die Gallenblase mit Blut versorgt hat. Auch dieses Blutgefäß muss eindeutig identifiziert werden!
Jetzt ist schon fast alles vorbei. Der Chirurg muss nur noch die Gallenblase von der Leber ablösen, da die Gallenblase bindegewebig mit dem Unterrand der Leber verwachsen ist. Dass macht man ganz vorsichtig, sodass keine Blutungen aus der Leber auftreten.
 

Bild  9: Hier ist die Gallenblase schon von der Leber abgelöst, sie kann nun entfernt werden.


Ist die Gallenblase prall mit Flüssigkeit (Galle) gefüllt, so kann man die Flüssigkeit absaugen, sind größere Steine in der Gallenblase erkennbar, so wird man diese in der Gallenblase mit einer speziellen Zertrümmerungszange soweit verkleinern, dass sie in der Gallenblase verbleibend mitsamt der Gallenblase durch einen der kleinen Operationskanäle entfernt werden kann.
Ist das geschehen, dann müssen nur noch die Operationskanäle in der Tiefe mit einer Naht verschlossen werden. Die kleinen Hautschnitte kann man auch zunähen, meistens reicht es aber aus, wenn man die kleinen Hautschnitte mit einem speziellen Hautkleber verschließt.
Damit ist die Operation endgültig beendet, der Narkosearzt kann seinen Patienten aufwachen lassen.
Vier Stunden nach Beendigung der Narkose kann der Patient etwas trinken, am Morgen des folgenden Tages (spätestens) darf der Patient aufstehen und frühstücken. Er soll lediglich für die erste Zeit alles meiden, was erfahrungsgemäß „schwer im Magen liegt“ oder bläht.
Zwei Wochen nach der Operation fühlen sich die meisten Patienten wieder völlig genesen.


Konventionelle Gallenblasenentfernung

Ehe die endoskopischen Operationsverfahren entwickelt wurden, musste die Gallenblase wie nachfolgend geschildert entfernt werden.
Dieses Verfahren wenden wir auch heute noch an, wenn das Operationsgebiet bei ausgedehnten intensiven Entzündungen so unübersichtlich geworden ist, dass eine endoskopische Operation zu riskant erscheint oder wenn Patienten nach vorausgegangenen Oberbauchoperationen (z.B. Magenoperationen) im Oberbauch derartig ausgedehnte Verwachsungen aufweisen, dass keine ausreichende Übersicht erreicht werden kann.
In Deutschland und in allen anderen Ländern, die über eine moderne Medizin verfügen, wird das konventionelle Operationsverfahren zur Gallenblasenentfernung bei Patienten im beschwerdefreien Intervall nur noch höchst ausnahmsweise angewendet werden.

Bei dieser Operation passiert im Bauchraum selbst das gleiche wie bei der endoskopischen Operationsform. Der Weg in den Bauch hinein und zu dem eigentlichen Operationsgebiet hin ist aber ganz anders.
In Abhängigkeit von der Dicke der Bauchdecke – Gallensteinpatienten sind gern recht füllig – eröffnet der Chirurg den Oberbauch durch einen Schnitt entlang des Rippenbogenrandes oder durch einen Längsschnitt etwa 5cm rechts parallel zur Mittellinie. Dieser Schnitt durch alle Bauchwandschichten hindurch muss leicht zwanzig Zentimeter oder auch noch länger werden, um später in der Tiefe des Bauchraumes genug Übersicht zu gewinnen.
Dieser lange Schnitt durch alle Bauchwandschichten hindurch muss nach der Operation natürlich auch wieder verheilen. Das braucht seine Zeit. Auch sind die Schmerzen nach der Operation mit von der Schnittlänge abhängig.
Als unerwünschter Nebeneffekt der „Schnittoperation“ kommt es weit häufiger zu postoperativer Verwachsungsbeschwerden, die weitere Operationen zur Folge haben können.
Das alles erklärt wohl hinreichend, warum man von dieser Operationsmethode Abstand nehmen will, wann immer das möglich ist.
Patienten benötigen nach der konventionellen Gallenblasenentfernung üblicherweise drei bis vier Wochen, ehe sie sich wieder fit fühlen. Um Bauchwandbrüchen (Narbenbrüchen, Narbenhernien) vorzubeugen, müssen sich die Patienten für wenigsten 6Wochen körperlich schonen.


Anmerkung zum Schluss:

Keine Operation ist völlig risikofrei. Das gilt natürlich auch für alle Arten von Gallenblasenoperationen.
Es gilt also, Risiken gegeneinander abzuwägen. Kein vernünftiger Chirurg wird bei einem anderweitig schwer vorerkrankten  hinsichtlich der Gallensteine aber völlig beschwerdefreien hochbetagten Patienten zu einer Operation drängen.
Bei jüngeren und weitestgehend gesunden Patienten wird er das ungewisse zukünftige Risiko eines Gallensteinleidens zum Anlass nehmen, seinem Patienten zu einer operativen Gallenblasenentfernung „im beschwerdefreien Intervall“ zu raten.
„Alternative Methoden“ um Gallensteine loszuwerden, sind im günstigen Fall wirkungslos, aber sonst unschädlich (außer für den Geldbeutel), im ungünstigen Fall provozieren sie Situationen, in der die Patienten notfallmäßig operiert werden müssen.



 









 
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: udo50 am 16. Juni 2012, 19:10:21
Hallo Wolfram.  Erstmal  danke für die leicht verständliche Info. Mein Plan ist folgender.  Da ich ab Dienstag für c.a. 2 Tage stationär in der Klinik liege,Grund ist Dupuytrensche Kontraktur im 3ten Stadium.  an der selben Hand zum 2ten Mal  diesmal am kleinen Finger werde ich am  morgen nach der O.P. die auf meinen Wunsch unter Armplexusanästhesie axillär durchgeführt wird unter Druckgefühl im rechten Oberbauch klagen  C-- Und dann schaun mer mal was passiert
Gruß Udo
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: malakor am 17. Juni 2012, 06:36:01
Hast du das extra so in Medizinerkauderwelsch geschrieben, damit wir das nicht verstehen ?
Haettest ja auch gar nichts schreiben muessen ueber Kontraktur und Armflex.   :D
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: udo50 am 17. Juni 2012, 12:55:01
Hallo malakor. Damit ich die Begriffe nicht falsch übersetze habe ich das gemacht . Einfach kopieren und gokeln.
Gruß Udo
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: drwkempf am 18. Juni 2012, 01:21:32
Kontraktur? Armflex????

Die allermeisten Forumskollegen sind weit gebildeter als wie man denkt!!
Tante Gurgel kann bei Fragen weiterhelfen, ansonsten bleibts dabei:
Jeder kann mich bei Fragen kontaktieren, die Beratung bleibt weiter kostenlos [-]

Wolfram
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: udo50 am 02. Juli 2012, 23:03:56
So. Nach halbwegs überstandener Hand O.P.( verdickte Bindegewebsplatte) Dupuytrensche Kontraktur  heute wurden die Fäden gezogen 24 Kem Fäden gehts morgen wieder in die Klinik.
Dienstag Röntgenkontrastdarstellung von Gallen-und Bauchspeicheldrüsengang  (diagnostische ERCP) .Steht  Mittwoch die Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie) auf dem Plan geplant ist O.P.Verfahren Laparoskopie (Bauchspiegelung oder  Schlüsselloch Verfahren )  wird aber höchstwahrscheinlich in Laparotomie Bauchschnitt enden.  schaun ma mal  ich hoffe Dienstag und Mittwoch Abends im Forum wieder activ zu sein nehme den Laptop mit, freier W.LAN Zugang
Gruß Udo     Im L.o.S. hätte die ganze Geschichte sicher  eine Stange Geld gekostet. Hier nur die Knappschaftskarte vorzeigen
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: Isan Yamaha am 03. Juli 2012, 01:13:25
 Im L.o.S. hätte die ganze Geschichte sicher  eine Stange Geld gekostet. Hier nur die Knappschaftskarte vorzeigen
Dem,ist nichts hinzuzufügen,wenn man keine KV hat.
Udo,
ich drücke dir die Daumen.
Das fast reparierte Moped. :D
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: udo50 am 03. Juli 2012, 02:07:43
Danke  LOTHAR  :D  Ehrlich gesagt ein wenig Muffe habe ich schon, das liegt aber daran  das sich Heutzutage der Patient durch  I.Nett o.ä. Informationsquellen  bald lückenlos vorher informieren kann. Man kann im Netz komplette Operationen anschauen, Auch die Patienten info mit all den Risiken und Nebenwirkungen die man unterschreiben muß trägt nicht gerade zur inneren Beruhigung bei.  Aber du hast ja selber unlängst eine Krankheitsgeschichte ich hoffe erfolgreich bewältigt.
Gruß Udo.   
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: TiT am 03. Juli 2012, 02:25:24
@Udo

Vor knapp einem Jahr war meine Galle "dran". Ursprünglich startete die OP minimalinvasiv, mußte dann aber mit dem klassischen Bauchschnitt (ca. 20 cm lang) fortgesetzt werden (im Medizinerdeutsch "Umsteigegalle"). Ich hatte halt einfach die OP zu lange hinausgezögert, was wohl zu Verwachsungen und Vernarbungen an meinen "Innereien" geführt hatte... Das hab ich aber natürlich erst nach meinem Aufwachen aus der Narkose mitgekriegt. Nun - trotz dem relativ großen Hauptschnitt und zwei kleinen Schnitten aufgrund der zuvor versuchten Schlüssellochtechnik war ich nach einer guten Woche wieder daheim. Die Beschwerden und Schmerzen hielten sich in Grenzen, obwohl ich zunächst zwei Drainagen (nach vier Tagen nur noch eine) drin hatte, die insbesondere beim Umdrehen im Bett recht lästig waren. Insgesamt verlief die Heilung aber unkompliziert, nach meiner Entlassung war ich noch 3 Wochen krank geschrieben, dann saß ich wieder am Schreibtisch. Schweres Heben etc. mußte ich mir aber noch ein paar Wochen länger verkneifen. Netter Nebeneffekt waren 15 kg Gewichtsverlust (leider inzwischen zur Hälfte schon wieder da  >: ). Also, nicht gerade ein Hochgenuß, aber selbst mit "großem Schnitt" auch kein Mega-Drama. Kopf hoch, wird schon.
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: udo50 am 03. Juli 2012, 02:32:46
Tit  Das baut mich wieder auf Kerl wie ein Baum  aber jammern,   --C  gibt,s  nicht     {; ;} }} {*
Bis morgen.  Udo
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: derbayer am 03. Juli 2012, 02:44:30

also Udo, bitte nicht nicht so mädchenhaft. .

Ein Kerl wie ein Baum.  Ein  germanisches Urgestein  sollte, könnte,  sich schon von einer etwas heldenhafteren  Seite zeigen.

Was soll deine  mandeläugige Verwandtschaft von dir halten ?  Eine deutsche Tanne fällt schon mal aber eine deutsche Eiche wie du doch nicht !

Sag mir lieber auf was du nach der  Gesundung wieder  Appetit hast .  Werde dann ein passendes Menue für dich schreiben.

Also alles Gute  .

 Ich trink mal ein lecker Pilsken auf dein Wohl!

Bernd
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: nompang am 05. Juli 2012, 10:54:00
Udo, wir wünschen Dir Glück für die Operation und gute Genesung. ;}

Geo und Hans, der Nompang
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: udo50 am 05. Juli 2012, 13:26:40

      Danke au an euch zwei  hübschen   ihr seit die letzten mit denen ich Kontakt hatte     MIT  GALLENBLASE  :] In 30 Minuten werde ich im Hemd ohne Taschen zum O.P. geschoben  von einer sehr  hübschen  Krankenschwester   {-- Viel  Spass beim  Match in Ratri Gruß an Walter und Geo  Udo
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: Bruno99 am 05. Juli 2012, 13:37:48
alles Gute Udo  ;}
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: udo50 am 05. Juli 2012, 21:34:49
Danke Bruno99  für den  Gruß.  So, nicht zu glauben ich habe soeben nach c.a.7 Stunden Wartezeit die Nachricht erhalten das die O.P.auf Morgen verschoben wird >:  Grund ist ein schwerer Verkehrsunfall mit mehreren Schwerverletzen .Und diese Klinik ist ein riesiges Kreiskrankenhaus  aber zugleich auch  Unfallklinik.  Aber besser verschoben auf Morgen wie unter Vollstress operieren {; denn Ärzte sind auch Menschen wie du und ich :] und unter Stress können der ärztlichen Zunft auch Fehler unterlaufen  {--.Nur die sind dann schwerwiegender aber auch  kaum wieder gut zu machen  und schwer nach zu weisen C--
Gruß Udo  Ach so, Bruno99 noch  Gratulation zum Moderator.  }} ;}
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: Bruno99 am 05. Juli 2012, 21:43:17
In 30 Minuten werde ich im Hemd ohne Taschen zum O.P. geschoben  von einer sehr  hübschen  Krankenschwester 

die wird ja hoffentlich dann morgen, in frischer Bluete, auch wieder dort sein   ;]

OK, dann viel Glueck fuer morgen Udo... toi, toi ,toi
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: farang am 06. Juli 2012, 01:48:30
Wünsche dir ich auch alles Jute. ;} ;} ;}
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: Isan Yamaha am 08. Juli 2012, 18:50:29
Hallo Udo,
und sind die Steine fort,und wie geht es dir. ??? ???
gruß Moped
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: udo50 am 08. Juli 2012, 21:02:58

   Hallo Lothar  .Danke der Nachfrage, soll Morgen aus der Klinik entlassen werden.  Die Steine liegen hier bei mir in der Schublade, die Gallenblase ist raus. Die größten Probleme hatte ich mit der Narkose, also Erbrechen danach u.s.w.. Am Freitag war die O.P. Montag werde ich ein Gespräch mit dem Oberarzt haben.Aber ich habe noch 3 Baustellen in meinem Balg die ich immer auf die lange Bank geschoben habe wegen Maloche. Bis Mitte nächsten Jahres muß ich rund erneuert sein .
Gruß Udo
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: derbayer am 08. Juli 2012, 21:28:39

Na denn ist ja erst mal gut. Gute Genesung sag ich da erstmal.

Auf deine ollen Tage nochmal Steinbruchbesitzer  :D 

Das ist ja schön,  daß man sich heutzutage nochmal aufs Alter generalüberholen lassen kann. Das ist ja wohl mehr als der große Kundendienst den du da machen läßt.

Aber : je mehr O P  s umso größer die Gefahr , daß  die mal  das Falsche Teil abschneiden  bzw. wegoperieren. 

Mein Tip:

Kauf dir mal einen Stempel   :

Ich bin :

UDO 50

Linkes Bein entfernen
nicht
das Rechte !

Danke

 
so ungefähr Udo. Und dann Klatscht du dir den Stempel überall drauf, wie ein Ganzkörper-tatoo

Besser wie das falsche Bein ab. Heute ist Sonntag und da darf man sich auch mal tiefgründige Gedanken machen!

Also alles Gute ! Unkraut vergeht nicht .

 
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: udo50 am 08. Juli 2012, 22:03:04

  DANKE Bernd kuckst du P.M
Gruß Udo
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: tolää am 08. Juli 2012, 22:14:54
UDO
Freut mich das Du die OP gut überstanden hast.
Jetzt kannst Du ja richtig mit Steinen um dich werfen......
Alles Gute.

lg tolää
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: Bruno99 am 08. Juli 2012, 22:28:11
Hallo Udo, auch von mir die besten Genesungswuensche

jetzt gehoerst du zu den Steinreichen  ;]
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: Seeteufel am 08. Juli 2012, 23:00:11
Die größten Probleme hatte ich mit der Narkose, also Erbrechen danach u.s.w..

Hallo Udo
Glückwunsch zur erfolgreichen OP. Ich wünsche dir eine schnelle Genesung. [-]

Erstaunlich sind für mich die Narkose-Probleme. Es sollte heute (eigentlich) kaum noch grössere Nebenwirkungen geben. Oder, ich habe einfach nur Glück gehabt, bei meinem letzten Power-Schlaf?! ???

Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: TiT am 08. Juli 2012, 23:21:53
Auch von mir die besten Wünsche zur weiteren Genesung.

Mit der Narkose ist das so eine Sache. Ich hatte bei meiner Gallen-OP da nicht die geringsten Probleme - trotz gut dreistündiger OP-Dauer. Meinem Zimmergenossen dagegen, gerade mal halb so alt wie ich und nach ca. 30 Minuten durch mit seiner Blinddarm-OP, dem ging es wie Dir...
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: Seeteufel am 08. Juli 2012, 23:32:59
Ich hatte bei meiner Gallen-OP da nicht die geringsten Probleme - trotz gut dreistündiger OP-Dauer.

Wow, bist du sicher, dass sie deine Wirbelsäule nicht auch gleich ausgewechselt haben? ;)
Das klingt ja nach "mittelschweren" Komplikationen. ???
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: TiT am 09. Juli 2012, 00:02:09
Stichwort "Umsteigegalle" (hab ich ein paar Posts weiter vorne schon beschrieben). War aber schon heftig laut Aussage des Chirurgen.
Titel: Re: Gallensteine
Beitrag von: drwkempf am 09. Juli 2012, 12:09:58
Lieber TIT,
Du hast halt bis zum letzten Augenblick gewartet. Bei massiven Entzuendungen oder Gewbeverwachsungen infolge einer langen chronischen Entzuendung kann die endoskopische Op, heute eigentlich der "Goldstandard", unmoeglich werden, die Chirurgen muessen dann sicherheitehalber "umsteigen".
Gallenblasenops erfolgen daher am besten imso genannten "beschwerdefreien Intervall".
Trotzdem - drei Stunden sind schon ganz ungewoehnlich lang. Meine laengste "Galle" hat 90 Minuten gedauert.

Narkoseprobleme sind heute eigentlich selten geworden. Die Zeiten des obligatorischen Kotzens sind vorbei, jedenfalls meistens.

Wolfram