Klugscheissermodus AN:
Das obenstehende Bild ist ein historischer Scherz- und Satirebeleg und keine echte Eintrittskarte oder Zeitungsannonce zu einer realen Veranstaltung.
Die Karte selbst ist als physisches Druckdokument antik (aus der Zeit um das Jahr 1910, erkennbar an der Jahreszahl-Vorgabe „191..“ und der Währung Kronen), aber der Inhalt ist ein reiner historischer Fake bzw.ein frivoles Souvenir aus der damaligen Wiener Kaffeehaus- und Wirtshauskultur.
Solche Karten, die auf humorvolle Weise das Rotlichtmilieu aufs Korn nahmen, wurden um 1910 herum als gedruckte Scherzkarten (oft im Postkartenformat) für Stammtische oder in Trafiken verkauft. Sie dienten der reinen Belustigung.
Die Karte greift das Wiener Prostitutionsmilieu des berühmten 7. Wiener Gemeindebezirks (damals ein Neubau, rund um den Spittelberg) auf. Ein „Verein der Freimädchen u. Hurentreiber“ existierte dort jedoch nie real als offizieller Verein.
Die angegebene Adresse „Spittelberggasse 166“ ist frei erfunden, da die echte Spittelberggasse in Wien zur damaligen Zeit nicht so viele Hausnummern besass.
Begriffe wie „Frau Fummel“, das „Nudelquartett“, ein „Preisbudern“ oder die „Schwanz- und Feigen-Schönheitskonkurrenz“ machen den satirischen Charakter überdeutlich.
Klugscheissermodus AUS.
Gruss, wasi-cnx