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Der Friedensflug von Rudolf H e ß nach Schottland
Quelle: DVD-Film „Geheimakte Rudolf Heß von Olaf Rose und Michael F.Vogt
Am 10. Mai 1941 -- eine Stunde vor Mitternacht -- flog Rudolf Heß mit einer Me 110 nach Schottland. Ziel war der Stammsitz des Lords und Herzogs von Hamilton. Heß war ein erfahrener Kampfflieger des I. Weltkriegs und besaß ein herausragendes fliegerisches Können.
Rudolf Heß, der Stellvertreter des Führers, überbrachte einen Vorschlag für einen Verständigungsfrieden mit England um eine Ausweitung des Krieges zu vermeiden. Bis heute ist ungeklärt ob dies im Auftrag von Hitler geschah oder ob es die Allein-Initiative von Heß war. Es deutet jedoch vieles darauf hin, dass Hitler eingeweiht war.
Der britische Historiker Martin A l l e n, auf dessen Initiative dieser DVD-Film gedreht wurde und der darin persönlich die verbindenden Worte spricht, verschaffte sich nach dem Krieg Einblick in die Akten des britischen Außenministeriums, dem „Publlc Rekord Office", auch das Gedächtnis Großbritanniens genannt. Denn die „Geheimakte Heß" ist bis zum Jahre 2017 gesperrt für jedermann und in einem von sieben atombombensicheren Bunker verwahrt, zusammen mit anderen für das Empire wichtigen Dokumenten, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. r diese Vorgänge auch ein Buch geschrieben:
„Churchills Friedensfalle", Man sollte beides kennenlernen.
Von September 1939 (Kriegsbeginn) bis März 1941 gingen ungefähr zwei Dutzend Friedensangebote an England. In einem Schreiben des Außenministeriums werden sie im Film aufgeführt:.
„Summary of Prinzipal Peace Feelers", (September 1939 -- März 1941) Die Friedensvermittler waren aus ganz Europa. Auch der Vatikan und Papst Pius gehörten dazu, ebenso Prince Edward VIII ( der englische Thronfolger), Goebbels, der schwedische Industrielle Dahlerius und Goerdeler vom deutschen Widerstand. Alle Friedensbemühungen scheiterten an dem unbeugsamen Widerstand von Churchill. Er sagte: „Wir können einen europäischen Krieg nicht mehr gewinnen, sondern nur noch einen Weltkrieg!"
Churchill war sich bewusst, dass je länger der Krieg dauert, desto eher werden Amerika und Russland in den Krieg eingreifen. Deutschland wollte den Krieg begrenzen und einen Friedensvertrag mit England schließen -- England bzw. Churchill wollte den Krieg ausweiten, wohl wissend, dass es sehr viele Todesopfer geben wird. Am Ende des II. Weltkrieges waren es 55 Millionen! (Von den 17 Millionen deutschen Kriegsopfern starben 11,7 Millionen NACH dem 8.Mai 1945, dem Tag der sog. "Befreiung"!!!!)
Lord Hamilton besuchte Ende des Jahres 1940 Hitler in Berchtesgaden. Dort unterhielt er sich auch mit Heß und fand ihn sehr sympathisch. Die Adoptivtochter von Sir Jan Hamilton, Roisin N.O'Mara-Vinard, erinnerte sich und schilderte in gutem Deutsch: Mein Adoptiv-Vater sagte, dass Hitler ihm ein Friedensangebot mitgegeben und ihn dringend gebeten habe, es an Churchill persönlich zu übergeben. Sofort nach seiner Rückkehr aus Berchtesgaden, überbrachte Hamilton das Friedensangebot Hitlers an Churchill und unterstützte es noch mit eigenen Argumenten. Dabei habe es zwischen beiden einen großen Streit gegeben. Churchill habe ihren Adoptiv-Vater ab diesem Tag unversöhnlich bekämpft und ihn sogar aus seiner Vertrauensstellung in der Regierung hinausgedrängt.
Lord Hamilton habe auch von seiner guten Unterhaltung mit dem Deutschen Rudolf Heß erzählt und dass er ihn für nächsten Sommer nach Schottland aufs Schloss eingeladen hat, was sie sehr begrüßt habe.
7-Punkte-Angebot an England
Schon einige Zeit vor dem Heß-Flug nach Schottland gab es ein 7-Punkte-Angebot. Eingebunden waren: Lord Hamilton, Lord Stewart, der Vatikan, der britische Botschafter in Spanien, sowie Prinz Edward VIII. Rudolf Heß flog selbst zu diesen Verhandlungen nach Spanien. Das Angebot enthielt diese Punkte:
Frieden mit Großbritannien
Deutscher Rückzug aus Frankreich, Norwegen, Dänemark, Belgien, Holland
Truppenreduzierungen bei allen Staaten
Zerstörung aller Angriffswaffen
Wiederherstellung eines polnischen Staates
Rückgabe der deutschen Kolonien
Reparationsleistungen für alle im Krieg entstandenen Schäden
Es zeigte sich jedoch, dass der schnelle Weg zum Frieden von England verbaut wurde und dass man dort auf Zeit spielte. Heute stellt sich die Frage, ob hinter Churchill vielleicht starke Mächte standen, die ihm seine sture ablehnende Haltung diktierten und aufzwangen