Teil 3Gegen 18:00 Uhr landete ich wieder in Rangoon. Hier wurde mir mein aufgegebener Rucksack wieder persönlich gebracht. Ich drückte dem Gepäckträger 500 Kyats Tip in die Hand, aber damit war er nicht einverstanden. Er hätte gerne 1000 Kyats gehabt.
Der durchschnittliche Tageslohn in Birma beträgt etwa 1000 Kyats. Ich war nicht bereit, für vielleicht 15 Minuten Arbeit einen Tageslohn zu bezahlen, und beließ es bei dem 500er.

Anschliessend verließ ich das Flughafengebäude. Vor dem Ausgang standen viele Taxifahrern herum. Da ich aber gelesen hatte, dass man als Taxifahrer nur mit Beziehungen hier auf Kundenfang gehen darf, kämpfte ich mich an ihnen vorbei und verließ das Flughafengelände. An der Hauptstraße vor dem Flughafen hielt ich dann ein vorbeifahrendes Taxi an, und es brachte mich wohlbehalten zum Ocean Pearl Inn.
Was nun mit dem angebrochenen Abend anfangen? Ich hatte Lust auf Live-Musik! Also fuhr ich zum Empeor Dagon-Muckeschuppen unweit von meiner Unterkunft.
Ich setzte mich an einen der zahlreichen freien Tische, trank ein paar Bierchen, und genoß die Gesangsdarbietungen der dort auftretenden Mädels. Um mich herum saßen Gruppen von Birmesen bei großen Bierzylindern oder Whisky. Es hatte etwas von Tawang Daeng in Thailand, aber doch deutlich mehr "basic"! Drei Unterschiede zu Thailand gab es aber doch: Die Mädels traten in normaler Straßenkleidung auf, es herrschte absolutes Foto und Videoverbot, und gegen 23:00 war Schluss! Ich weiss nicht, was mich davon am meisten störte!
Ich wußte nichts von dem Foto- und Videoverbot. Als ich mein zweites Foto machen wollte, kam die Bedienung zu mir, und machte mich freundlich auf das Verbot aufmerksam. Wie ich später erfahren habe, soll dies wohl dem Schutze der Mädels dienen. So ganz verstehe ich es aber nicht, denn es ging alles sehr gesittet zu!
Egal, ein Foto hatte ich ja, auch wenn ich gerne ein paar mehr gemacht hätte. Und Youtube muß nun auf ein Video verzichten!


Am folgenden Tag wollte ich mir etwas Kultur gönnen. Die Botataung-Pagode, und natürlich die Shwedagon-Pagoda standen auf dem Programm. Um viel sehen und Yanhoon spüren zu können, ging ich zunächst alles zu Fuß ab.
Zunächst machte ich mich vom Ocean Pearl Richtung Süden auf, um mir die Botataung-Pagode in der Nähe des Yangon-Rivers anzusehen.




Als ich mich auf dem Gelände der Pagode befand, setzte plötzlich ein wolkenbruchartiger Regen ein. Einige Jungs hatten aber einen heiden Spaß auf den glitschigen Fliesen.


Dann betrat ich das Innere der Pagode.


In einigen Ecken der Pagode saßen gelegentlich Leute und waren am meditieren. Einer forderte mich geradezu auf, ein Foto von ihm zu machen.

Nachdem der Regenguss aufgehört hatte, verliess ich die Pagode. Vor dem Eingang stand ein Bus voller Thailänder, die gerade ausstiegen. Es tat gut, mal wieder "kha" und "khrap" zu hören!!!
Einige Stellen der Straße glichen inzwischen Bächen.

Ich hatte die Hoffnung, trockenen Fußes meines Weges gehen zu können. Fast gelang es mir auch. An einem Straßenübergang kam aber leider Gegenverkehr auf mich zu, und ich mußte den schnellsten Weg zum Bürgersteig wählen. Er führte leider durch einen knöcheltiefen "Tümpel". So kam es, dass quitschende Töne meiner Turnschuhe meinen weiteren Weg begleiteten.

- Fortsetzung folgt -