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Autor Thema: Sieben Tage Birma  (Gelesen 3654 mal)

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Hancock

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Re: Sieben Tage Birma
« Antwort #15 am: 19. November 2013, 05:07:04 »

Am folgenden Tag erforschte ich South-Bagan. Da die Strecke etwas länger ist, mußte ich 13 US-Dollar für meine Kutsche investieren. Leider war es an dem Tag nicht mehr ganz so heiss, so daß ich mich von meinen Traum von den 50 Grad endgültig verabschieden mußte.  ???


















Die Mittagspause verbrachte ich in einer Raststation eines kleinen Dorfes. Ich wurde auch ein wenig herum geführt, und man hoffte, mir etwas verkaufen zu können.  - Es sah aus wie ein Museumsdorf, war es aber sicherlich nicht.






Nachdem sich ein kleiner Sandsturm, der sich zwischenzeitlich gebildet hatte, etwas beruhigt hatte, ging es weiter mit der Kutschfahrt.




Für den Sonnenuntergang entschied ich mich wieder für die Shwe San Daw Pagode.




Hier sind viele Kinder unterwegs und wollen Postkarten verkaufen. Lustig war ein Mädchen, das mich in perfekten, akzentfreien Deutsch begrüßte! - Ein anderes kleines Mädchen hatte ich zwei Tage zuvor auf später vertröstet. Als sie mich jetzt ankommen sah, rief sie mir gleich von oben zu: "Hello, you remember me?"! Dann kam sie die Pagode herunter gelaufen. Dieses Mal kaufte ich ihr einen Satz Postkarten ab, und machte dann später noch eine Aufnahme von ihr.






Ich lies den Tag nochmal Revue passieren:


Nach Abschluss meiner heutigen Tour machte ich es mir wieder in dem Strassenrestaurant an der Pyi Wa Pagode gemütlich. Anschliessend verbrachte ich noch einige Zeit in einem Biergarten unweit des Restaurants.




Ich traf während meiner Tage in Bagan oft die gleichen Leute. Immer und immer wieder lief man sich über den Weg. Heute verabschiedete sich einer von ihnen bei mir. Ein Reiseführer aus Birma, der mit seinen zwei Gästen am nächsten Morgen nach Mandalay weiter wollte.

Kurz nach 22:00 Uhr, als die meisten Gäste schon gegangen waren, begannen die Angestellten die Tische zusammen zu rücken. Anschliessend rollten sie auf die Tischen Matratzen aus und legten sich auf darauf zum schlafen. Selbst in der für Myanmar-Verhältnisse "Touristenhochburg" Bagan stellt man den Angestellten kein Zimmer zu Verfügung!!
Aber vielleicht wollten sie auch nur im Freien übernachten. Ich hoffe mal!  :)


Der folgende Tag sollte schon mein letzter Tag in Bagan sein. Ich ging noch kurz etwas einkaufen.




Nachmittags fuhr man mich dann wieder in einem behinderten Fahrzeug zum Flughafen, wo mein Flieger kurz nach 17:00 Uhr Richtung Rangoon abhieb. Selbstverständlich erkannte ich auch in diesem, wieder spärlich besetzten Flieger einige Gesichter!




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Hancock

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Re: Sieben Tage Birma
« Antwort #16 am: 22. November 2013, 04:04:30 »

Teil 3


Gegen 18:00 Uhr landete ich wieder in Rangoon. Hier wurde mir mein aufgegebener Rucksack wieder persönlich gebracht. Ich drückte dem Gepäckträger 500 Kyats Tip in die Hand, aber damit war er nicht einverstanden. Er hätte gerne 1000 Kyats gehabt.
Der durchschnittliche Tageslohn in Birma beträgt etwa 1000 Kyats. Ich war nicht bereit, für vielleicht 15 Minuten Arbeit einen Tageslohn zu bezahlen, und beließ es bei dem 500er.   --C

Anschliessend verließ ich das Flughafengebäude. Vor dem Ausgang standen viele Taxifahrern herum. Da ich aber gelesen hatte, dass man als Taxifahrer nur mit Beziehungen hier auf Kundenfang gehen darf, kämpfte ich mich an ihnen vorbei und verließ das Flughafengelände. An der Hauptstraße vor dem Flughafen hielt ich dann ein vorbeifahrendes Taxi an, und es brachte mich wohlbehalten zum Ocean Pearl Inn.

Was nun mit dem angebrochenen Abend anfangen? Ich hatte Lust auf Live-Musik! Also fuhr ich zum Empeor Dagon-Muckeschuppen unweit von meiner Unterkunft.

Ich setzte mich an einen der zahlreichen freien Tische, trank ein paar Bierchen, und genoß die Gesangsdarbietungen der dort auftretenden Mädels. Um mich herum saßen Gruppen von Birmesen bei großen Bierzylindern oder Whisky. Es hatte etwas von Tawang Daeng in Thailand, aber doch deutlich mehr "basic"! Drei Unterschiede zu Thailand gab es aber doch: Die Mädels traten in normaler Straßenkleidung auf, es herrschte absolutes Foto und Videoverbot, und gegen 23:00 war Schluss! Ich weiss nicht, was mich davon am meisten störte! 

Ich wußte nichts von dem Foto- und Videoverbot. Als ich mein zweites Foto machen wollte, kam die Bedienung zu mir, und machte mich freundlich auf das Verbot aufmerksam. Wie ich später erfahren habe, soll dies wohl dem Schutze der Mädels dienen. So ganz verstehe ich es aber nicht, denn es ging alles sehr gesittet zu!
Egal, ein Foto hatte ich ja, auch wenn ich gerne ein paar mehr gemacht hätte. Und Youtube muß nun auf ein Video verzichten!  :(




Am folgenden Tag wollte ich mir etwas Kultur gönnen. Die Botataung-Pagode, und natürlich die Shwedagon-Pagoda standen auf dem Programm. Um viel sehen und Yanhoon spüren zu können, ging ich zunächst alles zu Fuß ab.

Zunächst machte ich mich vom Ocean Pearl Richtung Süden auf, um mir die Botataung-Pagode in der Nähe des Yangon-Rivers anzusehen.










Als ich mich auf dem Gelände der Pagode befand, setzte plötzlich ein wolkenbruchartiger Regen ein. Einige Jungs hatten aber einen heiden Spaß auf den glitschigen Fliesen.  ;D




Dann betrat ich das Innere der Pagode.






In einigen Ecken der Pagode saßen gelegentlich Leute und waren am meditieren. Einer forderte mich geradezu auf, ein Foto von ihm zu machen.




Nachdem der Regenguss aufgehört hatte, verliess ich die Pagode. Vor dem Eingang stand ein Bus voller Thailänder, die gerade ausstiegen. Es tat gut, mal wieder "kha" und "khrap" zu hören!!! 

Einige Stellen der Straße glichen inzwischen Bächen.




Ich hatte die Hoffnung, trockenen Fußes meines Weges gehen zu können. Fast gelang es mir auch. An einem Straßenübergang kam aber leider Gegenverkehr auf mich zu, und ich mußte den schnellsten Weg zum Bürgersteig wählen. Er führte leider durch einen knöcheltiefen "Tümpel". So kam es, dass quitschende Töne meiner Turnschuhe meinen weiteren Weg begleiteten.  ;D



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Hancock

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Re: Sieben Tage Birma
« Antwort #17 am: 23. November 2013, 03:42:46 »

Als nächstes ging es für mich an der mir ja schon bekannten Sule-Pagoda vorbei Richtung Shwedagon-Pagoda.




Verkehr in Rangoon



Zitat
Die Shwedagon-Pagoda ist der wichtigste Sakralbau und das religiöse Zentrum Birmas in Rangun. Sie gilt als Wahrzeichen des ganzen Landes und ist eine der berühmtesten Stupas der Welt. Erbaut auf dem stark befestigten und mit zwei Terrassen geschmückten Hügel Pegu-Joma, überragt das Bauwerk auch heute noch die ehemalige Hauptstadt.
Der Legende nach ist die Shwedagon Pagode mehr als 2500 Jahre alt. Das Gewicht der Goldplatten der Hauptstupa wird auf 60 Tonnen geschätzt, an der Spitze befindet sich ein 76-karätiger Diamant.

Quelle: Wikipedia


Nach einem kleinen Umweg erreichte ich dann den Ort meiner Begierde.

Ich hatte eine hohe Erwartung an diesen Ort, und ich muß sagen: Er hat die Erwartungen erfüllt! Es war schon fantastisch, bei Sonnenuntergang an diesem Ort zu verweilen.






Das Fegen gilt als besondere Ehre, und man freut sich über diese Aufgabe.  :-)




















Impressionen



Abends machte ich mich dann an dem Straßenlokal gemütlich, welches ich bereits an meinem ersten Abend in Rangoon besucht hatte. Ein halbwüchsiger Junge, der dort als Bedienung arbeitete, freute sich, mich wieder zu sehen. Wir hatten uns schon bei meinem ersten Besuch gut unterhalten. - Was man so "gut" nennt, der Slang machte mir doch teilweise arge Probleme!   ;D





Mein letzter Tag in Birma brach an. Ich ging zunächst noch etwas einkaufen, immer an den Notstromaggregaten vorbei.




Um 14:20 startete mein Flug nach Bangkok, wo ich um 15:50 landete.

An der Immigration des Flughafens herrschte tote Hose. Es waren nur wenige Schalter besetzt, und vor jedem besetzten Schalter stand nur eine Person. Pakate waren ausgehängt, auf denen von Ausgangssperre zu lesen war. An der Gepäckausgabe liefen deutlich mehr Bedienstete rum als Reisende. Die Wirklichkeit hatte mich wieder....   :(




- Ende -
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