Die Pest-Propaganda geht weiter
❌Das russische Pestlabor-Projekt soll Berichten zufolge Forschungsgelder in Höhe von 800.000 Dollar vom Gesundheits- und Sozialministerium unter RFK Jr. erhalten haben (dailymail)
Was hier als Enthüllung verkauft wird, ist vor allem ein Lehrstück darüber, wie aus mehreren losen Verbindungen eine möglichst spektakuläre Geschichte konstruiert wird. Aus einem NIH-Zuschuss an eine amerikanische Universität für Forschung an Füchsen wird über eine russische Partnerinstitution, die wiederum früher mit einem Anti-Pest-Institut zusammengearbeitet hat, plötzlich eine Geschichte über „RFK“ und ein „russisches Pestlabor“
Kennedy hat weder persönlich Geld an das Irkutsker Institut überwiesen, noch wurde mit diesem Zuschuss Pestforschung finanziert.
Noch dünner wird die Konstruktion, wenn sie mit dem aktuellen Todesfall in Irkutsk verknüpft wird: Bis heute ist nicht einmal bewiesen, dass die verstorbene Wissenschaftlerin an Pest erkrankte, dass überhaupt ein Pestausbruch existiert oder dass es einen Laborunfall gab.
Genau so funktioniert suggestive Berichterstattung: Man stellt reale, aber voneinander getrennte Fakten nebeneinander – Kennedy, US-Steuergeld, Russland, Pestlabor, mysteriöser Todesfall – und überlässt es dem Leser, daraus die gewünschte Verbindung herzustellen. Was als investigative Enthüllung daherkommt, ist damit vor allem ein Beispiel dafür, wie durch Schlagzeilen und Assoziationen eine Geschichte grösser und bedrohlicher gemacht werden kann, als es die bisher bekannten Fakten hergeben.
Telegram -
https://archive.is/379w1