Gerade kommen wir aus Laos zurück, und ich will euch das nicht vorenthalten:
Auf der Strasse Viengtiane nach Vang Vieng habe ich auf die LKW mit den Hmongs gewartet. Diese wurden von TH nach Laos abgeschoben, in das Lager kam man nicht rein. Auch die Verteilung blieb Geheimnissvoll, niemand erfuhr etwas genaues. Nun kommt aber dem erfahrenen Laosprofi der Umstand entgegen, in Laos gibt es nur wenige ausgebaute Strassen.
Man mußte nur warten.
Und dann kamen sie, die LKW der Armee, voll mit Flüchtlingen. In Hin Hoep an der großen Brücke habe ich sie fotografieren können, dann ging es weiter nach Müang Füang. Die neue Brücke wird Ende Januar eröffnet.
Dieses Nest ist nicht mal auf Google Erde zu finden. Kurz vor der Brücke geht es links ab, die "Strasse" ist eine Zumutung. Nur Schrittgeschwindigkeit, umgestürzte Autos und roter Dreck.
Nach etwa 2,5 Stunden gabelt sich die Strasse, rechts geht es zum Lager 2, es hängen sogar für die Bevölkerung Banner rum.
Das Lager wird "Jacksent" genannt, bedeutet Internierungslager auf Laotisch.
Niemand darf rein und auch keiner raus. Halt, doch, ein Auto des Kollegen der KPL kam mir entgegen. Die KPL ist die News Agentur der Volksrepublik Laos, Kommunistische Presse Laos übersetzt. Der Sitz der tollen Einrichtung ist in Vientiane kurz vor dem Restaurant Kob Jai Dö.
Natürlich wurde sofort die Polizei gerufen und der Herr aus D mündlich verwarnt. Man zeigte mir den Ort wo ich sonst die Nacht verbringen müßte, dieses nette 6-Zellen-Gefängnis.
Hatte ich keine Lust drauf, lieber noch Schulkinder und Natur fotografieren gehen.
Der UNHCR in Bangkok freute sich über die Meldung von mir, immerhin sind 1000 Hmong nun vom Aufenthaltsort her bekannt. Wird wohl erst mal mein letztes Mal Laos gewesen sein, habe nun schon mehrere Verwarnungen erhalten. Lebensnotwendig ist der Kontakt mit Reporter ohne Grenzen in Paris, denn die BRD-Botschaft kann man vergessen.
DIE BILDER HABE ICH WEG GELASSEN!!