@ Cee, danke das du dich wacker darum bemühst, mein "Gesicht zu wahren".
Doch deine Mühe ist völlig unnötig, weder versuche ich vom Thema abzulenken, noch betreibe ich hier eine Korinthenkackerei (Als Korinthenkacker bezeichnet man hierzulande Leute die
bei anderen jede kleine Nebensächlichkeit bis auf's i-tüpfelchen genau nehmen wollen, bei sich selbst jedoch fünfe gerade lassen).
Dein Vergleich mit der Blutwurst hat etwas, alle Achtung!

Ich habe lediglich versucht, für jeden Laien verständlich, Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Faserplatten im Allgemeinen, und Spanplatten aufzuzeigen. Für tief-schürfend interessierte habe ich den Link zu einem Patent für Faser-
und Span-Plattenherstellung hinzugefügt, welche meine laienhafte Beschreibung untermauert.
Das du für einen Auftrag wo vertraglich festgeschrieben ist das MDF-Platten verwendet werden
müssen keine Spanplatten verwendet darfst, ist mehr als logisch und bedarf daher keiner tiefer gehenden Diskussion. Dein Kunde würde vermutlich auch deine innovativen Blutwurstplatten nicht akzeptieren.
Doch genug abgeschweift, kommen wir nun auf deinen Vorschlag zurück:
Betrachten wir den Unterschied zwischen den regulären Produkten, der Spanplatte und
dem MDF, von der Kosten- und Bearbeitungsseite her, ...
Wie du richtig erwähnst, ist Spanplatte billiger als MDF, andererseits ist
MDF von der Festigkeit etc. der Spanplatte weit überlegen. Passender wäre es daher Spanplatte mit
LDF und OSB zu vergleichen.
Doch bleiben wir ruhig beim Vergleich MDF- vs Span-Platte.
Einige Vorteile von MDF-Platten hast du schon genannt. Trotzdem verwenden Möbelfabriken vorwiegend die minderwertige(re)n Spanplatten, vielleicht mit Ausnahme namhafter Küchenhersteller, die zumindest für Türen und Arbeitsplatten MDF verwenden.
IHMO sind alle bislang in Thailand erhältlichen industriell gefertigten Möbel von minderwertiger Qualität. Nicht nur das Grundmaterial (weiche Spanplatte), sondern auch die Oberflächenbeschichtung, wo meist statt Holzfurnier nur eine in Holzdekor bedruckte Papierschicht mehr Schein als Sein darstellt.
Das mag ausreichen für einen einfachen Thai-Haushalt, oder ein "Room for Rent".
Wir "Farangs" haben höhere Qualitätsansprüche, insbesondere wenn wir ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung möblieren wollen, müssen wir mangels Angebot (wie bei Ikea etc.) modular aufgebauter Qualitäts-Wohnwände meist auf Einzelanfertigung vom Schreiner zurückgreifen.
Hier ist die grundlegende Frage: Massivholzmöbel oder Furnier mit -?- als Grundmaterial?
Der Schreiner will natürlich das übliche 08/15 verwenden.
Vielleicht schafft man es mit viel Glück ihn dazu zu überzeugen das er besseres Kernmaterial verwendet. - Der "typische" Deutsche will vermutlich eine dekorative Echtholz-Oberfläche haben. Das wollte ich "damals" auch. Allerdings musste ich feststellen das die in Thailand nicht unbedingt ratsam ist.
Mir wurden vom Schreiner, neben Massivholz, drei Furnier-Möglichkeiten vorgestellt:
1. Hauchdünnes Edelholzfurnier.
Leider ist es so dünn das sich der Leim durchdrückt, und bei unsauberer Verarbeitung (die ist in Thailand nun mal üblich

) bleiben Stellen wo das Grundmaterial durchschimmert nicht aus.
2. Etwa 4 Millimeter dicke Sperrholzplatten.
Vom Prinzip her könnte es die ideale Lösung sein, doch ist die Deckschicht ebenfalls so dünn wie bei 1.

3. Echtholzfurniere von ca. 4 mm Dicke.
Leider sind diese nicht gerade billig, und (zu) schwer zu verarbeiten. Man sollte sich nicht wundern wenn sich die Schicht nach kurzer Zeit stellenweise löst, da die Klebepresse des Schreiners nicht die Beste ist, oder er mit dem Leim gespart hat.

Doch eine Sache hatte mir endgültig den Rest gegeben:
Die nach mehrfachen Mäkeln und Austauschen endlich (fasst) akzeptablen Schranktüren wurden im letzten Arbeitsgang vom Schreiner mit brauner Farbe überstrichen, so das vom teuren Echtholz nicht mehr viel zu sehen blieb.

Das Zeugs herunter zu kriegen ist völlig unmöglich. Bei einer Tür hatte ich es mit Abbeizer etc. versucht. Es wurde nur noch schlimmer, da sich dabei der Leim löste etc. .
Fazit: So schnell werde ich keinen th. Schreiner mehr beauftragen, und Echtholzoberfläche kommt für mich überhaupt nicht mehr in Frage. Ich hoffe darauf das bald Ikea-Thailand aufmacht. Alternativ dazu würde ich mir meine Möbel selbst bauen - Aus MDF, und zum Lackieren zu einer professionellen Autolackierei bringen.