@ Non2011 - Solche Verbraucher wünschen sich die Pharma-Unternehmen!
Vermutlich hast Du nicht den folgenden Beitrag gelesen: "FDA Reverses Its Position on Daily Aspirin Use -
http://articles.mercola.com ...
"New England Journal of Medicine 2005: Ten-year study at Harvard involving nearly 40,000 women found no fewer heart attacks or cardiovascular deaths among woman receiving aspirin therapy."
Das magensaftresistente "Aspirin protect 100 mg" (100 Stück 11,80 Euro) gibt es übrigens erst seit 2004, nachdem es mit dem alten Aspirin 100 mg beachtliche Magenprobleme gab. 100 Stück "ASS 100 mg ratiopharm protect" kosten übrigens nur 4,05 Euro - in einer Versandapotheke nur 1,69 Euro.
Bekanntlich wird empfohlen, das Medikament mit reichlich Wasser einzunehmen, damit es sich leicht im Magen aufloest und nicht an der Innenwand des Magens mit dem unverdünnten aggressiven Inhalt kleben bleibt. Hat Bayer die Darmwände von Aspirin protect-Versuchspersonen untersucht, wo dieser hohe Verdünnungseffekt nicht besteht? Derartige Untersuchungen sollten erfolgen, bevor das Präparat eingeführt wird.
Mit einer Anwendungsbeobachtung (AWB) von 577 Allgemeinmedizinern an 2.739 Patienten wurde das neue Präparat in den Markt gedrückt (
www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=1741). Die willfährigen Ärzte, die sich an einer solchen fragwürdigen AWB beteiligen, erhalten im allgemeinen 100 Euro pro Patient für eine solche "Beobachtung" eines neuen Arzneimittels.
Das bedeutet, dass diese AWB die Firma Bayer 273.900 Euro gekostet hat, womit sie sich ständige Verordner ihres Präparates gesichert hat. 2009 wurden trotz des hohen Aspirin-Preises 60 Mio. Tagesdosen Aspirin N/-protect für 0,11 Euro pro Tagesdosis verordnet = 6,6 Mio. Umsatz. Somit hat sich der kostspielige AWB-Aufwand für Bayer gelohnt - allein 2009 und auch in den folgenden Jahren.
Ärzte, die nicht an dieser AWB teilnahmen, verordneten 2009 "ASS 100 ratiopharm protect" (175 Mio. Tagesdosen für 0,04 Euro pro Dosis) oder "ASS 100 HEXAL" (127 Mio. Tagesdosen für 0,04 Euro pro Dosis) - Quelle: Anwendungs-Report 2010.
Zu den fragwürdigen AWBs der Kommentar von Prof. Karl Lauterbach im Tagesspiegel:
"Legale Form der Korruption" -
www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/gesundheitspolitik-legale-form-der-korruption/1609088.htmlDer Aufwand für eine AWB ist sehr gering: Meist ein einseitiger Fragebogen mit leicht zu beantwortenden Fragen (es müssen Fragen bzw. Antworten nur angekreuzt werden) - also leicht verdientes Geld für den Arzt.
Was sagt denn unser Bayer-Freund "Non2011" dazu, dass Aspirin auch als Brause-Tablette in den oeffentlichen Medien beworben wird (im Video wird gezeigt, wie sich der Bayer-Mitarbeiter das Aspirin-Pulver in ein Glas Wasser schüttet)? Bei dieser Aspirin-Zubereitung wird der Magen aber nicht geschützt.