Auf Anstoß unseres Doktors schreibe ich auch einen Blick aus meiner Sicht nieder...

Wenn jemand mit dem Gedanken spielt, für längere Zeit -relaxt- nach Thailand zu ziehen
- sollte er nach meinem Dafürhalten zunächst mal nicht gezwungen sein, einem Gelderwerb nachgehen zu müssen
(d.h. ein finanzielles Polster und/oder den Eingang einer monatlichen Zahlung (Rente, Pension...) sein Eigen nennen)
Kommt jemand allein, macht es Sinn, sich zunächst ein Guesthouse-Zimmer oder ein kleines Condo zu mieten und möglichst
viele Orte und Gegenden zu besuchen.
Ein guter Ausgangspunkt ist wohl "mittig" im Land, dann gehts locker in alle Himmelsrichtungen. Der Mietpreis eines kleinen Condos
in Jomtien beläuft sich auf etwa 10.000 Baht (je nach Ausstattung und nachdem, wie nahe zum Meer/Strand) monatlich.
Durch das Herumreisen (Nok-Air, AirAsia, Bangkok-Air bieten oftmals Sonderpreise für Domestic-Flights) wird einem vielleicht klarer,
wohin man letztendlich für Monate oder Jahre ziehen möchte (Berge im Norden, etwas kühleres Klima/Remmidemmi im Seebad/schöne Strände im Süden usw.).
Ist die Wahl der Örtlichkeit getroffen, empfehle ich die Anmietung eines Häuschens mit kleinem Garten. Zum Einen hat man da immer
was zu kruschen (den Garten pflegen, etwas anpflanzen usw.) und es wird einem nicht so schnell langweilig, weiterhin kann man bei
Bedarf easy ein Haustier halten (in Condotels/Appartementhochhäusern ist dies meist nicht erlaubt)
- und letztendlich hat man genügend Platz für einen etwaigen Partner. Für eine längere Zweierbeziehung ist es nach meiner Erfahrung nicht
zuträglich, ständig nur in einem Zimmer zu leben - schön, wenn man sich auch ab und an "aus dem Weg gehen kann".
Der Mietpreis für ein Häuschen ist je nach Gegend unterschiedlich; in ChiangRai beispielsweise gibt es kleine Bungalows (3 SZ, 2 Badezimmer)
bereits ab 5.000 Baht monatlich (Sinthanii 3 Village - oder auch in BanDu); ein großes Haus mit Megagarten kommt auf 10.000 Baht. Dazu kommen
Unkosten für Strom (ca. 2.000 Baht, je nach AirCon-Nutzung), Internet (ca. 800 Bath), evt. eine kleine Summe für Wasser und (falls vorhanden) Security.
Im Seebad kann man für 15.000 Bath durchaus nette Bungalows mieten. Dieses Preisniveau gilt auch für AoNang/Krabi im Süden.
Häuser sind oftmals bereits teil-/möbliert; falls nicht, kann man erstmal einfache, günstige Möbel allerorts bei Billigmärkten erstehen.
Wohnt man dann endlich, ist an die Anschaffung eines Fahrzeuges zu denken. Fühlt man sich auf einem Moped im thailändischen Straßenverkehr sicher,
kann man zunächst mal einen gebrauchten Scooter (Honda Wave u.a.) kaufen - es muss ja nicht ein Neufahrzeug sein. Für grob 20.000 Baht sollte man
da schon etwas Brauchbares finden.
Der Unterhalt besteht aus den individuellen Benzinkosten und etwa 500 Bath jährlich für den Aufkleber (Steuer/Versicherung) - wird von der Polizei kontrolliert.
(Ein größeres Motorrad ist da deutlich teurer).
Will man nicht nur auf dem Roller herumfahren (speziell in der Regenzeit), steht die Anschaffung eines Autos im Raum. Auch hier mein
Tipp: Es muss nicht zwingend ein Neuwagen sein ! Schaut euch bei den Vertragshändlern (Ford-Autohaus, Toyota- usw.) um, die haben in der Regel haufenweise
in Zahlung gegebene Gebrauchtwägen vor Ort -> sie werden vor dem Weiterverkauf durch die eigene Werkstatt komplett durchgecheckt.
Je nach Fahrzeugart sollte man für etwa 300.000 Bath einen anständigen Wagen bekommen.
Auch hier besteht der Unterhalt aus den Kraftstoffkosten und
-> bei unserem Ranger etwa 5.000 Baht im Jahr für den obligatorischen Aufkleber (Steuer/Versicherung).
Nun wohnt man und ist mobil. Die Kosten für Nahrung differieren erheblich, je nachdem, ob man hauptsächlich daheim kocht,
Nudelsuppen am Straßenrand isst oder doch eher feine Restaurants aufsucht.
Selbst, wenn man für zwei Personen aufkommen muss, dürften die schon genannten 40.000 Baht monatlich ausreichen.
Ein gewisses finanzielles Polster in der Hinterhand schadet dennoch nicht
(Reparaturen an den Kfz (meist billig-aber dennoch zu bezahlen), plötzliche Arztbesuche, Flugtickets nach Europa usw.).
Jetzt fällt mir grad nix mehr ein...

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Na ja, es wurde immerhin deutlich mehr als bei so manchem Drei-Zeilen-Schreiber

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... und -> natürlich kann man seine "Auswanderung" auch gänzlich anders angehen...

PS.
All unsere Kraftfahrzeuge sind auf Thai-Namen zugelassen
- inwieweit eine unterschiedliche Preisgestaltung (jährliche Kosten bei der Zulassungsstelle) bei Farang-Fahrzeughaltern besteht,
entzieht sich meiner Kenntnis.