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Autor Thema: Geschichten aus Hinterindien  (Gelesen 449542 mal)

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Antares

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1350 am: 30. Dezember 2010, 05:14:57 »

Hallo zusammen, sehr informativ und verständlich der Aufsatz, nur was sollen den die Thais mit einer "Full HD"1920 x 1080 Auflösung anfangen? Die Auflösung kommt doch nur dann zum tragen wenn die ganze Übertragungskette diese Qualität liefert. Die Serien werden wohl kaum in dieser Qualität aufgenommen und nachbearbeitet, geschweige denn vom Kabelprovider angeboten. Auf Samui schafft es die Kabelfirma das 16:9 Sendeformat der Deutschen Welle (DWTV) zu beschneiden und 4:3 daraus zu machen. Fehlt dann ein bischen etwas an Bildinformation.....in Hinterindien. Darauf angesprochen reagiert die Firma mit dem Argument das ja sonst auf "normalen" Fernsehern oben und unten schwarze Balken zu sehen wären. Das ist dem Kunden nicht zuzumuten. So ist das dort.

Trotzdem fliege ich ab Sylvester wieder  dorthin, die Kältestrahlung in Deutschland ist wirklich schlimm zur Zeit.

Grüße

Marcus


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Low

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Wie vertrödeln die Nachbarn ihre Zeit? II
« Antwort #1351 am: 30. Dezember 2010, 12:40:17 »

Wie vertrödeln die Nachbarn ihre Zeit?

Die Fortsetzung zeigt die voraussehbaren Folgen bedingt durch die Paarung von nahezu grenzenloser Technik mit galoppierendem
Unverstand in einer inflationären Scheinwelt.

Der neue Chef meines Schülers hatte einen extrem guten Riecher fürs Geschäft. Er sah die verärgerten Gesichter enttäuschter Kunden mit
verlockenden LCD- und Plasma-Bildschirmen, die viel versprachen, wegen veralteten Bildquellen und totaler technischer Überforderung
verbunden mit falscher Verkabelung wenig hielten. Wer liest in diesem Land schon freiwillig eine Gebrauchsanweisung?

Er verkaufte preiswerte Gerätchen, welche Bilder fragwürdiger Qualität ähnlich wie Grafikkarten in Computern hochrechneten und Ausgangssignale
in wählbaren Formaten lieferten. Die Bildsignale gelangen an Cinch (RCA)  Anschlüsse. Für hochwertige Anwendungen stehen dann HDMI oder
optische Stecker zur Verfügung.
Die Kästchen enthalten nicht nur Grafikprozessoren (z.B. Realtek), diverse Tonsysteme und Internet-Radio, sondern austauschbare Festplatten
von fünfhundert Gigabyte bis vier Terabyte. Der ganze Zauber wird von freundlichen Menschen ins Haus geliefert. Sie schliessen all die Kabel an
und spielen mit den Geräten, bis alles scheinbar bestens funktioniert.
Da sich in Hinterindien eine leere Festplatte nicht von selbst füllt, bietet die Firma auf ihren Maschinen je nach Preislage und Speicher von
sechzig bis zu hundert und mehr Spielfilmen an. Die Technik ist relativ hochwertig, speziell im Vergleich mit dem Softwareangebot. Die Hauptsache
ist, die Filme sind brandneu, es knallt trommelfellerweichend in Dolby und Blut fliesst analog oder digital simuliert in Strömen.

Im Beautysalon verkaufte der junge Mann bereits am ersten Abend sechs Geräte im Gegenwert von etwa 50 000 Baht. Am nächsten Tag stürmten
bereits zehn neue Kunden nach Feierabend des Technikers das Geschäft. Teilweise verlangten sie zusätzlich kostspielige HDTV Monitore mit allem
Zubehör für Dolby Surround. Die Lieferungen erfolgen gegen bar innerhalb vierundzwanzig Stunden. Wer wollte sich so ein Schnäppchen entgehen
lassen? Teure, komplizierte, technisch nicht immer ausgereifte Laptop und PC Video-Anwendungen verloren damit bei den meisten Kunden ihren
Platz endgültig.

Um die Qualität der Produkte zu gewährleisten, übergab man mir fast täglich Neuheiten vom Markt, welche wir eingehend testeten. Das ging von
den eigentlichen Unterhaltungskonsolen mit Fernbedienungen, über hochwertige und verlockende, in den meisten Fällen sinnlosen Schurter-
Netzanschlüssen bis zu wichtigen vergoldeten RCA und HDMI Signalkabeln.
Der Geschäftsinhaber war von meiner Arbeit und den verständlichen schriftlichen Berichten erfreut. Es war mir ein Vergnügen. Als Anerkennung
schenkte er uns eines seiner besseren Geräte.

Im Sommer schleppte ich ein kleines Internetradio von REVO aus Europa mit. Das WIFI Gerät lässt weltweiten Radioempfang zu, ohne dass ein
PC eingeschaltet ist. Für das gleiche Geld hätte ich jedoch hier eine Wunderkiste mit Festplatte und Filmen kaufen können. Diese Geräte verfügen
zumeist über Internetradio. Der Klang ist erstklassig und Übertragungsgeräusche werden sauber weggefiltert. Es tönt nicht wie am REVO, wo ich
zeitweise beim Radiohören das Gefühl habe, die Techniker spielen ohne zu sprechen Karten und stossen dazwischen mit ihren Krügen fleissig an.
Obwohl ich während langer Zeit überall nach Empfängern für Internetradio nachfragte, beispielsweise bereits am 10. Dezember 2008:
http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=1204.msg27383#msg27383, erhielt ich keine Antworten.
Vor einigen Monaten wussten nicht einmal die Anbieter, dass ihre Geräte neben gigantischen Festplatten programmierbare Empfänger enthalten.

Die Vorführungen im Beautysalon laufen ungebremst weiter. Dick kassiert als Vermieterin munter mit. Ihre Kundinnen verlassen nicht nur mit
gestylten Frisuren, sondern mit neuen Investitionsideen das Geschäft. Die Mundpropaganda begeisterter Kunden liess die Nachfrage für die
Geräte fast exponentiell ansteigen. Die Kauflust im Dorf dürfte dank der Gratifikationen bis Neujahr grösstenteils gesättigt sein.
Dagegen spricht ein Angebot der Lieferfirma: Neue Filme werden bei Bedarf auf die Festplatten kopiert. Die Kosten pro Film betragen Bruchteile
einer DVD oder Blu-ray-Scheibe. (6)

Nun zur Preisfrage: Wie lange dauert es im Mittel, bis sechzig Filme abgespult sind? Wie vertrödeln die Kunden ihre Zeit? In einem Tag schaffte
es bisher keiner. Eine bis zwei Wochen genügen. Zehn bis zwölf Stunden Flimmerkiste mute ich mir auch mit neuer Technik nicht zu.

Ich erinnere mich an einen Professor der Medizin, welcher mich in den achtziger Jahren längere Zeit betreute und eines Tages fragte:
„Low, ich habe ein Problem mit einem Patienten. Er beschwerte sich über extreme Ermüdungserscheinungen im Büro bei Bildschirmarbeiten.
Sie haben einige Erfahrung mir EDV. Was meinen Sie dazu?“
Ich fragte zurück:
„Wie gross ist sein Bildschirm? Was macht er in der Freizeit? Wandert er? Führt er seinen Hund oder seine Kätzchen mit und ohne Samtpfötchen
aus?“
Eine Woche später sah ich den Professor wieder. Er sagte, nach dem er meine Laborberichte ausführlich interpretierte:
„Jeweils am Feierabend konsumiert dieser Patient täglich von etwa neunzehn Uhr bis gegen Mitternacht Fernsehprogramme und Video-Kassetten.
Der ahnungslose Arbeitgeber mutet seinem Nachtschicht schiebenden Mitarbeiter tagsüber Bildschirmarbeit zu. Das Bildschirmflimmern ist keine
Einbildung. Übrigens hat er ein Magenleiden, offenbar durch all die unverarbeiteten Desaster, erregenden Sex, ungelöste Mordfälle und durch
tröstendes Bier mit viel Salzgebäck verursacht!“
Ein anspruchsvolleres Hobby konnte man dem Abhängigen damals nicht zumuten. Teures Viagra wurde von Pfizer erst ab 1998 angeboten. (7)

Dreissig Jahre danach ist Bildschirmarbeit im tropisch exotischen Land trotz vorhandenen Computern meist unbeliebt. Papierstapel lassen sich
von attraktiven Damen viel wirkungsvoller in Ordner quetschen, als Datensätze auf Festplatten komprimieren. Die meisten Systeme sind derart
mit Viren verseucht, dass sie zum Arbeiten wenig taugen. Tägliche Strompannen wirken sich ebenfalls eher nachteilig auf die Benutzung
elektronischer Hilfsmittel aus.
So sind denn fast sämtliche Sinne am Feierabend frisch und geneigt, sich alkoholisiert stundenlang am Bildschirm berieseln zu lassen. Die Kinder
sind natürlich dabei und vergessen gerne die ohnehin sinnlosen Hausaufgaben. Ein eventuelles Schlafmanko wird am nächsten Tag in der Schule
ausgeglichen.  

Ganze Familien sind wie vor Jahrtausenden in den Höhlen am schützenden und wärmenden Feuer wiederum froh vereint. Es besteht ein grosser
Unterschied: Ohne längere Stromausfälle könnten die sinkenden Geburtenzahlen weiterhin abnehmen.

Verbessert Technologie die Moral? Nein, sie schafft bloss andere Gewohnheiten und Abhängigkeiten. Es ist nicht auszuschliessen, dass der
Handel von Potenzmitteln bei der einheimischen Bevölkerung rückläufig ist. Die Schnapsproduzenten verzeichneten bisher keine Umsatzeinbussen,
im Gegenteil.

Wenn die Leute nur Zeit vertrödeln würden, verstehe ich das. Aber da werden planlos grössere Summen für überflüssige Luxusgüter investiert.
Der einzige Grund ist: Der Nachbar hat das auch! Diese Mittel fehlen plötzlich irgendwo, beim Schulgeld oder für die Miete.

(6)
http://de.wikipedia.org/wiki/Blu-ray_Disc
(7)
http://de.wikipedia.org/wiki/Sildenafil

Für Technik-Freaks schrieb ich Ergänzungen in:
http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=9605.msg154909#msg154909
« Letzte Änderung: 30. Dezember 2010, 12:55:22 von Low »
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Kern

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1352 am: 31. Dezember 2010, 18:33:22 »

Zitat
   Da sich in Hinterindien eine leere Festplatte nicht von selbst füllt ...
Was fuer ein seltsames Land   :o

..............

Immer wieder schmoekere ich gerne in den "Geschichten aus Hinterindien".
Im Leben hoert man des Oefteren einen Satz wie: "Zu dumm zum sch......, aber alles besser wissen."
Viel schoener ist dagegen diese Formulierung:
Zitat
  Die meisten Leute im Dorf sind nicht in der Lage, einen Stuhlgang zu verrichten und denselben fachgerecht zu entsorgen.
Dessenungeachtet gibt dir jeder ungefragt Ratschläge, um die weder ersucht noch gebeten wurde.
 
  :]

aus   http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=1225.msg85907#msg85907
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Low

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Ein neuer alter Zopf aus Hinterindien
« Antwort #1353 am: 03. Januar 2011, 18:00:16 »

Ein neuer alter Zopf

Global Moderator A. Kern zitierte am Ende des Jahres richtig: (Hab dank, ohne jegliches tea oder chang money!)
“ Da sich in Hinterindien eine leere Festplatte nicht von selbst füllt.....“
Meine unbescheidene Antwort:
„... ganz im Gegenteil. Sie entleert sich selbständig.“ Die Pfestblattern.

Die attraktivsten Festplatten lieferte ein Metzger, genauer gesagt eine Charcuterie direkt an den Chemin d’ Amour, wo ich spartanisch mit der
herrlichsten Aussicht durch riesige Platanen auf die Altstadt lebte. (1)
Schön angerichtet und lieblich präsentiert lagen auf den hochglänzenden Oberflächen verschiedenste Fleisch- und Wurst-Sorten, Terrinen,
Pasteten, Rouladen, getarnt durch viel Petersilie oder Liebstöckel (Levisticum officinale (2)) einsame Garnelen, ausgesuchte Salate, Kapern,
Gewürzgurken, Silberzwiebeln, Spärgelchen und fast allem, was Sinne, Magen und Herz begehrten. Nach dem Genuss all der Häppchen im
Beisein duftig gekleideter, formenbetonter weiblicher Wesen entwickelte sich zur absoluten Steigerung der Genüsse vollautomatisch eine
Festlatte.
Heutige Festplatten haben meist einen Durchmesser von drei-einhalb Zoll und lassen trotz vielen Schrauben (4) weder tiefere Freuden noch
Latten hochkommen.

Diese Festplatte ging mir sehr nahe. Sie traf mich. Sie strafte mich.
Firewall im Router, Firewall im PC! Aktueller Virenschutz!
Doch da war ein begnadeter, ungeheuer genialer Mensch am Werk. Was machte er mit seinen Geistesgaben? Unterhielt er eine weltweite
Forengemeinde mit wundersamen Kochrezepten oder erlogenen Geschichten und erfundenen Abenteuern?

Nein, dieser Lenardo del Disastro schlich sich von zahlreichen schlafenden oder alkoholisierten Wächtern unentdeckt auf meine Festplatte und
löschte gemächlich während Wochen Systemprogramme. Erst fiel es mir gar nicht auf, als einige selten benutzte Anwendungen fehlten.
Ich dachte, ach, diese Programme sind auf dem Laptop. Die Zerstörung vermehrte und verbreitete sich.
Als tattriger Greis mit wachsenden Gedächtnislücken machte ich auf altmodischem Papier mit Bleistift Notizen. Meine Festplatte fermentierte
dokumentiert zusehends zum binären Emmentalerkäse mit mehr Löchern als Programmsubstanz. Weder Virenschutz noch Firewall meldeten
eine sich anbahnende Katastrophe.
Letzte Rettungsversuche waren erfolglos. Der Zugriff auf Winzigweich war geblockt. Die Korrespondenz mit unversehrten Daten auf DVD war
unmöglich. Zeitungen und Mails funktionierten normal.

Ich lernte in den Reisfeldern dürftig geschulte Menschen mit viel Herzensgüte und grenzenloser Freundlichkeit kennen. Bösartigkeit und
Kriminalität kannten sie höchstens vom Fernsehen, bis ihnen eines Nachts der hart erarbeitete Reis vom Feld geklaut wurde.
Das Leben auf dem Lande ist mir angenehm. Die Düfte derben Dungs ziehe ich dem Dunst des Diesels vor. Ich weiss, warum ich nicht in einer
Stadt mit Horden von eingebildeten Wichtigtuern, aufgetakelten Models, halbblinden Dressmen und seelenlosen Müssiggängern lebe.

Wenn mit Steuergeldern bestens ausgebildete Schurken, charakterlose Wesen ihr Wissen zu Chaos und Zerstörung nutzen, ist das anerzogener
Wahnsinn. Seit Oktober machte ich wieder Bekanntschaft mit diesen Krankheiten. Warum gehen wir alle, eingeschlossen die Gesundheitsämter,
die Polizei, die Behörden gegen diese Seuche nicht unerbittlich vor und versuchen wenigstens sie auszurotten?
Internetterrorismus ist nicht nur eine Pestilenz. Er ist eine weltweite Bedrohung, vor allem weil mafiöse Staaten in den unergründlichen Pfaden
des Netzwerkes gut getarnt fleissig mitmischeln.
Erpressungen mit Lösegeldforderungen gegen allfälligen Datenverlust, Datenklau und ähnliche Schweinereien garantieren ein getrübtes Dasein
im abstrakten binären Raum.

Mein Intimfeind wusste nicht, dass ich mein System, als es so richtig schön digital schnurrte und die Prozessoren ob des ungetrübten Datenflusses
eine milde Wärme entwickelten, klonte. Ich vergass nicht, immer ganz brav, wie ich es meinen Kindern, Schülern und Studenten nutzlos zu vermitteln
versuchte, Backups zu erstellen.

Zwei Stecker ausziehen, zwei Stecker einstecken. Schnellstens verfügte ich wieder über eine perfekt arbeitende Maschine. Die perfiden Programme
fand und zerstörte ich mit ausgesuchte Software. Nun geht es erneut ans Klonen. Das hilft bei der nächsten Panne mehr als klönen und labern.

Für unsere Datensammlungen verfügen wir meist über Schutz und Abwehr. Wie sieht es bei uns selbst aus? Mensch, da gibt es doch Unfall-
und Krankenversicherungen. Gegen wenige Viren gibt es Impfschutz.
Die Mikroorganismen, Viren und Bakterien jedoch attackieren dauernd. Von Mücken, nicht Lesben sondern Wespen, Schlangen, tollwütigen
Hunden, nur ganz selten Grosswild wie pubertierende Wasserbüffel, werden wir am Reisfeld häufig verfolgt.
Am Schlimmsten sind trotzdem unsere Artgenossen und Genossinnen. Wie weit kann man ihnen trauen oder sogar vertrauen? Der Teufel
schleicht sich in Form anmutiger, Heucheleien und Lügen verbreitender Gestalten an. Ganz selten werden wir mit Waffen bedroht. Manchmal
sind wir selbst unsere ärgsten Feinde.
Forengemetzel, entstanden aus nichts, sind allzu berühmt. Da werden unbekannte, vielleicht gutartige, anonyme Wesen ohne jeglichen Anstand
skrupellos aufs Deftigste angegriffen.

Wie gut, dass es die schönen Künste gibt. Maler, die unsere Phantasien beflügeln, Komponisten mit erhabenen Sphärenklängen. Literaten,
welche Futter für Seele und Geist liefern. Diese Schöpfungen lassen uns menschliche Niederungen, miefenden Dreck und kleinkarierten Kummer
des Daseins vergessen.
Aber ist ein genial entwickelter PC Virus an sich nicht auch ein Kunstwerk? Gehört zur selben Sparte ebenfalls ein perfekt ausgetüfteltes Verbrechen?
Friedrich Dürrenmatt gab darauf eine Antwort in seinem Buch: “Der Richter und sein Henker“.
Ein Kommissar setzt seine Ermittlungen nur fort, um eine Gerechtigkeit zu erzeugen, die sich weder auf kriminalistischem noch legalem Weg
finden lässt. Das ist sie, eine düstere Beschreibung der Zukunft.

Meine Geschichten sind ebenfalls gefährdet. Anstatt dass sich meine Nachbarn sortentypisch verhalten oder ungewöhnliche Aktivitäten ausüben,
sitzen sie vor immer grösser werdenden Bildschirmen und konsumieren importierte, meist amerikanische Inhalte von Datenträgern aus (noch)
lokaler Fertigung im Terabyte Bereich.

Einen schönen Rest für 2011
und allzeit üppig gedeckte Festplatten wünscht
Low

(1)
http://en.wikipedia.org/wiki/Charcuterie
(2)
http://de.wikipedia.org/wiki/Liebst%C3%B6ckel
« Letzte Änderung: 03. Januar 2011, 18:10:17 von Low »
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drwkempf

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1354 am: 03. Januar 2011, 21:12:36 »


"Am Schlimmsten sind trotzdem unsere Artgenossen und Genossinnen. "

So isses: homo homini lupus. Schon von den alten Römern kurz und knapp auf einen Nenner gebracht.

Andererseits - ohne die Artgenossen wäre man doch oft recht einsam.

Wolfram
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Low

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Die Knuffpuff Farm in Hinterindien
« Antwort #1355 am: 08. Januar 2011, 12:24:23 »

Die Knuff Pu.ff Farm                                                                                                                                        6.  Januar 2010
Sie, die Farm, weder die Geschichte haben mit Knoff Hoff (know how) peinlicherweise wenig gemeinsam.

Eigentlich müsste ich über Erpressung, Nötigung und allgemeine Verarschung schreiben und wie diese bewährten Rechtsmittel bereits in der
Schule fleissig eingetrichtert und angewandt werden.
Für einen kunterbunten Jahresbeginn sind solche Themen unerfreulich. Davon distanziere ich mich heute wenn irgendwie möglich in aller Form.
Deshalb betreibe ich Nachbarschaftspflege im Reinigungsspezialistinnenjargon, als Waschweibergeschwätz im standardisierten Wortschatz
geduldet. Also keine einschlägigen Berichte über Parties, Sex, karaokesüchtige Sänger und Innen.

Der Dorfobergauner liess uns immer wieder staunen und grinsen. Seit Juli beschäftigte seine Tierhaltung klafterweise Menschen wie
Ordnungshüter, Dorf-, Gemeinde- und Distrikts-Leiter, ja Provinz-Autoritäten - mit Angestellten, Mitarbeitern und Untergebenen. Es gab Tage,
da staunten zwei Dutzend Staatsbedienstete auf das vermüllte, manchmal etwas stinkende Gelände.

Motorräder, Privatwagen, Minibusse und Busse brachten Ärzte, Tierärzte, Bankdirektoren und deren Mitarbeiterstäbe und einen Top-Bangster
direkt per Flug aus dem entfernten Bangkok. Sie alle besichtigten eine unorthodoxe Tier und Menschhaltung in eindeutig gesetzlich verbotener
Mischkultur. Es fehlten nur noch Teams von Tierschützern und Pornographen mit Nachtsichtgeräten für den Fall, dass einige perverse Schweine
die Hühner vergewaltigten.

Da wurden Fotos geklickt und kilogrammweise Schriften und Gutachten produziert. Stapel von Akten reisten Hunderte von Kilometern und
beschäftigten Dutzende von Amtsstellen. Was geschah bisher anhand der bearbeiteten Dokumente durch erfolgte, eventuell vergessene
obrigkeitliche Verfügungen? Nichts, was er unseres Wissens je befolgt oder erfüllt hätte.

Zu den Verfolgungen durch die Behörden gesellten sich geschäftliche Misserfolge in der Vermarktung seiner dörflich lanna-biologischen
Erzeugnisse. Die verpilzten, durch Bakterien erkrankten Fische fanden keine Abnehmer. Der Hühnerhändler sagte nach der Besichtigung des
Federviehs, dass er mindestens bis Februar mit Ware eingedeckt sei. Die verwurmten schwarzen Schweine wollte ebenfalls keiner haben.
Die Bananenstauden verfaulten ohne Früchte in der jauchigen Brühe.

Nur seine Gläubiger kreuzten immer wieder auf und wollten Bargeld nicht nur sehen, sondern kassieren. Noch im Juli konnte sich Kleptomanewitsch
bei solchen Gefahren einfach durch einen Hintereingang absetzen. Seine neuen halbwilden Tiere frevelten dort und machten die Nachbarn
wütend. Die Biester frassen und zerstörten nicht nur alles. Sie liessen ihre Verdauungsrückstände rücksichtslos glitschig gefahrenträchtig liegen.
Die belästigten Nachbarn errichteten gegen die allfälligen Feinde eine solide Mauer, wie es vor langer Zeit in China oder in jüngerer Zeit in
Mitteleuropa vorgemacht wurde.

Die Kinder halfen ihrem gepeinigten Vater immer wieder auf wundersame Weise. In der Vorweihnachtszeit, als die Sprösslinge in Abwesenheit
der Erzieher mit Feuerwerk spielten, fiel eine grössere, bereits gezündete Petarde des Knaben in den Fischteich. Nach einem dumpfen Knall gab
es eine hohe, trübe Wasserfontäne, ein zeitgemässer Spektakel vom Beautysalon aus gesehen.
Danach übten sich zahllose Fische im Rückenschwimmen. Die Zwei wollten ihre Erzeuger nicht erzürnen, räumten etwas auf und schmissen den
ganzen Nachmittag kübelweise tote Fische in den nahen Bach.
Bis in einem Jahr ist dann der Knabe etwas reifer, gewitzter im Umgang mit Knallkörpern und intelligent genug, dass er brennendes Feuerwerk
den Tieren in den Hintern stopft, wenn er nicht schon vorher einen Arm oder eine Hand verliert.

Wie geschickt er handwerklich ist, demonstrierte er vorgestern.
Weil die ganze Landwirtschaft etwas fäkalisiert morastig ist, kaufte Väterchen, wenn er überhaupt kaufte, also schleppte Väterchen einen
Hochdruckreiniger heran. Gut geklaut ist halb gekauft!

Sohnemann freute sich und machte sich daran, mit der neuen Maschine den Kleinlaster zu reinigen. Nachdem er das Fahrzeug aussen und
die Kabine grob entschlackt hatte, wässerte er als Fachmann den Motorraum. Dabei entdeckte der technisch hochbegabte Jüngling, dass
man den Strahl auf ganz fein und hart stellen kann.
Mit diesem Wasserstrahl schoss er seitlich zwei Reifen platt. Ob er die Reifen auf der anderen Seite ebenso behandelte, konnte Dick nicht
beobachten. Wir wissen nur, dass der Motor des Wagens nach der Dusche nicht mehr anspringen wollte. Wann endlich poliert der Knabe mit
dem Hochdruckreiniger seine Zehennägel?

Zum Nachtisch erschienen am frühen Abend zwei Gläubiger. Sie parkten ihre Wagen vor der Absperrung am Beautysalon und telefonierten
ihrem Kunden. Der hörte und sah die drohende Gefahr, beantwortete sein Telefon nicht und versuchte vergeblich zu fliehen. Behindert durch
die neue dämliche Mauer konnte der Schuldner nicht schnell genug entkommen. Die betrogenen Geschäftspartner beobachteten den Ausreisser
und drangen auf das Grundstück vor. Weil er weder einsichtig noch zahlungskräftig war, erhielt er auf zukünftigen Zahlungen und Zinsen einige
Knüffe und Püffe.

Ein Gefühl tiefer Dankbarkeit überwältigte mich wegen dieser sachgerechten Entlöhnung.

http://de.wikipedia.org/wiki/Know-how

« Letzte Änderung: 08. Januar 2011, 13:15:59 von Low »
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Kern

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1356 am: 09. Januar 2011, 16:00:54 »

Hallo Low

Zitat
  Ein Gefühl tiefer Dankbarkeit überwältigte mich wegen dieser sachgerechten Entlöhnung. 
    :]
So bleibt zu hoffen, dass Deine reizenden Nachbarn demnaechst ihr Grundstueck verkaufen muessen.
Vielleicht bietet sich Euch damit eine nervenschonende Investition.


Gruss    Achim
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drwkempf

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1357 am: 09. Januar 2011, 19:34:01 »

Ich muss dem Achim da recht geben.
Vielleicht ist der Ankauf des Nachbaranwesens die einzige Möglichkeit, Unrat und Gestank mitsammen der Nachbarn zu entsorgen.
Leider gibt es wohl keine Verkaufsabsichten... {+

Du wirst uns wohl daher weiter mit den Kleptomanowitschepisoden erfreuen.

LG an Dick

Wolfram
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Low

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Statistik aus Hinterindien
« Antwort #1358 am: 10. Januar 2011, 17:07:23 »

Statistik

Im Forum bemerkte ich zufällig am 10.1.2011, dass für mich runde 1100 Beiträge vermerkt sind.
660 davon betreffen mein Tagebuch. (Geschichten und Prügelecke)
In den Geschichten machte ich 628 (?)  Einträge mit total 1357 Antworten.
140130 Klicks ergeben pro Antwort 103 Klicks, oder pro Geschichte 223.
Ungefähr jeder 192 Leser gab eine Meinung ab.

Gegenwärtig sind keine Beiträge von mir zu erwarten.
Wir sind unterwegs. Zusätzlich sandte mir hmh die zum Druck gesetzten Beiträge zum Korrekturlesen.

Kern und drwkempf.
Die Idee zum Erwerb des Landes hatten wir bereits öfters. Vor etwa fünf Jahren kaufte das Konsortium Kleptomanewitsch das Grundstück für
eine Million. Das Land dürfte nach meinen Berechnungen gegenwärtig mit gegen zwei Millionen Baht belastet sein.
Zwei kleinere Parzellen, die Kleptomanewitsch nutzt, sind nach Angaben der Bank verkauft. Den oder die Besitzer wollte man uns nicht verraten.
Doch dieses Land ist zur Zeit nur von uns aus direkt erreichbar.
Beim Lesen meiner ernüchternden Forenstatistik versteht ihr rasch, dass aus dem Verkaufserlös der Geschichten in Zukunft kaum genug Kapital
zum Kauf des Grundstückes erwirtschaftet werden kann.

Meine nächste Geschichte heisst möglicherweise "Bettlektüre".
Ich bin mit dem eingehenden Studium hinterindischer Schlafzimmer im Umkreis von etwa vierhundert Kilometern beschäftigt, denn mein guter
Ruf im Dorf litt bereits.
Dick wurde wiederholt eindringlich vor attraktiven Nebenbuhlerinnen, beziehungsweise kurvig geformten Mia Noi gewarnt. Dabei gehe ich doch
nur meiner täglichen! harten Arbeit nach, wenn sie anderweitig im Salon beschäftigt ist.

Besten Dank für all die Klicks in der Vergangenheit und für die 729 Antworten.
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khun mai ru

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1359 am: 10. Januar 2011, 20:11:33 »

Hallo Low,

mit Deiner Statistik liegst Du doch noch gut im Vergleich zu einem Technikforum,
wo ich am 8.1.2011 13.53 Uhr einen Thread startete, der bis vorhin zwar auf das
Interesse von 346 (!) Luftfahrtfans traf, von denen sich aber niemand zu einer ge-
schriebenen Reaktion bequemte. Forenuser sind halt manchmal SO und vielleicht
bist Du auch mitunter etwas  zu streng mit Deinen Lesern.

Tröste Dich mit der anderen Statistik, die Du ja per "verstpfter Nase" nach Belieben
aufhübschen kannst..  :)... In diesem Sinne wünsche ich Dir auch eine erfolgreiche
Studienreise. Möge die Veröffentlichung Deines "Forschungsberichtes" jede Menge
Klicks u n d Antworten bringen.

mfg kmr
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franzi

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Re: Geschichten aus Hinterindien (Klick Statistik)
« Antwort #1360 am: 10. Januar 2011, 20:53:36 »

Soweit ich das verstehe ist ein Klick um so wertvoller, je weniger Antworten eintrudeln. Z. B., wenn im Thread von kmr 10 Antworten eingelangt wären, hätten vermutlich nur 10 oder etwas mehr Prozent von 346 Besuchern, also rund 40, sich für dieses Thema interessiert, da die Antworten ja auch angeklickt worden wären.
Lieg ich da falsch?
fr
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Wenn ich nur "hier" schreibe, meine ich Nakhon Si Thammarat und Umgebung

Kern

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1361 am: 10. Januar 2011, 22:38:42 »

Hallo Low


Gaebe es in einer Forensoftware eine Applaus-Taste, so wuerden Deine "Geschichten aus Hinterindien" staendig Systemabstuerze verursachen. Aber eine solche Taste gibt es nicht.

Ich geniesse Deine Geschichten und Essays, denke ueber Deine Saetze nach, ergoetze mich an den Wort-Kompositionen und aussergewoehnlichen Formulierungen ... und stehe anschliessend oft etwas ratlos dar.
Einerseits lebt der Kuenstler auch vom Beifall, aber ... wie kann man den in einem Forum angemessen zeigen?
Bei Beifall-Klatschen erwartet niemand besondere Variationen. Aber Klatschen ist im Forum unmoeglich. Und bei Deinen Werken waere  ;}  oder  }}  als Beifall nicht wirklich angemessen. Und so fuehlen wohl die meisten Deiner Leser  - so wie ich - einen subtilen Zwang, auf Deine "Geschichten aus Hinterindien" angemessen geistreich zu antworten. Und das ist nicht die leichteste Uebung.

Manchmal reagiere ich spontan auf Deine Geschichten, aber sehr oft faellt mir kein guter Kommentar ein.
Schreibt nun jemand einen Kommentar, so klicke ich diesen in der Hoffnung an, dass jemand anders etwas Geistvolles geantwortet hat. Aber so reagiert nicht jeder.

Und!
Zitat
  In den Geschichten machte ich 628 (?)  Einträge mit total 1357 Antworten.
140130 Klicks ergeben pro Antwort 103 Klicks, oder pro Geschichte 223.
Ungefähr jeder 192 Leser gab eine Meinung ab.
Glaubst Du Deiner eigenen Statistik?
1. Es ist meiner Meinung nach unmoeglich zu ermessen, ob die Klicks Deinen Geschichten oder den Antworten gelten. Ferner: Die meisten TIPianer sind nicht online, wenn Du Deinen neuesten Beitrag hier platzierst.
Die Realitaet ist eher die, dass man sich ins Forum einloggt und sich die neuesten bzw. ungelesen Beitraege anschaut. Deine nicht geringe Leserschar liest dann Deine neueste Geschichte und nimmt eine eventuelle Antwort spaeter einfach mit oder zollt ihr innerlich Beifall.
2. Klick ist nicht gleich Klick, und Beitrag ist nicht gleich Beitrag. Die Annahme, dass ein Klick Zu Deinen Geschichten weit ueberdurchschnittlich lange waehrt, ist wohl nicht voellig unbegruendet.  :-)

Also nimm bitte Deine Statistik nicht besonders ernst. Fuer ein groesstenteils anonymes Forum mit meist stummen Lesern ist Deine Leserschaft beachtlich.


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thai.fun

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1362 am: 10. Januar 2011, 23:27:53 »

Also ich öffne das Forum, klicke auf "Ungelesene Beiträge seit Ihrem letzten Besuch"
klicke auf fast alle Threads mit einem Beitrag von mir, schaue nach Antworten,
und dann gibt es noch etliche Themen die ich fast nie anklicke,
ausser 2-3 Threads die ich immer Anklicke, wenn neue Beiträge anstehen.

Dazu gehört 100% der Thread von LOWs Geschichten.....
Ich habe zwar ein oder zweimal dort geantwortet und mich sogar mal getraut selber Geschichten bei LOW einzubringen.
Lasse es aber schon lange, da ich denke dies ist LOWs Geschichte Thread und vorwiegend zum Lesen gedacht, oder so? ??

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drwkempf

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1363 am: 11. Januar 2011, 02:50:51 »

Lieber Low,

ich hatte Dir irgendwann im letzten Jahr wohl in der ersten Jahreshälfte 100 000 Klicks bis zum Jahresende des vergangenen Jahres zugetraut - nun, da habe ich wohl heftig daneben gelegen! Ich bin mir sicher, dass Du mir abnimmst, dass ich mich über diesen Irrtum sehr gefreut habe.

Nun sagen die Anzahl der Klicks und die pure Zahl der Antworten nur ein wenig über die tatsächliche Resonanz bei Deinen Lesern aus.
Wie sicherlich zutreffend angemerkt wurde, ist gerade die Zahl der Antworten nicht gerade wirklich maßgeblich, wenn man die Qualität Deiner Beiträge einschätzen will.
Antworten erwartet man am ehesten auf Fragen. Fragen stellst Du gewöhnlich nicht.
Auch sind Deine Beiträge meist viel zu gut, als dass man sie etwa in Frage stellen möchte.
Manche Deiner Geschichten hat Deine Leser oft auch schlicht und einfach sprachlos gemacht und gelassen. Betroffenheit, aber auch uneingeschränkte Zustimmung hinterlassen nicht selten stumme Zustimmung.
Und wie auch schon vom Achim Kern ganz zutreffend bemerkt: Es gibt hier kein "Applausometer" - und das ist wohl auch gut so, Du hättest nämlich ob des Applauslärms oft lange Zeit kein Auge zugetan!

Wir gönnen Dir natürlich eine schöpferische Pause, auch wenn wir sie Dir eher deshalb gönnen, weil wir Dich gern haben, nicht aber, weil wir gern auf Deine "Hinterindischen Geschichten" verzichten möchten. Aber da müssen wir durch - das Leben ist nun mal kein Ponnyhof!
Gestatte uns aber den Wunsch, dass Deine schöpferische Pause nicht zu lange anhalten möge.
Inzwischen freuen wir uns erst einmal auf die erste Auflage der "Geschichten aus Hinterindien".

Wolfram
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Tu ne quaesieris scire nefas quem mihi quem tibi finem di dederint

Low

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Trockene Statistik aus Hinterindien
« Antwort #1364 am: 11. Januar 2011, 23:22:16 »

Die eher trockene Statistik löste eine unerwartete Antwortflut aus. Danke.
Eure Lobpreisungen schmiere ich mir an Stelle von Butter auf das nicht alltägliche Brot.

@franzi
Ich weiss nicht, wie du liegst.
Mich würde aber im Zusammenhang mit der „Bettlektüre“ eher die Schlafzimmereinrichtung im LOS interessieren.

Kann jemand weiterhelfen? Texte, Fotos, auch unbearbeitet oder unterbelichtet willkommen. Sonst hänge ich an der mir geläufigen Dorfversion
fest, denn eine Schlafhalle ohne Illusionsmaschinen ist unüblich in Lan Na Land. Unsere ist überdimensioniert, ohne jegliche Klimatisierung und
eher für Gruppenspiele geeignet.
Ich überlegte, die Einrichtung schlicht zu vergessen und mich ohne jegliches Ambiente auf die Handlung zu konzentrieren. Dann aber könnte der
Vorgang ebenfalls im Grossraum München ablaufen. Räucherstäbchen, Liebeskasper und Kakerlaken gibt es dort genauso.

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Sie wollte in die Galeries Lafayette.
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