Hinterindische Hackbretter hätten Louis Pasteur interessiert
Bedaure. Durch all das Verschieben und Manipulieren wurden meine Arbeiten in ’Bretter zum Schneiden-Hacken-
Klopfen’ und ’Bretter in Hinterindien’ nicht nur schlecht auffindbar, sondern zusammenhangslos und unverständlich.
Doch diese Information sind für viele in den Tropen lebende Menschen eine Überlegung wert. Folglich überarbeitete
ich diese Zeilen.
Die Bilder von Herrn Veer vermittelten einige Denkanstösse. Wenn Benno schlechtes dabei dachte, warum nicht?
Seine Gedanken waren nicht abwegig genug. In DACH gab es wiederholt schwere Holzstaub-Explosionen.
Herr Veer zeigte zentnerweise Sägemehl.
Bösartige Besserwisser behaupten, bierfreudige Bayern bestopfen damit Würste.
BM sprach den tieferen Antiholz-Grund an:
Also ich hatte so einen neuen (hick) Hackklotz unbenutzt im Schrank liegen, schlicht vergessen! So nach
etlichen Monaten schau ich, und der Klotz ist mit Kristallen und roten Punkten überzogen...Während ich in Europa und USA als Gegner aller Kunststoffe ausschließlicher Benutzer von Holzbrettchen war,
änderte ich hier meine Meinung rasch. Ich bemerkte, während der Feuchtperiode gedeihen auf den Hölzern
schöne Mikrobiotope. Stellt man ein Mikroskop darauf, kann man auf ein Aquarium verzichten. Teilweise riecht
man die schlecht sichtbaren Aktivitäten. Abhilfe wäre Sonnenbestrahlung mit hohen UV Werten von 10+.
Sie killt Sporen, Bakterien und so weiter. (Man könnte theoretisch einen Camembert pasteurisieren.)
Wenn das Brettchen danach mehrere Stunden in der Küche liegt, hängt oder steht, werden Flora und Fauna
wieder aktiv. Die Aktivität nimmt mit der Anzahl der Hicke im Holz zu. Das wäre eine Dissertation für einen
angehenden Mikrobiologen. Wunderbare Bilder, wie BM erwähnte, könnten die Arbeit illustrieren. Leider fehlt
mir eine Kamera am Mikroskop.
Letztes Jahr genügte mir der graugrüne Fungus auf Reisenecessaire, Kultur- und Geldbeuteln und der ziegelrote
Belag auf Hemden und T-Shirts. Auf roten T-Shirts sieht diesen Befall keiner.
Ein Freund hatte ähnliche Gewächse in den Linsen seiner Fotoapparate. Wenn Besucher meine CD berühren,
gedeiht unerwünschter Fungus auf deren Fingerabdrücken. Diese Datenspeicher lassen sich meist reinigen.
Händewaschen wäre einfacher.
Selbst auf schlecht gereinigten Kunststoffteilen wachsen im feuchtheißen Klima bedeutend weniger Bakterien
und Fungus, als auf gut geschruppten Hölzern. Wir mußten am Ende der Regenzeit einige Salatbestecke und
Eßstäbchen aus Holz wegen Pilzbefalls wegschmeißen. Durchfallerkrankungen gibt es im Haus kaum.
Wenn Dick dagegen bei Freundinnen unter Verwendung klassischer Lan Na Holzutensilien zum Essen eingeladen
war, verbrachte ich unruhige Nächte, weil sie dauernd kreuzweise böllernd das Klo aufsuchte.
Daraus folgerte ich sarkastisch:
“Bei einigen unfreundlichen Schreibern erreichten die das Bewußtsein verändernden Pilze bereits das Großhirn,
ohne die Darmflora wesentlich zu beeinflussen.“
Eventuell ist das eine zusätzliche Erklärung für den grassierenden Schwachsinn im Dorf.
http://de.wikipedia.org/wiki/Louis_Pasteur