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Autor Thema: Geschichten aus Hinterindien  (Gelesen 449508 mal)

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hmh.

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Seldwyla ist vorbildlich!
« Antwort #390 am: 08. Juli 2009, 17:58:08 »

Nach Wengen, wo ich in meiner wilden Zeit Chef-de cave im Hotel Eiger war, einer meiner beiden Lieblingsorte in der Schweiz.

Warum? Man lese

Dieter Wieland: Gebaute Lebensräume, Düsseldorf 1982

Inhalt u. a.:

Die Welt nach Plan oder Der Tod der Räume, Fließbandstädte oder Räume ohne Halt usw.

Als Alternative dazu: Seldwyla oder Eine Stadt zu Fuß: Neue Umarmungen, Die Rückkehr der Gassen und Höfe, Gebaute Nachbarschaft, Alternativen zum Normalen, Häuser zum Anfassen, Das kleine Einmaleins der Lebensräume etc. pp.

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Low

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Mikrowellen als Gefahren- und Geld-Quellen
« Antwort #391 am: 10. Juli 2009, 01:53:13 »

Mikrowellen als Gefahren- und Geld-Quellen

Mikrowellen sind elektromagnetische Wellen, deren Wellenlänge zwischen 1 m und 1 mm liegt.(1) Dies entspricht einem
Frequenzbereich von etwa 300 MHz bis etwa 300 GHz.
Verwendet werden diese Frequenzen in Radaranlagen und zur drahtlosen Kommunikation, wie Satelllitenfernsehen, Telefon und WLAN

Sie erkennen sofort, dass nicht nur der Mikrowellenherd, sondern auch neuere PC Mikrowellengeräte sind. Alle diese Geräte
verseuchen die Umgebung mit einer gewissen Strahlung. Sie wird bemerkbar, wenn man beispielsweise einen
Kurzwellenempfänger einschaltet. Wenn es ein Superheterodyn Empfänger ist, strahlt der auch.(2)

Über die Schädlichkeit der Mikrowellenstrahlung gibt es nichtssagende Gutachten und ebensolche Gegengutachten. Bereits 1989 machte
der Schweizer Nahrungswissenschaftler Dr. Hans-Ulrich Hertel beunruhigende Entdeckungen über Mikrowellenöfen. Er behauptet:
Jede Nahrung, die in der Mikrowelle gekocht oder aufgetaut wird, kann beim Verzehr Veränderungen im Blut verursachen. Ein ähnlicher
pathologischer Prozess, der auch bei Krebs nachwiesen werden kann. (3)
Es gibt mittlerweile weitere Wissenschaftler, welche ähnliche Hypothesen publizieren.

Eine unserer Bekannten bekam ein Angebot einer bekannten Yuppie Phone Firma, auf ihrem Grundstück eine Antennenanlage zu errichten,
gegen eine feste jährliche Mietgebühr. Das passte den Nachbarn nicht ins Konzept, weil ja da einer Geld verdienen konnte. Sie fanden faule
Ausreden, wie die Antenne würde sie beim Hausbau behindern und versuchten das Geschäft mit allen an- und unanständigen Mitteln
zu verhindern. Den einzigen Punkt, es sei nicht bewiesen, dass Mikrowellen keine Schäden im menschlichen Organismus bewirke,
kannten und benutzten sie nicht.
Sie machten ihre Rechnung ohne die Spezialisten der Telefongesellschaft, die bereits zuvor beim Gemeindeobmann vorgesprochen hatten.
Ich kann nicht ausschliessen, dass bereits hier etwas Schmiermittel eingesetzt wurden.

In Euroland gibt es viele gescheite Menschen, die Angst vor den elektrischen Wellen und Strahlung im allgemeinen, wie Erdstrahlen,
kosmische Strahlen haben. Gegen Erdstrahlen und Wasseradern verkaufen gewitzte Scharlatane teure, nichts bewirkende Geräte,
die vor schädlichen Einwirkungen wie Schlaflosigkeit, erektiler Dysfunktion (Impotenz), und sogar Krebs schützen sollen.(4)
Sofern  diese Theorien zutreffen, würde vermutlich die Firma Pfizer beim Kauf von hundert Viagra Pillen zwecks Umsatzförderung gratis
einen Mikrowellenherd abgeben.

Ich wurde mehrmals gebeten, sogenannte Strahlenschutzgeräte zu reparieren und konnte keine erklärbare Funktionen erkennen. Etwas Draht,
ein Begrenzungswiderstand für ein Lämpchen, Schalter, und bei besonders teuren Geräten ein als Monode (eindrahtig) angeschlossener
Elektrolytkondensator in einem soliden, meist Hammerschlag lackierten Blechgehäuse, das war’s.
Die selben Leute stellten einen Rosenquarz als Strahlenschutz auf ihren Monitor

In der Schweiz, im Schwarzenburgerland, gelang es vor über zehn Jahren, den organisierten Hochfrequenzgegnern mit dem Stichwort Elektrosmog,
den Betrieb des sowieso veralteten Kurzwellensenders, Baujahr 1939, einzustellen. (5) Der wäre auch ohne diesen Aufstand still gelegt worden.
Kurzwellen sind keine Mikrowellen.
Wetten wir, dass die meisten damaligen Protestler heute über Mikrowellenherd und Mobiltelefon verfügen und mittels WLAN einen Laptop nutzen,
sofern sie nicht bereits gestorben sind.

Gegen Antennenanlagen für die drahtlose Telefonie werden regelmässig Einsprachen gemacht. Meistens von Leuten, die dauernd mit dem Handy
am Ohr anzutreffen sind, denn die eigenen Geräte strahlen bekanntlicherweise nicht und sind absolut unschädlich.

Seit 1997 gilt in Deutschland die "Verordnung über elektromagnetische Felder" auf der Grundlage des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (26. BImSchV).  (6)
Im hochfrequenten Bereich regelt sie, im Konsens mit internationalen Regelungen, den Schutz der Bevölkerung vor der Abstrahlung ortsfester Sendeanlagen.
Bisher sind schädliche Gesundheitswirkungen bei Expositionen unterhalb der Grenzwerte der Verordnung wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

Wie wirken hochfrequente Felder auf den Menschen?
Im menschlichen Körper treten elektrische Ladungen in Wassermolekülen und anderen polaren Molekülen, an Zellwänden und als Ionen auf.
Ionen sind geladene Atome oder Moleküle. Ladungen verschieben sich unter dem Einfluss elektromagnetischer Felder; polare Moleküle richten sich
im ständig wechselnden Feld stets neu aus. Sie schwingen im Takt der angelegten Frequenz. Ionen werden hin und her bewegt. Durch diese Wirkungen
werden HF-Felder im Körper aufgenommen. Es entsteht Wärme. Die beschriebenen Vorgänge sind von der Frequenz abhängig.
 Anwendung: In der physikalischen Therapie, Kurzwellengerät.

Ich denke nicht, dass ein Mobiltelefon mit bescheidener Leistung ein Ohr oder gar das Gehirn aufwärmt. Schädigungen sind bei Dauergebrauch
nicht auszuschliessen, konnten aber bis heute nie eindeutig nachgewiesen werden.
Verschwörungstheoretiker behaupten, die Telefonfirmen und Elektronikgiganten würden negative Resultate mit allen Mitteln bekämpfen.

Durch Karaoke- und Disco-Anlagen (Niederfrequenz) dagegen sind weltweit Schäden im Hörbereich belegbar.

Vor leistungsfähigen Radio und TV Sendeanlagen fürchtet sich keiner. Eher vor langweiligen Programmen.
Wir werden ständig mit Strahlung berieselt. Teilweise stammt sie aus dem Weltraum, teilweise ist sie hausgemacht. Sie kann aus
der wunderbar glasierten Keramikschale stammen, wenn zum Färben Uranoxyde verwendet wurden.
Besonders stark ist die Strahlung im Flugzeug. Jede Wechselstromleitung im Haus gibt ein niederfrequentes Signal von fünfzig Hertz ab,
bekannt als Brummen der Transformatoren.
 
Eine Sendeantenne im Garten möchte ich nicht unbedingt. Wir verzichten auf elektronische Geräte im Schlafzimmer. Wir benutzen
als Slow Food Anhänger keinen Mikrowellenherd.
Aber ich weiss, dass die Strahlung des PC praktisch im ganzen Haus vorhanden ist, sofern die Geräte eingeschaltet sind.
WLAN hätte ich gratis, von irgend einem strahlenden Nachbarn.
Die Feldstärken des Elektrosmogs in Thailand dürften mit den neuen kommenden Mobilfunkfrequenzen weiter zunehmen.
Statistiken darüber fand ich keine.
Bei Depressionen, einer typische Elektrosmog Erkrankung anhand bestehender Literatur, könnte in Hinterindien wie bisher Lao Khao helfen.


(1)
http://de.wikipedia.org/wiki/Mikrowellen
(2)
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberlagerungsempf%C3%A4nger
(3)
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/mikrowelle.html

Beachten Sie rechts oben auf dem Bild die Dame mit dem Drahtlostelefon.
Unschädlich, logisch? Das ist etwa so, wie wenn bei einem Film aus dem Mittelalter, die Herren Ritter Rolex und Omega Uhren tragen.
(4)
http://de.wikipedia.org/wiki/Erektile_Dysfunktion
(5)
http://www.sgti.ch/uploads/media/In-Ku-26.pdf
(6)
http://www.bfs.de/de/bfs/druck/strahlenthemen/radio_mikrowellen.html
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farang

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #392 am: 10. Juli 2009, 03:45:38 »

Mikrowellen als Gefahren- und Geld-Quellen

In der Schweiz, im Schwarzenburgerland, gelang es vor über zehn Jahren, den organisierten Hochfrequenzgegnern mit dem Stichwort Elektrosmog,
den Betrieb des sowieso veralteten Kurzwellensenders, Baujahr 1939, einzustellen. (5) Der wäre auch ohne diesen Aufstand still gelegt worden.
Kurzwellen sind keine Mikrowellen.

Durch Karaoke- und Disco-Anlagen (Niederfrequenz) dagegen sind weltweit Schäden im Hörbereich belegbar.
Ich bin auch ein Nummer 5 Geschädigter.War da in der RS auf deutsch(Armeeausbildung).Ich habe die Antenne xmal am gleichen Tag gesehen ,
von allen Seiten und ganz nahe, in der Nacht hat sie geleuchtet war sehr gut für die Orentierung,die Karte kann man drehen die Antenne blieb immer stehen.Hatte leider nur Sprengstoffatrappen dabei,aber dafür 20 KG nutzloses Gepäck.
Für das Karaoke geduddel empfehle ich anstatt Lao Khao einen Appenzeller (1) oder Kaffee Biberfladen

www.appenzeller.com
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Low

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Der Weg ins Nirwana (Nibbana) wäre mit Mahlzeiten gepflastert
« Antwort #393 am: 12. Juli 2009, 17:29:39 »



Der Weg ins Nirwana (Nibbana) wäre mit Mahlzeiten gepflastert

Kurz nach der Morgendämmerung, teils von Nebelschwaden begleitet, ziehen die Mönche durch Thailands Städte und Dörfer.
Sie nehmen Lebensmittel und andere Spenden der Gläubigen entgegen. Mit den Spenden erwerben sich die buddhistischen
Gläubigen Verdienste für ihr zukünftiges Leben.
Deshalb ist der Buddhismus in Thailand auch ausserhalb der Tempel und Klöster allgegenwärtig. Rund 95 Prozent der
Bevölkerung Thailands bekennen sich zum Buddhismus.
So war es einmal und so steht es noch heute  in vielen Reiseführern.

In der Nähe unseres Dorfes gibt es etliche Tempel. Mehrere kleinere Dorftempel stehen neben einer prunkvollen Repräsentationsanlage.
Wenn frühmorgens die Hähne krähen und die Mönche mit ihren Schalen losmarschieren, stossen sie hier meist auf verschlossene Türen.
An Hunderten von Häusern sind bloss vier oder fünf Türen geöffnet, um Essen für die Mönche auszugeben.

In den Tempeln leben nicht nur alte, wohlproportionierte,  gestandene Männer, sondern kleine Buben in Safran gehüllt. Ihre Eltern waren
zu arm, um für Nahrung und Kleidung zu sorgen. Gerade für diese Jugendlichen während des Wachstums ist es wichtig, dass sie
am Morgen zwei vollwertige Mahlzeiten zu sich nehmen können.

Mia reiste etwas herum und liess sich die Ernährungssituation von bekannten Äbten, Tempelangestellten und spendewilligen Frauen erklären.
Mönche dürfen sich nicht ungünstig oder abfällig über die Gaben äussern.
Dennoch lautete das triste Resultat: Die Lebensmittelversorgung in den meisten Tempeln ist bedenklich. Menge und Qualität sind kaum
dauernd gewährleistet. Wenn einige Tempel nicht zeitweise eine Köchin hätten, müssten Mönche darben.
Die Qualität des Essen hat abgenommen. Viele Frauen bereiten das Essen für die Mönche bereits am Vorabend zu und lassen es mehr
oder weniger ungeschützt herumstehen, bevor es am Morgen gespendet wird.

Weil Mia in schweren Stunden der vergangenen Monate in den Tempeln Zuflucht, Trost und Vertrauen fand, war es ihr ein Anliegen,
während des Fastens einige Mönche in der Umgebung mit gutem und warmem Zweit-Essen gegen elf Uhr zu versorgen.
Bereits am ersten Tag war ein Mönchsknabe, oder ein Knabenmönch überglücklich. Er verzehrte gleich zwei Portionen,
weil der rundliche Abt zu seinen Gunsten auf das Essen verzichtete. Das Knäblein erkundigte sich flüsternd geflissentlich,
ob sie bereits am nächsten Tag wieder kommen würde. Öfters gebe es nämlich Lanna Essen, mit dem er seine liebe Mühe habe.
Er wurde traurig, als sie sagte, sie käme erst in einigen Tagen wieder.

Ein ganz alter Abt wollte ergründen, wie es um die Ernährung des Mönches zu Hause stehe. Er gab Mia einen kleinen Buddha für mich mit.

Erst jetzt verstehe ich, warum ich gelegentlich in Grossverteilern Mönche beim Einkaufen sehe.


http://de.wikipedia.org/wiki/Nirwana
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drwkempf

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #394 am: 12. Juli 2009, 21:49:37 »

Tja, im Land of Smile hat nicht jeder was zu lachen!
Den neureichen Superäbten und Mönchen stehen viel mehr arme "Bettelmönche" gegenüber, denen der vierte Wunsch unseres Vaterunsers deutlich aus den Augen leuchtet.
Deine Mia ist ein guter Mensch - aber das wußtest Du ja schon!
Meine Bewunderung aus der Ferne ist ihr gewiß.
Wolfram
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Low

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Maskenball im Paradies
« Antwort #395 am: 14. Juli 2009, 11:21:24 »

Maskenball im Paradies

Der Titel ist so schön wie falsch, denn die meisten Menschen tragen keine Masken, sondern einen Mundschutz.
Ich war gestern in Chiang Mai. Leute ohne Mundschutz fallen auf. Bei den Schutzträgern gibt es gewaltige Unterschiede
in Machart und Farbe. Einige Leute tragen primitive Staubschutzmasken aus dem Baumarkt. Andere wiederum haben
ein hausgemachtes Baumwolltuch vorgespannt. Diese hausgeschnurpften Schutzvorhänge dürften wegen fehlenden dpi
(dot per inch) garantiert vor Fliegen, aber nicht vor den unendlich viel kleineren Viren schützen. In Hangdong auf dem Markt
werden sie für zehn Baht angeboten. Einigen missbrauchen den Schutz als Stirnbinde. Andere tragen ihn in der Kinn und
Halsregion.  Während des Essens bleibt der Schutz an einem Ohr angehängt, oder er schützt die Haare vor Som Tam Spritzern.
Man kann auch rauchen mit dem Mundschutz. Demnächst will ich eine Maske mit Zigaretten- oder Zigarren-Öffnung in
der Mitte patentieren lassen. De Luxe Ausführung mit Reissverschluss.
Dann gibt es Zeitgenossen, die den Mundschutz zwecks Nasenbohren, Popeln, anheben! (1)
Ich empfahl Mia, das Spaghettisieb aus der Küche, Schutzfaktor drei, möglichst modisch um das Gesicht zu drapieren.

Warum die Maskerade? Die Furcht vor der Schweinegrippe treibt den Menschen den Angstschweiss aus den Poren.
Zwölfhundert werden in Thailand sterben. Es werden die Anderen sein. Von der Krankheit selbst kennen die meisten
Menschen nur den furchterregenden Namen.
Ich versuchte, einige Eigenschaften zu ermitteln.

Die Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Erkrankung,wird  Inkubationszeit  genannt und ist  von der Art
des Influenza-Virus abhängig. Bei normalen Erregern einer saisonal bedingten Influenza beträgt diese 1-4 Tage,
bei den Erregern der aviären Influenza "Vogelgrippe" hingegen 2-5 Tage.
Die genaue Inkubationszeit des neuen A/H1N1 Influenza Virus ist noch unbekannt, könnte sich jedoch in den erwähnten
Zeiträumen bewegen. Wichtig zu wissen ist es, dass die Virusübertragung bereits innerhalb der Inkubationszeit über
die Schleimhäute des Nasen-Rachen-Raums erfolgen kann. Die Virenausscheidung erfolgt durchschnittlich bis zu sieben Tage.
Menschen mit einem schwächeren Immunsystem scheiden die Viren auch länger aus.
Die Übertragung von H1N1 kann auf mehreren Wegen erfolgen:

per Tröpfcheninfektion, durch Einatmen von Atemluft, die kontaminierte Aerosolpartikel enthält (Exspirationströpfchen)

per Kontaktinfektion, durch direkten Körperkontakt mit einem Erkrankten
 
per Schmierinfektion, durch Berührung von Oberflächen, auf denen
kontaminierte Sekrete haften (Türgriffe, Telefone, Keyboards, PC-Mäuse etc.)
 
Ein Mundschutz vermittelt dem Träger ein sicheres Gefühl, aber hilft eine Atemschutzmaske auch wirklich gegen eine Infektion?
Wir wissen nicht, ob ein medizinischer Mundschutz den Träger auch wirklich schützt. Menschen mit akuten Atemwegsinfekten
schützen damit zumindest ihre Umwelt, da die Erreger nicht in der gesamten Umgebung verbreitet werden.

Wer sich selbst schützen will, sollte wissen, dass Viren sehr klein sind und gängige Staubmasken, wie sie in Baumärkten
vertrieben werden, unter Umständen durchdringen können. Viren sind deutlich kleiner als Staubpartikel.
Hygienemasken, auch als Op-Masken oder medizinischer Mundschutz angeboten, halten dagegen auch kleinere Partikel ab.
Es nützt gar nichts, wenn jemand einen Mundschutz trägt, aber dann mit seinen schmutzigen Fingern die Augen berührt!

(1)
http://de.wikipedia.org/wiki/Nasenbohren
Tip Forum
http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=2334.0



« Letzte Änderung: 14. Juli 2009, 11:43:19 von Low »
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drwkempf

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #396 am: 14. Juli 2009, 17:07:34 »

Lieber Rolf,

Großes Kompliment!!!

Du hast ganz mühelos die 25 000er Marke genackt. Auf zur nächsten 25 000 ;)

Wolfram ;D
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Traktate und Traktoren
« Antwort #397 am: 14. Juli 2009, 17:48:00 »

Traktate und Traktoren

Lieber Wolfram

Danke.
Erst verstand ich dich gar nicht. Ich dachte, was – bereits über 25 000 Grippe Fälle?

Dann erst kapierte ich, dass ich all die Bibelforscher samt Traktaten (1) und Traktoren überholt hatte,
- dank vielen fleissigen Lesern. Ehrlich, ich klickte nicht alleine, obwohl ich in der Lage wäre, einen Klickomaten zu programmieren.

Nun muss ich leider bald in der guten Stube einen Platz suchen, um den Nobelpreis für Forenliteratur zu plazieren.
Stellt man ihn auf eine Rosenholz-Anrichte, würde Teak genügen, nagelt man ihn an die Wand, oder ist er nützlich
für moussierende, (2) kohlensäurehaltige alkoholische Getränke?

Low

(1)
http://de.wikipedia.org/wiki/Traktat
(2)
http://de.mimi.hu/wein/moussieren.html


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drwkempf

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #398 am: 14. Juli 2009, 23:08:51 »

Letzteres, mein Bester, letzteres wäre meine persönliche Empfehlung gewesen :-) :-) :-)
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Fastenzeit im Wat
« Antwort #399 am: 16. Juli 2009, 12:50:24 »

Fastenzeit im Wat            16. Juli 2009

Mia nahm sich vor, manche würden es ein Gelübde (1) nennen, während dieser Zeit die Robenträger in
einigen Tempeln der näheren Umgebung mit Nahrung zu versorgen. In den meisten Tempeln gibt es praktisch
nur kalte, höchstens lauwarme Küche. Sie aber wollte den hart chantenden Kehlen um elf Uhr eine letzte
warme Mahlzeit darbieten. Ab Mittag darf dann nichts mehr gegessen werden.

Sie startete bescheiden im Alleingang. Nun benötigt sie die Mithilfe unserer Hausangestellten. Das Projekt gibt
viel zu reden im Dorf und offenbar auch in den Tempeln. Von einem entfernteren Wat wurde sie angerufen,
sie sei herzlich eingeladen, den Tempel zu besichtigen.

So gegen neun Uhr kriege ich meine Henkersmahlzeit, nein - nichts warmes, sondern ein grosses Glas mit frisch
gepresstem Orangensaft. Dann verschwindet sie im modischen Sarong Kebaya (2) mit einigen Utensilien ausgerüstet
in ihr Kochstudio  im Beautysalon. So werde ich durch die Düfte nicht beunruhigt und meine Magensäfte werden nicht
unnötig gereizt. Für mich gibt es während des Tages nur Früchte.

Weil einmal ein Spitalbesuch ihre Kochkünste verunmöglichte, orderte sie in der Dorfkneipe ein halbes Dutzend
Mahlzeiten, die sie anschliessend auslieferte.
Gestern rief ein Witzbold aus einem Tempel, den Dick noch nie besuchte, die Köchin in der Kneipe an und bestellte
das Essen, das die Tussi (3) tunlichst mitbringen solle.
Auf diesen Lieferservice können sich die Spassvögel garantiert ein Loch in den Bauch hungern.

In einem andern Tempel wurde das Essen gnädigst entgegen genommen.
Dann zeigte man der Spenderin, dass hier ein paar Quadratmeter Dach angebracht wären und dort einige hundert
Fliesen verlegt werden sollten. Freiwillige Zuwendungen wären zu jeder Zeit willkommen.

Eher ungewöhnlich war eine Szene mit dem Oberen des kleinen, fast gemütlichen Dorftempels. Er bedankte sich
mit einem Wai für das beste Essen in vielleicht dreissig Jahren. Das ist gegen die Regel. Üblicherweise freut sich
der Spender darüber, dass seine Gabe angenommen wurde.

Der Abt des grössten Tempels hat auch die grössten Probleme. Er ist ein ernster, kranker und geduldiger Mann,
der sich an die Vorschriften hält und das gleiche von seinen Mönchen erwartet. Wer in seiner Zelle kifft, darf seine
Robe sofort abgeben und wenn sich während des Fastens einer unabgemeldet aus dem Tempel absetzt, fliegt er auch.
Für diese harte Linie haben die meisten Eingeborenen kein Verständnis, wie sie auch kein Einfühlungsvermögen
für die Lehre Buddhas erübrigen.
Da ging doch ein Paar zu diesem Abt und wollte ihm ein Stück Land verkaufen. Er hätte doch sicher viel Geld mit all
dem Gold und der Pracht im Tempel.
Der Abt erklärte, er sei ein Mönch, er folge der Lehre des Buddha. Er sei kein Händler, kaufe und verkaufe nichts.
Darauf verlangten die Leute etwas schwarze Magie von ihm, so dass sich das Land besser verkaufen lasse.
Aber auch da musste er passen. So machtlos stellten sich die geldgierigen Landverkäufer den Abt eines grossen Tempels nicht vor.
Als der Abt dann Dick einige Bücher überreichte, wollte das Paar auch buddhistische Schriften. Lesen konnten sie beide nicht.
Wenn er keine Schriften aushändigt, werden sie gestohlen, wie alles im Tempel, von der Kücheneinrichtung über Bettwäsche,
Pflanzen, Früchten zu Buddhafiguren.

Dass viele Äbte ihre Jünger entgegen aller Regeln auch während des Fastens zu viel Freiheit gewähren, zeigen mir
täglich die vielen jungen Mönche in den Computerläden.

Gestern war der Abt des grossen Tempels auf der Verpflegungsliste. Dick brachte die Speisen. Der Abt hatte Gäste.
Dafür war das Essen zu knapp bemessen. Im Tempel hat es eine Haushälterin. Zwei weitere Frauen verbringen dort
eine Meditationswoche. Diese bequemen Weiber wollten in der Nähe Fertiggerichte einkaufen. Der Tempel hat ja Geld.
Der Abt fragte Dick, ob sie in der Küche etwas zubereiten könne.
Die gut ausgerüstete Küche verfügte über sämtliche Lebensmittelvorräte, die man sich vorstellen kann. Es gab eine
Wasserfiltrieranlage und mehrere prall gefüllte Kühlschränke. Dick und unsere Hausangestellte bereiteten in kurzer Zeit
ein paar leckere Sachen zu, dass Mönche und Gastgeber nur staunten.

Beim Aufräumen sah Dick etwa zehn Kilogramm Klebreis, Reste vom Morgenessen. Sie fragte die Tempelangestellte,
was sie damit mache.
„Fortschmeissen“, war die Antwort.
Dick fragte den Abt, ob sie über den Reis verfügen könne.
„Sicherlich“, meinte er.
Es gab genügend Verpackungsmaterial in der Küche. Sie wärmte den Reis und machte davon etwa sechzig Portionen.
Diese verteilte sie an bedürftige und alte Menschen in der Umgebung. Jeder griff mit Freuden zu.

Was geschieht morgen? Da wird der Reis von der Angestellten garantiert wieder weggeschmissen.

Vergleiche:
http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=1225.msg62383#msg62383

(1)
http://de.wikipedia.org/wiki/Gel%C3%BCbde
(2)
http://de.wikipedia.org/wiki/Sarong_kebaya
(3)
http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20071008105348AAcYVyJ

« Letzte Änderung: 16. Juli 2009, 12:57:22 von Low »
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khun mai ru

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #400 am: 18. Juli 2009, 02:28:37 »

@Low

Nach einem Fehlstart (bin neu im Forum und erwischte einen bereits geschlossenen Thread) las ich nun heute einige Deiner "Geschichten aus Hinterindien".

Für einen lernwilligen Farang wie mich ist das ein toller Einstieg in dieses Forum. Danke und Gratulation zu Deiner souveränen Art Dich auszudrücken!

Was mich betrifft, so bitte ich die etablierten LoS-Kenner und Forenexperten um Nachsicht,
wenn ich mich hier etwas "holpriger" ausdrücke und vielleicht die eine oder andere  "komische" Frage stellen werde.

mfg kmr
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Low

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #401 am: 18. Juli 2009, 10:06:18 »

@khun mai ru

Danke fürs Interesse an den Geschichten.
Vor nicht allzu langer Zeit, es war im November, schrieb ich zaghaft meinen ersten Beitrag.
Dann holte ich, etwas mutiger, aus meiner Sammlung einige Witze.
Einen guten Monat später versuchte ich den Einstieg in die Geschichten aus Hinterindien.
Bis heute schrieb ich 563 Antworten.
Ich stellte viele Fragen in meinen Texten. Die wenigsten wurden je beantwortet.
Ich wünsche gute Unterhaltung im Forum und danke für den Beitrag.

Low
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khun mai ru

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #402 am: 18. Juli 2009, 15:31:12 »

@Low

...die wenigsten wurden je beantwortet...

Um so mehr ist zu bewundern, daß Du Dich bisher nicht hast entmutigen  lassen.
Aber eines würde ich gerne wissen: Warum nennst Du Dich "Low"? Würde ich nur
annähernd Dein Wissen haben und es auf so gute Weise formulieren können,  so
wäre ich happy.

Dir und allen Forenmitgliedern alles Gute und ein schönes Wochenende.

mfg kmr
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drwkempf

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #403 am: 18. Juli 2009, 16:06:19 »

Aber, aber!
Die meisten Fragen habe ich für rhetorisch gehalten.
Wenn Du glaubst, Du könntest Dich hier für unwissend verkaufen -
 DAS KLAPPT NICHT!

Ich habe vielmehr den Eindruck, daß Du eifrig recherchierst, ehe Du etwas veröffentlichst.

Herzliche Wochenendgrüße aus dem heute kühlen und regnerischen Deutschland
Wolfram
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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #404 am: 18. Juli 2009, 17:10:21 »

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