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Autor Thema: Geschichten aus Hinterindien  (Gelesen 449655 mal)

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thai.fun

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #840 am: 12. Januar 2010, 01:03:04 »

Soll ich oder soll ich nicht? Das ist hier die Frage: Ich Versuchs halt mal,
mit auch einer Geschichte von mir zu dem Thema, Kathoei!

Ein Thai-Abend mit Aufklärung in Zürich:

Es ist Winter 2003 und bitterkalt draussen. Mit den Knien auf den Knöchel unten, ich bin halt schon 58 Jährchen, wackle ich meiner Thailiebe (30) nach, die in der City heute Grosseinkauf für unseren 5Köpfigen Besuch bei mir zu Hause, zusammen kauft. Ein Thai kauft genau das ein was er im Kopf hat. Da ist es egal ob man 5 verschieden Läden in allen Himmelsrichtungen ansteuern muss. Asia Food. China Food, Thai Food und dann noch bei Tante Emma, äähh Schlitzäugchen um die Ecke, in der Gewürz Kiste wühlen. Trotzt 10 Grad Kälte, glühen die Ohren von meiner Liebe, obwohl sie ein drittel weniger Kleider an-hat als ich. Ein Wintermantel stört nur beim Blick auf schöne Kleider darunter. Ja für Show, leidet auch eine heisse Thai in der kalten Schweiz. Soll keiner sagen Thais hätten kein Orts-Gedächtnis. Einmal einen Thai-Laden in Zürich „der Grossstadt“ gesehen, nie vergessen wo der steht und was da zu haben ist! Ein Farang in Bangkok, der einmal eine Grünwurst in einen Schaufenster gesehen hat, der muss dann 10-mal Fragen, wo war das?

Also unser Besuch in meiner 1 ½ Zi Wohnung besteht aus meinem Sohn und seiner Schweizer Frau. Er hat im Gegensatz zu Ihr, keine Berührungsängste zu Thais, war Er doch mal so gut wie verheiratet mit einer!
Sie hat hingegen die richtige Einstellung zu älteren Farangs die von Mandelaugen beschwört wurden. Aber Ihr Schwiegervater macht das schon recht, der soll sein Leben nur noch ein bisschen geniessen! Ja wir mögen uns!

Dann kommt noch ein/e wunderhübsche Thaifrau 29, aber ohne Ihren Schweizer, Richter und Ehemann. (Mit 66 fängt das Leben an) Das die zwei sich kennen, kam so! Er der Witwer der nur Frauen liebte, prallte in Thailand auf die Brüste eines Katoys und in der Nacht zurück, beim Griff nach der Muschi. Jedoch 3 Jahre später war „Sie“ Operiert, auf seine Kosten in bestem Schweizer Spital nun eine wirklich wunderschöne Frau und entgegen Gerüchten, sehr glücklich mit Ihrem Richter in einer Penthouse Wohnung über dem Zürichsee!

Auch zwei Kolleginnen von meiner Liebe, die in der Sprach-Schule des Thailändischen Konsulats, zusammen Deutsch lernen „sollten“ kommen heute Abend, aber auch ohne Ihre hart Schuftenden Farang- Ehemänner. Es ist Freitagabend und wer weis schon wie müde die Farangs einmal alleine zu Hause schon sind und die ruhige Zeit vielleicht auch alleine zu Hause verbringen? Die zwei Quirligen (ca. 30-35) Kleinen (150-165) Flachbrüstigen, BH losen, Hübschgesichtigen, halfen meiner Liebe beim Kochen. Ich konnte in der Zeit nicht TV gucken, nicht Radio Hören oder verschwinden, denn zum einen Braucht es den Farang um alles Geschirr zu finden. Zum andern, 3 Thais in der Schweiz beim Kochen und Quatschen zu-zuhören und zu-zuschauen ist besser als alle Kulturfilme über Thailand zusammen! Zudem ist es fast Wundersam wie diese „Urwaldwesen“ in Mini-Mode, mit Herd, Backofen, Geschirr-Spüler und all dem Modernen Küchenzeug umgehen! Da hab ich „Farang“ nichts zu melden, schon gar nicht mit, was oder wie man Kocht. Zwischendurch muss man auch mal Blitzschnell Metall aus dem Mikrowellen fischen, aber sonst, wouuuh! Der Lärm, auch vom Chilli-Steinklopfer und der rastlosen Blink-Gebiss-Mündern, lässt Nachbarn das Ohr an die Wände drücken!

So kommt es zu dem Thai-Essen das allen Thais, ausser meiner Liebe, zu scharf ist. Ja, Ihr habt richtig gehört, äähh gelesen, zu Scharf! Dass für uns Schweizer ein bisschen abgeänderte Essen ist echt das Wunder und erst noch Super. Nach fast 3 Sdt am runden Tisch mit 4 Thais und am Sofa Tischchen mit 3 Gebückten Schweizern bei Kerzenschein und kühlem Weisswein genossen und besprochen, geht es zum Gemütlichen teil über! Geschichten aus 1001 Nacht, gäbe es zu erzählen, wenn da die Zeit nicht währe!

So nach und nach ist unsere Stimmung so locker und unbeschwert, dass sich die/der Katoy, natürlich von grossen Augen und Oh, Aha Rufen begleitet, soweit auszog, dass wir sogar mit Händen „Ihre“ Operations-Wunder betrachten konnten. Ich und mein Sohn waren einfach nur Paff. Da waren zwei wunderschöne Busen und absolut keine Narben zu sehen. Da war eine absolut Perfekte mit Haaren überwachsene Muschi. Um zum Kern der Neugierigen Leser und natürlich uns 6 Betrachter und Befühlern zu kommen, erklärt „Sie“ uns durch auseinander ziehen der Muschi, wie aus dem Ehemaligen Penis, ein Kitzler gemacht wurde. Also da wird der Penis bis auf die Eichel geschält. Dieser Schlauch mit Kopf wird so ein-operiert das eigentlich dann der G-Punkt, Stimulation und Entleerungs-Organ wird. Oder so ähnlich, denn nun schwatzen die Thais nur noch Thai in Ihrer Euphorie und ich deute diese Worte einfach so wie nun geschrieben. Ein Orgasmus ist mit Samenerguss möglich (sagt Sie), wurde bei Ihr aber durch OP auf nur Orgasmus ohne Samenerguss abgeändert. Die Haut des Hodensackes wird für die zwei Schamlippen so aufgebaut, dass alles eben sehr estethisch aussieht. Das Blabla darüber dauerte noch 2 Stunden. Eine Minute Langeweile ist in dieser Runde schlicht nicht möglich. In meiner kleinen Wohnung, in der ich sonst alleine Lebe, wurde Thai-Leben ein-gehaucht. Natürlich auch durch die vielen dreimonatigen besuche meiner Liebe bei mir.

Und so geht dieser für mich wieder einmal sehr eindrückliche unvergessliche Abend zu Ende. Einer der Ehemänner der zwei Thai-Schul-Kolleginnen holt die zwei mitten in der Nacht nach Hause. Der „alte“ Richter holt sein/e Geliebte/n mit vor Liebe glänzenden Augen, nicht ohne noch ein Espresso zu Trinken, auch nach Hause. Ein Happyend per exelance für alle Thai-Farang Gespanne. Während meine Liebe aufräumt und Ab-wäscht, sitzen wir, mein Sohn Ich und die beste Schwiegertochter der Welt noch zusammen und verdauen nicht nur das gesehene, sondern auch das Essen und das Zusammensein mit losgelösten Thais in Zürich. Wer weis schon wie oft und wo jemanden von diesen Fröhlichen Thais still vor sich hin Weint, vor lauter Heimweh (Kitthüng) nach Thailand?

thai.fun
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khun mai ru

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #841 am: 12. Januar 2010, 04:46:41 »



@thai.fun

Kitthüng - same same me  :)
nach Siam und der lieben "Sie" !

mfg kmr
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Low

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #842 am: 12. Januar 2010, 15:37:05 »

Danke @hmh für die Beantwortung meiner Frage.
All den anderen Herren verdanken wir wertvolle Ergänzungen.
Ein besonderer Leckerbissen war thai.funs heisse Geschichte aus dem winterlich kalten Zürich.

Verbrannte sich an der Muschi niemand die Finger? Sie musste anzufühlen sein wie eine heisse Marroni, frisch vom Brater, draussen bei schlechtem
Wetter Ende November.
Das weckte, mindestens bei mir, unglaubliche Erinnerungen, zum Beispiel an Vermicelles mit einigen Tropfen Grand Marnier, einer seit Jahren (selten)
vermisste Delikatesse.

Diese Kathoeis bringen sogar reife Rentner auf absolut abwegige Gedanken!

http://de.wikipedia.org/wiki/Edelkastanie

http://de.wikipedia.org/wiki/Grand_Marnier

Bla bla blah: (Erstaunliches aus der Humboldt Universität zu Berlin)
Jenseits der goldenen Tempel
Männliche Homosexualität in Thailand
http://serhat-uenaldi.com/pdf/homosexualitaet.pdf

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thai.fun

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #843 am: 12. Januar 2010, 17:48:36 »

....  Muschi ......  Vermicelles mit einigen Tropfen Grand Marnier  

von  Muschi  zu Vermicelles mit einigen Tropfen Grand Marnier....?   :o :o :o
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drwkempf

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #844 am: 12. Januar 2010, 21:53:14 »

Lieber Rolf,

"von  Muschi  zu Vermicelles mit einigen Tropfen Grand Marnier" .

Du schlägst weite Bögen! :D

Wolfram
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Tu ne quaesieris scire nefas quem mihi quem tibi finem di dederint

Low

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #845 am: 12. Januar 2010, 22:33:42 »

Bitte langsam lesen. Die Bögen mögen weit sein. Die Gedanken sind naheliegend.
[ Verbrannte sich an der Muschi niemand die Finger? Sie musste anzufühlen sein wie eine heisse Marroni, ...]

Von den heissen Marroni zu Vermicelles ist es ein kurzer Gedankensprung,
aber ein harter Leidensweg in der Zubereitung.

Ich schloss, fast um Vergebung suchend:
Diese Kathoeis bringen sogar reife Rentner auf absolut abwegige Gedanken!

Einige Tropfen Grand Marnier ohne Vermicelles genehmigte ich als Trost.
« Letzte Änderung: 12. Januar 2010, 22:42:14 von Low »
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khun mai ru

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #846 am: 13. Januar 2010, 02:13:34 »

Da das Auge ja bekanntlich "mitisst"... Bildschöne Leckereien mit Rezepten.
Low, da braucht man bei Unerreichbarkeit wirklich Trost. -
Welcher Art auch immer.

mfg kmr
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Gay
« Antwort #847 am: 14. Januar 2010, 11:43:26 »

Gay

Eine wahre, fast unglaubliche Kurzgeschichte eines guten Menschen aus unserem Dorf. Man könnte ein mehrbändiges Epos darüber schreiben,
ähnlich dem stillen Don. (1)

Der stille Don, russisch Тихий Дон, ist das Hauptwerk des Schriftstellers Michail Alexandrowitsch Scholochow, * 11.jul./ 24. Mai 1905greg. auf dem
Gehöft Kruschilin, Station Wjoschenskaja, heute Oblast Rostow; † 21. Februar 1984 in Wjoschenskaja. (2) Scholochow begann das gewaltige,
vierbändige Werk 1928 und schloss es erst 1940 ab.

Mitten in den Reisfeldern, etwas abgelegen, in der Nähe eines munter plätschernden Baches, steht ein neueres, schmuckes Haus. Dort arbeitet er
fleissig und lebt mit Sohn und Tochter zusammen. Nur selten ist die Mutter anzutreffen. Auf den ersten Blick eine intakte alltägliche Familie.
Nach seiner Ausbildung arbeitete der junge Mann als Postbeamter. Er hauste bescheiden mit seinen Eltern in einem Nachbardorf. Er teilte seinen
Lohn mit der ganzen Familie. Die Leute vegetierten eher schlecht als recht. Doch seine drei Geschwister erhielten eine fundierte Ausbildung. 
Zwei davon arbeiten heute als Staatsbeamte im Beamtenstaat. Ein Bruder studierte Medizin und praktiziert in Bangkok.

Auf der Post begegnete er vor fast zwanzig Jahren einer bezaubernden Angestellten, die ihm flugs den Kopf verdrehte. Die Liebe seines Lebens.
Er heiratete die schönste Frau, die er sich vorstellen konnte. Er war der glücklichste Postbeamte der ganzen Welt. Man wagt sich kaum vorzustellen,
wie lustvoll er infolge dessen die Briefmarken befeuchtete!
Hier im Dorf kauften sich die jungen Eheleute ein Häuschen und bissen sich mit ihren kargen Löhnen daran fast die Zähne aus. Sie quittierte den
mager bezahlten Postdienst und bildete sich zur Friseuse weiter.
Er dagegen liess sich vom Chef skrupellos ausbeuten, verfasste bemerkenswerte Vorträge für dienstliche Kolloquien in ausgesuchten Nobelherbergen
der Postoberen und verzichtete dabei regelmässig auf fünfzig Prozent seiner Gratifikationen zu Gunsten eines gnädigen Vorgesetzten, denn der hätte
sich weit gewinnbringender bedienen können.
Seine Frau machte als Friseuse das grosse Geld. Aber sie war stets zu müde um sich um ihre Kinder und den Haushalt zu kümmern.
Als gefragter Gast zahlreicher Parties gewann sie unzählige Trophäen, wie den vergoldeten Kochlöffel in einem Packet Instant Nudeln, ein Set gezinkter
Spielkarten, das leere Schnapsglas mit speziellem Gruss an die Leber, die gläserne Som Tam Schüssel mit programmiertem Sprung, das silberne Karaoke
Mikrophon mit falschen Diamanten, eine Ehrenurkunde mit Prädikat und Schleife als regionale Klatschtante von nationaler Bedeutung und als Zugabe die
leidigen Fettpolster in der Hüftgegend. Diese bedeutungsvolle nächtliche Sozialarbeit forderte die dauernde Abwesenheit von der Familie.

Deshalb erledigte der Postbeamte vor und nach seinem Job während Jahren die Pflichten des Haushalts und sorgte bestens für die Kinder und deren
Ausbildung. Als seine betagten Eltern starben, fand er heraus, dass die einen riesigen Grundbesitz besassen, den niemand je erwähnte.
Auf einem kleinen Teil dieses Grundstücks erstellte er danach sein neues Haus. Mehrere Rai seines Landes möchte der mittlerweile selbständig Erwerbende
verkaufen und den Erlös daraus mit seinen Geschwistern teilen.
Mit den umfassenden häuslichen Pflichten, wie kochen, waschen, bügeln, reinemachen, Kindererziehung nebst beruflicher Tätigkeit, fühlte er sich schlicht
ausgenutzt. Er war die eigentliche Frau im Hause, während die seine nur durch Abwesenheit glänzte.
Er litt unsäglich unter dem Arbeitsdruck und einer spürbar wachsenden Vereinsamung. Männerbeziehungen brachten ihm Abwechslung, Freundschaften
und in wenigen Fällen eine lange nicht mehr verspürte Liebe.
Trotz allem liess er sich auf Wunsch der Kinder nicht scheiden. Die Mutter besucht die Familie einige Tage im Jahr und dann spielen sie zu viert das
Theaterstück: „Intakte Familie.“

(1)
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_stille_Don
(2)
http://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Scholochow
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Gerro

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #848 am: 14. Januar 2010, 12:24:24 »

Hallo Low,

tolle Geschichte wie immer von Dir! Fuer mich ist es dabei ganz unwichtig, ob sie wirklich ist oder erdacht.

Aber Du schreibst ja


Eine wahre, fast unglaubliche Kurzgeschichte


Wie bist Du an diese vielen Einzelheiten gekommen? Das muessen ja stundenlange Gespraeche gewesen sein und Dein Thai muss dann auch schon sehr brauchbar sein.

Mit den Trophaeen habe ich nicht verstanden. Gewinnt man hier auf privaten Parties Preise? Und gibt's Preise fuer die besten Klatschtanten? Hast Du die gesehen oder wie kannst Du sie so gut beschreiben? Sind die Preise im Haus des Mannes aber sie wohnt woanders?

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thai.fun

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #849 am: 14. Januar 2010, 19:34:38 »

Gay .....Er litt unsäglich unter dem Arbeitsdruck und einer spürbar wachsenden Vereinsamung. Männerbeziehungen brachten ihm Abwechslung, Freundschaften und in wenigen Fällen eine lange nicht mehr verspürte Liebe. ....
Als Fachmann habe ich mir Erlaubt diesen Satz nochmals so wie es wahrscheinlicher im wirklichen Leben ist,
aber halt immer noch nicht öffentlich sein darf, ergänzend Blau, zu Relativieren?

Gay .....Er litt unsäglich unter dem Arbeitsdruck und einer spürbar wachsenden und schon lange erkannten Veranlagung, sowie Vereinsamung. Männerbeziehungen brachten ihm Abwechslung, Freundschaften und in wenigen Fällen eine lange nicht mehr verspürte resp. verdrängte Liebe. ....

t.f
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Low

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Gay - Antworten
« Antwort #850 am: 15. Januar 2010, 11:59:18 »


Gay - Antworten

@Gerro
Danke für die Antwort und die Fragen.

Tatsächlich investiere ich in ein solches Porträt viel Zeit.
Fast wie bei einem Puzzle ergänzen sich über Wochen und Monate kleinste Teile zu einem grossen Bild. Ich agiere nie als Reporter, der die Leute
aufdringlich ausquetscht. Die Frage bleibt dann, wieviel von der Person will ich preisgeben? Ich will diese Leute zumeist nur beschreiben, nicht
blossstellen und verletzen. (Wie bei allen Regeln gibt es Ausnahmen.) Ich hoffe, dass mir dies hier einigermassen gelang.

Der Untersuchung von Lannaparties widmete ich ebenfalls viele Nächte. Echte Preise gibt es eigentlich selten. Dennoch kriegst du immer wieder
wenig willkommene Geschenke wie beispielsweise das doppelte Sehvermögen oder deine Verdauung leidet entweder an Aufstossen, Ergüssen
oder Verstopfungen und Blähungen - Flatulenzen.
Mit einer solchen Beschwerde reiste ein unter dem Künstlernamen Mr. Methane auftretender Brite ab 1991 als Kunstfurzer durch Fernsehshows
rund um den Globus.

Es kam etwa vor, dass jemand ein Mikrofon, Besteck, Brille oder Telefon in meiner Tasche deponierte und schon war ich zu Hause ein Gewinner.
Solche Sachen versuchte ich den Eigentümern wieder auszuhändigen.
Besteck findet oft seine Wege in verschieden Haushalte. Darum verwenden wir bei unseren Festen weder rostfreien Stahl noch Tafelsilber von
Christofle, sondern landesübliches Blech, denn mit Verlusten muss gerechnet werden. Das führte dann teilweise dazu, dass wir von neureichen
Frauen als Habenichtse und Kiniau verschrien wurden. Als Basislager diente nie unser Haus, sondern Küche und Toilette des Beautysalons mit
dem gemeinsamen Garten. Auf die Idee, dass wir eigentlich im grossen Gebäude leben, kam niemand.

Als Junggesellen beschenkten mich die Frauen oft reichlich. Das Spektrum reichte von Blumen über Schnaps, Nippes bis zu festlich verpacktem
warmem Fleisch zum stillen Genuss nach der Party.

Da ich ja einen PC mit Drucker besitze, stammt der virtuelle Klatschtanten-Preis von mir. Am Einfachsten lässt du dich an ein paar Feiern von
Einheimischen einladen, dann erst ahnst du die mögliche Vielfalt und die vorhandenen Abgründe, wie Spielsucht und Drogen. Die vergass ich in
meiner Aufzählung in der Preisliste.

Partygeile Weiber sind oft durch die zahlreichen Kalorien von Speisen und Alkohol gezeichnet. Sie zwängen sich erst in eng geschnürte Korsetts
und Corsagen, die sie nach einigen Gläsern Schnaps enthemmt ausziehen um ihrer Üppigkeit freien Lauf zu lassen und Raum zum Stopfen zu geben.

@ thai.fun

Von der Materie her magst du recht haben. Als Schwuler hätte der Mann aber bereits auf der Post eine Menge gut aussehender Freunde und
Liebhaber gefunden. Alles ausgebildete Spezialisten im Stempeln.
Wenn du die Thai Mentalität kennst, die haben alle kurze Nasen, können aber nicht darüber hinaus denken, kannst du leicht ausrechnen, wieviel
sich der Typ seinerzeit und später überlegte.
Mit so einer energievernichtenden Blindleistung im Hause, hätte ich möglicherweise meine Lust-Organe mit einem Brotmesser abgesäbelt, meine Hände
auf den Rücken gefesselt, einen Plastiksack über die Ohrläppchen gestülpt und mich an der nächsten stabilen Strassenlampe aufgehängt. Nach einem
Glas Mae Khong hätte ich mir zusätzlich aus einem Revolver eine Trommel Blei, mindestens Kaliber neun oder einen Schuss aus einer Remingtom 870
mit Kaliber 18.53 mm gegönnt.
Der weitaus einfachere Weg wäre die Eliminierung dieses weiblichen Wunderwesens gewesen. Das wäre bestimmt kaum aufgefallen.

Vor fünfundzwanzig Jahren erduldete ich eine Scheidung. Ich durchlebte ähnliche, unschöne Gedanken. Jeder Wurm und jede Ameise standen mir näher
als irgend ein noch so verlockendes Weib.
Ich kenne den Mann seit zehn Jahren. Wäre ich Papst, würde ich ihn heilig sprechen. Ich konnte ihn nicht einmal bei einem Bier trösten. Er trinkt nicht.

Leider sind Gebärmütter dieser extremen Art weitverbreitet. Bei etwa achtzig Prozent der weiblichen Bevölkerung in dieser Gegend sind Parties und
Ausschweifungen aller Art wichtiger als die Familie.
Keine schönen Gedanken von Hölderlin, bittere Realität.


Johann Christian Friedrich Hölderlin (* 20. März 1770 in Lauffen am Neckar; † 7. Juni 1843 in Tübingen)
    
Die Nacht

Seid gegrüßt, ihr zufluchtsvolle Schatten,
Ihr Fluren, die ihr einsam um mich ruht;
Du stiller Mond, du hörst, nicht wie Verleumder lauren,
Mein Herz, entzückt von deinem Perlenglanz.

... .. .

http://de.wikipedia.org/wiki/Remington_870

http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_H%C3%B6lderlin


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namtok

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Re: Gay - Antworten
« Antwort #851 am: 15. Januar 2010, 13:45:47 »



Es kam etwa vor, dass jemand ein Mikrofon.... in meiner Tasche deponierte und schon war ich zu Hause ein Gewinner.
Solche Sachen versuchte ich den Eigentümern wieder auszuhändigen.

is ja wie im Spionagethriller  :o  wem wieder aushändigen  :] , dem CIA, der Stasi oder dem Gong amnuaygarn raksa khwam mankhong phai nai (กอ รมน)  :-)
« Letzte Änderung: 15. Januar 2010, 13:50:48 von namtok »
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Gerro

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #852 am: 15. Januar 2010, 13:54:20 »

@ Low:
vielen Dank fuer die Antworten.

Der virtuelle Klatschtantenpreis ist ja eine Superidee! Hast Du den auf Thai ausgedruckt? Kann ich den kriegen? Ich haette da auch Kandidaten.

Das mit den Partygewinnen ist klar geworden. Eigentum wird hier mehr wie „Familieneigentum“ betrachtet. Und sie sind ja alle Nongs und Pies und Onkels und Tanten untereinander.

Meine Frau gibt auch oft Teller nicht zurueck, auf denen Nachbarinnen Speisen gebracht haben. Auf der anderen Seite halten die es genauso. Man kann Eigentum auch zu wichtig nehmen. Hauptsache es ist irgendwo, wenn man es braucht.


Partygeile Weiber habe ich hier nicht, kenne auch selber keine. Habe ich ja wohl auch nicht viel verpasst.

Aber schoenes Gedicht. Muss das nicht heissen :“Du hoerst nicht, wie Verleumder lauern?“ Obwohl ich das meist auch mehr spuere als „hoere“.

Aber es passt schon irgendwie.

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thai.fun

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #853 am: 15. Januar 2010, 19:37:42 »

Mit so einer energievernichtenden Blindleistung im Hause, hätte ich möglicherweise meine Lust-Organe mit einem Brotmesser abgesäbelt, meine Hände
auf den Rücken gefesselt, einen Plastiksack über die Ohrläppchen gestülpt und mich an der nächsten stabilen Strassenlampe aufgehängt. Nach einem
Glas Mae Khong hätte ich mir zusätzlich aus einem Revolver eine Trommel Blei, mindestens Kaliber neun oder einen Schuss aus einer Remingtom 870
mit Kaliber 18.53 mm gegönnt.
Der weitaus einfachere Weg wäre die Eliminierung dieses weiblichen Wunderwesens gewesen. Das wäre bestimmt kaum aufgefallen.
Ich kann zu Dir nur sagen, Du bist und bleibst hoffentlich der Unübertroffener Schreiber hier im TIP.
Die Stunden beim Lesen und im gedenken Deiner Zielen sind unbezahl und schlagbar  Amüsant sowie aufschlussreich. Hier mal ein Herzlichen Dank an Dich! Gruss Max
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Hölderlin: Die Nacht
« Antwort #854 am: 16. Januar 2010, 13:32:50 »

Hi Max  @thai.fun
Danke fürs Lob, bitte nicht übertreiben, sonst werde ich rot – im Gesicht.

@Gerro
Lauren ist Hölderlinsche Freiheit.
Tönt schön. Ist schwierig zum Verstehen, zumindest für mich.
Ich wechsle meinen Stil nicht von Low auf JCFH.
Ein Versuch wäre reizvoll.
Als Kostprobe kopiere ich das ganze Gedicht:

Johann Christian Friedrich Hölderlin
Die Nacht

Seid gegrüßt, ihr zufluchtsvolle Schatten,
Ihr Fluren, die ihr einsam um mich ruht;
Du stiller Mond, du hörst, nicht wie Verleumder lauren,
Mein Herz, entzückt von deinem Perlenglanz.

Aus der Welt, wo tolle Toren spotten,
Um leere Schattenbilder sich bemühn,
Flieht der zu euch, der nicht das schimmernde Getümmel
Der eitlen Welt, nein! nur die Tugend liebt.

Nur bei dir empfindt auch hier die Seele,
Wie göttlich sie dereinst wird sein,
Die Freude, deren falschem Schein so viel Altäre,
So viele Opfer hier gewidmet sind.

Weit hinauf, weit über euch, ihr Sterne,
Geht sie entzückt mit heilgem Seraphsflug;
Sieht über euch herab mit göttlich heilgem Blicke,
Auf ihre Erd, da wo sie schlummernd ruht....

Goldner Schlaf, nur dessen Herz zufrieden
Wohltätger Tugend wahre Freude kennt,
Nur der fühlt dich. – Hier stellst du dürftig schwache Arme,
Die seine Hülfe suchen, vor ihn hin.

Schnell fühlt er des armen Bruders Leiden;
Der arme weint, er weinet auch mit ihm;
Schon Trost genug! Doch spricht er, gab Gott seine Gaben
Nur mir? nein, auch für andre lebe ich. –

Nicht von Stolz, noch Eitelkeit getrieben,
Kleidt er den Nackten dann, und sättigt den,
Dem blasse Hungersnot sein schwach Gerippe zählet;
Und himmlisch wird sein fühlend Herz entzückt.

So ruht er, allein des Lasters Sklaven
Quält des Gewissens bange Donnerstimm,
Und Todesangst wälzt sie auf ihren weichen Lagern,
Wo Wollust selber sich die Rute hält.

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