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Autor Thema: Geschichten aus Hinterindien  (Gelesen 449870 mal)

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Kern

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #900 am: 05. Februar 2010, 19:05:57 »

Hallo Low

Zitat
  Retten wir nun Regenwald und entziehen dadurch der Jugend schädlichen Alkohol.
So folgt auf positives Denken konstruktives Handeln!
 

Was fuer ein ruecksichtsvolles und schoenes Lebensmotto   :]

Gruss  Achim
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Low

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Schädlicher und weniger schädlicher Alkohol
« Antwort #901 am: 06. Februar 2010, 22:56:36 »

Schädlicher und weniger schädlicher Alkohol

@ Kern
Danke.
Man tut, was man kann.

Ein echter Edelmensch in Hinterindien rührt den guten Alkohol für die Jugend im Essig, Kefir, Sauerkraut, reifen Bananen (bis 1%!) und Hustensaft
kaum an. Er säuft weder billigen Brennsprit, Fusel enthaltende Fleckenentferner, penetrant riechendes Parfüm noch akzentuiert animalisches Aftershave.
Dafür gibt es selbsternannte Antialkoholiker, die sich dessenungeachtet bereits am frühen Morgen nach dem Rasieren Wangen, Kinn und Hals
genussvoll mit Hochprozentigem einreiben, dass sogar sensible Küchenschaben das Kotzen kriegen. Andere Rasuren erwähne ich bewusst nicht.

http://kamelopedia.mormo.org/index.php/Anti-Alkoholiker

Eine Auswirkung der Bananendiät beim Säugling beschrieb ich, ohne die Hintergründe zu erkennen, in:
http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=1225.msg93384#msg93384

Wie vielen Männern wurde der Weg zum Alkoholiker bereits in der Wiege durch falsche Ernährung vorbestimmt?
Ich bin sicher ein Opfer dieses amerikanisch imperialistischen Import Bananen Kultes.
http://de.wikipedia.org/wiki/Chiquita_Brands_International
Feststellung 1:
Als Jugendlicher war ich ein Fan von Harry Belafontes Banana Boat Song.

Feststellung 2:
Als zukünftiger Entwicklungshelfer sah ich den Film Bananera Libertad. von Gunten, 1970
http://www.landesfilmdienst-bw.de/sixcms/detail.php?id=28085
Feststellung 3:
Bevor ich Bananenküchlein von Lotus-Tesco oder Big C verspeise, kippe ich vorher meist einige Flaschen MaeKhong über das relativ trockene Gebäck.
Feststellung 4:
Immer wieder verspüre ich intensiv den Drang meine persönliche Banane in weiblichen Hohlräumen zu verstecken.

Ich warte gespannt auf erlebte Erfahrungen und entsprechende Therapie Vorschläge. Bin ich ein Einzelfall? Drängt sich die Gründung einer
Selbsthilfegruppe auf?

« Letzte Änderung: 06. Februar 2010, 23:29:40 von Low »
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khun mai ru

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #902 am: 07. Februar 2010, 04:16:13 »

Lieber Ex-SOW-Ehrenpräsident (oder so) - Du kannst Fragen stellen...

Diese Expertenkommission hat bestimmt kein leichtes Leben und fand die latente Feindschaft
der bösartigen Antialkoholiker sicher mehr als einmal zum  {/

Deine Tapferkeit jetzt als Einzelkämpfer kann man garnicht hoch genug preisen. Da muß man
einfach auch mal ein Hütchen ziehen, - nicht zuletzt vor (ja, ja auch über) die armen, süchtigen
BANANEN, was in der Tat alles andere als banal ist! :)

Mögen sich viele der angefeindeten Experten zu Wort melden und Trost finden im gruppendynami-
schen Zusammensinken, auf dass der EntZUG keinen mehr vor der letzten Sperrstunde hinwegrafft.


 [-] kmr
« Letzte Änderung: 07. Februar 2010, 04:41:59 von khun mai ru »
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Low

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Kuan Yin - die Erste
« Antwort #903 am: 11. Februar 2010, 12:05:29 »

Kuan Yin, (Guan Im) - die Erste

Tin Kuan Yin, tie guan yin, auch Te Kwan Yin, Tie Guanyin und Ti Kuan Yin  bezeichnen eine Varietät der Teepflanze Camellia sinensis aus der
Küstenprovinz Fujian. Die gewonnenen Teeblätter und das damit gebrühte Getränk könnten ebenfalls gemeint sein.
Das war eine Erklärung auf Abwegen. Dennoch empfehle ich, ein Tässchen zu den folgenden, nicht immer leicht verständlichen Erklärungen zu
geniessen. Das Getränk könnte zur Erleuchtung führen, wenn es die Worte nicht vermögen.

Guanyin, Kuan-yin ist im Mahayana-Buddhismus ein Bodhisattva. Sie wird im Volksglauben als Göttin verehrt.
Guānyīn ist die chinesische Variante des Bodhisattva Avalokiteshvara. In Japan ist sie unter dem Namen Kannon, in Vietnam als Quan Am oder
Quan The Am Bo Tat bekannt. Ein älterer Name ist Guanzizai, japanisch Kanjizai.
In Thailand wird sie als Guan Im hochverehrt.

Im Mahayana-Buddhismus werden Bodhisattvas als nach höchster Erkenntnis strebende Wesen angesehen. Sie suchen auf dem Wege der
Tugendvollkommenheit, Sanskrit: paramita, die Buddhaschaft.
Der Kern der Bodhisattva-Philosophie ist der Gedanke, nicht selbstsüchtig für sich allein Erleuchtung zu erlangen und damit in das Nirwana
einzugehen, sondern zuvor anderen Wesen zu helfen, sich aus dem endlosen Kreislauf der Reinkarnationen, Samsara, zu befreien.
Es wird unterschieden zwischen irdischen und überirdischen Bodhisattvas. Die einen sind im Weltleben stehende Menschen, die durch ihre
Güte, maitri, und ihr Mitgefühl, karuna, gefordert - ihre Verdienste zum Wohle aller Wesen, von Menschen und Tieren, einsetzen.
Die anderen sind überirdische, transzendente, Charaktere, die in gleicher Weise beistehen und auf den Pfad der Befreiung führen.
Avalokiteshvara, auch Lokeshvara, Guanyin, Kannon oder Guan Im ist ein(e) transzendente(r) Bodhisattva.
Die chinesische Tang-Dynastie, 618 bis 907, zeichnete sich durch Toleranz aus. Viele Religionen begegneten sich damals intensiv. In der
Volksfrömmigkeit bestand ein grosses Bedürfnis nach einer Gottheit mit femininen Attributen.
Eine beliebte Göttin aus der Zeit des Daoismus war Xīwángmu, die Königinmutter des Westens, die alte Grossmutter aus dem Taishan Gebirge.
Hsi Wang Mu spielte als Unsterbliche, Lehrerin, Symbol der Transzendenz und Vermittlerin zwischen den himmlischen und den irdischen Reichen
eine herausragende Rolle.

Das Lotos-Sutra aus dem Mahayana-Buddhismus wurde mehrfach ins Chinesische übersetzt. Eine bedeutende Übersetzung von Kumarajiva
stammt aus dem Jahr 406. Der Name des Bodhisattvas Avalokiteshvara wurde aus dem Sanskrit in den chinesischen Namen Guānshìyīn übersetzt.
Durch die Vermischung dieser und anderer religiöser Ideen entstand im Laufe der Zeit die „Göttin“ Guanyin.

Im 9. und 10. Jahrhundert wurde Guanyin im Nordwesten Chinas häufiger als weibliches Wesen dargestellt. Ab dem 12. Jahrhundert wurden in
den religiösen Zentren alte Geschichten von Göttinnen und Helden vermehrt mit Guanyin in Verbindung gebracht.
Heute wird sie verehrt als die Göttin der Barmherzigkeit, der Frauen und Kinder, der Gnade und des Mitgefühls.
 
Zu viele Worte ergeben vielfach wenig Sinn. Ich befragte öfters Menschen in Thailand zur Person von Guan Im. Sie erklärten mir kurz und bündig:
„Guan Im ist ein Buddha.“

Es gibt es unzählige Gemälde und Plastiken mit Darstellungen der Kuan Yin oder Guan Im.

Eine kleine Auswahl zeigt:
http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Guan_Yin?uselang=de


« Letzte Änderung: 11. Februar 2010, 12:11:41 von Low »
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unsichtbar

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #904 am: 11. Februar 2010, 13:01:12 »

Danke Low, für diese interessante Exkursion.
Statuen dieser Göttin habe ich in Thailand schon öfters gesehen, nicht zurletzt im grossen, chinesischen Tempel in Bangkoks "Chinatown" (siehe Bild).
Aber bissher konnte ich mir darunter garnichts vorstellen. Meine Frau gab mir nur eine sehr kurze, eher unzureichende Erklärung. Chinesische Göttin halt.
Im TIP-Forum lesen bildet!

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Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen.   (Loriot)

Low

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Kuan Yin
« Antwort #905 am: 11. Februar 2010, 13:48:27 »

Deine Abbildung freute mich sehr. Danke @ unsichtbar.
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
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Low

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Bodhisattva und Quantenmechanik
« Antwort #906 am: 12. Februar 2010, 11:13:28 »

Bodhisattva und Quantenmechanik

Kuan Yin – die Zweite

Die Bodhisattva Geschichte war nicht besonders einfach. Bei schwer verständlichen Texten bitte ich manchmal einen guten Freund um Sichtung
des Materials. Seine berechtigte Frage war:

„Findest Du in diesem Denken wirklich endgültige Wahrheit?“

Meine Antwort lautete:
„Die bescheidene Erklärung ist bloss die Einführung für zwei weitere Geschichten.
Es schadet kaum, wenn ich im Hopfenacker pflüge und gleichzeitig etwas Tee und Hintergründe vermittle.
Ob die ´Guan Im´ ein oder eine Bodhisattva ist, oder gar eine Göttin, interessiert mich wenig. Solche Gedanken überlasse ich anderen.
Ich bin nicht Missionar. Die Wahrheit liegt in der Schönheit.“

Ein weiterer, fast reformatorischer Gedanke ist: Wenn die göttliche Guan Im ein Kind des Bodhisattva Avalokiteshvara wäre, ist sie mit knapp
eintausend Jahren ein Teenager im Nirvana, im Vergleich zu Buddha mit über zweitausendfünfhundert  Jahren. Die Bilder jedenfalls zeigen eine
deutliche Sprache, oder darf ich mir eine neue Brille besorgen?

Vor vielen Jahren musste ich fast freiwillig Arbeiten von Werner Heisenberg lesen. Er war einer der bedeutendsten Physiker des 20. Jahrhunderts.
Er formulierte bereits 1927 eine fundamentale Aussage der Quantenmechanik als Unschärferelation: Ort und Impuls als Messgrößen eines
Teilchens können gleichzeitig nicht beliebig genau bestimmt werden.

Vielleicht ist es vermessen, eine Unschärferelation auf Bodhisattvas anzuwenden.
Mir gefällt die Idee. Zum Glauben gibt es von Werner Heisenberg eine wunderschöne, tiefschürfende und beinahe unglaubliche Geschichte:

„In der Nähe unseres Ferienhauses in Tisvilde wohnt ein Mann, der hat über der Eingangstür seines Hauses ein Hufeisen angebracht, das nach
einem alten Volksglauben Glück bringen soll. Als ein Bekannter Niels Bohr fragte:
«Aber bist du denn so abergläubisch? Glaubst du wirklich, daß das Hufeisen dir Glück bringt?», antwortete er:
«Natürlich nicht; aber man sagt doch, daß es auch dann hilft, wenn man nicht daran glaubt.» “
Werner Heisenberg, Der Teil und das Ganze

http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg

http://de.wikipedia.org/wiki/Niels_Bohr


 


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khun mai ru

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #907 am: 12. Februar 2010, 20:17:10 »

Lieber Low-Pflüger,

das ist ja weit mehr als tiefschürfend und so viel Denkwürdiges macht mir Kopfschmerzen.
Vielleicht fällt mir nach einem doppelten Aspirin eine halbwegs sinvolle Antwort ein, doch
erst einmal sind hier die Philosophen unter den Forencracks gefordert.

Außerdem werde ich nach dem Drink die Wahrheit in der Schönheit der Schneelandschaft
suchen, da der Rasierspiegel in dieser Hinsicht auch heute wieder total versagt hat.  :) :)

mfg kmr
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Low

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Kuan Yin und Tiger
« Antwort #908 am: 13. Februar 2010, 10:40:51 »

Die besten Wünsche zum chinesischen Neujahr, Frühlingsfest, auch Mond Neujahr genannt.

Wie ich vernahm, ist das Jahr des Tigers nicht sonderlich gut geeignet für das Heiraten.
Mann ist besser mit Tiger aus der Flasche beraten.

Die Jahreszeit ist gut geeignet für Geschichten um Kuan Yin - Guan Im.
Die zwei nächsten Aufsätze sind wieder volksnah und einfach zum Verstehen.
Ich nehme an, es braucht dazu weder Ausdauer, Aspirin noch Alkohol.

Low

Philosophen im Forum kannst Du vergessen!
Das sind bloss Männer, die zu viel soffen.
« Letzte Änderung: 13. Februar 2010, 11:08:58 von Low »
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Low

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Reisen mit der Göttin
« Antwort #909 am: 14. Februar 2010, 00:06:40 »

Reisen mit der Göttin

Kuan Yin – die Dritte

In den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts bereiste ich mehrere Länder in Südostasien, unter anderen Malaysia.
In der Gegend um Kota Bahru entdeckte ich mitten im streng muselmanischen Gebiet eine sehr fein gearbeitete Kuan Yin aus Bronze.
Kota Bahru war eine der konservativsten Städte Malaysias und hatte die strikteste islamische Gesetzgebung. Die strenge Religions-Polizei,
die gab es, sorgte für die strikte Einhaltung der Verordnungen und Gebote. Sie überprüfte Unterkünfte und Hotels betreffend Tugend und
Status der Gäste und kannten keine Skrupel, im Zweifelsfalle in Zimmer einzudringen. Moslems konnten keine Kuan Yin erwerben.
Deshalb wurde mir das einzigartige Stück sehr günstig angeboten.
Ich schaute mit die faszinierende Statue mehrere Tage lang immer wieder an und überlegte, ob ich ein so grosses, schweres Metallstück mit
mir herum schleppen und eine Beschädigung ohne spezielle Verpackung riskieren wollte. Ich verzichtete darauf und reiste vermeintlich ohne
Ballast weiter.

Vor der Rückreise nach Europa blieb ich wenige Tage in Bangkok. Die chinesische Göttin ging mir nicht aus dem Sinn. Sie verfolgte mich, wie einst
meine Freundin, auf Schritt und Tritt. Ich fragte mehrere Leute, wo ich eine Kuan Yin kaufen könne. Niemand verstand mein Anliegen. Ich machte
eine einfache Skizze des gesuchten Gegenstandes und mein Publikum rief erfreut: „Guaaan Ihhhm!“
Danach wurde ich mit Adressen von China Town bis River City überhäuft.

Ich folgte den Spuren der Göttin und fand Prachtstücke in allen Grössen und Preislagen. Die Figuren waren aus Bronze, Holz, Papiermaché, Plastik,
Stein, Marmor und Jadeit. Teils bemalt, teils vergoldet. Aber auch vermodert, von Termiten angefressen oder vom Bronzekrebs befallen.
Eine der schönsten, mittelgrossen Bronzefiguren mit vielen Details versehen fand ich in River City. Der Preis war angemessen.
Für die Reise zurück nach Malaysia hätte mir die Zeit gefehlt. Womöglich war das gute Stück, das mich im Nachhinein so stark beschäftigte, bereits
weg.

Ich organisierte in der Stadt der Engel Bubble Paper, eigentliche Luftblasen-Plastik und gebrauchten Karton, um meinen Schatz stosssicher zu
verpacken. Dann schnitt ich mit dem Victorinox-Messer eine Schachtel zurecht. Auf der Verpackung stand rein zufällig eine Bezeichnung in Thai
und Englisch: „Holzschnitzerei aus Chiang Mai.“
Wir reisten beide relativ gut. Ich nahm frühmorgens meine Koffer und den Behälter mit der Göttin vom Transportband und begab mich zum Zoll.
Ungeschickterweise, ich trug einfach zuviel Krempel, rutschte mir dort das „Woodcarving from Chiang Mai“ aus den Händen und knallte ungehindert
auf den Boden.
Der Zöllner grinste mich an und meinte hämisch:
„Jetzt ist es kaputt!“
„Muss ich es trotzdem verzollen?“
Er winkte mich gnädig durch. Ich glaubte an meine Verpackungskünste mit dem Bubble Paper.
Zu Hause fand die unversehrte Göttin einen gebührenden Platz auf einer Anrichte aus Rosenholz. Das vergoldete Hufeisen, ehemals ein Geschenk
meiner Grossmutter, siehe Quantenmechanik, verschenkte ich.

« Letzte Änderung: 14. Februar 2010, 00:23:24 von Low »
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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #910 am: 14. Februar 2010, 20:34:51 »

Low,
das war wieder eine sehr  schöne Geschichte. - Ja, was wären wir denn, ohne unsere Göttinnen? 
Auch wenn die meisten nicht im Karton reisen und da auch nicht immer eine eigene Aircon haben; 
die Freude beim Auspacken ist nachvollziehbar,erst recht wenn alles heil und an Ort und Stelle ist.

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #911 am: 14. Februar 2010, 22:03:34 »

Meine erste "Guaaan Ihhhm" habe ich vor Jahren in Bang Saen kennengelernt. Gleich unten an der Beachm ist ein hervorragendes Sea Food Restaurant, welches wir während meiner Sturm- und Drangzeit immer vom Flughafen her auf dem Wege nach Patty angelaufen haben. Die Dame am Hügel war nicht zu übersehen.

Zu gewissen Jahreszeiten, je nach dem, wann ich ankam, musste meine damaligen Lebensabschnittspartnerin dort beten. Dies war immer mit einer gewissen vegetarischen Periode verbunden. Wie die Thailänder sagen: "kein beef". Hühnchen, Schweinefleisch und anderes OK. Vegetarisch eben.  ;D    
« Letzte Änderung: 14. Februar 2010, 22:07:10 von Profuuu »
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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #912 am: 15. Februar 2010, 00:41:20 »

@ Profuuu

Danke.

Echte Nudisten, ich meine – militante Buddhisten –
essen mit oder ohne Gähn Ihm kein Rind.
Warum – keiner weiss es.
Es könnte damit zusammenhängen, dass Buddha nach dem Fasten eine PastMilch (Sponsor ausgeblendet)
schlürfte oder gulpte.

Pfortsetzung pfolgt.
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Profuuu

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #913 am: 15. Februar 2010, 01:18:29 »

Das erklärt auch, warum z.B. lebende Schweine wie Jungpalmen auf dem Rücksitz des Mopeds eingeschnürt in ein Netz befördert werden, als ob sie zarte Pflänzchen wären. Also rein vegetarische Wesen.

Schweine, Hühner und Fische sind halt pflanzliche Wesen. Guan Im sagt das so. Irgendwo in ihren Analen steht, dass Schweine mit den Alpenveilchen genetisch verwandt sind. Ein Verzehr wäre damit während des vegetarischen Gelübdes unbedenklich. Ne Frau halt, die sowas behauptet.  ;)

Bang Saen
 
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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #914 am: 15. Februar 2010, 05:43:17 »

@Profuuu

Dass die Schweine genetisch mit der Alpenveilchen verwandt sind, dürfte kaum ein ernsthaft
denkender Mensch bestreiten. Zweifel sind aber angebracht über die genannte Fundstelle von
Guan Im´s diesbezüglichen Erkenntnissen.

 ??? kmr
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