Problem Trinkwasser 6. November 2011
In einigen Regionen Thailands gibt es gegenwärtig mehr als genug Wasser. Man lebt darin, mehr
aufgeweicht als abgeschnitten. Paradoxerweise herrscht gleichzeitig Mangel an Trinkwasser.
Vor Jahren berichtete ich wenig schmeichelhaft über die Trinkwasserversorgung im Dorf. (1)
Nicht existierende Vorschriften und Prozeduren bei der Wassergewinnung, improvisierte Flaschen-
reinigung, verbunden mit zweifelhaften Abfüllmethoden sind ortsüblich. Deswegen liessen ver-
schiedenen Erkrankungen unmittelbar nach dem Genuß der Flüssigkeit an deren Beschaffenheit
ernste Zweifel aufkommen.
Reines Umkehrosmosewasser in schmutzigen Flaschen wird zum Dreckwasser. Diese Denkweise ist
zu abstrakt und wenig verständlich.
Nach einigen Erfahrungen und berechtigten Zweifeln, investierte ich zehntausend Baht in eine haus-
eigene, bescheidene Umkehrosmosefiltrierung. Damit umgingen wir sämtliche unkontrollierbaren
Einflüsse einer auf dem Chaosprinzip operierenden Institution.
Wenn wir in die Stadt fahren, begegnen wir unterwegs ungewollt dem dörflichen Trinkwasserwerk,
eigentlich einem fundamentalen Bedürfnis zur Gesundheitsvorsorge der Bevölkerung.
Seit der gefeierten Inbetriebnahme mit Volksfest, Kantoke- und Karaoke-Abend wandelte sich die
Anlage. Das verkaufte Wasser dürfte heute meist minderwertig sein. Das Produkt würde nach einer
behördlichen Prüfung ohne hilfreiche Schmiergelder sicherlich aus dem Verkehr gezogen. Vor einiger
Zeit stellte man das an sich perfekte Verfahren mit Umkehrosmose, wahrscheinlich aus Kostengründen
– Filter sind teuer, ein.
Die Wasseraufbereitung ist nach meiner Ansicht für Dusch- und Spülfunktionen im Badezimmer aus-
reichend. Solches Brauchwasser wird jedoch bereits in Leitungen geliefert. Die Reinigungsstufen für
Trinkwasser sind sehr armselig geworden.
A. Das gepumpte Wasser befreit auf einem bereits farbig oxydierten mehrstufigen Treppchen über
einem ersten Wasserbehälter die Luft von Dieselrückständen und anderen großen Dreckpartikeln.
Mir wurde vor langer Zeit erklärt, das Wasser werde dort mit reinigendem Sauerstoff angereichert.
Wieviel Prozent Sauerstoff enthält unsere Luft? Reagiert nur der Sauerstoff mit dem Wasser?
(Wir besaßen anfänglich ein solches Wasserspiel. Proben aus dem Tank zeigten unter dem Mikroskop
Dieselruß, Pollen, verkohlte Grasfasern und anderen undefinierbaren Dreck. In der Morgendämmerung
zwitscherte hie und da ein gefiederter Freund hoch über dem Treppchen. Gelegentlich plusterte sich
der Sänger auf und ließ etwas Kostbares fallen. Ein Deckel anstelle des Belüftungstreppchens ver-
besserte die Wasserqualität erheblich. Dennoch zeigten sich im stehenden Wasser Luftblasen.)
B. Die teuren synthetischen Wasserfilter in der Dorftrinkwasseraufbereitungsanlage wurden durch
einige stehende Zementrohre voller geriebener Holzkohle und Sand als Filter ersetzt. Eine UV Licht-
quellen zur Bekämpfung bakterieller Verschmutzungen entdeckte ich nicht.
Dagegen benutzen sämtliche Edelkatzen und rammelnden Kater die offenen Sandfilter gerne als
Kotablage. Wir sahen einige abgefüllte Flaschen mit Wasser herumstehen. Grünalgen gedeihen
jedenfalls prächtig darin. Die Nährstoffe, Dünger, dürften folglich vorhanden sein.
Einen Namen für die in Flaschen abgefüllte Brühe fand ich bereits: Katzinger LanNa Edelbräu.
Zum Wohl.
(1)
http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=1225.msg35866#msg35866Re: Geschichten aus Hinterindien: Trinkwasser
« Antworten #128 am: 31. Januar 2009, 14:01:25 »
Diese Geschichte finden sie im Büchlein auf Seite 107.
Die Geschichten aus Hinterindien wurden vom Verlag in Phuket, ausser in der Zeitung, kaum beworben.
Auch im TIP Shop (Internet) wird das Buch noch nicht angeboten. Stand 6.11.2011.
Im Handel fand ich bisher kein einziges Exemplar. Möglicherweise sind meine alten Augen schuld. Aber
ich ziehe meine Schlüsse daraus. Einen Hinweis für Bestellungen erlaube ich mir trotzdem:
Geschichten aus Hinterindien, 250 B (THAILAND ONLY)
Zahlung in Thailand: Überweisung auf das Konto:
Tourist TIP Phuket
588 2 00748 2
Kasikorn Bank, Lotus Rawai Phuket
eMail: bestellung@tipzeitung.de
Bitte schicken Sie Geschichten aus Hinterindien an folgende Adresse:
Vorname:
Name:
Straße, Nr.:
PLZ:
Ort:
THAILAND
Tel.:
eMail:
Kopieren sie den Banküberweisungsbeleg in ihr Mail.
Mit bestem Dank für ihre freundliche Mithilfe zur geregelten Entsorgung von Altpapier.
Erschrecken Sie nicht: Das Bändchen wurde so klein gehalten, daß man es unter extrem engen
Bedingungen, wie zum Beispiel in der Bordtoilette einer DC3, Holzklasse, lesen könnte.
Freundliche Grüsse aus Johore Bahru,
nachmittags Wetter warm mit heftigem Regen und Sonnenschein,
Low