Danke Franzi für die unerwartete und saubere Analyse.
Der Schütze war außerordentlich. Anders als bei Überfällen in Goldgeschäften, wo nervöse Akteure auf drei
Meter Distanz daneben schießen, steckten angeblich sechs Projektile im Jungen. Ob der Genickbruch durch
den Sturz oder die Eisenstange verursacht wurde, werden wir nie erfahren.
Falsche Jungfrauen und Ansichten
Es gelang mir mathematisch und im realen Leben schlecht, die Sanukfaktoren (Triebhaftigkeit, Gier, Unfälle,
Verbrechen) der einheimischem Bevölkerung und der lustbetont Zugereisten mit meinen primitiven
Vorstellungen eines geruhsamen Lebensabends zu verknüpfen.
Warum stolpere
nur ich immer wieder über nichtlineare Ereignisse? Ich hatte Bekannte, deren Leben war mit
Skat, Golf, Kegeln, Kino und Bierabenden dermassen angereichert, dass sie weder buddhistische Feiertage
kannten, noch bemerkten, wie ihre angetrauten Peinlichkeiten sich täglich anderweitig begatten liessen und
sie die Schmarotzer gar mitfinanzierten.
Sie hatten scharenweise erfolgreiche Freunde, mit Villen für zig Millionen und zwanzig Badezimmern. Keine
Bibliothek. Die palmengesäumten Wege zu den Palästen waren mit Nobelkarossen aus Deutschland und
England überstellt. Die studierenden Sprösslinge bevorzugten italienische Sportschlitten mit absolut
unaussprechbaren Namen, wie Alko Romeo oder Bucatini alla matriciana. Wir brüskierten diese Menschen,
wenn wir Einladungen zu Glamour-Parties und Fress-Orgien per Drahtesel, immerhin Tesco DeLuxe, folge
leisteten. (1)
Ich lebe in einem bescheidenen Haus mit bloss zwei Türen in einem Armenviertel ohne biedere Bewacher.
Draussen vor der Tür stehen ein alter Toyota und ein roter Flitzer von Yamaha. Trotzdem wurden bei
dringenden Verbindlichkeiten, das heisst tieffliegendem Pleitegeier über der Unterkunft, nicht die Multi-
milliardäre, sondern ich angepumpt.
Andere Langnasen pedalten in frischer Morgenluft und sahen überall fröhliche Kinder. Fromme Mönche
sammelten indessen reihenweise Essen und Geschenke. Die Radler fuhren auf sauberen, frisch geteerten
Wegen. Wenn ich dieselben Strassen benutzte, wich ich Schlaglöchern aus. Abfälle garnierten Fahrbahn
und Ränder. Fäkalien in verschiedenen Formen und Reifestadien zählte ich nicht. Für mich verblieben in frisch
gebügelten Uniformen übermüdete, schläfrige, gähnende, auf einen Schulbus wartenden Knirpse.
Mönchen und Nonnen begegnete ich im Makro, wie sie sich anstelle stiller Meditation an den Regalen selbst
bedienten. Die Novizen dagegen studierten an Ständen Hehlerware für ihre Bildschirme. Sie suchten kaum
nach heiligen Pali Tripitaka Texten und verliessen dann die Händler höchst zufrieden mit mir unbekannten
religiösen Titeln wie: Assassins creed, Final Fantasy, Inglourious Basterds und 'The Cabin in the Woods'.
Die werdende Mutter ist knapp 14. Es bestehen keine bürokratische Verfahren, noch irgendwelche Melde-
pflichten. Als Regel gilt lediglich, sobald die Schwangerschaft einer Schülerin erkennbar ist, sollte sie den
Unterricht nicht mehr besuchen. Es könnte ja etwas hängenbleiben. Schlimmer: Kolleginnen zum Nachahmen
animieren. Teilweise dürfte die Unterscheidung junger Schwergewichte Rätsel aufgeben. Ich verwechselte in
meiner Naivität fettleibige Schnellimbissposturen mit Fertilität!
Ausländische Tagträumer und Nachtbuben werden streng bestraft, wenn sie ahnungslos eine 16 jährige
mehrfache Mutter als Minderjährige verführen!
Der feine Unterschied für Gäste besteht also nicht nur bei Eintrittspreisen in Museen und Nationalparks.
(1)
http://glamourparties.ca/(2)
http://de.wikipedia.org/wiki/Assassin%E2%80%99s_CreedAuf einschlägigen Internetseiten tauchten Wochen vor der offiziellen Veröffentlichung illegal kopierte Versionen auf.
(3)
http://de.wikipedia.org/wiki/Final_FantasyBisher verkauften sich weltweit über 100 Millionen Einheiten, Raubkopien nicht gerechnet.
(4)
http://de.wikipedia.org/wiki/Inglourious_Basterds(5)
http://en.wikipedia.org/wiki/The_Cabin_in_the_Woods