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Autor Thema: Geschichten aus Hinterindien  (Gelesen 449367 mal)

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hiro

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1020 am: 04. April 2010, 16:45:28 »

ich bin zwar auch schon eine Weile in Thailand aber die Variante des Greisenhandles war mir bislang voellig unbekannt. Da kann man ja richtig Angst bekommen.
Wie immer, eine schone story.
Klaus
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Ban

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1021 am: 04. April 2010, 17:14:39 »


... vor dieser Art der "Abwerbung" hat meine Frau immer grosse Angst gehabt in den letzten Jahren während
unserer Thailandaufenthalte. Mittlerweile hat anscheinend meine (finanzielle?) Attraktivität nachgelassen und meine
Gesundheit ist angeschlagen. So äussert sie diese Angst nicht mehr täglich mehrfach sondern nur noch in grösseren
unregelmässigen Abständen   :'(

Aber undenkbar oder sogar nur unüblich scheint diesee Sache nicht zu sein. Aber besser du sagst du so etwas "Dick"
nicht  :]

Also: Fühle dich geehrt Low. Ist es doch eine Gradmesser für deine Attraktivität (in welcher Hinsicht auch immer)

BAN
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phumphat

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Re: Menschenhandel
« Antwort #1022 am: 04. April 2010, 21:40:43 »


Hilfe, bin ich unter die Greisenhändlerinnen geraten?  Soll ich den Fall einer Menschenrechtskommission melden? (3)


Na unbedingt, low. Denn wenn das Schule macht, dann sind wir alte Knaker nicht mehr sicher. Es könnte sich hier ein neuer Geschäftszweig für die Thai-Frauen eröffnen.

Der Werbeslogan könnte etwa so lauten:

Gut erhaltener pflegeleichter  Farang gegen Höchstangebot abzugeben. :D

Ich muss mir schon mal eine entsprechende Strategie ausdenken. ???

phumphat
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dart

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1023 am: 04. April 2010, 21:52:52 »

Der passende Werbeslogan wär eigentlich "Gut erhaltener pflegeleichter  Farang, an reiche Thaifrau, gegen Höchstangebot abzugeben. }{
@Low, prickelndes Thema....in den Dörfern wird die Ware "Mädchen" und "Farang" nur allzu gern gleichermaßen verschachert.
« Letzte Änderung: 04. April 2010, 21:59:48 von dart »
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Low

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Technik und *Brüste*
« Antwort #1024 am: 05. April 2010, 16:25:07 »

Technik und *Brüste*

Lieber madabautsingha,

Danke für deine Schilderungen über deine Erfahrungen mit kommerzieller Technologie.
Da sind häufig mehr Schurken als Manager am Werk. Was im Labor seit Jahren funktioniert, wird den Konsumenten nur scheibchenweise
als Neuerung angeboten. Der Betrug wird spürbar, wenn der letzte Hit nach spätestens sechs Monaten zum Schrott addiert werden kann.
Meldungen wie:
„Wie in den Apple-Stores bei Premieren üblich, wurden die ersten Käufer heute in New York von den Verkäufern euphorisch per Handschlag
verabschiedet. Nach monatelangem Brodeln in der Gerüchteküche ist es endlich so weit – der iPad geht erstmals über den Ladentisch.
Bereits weit 24 Stunden vor dem Verkaufsstart hatten Technik-Begeisterte vor der Apple-Filiale in Manhattan gewartet. Einige von ihnen
übernachteten dort, teilweise setzten sie sich auf mitgebrachten Klappstühlen in die Schlange,“
zeigen deutlich, wie krank diese menschliche Zuvielisation ist.
All die ausgestellte Technik, seien es Fahrzeuge, Geräte und Maschinen in Sammlungen und Museen, waren vor vielen Jahren das Neueste,
das Beste und das Begehrenswerteste.

Ich bedaure, dass ich ins Fachchinesisch entgleiste. Es soll nicht wieder vorkommen. Ich erkläre gerne Ausdrücke wie induktive Last näher,
brauche dazu aber als Aufhänger irgend einen Bezug zu Hinterindien. Der ist da. Du siehst im Land an den Starkstromleitungen überall
Transformatoren angeschlossen. Das sind die meist ungeschützten, rechteckigen, grossen Metallkästen mit Zu- und Wegleitungen.
Erfahrungsgemäss brummen die. Das ist die Netzfrequenz. Transformatoren und Spulen, mit und ohne Eisenkern, sind induktive Lasten.

In Euroland findet man Transformatoren fast immer vor Wind und Wetter geschützt in einem Transformatorenhäuschen. Hier benötigen einen
solchen Schutz nur die Geister.

Wenn Du schon einmal bei einer konventionelle Glühlampe die Helligkeit geregelt hast, hast du einen Dimmer betätigt. In diesen Dimmern sind
Halbleiterelemente vorhanden, welche den Stromfluss ähnlich einem Nadelventil (Wasserhahn) regeln. Diese Bauelemente werden Thyristoren,
in Dimmern meist Triac genannt. (1, 2) Dimmer in Thailand sind sehr klein gebaut. Es fehlen Vorschriften betreffend Störstrahlung. Deshalb
verzichten die Hersteller auf Filter zur Eliminierung. Das macht die Dimmer erstens billig und zweitens klein. Diese Filter sind bis hundert Mal
grösser als der Thyristorregler.
Bevor es Halbleiterbauteile gab, benutzte man Schiebewiderstände in der Grösse von einigen Schuhkartons, welche die vernichtete Leistung
in Form von Hitze abgaben. Thyristoren haben den Vorteil von geringer Verlustleistung bei kleiner Wärmeabgabe.
Dimmer regeln nur herkömmliche Glühlampen. Bei Energiesparlampen sollte man auf die Verwendung von Dimmern verzichten. Das steht auf
jeder Packung. Wer liest das schon?
Meine Tochter erlebte Probleme mit ihrem Bildschirm, weil sie den an eine durch einen Dimmer geregelte Steckdose anschloss!

Beim Sinus ist die Lösung international. Ein wohlgeformter, idealer weiblicher Vorbau beinhaltet einen Sinus in Reinkultur. (3) Verzerrungen
kannst du an den T.itten ablesen. Mit Silikon vollgepumpte Melonen ergeben keine ideale Sinusform mehr. Da kannst du beim Bier ruhig über
Verzerrungen mit hohem Klirrfaktor fachsimpeln.
Den Begriff Sinus findet man in der Medizin öfters. Eine der weitverbreiteten unangenehmen Formen ist die Stirnhöhlenentzündung, die Sinusitis. (4)

Aus der Elektrotechnik stammen die Ausdrücke Wirkleistung, Scheinleistung und Blindleistung. Die Scheinleistung ist in Thailand bei fast sämtlichen
Vorgängen im täglichen Leben weitverbreitet. Blindleistung dagegen bedeutet nicht, dass ein Sehbehinderter arbeitet.  
Eine einfache, verständliche Darstellung der Leistungsformen fand ich im Netz anhand eines Bieres. (5)

Alles klar?

(1)
http://de.wikipedia.org/wiki/Thyristor
(2)
http://de.wikipedia.org/wiki/Triac
(3)
http://www.peter-hug.ch/lexikon/brueste
(4)
http://www.medizin.de/ratgeber/themen-a-z/s/stirnhoehlenentzuendung-sinusitis.html
(5)
http://www.forumuniverse.de/expertenforum/elektrotechnik/grundlagen/13441-wirkleistung-scheinleistung-blindleistung.html

« Letzte Änderung: 05. April 2010, 16:36:54 von Low »
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thaiman †

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1025 am: 05. April 2010, 17:14:31 »


Hallo Lupus
Du kannst froh sein, wenn Sie nicht die Kabel nach Tagesfarben anklemmen

                                                                          Gruss thaiman
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Man wird nicht reich von dem was man verdient, sondern von dem was man nicht ausgibt

phumphat

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1026 am: 05. April 2010, 19:34:05 »


Low, schrieb.

Wie in den Apple-Stores bei Premieren üblich, wurden die ersten Käufer heute in NewYork von den Verkäufern per Handschlag verabschiedet.

Da sagte doch ein Kunde, er sei so begeistert von dem neuen iPad und er kauft immer alles was Apple auf den Markt bringt.
Auch wenn Apple Wurst, Käse oder Fleisch produzieren würde, er würde das auch kaufen.

Das nennt man Firmentreue oder eventuell.........die Amis spinnen. --C

phumphat
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Blackmicha

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1027 am: 05. April 2010, 19:44:45 »

@ phum

ich hoffe , mein ipad in 4 Wochen in der Hand zu haben !

Wer ein Iphone hat , will es nicht mehr missen !


A gadget must have !

Nokia X 6 ist super , aber meilenweit Von Apple entfernt ! Schade !
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Essen und Beischlaf sind die großen Begierden des Mannes

Konfuzius - oder so

Ozone

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1028 am: 06. April 2010, 11:22:43 »


Da sagte doch ein Kunde, er sei so begeistert von dem neuen iPad und er kauft immer alles was Apple auf den Markt bringt.
Auch wenn Apple Wurst, Käse oder Fleisch produzieren würde, er würde das auch kaufen.

Das nennt man Firmentreue oder eventuell.........die Amis spinnen. --C

So wie bei den AA, den Anonymen Aepfeln
"Ich heisse Jack und bin ein Apfelphiler"
Apple Store: "Hi Jack!" }{  ;]



ich hoffe , mein ipad in 4 Wochen in der Hand zu haben !

A gadget must have !

Ja, tolles Gerät.  Für zwei Anwendungen gleichzeitig reicht die Performance zwar nicht, aber Hauptsache teuer und mit angebissener KultFrucht.  ;}

Auch sonst scheint es weniger praktikabel zu sein, als erwünscht. {{

IT-Guru Walt Mossberg im Wall Street Journal
Zitat
Als E-Reader tauge der iPad indes weniger, einfach, weil der iPad schwerer sei als etwa das Konkurrenzprodukt Kindle und man das Gerät beim Lesen mit beiden Händen halten müsse.

IT Guru David Pogue aus New York Times
Zitat
«Der iPad», schreibt David Pogue, «ist im Prinzip ein gigantischer iPod Touch.» Weil das Gerät das Flash-Format nicht unterstütze, würden tausende von Websites «nur leere weisse Flächen» darstellen. «Wahrscheinlich dauert es Jahre, bis alle Videos auf dem iPad angeschaut werden können», so Pogues Befürchtung. «Ausserdem: Wenn Sie schon einen Laptop und ein Smartphone haben, tragen Sie sicher nicht noch ein drittes Gerät mit sich herum.»
.


Dann schon lieber 37° Grad warmer Silikon. :-* Zum anbeissen versteht sich  ;) 
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Blackmicha

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1029 am: 06. April 2010, 11:25:48 »

Zitat
Dann schon lieber 37° Grad warmer Silikon. Kiss Zum anbeissen versteht sich  Wink 

DAS geht ja gar nicht !  >:(

ich mags natur ! 
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Konfuzius - oder so

Low

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Zukunftsaussichten
« Antwort #1030 am: 06. April 2010, 16:34:25 »

Zukunftsaussichten

hiro, ban, phumpat und dart

Macht euch keine Sorgen.
Wie gam es vorsorglich andeutete, veranstalten läufige Ladies nur Treibjagden auf Herrenmenschen aus dem Raum Hangdong, mit dem
Hintergedanken, ertragreicher organisieren als onanieren. Der Gesundheitszustand spielt keine wesentliche Rolle, solange die Kasse für
Sildenafil und ähnliche Wundermittel, es könnte auch Toyota heissen, gut gepolstert bleibt. (1)

Bei einem allfälligen Verkauf, müsste ich mein Domizil vermutlich in den wilden Osten der Provinz Phitsanulok verlegen. Das könnte ich mir nur bei
mittelschwerem Alzheimer vorstellen, wenn mein Befinden die limitierte Geisteswelt und den Ordnungssinn meiner neuen Begleiterin nicht mehr als
störend empfindet. Den ortsüblichen Fressgelagen und Tischmanieren, es gibt kaum Tische, könnte ich mich leicht anpassen. Die lieben Mitmenschen
würden dann mein Gesabber als natürlich, letztmöglich sogar animierend empfinden.

Es muss ein irres Gefühl sein, wenn lange, lauwarme, mit Lao Khao geschmierte Reisnudeln langsam, den mechanischen Gesetzmässigkeiten eines
Newton folgend, aus einer Zahnlücke übers Kinn in die Bluse rutschen. (2) Nach den Geräusch- und Geruchs-Pegeln zu schliessen, ist es da völlig
normal, dass die Notdurft öfters in die Beinkleider geht. Solch unvorhersehbaren Naturgewalten beugt man in den paradiesischen Landschaften
gekonnt mit bunten Sarongs, Vorzugsfarben Brauntöne, vor.

 (1)
http://de.wikipedia.org/wiki/Sildenafil
(2)
http://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Newton
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Sie wollte in die Galeries Lafayette.

Low

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Synthetische Äpfel
« Antwort #1031 am: 06. April 2010, 22:35:28 »

Synthetische Äpfel

Blackmicha: ich mags natur!

Zurück zum Busen der Natur wäre eine Maschine von Konrad Zuse, nichts von iPad. Diese Apple Objekte sind weder Natur noch Bio, sondern voller Silikon***.


Korrektur, Wortspiel:
*** Silikon (engl.: silicone) sollte nicht mit Silicium (engl.: silicon) verwechselt werden.

http://www.zib.de/zuse/index_old.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Silikone
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Sie wollte in die Galeries Lafayette.

unsichtbar

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1032 am: 07. April 2010, 11:00:23 »

Zitat
Es muss ein irres Gefühl sein, wenn lange, lauwarme, mit Lao Khao geschmierte Reisnudeln langsam, ..., aus einer Zahnlücke übers Kinn in die Bluse rutschen. (2) Nach den Geräusch- und Geruchs-Pegeln zu schliessen, ist es da völlig normal, dass die Notdurft öfters in die Beinkleider geht.

Mein Gott Low,
manchmal bin ich wirklich froh das du in deinem Thread von Fotos nur sehr wenig Gebrauch machst.  ;D
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Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen.   (Loriot)

Low

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Schulen, Bildungsstätten und Lehranstalten
« Antwort #1033 am: 08. April 2010, 09:48:09 »

Schulen, Bildungsstätten und Lehranstalten

Während Jahren unterstützten wir einen Knaben am Rande der Zivilisation und finanzierten Schule und Erziehung.
Der aufgeweckte Knabe hat Weisheiten in sich, die uns staunen lassen. Manchmal redet er mit Tieren und Pflanzen. Er lernt, wenn er Interesse
hat, unglaublich schnell. Anders als seine gleichaltrigen Kollegen sieht er, wenn er Fehler macht und gibt sie zu.

Leider hatte er nur ältere, wenig gebildete Menschen, als Betreuer. Sie konnten ihm bei den Hausaufgaben nicht helfen. Ausser dem Fernseher
gab es kein kulturelles Angebot, keine Bücher, keine Zeitungen, nichts.
Die anderen Knaben im Weiler hatten nur Flausen im Kopf. Sie prügelten sich, stahlen Kleinkram, beschädigten aus langeweile Fahrzeuge aller
Art, hingen tatenlos herum, rauchten und soffen in Verstecken, quälten Tiere und waren zu faul zum Lernen.
Darum spielte der Bub lieber mit Mädchen. Darauf erhielten wir einen Anruf einer besorgten Mitbürgerin. Sie teilte uns mit, das dieser Knabe
homosexuell sei. Das ist höhere, mir unverständliche Logik, denn ich spiele selbst auch lieber mit Angehörigen des weiblichen Geschlechts.
Aber ihr stehen die raufenden, bösartigen Bengel mit ihren sinnlosen Zerstörungen näher.

In der teuren, besseren, christlich angehauchten Schule in der Kreisstadt, die Lehrer tranken, wenn überhaupt - nur im Verborgenen,
herrschten chaotische Zustände. Prügeleien im Schulbus, verschmieren der Kleider mit Kugelschreiber, Beschädigung von Ausrüstungsgegenständen,
duldeten anwesende Lehrkräfte stillschweigend. Die waren ausserhalb des Schulhauses plötzlich keine Autoritäten mehr. (1)

Die Mittagsverpflegung war eine garstige Sonderveranstaltung mit extremen Auswüchsen. Ältere Schüler spuckten den Jüngeren ins Essen,
garnierten es mit Würmern, Schnecken, Kot und allem was da kreucht und fleucht. Aus Not frassen die Kinder blitzschnell. Mit drei vollen Löffeln
Reis im Mund, schaufelte sie noch eine beinahe lebensgefährliche Ladung Gemüse nach. Die Schüler entwickelten Wangen wie seinerzeit der
Trompeter Dizzy Gillespie bei seinen höchsten Tönen. (2)

In den letzten Wochen schleuderten einige Idioten nach der Mahlzeit ihre Teller wie  Frisbees aus dem Schulhof rücksichtslos in die Gegend,
nicht ganz so weit wie der Schwede Christian Sandstrom mit zweihundertfünfzig Metern. (3)  Als eine Tages über hundert Teller fehlten, fragte
die Schulleitung die versammelten Kinder, ob jemand wisse, wo die Teller seien.
Unser ehrliches Knäbchen gab bereitwillig Auskunft, ahnungslos, dass ihn später dafür die Missetäter verprügeln würden.
Die Lehrkräfte liessen die Unholde gewähren. Der Mut zum Einschreiten und bestrafen der Lümmel fehlte. Waren es finanzielle oder politische
Gründe? Der Knabe hatte eine schwere Zeit und getraute sich kaum noch aus dem Haus.

Den Lehrstoff im Rechenunterricht, welcher mir in mehreren Jahren vermittelt wurde, erledigten die Lehrkräfte mit den überdurchschnittlich
begabten Kindern vom Land, vom Thailand, in wenigen Monaten. Kein Wunder, dass der Stoff unzureichend verstanden wurde und praktisch
nichts davon hängen blieb.

Der Englischunterricht bestand im Abschreiben von Wörtern. Dass man die Worte im Kopf speichern sollte und nicht im Schulheft, wurde den mehrfach
geprüften Edelpädagogen nie beigebracht. Solange das Wort nur in Wörterbüchern steht, ist es tot. (4) Sogar in der Muttersprache Thai herrschten
mehr Lücken als Wissen, wie uns eine Sprachlehrerin versicherte.

(1)
http://de.wikipedia.org/wiki/Autorit%C3%A4t
(2)
http://de.wikipedia.org/wiki/Dizzy_Gillespie


(3)
http://de.wikipedia.org/wiki/Frisbee
(4)
http://www.sprache-werner.info/Die-d-Spr-auf-Abwegen.1737.html?PHPSESSID=0a981f5a16cfa09f3ced299141a8f2a6

Fortsetzung folgt
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Sie wollte in die Galeries Lafayette.

madaboutsingha

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1034 am: 08. April 2010, 11:03:32 »

Hallo Low,

hab Dank für deine Erklärungsversuche.
Es ist faszinierend zu lesen wie du von Thyristorreglern, Schiebewiderständen und Energiesparlampen auf mit „Silikon vollgepumpte Melonen“ kommst. Da wird selbst der letzte Technikbanause gleich wieder wach.

Auch deine praktische und überaus anschauliche Darstellung Newtonscher Lehrsätze anhand von hinterindischen „Lao Khao geschmierten Reisnudeln“, die infolge ihrer physikalischen Gesetzmäßigkeiten Richtung Erdkern strömen und dabei allerlei Hohlräume und Verschalungseinrichtungen passieren müssen, ist ein wonnevoller Lesespaß. Da muß man erstmal drauf kommen!

Soweit es die von dir zitierten Leistungsbegriffe aus der Elektrotechnik betrifft, fand ich dieser Tage ein paar sehr begabte Leistungsschaffende bei der praktischen Ableistung von Wirkleistung und überlege seither, ob sabeiinduzierte Reizleistung eine Voraussetzung für lebensfrohe Wagnisleistung, beziehungsweise erst die notwendige Bedingung für sanukbehaftete Erlebnisleistung ist, oder ob es sich nicht doch eher um eine endungeprüfte Defizienzleistung im Umfeld mannhafter Blindleister handelt.
   
Hier das Praxisbeispiel:




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