ThailandTIP Forum

Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.

Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge
Erweiterte Suche  

Neuigkeiten:

Hier kommen sie zu den aktuellen Nachrichten auf ThailandTIP.info
Seiten: 1 ... 70 [71] 72 ... 121   Nach unten

Autor Thema: Geschichten aus Hinterindien  (Gelesen 449404 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Ban

  • ist voll dabei
  • ****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 150
Re: Schulen, Bildungsstätten und Lehranstalten
« Antwort #1050 am: 11. April 2010, 22:08:23 »

... Ich habe geduldig versucht, meinen Kindern zu verklickern, daß man mit 10 Fingern locker bis 1023 (binär) zählen kann - statt nur wie gewohnt bis 10. Einer hat's kapiert und Informatik studiert  :]

...
Ist das Redshirt-Zeichen (Zeigefinger + kleiner Finger) dem konventionellen Victoryzeichen (Zeigefinger + Mittelfinger) überlegen?
Auch hier gilt wie vorher: Doppelhändig ist man bei beiden Zeichen auf der sicheren Seite!
Aber:
Die Redtaksinshirts sind aber natürlich den Victories unterlegen, da sie nur auf maximal 324 Punkte gegenüber 396 der V's kommen können!

Hi Lupus,

ich komme für die roten auf 594 ? (1 x Handfläche vorne, 1 x hinten -> 1001010010 aber nur wenn Finger Hoch = 1, wenn Finger unten = 1 haben die Victorianer den Vorteil der führenden 11 bei Handfläche vorne ,-) Falsch ?

BAN


Edit: Berechnung falsch... Hab meinen Daumen übersehen ,-)

« Letzte Änderung: 11. April 2010, 22:25:12 von Ban »
Gespeichert

Ban

  • ist voll dabei
  • ****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 150
Re: E-Schrott
« Antwort #1051 am: 11. April 2010, 22:18:10 »

... Dagegen haben echte Apfelsorten bessere Überlebenschancen:...

Sorry Low, der Vergleich hinkt, auch wenn du Äpfel mit Äpfeln vergleichst.

Während du auf der einen Seite ganze Generationen von "echten" = essbaren Äpfeln anführst,
betrachtest du auf der anderen Seite nur eine Generation der "unechten" Äpfel.

Denn der "echte" Boskop vom letzten Herbst ist doch im April nicht mehr wirklich lecker ...
(es sei denn eingelegt oder als Apfelsaft)

Und ich spreche aus langer Erfahrung mit einer familieneigenen großen Apfelbaumwiese (Boskop
auch, aber auch viele andere nicht überwintereinlagerungstauglichen Sorten)

Wir werden das erst beurteilen können, wenn der letzte Boskop gegessen ist und dann 110 Jahre
später das iPhone immer noch exisitiert  :]

BAN
Gespeichert

Lupus

  • ist voll dabei
  • ****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 138
    • Thaiwolf - private Homepage mit vielen Bildern
Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1052 am: 11. April 2010, 22:47:00 »

Hi Ban!

Rotierst Du eine Handfläche beim beidhändigen Zeigen um 180°?
(Wäre eine deutliche Bereicherung der möglichen Ausdrucksmuster!)
Ich war davon ausgegengen, daß beide Handinnenflächen dem 'Fingerzeiger' zugewandt sind:
Der Betrachter sieht also von links nach recht:
Rechte Hand(Daumen,Zeige-,Mittel-,Ring-,Kleinen-Finger) Linke Hand (Kleiner-,Ring-,Mittel-,Zeige-Finger, Daumen)

Victory wäre also 01100 00110    Redshirt dagegen 01001 10010

Sorry, muß ins Bett, morgen Abflug 2 Wochen Urlaub in E / D. Danach gerne weiter... :)

Wolfgang
Gespeichert

Low

  • gehört zum Inventar
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1.362
Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1053 am: 12. April 2010, 00:40:49 »

Geschätzte Kollegen

Ich bin ein Liebhaber Boolescher Algebra und ich danke für die wirklich aussergewöhnlichen Beiträge. Wir, ich, leben in Hinterindien.
Die simple Frage ist: Trete ich in diese Exkremente (Hund, Ochs Elefant) oder nicht?  O     L.

Für Kenner empfehle ich: Einen eigenen Thread zu eröffnen.
Bei bescheidenen Argumenten würde ich sicher mitmachen.

Uns geht es hier um das blosse angenehme Überleben: Trete ich oder kann ich es vermeiden? Ich melde mich demnächst wieder, mir einer
sehr einfachen Geschichte.

Danke den Freunden binärer Daten. Ich komme darauf zurück. Der Aufsatz ist bereits auf der Festplatte. Ich versichere, zum Genuss genügt
simpler Verstand.

http://de.wikipedia.org/wiki/Boolesche_Algebra
Gespeichert
Sie wollte in die Galeries Lafayette.

Low

  • gehört zum Inventar
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1.362
Thaksin im Regen
« Antwort #1054 am: 12. April 2010, 09:46:57 »

Thaksin im Regen

Eines frühen Morgens, als die Vöglein munter zwitscherten und einige davon wegen der Dreckluft heiser husteten, ach nein, das waren Unkenrufe,
blickte ich leicht verschlafen zum Fenster in den jungen Tag hinaus. Ich entdeckte am Strässchen, an der gegenüberliegenden Mauer angelehnt,
eine ungefähr zweieinhalb Meter lange, mit Holzrahmen versteifte Pavatexplatte. Die unerwartete Veränderung weckte mich vollständig und ich
fragte mich, was das wohl sein könnte. Nach einer überdimensionierten Briefbombe sah das glücklicherweise  nicht aus.
Mit Rücksicht auf meine angeschlagene Wirbelsäule siegte die Vernunft über die Neugier. Ich fasste das unbekannte Zeug nicht an.

Zwei Tage später hatten wir Besuch. Ich bat meinen Gast nachzusehen, was da in aller Heimlichkeit im Dunkel der Nacht deponiert wurde. Es waren
zwei überdimensionierte Bilder von Thaksin in Galauniform im vergoldeten Rahmen. Wir staunten. Ein sensationeller Fund.
Sollten wir den nach Bangkok melden? Die wollten ihn dort schon seit längerer Zeit einkerkern.
Ich forschte nach dem Ursprung der Bilder. Unser brauner Nachbar, Freund und Helfer von Berufes wegen, musste offenbar seine Dienststelle vom
Schrott vergangener Jahre befreien. Dazu gehörten neben allerlei Gerümpel die beiden Bilder. Die waren eine Schuhnummer zu gross für sein
kleines Haus.
Als er die Ware auf seinem Kleinlaster transportierte, hätte die an der Verbindungsstrasse vorne im Dorf wohnhafte Coiffeuse gerne eines der
Heiligenbilder mit  Goldrahmen als Dekoration ihres Salons verwendet.
Die Frau des Polizisten witterte ein sicheres Geschäft und verlangte zweitausend Baht dafür. Die eigentlich politisch rote Haarkünstlerin verzichtete.
Darauf deponierte der Hüter des Gesetzes seinen ehemaligen Vorgesetzten, ohne Hirnschmalz zu vergeuden, auf der Strasse.

Die Regenzeit naht. Thaksin begann eine Kneippkur mit ersten Regengüssen.
Wenn der Himmel die Schleusen richtig öffnet, wird aus den grossformatigen Farbdrucken schnell Papiermaché. Schade und ade für die Rahmen.
Ich las mal irgend etwas über schlechte Rahmenbedingungen. Jetzt erlebe ich sie.

http://de.wikipedia.org/wiki/Unken
Gespeichert
Sie wollte in die Galeries Lafayette.

unsichtbar

  • ist voll dabei
  • ****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 245
Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1055 am: 12. April 2010, 09:52:23 »


Solche Bilder haben heutzutage Seltenheitswert  ;)
Gespeichert
Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen.   (Loriot)

gam

  • gehört zum Inventar
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 733
Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1056 am: 12. April 2010, 10:24:24 »

Zitat
Solche Bilder haben heutzutage Seltenheitswert

Nicht mehr lange !
Gespeichert

khun mai ru

  • ist voll dabei
  • ****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 368
Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1057 am: 12. April 2010, 17:29:38 »

Na ja, aber wenn die Brieftasche weg ist, steht er vielleicht letztlich so da wie
dieser Herr: http://journeyamerica.files.wordpress.com/2009/01/napoleon.jpg

 :) kmr
Gespeichert

Low

  • gehört zum Inventar
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1.362
Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1058 am: 13. April 2010, 22:25:12 »

Beim genauen Betrachten des Schnappschusses fällt eines auf:
Der Herr hat sich auf Hochwasser bereits eingestellt.
Ob er Schuhwerk trägt, ist nicht ersichtlich.
Der nächste Guss in unserer Gegend ist erst am Samstag zu erwarten. Bei strengen Winden, lernt er demnächst fliegen.
Nach Möglichkeit werden wir ihn bei eventuellen Leibesübungen mit der Kamera begleiten. Oder denkt ihr, Khun Dick sollte ihn beschützen und
beschirmen? Um eine gefüllte Brieftasche würde ich mich selbstlos bemühen!

Wie aktuell die Geschichte eigentlich ist, zeigt gleichzeitig der Thread:
Thaksin in Deutschland unerwünscht? — Interview mit dem deutschen Botschafter.

http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=4923.msg112792;topicseen#msg112792
« Letzte Änderung: 13. April 2010, 23:13:43 von Low »
Gespeichert
Sie wollte in die Galeries Lafayette.

khun mai ru

  • ist voll dabei
  • ****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 368
Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1059 am: 14. April 2010, 19:05:00 »

Hallo Low,

selbst wenn Khun Dick einen so großen Schirm besäße, um den Großen im
Doppelpack trocken zu halten, wäre der nächste fliegende Thailänder schon
bei leichtem Wind eher weiblich..

Da Dein Nachbar aber Übung darin hat, alles Mögliche ins Trockene zu bringen,
wird er vielleicht bald kalten Fußes eilen, die Kunstschätze doch nicht im Regen
stehen  zu lassen.

mfg kmr
Gespeichert

Low

  • gehört zum Inventar
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1.362
Schrecken mit Schnecken
« Antwort #1060 am: 15. April 2010, 10:39:22 »

Schrecken mit Schnecken

Unsichtbar:
„manchmal bin ich wirklich froh, dass du in deinem Thread von Fotos nur sehr wenig Gebrauch machst.“

Fotografieren ist angewandte Technik. Es ist nicht allzu schwer vorstellbar, wie durch ein System von Linsen eine Abbildung auf ein lichtempfindliches
Objekt projiziert und gespeichert wird. Danach entsteht ein mehr oder weniger dauerhaftes Bild oder Foto.  Wie alt ist dieses Verfahren eigentlich?
Die erste Fotografie wurde bereits 1826 durch Joseph Nicéphore Nièpce im Heliografie-Verfahren gemacht.

1975 wurden versuchsweise Bilddateien von einer fast vier Kilogramm schweren Kamera in binärem Code auf Magnetband gespeichert (S. Sasson).
Über ein Dutzend Jahre zuvor konstruierte ich einen 8 Bit Zähler aus diskreten Bauelementen, Dioden und Transistoren. Mit einem viertel
Quadratmeter Fläche war er unübersehbar. Die Zählimpulse erhielt er manuell oder vom Magnetband eines Revox Gerätes.
Relativ bescheidene kommerzielle digitale Kameras eroberten bereits zehn Jahre nach den bescheidenen Experimenten mit der
Magnetbandkassette den Markt. Ältere Konsumenten waren durch die erstaunliche Technik überfordert.

Ein Freund erstand klammheimlich eine digitale Kamera. Warum wusste er selbst nicht. Irgendwie juckte ihn das Wort digital. Damals wurden
Leute, welche Begriffe wie Digital und Mega nicht dauernd gebrauchten, als geistige Neandertaler eingestuft. Während Monaten versuchte er
vergeblich immer wieder, einen Rollfilm in seine digitale Mega-Kamera einzulegen.
Später gelangte er mit seinem wohlgehüteten Geheimnis an mich. Ich machte versuchsweise einige Aufnahmen, öffnete die Kamera und zeigte
ihm den Speicherbaustein.
„Licht,“ sagte er: „Jetzt sind die Bilder zerstört!“
Auf dem PC Monitor bewies ich das Gegenteil,  als ich ihm die Bilder zeigte. Unbegreiflich. Er stöhnte nur noch: „Für den Papa einen Grappa.“

Dick und ich haben gute Kameras. Teuflisch daran ist, dass das Bild nie perfekter ist, als der Mensch, der die Kamera bedient. Ich erlebe es selbst.
Wenn Dick einen Sonnenaufgang knipsten will, schraubt sie solange am Gerät, bis daraus ein Sonnenuntergang wird. Den klickt sie dafür doppelt,
denn sie traut der Kamera nicht.
Als wir in Port Dickson einen traumhaften Sonnenuntergang erlebten, sagte ich zu ihr: " Jetzt hast du genau sechzig Sekunden für die Aufnahme."
Sie schaffte es nicht ansatzweise.
Genau dieses Problem erduldeten wir mit der Nudel in der Zahnlücke. Ich besitze eine hochwertige digitale Spiegelreflex-Kamera. Sie ist ein
Lichtfresser. Im schummrigen Licht läuft nichts, wie ich bitter erfahren musste. Eine empfindlichere Optik würde hunderttausend Baht verschlingen.
So viele Kilogramm (in der Hitze schweisstreibende) Linsen benötige ich nicht, ich will ja keine Suppe kochen.
Dicks Kamera bringt noch bei spärlichem Licht gute Resultate. Aber bis die Kamera am Auge und der Finger auf dem Auslöser ist, sind zwei Pfund
Nudeln weg, denn man muss ja noch ein bisschen elektrisch Zoomen: „Der Fluch der Gummilinse.“

Sie übt jetzt Porträts mit Schnecken. In Sternstunden erwischt sie schon den Schwanz (der Schnecke).


http://de.wikipedia.org/wiki/Fotografie

http://de.wikipedia.org/wiki/Diskretes_Bauelement

http://de.wikipedia.org/wiki/Revox

« Letzte Änderung: 15. April 2010, 10:43:58 von Low »
Gespeichert
Sie wollte in die Galeries Lafayette.

drwkempf

  • ist TIP-süchtig
  • ******
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1.919
Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1061 am: 15. April 2010, 19:35:15 »

Lieber Low,

Dicks nächste Digitalkamera wird nur noch zwei Knöpfe haben: den zum An- und Aussschalten und den zum Auslösen der Kamera. Ich bin mir ganz sicher, dass sie damit jede Schnecke komplett "erlegt". :D

Herzliche Grüße an die allerliebste Starschneckenphotographin

Wolfram
Gespeichert
Tu ne quaesieris scire nefas quem mihi quem tibi finem di dederint

Low

  • gehört zum Inventar
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1.362
Handfertigkeit
« Antwort #1062 am: 16. April 2010, 12:12:30 »

Lieber Wolfram

Auf die Gummilinse (Zoom), die meist verwendete Funktion der Kamera verzichten? Empfiehlst du Wechselobjektive? Im feuchttropischen Dreck
wäre der Bildsensor extrem gefährdet. So dumm ist sie sicher nicht, sich so etwas bieten zu lassen.
Sie besitzt zwei Händchen mit eingebautem Zoomfaktor, um Kleineres gross und fest zu machen. Auch da gilt die Redensart: „Gut Ding will Weile
haben.“ Ich schätze diese Handfertigkeit.

Vielleicht fotografiert sie deshalb Post-Sonnenuntergänge.

Ich kenne Boolesche Algebra. Mit diesen Funktionen baute ich komplexe logische Schaltungen zur Steuerung von Analysegeräten. Später löste
PC Software die festverdrahteten Befehle ab.
Trotzdem ist mir weibliche Logik, auch beim Knipsen, völlig fremd geblieben. Das hat den Vorteil, dass wir, selbst wenn wir dasselbe Motiv
aufmerksam betrachten, völlig verschiedene Bilder haben.

Gespeichert
Sie wollte in die Galeries Lafayette.

Low

  • gehört zum Inventar
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 1.362
Songkran
« Antwort #1063 am: 17. April 2010, 15:11:38 »

Songkran

Die hirnlose Hübsche mit getönter Wuschelfrisur füllte ihren liebreizenden Körper gut gemischt mit Wein, Bier und Whisky.
Nachher fuhr sie ihr Auto zu Schrott.

Sie besuchte mich, wie es sich an Songkran gehört, tropfnass und feuchtete mich gebührend an. Sie sucht einen neuen Mann.
Wahrscheinlich wird der Wagen repariert.
Gespeichert
Sie wollte in die Galeries Lafayette.

hmh.

  • Globaler Moderator
  • Thailand Guru
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 3.780
    • This England is So Different
Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #1064 am: 17. April 2010, 15:37:25 »

Das nenne ich ganz großes Kino in vier Zeilen!  ;}
Gespeichert
Seiten: 1 ... 70 [71] 72 ... 121   Nach oben
 

Seite erstellt in 0.086 Sekunden mit 24 Abfragen.