Egoismus pur April 2010
Intelligent, hübsch, mittleres Alter, reich. All dies schützt die gepflegte Frau nicht vor sich selbst.
Sie war glücklich verheiratet. Ihr Mann litt an Krebs, trotzdem zeugte er einen Sohn. Der Knabe wuchs heran. Der Vater hegte und pflegte ihn für
einige Jahre. Sie trieben zusammen etwas Sport. Ein durchschnittlich begabtes Kind, das die Eltern liebten, vergötterten und sämtliche Wünsche
nicht nur von den Augen ablasen.
Der programmierte Verlust des Vaters war ein derber Schlag für Mutter und Sohn. Finanziell sind sie abgesichert. Der Knabe verlor seinen Betreuer
und Begleiter.
Was machte der Elfjährige? Er warf sich an Mutters Brust und begann hemmungslos zu futtern. Der Zwölfjährige nimmt alleine mit Süssgetränken
über hundertfünfzig Gramm Zucker im Tag zu sich. Zwei bis drei Gläser Limonade könnten rein vom Kaloriengehalt her bereits eine Mahlzeit ersetzen.
Zusätzlich teilt er sich mit der geliebten Mutter öfters bereits ein Bier. Grünzeug und Gemüse verabscheut er zugunsten von Tütenfutter, Mc Donalds,
Pizza und Eis. Mütterchen schweigt. Für sie ist es wenig alarmierend, dass der Kerl pro Lebensjahr an die zehn Kilogramm auf die Waage schleppt.
Fressen und Video, das ist seine Welt. Von einem Arztbesuch distanzieren sich beide.
Um dennoch etwas für das Wohlergehen des Sohnes zu tun und dessen Übergewicht zu bekämpfen, liess sie ein Schwimmbad bauen. Nachdem er
jeweils einige Minuten planschte, nahm er danach mehr Kalorien zu sich, als er im bakteriell verseuchten Wasser abstrampelte. Im Bad verliert er in
dreissig Minuten zwischen 150 bis 370 Kalorien. (kcal) Einhundert Gramm Schokolade liefern 563 kcal. Ein Hamburger mit einem halben Liter Cola
bringen ebenfalls über 500 kcal.
Als meinen Leute nach einem Abstecher zum Schwimmen, Snacks angeboten wurden, assen sie eine Kleinigkeit. Danach erklärte Dick, Abendessen
gäbe es zu Hause mit meiner Anwesenheit. Der teuer geschulte Sprössling meinte zartfühlend: „Low soll doch alleine essen!“
An Schulgeldern für den Frechdachs fallen in sechs Monaten 150 000 THB an. Daneben sponsert die Mama diverse Schulanlässe mit weiteren 50 000 THB.
Er schläft nur mit Mutter. Alleine schlafen kann er angeblich nicht. Sie fand einen neuen Freund und zu dritt möchten sie in wenigen Wochen das
Land bereisen. Das könnte problematisch werden.
Mowgli aus dem Dschungel hatte auf unserer Reise jeweils ein eigenes Hotelzimmer und gewöhnte sich sofort daran, als wir ihm zeigten, dass
er im Notfall telefonieren kann.
Ganz anders der Fettsack. Der will mit Mutti schlafen und der Neue benutzt das zweite Zimmer alleine.
Gegen Mischlingskinder habe ich wenig Vorurteile, denn ich half mit bei der lustvollen Kreation von einem Mädchen und einem Knaben.
Der kleine Schurke liess sich von Seifenopern und Eifersuchtsdramen im Kino verführen. Er kämpft mit allen unredlichen Mitteln gegen eine geplante
Hochzeit. Er telefonierte mit seinen „Grosseltern“ im fernen Europa und erklärte freimütig:
„Meine Mama liebt euren Sohn nicht. Sie will nur sein Geld!“
Danach genehmigte er sich grinsend geniessend eine Cola und einen Hamburger.
http://www.amapur.de/blog/frisch-seziert/sus-suser-limonade/http://www.novafeel.de/fitness/kalorienverbrauch.htmhttp://www.novafeel.de/ernaehrung/kalorientabelle/kalorientabelle.htm Folgt eine Fortsetzung ?