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Autor Thema: Geschichten aus Hinterindien  (Gelesen 449372 mal)

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Low

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Re: Geschichten aus Hinterindien: Die Grenzen jeglicher Vernunft
« Antwort #150 am: 11. Februar 2009, 11:14:56 »

Die Grenzen jeglicher Vernunft

1

Wir trafen uns zufällig eines Nachmittags in einer kleinen Bar. Deine Frau arbeitete. Du fühltest dich einsam und suchtest Gesellschaft mit Landsleuten. Die gab es hier zu Hauf.
Mittelalterliche alleinstehende Ladies, um die sich kein Mensch kümmerte. Pensionierte Arbeiter, teilweise mit Ehefrau, die der winterlichen Kälte für ein paar Wochen entflohen.
Es waren meist pauschal Reisende mit wenig Kasse für Extras. Die konnten einen halben Tag bei einem Bier überleben. Alles freundliche dankbare Leute, die den exotischen Zauber schätzten,
ohne sich zu viele Gedanken zu machen.
Du selbst lebtest irgendwo auf dem Lande, kanntest den Weg nach Hause, aber wo deine Bleibe war, wusstest du nicht.
Nach einer Scheidung in Europa warst du frisch verheiratet und der glücklichste Mensch der Welt, ungeachtet der Tatsache, dass du dein Weib einem Freund ausgespannt hattest.
In der Bar galtest du unbestritten als erfahrener Held. Du wusstest angeblich alles über Chiang Mai und kanntest jeden.

Als du vernahmst, dass ich mein Geld in einem teuren Hotel investierte, suchtest du nach kostengünstigeren Lösungen für mich. Wir sahen uns Wohnungen in vielen Ausländerburgen an.
Mir gefielen sie nicht und auch meine zukünftigen Nachbarn schreckten mich eher ab. Ich konnte mir nicht vorstellen, längere Zeit in einer relativ vergammelten Grossstadt mit all dem Lärm und Gestank zu leben.
Einmal besuchte ich dich in deinem Dorf. Der kleine überschaubare Ort gefiel mir auf Anhieb. Dein Haus war fast das Richtige für mich.
Als ich dann in deiner Nähe eine Wohnung fand, freute ich mich. Nach fünf  Uhr erfrischten wir uns jeweils an einem kühlen Bier und hörten klassische Musik oder Jazz.
Du machtest mit mir Einkäufe. Bei der Frage nach der Lieferadresse, musstest du jedesmal deine Frau anrufen. Darauf liess ich im Behindertenzentrum Visitenkarten drucken.
Ich arbeitete dort einige Stunden täglich als Volontär.

Manchmal war ich als Gast bei dir. Deine Gemahlin kochte nebst Thai Essen immer etwas, das dir besonders mundete. Manchmal nach dem Essen, verabschiedete sich die Holde und sagte:
“Ich gehe Bingo spielen, bloss für hundert Baht.“
Wenn sie nicht spielte, legte sie sich aus Sofa, deckte sich mit drei Decken zu und stellte die Klimaanlage so ein, dass meine Ohren steif wurden.

Ihr wart lausige Gärtner. Oft brachtet ihr Kübelpflanzen von den Märkten
Dass die täglich Wasser benötigten, wusste keiner. So dörrte das Grünzeug vor sich hin, bis ich mich erbarmte.

Hie und da schauten wir in den gut bewachten und ummauerten Wohnsiedlungen, ob da ein schönes Stück Land oder gar ein günstiges Haus im Angebot sei.
Du wurdest schnell fündig und dachtest, ich würde das Nachbargrundstück erwerben. Ich hatte kein Interesse, weil sich deine Liebste zu sehr in meine Privatangelegenheiten mischte. Sie fand immer neue attraktive Freundinnen und Hausangestellte für mich und versuchte diskret alle meine Tätigkeiten zu überwachen.
Eine ihrer lukrativen Dienstleistungen war, Thaifrauen gegen jährliches Entgelt an geistig unterversorgte Ausländer zu vermitteln.

Der Beistand deiner Frau ermöglichte es mir, ein kleines Haus und ein paar Grundstücke im Dorf zu erweben.

Um dein neues Heim zu finanzieren, musstest du deinen Besitz in Grossbritannien verkaufen. Das dauerte einige Zeit. Aber du wolltest unbedingt mit dem Neubau anfangen. Irgend ein Landsmann streckte dir eine grössere Summe vor.
Und dann musste mehr Geld her. Du machtest ein Diplom und du gabst Englisch Unterricht. Spätestens als du auf eindringlichen Wunsch der Schulleitung falsche Zeugnisse ausstellen musstest, widerte dich die Tätigkeit an. Fortan gabst du nur noch Privatunterricht.
Ihr mischelten erbarmungslos bei den Kredithaien mit. Für Festangestellte mit Provision gab es mehrere Zehntausend Baht zu acht Prozent Zins im Monat.
Abends liefertest du unverzollten Schnaps in die Bars. Das Haus wuchs und gedieh. Als es fertig war, brauchte Madam einen neuen Wagen. Alle drei Monate beschädigte das eiserne Garagetor den Wagen, weil es nicht geöffnet war. Um Geld zu sparen, schmiertest du den Elektriker mit einem Tausender, damit er eine Verbindung für die vielen Klimaanlagen legte, die nicht über den Gebührenzähler lief.

Jeden Monat gab es Monsterparties mit viel Bier und noch mehr Freunden.
Die brachten ihre Frauen mit. Da wurde so viel gekocht, gegrillt und gebraten, dass immer Riesenhaufen übrig blieben.

Sonst warst du fast jeden Abend abwesend. Teils beschäftigten dich die Schnapslieferungen, teils warst du mit Freunden in Restaurants und Bars unterwegs. Deine vernachlässigte reiche Frau geriet in die Hände von Buchmachern und sonstiger schlechter Gesellschaft..
Wenn sie gewann, erzählte sie uns stets davon. Verluste erwähnte sie nie. Sie überzeugte dich, dass sie einen eigenen PC benötigte, um über den Fussball in Europa auf dem Laufenden zu sein. Sie könne nur gewinnen, wenn sie über die letzten Informationen der Mannschaften verfüge.
Während du illegalen Alkohol verkauftest und dich mit deinen Freunden in der Stadt amüsiertest, betrog sie dich und verspielte Millionen, ohne dass du etwas ahntest.
Als die Gerüchteküche brodelte und ich reine Spekulationen ausschliessen konnte, warnte ich dich erstmals mit der notwendigen Zurückhaltung.
Alles Lügen von Neidern, meintest du.
Einige Wochen später kamst du als gebrochener Mann angekrochen. Abgemagert, bleich, zitternd. An meine diskrete Warnung konntest du dich nicht mehr erinnern.

Fortsetzung folgt.
« Letzte Änderung: 11. Februar 2009, 12:03:46 von Low »
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Ge-ben-ba?

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #151 am: 12. Februar 2009, 10:02:21 »

Hallo Low,
ich weiss Chiang Mai liegt nicht im Isaan, aber trotzdem hab ich das Gefuehl,
dass Dein Freund jetzt so was aehnliches wie den Isaan Blues hat,
und der geht so:

Direkt, oder mit Charter,
oder mit'm Bus in den Isaan.
Immer bin ich Dir irgendwie hinterher gefahrn.

Nein, damals hab ich keine Reise zu Dir versaeumt
und nachts konnt' ich nicht schlafen
oder wenn, dann hab ich von Dir getraeumt.

Du sagtest
"Hello"

in einer Bar in jener Gegend.
Ich sass immer auf der ersten Bank
und ich fand Dich so erregend.

"Hello"
Du warst eine Goettin fuer mich
und manchmal sahst Du mich an
und ich dachte "Mann oh Mann".....

....und dann war ich wieder voellig fertig.....


Hoffe, dass Udo nichts dagegen hat und nun viel Spass beim mitsummen.

Gruesse Ge-ben-ba?
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Low

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Re: Geschichten aus Hinterindien: Die Grenzen jeglicher Vernunft 2
« Antwort #152 am: 12. Februar 2009, 10:46:48 »

Die Grenzen jeglicher Vernunft

2

Du erzähltest mir tief erschüttert, wie sich deine Geliebte nach dem Geständnis umbringen wollte und wie du sie vor dem sicheren Tod bewahren konntest.
Reine Show, wie ich später von der Frau selbst vernehmen durfte. Sie vermittelte kichernd die genaue Anleitung an die Dorffrauen weiter.
Dann kamen einige Gangster und sprachen erregt auf Thai auf sie ein. Sie sagte dir, die wollen sofort eine Million, andererseits hättest du eine Kugel im Kniegelenk.
Reines inszeniertes Theater. Dennoch batest du mich um ein Darlehen.
Sie überzeugte dich tränenreich, dass sie nie wieder spielen würde.

Ich versuchte dir zu erklären, dass die Spielsucht eine Sucht ist wie Alkoholismus.
Ohne fachkundige Behandlung gäbe es kein entrinnen.

Ihr Vater sass seit Jahren im Gefängnis. Warum? Spielschulden der Mutter.
Dummerweise versuchte er, sich und die Familie mit dem Verkauf von Drogen aus der Patsche zu helfen. Die Version deiner Gattin war, dass er das Geld benötigte,
um einem Angehörigen einen Spitalaufenthalt zu ermöglichen.


Während dessen lernte ich eine intelligente, nicht zu junge, dennoch sehr attraktive Frau kennen. Oh ja, ich kannte viele Frauen im Dorf, aber ich traute ihnen nicht.
Die Neue, ich musste ihr blind vertrauen, kam zur rechten Zeit. Unter teils dramatischen und relativ teueren Umständen, die Gemeinde wollte bei dem Handel auch profitieren,
gelang es uns, „meinen Besitz“ zu retten und die Dokumente umschreiben zu lassen.
Deine Frau wehrte sich wie eine Furie. Sie schrie dich an, sie beleidigte dich, trotzdem setztest du dich für mich und die Gerechtigkeit ein. Dafür danke ich dir.

Im Dorf wurde unserer Haushaltshilfe mitgeteilt, sie müsste sich bald eine neue Stelle suchen,  denn „mein“ Haus würde wegen Spielschulden demnächst verkauft.
Die Leute hatten keine Ahnung, dass die fiesen Pläne der Spielerin bereits platzten und nicht mehr umgesetzt werden konnten.
 
Dann machtest du Pläne zur Sanierung der unglaublichen Schulden. Das Haus, ihr Wagen, der Schmuck, alles war bereits verpfändet. Die Moneten hatten sich stillschweigend verabschiedet.
Du rechnetest, wieviel deine Kinder entbehren konnten und wie das Ganze refinanziert werden könnte. Ungebrochen machtest du dich an die Arbeit.
Es gab einen gut funktionieren Coffee Shop in der Stadt. Auf Wunsch deiner Frau wurde CCTV installiert, um angeblich die Kassiererinnen, alles Betrügerinnen, von Hause aus zu beobachten.
In Wirklichkeit wollte sie sehen, wann sie ungestört fremdgehen konnte.
Nach einem halben Jahr hattest du genug von dem unbezahlten 15 Stunden Job.
Deine Frau wollte dich beschäftigt sehen, denn nur so konnte sie ihrem Gewerbe unbehindert nachgehen. Darum wurde eine kleine Bar mit Kochgelegenheit in der Nähe deines Wohnortes eröffnet.
Ein paar Wochen zuvor warnte ich dich erneut und eindringlicher. Du meintest lachend, das seien bloss üble Gerüchte, sie kassiere für die Buchmacher gegen Prozente.
Als du jedoch mit den Kreditkarten bei den Banken Geld einlösen wolltest, musstest du zur Kenntnis nehmen, dass wiederum nur Negativbeträge vorhanden waren.
Während du dich um Coffee Shop und Bar bemühtest, verspielte sie weitere Millionen.
Zu jener Zeit nahmst du zu tiefst enttäuscht ohne jegliche Benachrichtigung den nächsten Flug nach Europa.

Fortsetzung folgt
« Letzte Änderung: 12. Februar 2009, 10:58:14 von Low »
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Low

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Re: Geschichten aus Hinterindien: Die Grenzen jeglicher Vernunft 3
« Antwort #153 am: 13. Februar 2009, 00:20:31 »

Die Grenzen jeglicher Vernunft

3

Sie umgarnte dich weiter, telefonierte fast täglich mit dir. Sie sandte dir Mails. Sie brauchte Geld.  Sie wusste genau, wie und von wem sie es kriegte.
Du arbeitetest im kalten Winterwetter in einer Garage, um ihren neuen Wagen und die Miete abzustottern. Während deiner Abwesenheit machte sie mehrmals Busreisen an die burmesische Grenze zwecks Casinobesuchen. Auf ihr eindringliches Flehen und Drängen kehrtest du zurück nach Thailand.

Als du wieder da warst, wurde ich öfters gefragt, ob du in Thailand seiest, oder in England. Denn dein betrügerisches Eheweib hatte sich ein Liebesnest gleich gegenüber meinem Haus eingerichtet.
Ich konnte nicht verstehen, dass du nichts davon bemerktest, wie zum Beispel häufige unerklärbare Abwesenheiten.
Ich wusste vieles, von den Mahlzeitenlieferungen bis zu den Streitereien. Wieder wollte ich dich warnen. Du solltest mit deinen eigenen Augen sehen, was du nicht verstehen wolltest.
Das Schicksal schlug zu. Eine deiner Töchter verunfallte auf einer Wanderung tödlich. Du musstest unverzüglich zurück zur Familie.

Nach einer angemessenen respektvollen Trauerzeit, informierte ich dich ganz vorsichtig per Email. Meine Zurückhaltung war Gold wert. Ich fand rasch heraus, dass das Luder mit deinem Passwort deine Mails las, bevor du davon Kenntnis nehmen konntest. Wir, Mia und ich, sahen es an den Reaktionszeiten, denn die Frau verlor langsam ihre Beherrschung. Sie beschuldigte mich, ich sei ein bodenloser Lügner. Wie könne sie dem Glücksspiel frönen, wenn sie über kein Geld verfüge?
Ich musste dich aufklären, nachdem du bereits Millionen verloren hattest, dass sie bis tausend THB bar bezahlte. Darüber gab es Schuldscheine und Kredite.

Sie flötete dir telefonisch ins Ohr, in dem erwähnten Haus wohne doch eine Familie mit vielen Kindern, der Mann sei ein Fischhändler, zu dem sie früher geschäftlichen Beziehungen hatte.
Während die Kinder in der Schule waren und die Eltern Fische verkauften, wurde der Untermieter besucht. Jeder im Dorf kannte die Fahrzeugnummer dieses Mannes. Sie leugnete stur.

Ich wusste mit wem sie, an welchem Tag wieviel verspielte, weil sie immer wieder Geld aufnehmen musste.
Das Haus in meiner Nähe wurde zu exponiert. Die Fische begannen zu stinken. Die Familie zog weg.
Der dritte Mann war für kurze Zeit Gast in deinem Haus und benutzte nicht nur deine Frau, sondern auch eure Fahrzeuge.
Du zweifeltest an meiner Aufrichtigkeit, bis einer deiner Freunde zufälligerweise über deine Frau, das neueste Liebesnest und diesen Liebhaber stolperte. Sie gab nicht auf.
Sie erzählte dir, stets treu gewesen zu sein. In dem Haus hätte sie bloss dem Glücksspiel gefrönt!

Du warst Treuhänder für dieses Haus und den Wagen. Es war das Eigentum einer deiner Landsleute, respektive dessen Frau. Er war mit ihr für unbestimmte Zeit in Europa.
Sie verfügte schamlos über dessen Haus und Wagen, als ob es ihr Hab und Gut sei.

Trotz allem kamst du zurück. Warum nicht? Thailand ist gross.
Zwei Tage vor deiner Ankunft verliess sie das Land nach einer rauschenden Party mit Freundinnen und Freunden.
Du kehrtest in ihr Haus zurück. Du durftest feststellen, dass sie die Hypothek von 1.2 auf 1.6 Millionen erhöht hatte. Einige Wertsachen fehlten. Die Zinsen für die Hypothek, die du monatlich überwiesen hattest, wurden nie bezahlt. Die Ratenzahlungen fürs Auto waren ebenfalls in Verzug.
Du wechseltest Schlüssel und Schlösser.
Aber du behieltest die Haushälterin, die alle die Betrügereien deiner Frau bestens kannte und deckte, ohne dir je ein Wort zu sagen. Denkst du etwa, die sei loyal zu dir, falls die Betrügerin zurückkehren sollte?
Du gabst neulich eine Party, bei der die meisten Freundinnen deiner Frau anwesend waren. Alle kannten ihre Verfehlungen. Die lächelten und flirteten mit dir. Du dachtest in deiner Einfalt, es wären Komplimente. Einige liehen ihr grössere Beträge. Keine von den bösartigen Hübschen gestand dir je etwas. Nein, die feierten stillschweigend zusammen mit den Liebhabern deiner Frau. Die werden dich gemeinsam weiter betrügen. Du hast keine Ahnung, dass diese Weiber auf weitere 2 Millionen von dir warten.

Deine Zukunft ist für mich gelaufen. Ich werde deine Abenteuer nicht weiter verfolgen und werde fortan auf deine Gesellschaft verzichten.

Ich fragte mich ganz einfach und ernsthaft: Wie kann ein gereifter Mann so blöd sein?
Es ist nicht auszuschliessen, dass ich etwas verwirrt bin, weil ich vielleicht an beginnender Altersdemenz leide und deshalb Mühe habe, diese Geschichte und deine Handlungsweise zu verstehen.

« Letzte Änderung: 13. Februar 2009, 00:55:22 von Low »
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Low

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Re: Geschichten aus Hinterindien: Gefahr
« Antwort #154 am: 14. Februar 2009, 10:28:03 »

Gefahr

Die Winterkälte in der Heimat bewirkte Gelenkentzündungen mit beinahe unerträglichen Schmerzen. Deshalb verbrachte ich einige Wochen in Chiangmai.
Weil ich nicht den ganzen Tag im und ums Hotel herumhängen wollte und mich während Wochen tägliche Exkursionen und Besichtigungen zu sehr abgestumpft hätten, suchte ich eine Aufgabe.
Als ich einen der unbekannteren Tempel besichtigte, kam ich mit einem Europäer ins Gespräch.
Er sagte mir, dass sich wenige Meter entfernt ein Behindertenzentrum befinde. Im Angebot seien Massage und Internet. Gegenüber dem Zentrum gäbe es eine kleine Werkstätte, wo sogar Rollstühle gebaut würden. Wenn ich Zeit hätte, sei ich freundlich eingeladen die Einrichtungen zu besichtigen.
Ich nahm mir die Zeit. Weil Sparen angesagt war, lötete man mit Kochgas und verwendete gebrauchte Kugellager. Für knapp siebenhundert Baht hätte man zehn neue SKF Lager, made in Europe, kaufen können. Trotzdem war es erstaunlich, wie die Behinderten Rollstühle herstellten.

Das eigentliche Behindertenzentrum war genau so bescheiden wie die Werkstatt.
Die Rampe war zu steil, als dass ein Rollstuhlfahrer das Haus aus eigener Kraft erreichen konnte. Es gab einen Raum für die Sekretärin. Vielleicht ein halbes Dutzend PC erlaubten
den Internetzugang. Es hatte eine Toilette, welche ein Rollstuhlfahrer nur mit Mühe benutzen konnte, Türe schliessen war dann unmöglich.
Aber alle schienen zufrieden und vergnügt zu sein. Da war eine junge, auffällig hübsche Frau in einem amerikanischen Rollstuhl. Drei von ihrer Grösse hätten bequem hineingepasst.
Später fand ich heraus, sie war eine frühere Miss Teen Thailand. Ein Motorradunfall beendete ihre Karriere auf dem Catwalk.

Der Leiter des Zentrums unterhielt sich mit mir über die Probleme behinderter Menschen ich Thailand und die Hilfeleistungen an Ort. Er suche immer Freiwillige, Arbeit gebe es genug.
Es hätte eine Menge PC’s die halbwegs funktionierten und die eine fachkundige Hand erforderten. Er hätte einen defekten Elektrorollstuhl. In Chiang Mai sei kein Spezialist dafür vorhanden.
Ich hatte eine Ahnung von der Elektrizitätslehre und stellte mich spontan zur Verfügung.
Zur Reparatur des Rollstuhls benötigte ich ein elektrisches Multimeter. Ich suchte eine Woche danach. Als ich endlich so ein Gerät hatte, sah ich jeden zweiten Tag solche Instrumente.
Die Reparatur verlief erfolgreich.
Nachher beschäftigte ich mich mit den alten Computern. Im Zentrum gab es einen fähigen jungen Mann. Der vernetzte die ganzen Rechner mit Peripherie schon vor zehn Jahren erfolgreich.
Dieser Spezialist war sehr stark sehbehindert. Er sah so schlecht, dass er beim Programmieren fast in den Bildschirm schlüpfen musste, um etwas zu erkennen. Trotzdem arbeiteten wir erfolgreich zusammen.
Einmal fehlte an einem reparierten PC nur noch eine funktionierende Graphikkarte. Ein neues Modell hätte nicht auf die alte Platine gepasst. Wir benötigten eine ältere Steckkarte und diskutierten das Problem.
Er meinte, er könne eine solche Karte in einer halben Stunde beschaffen. Vor meinem geistigen Auge sah ich ihn mit dem Blindenstock den Weg ertasten und all die Unbill und Gefahr.
Es kam aber weit schlimmer. Als ich ihn fragte, wie er denn zum PC Laden laufe, sagte er: „Ich laufe nicht, ich habe ein Moped.“

 



« Letzte Änderung: 14. Februar 2009, 10:41:11 von Low »
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Profuuu

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #155 am: 14. Februar 2009, 14:41:25 »

"Ich suchte eine Woche danach. Als ich endlich so ein Gerät hatte, sah ich jeden zweiten Tag solche Instrumente."


Jo, he he. Das Gehirn will geeicht werden. Ging mir ähnlich mit versteinerten Amoniten. Mehrere Wochenenden vergeblich in den Saudi Canyons danach gesucht. Nachdem ich endlich den ersten fand, entwickelte ich sogar eine Art Röntgenblick. Es genügte schon, wenn nur eine unscheinbare Rundung dieses selben aus dem Geröll und Sand schaute. Plötzlich waren sie überall.

Ach ja. Die unerwartete Schlusspointe ist mal wieder köstlich.  :D     
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Low

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Re: Geschichten aus Hinterindien: Malereien
« Antwort #156 am: 15. Februar 2009, 13:12:20 »

Malereien                              Februar 2009

Warnung:
Diese Geschichte könnte erotisch sensible Leser verletzen. Wenn sie unter achtzehn Jahre alt sind, oder durch vulgäre Sprache beleidigt werden, überspringen sie bitte diesen Beitrag.

In meiner kärglichen Freizeit malte ich während vielen Jahren Aquarelle, Acryl und Öl. Besonders die unzeitgemässen Formen und intensiven Farben von Paul Gauguin begeisterten mich.
Seine Gemälde aus französisch Polynesien sind wahre Farborgien und das bereits seit über hundert Jahren.
Ich kopierte einige seiner Werke, wie Nafea faa ipoipo (Wann heiratest du? Sammlung Stähelin, früher Basel, jetzt Amerika), Parau api, Mahana no atua, (Tag des Gottes  - Art Institute of Chicago),  Aha oe feii? (Bist du eifersüchtig? Pushkin Museum, Moskau).

Gauguin reizte nicht nur die Allgemeinheit mit seinen Bildern, sondern durch seinen Lebensstil in Tahiti die Missionare, die es ungern sahen, wie der Künstler nicht nur Unmengen von Wein,
sondern auch Frauen vernaschte. Bedauerlich ist, dass er zu seiner Zeit ein brotloser Künstler war und überall aneckte.
Hierzulande hätte er weniger Probleme mit christlichen Kirchen und Verwaltungen gehabt.
Der Frauentypus ist ähnlich, wenn auch die meisten Thais zierlicher gebaut sind als die Maoris, wobei es auch hier schwere und massige Frauen gibt.

Als Gauguin Kopist machte ich mich im Dorf sofort ans Werk. Modelle gab es genug. Ich trank etwas weniger als er und war auch sonst wesentlich unproduktiver im Bepinseln von Leinwand.
Ich malte die Frauen anständig bekleidet, zum Teil niedliche Rücken- und Gesässpartien oder Charakterärsche, wenn das Gesicht wenig hergab.

Der Auslöser dieser Erzählung war das Frauenbild, Antwort Nummer 8, aus Profuuu’s Tagebuch.
http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=1704.msg37812#msg37812
Als ich sie sah, erinnerte mich die Komposition sofort an Arbeiten von Henri de Toulouse-Lautrec. Lautrec war ein Meister der Lithographie. Profuuu dachte an Wasserfarbe.
Ich fand heraus, dass es die Nummer 142 von 300 Exemplaren ist.

Seit fünf Jahren habe ich einen ähnlich anmutigen Schmetterling im Haus. Ich liebe diese Frau, wie ich noch nie im Leben liebte. Ich kann mich nicht satt sehen und fühlen an ihrem langen dunklen Haar und an ihrem vollendeten Körper. Alle meine Sinne werden durch sie dauernd gereizt. Dazu benutzt sie ihre Körpersprache subtil und graziös. Wie Südseeinsulanerinnen hüllt sie sich gerne in einen Pareo.

Ihre Seele ist so ausgewogen wie ihr Körper. Sie ist kein Tempel Nummerngirl für Lotterien. Wir besuchen Tempel mit ausserordentlichem Anstand und Respekt und haben keine Eile.
Öfters  erfahren wir eine unbeschreibliche innere Ruhe. Wenn ich dann ins reale Leben zurück katapultiert werde, sehe ich: „Sie hat so schöne sanfte Formen, es ergäbe ein irres Bild.“
Ich kann sie leider nicht malen.
Jedesmal wenn ich zum Malgerät greife, schlägt mir der erigierende Pimmel den Pinsel aus der Hand.

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hmh.

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #157 am: 15. Februar 2009, 14:16:00 »

Den Insulanerinnen in der Südsee mußt Du nicht nachtrauern. Du hast nichts versäumt: Ich hatte mit 13, 14 oder so die Meuterei auf der Bounty mit Marlon Brando und seiner späteren tahitischen Frau gesehen. Die Bilder haben mich durch die ganze Pupertät verfolgt. Diese Mädels mußte ich mir einfach mal selbst anschauen.

Als ich dann endlich hin kam, war ich geschockt und erfuhr bald, warum. Die meisten Statistinnen waren für den Film aus den Philippinen importiert worden. Die Polynesierinnen waren schon zu meiner Zeit überwiegend riesig groß, hatten schwere, fleischige Füße und außerdem meist schon mit 12, 13 die meisten Zähne verloren: Sie aßen fast nur Dosenfutter, nicht mal mehr frisches Obst. Frische Fische gab es auch kaum, wegen Mururoa und so. Tahiti lacht überwiegend zahnlos. Fast alles wurde und wird in Tahiti importiert. Es gab einige wenige, atemberaubend schöne Mischlinge, aber die konnte man nur aus der Ferne sehen. Die Südsee war außerdem fromm...

Zwar traf ich später zweimal doch noch jeweils eine schlanke, hübsche, und blieb unter anderem deswegen lange in den Australinseln und auf Tonga (und verlobte mich in Tonga sogar), aber das ist eine andere, zu lange Geschichte. Die Gegend zwischen Singapur und Bangkok gefiel mir später besser, was gewisse Landschaften betrifft.

Malen kann ich leider nicht, höchstens Photographieren (was ich sogar mal für einen nie erschienenen Photoband gemacht habe), aber in meinen Kopf findet im Prinzip dasselbe statt, was Du beschreibst.
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Ingo †

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #158 am: 15. Februar 2009, 14:19:49 »

Ich kann sie leider nicht malen.
[/b]

Lieber Low,
Du bist nicht der erste Maler der solch "Myterium" unterliegt.
Wohl aber einer, der darueber gluecklich sein kann.

Ingo
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Low

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Re: Geschichten aus Hinterindien: High Tech
« Antwort #159 am: 16. Februar 2009, 10:26:41 »

High Tech,                                       14. Februar 2009

oder wie schwer ist Umweltschutz?

Wir hatten letzten Herbst wieder einmal eine Überschwemmung im Dorf. Der Garten wurde langsam durch eine braunrote Brühe geflutet, dass es mir weh tat beim Zuschauen.
Doch was war mit dem Fäkalientank? Anstatt dass die Luft durch die Entlüftung kaum vernehmbar entwich, blubberte es hörbar und stinkend rund um den Deckel.
Als der Garten wieder begebar wurde, sah ich mir die Anlage genauer an.
Wir gruben etwas an der Hausseite. Ich entdeckte im flexiblen Gummiteil, der das WC mit dem Tank verband, ein unschönes Loch. Wir schlossen das Loch mit Aluminiumband provisorisch.
Die Entlüftung war im klassischen Thaistil ausgeführt. Das Entlüftungsrohr verlief wie ein umgekehrter Siphon. Das heisst, wenn einmal Wasser im Rohr war, wurde die Luftzirkulation weitgehend blockiert.
Diese Tage sanierten wir die Anlage. Vorher liessen wir den Tank fachgerecht entleeren.
Die Entlüftung hat nur noch zwei neunzig Grad Krümmer, anstatt fünf wie zuvor. Für die defekte Gummimanschette von zehn Zoll Länge fanden die Arbeiter einen Ersatz. Unser Vorarbeiter meinte,
anscheinend hätte eine Ratte am Gummi genagt.
Im Geschäft erklärte der Chef unseren Leuten, dass sie um den Gummi problemlos montieren zu können, vorher ein gut daumengrosses Loch hineinschneiden müssten! Das war doch genau das Loch, das ich reparieren wollte.
Mia wusste es besser. Sie bestrich die zwei Rohrenden von Tank- und Hausanschluss mit etwas Vaseline und schwups sass der neue Gummi, ohne ihn zu durchstechen.

Einer der Arbeiter gestand uns danach, dass er letzthin vierhundert Anschlüsse installierte, alle mit perforiertem Gummi!
Der Vorteil ist, diese Hauseigentümer brauchen ihre Tanks nie zu entleeren unter dem altbekannten Motto: Geteilter Kot ist doppelte Freude, denn der Nachbar pumpt sein Wasser bestimmt einige Meter entfernt von der undichten Anlage.


Nachtrag

Die Häuser stehen hier im Dorf viel zu dicht aneinander. Die Mindestbauabstände von 2 Metern wurden wegen den kleinst Parzellen nie eingehalten.
Am Beauty Salon sind es auf der einen Seite nur sechzig Zentimeter bis zur Trennmauer. Waren grössere Abstände da, erweiterten die Besitzer später ihre Häuser und benutzten teilweise die Trennmauern als Aussenmauern. Um Fäkalientanks und deren Abluft kümmerte sich nie jemand. Man sägte teilweise die sinnlosen Rohre einfach ab.
Als wir unseren Tank entleeren liessen, kam ein Nachbar und erkundigte sich beim Chef. Er habe ein grösseres Problem. Bei ihm im Schlafzimmer stinke es manchmal fürchterlich von der Entlüftung der Nachbarin, welche den Tank seit 10 Jahren nie entleerte. Er würde für die Reinigung dieses Behälters gerne bezahlen.
 
Die Nachbarin zierte sich. Für das Geld könne er ja eine Gasmaske kaufen! Und überhaupt, der Duft sei geradezu himmlisch, verglichen mit seinem Rasierwasser.
« Letzte Änderung: 16. Februar 2009, 10:33:56 von Low »
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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #160 am: 16. Februar 2009, 11:55:25 »

Lieber Low,

geteilter Kot ....  ???, wunderbare Verknüpfung. Herrlich zu lesen.

Du hättest besser am Hang gebaut. Da müssten sich die anderen mit deinem Sch... beschäftigen. (sorry).
Rasierwasser  ..,na klar, ein Fake!

Auf ein frohes Wiederlesen!

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drwkempf

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #161 am: 16. Februar 2009, 14:40:08 »

Tja, genügend Abstand zu den Nachbarn ist wohl meistens die beste Lösung. Gerade auf dem Land sind doch auch größere Grundstücke noch bezahlbar.
Meine Freunde, die ihre Häuser auf größeren Grundstücken haben bauen lassen, kennen die von Dir so anschaulich beschrieben "Scheißprobleme" nur vom Hörensagen.
Deine Mia hat zusätzlich gezeigt, wie einfach manchmal kleine technische Probleme zu lösen sind. Ich gratuliere Dir - nicht nur aus diesem Grunde - zu Deiner außergewöhnlichen Ehefrau.
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Tu ne quaesieris scire nefas quem mihi quem tibi finem di dederint

Low

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #162 am: 16. Februar 2009, 15:23:11 »

Mit etwa 1000 Quadratmetern sind wir schon fast Grossgrundbesitzer im Dorf.
Deshalb haben wir abgesehen von Überschwemmungen fast keine Probleme.

Mit freundlichen Grüssen
Low
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sam

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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #163 am: 16. Februar 2009, 21:11:18 »

2 Rai sind besser.  ;D ;D ;D
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Re: Geschichten aus Hinterindien
« Antwort #164 am: 16. Februar 2009, 22:06:30 »

4 Rai sind noch besser.

Ich werbe um Verständnis für die Bevölkerung.
Die kleinsten Parzellen im Dorf dürften etwa 60 Quadratmeter betragen. Kein Quadratmeter ausserhalb des Wohnraums. Die Nachbarn parkieren ihren Diesel vor deinem Fenster.
Hast du Pech, kannst du nicht einmal die Türe öffnen, weil ein Wagen davor steht.
Es gibt kaum Grundstücke über 100 Quadratmeter.

Danke für die Ergänzungen. In Zukunft werde ich solche Kleinigkeiten nicht vernachlässigen.
Wir leben im Wohlstand und vergessen unsere Nachbarn.
« Letzte Änderung: 16. Februar 2009, 22:25:52 von Low »
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Sie wollte in die Galeries Lafayette.
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