Malereien Februar 2009
Warnung:Diese Geschichte könnte erotisch sensible Leser verletzen. Wenn sie unter achtzehn Jahre alt sind, oder durch vulgäre Sprache beleidigt werden, überspringen sie bitte diesen Beitrag.
In meiner kärglichen Freizeit malte ich während vielen Jahren Aquarelle, Acryl und Öl. Besonders die unzeitgemässen Formen und intensiven Farben von Paul Gauguin begeisterten mich.
Seine Gemälde aus französisch Polynesien sind wahre Farborgien und das bereits seit über hundert Jahren.
Ich kopierte einige seiner Werke, wie Nafea faa ipoipo (Wann heiratest du? Sammlung Stähelin, früher Basel, jetzt Amerika), Parau api, Mahana no atua, (Tag des Gottes - Art Institute of Chicago), Aha oe feii? (Bist du eifersüchtig? Pushkin Museum, Moskau).
Gauguin reizte nicht nur die Allgemeinheit mit seinen Bildern, sondern durch seinen Lebensstil in Tahiti die Missionare, die es ungern sahen, wie der Künstler nicht nur Unmengen von Wein,
sondern auch Frauen vernaschte. Bedauerlich ist, dass er zu seiner Zeit ein brotloser Künstler war und überall aneckte.
Hierzulande hätte er weniger Probleme mit christlichen Kirchen und Verwaltungen gehabt.
Der Frauentypus ist ähnlich, wenn auch die meisten Thais zierlicher gebaut sind als die Maoris, wobei es auch hier schwere und massige Frauen gibt.
Als Gauguin Kopist machte ich mich im Dorf sofort ans Werk. Modelle gab es genug. Ich trank etwas weniger als er und war auch sonst wesentlich unproduktiver im Bepinseln von Leinwand.
Ich malte die Frauen anständig bekleidet, zum Teil niedliche Rücken- und Gesässpartien oder Charakterärsche, wenn das Gesicht wenig hergab.
Der Auslöser dieser Erzählung war das Frauenbild, Antwort Nummer 8, aus Profuuu’s Tagebuch.
http://forum.thailand-tip.com/index.php?topic=1704.msg37812#msg37812Als ich sie sah, erinnerte mich die Komposition sofort an Arbeiten von Henri de Toulouse-Lautrec. Lautrec war ein Meister der Lithographie. Profuuu dachte an Wasserfarbe.
Ich fand heraus, dass es die Nummer 142 von 300 Exemplaren ist.
Seit fünf Jahren habe ich einen ähnlich anmutigen Schmetterling im Haus. Ich liebe diese Frau, wie ich noch nie im Leben liebte. Ich kann mich nicht satt sehen und fühlen an ihrem langen dunklen Haar und an ihrem vollendeten Körper. Alle meine Sinne werden durch sie dauernd gereizt. Dazu benutzt sie ihre Körpersprache subtil und graziös. Wie Südseeinsulanerinnen hüllt sie sich gerne in einen Pareo.
Ihre Seele ist so ausgewogen wie ihr Körper. Sie ist kein Tempel Nummerngirl für Lotterien. Wir besuchen Tempel mit ausserordentlichem Anstand und Respekt und haben keine Eile.
Öfters erfahren wir eine unbeschreibliche innere Ruhe. Wenn ich dann ins reale Leben zurück katapultiert werde, sehe ich: „Sie hat so schöne sanfte Formen, es ergäbe ein irres Bild.“
Ich kann sie leider nicht malen.
Jedesmal wenn ich zum Malgerät greife, schlägt mir der erigierende Pimmel den Pinsel aus der Hand.