@ Lerche 3: Mitunter nehme ich die Analyse eines Bankers auch sehr gerne als Kontraindikator

,
in dem Fall aber nicht, es spricht einiges dafür, daß diese Tendenz über einen längeren Zeitraum eintrifft.
Flankiert wird diese Einschätzung natürlich durch Draghis Nullzins-Politik, und dem damit verbundenen
(Wunsch)-denken nach einer Belebung der Exporte aus dem EU-Raum.
Es würde nicht wirklich jemanden stören, wenn der Euro weiter schwach bleibt.Die Amis mit ihrem $ sind
Nutznießer, weil z.B: deutsche Autos um einiges billiger werden, andererseits exportieren die Amis nicht
wirklich etwas, von was größerer Bedeutung für die Europäer ist.
Der Ölpreis hebt sich in seiner Wirkung für die Amerikaner auf.Dieser ist in den letzten Monaten ziemlich
darastisch eingebrochen (kein Wunder bei den eingetrübten Wirtschaftsaussichten) und andererseit wird
er in $ bezahlt,der ja wiederum gestiegen ist.Die Amis fördern inzwischen mehr Öl als die Saudis...
Dennoch mal kurz am Rande: Es ist keine 4 Wochen her, Stand des DAX `és damals um die 9.800, da
posaunte die große Deutsche Bank ein Kursziel von 11.000 zum Jahresende raus....ich konnte mir
ein Lächeln nicht verkneifen.Stand Freitag 8.788 (-2,4%) an einem Tag...
Das Problem bei Analysten ist immer, sie kommen ganz einfach mit ihrer "Glaskugel" zu spät.Ihnen fehlt
das Instrument "der Markttechnik" ganz, diese blenden sie aus, weil es nicht Gegenstand "ihrer Ermittlungen",
Erhebungen ist.Es sind zumeißt sehr rational denkende Menschen, denen ich die am Markt notwendige
Phantasie und das Bauchgefühl abspreche.Mal ganz abgesehen davon, daß sie ureigenste Interessen
verfolgen

Ich bevorzuge die KOmbination von wirtschaftlichen Zusammenhängen UND
eben der Marttechnik, die soetwas einige Zeit vorher bereits " voraussagt"....danach sagt der Analyst später
entweder gar nichts mehr zu der eingetretenen Entwicklung, oder es kommt ein:" das konnte keiner ahnen"
ne wirklich nicht ?

PS: Am Freitag hat eine weitere Ratingagentur Frankreichs Bonität abgestuft, nicht unbedingt förderlich für
den Euro.Frankreich ist das nächste, ganz große Problem in der EU, danach kommt wieder Italien in den Focus
Michael