@DidoHabt Ihr schon "richtig" gegoogelt ?
Wenn ich
richtig richtig google, dann finde ich unter anderem einen interessanten Text von Henryk M. Broder, den ich zuvor zum Thema schon mal gelesen hatte:
"... die Parole “lieber rot als tot” war Ausdruck
derselben Haltung. Die Forderung, der Westen sollte einseitig
abrüsten, basierte auf derselben Überlegung. Der Utopie des
totalen Friedens wurde alles untergeordnet. Wer sich die
Freiheit nahm, die tägliche Unterdrückung zu kritisieren, war
nicht nur ein Klassenfeind, er war auch eine Gefahr für den
Weltfrieden und musste neutralisiert werden. Deswegen war in den
Ländern des real existierenden Sozialismus der “Frieden” das
wichtigste aller Ziele, nicht die “Freiheit”. Frieden ist
relativ einfach herzustellen, am einfachsten durch Unterwerfung.
Auch im Dritten Reich und in der SU konnte man friedlich leben.
Freiheit dagegen muss erkämpft werden, notfalls auch mit Gewalt.
Und heute: Angesichts der Unmöglichkeit, den Iran von seinem
Atomkurs abzubringen, wird Israel aufgefordert, nukleare
Abstinenz zu üben, um mit gutem Beispiel voranzugehen. Man
könnte auch mal darüber
nachdenken, ob man die Polizei nicht abschaffen sollte, um die
Kriminalität effektiver zu bekämpfen.
Es gibt noch eine zweite Quelle, aus der sich die Toleranz
gegenüber dem Totalitären speist. Das Unbehagen - nicht an der
Kultur, sondern an der Zivilisation, die uns Fesseln anlegt, uns
daran hindert, den Barbaren in uns von der Leine zu lassen.
Toleranz widerspricht der menschlichen Natur so, wie es ihr
widerspricht, die Beute zu teilen.
Man macht es nur, wenn man sich davon einen Vorteil verspricht.
Für die einen ist Toleranz eine Investition, die sich irgendwann
lohnen wird, für die anderen ein Mittel zum Zweck:
Wenn Marx,
Lenin, Stalin, Mao und Ulrike Meinhof es nicht geschafft haben,
die Gesellschaft umzukrempeln, dann wird das hoffentlich Osama
bin Laden und Mahmoud Ahmadinejad gelingen. Ahmadinejads
Drohungen werden deswegen nicht als bedrohlich empfunden, weil
er die Hoffnungen der Frustrierten und Gescheiterten
artikuliert, die sich nach einem modernen Robin Hood sehnen,
der stellvertretend ihre Rachephantasien verwirklichen soll.
Nicht jeder hat das Zeug zu einem Che Guevera oder wenigstens
einem Oskar Lafontaine. Die meisten brauchen jemand, der für sie
in die Schlacht zieht und es der Gesellschaft heimzahlt. “Es
scheint hier ein merkwürdiger Selbsthass des Westens auf, der
fast nur als etwas Pathologisches begriffen werden kann. Der
Westen versucht sich in lobenswerter Weise ganz und gar dem
Verständnis fremder Werte zu öffnen, aber er liebt sich selbst
nicht mehr.” Schrieb Papst Benedikt XVI, als er noch Joseph
Kardinal Ratzinger hieß."
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/spotlight/weihnachten_und_chanukka_werden_schoener_mit_buechern_von_der_achse_des_gut/Zufälligerweise lese ich zur Zeit eine Biographie von Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden (1655 bis 1707), auch bekannt als der „Türkenlouis“ und einer der wichtigsten Personen im „Großen Türkenkrieg“, der die vorläufig letzte Phase der islamischen Expansion beendete.
Die Türkenkriege in Südosteuropa haben auch das Schicksal meiner Familie für ca. 250 Jahre maßgeblich beeinflusst.
Das Buch ist sehr interessant, auch wenn darin, bis zu der Stelle an der ich gerade bin, nicht weiter auf religiöse Feinheiten eingegangen wird.
Damals gab es übrigens weder die USA, Israel, Bilderberger, Adam Weishaupt, Rothschilds noch Massenmedien im heutigen Sinn und Erdöl war auch noch nicht wichtig.
Meines Erachtens ist nun auch schon wieder das Wesentliche gesagt, also falls nichts Interessantes mehr kommen sollte in diesem Thread, verabschiede ich mich wieder.
Wiederholungen sind auf Dauer wenig erbaulich.
Viele Grüße
Ferdinand
PS.:Beim
richtig richtig googlen habe ich noch eine Kleinigkeit gefunden, gewissermaßen der Gegenentwurf zu Hagen Rether: