Allein schuld sind immer die anderen!
Thaksin war von 2001 bis 2006 Premierminister in Thailand. Terroristische Unruhen gibt es im Süden des Landes seit 1976.
Dass es dort zu einer Einigung kommt, halte ich auch für unwahrscheinlich. Oder hat jemand schon mal erlebt, dass angeblich religiös motivierte Freiheitskämpfer je den Hals voll bekommen haben? Steht ja auch in deren schlauen Buch, Friede herrscht nur dort, wo der Islam herrscht.
Es liegt in der Natur des Menschen, dass man selbst nie schuld ist

Aber hier muss ich dir doch widersprechen.
Wie dir sicher bekannt ist, gabs ab 1976 die "kommunistischen Unruhen". Bei den Kommunisten waren alles Moegliche vertreten, auch Sozialisten, die in Thailand mit den Kommunisten gleichgestzt wurden. Auch verschiedene Nationalitaeten und Religionsgruppen. Kam ganz darauf an, in welchem Teil Thailands diese Aufstaende stattfanden.
Im aessersten Sueden naturbedingt viele Moslems, im Norden viele Konfuzianer und Religionen der dort lebenden eingewanderten Bergvoelker.
Die Armee und Aufstaendischen schenkten sich nix. Mich hat das immer interessiert und ich habe sehr oft von Zeitzeugen diverse Informationen eingeholt.
So wurde zum Beispiel ein Bruder meines Ex Schwiegervaters von "Rebellen" vermutlich lebend in eine Surgrube geworfen, da er im Verdacht stand, der Staatsmacht Informationen ueber die Aufstaendischen weitergegeben zu haben. Gefunden hat man ihn, als der Finder seinen Darm in dieser Grube entleeren wollte.
Frueher gabs keine Toiletten mit den allseits bekannten Keramikstehklos. Es wurde eine Grube ausgehoben, darueber zwei starke Bretter gelegt und man musste da dazwischen durchzielen. Obwohl, als ich den Schwiegervater kennengelernt hatte, ein solch "modernes" Klohaeuschen neben seinem Haus vorhanden war, er ging nach wie vor bis zu seinem Tod auf seine altes Scheissbretter (bis auf ein kurzes Zwischenspiel).
Die Armee blieb aber den "Kommunisten" nix schuldig. So wurde oft beobachtet, dass Hubschrauber ueber dem von den Aufstaendischen beherrschten Dschungel auf den Bergen aus grosser Hoehe Sachen abgeworfen hatten. Wenn die an die Berge angrenzenden Dorfbewohner sich zum passenden Zeitpunkt dann dort hineinwagten, um Baumfruechte zu pfluecken, grinsten sie von den Baumwipfeln oft halbverweste Totenschaedel an. Ausgebleichte nur von Sehnen zuammengehaltene
Arm und Fussteile waren auch keine Seltenheit, Jutesaeckereste die Regel. Auf dem Boden waren aber nur in sehr seltenen Faellen Leichenteile zu finden. Vermutlich von groesseren Fleisch und Knochenfressern beseitigt.
Das Militaer hat mutmassliche Kommunisten, lebendig oder tot konnte niemand sagen, in diese grossen Jutereissaecke verfrachtet und ueber den Rebellengebieten abgeworfen.
In Gebiet von Suratthani wurde der Dschungel bei Verdacht, dass sich dort Kommunisten aufhalten, mit Napalm bearbeitet. Natuerlich fuer die Katz.
Im aeussersten Sueden waren ebenfalls Kommunisten am Werk, halt mehrheitlich muslimische.
Wenn man nun die Geschichte umschreiben will auf Abspaltung: Es heisst ja, wer glaubt, wird selig.
Was stimmt, Spannungen gab es dort auch vor Thaksin, aber keinen TerrorismusWie sich die Lage nach Thaksin dort veraendert hat, da kann mir keiner ein Maerchen erzahlen. War voher oft dort, in Sungai Golok, und nachher ebenfalls einigemale!
Wenn ich mal Lust habe, werde ich einen Vergleich ziehen.
fr