@Tommi, da lebst Du aber in einer Servicewüste! Wie viele Einwohner hat denn das Dorf?
Ich weiss, in Kamala ist die Versorgung ungleich besser, aber dort ist die farangsche
Kaufkraft sicher auch nicht ganz zu unterschätzen. Wobei dabei vielleicht eher der
"7/11-Wodka-Index" interessant wäre ... oder war, man hört da ja nicht nur Gutes.
Der Zufall wollte es, dass ich heute eine (natürlich nicht repräsentative) Zahl nennen kann. Ein
guter Bekannter hat vor zwei Jahren seinen "Tante Emma Laden" in Chumphon aufgegeben.
Der Hauptgrund war übrigens, dass das Geschäft bei den Thais zu beliebt war. Man hatte
einfach zu viele Kunden ... bzw. seine Frau. Zu viele Stammkunden nannten sich "Freunde"
und Freunde liess seine Frau gern anschreiben - die erwarteten das schliesslich auch.
Wie auch immer, besagter Bekannter verfügte über eine ausgezeichnete, deutsche Buchhaltung.
Und als ich ihn heute Morgen nach der Wichtigkeit einzelner Zigaretten im Verkauf fragte, kam
diese Antwort: "Eine Sekunde, ich habe immer noch alles im PC, bis auf das letzte Produkt, bis
auf den letzten Gewinn". Und dann konnte er mir die Zahl nennen. In den drei Jahren, in denen
der Laden bestand, machte er einen durchschnittlichen täglichen Gewinn(!) von genau 16 Baht,
mit dem Verkauf einzelner Zigaretten. Das ist sicher auch Geld, aber er musste nur müde lächeln,
als ich fragte, ob davon das Wohl und Wehe eines Ladens abhängen könne.
Wie gesagt - nur ein Laden in Chumphon, das kann etwas aussagen, muss es aber nicht, ich weiss.
Hat natürlich ein Ladenbesitzer "janz weit draussen" einen Laden in Besitz, muss also noch nicht
einmal Miete zahlen, wird er den genannten Betrag nicht unwesentlich nennen. Doch, wovon
reden wir? Kein solcher Besitzer wird sich den Verkauf einzelner Zigaretten verbieten lassen,
der würde über die Vorgaben aus Krung Thep schmunzeln. Etwa wie bei "alkoholischen Verboten".