Primzahlen haben schon in der Antike die Mathematiker interessiert, nun ist man darauf gestossen, dass sie auch in der Natur verwendet wird.
So lässt sich beobachten, dass gewisse Zikadenarten in Nordamerika einen Lebenszyklus von 13 oder 17 Jahren haben.
Die Insekten leben 13 oder 17 Jahre als Larven unter der Erde, um sich dann schlagartig zu vermehren.
Der Grund dafür könnte sein, dass ein solcher Zyklus das Verhältnis zwischen Jäger und Beute stabilisiert.
Würden die Zikaden beispielsweise alle 12 Jahre schlüpfen, könnten sie von allen Jägern gefressen werden, die einen Lebenszyklus von 1, 2, 3, 4, 6 oder 12 Jahren haben.
Dass die Zikaden ihren Lebenszyklus an den Primzahlen ausrichten, könnte demnach sowohl den Jägern als auch den Gejagten evolutionäre Vorteile bringen.
Denn auch den Jägern ist nicht damit gedient, wenn die Beute vollständig dezimiert wird.
Viel haeufiger als Primzahlen kommen aber in der Natur die sog.
Fibonacci-Zahlen zum Zug, die man in den Blütenmustern zahlreicher Pflanzen wiederfindet.
Die Fibonacci-Zahlen stehen auch im Zusammenhang mit dem goldenen Schnitt, der in der Natur, der Kunst und der Architektur eine prägende Rolle spielt.
Source: https://www.nzz.ch/wissenschaft/