Gerade als ich den Beitrag von @namtok gelesen hatte,fiel es mir wieder ein.
!958 oder 1959 war das Reisen per Flugzeug fuer gewoehnliche Menschen noch
eine Ausnahme.Auch fuer uns Burschen,die darauf hofften,nach Abschluss der Be-
rufslehre,vielleicht einmal soviel Geld uebrig zu haben,dass auch wir wegfliegen
konnten.
Auch unsere Kenntnisse,wie denn so ein Flug ablaeuft war rudimentaer.Unser Wissen
darueber bezogen wir aus der 3 Groschenliteratur a'la "Der Landser ".Dort waren
heldenhafte unerschrockene Piloten am Werk,die die Maschinen im letzten Augenblick
hochziehen konnten und wo der Bordmechaniker mit einem Schraubenschluessel
zwischen den Zaehnen,bei Nacht und Nebel,aussen auf der Tragflaeche entlangrobbte.
Zu unserem kleinen Pfadfinderkreis gehoerte auch ein Kollege,dessen Eltern etwas be-
gueterter waren.
So nebenbei erzaehlte er uns,dass er demnaechst nach Varna fliegen muesste,weil er
und seine Familie dort Urlaub machen wollten.
Sofort stand Erstaunen und Neid in unseren Gesichtern und wir beschworen ihn,uns
nach seiner Rueckkehr alles genau zu erklaeren,was alles beim Flug passieren wuerde.
Nach 3 Wochen trafen wir uns wieder und forderten ihn auf,doch von seiner Reise zu
berichten.
Tja,sagte er,und klopfte sich ganz Mann von Welt und Globetrotter ein unsichtbares
Staeubchen von seinem Hemd,der Flug war ja soweit o.k.,nur das Fenster war offensichtlich
kaputt denn es hat die ganze Zeit gezogen,dass er sich beinahe eine Lungenentzuendung
zugezogen haette.
Kaum hatte er das von sich gegeben,kruemmte sich der ganze Tisch vor Lachen.Sogar ein Bierglas
fiel um.
Er war ueber den Heiterheitsausbruch bass erstaunt und fragte nach,was denn los sei ?
Wir erklaerten es ihm:Es sass die ganze Zeit unter einer Frischluftduese und haette diese nur
verstellen oder kleiner drehen muessen um der Gefahr einer Lungenentzuendung zu entkommen.
Erst nach einigen Wochen kam er wieder zu unserer Runde.
Jock