Die folgenden Fotos, die ich hier von der fantastischen Vulkanlandschaft setze, stammen aus dem Jahr 2001. Die Dias bekamen im Laufe der langen Lagerzeit einen leichten Blaustich. Trotzdem scanne ich gelegentlich alte Fotos und erwecke dabei die Erinnerungen von meinen wunderschönen Reiseerlebnissen. Die Qualität der gescannten Fotos ist somit den vorangegangenen Digital-Aufnahmen nicht gleichwertig.
Im Jahr 2001 kam ich mit einer thailändischen Reisegruppe nach Bali. Wie ich schon vorher berichtet hatte, wurden die täglichen Tagesausflügen meist in überteuerten Touristen-Souvenirshops verschwendet, sodass ich aus Enttäuschung über jenen Reiseablauf meinen Aufenthalt auf Bali um eine Woche eigenmächtig verlängerte, um mit meiner Frau Salama die schönen Seiten der Insel zu bereisen.
Die ganze Vulkaninsel Bali ist ein Paradies an Schönheit. Wir trafen etliche Abenteuer-Touristen, die auf Schusters Sohlen Tage verbrachten, indem sie treckend durch die Gegend zogen und dabei Land und Leute ganz besonders nahe kamen.
Dies ist schon immer auch mein Ideal beim Reisen: An erster Stelle Land, Leute, Kultur und Bräuche kennenzulernen und dann über lange Zeit die gewonnenen Kontakte pflegen.
Wir beschränkten und auf die Gegend des Batur-Vulkankessel, den See und den Batur-Vulkanberg. Im Jahre 1978 hatte ich es bis zum Krater geschafft und musste damals vier Stunden über scharfkantige Lavabrocken bergauf wandern. Die Mühe wurde mit einer überwältigenden Aussicht belohnt, doch auf der Spitze spürte ich eine unerträglich feuchtkalte Wettersituation bis in die Knochen.
2001 haben wir auf die Besteigung verzichtet, doch rundherum schöne Stunden verbracht:

Der
Gunung Batur Vulkan in Wolken, von Süden aus gesehen, rechts der Kratersee
Danau Batur.Wie der andere Vulkan, der
Gunung Agung im Osten, so zählt nach dem Glauben der Balinesen auch der
Batur zu den vier Kardinalpunkten. Obwohl bergsteigerisch kaum eine Herausforderung, ist die Besteigung des Batur dennoch außerordentlich lohnend, da man vom Gipfel einen einzigartigen Rundumblick hat. In dem gebildeten Einbruchskessel liegen der
Gunung Batur und der gleichnamige See leider oft etwas im Dunst und man hat deshalb nur ganz selten einen wirklich klaren Panoramablick.

Der Ort
Kedisan und der Batur-See.

Ein steiniger Weg auf den Vulkangipfel. Gutes Schuhwerk ist unerlässlich. Die Lavabrocken sind sehr scharfkantig.
Auf der anderen Seite der
Mount Abang 2150m, der Gipfel ist meist in einer Wolkendecke, eine Besteigung führt fast immer in den Nebel.

Der
Batur-See und der
Mount Abang.Am Fuß des Berges kann man die
Bali-Aga-Ortschaft Trunyan erkennen noch ein wenig weiter links den Friedhof
Kuburan.
Ein Wassertempel im Batur-See.
Dieser Tempel wurde von den Göttern verschont. Obwohl es in der jüngeren Zeit mehrere Vulkanausbrüche gab, ist der Tempel immer heil geblieben.
Für jeden, der eine Besteigung des Vulkans oder eine Treckingtour plant, empfehle ich "Mt Bator Trekking" (e-Mail kunang_dps@indo.net.id), eine Agentur, die perfekte Ausflüge organisiert.
Gutes Schuhwerk, lange Hosen und feste Kleidung sind unbedingt erforderlich. Die Wege sind meist moderat aber sehr steinig und scharfkantig und manchmal geht's steil bergauf.
Achtung: Ich habe in Fernost-Asien selten so gefroren wie auf Bali bei der Vulkantour.