Die diesjaehrige Ballsaison in Wien strebt ihren Hoehepunkt zu.
Bald findet der Opernball statt,der Philharmonikerball war bereits,auch der
Jaegerball hat schon stattgefunden und heute steht der Akademikerball an.
Dieser Ball hiess bis 2012 "Wiener Korporations Ball "und pflegt rechtslastiges
Brauch-und Gedankentum.
Die maennlichen Besucher dieser Veranstaltung zeichnen sich fallweise durch
Schmisse,die sich bei Mensuren geholt haben aus und "Fuechse"haben teilweise
Saebel bei sich.
Dass so ein Ball natuerlich ein Rotes Tuch fuer alle Linksstehenden ist,ist klar und
daher sind im Umfeld auch zahlreiche Demonstrationen,Kundgebungen und
Protestmaersche angekuendigt.
Aber fuer die Polizei bedeutet das Grosseinsatz. 2.500 Polizisten sind zusammen-
gezogen worden um Randale,Zerstoerungen,brennende Autos u.s.w. zu verhindern.
Ein grossraeumiges Platzverbot wurde ausgesprochen,einige Gegenveranstaltungen
verboten,was trotzdem die Plattform "NoWKR " nicht daran hindert einige Berufsanarchisten
per Autobus heranzukarren und zur "aktiven" Teilnahme aufzurufen.
Der Schaden wird betraechtlich sein,wie man am naechsten Tag bilanzieren wird und
dazu kommen noch Kosten fuer den zusatzlichen Polizeieinsatz,der mit 1.0 Mio Euro
geschaetzt wird.
Rund um das Geschehnis passieren auch Hoppalas.So zum Beispiel,als man den Ball
in die Liste des immateriellen Weltkulturerbe eintragen liess,aber dann wieder daraus
strich.
Oder dass ortunkundige Polizisten einen Protestzug in die falsche Richtung leiteten.
Da lob ich mir den traditionellen "Jaegerball". Eine friedliche Veranstaltung,wo ein
Landesjaegermeister dem anderen Landesjaegermeister die Hand schuettelt und wo
klar ist,wenn Gattinnen der Waidmannsjuenger von der Wildsau sprechen,dass damit
nicht der Ehegespons gemeint ist,sondern das borstige Vieh im Walde.
Auch der "Kaffeesiederball" ist zu empfehlen.Dort kann es passieren,wenn man Glueck
hat,dass eine echte thailaendische Prinzessin einem zum Tanz auffordert,wenn Damenwahl
ausgerufen wurde.
Jock