Das vollstaendige Interview findet man in der 'Kleinen Zeitung".
Herr Mateschitz ist bekannt,dass er nur selten persoenlich in der
Oeffentlichkeit auftritt und wenn,dann verfolgt er meist einen be-
stimmten Grund.
So auch jetzt,wo es darum geht,ein neues Medienprodukt zu be-
werben.
Da macht es sich schon gut,sich bestimmter Reizwoerter zu be-
dienen.
Fluechtlinge sind derzeit ein solches,metternich'sche Zensur ein weiteres.
Gegaengelte Meinungsfreiheit u.s.w.
Wenn Herr Mateschitz heute meint,dass schon vor dem Beginn der
Fluechtlingswelle es (fuer jedermann) absehbar war,dass damit auch Pro-
bleme kommen,so frage ich mich,wo waren seine warnenden Worte vor
2 Jahren ?
Und wenn Herr Mateschitz meint,einen Staat so zu fuehren,wie eine Privat-
firma,hat er nicht genug nachgedacht.
Mit seiner Meinung,dass sowohl Herr Putin als auch Herr Trump eigentlich
feine Burschen sind,die man nur im falschen Licht sieht und dargestellt werden,
steht er ziemlich alleine da,denn die zwei Persoenlichkeiten spalten gewaltig
und teilen das Lager 50:50.
Es ist zu fuerchten,dass Herr Mateschitz auch seine Meinung ueber Herrn Kurz
ueberdenken wird,denn so ein flotter Bursche ist er "Basti" nicht (mehr).
Es waren zum Beispiel,einige Beschwichtigungshofraete notwendig,um das
Ergebnis des Besuchs von Herrn Kurz in Georgien,von verbrannter Erde auf
hoehnische Kommentare in der georgischen Medienlandschaft zu drehen.
Dabei war sein Start in der Aussenpolitik von guten Feen begleitet.
Mittlerweile gilt er als Bruder Leicht und wird beim Aussenministertreffen nur
am Rande bemerkt.
Boden koennte er wieder gutmachen,gelaenge es ihm,mit den Maghrebstaaten
ein Ruecknahmeabkommen auszuhandeln.Aber da sind schon politische Schwer-
gewichter gescheitert.
Aber es ist immerhin ein guter Vorsatz des Dietmar Mateschitz,ein unabhaengiges,
unbeeinflussbares Medienerzeugnis auf den Markt zu werfen und es ist zu hoffen,
dass es halbwegs erfolgreich wird.
Sonst ist es,in eins oder zwei Jahren uebernacht geschlossen,aller guter Vorsaetze
zum Trotz.
Jock