Immer wenn ich @Expat Charly's Beitraege in der
Frueh lese,wird der Kaffee bitter und die Sonne strahlt
eisige Kaelte aus.
Aus seinen Zeilen geht hervor,dass ueberall,an jeder Ecke
das Boese lauert und man die Welt nur negativ betrachten
muss.
Heute der "Raubtierkapitalismus",was kommt morgens ?
Da stellt sich mal die Frage,ob Otto Normalverbraucher ueber-
haupt gezwungen ist,mit der Finanzmafia" in Geschaeftsver-
bindung "zu treten.
Und die Antwort ist Ja.In der heutigen Zeit unausweichlich!
Jedermann ist gezwungen ein Girokonto zu fuehren,da es ueblich
ist,dass Lohene und Gehaelter nicht mehr bar ausbezahlt werden
und auch,weil diverse Zahlungen (Strom etc.) nur bargeldlos er-
folgen koennen.
Die Banken verrechnen fuer diese Dienstleistung eine Gebuehr und
sind fuer die Bezeichnungen sehr erfinderisch.
Zeilengebuehr,Kontofuehrungsgebuehr,Bankomatkartengebuehr etc.
Ist die Bank A zu teuer,findet sich sicher Bank B oder C,die diese
Dienstleistung guenstiger anbietet.
Solange es keine gesetzliche Auflagen gibt,fuer jedermann der kommt,
ein Konto zu eroeffnen und die Kosten unter einem bestimmten Limit
zu halten,ist der Kunde gefordert,sich die Rosinen herauszupicken.
Verdient man mehr,als man ausgibt,kann man ueberlegen,wo parke
ich das Geld bzw. in welches Finanzprodukt investiere ich.
Die volksueblichste Form ist das Sparbuch.
Der Vorteil liegt an der Einlagensicherung und frueher an den mehr
oder weniger bescheidenen Habenszinsen,die ,ab einer gewissen
Hoehe der Einlage verhandelbar waren.
Durch die Marktsituation in der Geldwirtschaft,werden heute da und
dort Negativzinsen verrechnen.
Diesen ist zu entgehen,indem man sich einen Sparstrumpf zulegt und
diesen unter dem Kopfpolster lagert.
Die Gefahr,dass das Geld,durch Einbruch,Feuer oder einfach Ver-
schlampen sich in Nichts aufloest,muss man in Relation zu den Negativ-
zinsen und Kosten stellen.
Nun gibt es immer noch Leute,die ihr Kapital arbeiten sehen wollen,die
mit dem normalen Zinssaetzen und Kosten nicht zufrieden sind und
auf riskante Finanzprodukte einsteigen.
Nur wer zwingt sie ?
Niemand,sie folgen der Gier !
Da Otto Normalverbraucher waehlen darf,darf auch zugemutet werden,
dass er sich ueber die diversen Anlageformen kundig macht und wenn
es es nicht versteht,was bei der Unzahl an Finanzderivaten,offenen und
geschlossenen Fonds,Stammaktien,Kombiangebote und dergleichen mehr,
die Tagesordnung ist,sich an den Berater seines Vertrauens wendet.
Die Finanzaufsichtsbehoerden (unterschiedliche Namen fuer die gleiche
Aufgabenstellung) sind meist staatliche Einrichtungen,wo alle diese
Anlagenformen eingereicht werden muessen,die die Rechtsmaessigkeit
prueft und darauf schaut,dass die Prospektwahrheit gewahrt wird.
Das gibt aber nur einen geringen Schutz vor Verluste,da die Verkaeufer-
banken Risken kleinreden,Kosten als vernachlaessigbar hinstellen und der
Aufklaerung ueber das Produkt oft nicht nachkommen koennen,weil sie
es selber nur unzureichend kennen.
Trotzdem,es ist der muendige Buerger,der entscheidet,ob er in eine dieser
Anlagenformen einsteigt oder sich dazu ueberreden laesst.
Die Saeulen der EU sind errichtet worden,um eben diesen muendigen
Buerger Freiraeume zu schaffen,mit allen Vorteilen und auch Nachteilen
die diese mit sich bringen.
So auch hier !
Jock