Ein gesetzlich geschütztes Demonstrationsrecht ist ja in Ordnung, und Gott
sei Dank haben wir auch eines.

Aber ein gesetzlich geschütztes Gewaltrecht gegenüber unschuldige Mitbürger,
das ist mir neu, oder sagen wir mal, so ganz neu ist das ja auch nicht mehr.

Früher, in meinen Ausbildungsjahren dachte ich eigentlich immer, dass die
linke Abteilung intellektuell mehr am Kasten hat, als die Rechte, mittlerweile
haben wir aber deutlich gesehen, dass beide Radikalen Gruppierungen die selben
gewaltbereiten Vollidioten sind.

Mit Stolzgeschwellter Brust werden sie in ihren Kreisen verkünden, das es ihnen
in heldenhaftem Kampf gelungen ist, das, über viele Jahre zusammengesparte
gebraucht gekaufte Auto des Lagerarbeiters Helmut K. durch einen Molly abgefackelt
wurde, und dieses Kapitalistenschwein sich aus seinen € 1.150,- Monatslohn als Lager-
Arbeiter sich ja in vier Jahren ein neues, gebrauchtes Fahrzeug leisten kann.
Und das verstehe ich nicht, man weiß solche Ereignisse lange Zeit im Voraus, warum
akzeptiert man so etwas und tut dann überrascht wegen solcher Vorfälle.
Ich möchte mir nicht ausmalen, wenn sich so etwas einige Leute nicht gefallen lassen,
und mit einer Donnerbüchse ihr Eigentum schützen wollen.
So etwas nennt man dann landläufig BÜRGERKRIEG.
Und das ist beileibe nichts schönes. Nur erlebt haben es die meisten Bürger noch nicht,
darum wird, denke ich, mit solchen gefährlichen Spielereien auch so sorglos umgegangen.
Da gibt es politisch sehr viel aufzuarbeiten finde ich.
Samuispezi
