Diese SENDUNG gibt auch in der Schweizer "Medien-Szene",
unter Kollegen, zu reden :
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SRF-«Arena»:
«Verschwörungstheoretiker» gegen «Lückenpresse»Der emotionale Streit um eine E-Mail zwischen SRF-Moderator
Jonas Projer und Publizist und Historiker Daniele Ganser
rücktedie Glaubwürdigkeit des Schweizer Fernsehens in den Mittelpunkt
einer grossen Debatte.
«Ich war überrascht, dass ich in der
Sendung live erlebte, wie Lückenpresse funktioniert»,
kritisierte Ganser nach der Sendung.Die Chronik des Geschehenen: Moderator Projer und sein Gast
Ganser diskutierten in der «Arena» vom Freitag unter anderem über
die Untersuchungen zu den Terroranschlägen vom 11. September.
Der Streitpunkt: An besagtem Tag stürzte neben den Twin Towers
ein drittes Gebäude - das World Trade Center 7 - ein.
Ganser ist entgegen offizieller Untersuchungen der Ansicht,
dass WTC7 nicht als Folge des Brandes der anliegenden Twin Towers
einstürzte, sondern «mit grosser Wahrscheinlichkeit» gesprengt
wurde. Das brachte ihn bereits einen Monat vor der
«Arena»-Sendung auf den Schirm des Schweizer Fernsehens: In einem
Beitrag des SRF-Wissensmagazins «Einstein» wurde er deswegen als
«Verschwörungstheoretiker» betitelt.
Hart ins Gericht mit seinem Gast ging auch SRF-Moderator
Jonas Projer: Er überraschte Ganser in seiner Sendung mit zwei
Nachrichten, die dessen Glaubwürdigkeit in ein zweifelhaftes
Licht rückten.
In einer öffentlichen Twitter-Nachricht schrieb
der Historiker: «Für das SRF ist kritische Forschung zu WTC7 =
Verschwörungstheorie.» In einer privaten E-Mail Nachricht an
«Einstein»-Redakteur Peter Höllrigl bezeichnete er «den Teil zu
911 und WTC7» der gleichen «Einstein»-Sendung hingegen als
«fair» und «sachlich».
Ganser protestierte vehement, bezeichnete die Gegenüberstellung
der Nachrichten als «eine Riesenfrechheit». Dem Moderator der
Sendung warf er Folgendes vor: «Sie nehmen etwas und schneiden
den anderen Teil weg!» Der Streit zwischen Projer und Ganser
eskalierte in der Folge derart, dass der Moderator sogar
kurzzeitig androhte, die Sendung sofort abzubrechen.
Einen Tag nach der Sendung publizierte Ganser die vollständige
E-Mail-Nachricht, die er dem «Einstein»-Journalisten
Peter Höllrigl damals geschickt habe: «Lieber Peter. Ich fand
den Teil zu 911 und WTC7 fair und sachlich. Danke. Der Mix mit
`Klimalüge` und Protokolle hingegen fand ich schlecht.
Herzlich, Daniele.»
Zudem verwies Ganser auf private Telefonate, die er mit Höllrigl
geführt habe: «Ich habe ihm am Telefon schon vor der Sendung
gesagt, dass ich es unfair finde, dass SRF in der Sendung nur
Personen bringen will, welche meine 911 Forschung kritisieren
und nicht auch solche, welche sie unterstützen, obschon es viele
gibt.»
Hätten das SRF und Jonas Projer die ganze E-Mail-Nachricht zeigen
sollen? Anton Schaller, früherer Chefredaktor der «Tagesschau»,
kritisierte den SRF-Moderator in einem Beitrag von Tele Züri für
seine persönlichen Angriffe gegen Ganser. Diese hätten «nichts
zur Klärung der ganzen Thematik beigetragen haben», so Schaller.
Projer verteidigte sich kurz angebunden, er habe lediglich die
Aussagen seines Gastes «kontextualisiert».
Auch in den sozialen Netzwerken wurde die Glaubwürdigkeit des
SRF-Moderators und des Historikers kontrovers diskutiert:
Jan
Flückiger, noch bis
Ende Juni Bundeshausredaktor der NZZ,
bezeichnete es als
«unsauber, Leute, die Kritik an offizieller
Version von WTC7 ausüben,
pauschal als Verschwörungstheoretikerzu diffamieren».
Zudem überraschte er mit folgendem Tweet:
«Mindestens WTC7 war kontrollierte Sprengung.
Das sieht auch ein Laie.»Dafür erntete er einen Rüffel vom eigenen Geschäftsführer:«Wirklich? Wenige Themen der Menschheitsgeschichte sind so
gründlich durchleuchtet wie 9/11», so Veit Dengler,
CEO der «Neuen Zürcher Zeitung».
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Montag, 27. Februar 2017
K L E I N R E P O R T
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