Finde ich eine gute Idee!
Wer ohne geeignete Versicherung reist ist selber Schuld.
Leider wissen das immer noch viele meiner Bekannten nicht!!!
Fände daher ein Obligatorium sehr gut!
Zwei Beispiele:
In Spanien:
Wir machten unsere Vordiplomreise nach Playa del Ingles (Spanien).
Ein Kumpel hatte einen unverschuldeten Unfall mit einem gemieteten schweren Motorrad
(Ein entgegenkommendes Auto hat ihn auf seiner Strassenseite in den Strassengraben gedrängt und ist einfach abgehauen).
Der Kumpel hat aus eigener Tasche über 20'000 CHF für Krankenhaus und das Motorrrad bezahlen müssen!
In der Schweiz(!):
Einer meiner Kollegen aus unserer damaligen Vertretung in Shanghai kam zum Training in die Schweiz.
Da bekam er plötzlich immer wieder exteme Bauchschmerzen, die am Anfang aber meistens gleich wieder verschwanden.
Erst hat ihn ein Hausarzt ein paar Tage versucht zu behandeln (der machte das Gratis!!!).
Doch als es schlimmer wurde und auch noch schwere Bauchkrämpfe folgten, mussten wir den Mann ins Spital bringen.
Ich habe ihn dann selbst dort hin gefahren.
Erst gab es ein riesen Bürokratie-Drama, weil der sich mit Bauch-Krämpfen windende Chinese im Aufnahmeformular unter "Religion" nichts eintragen wollte.
Das hörte erst auf, als ich die Schwester anwies einfach "Chinese" zu schreiben und endlich den Mann zu Untersuchen!
Dann wurde er auf eine Pritsche gelegt und einfach mit seinen Bauchkrämpfen liegen gelassen!
Angesichts der extremen Schmerzen meines guten Kumpels habe ich dann irgenwann die immer wieder tatenlos vorbei laufenden Ärzte angeschrien, warum die denn nichts tun!!
Wir waren die einzigen in der Notaufnahme. Die Ärzte waren also keines Falls überlastet!
Da antwortete einer ganz trocken: "Wissen Sie, das ist nicht so einfach: Es ist noch nicht klar, wie der Patient versichert ist und wir haben unsere Regeln hier!"
Als ich ihn fragte, ob er als Arzt nicht irgendwie verpflichtet sei, einem Menschen mit solchen Schmerzen zu helfen, meinte er nur, ich müsse das mit "dem Management" aushandeln!
Dann habe ich alle Hebel in Verbindung gesetzt und erst als ein Fax meiner Bude eintraf in dem stand, dass die Firma sämtliche Kosten übernimmt, haben die ihn angefangen zu untersuchen!!!
Er hatte Nierensteine und musste sofort operiert werden!
Nein, das war nicht in Thailand. Sondern vor ca. 15 Jahren im Spital Grabs in der für Menschlichkeit so berühmten Schweiz !!
(Das Spital Grabs ist sonst eines der besten Spitäler in meiner Region. Ich würde selbst dort hin gehen, wenn ich ein Spital bräuchte. Aber dass die so mit Ausländern umgehen hat mich zutiefst entsetzt!).
Meine Versicherung (ich reise sehr viel):
Ich habe darum eine relativ teure Kranken-Privat-Versicherung (Concordia, ca. 500 CHF/Mt, in der Schweiz normal für eine Privat-Versicherung), die auch Fälle im Ausland deckt.
Hab die Versicherungs-Karte bisher zweimal im Bangkok-Pattaya Hospital gebraucht und wurde jedesmal gleich super aufgenommen und behandelt (Einmal Wundrose am Bein und einmal Herzflimmern).
Die haben mir beim ersten Mal sogar einen Schweizer-Deutsch sprechenden Arzt geschickt, für den Fall, dass es Übersetzungsschwierigkeiten gäbe!
Zusätzlich habe ich noch eine von der Firma bezahlte Auslandsversicherungskarte.
Meine Hausrats-Versicherung (Winterthur) deckt z.T. auch Diebstahl im Ausland ab.
So wurde mir ein in Thailand gestohlenes teures Smartphone zu meiner Überraschung problemlos bezahlt.
Mein Gepäck ist (auf Geschäftsreisen) bis zu einer gewissen Summe zusätzlich über die Bude versichert.
Urlaubsversicherungen sind nicht teuer!
Das letzte Mal als ich eine brauchte war vor ca. 20 Jahren.
Ich glaube das waren damals 14 Franken für eine Woche.
Sowas empfehle ich jedem, der im Ausland nicht versichert ist.
Ich habe damals versehentlich auf dem Rückweg von einem Motocross Trainingslager in Tschechien in München das Wohnmobil mit Diesel statt Benzin betankt.
Obwohl das wohl eher Dummheit statt Unfall war, hat die Urlaubs-Versicherung mir diesen Schaden (250 DM) ohne jeglichen Kommentar übernommen!
Gruss aus Penang
Stefan