Die Landwirtschaft trägt in Thailand insgesamt nur etwa zwölf Prozent zum BIP bei. 42 Prozent aller Arbeitskräfte sind im Agrarsektor beschäftigt.
Während Vietnam etwa einen durchschnittlichen Ertrag von 862 kg pro Rai2 erreicht, liegt der Wert Thailands bei lediglich 448kg pro Rai. Selbst im unterentwickelten Laos sind die Reiserträge noch um 15 Prozent höher als in Thailand.
Ich vermute mal, dass die Werte für z.B. Mais oder Kautschuk ähnlich aussehen werden.
Grundsätzlich gilt in Thailand, dass die Einkommen in der Landwirtschaft erheblich niedriger liegen als die in der Industrie und im Dienstleistungssektor erzielten.
Um diese Disparität zu mindern, setzte Thailand vor allem auf eine Subvention der bäuerlichen Einkommen, nicht aber auf eine Produktivitätssteigerung der Agrarproduktion. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse war die politisch leicht durchsetzbar und ist aus meiner Sicht die eigentliche Ursache des derzeitigen Konfliktes.
Thailand hat nur die Wahl, seine landwirtschaftlichen Produktionsmethoden grundlegend zu ändern oder aber den ländlichen Raum dauerhaft und massiv zu subventionieren.
Vielleicht ist in diesem Zusammenhang der Hinweis angebracht, dass da noch eine andere größere Baustelle, das unter den Meeresspiegel sinkende Bangkok, gibt.