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Autor Thema: Subventionsprobleme  (Gelesen 17282 mal)

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dart

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Re: Subventionsprobleme
« Antwort #15 am: 27. August 2013, 20:25:51 »

Ich vermute die Regierung wird, allein schon auf Druck der Opposition, nachgeben, und nach dem teuren Verlustgeschäft mit Reis, auch dem Gummi einen zugesicherten Abnahmepreis garantieren. :-)

Ob das Sinn macht, steht natürlich auf einem anderen Blatt.
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namtok

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Re: Subventionsprobleme
« Antwort #16 am: 27. August 2013, 20:38:57 »

Quergestellter LKW auf der Bahnstrecke:

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██████  Ich sch... auf eure Klimaziele !

dart

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Re: Subventionsprobleme
« Antwort #17 am: 28. August 2013, 08:54:02 »

Mittlerweile gibt es Haftbefehle für 6 Anführer der Proteste.

http://www.nationmultimedia.com/national/Rubber-price-rally-leaders-face-arrest-30213578.html
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jock

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Re: Subventionsprobleme
« Antwort #18 am: 28. August 2013, 09:28:33 »

Subventionen gabs und gibt es in Europa auch.

Regierungen verwenden Subventionen als Steuerungsinstrument,was
ja auch sinnvoll sein kann.

Man muss dabei nur aufpassen,dass dabei keine Milchseen,Butterberge und
Schweinefleischgebirge entstehen,wie sie in A entstanden sind.

Im EU-Laendern nennen sich Subventionen heute "Praemien".Es gibt sie fuer
Brachen und zu Pflege von Almen,fuer die Nichtaussetzung von Weingaerten u.s.w.

In Thailand sind immer noch viele Menschen in der Landwirtschaft taetig und leben
davon.

Folgerichtig wird daher dieser Sektor subventioniert.Fallen diese Subventionen weg
und ueberlaesst man die Preisbildung den Kraeften der Maerkte,handelt man sich auf
der anderen Seite ein gewaltiges Problem ein.

Jock
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dart

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Re: Subventionsprobleme
« Antwort #19 am: 29. August 2013, 19:10:05 »

Jetzt werden sich wohl die Demonstrationen landesweit ausweiten. Kautschukfarmer aus Nan und Buriram haben bereits angekündigt sich am 3. September an den Protesten zu beteiligen.

http://www.bangkokpost.com/breakingnews/366637/farmers-predict-tens-of-thousands-will-rally-against-low-rubber-price

Laut Aussagen des Vorsitzenden des "Rubber Farmers of Thailand Network" werden die Kautschukfarmer in anderen Landesteilen nicht an der Demo am 3. September teilnehmen.

Die Regierung weigert sich nach wie vor, einen Mindestabnahmepreis von 92 Baht zu garantieren, biete aber eine Entschädigung für Düngemittel bis März 2014 an.

Zitat
Even though the government had refused the demand that the price of third grade smoked rubber sheet be guaranteed at 92 baht per kilogramme, its fertilizer compensation will boost the rubber price to about 89 baht a kilogramme, he added.

http://www.bangkokpost.com/breakingnews/367014/only-rubber-farmers-in-south-to-rally
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sansamaki

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Re: Subventionsprobleme
« Antwort #20 am: 29. August 2013, 19:46:22 »

Heute war der Preis so um die 75.- Bath, auf 92.- Baht Subventionieren gibt eine hübsche Summe wenn man sieht was da angeliefert wird.
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Vimana

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Re: Subventionsprobleme
« Antwort #21 am: 30. August 2013, 21:54:17 »

Der böse Geist von Subventionen. In Deutschland und in Europa wird man sie auch nicht mehr los, wenn einmal angefangen wurde. Erst die Reisbauern, jetzt die Kautschukfarmer. Natürlich haben die Kautschukleute recht, wenn sie fragen, warum nur Reis? Aber wo endet das? Kokosnuss, Speiseöl, Stinkfrucht? Taxifahrer? Wenn die Taxiosis was kriegen, kommen die Minibusfahrer. Und dann die Buslinienbetreiber und die LKW Fahrer. Die Regierung sollte schleunigst Schluss machen mit allen Subventionen, der Krach mit den Reisbauern jetzt wäre immer noch verkraftbar. Und jetzt sind gute Argumente für einen Ausstieg da.
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dart

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Re: Subventionsprobleme
« Antwort #22 am: 30. August 2013, 22:08:09 »

Ob man generell Schluß mit Subventionen machen soll, überlasse ich gern den Fachleuten zu Wirtschaftsfragen.

Auf jeden Fall sind Subventionen zum Reisanbau und anderen Agrarprodukten nicht zwingend vergleichbar zu den derzeitigen Forderungen der Kautschukfarmer.

Ein großer Teil der Weltproduktion wird von synthetischem Gummi gedeckt.

http://asiancorrespondent.com/112645/rubber-and-rice-in-thailand-the-synthetic-difference/?
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Bruno99

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Re: Subventionsprobleme
« Antwort #23 am: 30. August 2013, 22:13:13 »

Die Regierung sollte schleunigst Schluss machen mit allen Subventionen...

und alle Demonstrationen verlagern sich nach Bangkok um ein neues Pulverpass zu plazieren ?

Das kann sich Yingluck wahrscheinlich kaum leisten  {;
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Wer Politik und Moral auseinander halten will,
versteht von beidem nichts.
Jean-Jacques Rousseau

Vimana

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Re: Subventionsprobleme
« Antwort #24 am: 30. August 2013, 23:00:40 »

@Bruno. 99 Wie gesagt, der böse Geist von Subventionen. Ich habe nicht behauptet, dass es leicht ist, sowas loszuwerden. Wahrscheinlich ist es unmöglich. Dass es zu Demos kommt, wenn die Reissubvention fällt, ist logisch. Deshalb darf man so einen Mist garnicht erst anfangen, auch wenn es noch so populär ist und Wählerstimmen bringt. In Thailand nicht und in Deutschland nicht, wo gerade wieder im Wahlkampf jede Menge Versprechungen gemacht werden. Mit den meisten Versprechungen wird wieder etwas subventioniert.
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somtamplara

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Re: Subventionsprobleme
« Antwort #25 am: 31. August 2013, 09:19:58 »

Das kann sich Yingluck wahrscheinlich kaum leisten  {;
"Subventionsabbau"
Wenn ich das aus DACH Land hoere, weiss ich es ist wieder FDP Wahlkampf  :]
Gibt es einen Politiker, der das noch nicht versprochen hat?

Alle Subventionen stoppen?
Es waer schon schoen, wenn wenigstens keine Neuen erfunden werden.

Neueste Idee: mehr Gummi auf die Strasse, aber nicht vom Gummi geben, sondern beim Strassenbau.
Bisher 1200 t / Jahr, Wunsch: auf 10'000 t erhoehen.
Hab den Artikel nicht mal vollstaendig durchgelesen...

Ich wuerde vorschlagen, lieber mehr Gummis im zwischenmenschlichen Bereich zu benutzen.

http://www.bangkokpost.com/breakingnews/367259/govt-to-build-roads-with-excess-rubber
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arthurschmidt2000

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Re: Subventionsprobleme
« Antwort #26 am: 31. August 2013, 10:56:54 »

Die Frage, Subventionen ja oder nein, ist zu grob. Besser, man fragte, wen oder was man subventionieren will.

Nehmen wir das Beispiel des Garantiepreises für Reis. Grob gerechnet erhält dann ein Bauer, der 3 Ernten pro Jahr erzielt auch drei Mal so viel Subvention, wie der, der nur eine Ernte einfährt.

Natürlich klingt Garantiepreis sehr gerecht und er ist auch technisch einfach zu handhaben, aber das führt dann dazu, dass die Kleinen auf die Straße geschickt werden, während sich die politisch besser vernetzten Großen die Hände reiben. Wir kennen das aus der EU. Aber zu deren Ehrenrettung sei gesagt, dass man dort seit langem dabei ist, von der Gießkanne auf eine mehr zielgerichtete Politik umzustellen.

Die schlechte Nachricht dabei ist, so etwas setzt eine effiziente und unbestechliche Verwaltung voraus. Auch hier kann die EU manches Lehrbeispiel liefern.

Liegen Grantiepreise über den Marktpreisen, ist es für jeden Produzenten lukrativ, seine Produktion auszuweiten. Und das führt dann zu den bekannten Bergen und Seen. Um so etwas  zu verhindern, müssten Garantiepreise mit Mengenbegrenzungen kombiniert werden. Aber auch hier gilt, das funktioniert nur mit einer effizienten und unbestechlichen Verwaltung.

Bei allem sollte man nicht die Schwierigkeiten des Gesetzgebers verkennen. Einem Regierungsrat, der die Regeln formuliert, stehen tausende von findigen Bürgern gegenüber, die nach Lücken und Umgehungsmöglichkeiten suchen. Aller Erfahrung nach entwickeln Menschen einen ungeheuren Erfindungsreichtum und Schaffensdrang, wenn es darum geht, an Staatsknete zu gelangen.

Ich bin mir sicher, dies alles weiß die Regierung Thailands ganz genau. Aber sie weiß auch, wie gering ihre Möglichkeiten sind, eine effizientere (und billigere) Politik umzusetzen.  

Unabhängig davon, das für Subventionen ausgegebene Geld muss auch irgendwo wieder eingesammelt werden. Und das wird dann interessant.

Im Zuge der Asean Realisierung sollen ja Einfuhrzölle entfallen. Ich weiß nun nicht, inwieweit der Agrarmarkt da mit einbezogen ist, aber das könnte zusätzliche Probleme schaffen.  
 


« Letzte Änderung: 31. August 2013, 11:06:44 von arthurschmidt2000 »
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Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen.

dart

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Schüsse auf protestierende Kautschukfarmer: 1 Toter+1Schwerverletzter
« Antwort #27 am: 01. September 2013, 10:10:33 »

Heute morgen um 3.00 Uhr haben bewaffnete Männer das Camp der protestierenden Kautschukfarmer beschossen. Bilanz ein Toter, ein weiterer Mann liegt lebensgefährlich verletzt im Krankenhaus.

http://www.bangkokpost.com/breakingnews/367422/1-rubber-farmer-killed-1-wounded
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dolaeh

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    • http://www.smilies.4-user.de/include/Flaggen/deutschlandflagge_2.gif

Die Regierung "hilft" den Bauern die Gummibaeume haben, ganze 1260.- Baht gibt es pro Rai  --C das ist zwar mehr als nichts  :D reicht trotzdem nicht, wieder gespart  {/
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Wenn du dich gesund ernaehrst, ausreichend schlaefst, genug trinkst und Sport treibst, stirbst du trotzdem.

dart

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Re: Subventionsprobleme
« Antwort #29 am: 03. September 2013, 16:16:35 »

Ob das sie Proteste beenden wird?

Das Kabinett prüft eine Subventionierung von insgesamt 5.62 Milliarden Baht für die Kautschukfarmer.
Danach soll jeder Farmer mit einer max. Anbaufläche von 10 Rai, 1260,-Baht pro Rai erhalten.

Über eine Hilfe für Farmer mit einer größeren Anbaufläche soll am 5. September noch mal beraten werden.

http://www.bangkokpost.com/breakingnews/367780/b5-62bn-subsidy-fund-for-rubber-farmers-approved-by-cabinet
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