Da gibt es doch den als gewieften Geschäftsmann bekannten Herrn T aus D. Der hatte öffentlich erklärt, dass sich Thailand eine goldene Nase verdienen wird, wenn es Reis im Überfluss produziert. Ja, dass das selbst dann noch ein super Geschäft wird, wenn die Kosten der Produktion über den Weltmarktpreisen liegen.
Man widerspricht in Thailand nicht älteren Familienangehörigen. Also wurde das Programm umgesetzt. Und wie das so üblich ist, wurde das Ganze dann auch noch zusätzlich als soziale Maßnahme erklärt. Dabei konnte man zu Recht darauf bauen, dass die richtige Anwendung der Grundrechenarten in Thailand wie auch bei manchen kritischen Beobachtern nicht sonderlich verbreitet ist. Und wenn dann noch ausgerechnet ein Herr S behauptet, dass 2 + 2 = 4 sei, kann man das als pure Demagogie abtun.
Bei der Umsetzung des Programms gab es dann wohl einige kleine handwerkliche Fehler, so hatte man vielleicht übersehen, dass ein solches Geschäft finanziert werden muss und deshalb dafür keine ausreichenden Mittel rechtzeitig bereitgestellt. Die sind halt so.
Gern wird dann heute behauptet, die Regierung könne erforderlichen die Mittel aus rechtlichen Gründen derzeit nicht bereitstellen. Ich frage mich, wieso sie dann ihre Angestellten bezahlen kann.
Manch einer hatte schon geahnt, dass dieser Deal für den Staat ein richtiger finanzieller Flop werden würde. Also wurde das Geschäft mit China erfunden und dabei den Beobachtern vorgegaukelt, dass China bereit wäre, den Thai aus purer Nächstenliebe Preise zu bezahlen, die erheblich über den Weltmarktpreisen liegen.
Da die vertragschließenden Parteien wohl Vertraulichkeit vereinbart hatten, wurde dieser Vertrag leider nicht veröffentlicht.
Dabei handelte sich natürlich nicht um ein Luftgeschäft, denn die Provisionen und die „Notarkosten“ wurden wohl bezahlt.
Dass dort angeblich für Thailand auskömmliche Preise vereinbart wurden sollte jedem, der ein wenig von den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung versteht, klar sein. Wären sie geringer, hätte der gesamte Vorrat buchtechnisch abgewertet werden müssen und die Verluste wären offenbar geworden. Übrigens, Kaufleute, die nicht so bilanzieren, können mit einem Verfahren wegen Bilanzbetruges rechnen.
Gern gebe ich zu, dass das mit der Marktwirtschaft schon eine Crux ist. Wenn ich zu teuer bin, will das keiner haben. Viele gehen dann lieber dorthin, wo es billiger ist. Aber auch das kann in Thailand ein wenig anders sein, kann ich zeigen, dass ich hohe Preise bezahle, gewinne ich viel Gesicht.