Bei den Kopf-Schüssen auf die Polizisten ist es sehr wahrscheinlich, dass sie genau gezielt waren.
Auch hierbei sollte man vorsichtig sein.
Kopfschuss liest sich gut und ist an Dramatik nicht zu ueberbieten
da es den gezielten Schuss impliziert.
Wenn es jedoch um die Wirkung im Ziel geht,
nimmt man eine Munition die moeglichst viel ihrer kinetischen Energie
im Ziel abgibt. (Teilmantel- oder Hohlspitze)
Dadurch erzeugt sie natuergemaess auch
grosse Zerstoerung des Gewebes.
Bei Knochentreffern, z.B. an der Kalotte,
ist ein grosser Teil des Schaedelknochens meistens
weg und die Haut abgerissen.
So saehe der Kopfschuss eines Profis aus.
Sahen die gezeigten Leichen so aus?
(ich weiss es nicht, habe die Bilder nicht gesehen)
Die meistens eingesetzten Schutzwesten der Polizeibeamten in Thailand
schuetzen uebrigens nicht vor Langwaffenmunition.
Das wuerde bedeuten, dass ein potenzieller Schuetze
mit einer Langwaffe und einem Teilmantel oder Hohlspitzgeschoss
sich gar nicht auf einen schnell bewegenden Kopf als Ziel haette zu konzentrieren brauchen,
sondern ein Koerpertreffer ausreichend gewesen waere.
Das Bild mit der Eintrittswunde genau ueber der T-Zone
sieht nach m.E. so aus wie verursacht duch eine Kurzwaffe
im Kaliber .38 oder kleiner.
Bei einer Langwaffe waere der hintere Teil der Kalotte mit weggeplatzt
und Hirnmasse unter dem Opfer sichtbar.